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  #1  
Alt 12-09-2011, 17:06
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  #2  
Alt 12-09-2011, 19:55
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Mich beschleicht das Gefühl dass es sich um moderne Interpretationen handelt, aber, das bin nur ich.
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  #3  
Alt 12-09-2011, 21:47
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Zitat:
Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
Mich beschleicht das Gefühl dass es sich um moderne Interpretationen handelt, aber, das bin nur ich.
Nein, nicht nur du
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  #4  
Alt 12-09-2011, 23:23
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@Klaus & Shenming:

Gut erkannt...aber das Zeug läßt sich so einfach super verkaufen!!!

Das Baji, Bagua & Xingyi von den WDP Jungs hat nichts mit einer trad. KK zu tun, aber wenigstens nennen sie es WDP, ist also was schickes Neues!

Was man den Typen aber lassen muß...sie üben hart. (und Guru Ismet hat keinen langen Priester-Bart mehr!)
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  #5  
Alt 12-09-2011, 23:26
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ich denke, "nichts mehr" ist doch übertrieben... ich finde es cool, was Ismet und seine Mannen da machen. Seine Synthese der IMAs finde ich sehr gelungen.

Gruss, Thomas
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  #6  
Alt 12-09-2011, 23:50
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Hi Thomas,

von mir aus kannst du da auch „sehr wenig“ einsetzen…es kommt auf’s Gleiche bei raus.

Die WDP Leute nehmen diverse Stile, auch engl. Boxen (sehr bescheidene Qualität), FMA Drills (Cimande u.a., aber schon deutlich besser), Messerkampfgeschichten aus verschiedenen Linien (angeblich aus der trad. Wudang Jian Kunst), Sanda und mischen das Ganze in einer philosophischen Mischung zusammen. Das ist WDP!!!

Du bist schon selber sehr lange in diesen Bereichen unterwegs…ist das authentisches Wu Dang Gongfu? DEFINITIV NEIN!!!!
Dazu sollte man mal die Reiseberichte von Bill Porter (Red Pine) lesen….

Aber ich finde, sie üben sehr hart und haben eine sehr starke Gemeinschaft…das empfinde ich als sehr, sehr positiv(absolut ehrlich gemeint)!!!!

Thomas, du trainierst lange Xingyi, ich auch…was siehst du auf dem Santi/Piquan Jibengong Video?

Dieses Thema wurde auf RSF vor kurzen auch sehr intensiv diskutiert…lesenswert!!!

Geändert von yiquanberlin (12-09-2011 um 23:55 Uhr).
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  #7  
Alt 13-09-2011, 07:53
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also, ich mag die allgemein übliche "Verarsche" der heutigen Zeit nicht. Damit sich etwas gut verkaufen kann, darf es nicht langweilig sein und wird bunt und mit tollen Namen etc aufbereitet angeboten. Wer wettbewerbsfähig bleiben will, kann sich diesem Trend auch kaum entziehen, denn wer einfach nur sagt "wir machen ganz normales Diesunddas", ist der heutigen Fun-Generation schnell zu langweilig oder zu "gewöhnlich".
Aber wenn ich jemandem Butterbrot verkaufe, dann sollten das keine aufgebackenen Körnertoasts mit veggie-Pflanzenmargarine sein, auch wenn die vielleicht gesund und modern sind.

Wenn ich was verkaufen will, dann sollte ich den Leuten ehrlich sagen, ob es tatsächlich traditionelles XY ist, oder irgendeine moderne Variante- die dann auch vom Namen her kenntlich sein sollte. Kann ja auch mal passieren, daß einer der so trainierten Schüler irgendwo in China landet, wo tatsächlich traditionelles Zeugs gemacht wird und er steht dann daneben und wundert sich. Das heißt ja nicht, daß nicht auch traditionelle Stile im Lauf der Jahrzehnte und Jahrhunderte eine Entwicklung erleben, aber es bleibt eben erkennbar, überschaubar und wandelt sich nicht komplett.

Das gilt aber nicht nur für Wudang, sondern auch für viele andere Kampfsportarten, wie hier oft genug diskutiert wurde. Wenn es denn bez. Wudang stimmt, denn ich selbst kann das gar nicht beurteilen, habe einfach zu wenig Erfahrung mit Xingyi, Bagua und Co...

Was bereits positiv erwähnt wurde: Gute Stimmung dort, guter Zusammenhalt, gutes Gruppengefühl und somit hoher Freizeitwert, gesundes Training, auch hartes Training- und beim Pushhand-Turnier vom Wochenende haben glaube ich alle drei Wudang-Angetretenden die Konkurrenz von den anderen Verbänden ziemlich alt aussehen lassen- will heißen, effektiver als manch anderes Angebot ist deren Training auf jeden Fall. (Auch wenn Pushhands ja nun auch wieder keine Sportart ist, die hierzulande für ihre Kampfstärke bekannt ist...)

Geändert von scarabe (14-09-2011 um 11:59 Uhr).
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  #8  
Alt 13-09-2011, 08:25
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Zitat:
Zitat von yiquanberlin Beitrag anzeigen
Thomas, du trainierst lange Xingyi, ich auch…was siehst du auf dem Santi/Piquan Jibengong Video?
Ich hab bei RSF nicht gelesen (mal schaun...) aber ich fand das gar nicht verkehrt. Ich habe keine Ahnung, aus welcher Linie Ismet sein Xing Yi hat.
IMHO ist das Shenfa darin, sagen wir mal, sehr untypisch, aber definitiv vorhanden und kräftig.

Gruss, Thomas
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  #9  
Alt 13-09-2011, 12:15
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Es ist eigentlich nicht die Disskusion, aber es wurde hier angestoßen, wer weiß aber denn noch was Wudang Kung Fu ist und was nicht? Und ganz erlich dabei spielen Reiseberichte von irgendwelchen Leute nur eine geringe Aussagekraft, da "Was ich sehe Glaube ich" lange nicht alles umfassen kann, was mit den Daoisten aus Sekten wie Sangfeng, Hualong, Chunyang usw.., den Chinesen und ihrer Kultur im allgemeinen in Verbindung steht. Den im nachhinein ist es einfach so, nur weil ich etwas nicht sehe heißt es nicht das es das nicht gibt, da helfen auch Schriftliche Quellen wenig weiter, dafür muss man aber einigermaßen das Wesen der Chinesen und ihrer alten Kultur verstehen.
Außerdem wer von euch kennt Ismet persöhnlich ? Wer hat schonmal mit ihm gesprochen ? Ihn nach seinen Zielen und seinen Idealen gefragt ? Ich habe ihn ein paar Mal getroffen, glaube aber deshalb nicht das ich ihn kenne. Wir hatten interessante Gespräche ich habe auch seine Schüler erlebt und sie trainieren sehen. Und mir käme vieles in den Sinn dabei, aber Verarsche nicht im entferntesten...



Liebe Grüße,
Shin
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  #10  
Alt 13-09-2011, 12:26
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  #11  
Alt 13-09-2011, 12:32
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Danke für deinen Beitrag Shin, da kann ich viel unterschreiben!!

Ganz generell: In den traditionellen chinesischen Kampfkünsten geht es schlussendlich um die Entwicklung gewisser Fähigkeiten, wie z. B. Verwurzelung, Weichheit, Intention usw. - auch wenn Tuishou nicht das Maß aller Dinge ist, so kann man dort trotzdem bestimmtes von ableiten: 3x angetreten, 3x erster Platz könnte ein Indikator dafür sein, dass hier Fähigkeiten entwickelt wurden: ERGEBNISSE BERLIN 2011

Und das sage ich als jemand, der selbst nicht das WDP Programm unterrichtet.

Ansonsten habe ich Shins Worten eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Grüße
wudangdao
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Geändert von wudangdao (13-09-2011 um 12:36 Uhr).
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  #12  
Alt 13-09-2011, 13:19
Benutzerbild von Shenming
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Zitat:
Zitat von wudangdao Beitrag anzeigen
Danke für deinen Beitrag Shin, da kann ich viel unterschreiben!!

Ganz generell: In den traditionellen chinesischen Kampfkünsten geht es schlussendlich um die Entwicklung gewisser Fähigkeiten, wie z. B. Verwurzelung, Weichheit, Intention usw. - auch wenn Tuishou nicht das Maß aller Dinge ist, so kann man dort trotzdem bestimmtes von ableiten: 3x angetreten, 3x erster Platz könnte ein Indikator dafür sein, dass hier Fähigkeiten entwickelt wurden: ERGEBNISSE BERLIN 2011

Und das sage ich als jemand, der selbst nicht das WDP Programm unterrichtet.

Ansonsten habe ich Shins Worten eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Grüße
wudangdao
Ich glaube es ging in der Diskussion nicht darum, ob Fähigkeiten entwickelt werden. Z.B. gerade Ismet Himmet zeigt, dass er dank Wudang Pai was kann. Es geht denke ich mehr darum, wie es verkauft wird: Eben als traditionell überliefert und genau da liegt das Problem. Jeder, der sich mit Kung Fu beschäftigt sieht auf den ersten Blick einen Unterschied zwischen traditionellem Unterricht und Bewegungen und denen von modernem Wushu. Und es tut mir an dieser Stelle leid das zu sagen und ich möchte auch Niemandem zu nahe treten, aber Wudang Pai besitzt einige Eigenheiten, die mich mehr an modernes Wushu erinnern als an traditionelle Stile, die etwa China vor der Kulturrevolution "verlassen" haben. Leider weiß keiner, was der Einzug des Kommunismus mit den Kampfkünsten in China gemacht hat, da die Chinesen es nicht erzählen / nicht erzählen dürfen und moderne Varianten aus Kung Fu Filmen / Theater-Kung Fu als traditionell dargestellt werden, weil sie sich nun mal besser verkaufen.
Leider traurig, aber wahr.

Viele Grüße
Shenming

Geändert von Shenming (13-09-2011 um 13:25 Uhr).
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  #13  
Alt 13-09-2011, 13:40
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Hab die "Disskusion" vor längeren schon gelesen. Ist für mich aber erlich gesagt wenig Inhaltsreich, da sich einer hinstellt und behauptet das er die selben Drills da und da gelernt zu haben, Herrman von seinen Erfahrungen die er in Wudang gemacht hat und einer unbeantwortete Emails als Zeichen mangelnder Kompetenz bezeichnet. Soll damit niemanden abwerten, finde aber erlich gesagt keine Ernst zu nehmende Kritik an Ismets Arbeit.


Liebe Grüße,
Shin
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  #14  
Alt 14-09-2011, 02:20
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Hier soll auch auf keinen Fall Ismet’s Arbeit abgewertet werden! Es geht mir darum, dass man aber doch zumindest so ehrlich sein sollte, dass die benutzten KKste & Trainingsmethoden eben zum Großteil nicht auf Wudang, teilweise nicht einmal auf China, zurückzuführen sind!

Oder seit wann lassen sich Baji, XY, Bagua, FMA Drills (Cimande, Pekiti Tirsia, u.a.), engl. Boxen, Sanda und WDP Groundfighting auf diese Bergregion in China zurückführen?

Und warum haben Menschen, die vor den 1980er Jahren lange Zeit in diesen Regionen verbracht haben (z.B. B. Porter), nie etwas davon mitbekommen ?

Und warum sind seit dem Ende der 80er / frühen 90ern auf einmal so viele „Daoisten“ aufgetaucht, die auf einmal alle „alte, authentische KK“ beherrschen (und die natürlich niemals jemand vor den 80ern bemerkt hat)??!!

Ich denke, hier gibt es genügend User mit gesunden Menschenverstand, somit dürfte man sicher sehr schnell hinter dieses „authentische Geheimnis“ kommen ………

Geändert von yiquanberlin (14-09-2011 um 02:26 Uhr).
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  #15  
Alt 14-09-2011, 09:07
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Zitat:
Zitat von yiquanberlin Beitrag anzeigen
Hier soll auch auf keinen Fall Ismet’s Arbeit abgewertet werden! Es geht mir darum, dass man aber doch zumindest so ehrlich sein sollte, dass die benutzten KKste & Trainingsmethoden eben zum Großteil nicht auf Wudang, teilweise nicht einmal auf China, zurückzuführen sind!

Oder seit wann lassen sich Baji, XY, Bagua, FMA Drills (Cimande, Pekiti Tirsia, u.a.), engl. Boxen, Sanda und WDP Groundfighting auf diese Bergregion in China zurückführen?

Und warum haben Menschen, die vor den 1980er Jahren lange Zeit in diesen Regionen verbracht haben (z.B. B. Porter), nie etwas davon mitbekommen ?

Und warum sind seit dem Ende der 80er / frühen 90ern auf einmal so viele „Daoisten“ aufgetaucht, die auf einmal alle „alte, authentische KK“ beherrschen (und die natürlich niemals jemand vor den 80ern bemerkt hat)??!!

Ich denke, hier gibt es genügend User mit gesunden Menschenverstand, somit dürfte man sicher sehr schnell hinter dieses „authentische Geheimnis“ kommen ………
Ohh da kann es aber einige Gründe geben, ein sehr guter wäre da zb. die Kulturrevolution, außerdem wurde zb. das praktizieren des Daoismus erst wieder um diese Zeit einigermaßen tolleriert. Es gab Serien von Artikeln, Aktionen wo Menschen die Religion, Kung Fu, Qi Gong(damals noch unter ihren alten Namen) alle als Mixing(Aberglaube) bezeichnet wurden. Menschen wurden aufgehetzt Tempel zu zerstören, Statuen zu vernichten um den "großen" Vorsitzenden und der Revolution zu helfen. Jeder der nicht gerade ins Chinesisch-Kommunistische Weltbild passte oder in das irgendeines Funktionärs wurde zum Konterrevolutionär gestempelt. Folge war oftmals öffentliche Denunzierung wie zb. das du öffentlich "kritisiert " wurdest. Das heißt du wurdest auf einen öffentlichen Platz gestellt(natürlich gefesselt) und dir wurden dort deine Verbrechen vorgelesen. Hast du nicht gestanden wurdest du dazu gebracht zu gestehen und dann mußtest du "Selbstkritik " üben, was sich so locker anhört, wenn man sich aber genauer damit beschäftigt, alles andere als locker gewesen ist. Mönche, Nonnen wurden gezwungen ins Sekuläre Leben zu gehen wurden in Einheiten zum Leben aufgeteilt und gezwungen zu heiraten, viele auch einfach umgebracht.
Und das ist noch lange nicht alles. Allein das sind für mich einige Gründe warum ich sehr vorsichtig wär, wenn mich dort jemand nach Kung Fu fragt.


Liebe Grüße,
Shin
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