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  #1  
Alt 25-09-2007, 16:31
spiderman
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Standard DJJV nur noch Sportverband ????

Ich habe mir in letzter Zeit einige Gedanken gemacht und viel beobachtet und gelesen und möchte hiermit mal einiges anregen. Wenn ich mir die Seite des DJJV anschaue hat sie für mich in erster Linie eine sehr große sportliche Ausstrahlung an zweiter Stelle steht das Prüfungsprogramm.Das ist ja auch weitgehend ok so. Es gibt auch für alle Bereiche Ämter ( Leistungssport in seinen verschiedenen Bereichen, Breitensport, Jugend usw.usw. ) aber niemand ist für Selbstverteidigung zuständig und das finde ich für einen Verband der eigentlich Selbstverteidigung darstellt etwas schade.

Ich finde allerdings ein großer Wert unseres Ju-Jutsu sollte sich mit realistischer SV beschäftigen.

Diese Entwicklung beobachte ich auch in vielen Vereinen. Entweder wird Gürtelprogramm oder Wettkampf trainiert. Aber konsequente SV wie sie sich vielleicht in Wirklichkeit abspielen könnte kommt zu kurz.

Ich höre und lese viele Meinungen wo Ju-Jutsu sehr oft schlecht als Selbstverteidigungssystem dargestellt wird. Das ist nicht gut und ich finde Ju-Jutsu gibt uns so viel Möglichkeiten realistisch zu trainieren und das auch zu verkaufen. Das geschieht ja auch sehr gut für den Bereich Wettkampf und Prüfungsprogramm.
Es gibt für fast alle Bereiche Beauftragte und Referenten und neuerdings auch noch ein Ju-Jutsu Sportabzeichen.
Warum gibt es kein Amt oder Referenten für Ju-Jutsu Streetfighting (soll ein Beispiel sein). Ju-Jutsu ist doch eigentlich mal entstanden um sich möglichst effektiv auf der Straße zu verteidigen und wo wird das heute noch realistisch trainiert. Selbst einige Bundesländer entfernen sich in ihrer Polizeiausbildung vom Ju-Jutsu und wenden sich anderen Systemen zu.
Man sollte niemals die Wurzeln vergessen und das ist für mich immer noch die Selbstverteidigung.

Mich würde mal die Meinung aller interessieren die das hier lesen und um eine ehrlich Antwort bitten.

So long
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  #2  
Alt 25-09-2007, 16:41
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lamix75 lamix75 ist offline
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Ich glaub nicht das man dafür extra einen Referenten oder Beauftragten brauch. Aber schau doch mal in die Vereine rein, die Kids/Jugendlichen stehen mehr auf den "Sport" oder wollen Gürtel machen. Was soll man dann als Übungsleiter machen?

Das das JJ so breitgefächert ist u. sich jeder drin wieder findet ist klasse aber du kannst nicht alles in 2x 90 Min. (wie bei uns) abdecken, da muß man sich schon nach der Masse richten, die bezahlen ja schliesslich auch.

Fazit: Ist halt wie überall es wird das Angeboten was der Markt will.
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  #3  
Alt 25-09-2007, 16:41
technetium101 technetium101 ist offline
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Ich teile deine Meinung und habe das auch festgestellt.

Dennoch: Ju-Jutsu ist das was man draus macht. In meinem Verein wird die Selbstverteidigung stark beachtet. Allerdings liegt das ausschließlich am Trainerteam und an deren Einstellung zum Training.

Zudem haben die Trainer sich "ihre Selbstverteidigung" hauptsächlich aus anderen Systemen gezogen. Ju-Jutsu-Mentalität eben, überall die wichtigsten Sachen mitnehmen....

Vom DJJV wird ja nix angeboten. Selbstverteidigungslehrgänge gibt es wenig und wenn, dann nicht in der Form, wie ich persönlich es mir wünsche.
Also muss man in andere Systeme (z.Bsp.: Krav Maga) reinschauen und sich als Ju-Jutsu-Trainer dort weiterbilden, weil es im eigenen Hause nichts gibt / zu wenig spezifisches angeboten wird.

Dabei ist im Ju-Jutsu-System viel Potenzial enthalten... Es kommt halt drauf an, was man draus macht...

Das Thema Polizei und Ju-Jutsu ist ein eigenes großes Thema, aber da läuft auch einiges unrund, um es mal vorsichtig auszudrücken.....was da teilweise gelehrt wird ist unbrauchbar und geht am Polizeialltag vorbei. Das liegt aber nciht am DJJV sondern an den Bundesländern, die suchen ja aus, was z.Bsp. in der Ausbildung gelehrt wird.

Fazit: Jedem das seine, wer Wettkampf etc. machen will, der soll dies ja gerne tun... dafür gibt es ja Vereine mit unterschiedlichen Trainern/Schwerpunkten/Vorlieben. Das Problem ist die mangelnde Fortbildung speziell im Bereich SV, woran der DJJV natürlich auch beteiligt ist. Stellt sich die Frage, ob das beim DJJV einfach nicht so sehr beachtet wird, oder ob die Nachfrage tatsächlich so gering ist... Leute die wirklich ausschließlich Wert auf SV legen, wandern ja auch eher in andere Sportarten ab.

Geändert von technetium101 (25-09-2007 um 16:46 Uhr).
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  #4  
Alt 25-09-2007, 16:53
escrimasaarland escrimasaarland ist offline
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Hmmm als ich in den 90er Jahren mit Ju Justu anfing, war die Wettkampfsparte unseres Vereins noch sehr zu empfehlen um auch für die SV fit zu machen und auch die Wettekämpfer legten stetts obwohl wesentlich weniger Techniktraining die besten Prüfungen ab. Dann wurde am Regelwerk "rumgefeilt" (zb das man nach dem Griff zum Gi nicht mehr schlagen durfte usw), so dass Judotechniken letzendlich so gut wie immer den Ausschlag über Sieg und Niederlage beim Wettkampf gaben. Zu der Zeit haben auch einige sehr gute Leute aufgehört... Ju Jutsu hatte dann gleichzeitig noch das "Breitensport" Problem, sprich immer mehr Leute die Fit werde wollten udn en bisschen SV fähig werden wollten machten den grossteil der Leute im Training aus und keiner wollte sich mehr im Sparring hauen. Dann die Messerabwehrtechniken die mir heute die Haare zu Berge stehen lassen.... Ich hatte einen guten Lehrer (Polizist) der damals schon auf die Frage was er gegen einen Messermann tun würde antwortete: Wenn der ein Messer hat, dann hab ich hoffentlich schon die Pistole gezogen und 10m abstand!"
Um Ju Jutsu SV mässig an den Mann zu bringen müsste das Training angepasst werden mit vieeeeeeeel Sparring. Das es gute bis sehr gute Leute im JJ Bereich gibt möchte ich net bestreiten (2 meiner ehemaligen Trainer sind da gute Beispiel für) aber da ne grosse Masse im DJJV Ju Jutsu KampfSPORT betreibt wirds net so leicht die Leute zu überzeugen...

Zumal es mittlerweile jede Menge SV Systeme die gezielt zum (realisticheren) Kämpfen konzepiert sind.
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  #5  
Alt 25-09-2007, 17:31
spiderman
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Zitat:
Zitat von technetium101 Beitrag anzeigen
Ich teile deine Meinung und habe das auch festgestellt.

Dennoch: Ju-Jutsu ist das was man draus macht. In meinem Verein wird die Selbstverteidigung stark beachtet. Allerdings liegt das ausschließlich am Trainerteam und an deren Einstellung zum Training.

Zudem haben die Trainer sich "ihre Selbstverteidigung" hauptsächlich aus anderen Systemen gezogen. Ju-Jutsu-Mentalität eben, überall die wichtigsten Sachen mitnehmen....

Vom DJJV wird ja nix angeboten. Selbstverteidigungslehrgänge gibt es wenig und wenn, dann nicht in der Form, wie ich persönlich es mir wünsche.
Also muss man in andere Systeme (z.Bsp.: Krav Maga) reinschauen und sich als Ju-Jutsu-Trainer dort weiterbilden, weil es im eigenen Hause nichts gibt / zu wenig spezifisches angeboten wird.

Dabei ist im Ju-Jutsu-System viel Potenzial enthalten... Es kommt halt drauf an, was man draus macht...



Fazit: Jedem das seine, wer Wettkampf etc. machen will, der soll dies ja gerne tun... dafür gibt es ja Vereine mit unterschiedlichen Trainern/Schwerpunkten/Vorlieben. Das Problem ist die mangelnde Fortbildung speziell im Bereich SV, woran der DJJV natürlich auch beteiligt ist. Stellt sich die Frage, ob das beim DJJV einfach nicht so sehr beachtet wird, oder ob die Nachfrage tatsächlich so gering ist... Leute die wirklich ausschließlich Wert auf SV legen, wandern ja auch eher in andere Sportarten ab.
Genau so sehe ich es und so mache ich es auch aber es ist doch sehr schade das vom eigenen Verband nicht mehr angeboten wird und ich finde ein großer Teil sollte nun mal aus SV bestehen. Und das mangelnde Angebot liegt meiner Meinung nach am DJJV.
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  #6  
Alt 25-09-2007, 17:38
spiderman
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Zitat:
Zitat von escrimasaarland Beitrag anzeigen
Ju Jutsu hatte dann gleichzeitig noch das "Breitensport" Problem, sprich immer mehr Leute die Fit werde wollten udn en bisschen SV fähig werden wollten machten den grossteil der Leute im Training aus und keiner wollte sich mehr im Sparring hauen. Dann die Messerabwehrtechniken die mir heute die Haare zu Berge stehen lassen.... Ich hatte einen guten Lehrer (Polizist) der damals schon auf die Frage was er gegen einen Messermann tun würde antwortete: Wenn der ein Messer hat, dann hab ich hoffentlich schon die Pistole gezogen und 10m abstand!"
Um Ju Jutsu SV mässig an den Mann zu bringen müsste das Training angepasst werden mit vieeeeeeeel Sparring. Das es gute bis sehr gute Leute im JJ Bereich gibt möchte ich net bestreiten (2 meiner ehemaligen Trainer sind da gute Beispiel für) aber da ne grosse Masse im DJJV Ju Jutsu KampfSPORT betreibt wirds net so leicht die Leute zu überzeugen...

Zumal es mittlerweile jede Menge SV Systeme die gezielt zum (realisticheren) Kämpfen konzepiert sind.
Genau das ist es du triffst die Sache auf den Punkt nur wollte ich nicht gleich so hart ins Gericht gehen, aber so stimmt es. Es kommen oft Leute die ein wenig fit werden wollen und dabei sollte noch ein kleines bisschen SV abspringen. Aber richtig dafür trainieren wollen die wenigsten. Und quälen will sich schon gerade gar keiner mehr für den Erfolg. Am besten von einer Gürtelprüfung zu nächsten und mit schönem bunten Gürtel rumspringen.

So long
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  #7  
Alt 25-09-2007, 18:09
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Zitat:
Zitat von spiderman Beitrag anzeigen
...Am besten von einer Gürtelprüfung zu nächsten und mit schönem bunten Gürtel rumspringen.

So long
ist halt das Ziel von einigen

Aber wen ich seh das einige Ihr Programm auswendig lernen und eigentlich nix können oder gar nicht verstehen was sie da machen.
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  #8  
Alt 25-09-2007, 22:02
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was ist dann?
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  #9  
Alt 25-09-2007, 22:34
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Zitat:
Zitat von escrimasaarland Beitrag anzeigen
Hmmm als ich in den 90er Jahren mit Ju Justu anfing, war die Wettkampfsparte unseres Vereins noch sehr zu empfehlen um auch für die SV fit zu machen und auch die Wettekämpfer legten stetts obwohl wesentlich weniger Techniktraining die besten Prüfungen ab.
Kann ich so auf jeden Fall bestätigen. Bei den Crosstrainings, die ich mit Leuten aus dem JJ gemacht habe, konnte man die "SV-Spezialisten" in der Realität recht schnell ausknocken. Bei den Wettkämpfern/eher sportlich orientierten JJ-Leuten fiel das wesentlich schwerer. Da hat man häufig richtig die Hucke voll bekommen.

Ich muss sagen, dass ich JJ als SV auch gar nicht sooo attraktiv finde. Dafür gibt es (wie zuvor schon erwähnt) mittlerweile wesentlich bessere und schneller erlernbare Systeme.
JJ als Sport rockt dagegen total und hat enormes Potential (finde ich zumindest).
Und den ganzen adaptierten klebende Hände und "Dreierkontakt"-Kram hätte man sich sowieso sparen können.
Weg vom Techniken klauen und anhäufen hin zu mehr Action!

MfG Dorschi
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"Lassen sie mich Arzt, ich bin durch!"

Geändert von Dorschbert (26-09-2007 um 10:41 Uhr).
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  #10  
Alt 26-09-2007, 00:10
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und wieder mal muss ich Dir recht geben.
Zitat:
Ich muss sagen, dass ich JJ als SV auch gar nicht sooo attraktiv finde.
ich finde nur SV zu trainieren auf die dauer langweilig. Wenn man den Sport kann kann man sich auch im ernstfall verteidigen.
Neulich hat ein Judo Weltmeister paar Verbrecher plattgemacht, habe ich mal in Nachrichten gehört.
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  #11  
Alt 26-09-2007, 00:45
Sgt.G Sgt.G ist offline
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Standard RE:DJJV nur noch Sportverband ????

Der DJJV ist doch schon lange auf dem absteigenden Ast was Realitaet angeht. Ich war mal auf einem Lehrgang wo es um SV in engen Rauemen und gegen Messer ging. Real sollte es eben sein.

Da wollte ich dann in normaler Bekleidung mitmachen, weil normal hab ich keinen GI an. Was kam dabei raus, ich wurde der Halle verwiesen, bis ich einen Gi anhatte! Wir wollten ja real sein. Naja!
Anderes Beispiel auf einem Landeslehrgang gab es eine Meinungsverschiedenheit zwischen mir und einem der Dangrade bezueglich Angriffe mit Messer. Da wurde behauptet, dass jeder mit dem Messer immer in der gleichen Position angreifen wuerde (also selbe Messerhaltung und selbe Angriffstechnik!). HAb ich ne andere Meinung gehabt und am Ende Dantraeger von 1.ten bis 6.ten angepisst dun man hat mich schon quasi ins laecherliche gezogen. Naja, waren auch einige Cops mit 2ten Dan und hoeher dabei, und die waren noch die schlimmsten dabei!

Von Freunden und Bekannten aus anderen Bundeslaendern hab ich aehnliches gehoert.

Ist ja eigentlich schade, weil da kann man soviel machen! Man muss eben nur wissen was, wann und wie. Ich persoenlich schaetze mich schon gluecklich im Urlaub mal auf die Trainingsgruppe gestossen zu sein wo ich dann CCJJ trainiert habe. Das war so real wie es nur ging, fand ich zumindest damals! Das lag aber auch an der Erfahrung der Instructors (langjaehrige COPS mit SE Erfahrung, sowie Military Leute etc.).
__________________
Inmates see their families once a week. KEVLAR makes sure that I will see my family everyday!

Geändert von Sgt.G (26-09-2007 um 00:49 Uhr).
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  #12  
Alt 26-09-2007, 03:46
Ju-Jutsu-Ka Ju-Jutsu-Ka ist offline
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90% der Schüler werden ein Training ablehnen, dass wirklich SV bezogen ist, da es mit (einem gewissen Maße) Schmerzen und vielen Wiederhohlungen von wenigen (aber effektiven) Techniken verbunden ist.
Aber bei mir hat es auch noch nie einer auf der Straße gebraucht (und das soll auch so bleiben), wir leben noch in einer heilen Welt.

Alle die realistische SV haben wollen machen sowieso ein Crosstraining,
z.B. MT und Luta Livre


Wie SVbezogen die Lehrgänge sind hängt vom Thema ab:
Prüfungsprogramm 5.-3. Kyu dürfte nicht allzuviel davon haben,
realistische Würfe in der SV von Joe hatte sehr viel SV-Bezug.

Das mit der Waffenabwehr wird bei mir (und vielen anderen im NWJJV) als Sport trainiert, nicht als realistische SV. Die beste waffenlose Messerabwehr für die Realität ist IMHO sowieso Leichtathletik (Hindernislauf oder 1500m-Lauf). Wenn er mich nicht erreichen kann, kann er mich nicht verletzten.

Ich glaube Dieter Knüttel sagte es einmal sinngemäß:
Du musst 5 Jahre regelmäßig waffenlose Waffenabwehr trainieren um eine 10%ige Chance zu haben,
hat der Messerträger 1h mit dem Messer trainiert, muss man die Trainingszeit verdoppeln.
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  #13  
Alt 26-09-2007, 05:30
spiderman
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Zitat:
Zitat von Ju-Jutsu-Ka Beitrag anzeigen
90% der Schüler werden ein Training ablehnen, dass wirklich SV bezogen ist, da es mit (einem gewissen Maße) Schmerzen und vielen Wiederhohlungen von wenigen (aber effektiven) Techniken verbunden ist.
Aber bei mir hat es auch noch nie einer auf der Straße gebraucht (und das soll auch so bleiben), wir leben noch in einer heilen Welt.

Alle die realistische SV haben wollen machen sowieso ein Crosstraining,
z.B. MT und Luta Livre


Wie SVbezogen die Lehrgänge sind hängt vom Thema ab:
Prüfungsprogramm 5.-3. Kyu dürfte nicht allzuviel davon haben,
realistische Würfe in der SV von Joe hatte sehr viel SV-Bezug.

Das mit der Waffenabwehr wird bei mir (und vielen anderen im NWJJV) als Sport trainiert, nicht als realistische SV. Die beste waffenlose Messerabwehr für die Realität ist IMHO sowieso Leichtathletik (Hindernislauf oder 1500m-Lauf). Wenn er mich nicht erreichen kann, kann er mich nicht verletzten.

Ich glaube Dieter Knüttel sagte es einmal sinngemäß:
Du musst 5 Jahre regelmäßig waffenlose Waffenabwehr trainieren um eine 10%ige Chance zu haben,
hat der Messerträger 1h mit dem Messer trainiert, muss man die Trainingszeit verdoppeln.

Ich glaube du hast nicht genau verstanden was ich in meiner Anregung meinte.
Man soll ja nicht nur noch ein SV bezogenes Training machen sondern alles vernünftig verbinden. Du triffst die Sache genau auf den Punkt das wenige so wie auch du es beschrieben hast trainieren wollen. Das finde ich echt schade. Ob man es mal wirklich brauch steht ganz woanders geschrieben und das soll auch nicht der Sinn des ganzen sein. Ich habe aber schon viele Ju-Jukas (und vor allem Dan Träger) getroffen die wirklich nur jede Menge Techniken anhäufen und dabei keine in einer realen Auseinandersetzung anwenden können. Ein großer Teil der Techniken aus dem Ju-Jutsu ist meiner Meinung nach sowieso nur für das Prüfungsprogramm zu gebrauchen.
Man kann aber doch alles versuchen mal ein wenig realer zu trainieren um zu sehen was wirklich funktioniert. Z.B. in dunklen Räumen, in Straßenklamotten,mal auf einem Schotterparkplatz, bei Regen usw. und meiner Meinung mal sollten auch mal Lehrgänge in solcher Form abgehalten werden und nicht immer nur typisch im weißen GI. Ich würde dieses Training nicht mit Kindern machen sondern ab einem gewissen Alter (16????)

Zur Abwehr gegen Messer hast du vollkommen Recht die beste Verteidigung ist weglaufen wenn man die Möglichkeit hat. Aber was wenn nicht.
Wie trainiert man den Messerabwehr als Sport ?????
Man kann Messerabwehr mit denn möglichen Schutzmaßnahmen auch sehr realistisch trainieren. Ich behaupte auch nicht das man bei einer Waffenabwehr unverletzt abziehen kann, das sollte man gleich vergessen aber die Waffenabwehr aus dem Ju-Jutsu Programm ist höchstens für die Gürtelprüfung bzw. als Einstieg brauchbar.

Ich möchte dieses ganzes auch als Zusatz zum bestehenden Ju-Jutsu sehen und behaupte nicht das alles andere nix taugt. Der Sport hat genauso seine Berechtigung wie die SV nur diese kommt viel zu kurz.

So long
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  #14  
Alt 26-09-2007, 05:35
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Zitat:
Zitat von Shining Beitrag anzeigen
ich finde nur SV zu trainieren auf die dauer langweilig. Wenn man den Sport kann kann man sich auch im ernstfall verteidigen.

Wie oft musstest du schon ran?

Ich hoffe irgendjemand weckt dich auf bevor es so weit ist.

Ich bin uebrigens kein begnadeter Hauer, aber durfte einige wenige Erfahrungen sammeln, die sehr hilfreich waren.
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  #15  
Alt 26-09-2007, 05:41
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Zitat von Dorschbert Beitrag anzeigen
JJ als Sport rockt dagegen total und hat enormes (finde ich zumindest).
Und den ganzen adaptierten klebende Hände und "Dreierkontakt"-Kram hätte man sich sowieso sparen können.
Weg vom Techniken klauen und anhäufen hin zu mehr Action!
Sehe ich genau so. Das JJ an sich bietet die Moeglichkeite eine vernuenftige SV zu trainieren, wenn man dazu bereit ist. Stattdessen wird sich ueberall was zusammengeklaubt ohne es wirklich zu verstehen.

Es ist ja gut sich andere Dinge anzusehen, aber die FMA, ing ung'ler usw fangen ja auch nicht auf einmal an Dinge aus dem Judo zu adaptieren.

In meiner Erfahrung waren die besten SV Trainer die, die sich beruflich damit auseinandersetzen mussten (oder die Strassenklopper). Mein erster Jiu Jitsu Trainer war Knastwaerter und musste daher beruflich hin und wieder ausprobieren was ging. Von seinen Messersachen bin ich heute nicht mehr so ueberzeugt, aber wenn es um festlegen, fuehren, hebeln ging halte ich ihn immer noch fuer sehr gut.

Und ja, mir ist klar, dass eine Auseinandersetzung im Knast etwas anderes ist als in der Kneipe.
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