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#196
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das breitensport-judo von heute ist ja auch nur ein schatten des früheren kodokan-judo und das die 0815-judokas am boden so schlecht sind, liegt häufig daran, dass sie außer kesa-gatame-25-sekunden-festhalten und dem elenden sich-auf-dem-bauch-schmeißen nichts weiteres gezeigt bekommen, weil das nicht selten als für ausreichend empfunden wird.
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#197
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| Das Problem ist, Ju Jutsu wird in irgendwelchen Käffen anbeboten, und in Schulturnhalen 2 mal die Woche trainiert in Ferien gar nicht. Da kan keiner gut werden, ohne zusätzliches Training. Mit "gut" verstehe ich auch ausreichend training. Irongriffon, ich frage mich in welchem Kampfsport braucht man eigentlich viel Kunst um eine Gürtelprüfung zu bestehen? Ist ziemlich nebensächlich. Eigentlich finde ich die Dan Prüfungen beim Ju Jutsu recht anspruchsvoll. |
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#198
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Zumal man bei Ju Jutsu auch von allem ein bisschen lernt, aber zb Standkampf nur leichtkontakt trainiert wird und sehr vernachlässigt wird. |
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#199
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![]() deswegen empfehle ich den meisten leuten die mma trainieren lernen wollen, lieber zu einem guten bjj-ler (oder anderen grappling trainer) und zusätzlich zu nem guten stand-up (boxen, kickboxen usw) trainer zu gehen. statt in einen gym zu gehen das frefight oder mma anbietet (werde dafür immer von mehreren leuten kritisiert kritisiert is aber nun mal meine meinung)es gibt nunmal hier in germany nicht die gleichen gyms wie in den usa oder auch brasilien, wo man von früh bis abends mehrere disziplinen trainieren kann, und das täglich. |
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#200
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| recht hast Du. Ich denke, man braucht einfach sehr viel mehr Zeit um die Vielfalt an Kampfkünsten und Techniken als Amateur im paar Stunden die Woche Training zu beherrschen. Ich finde zb, man lernt nur durch intensives training, paar mal die Woche den Stand up kampfsport richtig, ob das nun Karate oder Muay Thai ist. wenn man 1 Stunde die Woche Treten und boxen trainiert, bringts nicht so viel... Andererseits, mir geht es zumindest so, MMA in Deutschland ist so eine Sache. Die Schulen und Trainingsangebote schiessen wie Pilze aus dem Boden, wie seriös sie sind, kann man als Laie nicht sagen. Traue der ganzen Sache nicht so sehr. Bei einem Judo Club kann man sagen, den gibts schon seit 30 oder 50 Jahren, sie werden schon was gescheites Beibringen. Geändert von Shining (03-05-2008 um 13:24 Uhr). |
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#201
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| wird dieses forum hier auch moderiert ?ich habe 8 jahre judo gemacht und 7 jahre ju jitsu. im alter von 21 jahren hatte ich in beiden sportarten den braunen gurt. trotzdem kann ich von allem, was ich dort gelernt habe kaum mehr was anwenden im grappling. hier ein beispiel: ein armhebel, sprich juji gatame, lernt man im judo im grüngurtprogramm. die technik unterscheidet sich nicht von einem arhebel im bjj oder im grappling. was sich unterscheidet ist, dass du den arhebel aus allen positionen lernst, sprich mount, guard, sidemount, back mount, knee on stomach.. aus jeder position lernst du sagen wir mal 3 setups und vatiationen des armhebels. du lernst 5 variationen, wie man den arhebel kontert und zu jedem dieser konter gibts wieder ein paar kontertechniken. geht der armhebel schief, weiss ich, wie ich daraus entweder eine dominante position errreichen kann oder zu einer anderen submission wechseln kann. das ganze lernt man jedoch nicht auswendig, sonder muss man im sparring und im wettkampf gegen sich wehrende gegner üben. also habe ich entweder komplett falsch judo und jj gelernt oder da gibts wirklich einen unterschied ![]() |
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#202
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Zitat:
Ich war zwar emotional, aber immer noch sachlich. |
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#203
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die didaktik ist im jj nämlich fast immer katastrophal. da wird selten so methodisch vorgegangen wie im grappling mit position-setup-submission-defense-counter, sondern dann wird meistens ein eingang vorgeschlagen, der in der prüfung leicht machbar ist und gut aussieht, z.b. armstreckhebel nach schulterwurf o.ä. . das sieht dann zwar ganz toll aus, bringt dir aber am boden mal rein gar nix.
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#204
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| @Iron, Max ist ein Schweizer also trad. JJ kein DJJV denke ich mal. ![]() noch mal zu Maximus, wir haben viel mehr gelernt, als was im Prüfungsprogramm stand. Prüfungsprogramm hat den Trainer wenig interessiert. Am Anfang waren es für mich fast zu viele Positionen selbstverständlich in Kombination mit allen möglichen Hebeln. Zu der Didaktik möchte ich einfach nur sagen, daß mir da nicht alles gefallen hat. Der Trainer hatte so seinen Anspruch, und hat vom anfang an , für die Anfänger ziemlich komplizierte Kombinationen vorgeführt, also nicht nur bisschen SV sondern Stand und Boden, alles. Dafür hatte man 3 Minuten Zeit das einzustudieren. Bei Muay Thai oder KB kann es funktionieren aber Bodenkampf-Anfänger katastrophal, schon alleine von der Koordination, alle waren am herumwursten, "hää war das jetzt links oder rechts...." Als ich mehr fortgeschritten war und einen Anfängerpartner hatte hat das vielleicht dem Partner was gebraucht, aber war dann bei ihm genau das selbe und mir wenig gebracht. War ziemliches rumgewurste, aber mit der Zeit hat man das hinbekommen. Bei Freefight Lehrgang war das so, daß man Techniken synchron mit dem Trainer und seinem Vorführpartner gemacht hat. und Ganz langsam. Fand ich besser. Wie ist das eigentlich im Judo? von dem was ich gesehen habe, werden die Schüler erst an diese Judotypischen Bewegungen gewöhnt, beschäftigen sich oft erst lose mit der Gleichgewichtsbrechung, oder lernen sich auf dem Boden einfach mal zu bewegen, wie soldaten zu schleichen Habe bei Anfängerkurs beobachtet, war mal in gleicher Halle.Geändert von Shining (04-05-2008 um 15:47 Uhr). |
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#205
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| Also es kommt bei dem ganzen wohl drauf an, was man mit seiner kampfkunst erreichen will. Geht es um sportlichen Wettkampf in einer festgelegten Disziplin, dann ist Judo wie jede andere Sportart und BJJ für sich genommen auch. Wenn es aber darum geht, mit welchen Techniken man sich in einem "realistischen" Fight am besten durchsetzen kann, dann ist BJJ eindeutig im Vorteil. Ich hab noch keinen Kampf gesehen, in dem ein Judoka gegen einen BJJ-Figter lange durchgehalten hat. Die meisten müssen nach kurzer Zeit abklopfen. Liegt einfach daran, dass im BJJ viel mehr Techniken aus unterschiedlichen Position heraus trainiert werden und der Schwerpunkt auf der Submission liegt. Letztere sind im Judo-Wettkampf eher selten, meist kommt es zu Ippon durch einen Wurf oder einen Punktsieg. Im BJJ geht es dagegen darum, den Gegner auf jeden Fall zur Aufgabe zu zwingen, also verliert der Judoka auch fast immer. Außerdem kann er sich gegen viele Angriffe nicht richtig wehren, weil die Techniken im klassischen Judo verboten sind, wie Fuß- und Beinhebel, bestimmte Arten des Armhebels und Kopfklammern. Und wenn er die Abwehrtechnik nicht kennt, ist er ruckzuck in nem Submissionhold und muss abklopfen. Also: für Wettkampf ist Judo ok, aber für einen richtigen Fight: Vergesst es! |
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#206
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?bjj bringt dir eher wenig, wenn du dich nicht mit deinem gegner am boden wälzt; und in einem "richtigen fight" ist das das letzte, was ich machen will. bjj ist EIN aspekt von kampfkunst bzw. selbstverteidigung und es schadet mit sicherheit nicht, wenn man gut bodenkampf kann, weil es einfach dein arsenal erweitert. das jetzt tausend grappler sagen, bjj/ll/t36 ist das absolut wichtigste, was man für die sv lernen muss, ist aus marketing-technischer sicht zwar verständlich, letztendlich aber einfach nur falsch. Zitat:
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#207
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| @ NikoStein: Vielleicht hast Du einfach bisher nur Sport-Wettkampf-Judoka kennengelernt. Judo ist mehr als das, was in ein paar Tagen in Peking gezeigt werden wird.
__________________ "Die Menschen sehen schlechtes Benehmen doch nur deshalb als eine Art Vorrecht, weil ihnen keiner auf's Maul haut!" Klaus Kinski |
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#208
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| Zitat:
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#209
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| Ich hab mit Kumpels, die selbst BJJ machen, aber auch die Erfahrung gemacht, dass ich in einem Kampf "ohne Regeln" keine Chance habe mit meinem Judo. Da werde ich fast immer von irgendeiner BJJ-Technik überrascht und muss abklopfen...Soviel dazu! |
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#210
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| Ich grapple auch auf Judo-Grundlage, werde aber nicht überrascht (zumindest mit nichts, dass ich nicht kenn ). Heißt das jetzt, dass BJJ nichts hat, was es im Judo nicht auch gibt? |
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