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  #1  
Alt 14-06-2010, 16:04
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Judo, Grappling, JJ
 
Registrierungsdatum: 23.02.2007
Alter: 23
Beiträge: 172
Standard Transporttechniken im DJJV PP

Beim neulichen durchstöbern des Prüfungsprogrammes des DJJV's ist mir doch mal wieder das Prüfungsfeld "Sicherungstechniken" aufgefallen, in dem Sicherungs-, Aufhebe- und Transporttechniken abverlangt werden.

Für die Kategorie Sicherungstechniken habe ich ja noch verständniss, was die Funktionalität in der SV anbelangt, ABER wie kommt man dazu, in einem eigenst für die SV entwickelten System, welches "aus der Praxis für die Praxis" ist Aufhebe-und Transporttechniken abzuprüfen ???

Es ist immer wieder schön auf Prüfungen zu sehen, wie eine 1,50m kleines, 40kilo leichtes Mädel einen 1,90m und 85kilo typen in einem Rückentransportgriff 1-2 Runden über die Matte schleift...

Das solche Techniken für Polizeibeamte etc. nützlich sind, steht ja außer Frage, dafür gibts ja schließlich auch dementsprechende Prüfungen, zu mal man sowas für diverse Zielgruppen auch einfach im Training zeigen kann OHNE das es direkt Pflichtfach im PP wird.

Was hat man sich also dabei gedacht, dass man einen so eben zu Boden gebrachten Gegner, welchen man dort Kampfunfähig machen könnte oder einfach die Gelegenheit nutzt um weg zu laufen, AUFHEBT um ihn dann zu TRANSPORTIEREN ??

Es gibt ja so einiges im PP ,was einem fragwürdig für ein "effektives SV system" erscheint, aber DIESER Berreich ist wohl der widersprüchliste.

Ich bitte um Meinungen

Geändert von Mjöllnir (14-06-2010 um 16:07 Uhr).
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  #2  
Alt 14-06-2010, 16:12
Moderator
Kampfkunst: Takeda Ryu Kobilza Ha
 
Registrierungsdatum: 26.03.2010
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Alter: 27
Beiträge: 1.483
Standard

Werden die Techniken wirklich so ausgeführt, dass der Gegner zuerst am Boden fixiert wird, um ihn anschließend wieder aufstehen zu lassen um ihn abzuführen? Das klingt für mich etwas riskant, vorallem im Bereich des Aufstehens. Ich kann mir gerade irgendwie nicht vorstellen wie ich realistsch jemanden, der am Boden liegt, mittels eines Hebels/Griffs zum kontrollierten aufstehen zwingen kann.

Transporttechniken gibt es in dem Stil den ich erlerne auch, hier wird das allerdings aus dem Stand gemacht (ohne den Gegner/Partner vorher zu Boden zu führen), allerdings haben diese Techniken eher eine untergeordnete Rolle.
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  #3  
Alt 14-06-2010, 16:24
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Judo, Grappling, JJ
 
Registrierungsdatum: 23.02.2007
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Beiträge: 172
Standard

Es ist kein muss, dass der Gegner erst aufgehoben werden muss um ihn dann in eine Transporttechnik zu nehmen. siehe Rückentransport oder Armkreuzfessel (polizeigriff). Aber in den meisten Fällen wird es so trainiert und auch auf Prüfungen gezeigt, dass der Gegner zu bodengebracht wird um dann mit einer Kreuzfessel oder Kaverliersgriff, what ever ,aufzuheben und dann zu transportieren.

Mich stört ja nicht, dass es sie gibt oder dass sie trainiert werden, sondern dass ich sie in der Prüfung zeigen MUSS, und das zu jedem Grad! (in den meisten Fällen mindestens 2 im verlauf des Technikprogramms)
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  #4  
Alt 14-06-2010, 16:47
Benutzerbild von Budoka_Dante
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Kampfkunst: DJJV Ju-Jutsu, Judo (inaktiv)
 
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Eine Frage, die ich mir auch immer wieder stelle und noch nie ein Antwort bekommen habe.

Ab und zu vergesse ich sogar, den Prüflingen sowas beizubringen
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Wer eine Not erblickt und wartet, bis er um Hilfe gebeten wird, ist ebenso schlecht, als ob er sie verweigert hätte. Dante Alighieri
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  #5  
Alt 14-06-2010, 16:52
Benutzerbild von max.warp67
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Kampfkunst: MMA, Ju Jutsu, BJJ
 
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Zitat:
Zitat von Budoka_Dante Beitrag anzeigen
Eine Frage, die ich mir auch immer wieder stelle und noch nie ein Antwort bekommen habe.

Ab und zu vergesse ich sogar, den Prüflingen sowas beizubringen
Du stellst Dir die Frage und kriegst keine Antwort. Pfui da solltest Du aber mal ein ernstes Wort mit Dir reden....

Ich denke die Dinger sind im Prüfungsprogramm drin da JJ halt immer noch offizielle Polizei-SV ist.

Ich mag sie auch nicht, aber man soll ja für Prüfungen nicht immer nur trainieren was man schon kann oder was man mag. Ich hab auch schon ein paar Leute gesehen die da richtige geile Kombis raushauen können.
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  #6  
Alt 14-06-2010, 18:13
Benutzerbild von Blueliner
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Kampfkunst: Judo + Ju-Jutsu
 
Registrierungsdatum: 05.06.2007
Alter: 34
Beiträge: 79
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Ganz einfache Antwort: nicht jede Technik aus dem Prüfungsprogramm passt für jeden Ju-Jutsuka und in jeder Situation.
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  #7  
Alt 14-06-2010, 18:21
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: (Sport-)Judo, Allkampf, über den Tellerrand gucken
 
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Zitat:
Zitat von Mjöllnir Beitrag anzeigen
Beim neulichen durchstöbern des Prüfungsprogrammes des DJJV's ist mir doch mal wieder das Prüfungsfeld "Sicherungstechniken" aufgefallen, in dem Sicherungs-, Aufhebe- und Transporttechniken abverlangt werden.

Für die Kategorie Sicherungstechniken habe ich ja noch verständniss, was die Funktionalität in der SV anbelangt, ABER wie kommt man dazu, in einem eigenst für die SV entwickelten System, welches "aus der Praxis für die Praxis" ist Aufhebe-und Transporttechniken abzuprüfen ???
Na ja, für den Fall, dass man jemanden des Hauses, Wohnung, Grundstückes, Klassenzimmer, Amtsstube, Ladens, Club, Disco etc. verweisen muss.

Zitat:
Es ist immer wieder schön auf Prüfungen zu sehen, wie eine 1,50m kleines, 40kilo leichtes Mädel einen 1,90m und 85kilo typen in einem Rückentransportgriff 1-2 Runden über die Matte schleift...
In der Konstellation sind noch ganz andere Dinge seltsam.

Zitat:
Das solche Techniken für Polizeibeamte etc. nützlich sind, steht ja außer Frage, dafür gibts ja schließlich auch dementsprechende Prüfungen, zu mal man sowas für diverse Zielgruppen auch einfach im Training zeigen kann OHNE das es direkt Pflichtfach im PP wird.
Wenn du es nicht brauchst, sieh es doch einfach als Vertiefung von Körpermechanik, Kontrolle, Hebelwirkung und Erweiterung deines Horizontes.

Zitat:
Was hat man sich also dabei gedacht, dass man einen so eben zu Boden gebrachten Gegner, welchen man dort Kampfunfähig machen könnte oder einfach die Gelegenheit nutzt um weg zu laufen, AUFHEBT um ihn dann zu TRANSPORTIEREN ??
Wie gesagt, ich kann mir schon vorstellen, dass ich in die Verlegenheit kommen könnte, jemanden aus meinem Haus zu schmeissen.
Es trainieren ja nicht nur Opfer JJ, deren einzige Chance ein Überraschungsangriff mit anschliessender Flucht ist.

Zitat:
Es gibt ja so einiges im PP ,was einem fragwürdig für ein "effektives SV system" erscheint, aber DIESER Berreich ist wohl der widersprüchliste.

Ich bitte um Meinungen
Ich sehe nichts widersprüchliches.

Geändert von Jan_ (14-06-2010 um 18:25 Uhr).
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  #8  
Alt 14-06-2010, 19:03
Benutzerbild von hundzerberus
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Kampfkunst: Gassi gehen, FMA, Ju-Jutsu
 
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Ort: daheim
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Zitat:
Zitat von Mjöllnir Beitrag anzeigen
in dem Sicherungs-, Aufhebe- und Transporttechniken abverlangt werden.
Im Prüfungsprogramm steht oder, genauer gesagt sowas wie

Zitat:
mind. 2 Festlege-, Aufhebe- und/oder Transporttechniken im Verlauf des Technikprogramms
Das heißt du kannst entweder Festlegen oder Aufheben oder Transportieren. Wenn Du jemanden am Boden fixierst, den dann aufhebst und abtransportierst sinds eben alle 3 Möglichkeiten in einer.

Eines ist eh klar: Prüfung ist zum Vorzeigen von Techniken und hat nix mit SV zu tun.

Zum Thema: abgesehen davon, dass das Relikte aus dem Polizeisport sind legt der DJJV viel Wert auf das Thema Notwehr und Verhältnismäßigkeit. Mit diesen Techniken soll der Prüfling auch anderen Prinzipien an die Hand kriegen als einem am Boden Liegenden den Kopf wegzutreten oder die Faust ins Gesicht zu rammen, wie man es bei Prüfungen sooft als Abschluß sieht.
Darüber hinaus kannst Du mit Festlege-, Aufhebe- und/oder Transporttechniken demonstrieren, dass Du gewisse Prinzipien über Hebel, Gleichgewicht, Steuerfunktion des Kopfes, Nervendrucktechniken, bla bla bla gelernt und begriffen hast.

Deswegen denke ich, dass das Bestandteil des Prüfungsprogramms ist.

Für die Straße: Kopf wegtreten oder Faust ins Gesicht.
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Und sollte ich vergessen haben, jemanden zu beschimpfen, dann bitte ich um Verzeihung! - Johannes Brahms
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  #9  
Alt 14-06-2010, 19:28
Benutzerbild von defensiv
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Hybrid-SV
 
Registrierungsdatum: 13.03.2010
Beiträge: 1.492
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Zitat:
Zitat von hundzerberus
(...) Für die Straße: Kopf wegtreten oder Faust ins Gesicht.
&
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  #10  
Alt 14-06-2010, 22:09
Benutzerbild von gibmirmalneohrfeige
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: ju-jutsu
 
Registrierungsdatum: 10.04.2009
Beiträge: 179
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Meiner Meinung nach ist der Kreuzfesselgriff sinnvoll, genauso wie der Rückentransportgriff. Mann muss es halt können. Und dann ist es schon sinnvoll, wenn mann den Gegner kontrolliert abführen kann.
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  #11  
Alt 14-06-2010, 22:34
Benutzerbild von Krümel2
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Kampfkunst: Hexenjagd; KKB-Seelsorge und Krisenintervention
 
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Zitat:
Zitat von Mjöllnir Beitrag anzeigen
[...]Es ist immer wieder schön auf Prüfungen zu sehen, wie eine 1,50m kleines, 40kilo leichtes Mädel einen 1,90m und 85kilo typen in einem Rückentransportgriff 1-2 Runden über die Matte schleift...[...]
Das lässt sich noch nicht einmal vernünftig durchführen, wenn der Partner gut mitspielt!

Ob es nun Führerscheinprüfung, Examen oder eben Gürtelprüfung ist, Prüfung ist nichts als eine gute Show weit, weit weg von der Realität.
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If I exorcise my devils, my angels may leave, too ...
[...] du bist Luzifer, ....der Lichtbringer Zitat Nymphaea Alba
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  #12  
Alt 14-06-2010, 23:53
Benutzerbild von Schnueffler
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Kampfkunst: anderen aua tun ;)
 
Registrierungsdatum: 02.03.2005
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Zitat:
Zitat von Krümel2 Beitrag anzeigen
Prüfung ist nichts als eine gute Show weit, weit weg von der Realität.
Du hast es erfasst.
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(Leo Tolstoi)
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  #13  
Alt 15-06-2010, 00:02
Benutzerbild von El Superbeasto
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Kampfkunst: Headbangen
 
Registrierungsdatum: 31.05.2010
Beiträge: 56
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Ich halte das so wie mein erster Trainer mir das vor etlichen Jahren beigebracht hat. Die Dinger sind nun mal ein Übrigbleibsel aus dem Bereich "Auch die Polizei ist begeistert". Nett für die Prüfung anzusehen, und vielleicht auch nützlich wenn ich in irgendeinen Bereich arbeite wo man auch mal jemanden nicht gleich eine Gesichts OP verpassen will wenn er Ärger macht.
Aber ansonsten sollte man nicht zu viel darauf geben, es sei denn man hat das Glück und ein Trottel greift jemanden direkt vor einer Polizeiwache an, dann kann man ihn mit Hilfe der Transporttechnik dort abliefern. Aber nicht wenn man durch die halbe Stadt laufen muss.
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  #14  
Alt 15-06-2010, 09:14
Benutzerbild von hundzerberus
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Gassi gehen, FMA, Ju-Jutsu
 
Registrierungsdatum: 24.04.2009
Ort: daheim
Beiträge: 1.324
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Ein Türsteher hat zu mir mal gesagt, er nimmt die Leute, wenn möglich, in eine Würge und erst wenn die Polizei eintrifft, wechselt er in einen Transportgriff, wegen der Verhältnismäßigkeit "Wie soll ich denn so einen besoffenen Schrank sonst kontrollieren können?" Tja.
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  #15  
Alt 15-06-2010, 09:40
Benutzerbild von Ju_Jutsu_Lübeck
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Ju-Jutsu
 
Registrierungsdatum: 15.02.2009
Ort: Lübeck
Beiträge: 126
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im grundsatz ist der prüfling frei in seiner entscheidung welche technik er macht

und wie schon gesagt wurde er muss 2 techniken aus der rubrik
sicherungs-, transport und oder festlegetechniken zeigen

auf meinen letzten prüfungen waren es immer festlege / sicherungstechniken

immer nach dem motto blos nicht die eigene hose schmutzig machen der andere muss drunter liegen
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