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  #1  
Alt 03-11-2011, 11:51
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Kampfkunst: Jiu Jitsu/Judo
 
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Standard wie realistisch ist das?

Hallo,

wie einige wissen bin ich ja ein Ju Jutsu Neuling.
Was mich mal interessieren würde:

Im Prüfungsprogramm Gelb gibt es z.B. die Technik Passivblock am Kopf.
Die halte ich soweit für praktikabel, aber nur als 2te Wahl gegenüber einem Aktivblock.
Was mich aber vor allem stört, ist, dass verlangt wird eine weiterführende Technik zu machen. dabei wird vorrausgesetzt, dass der angreifer seinen schlaghand am block läßt bis ich in aller ruhe nach der hand greifen kann.

normalerweise würde doch keiner seine faust stehen lassen,oder??
somit halte ich diese und auch andere techniker ähnlicher art für schwachsinnig..so schnell kann doch keiner reagieren und die hand halten...und wenn doch weil er peter parker heißt, kann er auch nen aktivblock machen...den ich sicherer finde...

seh ich das alleine so?
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  #2  
Alt 03-11-2011, 11:55
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Kampfkunst: Kali Sikaran
 
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Ist es nicht eher, der Sinn der Prüfungen Techniken und ihre Abläufe "ersteinmal" zu erlernen, grad in den Anfangsgraden bzw. Gürteln?
Du stehst noch am Anfang und musst dir deiner Bewegungen nd Techniken erst bewusst werden. Umsetzung ist da immer eine andere Schiene gegenüber den Prüfungen...
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  #3  
Alt 03-11-2011, 12:51
Benutzerbild von domo77
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Kampfkunst: Jiu Jitsu/Judo
 
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Zitat:
Zitat von max_power123 Beitrag anzeigen
Ist es nicht eher, der Sinn der Prüfungen Techniken und ihre Abläufe "ersteinmal" zu erlernen, grad in den Anfangsgraden bzw. Gürteln?
Du stehst noch am Anfang und musst dir deiner Bewegungen nd Techniken erst bewusst werden. Umsetzung ist da immer eine andere Schiene gegenüber den Prüfungen...
stimmt wohl...vielleicht sehe ich das einfach aus einer anderen warte, da ich andere kampkünste vorher gemacht habe...ich sehe mich da technisch und gedanklich etwas weiter und muss irgendwie immer zurückdenken...bzw. mich in die lage eines absoluten anfängers versetzen...ein angehender schwarzgurt bei uns meint auch immer ich solle einfachere techniken machen. man erwartet vom gelbgurt weniger. die prüfer könnten, wenn ich zuviel mache evetuell denken ich wollte protzen. das könnte dazu führen, dass ich richtig auseinander genommen werde und ganz krasses zeug erwartet wird...
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  #4  
Alt 03-11-2011, 12:53
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Kampfkunst: tatsu ryu
 
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Niemand außer den Uke im Kampfsport lässt seine Faust/Hand stehen und wartet bis ich meinen Hebel habe.

Es muss immer in der Bewegung geschehen!

Selbst bei einer Schockaktion ist der Reflex jedes Menschen seine Gliedmaßen wieder zu sich zu holen, da hat parkende Faust nix mit Übung vor Umsetzung zu tun.

Teste es mit Laien, lass Dich von ihnen am Kragen packen und dann petze sie fest in das weiche Rippenfleisch unter der Achsel,
- 9 von 10 Leuten werden loslassen, ihren Körper etwas kleiner machen und instinktiv dahin greifen wo es weh tut. Nimm für jeden einen Schokobon als Entschuldigung mit

Was trainierst Du denn genau?

Mein Tipp rede mit Deinem Trainer, demonstriere es mit einem Schüler indem Du angreifst und die Faust zurückziehst und bilde Dir eine Meinung.

Aber nur über Ferndiagnose fällt es uns auch schwer Dir zu helfen, vielleicht kannst Du das ganze etwas detaillierter beschreiben...
__________________
plaz: "Ich erwarte aber nicht, dass du das verstehst, dafür fehlt dir das Können (der Lockerheit) und die Erfahrung."
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  #5  
Alt 03-11-2011, 13:14
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Der Passivblock ist doch eine prima Schutzreaktion in der nahen Distanz. Weiterführende Techniken machen auch Sinn, kein Gegner wird nach dem geblockten Schlag aufhören sondern Dich weiter attackieren. Also solltest Du logischerweise nach dem Block weitere Techniken machen können um das zu verhindern. Das der Angreifer den Schlagarm zurückzieht ist doch normal, es gibt allerdings massenhaft Kombinationsmöglichkeiten ohne gerade diesen Arm
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  #6  
Alt 03-11-2011, 13:26
Benutzerbild von DerLenny
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Zitat:
Zitat von domo77 Beitrag anzeigen
Im Prüfungsprogramm Gelb gibt es z.B. die Technik Passivblock am Kopf.
Die halte ich soweit für praktikabel, aber nur als 2te Wahl gegenüber einem Aktivblock.
Was mich aber vor allem stört, ist, dass verlangt wird eine weiterführende Technik zu machen. dabei wird vorrausgesetzt, dass der angreifer seinen schlaghand am block läßt bis ich in aller ruhe nach der hand greifen kann.
Der Passivblock gegen Schläge zum Kopf ist sinnig. Insbesondere wenn du sie ala Crazy Monkey Defense machst:
http://www.youtube.com/results?searc...y+defense&aq=f

Was die Folgetechnik angeht: Geh nicht davon aus, dass der Angreifer den Arm stehen lässt. Denn das wird er nicht tun.
Evtl. hat dir dein Trainer eine Kombination gezeigt in der er davon ausgeht. Das bedeutet aber nicht, dass du dies auch in der Prüfung so machen musst. Und schon gar nicht, dass dies in der Prüfung verlangt wird
Laut PO musst du die passiven Blöcke in Kombination zeigen.
Was du kombinierst liegt bei Dir.

Es sei denn, dein Trainer verlangt von allen die gleichen Techniken. Wenn dem so ist, dann frage ihn, warum er davon ausgeht, dass der Arm stehen bleibt.
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  #7  
Alt 03-11-2011, 13:27
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der passiv-block ist eine notfalllösung.
eigentlich ausweichen - destruction/gunting - aktiv-block - passiv-block - körperdrehung (damit der schlag nicht im günstigen winkel in deinem körper landet) - starker muskeltonus - nehmerfähigkeiten (kombinationen sind möglich und erwünscht ).

auch bedeutet der passiv-block nicht, dass angreifer oder verteidiger stehen bleiben. kombiniere deinen pb mit atemis, um deinen gegner zu beschäftigen und erarbeite dir die möglichkeit ihn zu fassen, während dich deine schrittarbeit (evtl über´s winkeln) näher an den angreifer bringt .

dann wird´s auch wieder realistischer .

und ja - für die prüfung ist weniger mehr. muss ich mir auch immer von einem freund sagen lassen. klare einfache techniken (damit der prüfer sieht, was du machst) am besten im stil den der prüfer gerne hat (damit du sympathiepunkte erhälst ). problem ist natürlich zu wissen, welchen stil der prüfer will .
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  #8  
Alt 03-11-2011, 13:31
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Zitat:
Zitat von domo77 Beitrag anzeigen
Passivblock am Kopf....
...nur 2te Wahl gegenüber einem Aktivblock.
normalerweise würde doch keiner seine faust stehen lassen...
...halte ... diese und auch andere techniker ähnlicher art für schwachsinnig
aktivblöcke halte ich in einem offenen schlagabtausch für extrem gefährlich. sie schaffen nur lücken (alte regel: "space is a killer!"). wenn schon dann keine blöcke, sondern guntings (schläge gegen die angreifenden gliedmaßen, die sie beschädigen.... was aber erst recht zu ner rückzugsbewegung führt und auch führen SOLL, da dadurch lücken beim gegner entstehen).
passive deckung ist im überraschungsmoment und in einigensituationen beim offenen schlagabtausch sicher gut.
am besten: meidbewegungen und "mitschlagen" in die lücken.

klar lässt niemand "in echt" den arm stehen. aber was willst du? einen hebel in seiner mechanik lernen und perfektionieren? dann SOLL der arm bitte stehenbleiben, damit ich erst mal den hebel lernen kann, ohne dabei auch noch zusätzliche taktische finessen lernen zu müssen, mit denen ich den arm in der rückzugsbewegung folge und catche/blockiere, um dann erst zu irgendetwas anderem anzusetzen.

trockenübungen sind immer reduziert.
zwischen derartigen trockenübungen und "realistischeren" übungsformen mit widerstand und viel "bewegung" liegt noch ne ganze menge training.

allerdings sollte jeder gute trainer immer wieder auf den unterschied zwischen übungsform x, y und z und freier kampfanwendung hinweisen.
gerade im juju hab ich zu viele leute gesehen, die allen ernstes glaubten, sie könnten sich nun verteidigen, weil sie zb. nen kipphandhebel ansetzen konnten - am passiven partner, der auch noch die hand hingehalten hat und sich von einem wischer durch die luft (lichtjahre vom "zielobjekt" entfernt) hat "schocken" lassen
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  #9  
Alt 03-11-2011, 14:01
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Zitat:
Zitat von DerLenny Beitrag anzeigen

Es sei denn, dein Trainer verlangt von allen die gleichen Techniken. Wenn dem so ist, dann frage ihn, warum er davon ausgeht, dass der Arm stehen bleibt.
er sagt das ja, dass der Arm nicht stehenbleibt...soweit ist ihm das ja klar..aber in der Prüfung werden solche techniken erwartet..
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  #10  
Alt 03-11-2011, 14:14
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Ok, schaun mer mal.
Simple Kombi für Gelb.

Angriff: Schwinger rechts.
Abwehr:
- Schritt nach 2 Uhr mit "Doppeldeckung"
- Aus der Deckung raus direkt mit 2 Hammerfäusten (oder Handballenschlägen) zum Kinn, Schlüsselbein, Kraftrichtung 45 Grad nach unten
- mit dem linken Bein an seinem rechten vorbei
- entweder Körperabbiegen oder Beinsteller
- Schluss oder bei Wunsch des Prüfers/ Trainers noch was nachlegen.

Ist auch nicht wirklich realistisch, ist aber ne gute Ausgangslage sollte mögliche Konter minimieren, lässt sich schnell durchziehen und der passiv Block wird genutzt.

Wenn ihr den passiv Block mit nem Armhebel kombinieren müsst/ sollt, dann müsste man das leicht abändern...
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  #11  
Alt 03-11-2011, 22:30
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Zitat:
Zitat von max.warp67 Beitrag anzeigen
Der Passivblock ist doch eine prima Schutzreaktion in der nahen Distanz. Weiterführende Techniken machen auch Sinn, kein Gegner wird nach dem geblockten Schlag aufhören sondern Dich weiter attackieren. Also solltest Du logischerweise nach dem Block weitere Techniken machen können um das zu verhindern. Das der Angreifer den Schlagarm zurückzieht ist doch normal, es gibt allerdings massenhaft Kombinationsmöglichkeiten ohne gerade diesen Arm
Oder du gehtsnach dem Block nach vorn unter Einsatz deiner "Waffen" und holst dir denn den Arm.
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  #12  
Alt 03-11-2011, 22:44
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Zitat:
Zitat von amasbaal Beitrag anzeigen
klar lässt niemand "in echt" den arm stehen. aber was willst du? einen hebel in seiner mechanik lernen und perfektionieren? dann SOLL der arm bitte stehenbleiben, damit ich erst mal den hebel lernen kann, ohne dabei auch noch zusätzliche taktische finessen lernen zu müssen, mit denen ich den arm in der rückzugsbewegung folge und catche/blockiere, um dann erst zu irgendetwas anderem anzusetzen.

trockenübungen sind immer reduziert.
zwischen derartigen trockenübungen und "realistischeren" übungsformen mit widerstand und viel "bewegung" liegt noch ne ganze menge training.
Da hast Du zwar Recht, aber ich halte es trotzdem für sinnvoller, dem Hebel direkt ein sinnvolles setup mitzugeben.
Mag auch daran liegen, dass ich den traurigen Fall erlebt habe, dass im Stadium des "Mechanik Lernens" stehen geblieben wird.

Oder meinst Du, das überfordert am Anfang? Im Grappling funktionierts gut so, aber ist natürlich auch klientelabhängig.

Geändert von Ir-khaim (03-11-2011 um 22:50 Uhr).
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  #13  
Alt 03-11-2011, 23:30
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Zitat:
Zitat von Ir-khaim Beitrag anzeigen
Oder meinst Du, das überfordert am Anfang? Im Grappling funktionierts gut so, aber ist natürlich auch klientelabhängig.
Eher eine Frage des Trainers.
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  #14  
Alt 04-11-2011, 08:55
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Kannst Du näher erläutern, was Du meinst?
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  #15  
Alt 04-11-2011, 09:01
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Wenn der Trainer entsprechende Übungsformen kennt und kann, kann er sie vermitteln.
Wenn der Trainer in "Block-Schock-Hebel/Wurf" Kategorien denkt, dann wird er es auch nicht vermitteln können.
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