Ju-Jutsu

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Urtext von Franz (http://www.kampfkunst-board.info/forum/member.php?u=3106)


Ju Jutsu wurde entwickelt, um ein modernes SV-System zu schaffen nach den Grundsätzen deutschen Rechts, z.B. Prinzip der angemessenen Verteidigung.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Wie alles begann

Mit Karate, Judo und Aikido hatte man Mitte der 60er Jahre bereits andere Kampfsysteme im DJB (Deutscher Judobund) enthalten. Allerdings waren Judo und Karate reine, streng reglementierte, Wettkampfsportarten. Aikido hatte den moralisch-philosophischen Aspekt als Zielsetzung. Das alte Jiu-Jitsu fristete als Judo-SV ein Schattendasein und war mehr oder weniger unbedeutend.

1967 wurden mehrere hohe Dan-Träger vom DDK (Deutsches Dan Kollegium) beauftragt, ein umfassendes Selbstverteidigungs-System zu schaffen. Es sollte auf Basis der bestehenden Kampfsportarten entwickelt werden.

Otto Brief, Werner Heim, Franz-Josef Gresch, Richard Unterberger, Klaus Münstermann und andere schufen aus den Techniken des Judo, Karate und Aikido, sowie einigen Jiu-Jitsu-Techniken ein System, welches ausschließlich auf Selbstverteidigung ausgerichtet war.

Die Bedeutung der Silben ist dieselbe wie in Jiu-Jitsu:

  • Ju = sanft, nachgebend, aber auch angepasst
  • Jutsu = Kunst, Fertigkeit

Auf dem Deutschen Dan-Tag des DDK in Nürnberg, am 28.01.1968, wurden die erarbeiteten Prüfungsrichtlinien nach langen und äußerst kontrovers geführten Diskussionen angenommen.

Am 22.04.1969 traten diese Richtlinien in mittlerweile überarbeiteter Form bundesweit in Kraft. Sie wurden noch des öfteren geändert, um das Ju-Jutsu neuen Erkenntnissen anzupassen und nicht zu einem starren, veralteten System werden zu lassen. Es gab nun eine Sektion Ju-Jutsu im DJB und im BJB, ebenso eine Fachgruppe Ju-Jutsu im DDK.

Die technische Weiterentwicklung des Ju-Jutsu

Da das frühe Ju-Jutsu aus Aikido-, Judo- und Karatetechniken bestand, wurde immer wieder auf die Prinzipien dieser Kampfsysteme hingewiesen, die im Ju-Jutsu unbedingt beibehalten werden mussten. Zwar wurde von der Übernahme der Prinzipien gesprochen, was aber erfolgte, war die Übernahme der Techniken der einzelnen Systeme, oft ohne Anpassung an Situationen der Selbstverteidigung.

Besonders in den Jahren 1981 bis 1986 ging die Entwicklung in Richtung Realitätsbezug und weg von der perfekten Judo-, Karate- und Aikidotechnik. Die Techniken wurden dahingehend modifiziert, dass sie der SV-Situation angemessen waren. Die Techniken mussten teilweise auch geändert werden, damit vom Prinzip her unterschiedliche Techniken (Karate und Aikido ist wohl das beste Beispiel) überhaupt zusammenpassten.

An dieser positiven Entwicklung des Ju-Jutsu hatte der damalige Bundestrainer Josef "Sepp" Art aus Bayern erheblichen Anteil. Aus seiner eigenen Erfahrung als Polizeibeamter wusste er bestens, wie wichtig realitätsbezogene Techniken sind.

Die Ju-Jutsu-Techniken haben zwar ihren Ursprung im Karate, Judo und Aikido, mittlerweile auch im Boxen und Ringen, ihre im Ju-Jutsu übliche Ausführung stimmt jedoch häufig kaum noch mit den ursprünglichen Techniken überein. Es kann von eigenständigen Ju-Jutsu-Techniken gesprochen werden, die, wie z.B. die Fausttechniken, auch das sollte nicht übersehen werden, in ihrer Ursprungsart als falsch gelten würden.

Ebenfalls Anfang der 80er Jahre wurde wieder erwogen, Ju-Jutsu auch als Wettkampf einzuführen. Die Berliner Polizei begann damals bereits mit dem JJ-Wettkampf, dem sich immer mehr Polizeien aus anderen Bundesländern (Bayern, Hamburg) anschlossen. Aber erst "Sepp" Art als Bundestrainer setzte den JJ-Wettkampf auch außerhalb der Polizei durch. Auch nach seiner Zeit als Bundestrainer trieb "Sepp" als bayer. Landestrainer den Wettkampf voran, bis er 1987 das Amt an Roland Köhler übergab, der viele erfolgreiche Kämpfer (Süddeutsche Meister, Deutsche Meister, Internationale Deutsche Meister usw.) hervorbrachte. In Bayern fanden 1985 die ersten offiziellen Meisterschaften statt. Die erste offizielle Deutsche Meisterschaft fand 1987 in Berlin statt.

Als die Mitgliederzahlen der Sektion Ju-Jutsu immer mehr stiegen, musste auch für qualifizierte Übungsleiter gesorgt werden. So wurde 1979 die erste ÜL-F Ausbildung auf bayer. Ebene abgehalten und ab 1981 auch Trainer B und A auf Bundesebene. Da die Sektion Ju-Jutsu im DJB, bzw. im BJB immer größer und stärker wurde, beschloss man die Selbstständigkeit anzustreben, was aber nicht ohne Probleme gehen sollte.

Am 20.10.1990 wurde der "Deutsche-Ju-Jutsu-Verband" (DJJV) gegründet und am 30.05.1992 in den DSB (Deutscher Sportbund) aufgenommen. Die bayer. Sektion Ju-Jutsu wurde am 02.05.1992 aus dem BJV entlassen und war somit endlich ein eigenständiger Fachverband, nämlich der JJVB, "Ju-Jutsu-Verband-Bayern" !!! Den größten Anteil an diesem wohl schwierigsten Kampf außerhalb der Matte hatte der 1. Präsident des JJVB Rainer Riedel.

Das aktuelle Programm heißt Ju - Jutsu 2000; hier wurden z.B. der Kettenfauststoß aus dem Wing Tsun verarbeitet, der 3er Kontakt aus dem Modern Arnis, sowie bei den oberen Graduierungen einige Techniken aus dem Capoeira, des weiteren ist der Stand weiter oben als bspw. beim trad. Karate. Die Wettkampfregeln wurden so angepasst, dass nun bei internationalen Wettbewerben angetreten werden kann, dies ging zu Lasten der bisherigen Allkampfwettkämpfe.

Es gibt 3 große Wettkampfbereiche:

  • Freikampf
  • Duo (SV-Choreographie)
  • Formen (Show mit Musik und Lichteffekten)

Orientiert am Lehrbrief von Werner Patzelt und Ju Jutsu 1&1 des DJJV

Voraussetzungen

Zum Training wird benötigt:

  • am Anfang
    • ein weißer Gi (Ju Jutsu oder Judo Anzug)
    • weißer Gürtel
    • Pantalbecher bei Männern (Pflicht)
    • Knieschützer empfehlenswert aber nicht Pflicht
  • später
    • Faustschützer
    • Holzmesser
    • Holzstock
  • für Frauen optional:
    • Tiefschutz
    • Brustschutz

Konzepte und Prinzipien

  • Prinzip des Nachgebens
  • Prinzip des Ausweichens
  • Prinzip der Verhältnismässigkeit
  • Prinzip des partnerschaftlichen Umgangs im Training

Prüfungen

Schülergrade

6. Kyu = weißer Gürtel (Anfänger)

5. Kyu = gelber Gürtel

4. Kyu = orangener Gürtel

3. Kyu = grüner Gürtel

2. Kyu = blauer Gürtel

1. Kyu = brauner Gürtel

Dan-Grade

1. - 5. Dan = schwarzer Gürtel

ab 6. Dan werden Gürtel verliehen, aber nicht mehr geprüft

6. - 8. Dan = rot - weißer Gürtel (wahlweise schwarzer oder rot - schwarzer Gürtel)

9. - 10. Dan = roter Gürtel

Bei den Dan Graden können an einem Gürtelende Streifen zur Unterscheidung der Dan Grade getragen werden.

Vorbereitungszeiten für Kyu Prüfungen

5. - 2. Kyu

  • 1/2 Jahr oder
  • 1 JJ Kurs von mindestens 50 Unterrichtsstunden (diese Möglichkeit darf nur einmal in Anspruch genommen werden)

1. Kyu

  • 1 Jahr
  • Mindestalter = 16 Jahre

Vorbereitungszeit für Dan Prüfungen

1. Dan

  • 1 Jahr
  • Mindestalter = 18 Jahre
  • Lehreinweisung (15 UE) oder Sportassistentenlizenz Ju-Jutsu

2. Dan

  • 2 Jahre
  • Lehreinweisung (15 UE) oder Sportassistentenlizenz Ju-Jutsu

3. Dan

  • 3 Jahre
  • Lehreinweisung (15 UE) oder Sportassistentenlizenz Ju-Jutsu

4. Dan

  • 4 Jahre
  • Lizenzstufe I (Trainer-C-Lizenz Ju-Jutsu Leistungs- oder Breitensport)

5. Dan

  • 5 Jahre
  • Lizenzstufe II (Trainer-B-Lizenz Ju-Jutsu Leistungs- oder Breitensport)

6. Dan

  • 6 Jahre

7. Dan

  • 6 Jahre

8. Dan

  • 6 Jahre

9. Dan

  • 6 Jahre

10. Dan

  • 6 Jahre


Ab dem 6. Dan wird für Verdienste verliehen und nicht mehr geprüft!

Es gibt (Stand 2009) rund ein halbes Dutzend Inhaber des 8. Dans - alles Männer der ersten Stunde, die heute noch aktiv sind. Der höchstgraduierte Danträger ist seit September 2009 Gründungsvater Franz-Josef Gresch mit dem 9. Dan.

Verkürzung der Vorbereitungszeit (nicht der Wartezeit)

Die Vorbereitungszeit (nicht die Wartezeit) eines Prüflings, kann verkürzt werden um

  • 6 Monate, wenn der Prüfling im Besitz einer gültigen Trainer-C-Lizenz Ju Jutsu (Leistungs- oder Breitensport) ist.
  • 12 Monate wenn der Prüfling im Besitz einer gültigen Trainer-B-oder Trainer-A-Lizenz Ju Jutsu (Leistungs- oder Breitensport) ist.

Die Verkürzung der Vorbereitungszeit ist insgesamt nur einmal zulässig und gilt nur für die Grade, bei denen die betreffende Lizenz nicht als Vorraussetzung verlangt wird.

Pflichtlehrgänge

Während der Vorbereitungszeit muss der Dan Prüfungsanwärter pro Jahr an 2 Techniklehrgängen auf Landes- oder Bundesebene oder an einem Bundesseminar aktiv teilgenommen haben. Ist die Teilnahme in einem Jahr nicht möglich so verlängert sich die Teilnahme entsprechend.

Zum 1. Dan ist desweiteren der Nachweis eines Erste Hilfe Lehrgangs von mindestens 8 Doppelstunden - nicht Sofort Massnahmen Unfallort- der nicht länger als 3 Jahre zurückliegen darf. Für alle weiteren Dan Prüfungen genügt der Besuch eines Lehrgangs Erste Hilfe Training 4 Doppelstunden, der ebenfalls nicht länger als 3 Jahre zurückliegen darf.

Wettkampfformen

Beim Ju Jutsu gibt es 3 offizielle Wettkampfformen des Dachverbandes:

  1. Fighting System
  2. Duo System
  3. Formen Wettkampf
  4. Ju Jutsu Allkampf (aus dem alten System)

Ju Jutsu Allkampf war das früher praktizierte Freikampfsystem, da es aber für europäische Vergleichskämpfe zu hart war, wurde das Deutsche Wettkampfsystem für den Internationalen Vergleichskampf angepasst.

Ju Jutsu Allkampf findet im Rahmen des DJJV nicht mehr statt, obgleich es noch Veranstaltungen speziell von Berliner Organisationen gibt.

Fighting System

Teil 1: Das Kampfsystem

Part 1: Schlag-, Stoß-, Tritttechniken

Part 2: Wurftechniken, Zu-Boden bringen, Hebel u. Würgetechniken

Part 3: Bodentechniken, Hebel u. Würgetechniken


Kampfzeiten:

Pro Kampf 2 Runden à 2 Minuten, zwischen den Runden ist eine Minute Pause. Verlängerung um jeweils eine Runde bis der Sieger feststeht.

Ein Kämpfer hat zwischen 2 Kämpfen eine maximale Erholungszeit von 10 Minuten

Teil 2: Gewichtsklassen

weiblich: Senioren - 55 kg, - 62 kg, - 70 kg, +70 kg

männlich: Senioren -62 kg, - 69 kg, - 77kg, - 85 kg, - 94 kg, +94 kg

Teil 3: Wettkampffläche

Die Matte soll aus 2 verschiedenen Matten aus Kunststoff oder ähnlichem Material bestehen und darf nicht zu rutschig oder zu rauh sein und soll den Aufschlag beim Fallen mindern.

Es dürfen keine Zwischenräume zwischen den Matten sein.

Es gibt eine Warnfläche und eine Kampffläche.

Man darf sich nicht länger als 5 Sekunden in der Warnfläche aufhalten sonst gilt das als außerhalb der Kampffläche.Ausnahme: Haltetechniken dürfen auf der Warnfläche begonnen werden und auch länger als 5 Sekunden gehalten werden.

Die Kampffläche beträgt 8 x 8 m umgeben von 1m Sicherheitsfläche, dies ergibt dann ingesamt 12 x 12 m Tische, Pfeiler usw müssen mindestens 2 m entfernt sein, Zuschauer 3 m.

Teil 4: Kampfablauf

  • der Kampf beginnt mit Part 1 und die Wettkämpfer stehen sich frontal in einem Abstand von 2m gegenüber
  • sobald ein Kämpfer Kontakt (Gegner wird ergriffen) hat, beginnt Part 2. Nur in diesem Übergangsmoment ist das gleichzeitige Schlagen / Treten und Greifen möglich (gleicher Augenblick). Sobald Part 2 begonnen hat´, ist das Schlagen oder Treten nicht mehr erlaubt
  • Nun führen die Kämpfer den Kampf in Part 2 fort.
  • Wenn einer der Kämpfer zu Boden gebracht wird (oder ging) bzw. geworfen wird, beginnt Part 3.

Duo System

1. Allgemeines

Das IJJF Duo System soll Verteidigungstechniken eines Kämpfers gegen eine Anzahl vorgeschriebener Angriffe darstellen.

Die Angriffe werden in vier Gruppen mit jeweils fünf Angriffen gegliedert. Der Verteidiger kann seine Verteidigungstechniken vollkommen frei wählen.

2. Zusammensetzung

Als Mindestgraduierung ist ab Gruppenebene der 4.Kyu Grad Ju Jutsu erforderlich. Während des Wettkampfes können Angreifer und Verteidiger wechseln. Jeder Kämpfer ist für seinen Partner mit verantwortlich. Ein Paar besteht aus 2 Männern, 2 Frauen oder einem Mann und einer Frau (mixed). Ein Doppelstart ist nicht zugelassen.

3. Wettkampffläche und Ausstattung

  • Wettkampffläche 8 x 8 m plus 1 m Warnfläche
  • 2 rote Gürtel, 2 weiße Gürtel, Gummimesser, weiche Schlagstöcke (ca. 50 cm) Wertungstafeln, Erste Hilfe Koffer, Arzt, Kampfrichtertische und Plätze für das Kampfgericht.

4. Angriffsgruppen

Die Angriffe werden in 4 Gruppen unterteilt:

  1. Kontaktangriffe (Fassarten)
  2. Umarmungsangriffe und Genickhebel
  3. Fauststöße, Schläge und Tritttechniken
  4. Angriffe mit Waffen

Jede Gruppe besteht aus 5 Angriffen.


Der Mattenkampfrichter lost 3 Techniken pro Angriffgruppe und gibt den Angriff dem Kämpferpaar kurz vor Beginn der Technik bekannt. Das folgende Wettkampfpaar macht die gleichen Techniken in einer anderen Reihenfolge.

5. Bewertungskritierien

  • Haltung
  • Effektivität
  • Schnelligkeit
  • Kontrolle
  • Kraftvoller Angriff

Formen Wettkampf

Wettkampfregeln

Die Mattenfläche muss 10 X 10 m bis 12 X 12 m betragen. Es dürfen keine pyrotechnischen oder verbotenen Gegenstände gemäß Waffengesetz sowie Feuereffekte verwednet werden. Auch andere Mittel und Gegenstände, welche die Mattenfläche oder Halle beinträchtigen können, düfen nicht eingesetzt werden.

Die Vorführung muss mindestens 3 und darf maximal 6 Minuten dauern. Die Auf- und Abbauzeit beträgt maximal 3 Min. Zur Unterstützung sind 2 Helfer zugelassen.


Es muss sich um eine seriöse Vorführung mit deutlichem Bezug zum Ju Jutsu handeln. Es sind alle Budotechniken erlaubt. Eine Vorführung muss aus mindestens 3 Atemi-, 3 Wurf- und 3 Hebeltechniken aus dem Ju Jutsu bestehen.

Gerät

Durch den Ausrichter werden folgende Beleuchtungen zur Vorführung gestellt:

  • Weißlicht
  • Buntlicht
  • Schwarzlicht
  • Verfolger

Die Halle wird ausreichend durch den Veranstalter beschallt. Die Musik muss durch die Mannschaften auf handelsüblichen Kassettenbändern gestellt werden.

Zusätzliche Beleuchtungen und Musikanlagen dürfen nicht benutzt werden.

Ju Jutsu Allkampf

Aus dem Regelwerk:

1. Erlaubte Techniken

Erlaubt sind im Stand und in der Bodenlage Schlag-, Tritt-, Knie-, Kopf- und Ellenbogentechniken (Atemi), Wurftechniken sowie Hebel-, Würge-, Halte- und Nervendrucktechniken.

Atemitechniken zum Kopf sind ausschließlich im Leichtkontakt anzubringen, zum Körper und zu den Beinen ist harter Kontakt erlaubt (Wirkungstreffer). Trefferfläche ist grundsätzlich der gesamte Körper (Vorder- und Rückseite). Erlaubt sind im Stand und in der Bodenlage Tritt-, Knie- und Schlagtechniken zum Kopf und Oberkörper sowie zu den Beinen, jedoch sind Kopf- und Ellenbogentechniken nur zur Vorderseite des Oberkörpers und den Beinen zugelassen.

2. Punktwertung

Es werden nur gezielte und kontrolliert ausgeführte Techniken bewertet.

  • Atemitechniken:
    • Treffer mit Hand oder Fuss 1 Punkt
    • Kopftreffer mit dem Fuss 2 Punkte
  • Wurftechniken:
    • Klar erkennbare und sauber ausgeführte Wurftechnik 2 Punkte
    • Zu Boden bringen ohne erkennbare Technik 1 Punkt
  • Bodentechniken
    • Erlaubte Atemitechniken zum Kopf oder Körper 1 Punkt
    • Haltetechnik in der Bodenlage 15 Sec. 2 Punkte

Haltetechniken in der Bodenlage werden nur bewertet, wenn der Gegner seinerseits keine gezielten Atemitechniken anbringen kann, z.B. durch Kontrolle der Arme.

3. Verbotene Techniken und Handlungen

Je nach Schwere des Verstoßes wird eine verbotene Technik oder Handlung mit einer Verwarnung oder sofortiger Disqualifikation geahndet. Bei Verwarnungen erhält der Gegner zwei Punkte. Die dritte Verwarnung führt automatisch zur Disqualifikation des Kämpfers. Entscheidungen des Kampfgerichts sind unanfechtbar! Verbotene Techniken und Handlungen sind beispielsweise:

  • Kopf- und Ellenbogentechniken zum Kopf
  • Tritttechniken gegen die Kniegelenke
  • Finger- oder Handstiche
  • Atemitechniken gegen Hals, Wirbelsäule oder Genitalien
  • Techniken gegen die Wirbelsäule mit Ausnahme des Genickbeugehebels
  • Nervendrucktechniken gegen die Augen
  • Finger- und Zehenhebel
  • Unsportliches Verhalten des Kämpfers oder seines Betreuers
  • Eigengefährdung (z.B. ungeschütztes Vorwärtsgehen gegen Atemitechniken, nicht Abschlagen bei wirkungsvoll angesetzten Hebeltechniken)
  • Sprechen auf der Matte ohne Aufforderung durch die Kampfrichter
  • Verlassen der Kampffläche im Stand und in der Bodenlage ohne Verschulden des Gegners (Mattenflucht)
  • Techniken, die vorsätzlich den Gegner verletzen sollen


Nicht verboten sind beispielsweise:'

  • Genickbeugehebel
  • Wegdrücken des Kopfes am Kinn, oder mit dem Unterarm bzw. der offenen Hand (ohne Nervendrucktechniken)
  • Würgen mit dem Unterarm
  • Griff über Mund und Nase, um die Atmung zu erschweren
  • Dem Gegner die Jacke über den Kopf ziehen
  • Würgetechniken mit der eigenen Kleidung
  • Würgetechniken mit den Beinen oder Füssen, ohne dass ein Arm des Gegners eingeschlossen wird


Entnommen von: www.ju-jutsu-allkampf.de

Ansprechpartner

Der Fachverband ist der DJJV e.V.


Kontaktadresse:

Deutscher Ju-Jutsu-Verband e.V.

Fachverband für moderne Selbstverteidigung und Wettkampf

- Bundesgeschäftsstelle -

Paul-Rohland-Str. 2

06712 Zeitz

Öffnungszeiten:

Mo, Mi, Fr: von 08:00 bis 12:00

Kommunikation:

E-Mail: bundesgeschaeftsstelle@djjv.net

Telefon: 03441 / 31 00 41

Fax: 03441 / 21 34 29

Homepage: www.ju-jutsu-net.de

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