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  #1  
Alt 10-12-2008, 22:01
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Kobudo, Judo
 
Registrierungsdatum: 06.07.2002
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Alter: 34
Beiträge: 209
Standard Down-Syndrom und KS

Hallo,

ich wurde von einer Übungleiterin in meinem Verein angesprochen, welche Sport mit Leuten die das Down-Syndrom haben angesprochen, ob ich bereit wäre mit ihnen Kobudo zu trainieren. Jetzt wollte ich hier mal nachfragen ob hier schon mal jemand ein Kampfsporttraining mit ihnen gemacht hat und mir einen Erfahrungsbericht dazu geben kann.

Danke

Thomas
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  #2  
Alt 10-12-2008, 23:13
Benutzerbild von Aikempo
Moderator
Kampfkunst: Aikempo
 
Registrierungsdatum: 27.03.2006
Ort: Wilhelmshorst
Beiträge: 70
Standard

Moin.

Wir hatten im Verein ein paar Jahre lang eine Judogruppe, in der überwiegend Leute mit Trisomie 21 übten. Im Grunde genommen hatte mich das Training sehr an Kinder-Judogruppen erinnert. Allerdings waren immer zwei Trainerinnen anwesend, um die Gruppe gut und kontrolliert anzuleiten. Den Teilnehmern war m. E. nicht wirklich bewusst, welche Verantwortung in den Kampftechniken steckt. Die meisten waren äusserst lebhaft (im positiven Sinne), sensibel und energiegeladen, doch es mangelte ab und zu an der Kontrolle der eigenen Kraft.

Grüße
Dirk
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  #3  
Alt 10-12-2008, 23:29
pilgrim
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Ich selbst hab noch nix in der Richtung gemacht, aber es gab bei uns (Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung) bis vor einer Weile eine Karate Gruppe. Die ist zu Ende gegangen, weil der Lehrer aufgehört hat.

Wenn es die Möglichkeit gibt, Dinge auszuprobieren und du keine prinzipiellen Bedenken hast, dann würde ich raten, es einfach auszuprobieren.

Ansagen:
Wir probieren aus, ob das funktioniert. Ihr sagt mir, ob es geht. Ich sage euch, ob es geht. Wir machen das eine klar bestimmte Zeit lang und dann sagen wir uns, ob wir das weiter machen wollen.

Du wirst großen Eifer und Ernsthaftigkeit erleben. Große Ehrlichkeit. Aber auch eingeschränkte Motorik. (Je nach Grad der Behinderung.)
Du wirst für dich selbst die Frage beantworten müssen: Was genau will ich eigentlich unterrichten? Was machen wir hier eigentlich?
Ich vermute, daß du nach dem ersten Training mehr oder weniger deutlich wissen wirst, ob für dich ganz persönlich kobudo und Trisomie 21 funktionieren oder eben nicht.

Ausprobieren, wenn möglich.

Grüße,
Carsten
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  #4  
Alt 10-12-2008, 23:53
Benutzerbild von pretty boy
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Kampfkunst: Boxen, Muay Thai, MMA
 
Registrierungsdatum: 04.01.2008
Alter: 21
Beiträge: 623
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wäre echt cool von dir wenn du sowas machen würdest
mein respekt hättest du dann auf jeden fall
weiter so
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  #5  
Alt 11-12-2008, 09:00
Benutzerbild von ***Nakatomi***
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Alliance Brazilian Jiu Jitsu, Muay Thai und Übergänge mit hauen am Boden
 
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Alter: 35
Beiträge: 2.640
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der grad der "behinderung" in unserem sinne variiert bei menschen mit down syndrom sehr stark, deshalb kann man nicht von einem grundsätzlichen stand der konzentrations- und lernfähigkeit ausgehen.
auch ist die bereitschaft dafür von person zu person unterschiedlich und auch tagesformabhängig, wenn nicht sogar von moment zu moment anders.
wer keine lust hat, hat keine lust und zeigt dieses auch unmissverständlich.

das sonnige, heitere, spontane und offene wesen entlohnt einen ständig für das was man tut, jedoch muss man sehr viel geduld aufbringen und auch streckenweise etwas frust ertragen.
es ist in keinem fall mit kampfsportunterreicht im herkömmlichen sinne vergleichbar, auch nicht mit dem mit kindern.

es wäre professioneller und auch für deine klienten besser wenn du dich die erste zeit fachkundig begleiten und beraten lässt, um einfach auch selbst professioneller und routinierter einen leitfaden zu stellen und auch anderweiltig flexibel in der stunde reagieren zu können.
auch gibt es sicherlich gewisse momente, in denen du zuspruch brauchst, weil du den eindruck hast, dass dir alle auf der nase rumtanzen.

ich bin ein grosser freund dieser sonnigen gemüter, jedoch halte ich eher kunst und theater bzw judo oder karate mit ihnen für wirklich durchsetzbar.
wer die spontanität und das das grosse schauspielerische talent und ausdruckskraft der menschen mit down- syndrom kennt, möchte es nicht mehr missen.
aber einen bo o.ä. in die hand drücken- erst recht in der gruppe- würd ich ihnen trotzdem- oder eher deshalb nicht. manchen viellleicht, aber mit allen wirst du das nicht so hinbekommen ohne beulen und tränen.

dem wunsch der eltern ihre kinder zu fördern sollte man in wirklich allen bereichen nachkommen, da die erfolge mehr als spürbar sind.
jedoch solltest du, darauf wird auch gesetzt, tatsächlich vorher abschätzen können, ob es funktioniert oder nicht.
versuchen, und dann sagen es klappt nicht wäre eine grosse enttäuschung für alle beteiligten.
informier dich, bring dich ein, verbringe zeit mit ihnen, rede mit betreuern und schätze es ab- das kannst nur du.

ich wünsche dir aber viel erfolg- egal wie du dich entscheidest.

lg
nak
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Geändert von ***Nakatomi*** (11-12-2008 um 09:03 Uhr).
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  #6  
Alt 11-12-2008, 09:09
Benutzerbild von *Azrael*
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Kampfkunst: Judo, MMA
 
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@Nakatomi: Da ich mich in Kobudo als auch in Sachen Trisomie 21 nicht wirklich auskenne, inwiefern eignen sich Judo und Karate mehr als Kobudo?
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  #7  
Alt 11-12-2008, 09:17
Benutzerbild von ***Nakatomi***
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Kampfkunst: Alliance Brazilian Jiu Jitsu, Muay Thai und Übergänge mit hauen am Boden
 
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Standard

ich gehe davon aus, dass im kobudo der umgang mit waffen gelehrt wird.
aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.

das wäre meines erachtens so, als würde man einen narcoleptiker zum taxifahrer machen.
man sollte innerhalb der möglichkeiten bleiben, damit derjenige sich und andere nicht versehentlich verletzt.

und man kann auch nur begrenzt rücksicht verlangen, das ist bei der manchmal eingeschränkten koordination einfach eine überforderung und übersteigerte erwartung, die ja auch die ausübenden traurig macht weil sie denken "ich kanns nicht, ich mache es nicht richtig". ich finde, das ist der wichtigste faktor überhaupt.
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Geändert von ***Nakatomi*** (11-12-2008 um 09:21 Uhr).
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  #8  
Alt 11-12-2008, 09:24
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Kampfkunst: Judo
 
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Beiträge: 233
Standard "trail & error"

wir versuchen in heterogenen gruppen "barrierefreies budo" zu realisieren.
bisher hatten wir es mit einem "downie" in der kinder-judo-gruppe versucht...und sind leider gescheitert.

dies lag nicht am dem jungen
-er war ein echt lieber,motivierter kerl-
sondern an unserer mangelhaften qualifikation.

dies holen wir nun nach,indem wir die kooperation mit professionellen einrichtungen suchen.

gut ding braucht weile-wir sind auf einem guten weg-
die netzwerkarbeit ist eine dsehr gute hilfe.

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mit freundlichen Grüßen kanou65
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  #9  
Alt 11-12-2008, 09:29
Benutzerbild von ***Nakatomi***
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Kampfkunst: Alliance Brazilian Jiu Jitsu, Muay Thai und Übergänge mit hauen am Boden
 
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das ist wohl der knackpunkt.
wie siehst du den umgang mit waffen, , z.b. kurz- und langstöcken in dem bezug?
in einer durchweg down gruppe?
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  #10  
Alt 11-12-2008, 09:52
Benutzerbild von *Azrael*
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Kampfkunst: Judo, MMA
 
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Zitat:
Zitat von ***Nakatomi*** Beitrag anzeigen
ich gehe davon aus, dass im kobudo der umgang mit waffen gelehrt wird.
aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.

das wäre meines erachtens so, als würde man einen narcoleptiker zum taxifahrer machen.
man sollte innerhalb der möglichkeiten bleiben, damit derjenige sich und andere nicht versehentlich verletzt.

und man kann auch nur begrenzt rücksicht verlangen, das ist bei der manchmal eingeschränkten koordination einfach eine überforderung und übersteigerte erwartung, die ja auch die ausübenden traurig macht weil sie denken "ich kanns nicht, ich mache es nicht richtig". ich finde, das ist der wichtigste faktor überhaupt.

Ich denk wenn man die eigene Kraft nicht unter Kontrolle hat sind auch Genickhebel und Würger nicht ungefährlich.
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  #11  
Alt 11-12-2008, 10:42
pilgrim
Gast
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Zitat:
Zitat von ***Nakatomi*** Beitrag anzeigen
das ist wohl der knackpunkt.
wie siehst du den umgang mit waffen, , z.b. kurz- und langstöcken in dem bezug?
in einer durchweg down gruppe?
Sie arbeiten doch sonst auch völlig selbsrverständlich mit allen möglichen Werkzeugen oder Hilfsmitteln. Warum soll denn jemand, der mit Hammer, Messer oder Pinsel umgehen kann, nicht mit einem bo oder einer tonfa umgehen können?

Ich kann die Skepsis daher erstmal nicht recht nachvollziehen.

Grüße, Carsten
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  #12  
Alt 11-12-2008, 10:56
Benutzerbild von HolgerSVB
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Kampfkunst: SVB-Selbstverteidigung für behinderte Menschen
 
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Beiträge: 69
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Zitat:
Zitat von pilgrim Beitrag anzeigen
Sie arbeiten doch sonst auch völlig selbsrverständlich mit allen möglichen Werkzeugen oder Hilfsmitteln. Warum soll denn jemand, der mit Hammer, Messer oder Pinsel umgehen kann, nicht mit einem bo oder einer tonfa umgehen können?

Ich kann die Skepsis daher erstmal nicht recht nachvollziehen.

Grüße, Carsten
...vielleicht weil sie mit diesen Werkzeugen nicht das Kämpfen lernen!?
Bis auf ein bisschen Kubotan (gilt der als Waffe?) werden bei und kein Waffentechniken gelehrt. Wir haben zwar keinen Schüler mit Down-Syndrom, aber anderweitig geistig eingeschränkte Menschen. Denen würde ich keinen Umgang mit Waffen beibringen wollen. Nicht weil ich Angst hätte sie mißbrauchen diese Fähigkeiten, sondern weil ich als Trainer allein arbeite, und dann nicht wirklich Kontrolle hätte, dass beim Training nichts passiert.
Gruß
Holger
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  #13  
Alt 11-12-2008, 11:38
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Kobudo, Judo
 
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Ort: Kamp-Lintfort (Niederrhein)
Alter: 34
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Hallo,

die Stunde wird nicht von mir alleine gehalten, es wird immer eine Kooperation mit der Übungleiteren sein, welche auch sonst mit der Gruppe Sport betreibt und in dem Bereich die entsprechenden Ausbildungen gemacht hat.
Sie hat in der Gruppe vorher schon mal mit Escirma Leuten zusammen gearbeitet, was ganz gut geklappt hat, wobei der Escrima Trainer aber keine Zeit mehr dafür hat.
Das Training soll auf dem Hanbo aufgebaut werden und es wird erst mal um Grundlagen vom Handling und Grundtechniken gehen, wichtig für micht ist, das die Leute Spass und Freunde am Training haben.

MfG

Thoams
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  #14  
Alt 11-12-2008, 13:01
Benutzerbild von ***Nakatomi***
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Alliance Brazilian Jiu Jitsu, Muay Thai und Übergänge mit hauen am Boden
 
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Zitat:
Zitat von pilgrim Beitrag anzeigen
Sie arbeiten doch sonst auch völlig selbsrverständlich mit allen möglichen Werkzeugen oder Hilfsmitteln. Warum soll denn jemand, der mit Hammer, Messer oder Pinsel umgehen kann, nicht mit einem bo oder einer tonfa umgehen können?

Ich kann die Skepsis daher erstmal nicht recht nachvollziehen.

Grüße, Carsten
"sie" haben nicht nur die reine äusserliche veränderung- eine veränderung der chromosomen bringt unter umständen auch eine vielzahl von anderen einschränkungen mit sich- organschäden und deren folgeschäden sowie verschieden ausgeprägte stadien geistiger behinderung.

d.h. in der praxis, dass ein teil der gruppe kein gutes sehrvermögen hat bis zur teilweisen oder vollständigen blindheit, der andere hört schwer bis garnicht, bei einem ist ein teil autismus dabei und er bekommt wutanfälle andere haben herzfehler und sind schon nach 10 min erschöpft.
jeder hat auch noch ganz spezielle stärken und schwächen, auf die man seinen stoff den man vermitteln will auch noch individuell zuschneiden muss.


es wäre schon schwer genug, menschen in einer kampfsportgruppe zu vereinen, die nicht geistig behindert sind und diese komplikationen mit sich tragen.

wenn man das wesen dieser besonderen menschen kennt, ist einem auch überhaupt nicht im geringsten einleuchtend, warum sie umgang mit waffen lernen sollten.
das sind "sonnenscheine".
freude an der bewegung sollte im vordergrund stehen- und keine feinmotorische konzentrationsintensive tätigkeit in der freizeit,
wo mattenräume doch zum spielen und rumtollen und "sich selbst spüren" einladen- ein ansatz der sehr wichtig ist, gerade bei down und einfach glücklich macht (auch beim zugucken ).

völlig selbstverständlich, pilgrim, ist nur deine erwartung davon wie ein mensch funktioniert.
ich bin nicht skeptisch sondern aus erfahrung einfach nur realistisch.

und @ kobudo.de
ich finde es gut dass du so engagiert bist.
ich drücke euch sehr die daumen dass es funktioniert, vielleicht habt ihr ja bald eine gute truppe zusammen, die in ihren möglichkeiten auf einer wellenlänge liegt.
wenn sie im escrima schon erfolge hatte, klingt das doch ganz vielversprechend.
viel erfolg


zu meinem hintergrund:
ich habe hier einige monate vor der wm bei den vorbereitungen für das stück " ein herz ist kein fusball" an einer doku über das theaterprojekt "rambazamba" mitgearbeitet, welches sich nun fest etabliert hat.http://www.theater-rambazamba.org/
gegründet von einer theaterregisseurin, die ein kind mit trisomie 21 hat.eine tolle erfahrung, was möglich ist.
absolut empfehlenswert!
in meiner familie gibt es 2 down- fälle, in meinem freundeskreis mehrere kinder mit verschiedenen behinderungen bis zur kompletten geistigen behinderung mit blindheit und taubheit.
ich bin tante, freundin, babysitter und schmusebeauftragte und verfechterin der grenzenlosen förderung ohne überforderung

nur mal so um misverständnisse auszuräumen
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Geändert von ***Nakatomi*** (11-12-2008 um 13:23 Uhr).
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  #15  
Alt 11-12-2008, 14:23
pilgrim
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Zitat:
Zitat von ***Nakatomi*** Beitrag anzeigen
"sie" haben nicht nur die reine äusserliche veränderung- eine veränderung der chromosomen bringt unter umständen auch eine vielzahl von anderen einschränkungen mit sich- ...
Ich arbeite mit "sie". Schon eine ganze Weile. Und mit vielen anderen Menschen mit geistiger Behinderung. In aller Regel stärker beeinträchtigt als Menschen mit Trisomie 21. Bis hin zu Menschen im Wachkoma.
Ich arbeite allerdings in aller Regel mit Jugendlichen und Erwachsenen.

Daß man die unterschiedlichen Beeinträchtigungen klären muß, versteht sich von selbst? Hörgeschädigt, Blind, Beine teil-gelähmt, Bandscheibenvorfall, Kniescheibe locke, Diabetes, Herz ... Gibts doch auch im ""normalen"" Dojo.

Daß nicht jeder KK üben muß, ist doch auch klar. Aber warum unterstellst du denn, daß sie nicht gerne Waffenarbeit machen möchten?
Ich kenne einen Haufen Leute, für die wäre spielen und herumtollen ziemlich peinlich: Selbstbewußte, erwachsene Menschen, oder auch Jugendliche, die es erwarten, ernstgenommen zu werden. Und die sehr zielgerichtet ihre Projekte angehen.

Ich denke, wir haben einfach unterschiedliche Menschen als Zielgruppe vor Augen und unterschiedliche Erfahrungen. Und vielleicht auch unterschiedliche Auffassungen von Förderung?

Diejenigen in unserer Einrichtung, bei denen ich mir vorstellen kann, daß sie an einem KK Training teilnehmen möchten und könnten, die könnten - in bestimmten Grenzen - auch mit einem hanbo umgehen lernen. Ob sie Lust dazu haben, müssen sie selber sagen.

In der angesprochenen Karate-Gruppe wurde sehr viel kata geübt.

@ kobudo.de:
Wenn ich es richtig verstehe, existiert die Gruppe bereits, wird fachlich begleitet und hat erfolgreich Escrima geübt.
Ich denke noch immer, die Hauptfrage ist, ob es für dich ok ist, was in Rahmen dieses Kobudo-Unterrichts ensteht.

Grüße,
Carsten

Geändert von pilgrim (11-12-2008 um 14:36 Uhr).
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