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Vollständige Version anzeigen : sparring



cors
06-09-2009, 12:07
hey leute, wollte mal eure meinungen hören. Wie wichtig ist das Sparring? Ich war für 4 wochen im Ausland und habe dort ein cooles gym gefunden gehabt, aber die hatten in der Woche nur 2 mal Technik & Drill training, aber 5 tage die woche a 2h sparring. Und ich muss sagen, die Jungs waren wirklich gut! Lernt man im sparren mehr, als wenn man neue techniken übt.

Und nun zu meiner Zweiten Frage, kann man sich weiter Entwickeln, wenn man in seinem Trainingsumfeld der "Beste" ist. Ich meine damit, wenn man von der trainingsgruppe alle teamkameraden besiegt, muss man sich dann ein neues gym mit besseren Leuten suchen um sich weiter zu entwickeln?

Balthus
06-09-2009, 12:19
... Muss der Trainer von nem Hochspringer selbst 2m40 hoch springen können, oder der Trainer von nem Boxer besser boxen als sein Schützling?

also ich denke selbst wenn man der "beste" ist, kann man immernoch was lernen und sich weiterentwickeln.
(Ich selbst habe in nem Sparring in dem ich übel unterlegen war (3Monate Training vs 4Jahre Training+Trainer+Erfahrung in anderer KK) nen Takedown hinbekommen der meinen Partner überrascht hat.

Ich denke mal lieber nen Solides Basispaket an Techniken und dann üben, üben, üben ist besser als 1000 Techniken die man aber nur ungenügend anwenden kann.

Im Sparring werden ja neben der Technik auch noch andere Attribute geschult, Antizipation, Ausdauer, lernen mit Gegnern umzugehen, von daher kann ich das "Prinzip" dieses Gyms verstehen, inwieweit das immer klappt keine Ahnung, aber ich denke mal auch im Sparring wirds den einen oder andern Techniktipp gegeben haben oder ne "Technik aus der Situation heraus" gezeigt werden.

max.warp67
06-09-2009, 13:00
So verkehrt klingt das doch garnicht. 2x die Woche Techniktraining und dann 5x die Woche die Chance das ganze im Sparring umzusetzen und auszuprobieren ist doch O.K.

Zur Frage ob der Beste einer Trainingsgruppe zwangsläufig die Gruppe verlassen muß. Naja, wenn der Beste geht ist automatisch der Zweitbeste der Beste und muß auch gehen. O.K., wir haben ja noch den drittbesten aber der ist ja jetzt auf einmal der Beste :ups: ........

Die Lösung könnte sein sich durch besuchen von anderen Trainingsgruppen, Seminaren, Einzeltraining etc. stets weiter zu entwickeln und dann seine Kollegen an diesem neuen Wissen teilhaben zu lassen. Das wäre dann eine gesunde Evolution des Clubs.

replica
06-09-2009, 13:00
wenn du überlegen bist dann beginn mit speziellen sparrings varianten.

zB lass deine trainingspartner immer in mount oder sidemount beginnen.

Björn Friedrich
06-09-2009, 14:40
Rickson Gracie hat mal gesagt 45 Minuten Technik, 15 Minuten Sparring......

und 100% All out sparring ist eher ein Test als sinnvolles Training, gerade für Anfänger......
Beim hardcore Sparring lernt man nichts Neues, sondern wird nur besser in dem was man kann.

Von daher würde ich sagen 3/4 Drills und Technik 1/4 Sparring. Nur bei lockeren Geschichten, lernt man sich zu öffnen und Neues zu probieren.

Tschüß
Björn Friedrich

nessuno
06-09-2009, 15:01
hi,
das trainieren mit dem partner ist durchaus mehr als sinnvoll und ist wichtiger bestandteil um sich in der kampfkunst zu entwickeln. techniken üben um sie einzuschmieren und mit seinem eigenem schatten zu boxen kann sich auch als sehr nützlich auswirken. du kannst doch im partnertraining techniken auch erkennen und für dich umsetzen kommt halt darauf an in welcher geschmeidigkeit ihr miteinander trainiert. mit dem der 'beste' und sich entwickeln stellt sich die frage in welche richtung man sich entwickeln möchte.

viel spass

Björn Friedrich
06-09-2009, 17:10
Hier ein netter Kommentar von einem Trainingspartner von Marcello Garcia:

Good point. However, being privy to Marcelo's training for the last 3 years or so, I can tell you that he usually (95%) trains with people that he would dominate easily in competition.

Don't tell me how he continues to get better, but he does. I used to think the superstars needed training partners of similar ability to push them, but with Marcelo's example, he has shown me that this is not the case.

I'm guessing that Roger Gracie in London, and Cobrinha in Atlanta, while they train with high level guys, also fall in the same category.

Then you have other top competitors like the Avellan brothers in Miami. They are both ADCC level grapplers, and also did not come from a big name school with famous training partners (other than each other).

I'm starting to think that many of the top guys, in addition to their other skills and attributes, simply know how to train smarter than the rest.

And, I still do not think there are more than a handful of academy studs that could replicate their success on the mats at the Mundial levels, or else they would be doing so.

Mit weniger guten Leuten zu trainieren bedeutet oft langsam und locker zu rollen, zu spielen und neue Dinge auszuprobieren.....Und bei den Jungs funktioniert es.:-)

Tschüß
Björn Friedrich

Harom
06-09-2009, 17:31
Eine feste Verteilung auf ...% Teaching und ...% Sparring macht mMn keinen Sinn.
Beginner benötigen mehr Teaching, wenn dann der Pool an Techniken mal größer wird, benötigt es viel mehr Sparring um diese anzuwenden und Detailfehler auszumerzen.
Solange dauerd es nicht die Techniken zu kennen, ab dem Zeitpunkt braucht man fast nur noch Sparring, und eben Korrekturen der Details.

böses Mädchen
06-09-2009, 22:38
Sparring ist immer gut. Was nützt es Dir denn, wenn Du die Techniken lernst und sie im Kampf nicht umsetzten kannst, weil Dein Gegner sich wehrt.
Wenn Du Techniken lernst, bleibt Dein Trainingspartner ruhig und läßt sich das gefallen, weil es ja zu Übungszwecken ist aber beim Sparring sollte sich Dein Gegner natürlich wie in einem richtigen Kampf zur Wehr setzten. Da ist es dann schon schwerer die Techniken alle umzusetzen.
Also je mehr Sparring Du machst, desto besser wirst Du:D:D:D

Björn Friedrich
06-09-2009, 23:06
100% Sparring ist ein guter Test der eigenen Fähigkeiten, aber mehr auch nicht. Lernen tut man am besten, wenn man nicht unter Druck ist, denn wenn man unter Druck ist, nutzt man nur die Techniken die man sowieso schon beherrscht......

Bewegungsmuster verändern sich nur, wenn man ihnen die Voraussetzungen dafür bietet und dafür muss man locker und flockig trainieren.

Tschüß
Björn Friedrich

MatzeOne
06-09-2009, 23:11
Bei uns (http://www.sportschule-hamburg.de) besteht das Grappling Training "nur" aus etwa 25% Sparring.

Haben aber auch fünf Mal die Woche Training und das Techniktraining ist auch nicht einfach lalifari. Widerstand wird auch dort immer weiter erhöht.
http://www.sportschule-hamburg.de/stundenplan.gif

Henry
07-09-2009, 10:24
Die typischen "brasilianischen" Trainingseinheiten im Bereich des Wettkampftrainings bestehen mindestens 50% aus Sparring. 25% Aufwärmen und Drills, 25% Technik (im Regelfall 2-3 Techniken).
Das gleiche gilt für Marcelo Garcia; natürlich muss er seine Techniken anpassen wenn er nicht mehr von den Top-Kämpfern aus seinem Team umgeben ist. Der Grossteil des Trainings besteht allerdings weiterhin aus Sparring.Lustigerweise sehen viele unserer Trainer das Techniktraining nicht als "wirkliches Training" an: Typischerweise heisst es bei Seminaren mit Alliance-Schwarzgurten oft nach der Technikeinheit: "Let's train!", was gleichzusetzen ist mit Sparring. Im Gegenschluss war das Techniktraining demnach kein Training. Und im Sparring wird sich meistens nichts geschenkt. Anzumerken gilt hierbei, dass es sich bei dem oben Beschriebenen um das Wettkampftraining handelt.....
Fazit: Drills und Technik: Ja / Sparring sollte aber im Vordergrund stehen.
Unter Sparring ist natürlich auch Postionsparring etc. zu verstehen.
http//www.alliance-frankfurt.de

BloodRage
07-09-2009, 11:27
Techniktraining hin oder her, man sollte aber auch die Techniken anwenden können. Was nützt einem eine perfekt einstudierte Technik, wennn man sie nicht am lebenden "Objekt", sprich einem Trainingspartner einsetzen kann. außerdem gibt es Abstufungen in Sachen Sparring, wie leichtes Rollen am willigen Partner bis hin zum Wettkampf-Sparring!

Sp1d3R
07-09-2009, 13:17
Die typischen "brasilianischen" Trainingseinheiten im Bereich des Wettkampftrainings bestehen mindestens 50% aus Sparring. 25% Aufwärmen und Drills, 25% Technik (im Regelfall 2-3 Techniken).
Das gleiche gilt für Marcelo Garcia; natürlich muss er seine Techniken anpassen wenn er nicht mehr von den Top-Kämpfern aus seinem Team umgeben ist. Der Grossteil des Trainings besteht allerdings weiterhin aus Sparring.Lustigerweise sehen viele unserer Trainer das Techniktraining nicht als "wirkliches Training" an: Typischerweise heisst es bei Seminaren mit Alliance-Schwarzgurten oft nach der Technikeinheit: "Let's train!", was gleichzusetzen ist mit Sparring. Im Gegenschluss war das Techniktraining demnach kein Training. Und im Sparring wird sich meistens nichts geschenkt. Anzumerken gilt hierbei, dass es sich bei dem oben Beschriebenen um das Wettkampftraining handelt.....
Fazit: Drills und Technik: Ja / Sparring sollte aber im Vordergrund stehen.
Unter Sparring ist natürlich auch Postionsparring etc. zu verstehen.
http//www.alliance-frankfurt.de

:yeaha: bei uns wird es auch so gehandhabt 25/25/50 und ich denke das es am besten so ist

Fit & Fight Sports Club
07-09-2009, 14:52
Rickson Gracie hat mal gesagt 45 Minuten Technik, 15 Minuten Sparring......

und 100% All out sparring ist eher ein Test als sinnvolles Training, gerade für Anfänger......
Beim hardcore Sparring lernt man nichts Neues, sondern wird nur besser in dem was man kann.

Von daher würde ich sagen 3/4 Drills und Technik 1/4 Sparring. Nur bei lockeren Geschichten, lernt man sich zu öffnen und Neues zu probieren.

Tschüß
Björn Friedrich

:yeaha: sehe ich auch so.

Gruß,
Eric

Atze6000
08-09-2009, 17:28
ich denke sparring hilft einem vor allem beim grappling die techniken gut anzuwenden...

also man muss lernen wie der gegner darauf reagiert kontert etc... im technik training sollte man viel lernen und versuchen dies im sparring umzusetzen so finde ich ist sparring sehr wichtig...

WENN du allerdings die technik nicht ausreichend geübt hast (so trocken) kannst du das sparring vergessen!

Björn Friedrich
08-09-2009, 17:36
In der Dikussion sollte eines nicht vergessen werden:

ES GIBT MEHR ALS NUR SPARRING UND DAS WIEDERHOLEN VON TECHNIKEN

Spezielle Drills mit speziellen Widerstanden, Flow und Slow Roll, Positionstraining, usw. all das hilft dabei eine Technik später unter 100% Sparringsbedingungen anzuwenden.

Wer nur Techniken einübt und danach Sparring macht, wirds schwer haben wirklich Fortschritte zu machen.

Technik - spezifische Drills - Sparring

Oder wie Matt Thornton sagen würde:

Introduction - Isolation - Integration

Aber so ein Training erfordet sehr viel Disziplin und wird deshalb gerade im Breitensport nicht benutzt.

Tschüß
Björn Friedrich

jjguy
09-09-2009, 18:16
Aber so ein Training erfordet sehr viel Disziplin und wird deshalb gerade im Breitensport nicht benutzt.

Hm, ehrlich gesagt hab ich noch nie irgendwo trainiert, wo im Training nicht so oder ähnlich vorgegangen wurde. Und die meisten BJJ´ler sind ja Breitensportler.

Twilight
09-09-2009, 19:14
Nun dann will ich auch mal was dazu sagen:

Ich bin zwar erst seit 3 Monaten dabei, hatte aber schon die Möglichkeit in 2 verschiedenen Gyms in 2 verschiedenen Ländern zu trainieren.

In meinem Homegym wird mehr Wert auf Techniktraining gelegt. Heisst wir trainieren 1 Technik während etwa 30-40 Minuten, mit den verschiedenen Widerstandsstufen des Trainingspartners, Variationen etc. Danach gibts noch etwa 20 min Sparring.

Im Gastgym trainierte man je nach Trainer vielleicht 10 Techniken in 30 Minuten mit kompleter Passivität des Trainingspartners, dafür machte man mehr Sparring. Die Leute dort konnten aber keineswegs besser kämpfen als in meinem Homegym, obwohl mehr Wert auf Sparring gelegt wurde.

Techniktraining ist nicht gleich Techniktraining. Ich denke, man kann das Techniktraining durchaus so gestalten, dass die Transition zwischen Theorie und Praxis einfacher verläuft. Das Rezept mehr Sparring = bessere Kämpfer würde ich persönlich nicht unterschreiben.

d.c.c
09-09-2009, 19:56
Hi all,

wir trainieren bei uns auch 2- 3 Techniken in ca. 45 min. und danach geht es ans Sparren. Das sparren dauert auch ca. 30 - 45 min. Bei der Technikschulung sollte wirklich die Technik im Vordergrund stehen, auch fällt bei uns die ganze Anwendung der Flows darunter. Wie Björn schon erwähnte, Technik1, Escape, Technik2 oder 2 Techniken aus einer Position oder 1 Technik aus 2 Positionen...... Danach lockeres Rollen um die Techniken auszuprobieren. Sobald man ein entsprechendes Level erreicht hat, kann man mit dem Partner den Härtegrad vereinbaren. Meiner Meinung nach sollte aber im "normalen Training" eher locker und bei Wetkampf vorbereitung etwas "härter" gesparrt werden.

Es ist auch immer wichtig wie man selbst trainieren möchte, jeder macht es etwas anders und jeder Entwickelt sich auch anders, lern Typen....

viele Grüße,

Dirk

UnknownSoldier
09-09-2009, 23:07
wenn du überlegen bist dann beginn mit speziellen sparrings varianten.

zB lass deine trainingspartner immer in mount oder sidemount beginnen.

das is auf jeden fall eine gute option... hab auch oft meine partner in der mount beginnen lassen... nun hab ich das so oft gemacht, dass ich jedem aus der mount auskomme...

die schwächen zu stärken machen...

trotzdem muss ich sagen, dass man nur wächst, wenn man gegen bessere kämpft...

wenn ich gegen leute wie gerard machine oda ivan rodrigues gesparrt hab, hab ich durch eine niederlage mehr gelernt, als wenn ich jemanden besige, der mir unterlegen is... und die wiederum sind im grappling bereich anderen auch weit unterlegen...

jemand der viel besser is hat auch wenig sinn

sparre vor allem mit vielen verschiedenen

unser trainingsplan http://www.brazilianjiujitsu.at/training.htm ......is auch immer ca. 45 min sparring.. eig. 30 aba wir machen länger...