Säbel

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Der Säbel ist eine leichte Hieb- und Stichwaffe. Der klassische Säbel war gekrümmt und nur einseitig geschliffen. Er war die typische Waffe leichter Kavallerie wie etwa der Husaren. Heute werden Säbel auch als Sportwaffen verwendet, die allerdings mit den historischen Kriegswaffen kaum mehr als den Namen gemeinsam haben.

Säbel als Fechtwaffe

Der Säbel stammt vom Militärsäbel der Kavallerie des 19. Jahrhunderts ab. Er besitzt eine flache und leichte Klinge.

Der Säbel ist eine Hieb- und Stichwaffe, d.h. Treffer können mit der (stumpfen) Klingenschärfe gesetzt werden. Die Trefferfläche ist der gesamte Oberkörper inkl. Kopf und Armen (bis zum Handgelenk), wobei allerdings der Schritt im Gegensatz zum Florett ausgeklammert ist, das heißt die Trefffläche horizontal an der Hüfte endet.

Das Säbelfechten ist in der Regel noch schneller als mit dem Florett. Treffer fallen oft schon nach wenigen Sekunden. Wie beim Florett gilt ein Angriffsrecht. Ungültige Treffer werden nicht angezeigt, so dass z.B. bei einem Treffer auf ein Bein das Gefecht nicht unterbrochen wird.

Der Säbel ist ähnlich aufgebaut wie die obigen beiden Waffen, hat aber keine Spitze mit beweglichem Kopf als Treffersensor, sondern die Klinge läuft in einer Rundbiegung aus. Die Säbelklinge hat einen annähernd rechteckigen Querschnitt, benötigt aber keine eingeklebte Litze, sondern ist als ganze elektrisch leitend, damit gültige Treffer angezeigt werden können.

Die Säbelglocke ist anders geschnitten und eher halbkugelförmig um die Hand nach unten herumgezogen als die tellerartigen Glocken der beiden anderen Waffen.

Für den Säbel gibt es nur eine, dem französischen Griff ähnliche, Griffart.

Analog zum Florett gilt es auch im Säbelfechten das Angriffsrecht zu erlangen, bevor ein Treffer gesetzt wird. Zusätzlich ist, und das ist von allen Fechtwaffen nur beim Säbel so, kein Kreuzschritt erlaubt. Zu dieser Maßnahme wurde gegriffen, da Säbelgefechte immer schneller wurden und ein vernünftiger Kampfaufbau nicht mehr gewährleistet war.

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