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#16
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| Zum Video: ich sehe, dass Du schon seit längerem ordentlich Basisarbeit machst, das Niveau ist da wirklich schon sehr ordentlich (ich weiss, ich benutze das Wort gut viel zu selten, ich kann aber nicht anders, Gewohnheit ). Das ist schon deutlich mehr, als man das üblicherweise so im Park sieht. Gut ist, wenn das so klar wird, wie bei dem Menschen der hier öfter mal bei Xing-Yi-Elementeübungen gezeigt wird. Das ist aber wirklich nur eine Frage des beständigen Weitertrainierens, das kommt einfach irgendwann von alleine. Da kenne ich genug Fälle bei denen das später mehr als ordentlich geworden ist, weil sie einfach weiter im Park ihre Übungen gemacht haben ohne nachzudenken.Beim Ansehen ist mir aufgefallen, dass Du an manchen Stellen bei der Standübung mit Aufsetzen des Fuss ein "darstellendes Gefühl" bekommst. Bei mir hiess es da "don't show, do!". Ich habe da lange drüber nachgedacht, ob das richtig falsch böse gut ist, und am Ende hat sich dieses Gefühl bei mir auch wieder eingestellt. War mal verloren gegangen. Ich denke, wenn Du es so gut findest ist es ok, solange das nicht "das" Gefühl bei allen Übungen ist. Ansonsten habe ich ein "No-Mind"-Gefühl, nicht leicht zu beschreiben. Ich fahre so Auto, und reagiere in dem Zustand bevor ich merke warum eigentlich. Aber "Spass an der Bewegung" ist vermutlich etwas, das einem nicht völlig verloren gehen darf, wenn man noch Freude haben möchte. Zur Verwurzelung: Verwurzelung entwickelt man alleine am Besten durch spontanes Arbeiten mit Gegenständen, die es erfordern. Z.B. einen schweren Sessel auf Rollen stellen und den mit diversen Armbewegungen in diverse Richtungen über den Boden schieben. Kann man auch mit gestapelten Kisten auf einem Rollbrett machen. Traditionell kann man sich natürlich auch ein tiefes Gartenerdebasin (diese Plastikdinger) in den Garten stellen und darin in tiefer Stellung eine schwere Kugel rumrollen. Mit dem Rollbrett kann man aber mitgehen und Schritte einbeziehen. Ansonsten halt viel Partnerarbeit mit Schritten, wenn man einen hat. Bitte nicht ständig mit dem Kopf an seiner "Verbindung" rumfummeln, das verwirrt die körpereigene Steuerung der Verbindungen, die später spontan reflexartig ablaufen würde wenn man sie denn liesse. Der No-Mind-Zustand bei den Basisübungen ist wirklich wichtig. Die Verwurzelung des Körpers unterliegt allen möglichen Kompromissen, weil eine Kraft in der Realität nicht immer nur aus einer Richtung kommt. Man bewegt sich nach vorne, will sich nach rechts drehen weil man dahin muss, und gleichzeitig tritt einem jemand von links dabei in die Eier. So, was ist jetzt "optimal" ? Bei mir läuft das intuitiv ab, mein Körper schützt sich prinzipiell als höchstes Gut, wenn dann noch die ursprünglich angedachte Bewegung möglich ist, wird sie auch gegen jeden Widerstand von irgendwo durchgezogen. Die läuft dann ab wie ohne Einfluss, nur die "Querstreben" drücken Quertreiber aus dem Körper raus, völlig automatisch. Der Gag dabei ist, dass in dem Moment wo das nicht mehr geht aufgrund der Kraft die einwirkt, dass mein Körper auch die Bewegung abbricht bevor ich das selbst merke. Das bekommt man nicht hin, wenn man sich geistig zu tief einmischt, darin was eine Verwurzelung eigentlich ist. Mit Gegenständen wie drei Kisten von 30 Kilo auf einem Brett die ein Feedback liefern geht das von selbst. Man kann auch gut eine Kugel (ich nehme eine 3kg-Hantelscheibe) durch die Gegend führen in der Hand, mit einschlägigen Drehbewegungen und dergleichen (Serving-Tea-ähnlich). Auch das hilft einer intuitiven Wurzel, die sich der Bewegung auch anpasst ohne zu überlegen. Als letztes kann man eine leichte Holzkugel oder einen mittelschweren Medizinplastikball (der sollte rund sein, nicht diese Eier) nehmen und damit spielen, auf dem Arm, der Schulter und der Hand balancieren und rollen lassen. Ist gut für eine "schnelle" Root. Und das wichtigste ... meine Honig-Senf-Dill Sauce für den Lachs ist mir endlich gelungen. ![]()
__________________ "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes) Geändert von Klaus (31-12-2010 um 17:59 Uhr). |
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#17
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| Zitat:
Ich glaube ein wichtiger Punkt ist die Frage, für wen man trainiert. Übe ich für mich oder für andere? Beharrliches, regelmäßiges Training wird unweigerlich Fortschritte mit sich bringen. Höchste Anforderungen sollte man immer an sich selbst stellen und dann ist es nichts Besonderes, wenn Sachen wie Verwurzelung etc. daraus resultieren. Zitat:
Zitat:
Spezielles Verwurzelungstraining wird auch noch in meinen Trainingsplan Einzug erhalten, doch habe ich vor etwa 2-3 Monaten beschlossen, nochmal ganz von vorne zu beginnen und alles gelernte Schritt für Schritt nochmal durchzugehen. Nagt ganz schön an der Geduld wenn man viel im Repertoir hat, sich aber für jeden Schritt 1-2 oder manchmal auch 3 Jahre Zeit nehmen möchte. Ganz nach dem Motto: "Lieber 1 Sache 1000x geübt, statt 1000 Sachen 1 mal." Ob ich damit schnelleren Erfolg haben werde als wenn ich einen BJJ-Boxen-Taiji-Fighting-Mix-Way gehe, oder nicht, ist mir da recht Wurst. Beste Grüße, Dennis
__________________ "Mein Gehirn ist zu klein, um Langeweile zu verspüren." Hugh Laurie |
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