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Vollständige Version anzeigen : Gewicht bei KH un KB



Jeet kune do123
22-06-2010, 22:28
Schönen Abend an alle,

komme gerade vom Training (Beine, Bauch) und habe unteranderem Kniebeugen gemacht. Habe bei KB ein Gewicht von 110Kg und bei KH ein Gewicht so um die 100Kg erreicht und mache immer so ca. 5 Wieserholungen.
Deshalb meine Frage ab wieviel Gewicht macht es bei diesen Übungen Sinn einen Stabilisationsgürtel anzulegen um sich vor Verletzungen zu schützen.
Wahrscheinlich kann nicht aufs Kilo geanu sagen ab wann er Sinn macht, aber es gibt doch bestimmt Richtwerte.

PS: Meine Maße 188cm und ca. 86-88Kg

Schonmal Danke im Vorraus!

De$tinyFi$h
23-06-2010, 11:02
Brauchst eigentlich nie einen Gürtel wenn du nicht zu schnell steigerst. Wenn du langsam steigerst entwickelt sich auch die Stützmuskulatur (Bauch, Rücken) entsprechend mit. Mit einem Gürtel machst du es für diese Stützmuskulatur nur leichter und sie wird nicht mehr so effektiv trainiert.

Anderst sieht es natürlich bei Gewichthebern, Kraftdreikämpfern oder anderen Kraftsportarten aus (Strongamn etc.). Aber als gesunder Hobbyathlet, der zudem nicht primär Kraftsport sondern Kampfsport macht (Kraftsport nur ergänzend) braucht man so einen Gürtel mMn nicht.

Luggage
23-06-2010, 11:50
Steigere langsam und achte auf Technik, setz auch mal andere Reize und arbeite nicht nur an der unteren Maxkraft-Grenze, dann brauchst du keine Stütze. Gürtel und Co kannste nehmen, wenn du anfängst 1repmax Wettkämpfe zu machen. Wer zu früh mit irgendwelchen Bandagen und Stützen anfängt, hebt mehr Gewicht, als gut für ihn ist, vernachlässigt Stützmuskulatur und baut so letztlich keine funktionelle Kraft auf.

BloodRage
23-06-2010, 12:50
Also ich würde mal das Gewicht reduzieren und dafür die Anzahl der Wiederholungen erhöhen. Das steigert die Kraftausdauer und reizt ganz ordentlich die Muskulatur. Nach ner Weile langsam aber stetig das Gewicht erhöhen. Zwischendurch auch ein paar andere Übungen für Beine und Rücken einbauen, damit die Muskulatur nicht zu eintönig belastet wird.
Einen Stützgürtel und Kniebandagen würde ich spätestens ab dem doppelten Gewicht deines Körpers anlegen.

Knud
23-06-2010, 12:55
da schließe ich mich meinen vorrednern absolut an, einen gürtel braucht man nicht.
der ist nur interessant, wenn man wirklich maximale lasten bewegen will (wettkämpfe) und dann auch weniger zur verlätzungsprävention, sondern viel mehr zur leistungssteigerung; stichwort interabdominaler druck
was mich dann noch wundert ist, dass du bei kniebeugen mehr schaffst, als bei kreuzheben. ist normalerweise eher anders. führst du tiefe kniebeugen aus?

De$tinyFi$h
23-06-2010, 14:14
Also ich würde mal das Gewicht reduzieren und dafür die Anzahl der Wiederholungen erhöhen. Das steigert die Kraftausdauer und reizt ganz ordentlich die Muskulatur.

Na wenn man aber (Maximal)Kraft steigern will, bringt einem Kraftausdauertraining nicht viel ;)
Außerdem bin ich der Meinung, dass Kreuzheben nicht im Kraftausdauerbereich durchgeführt werden sollte, da hier das verletzungsrisiko durch schlampige Ausführung (was bei KA häufiger vorkommt) recht hoch ist, auch bei geringeren Lasten.

Und Knuds Frage ist wirklich interesant. Ich selbst bin beim Kreuzheben auch stärker als beim Kniebeugen.

Primo
23-06-2010, 16:10
was mich dann noch wundert ist, dass du bei kniebeugen mehr schaffst, als bei kreuzheben. ist normalerweise eher anders.


Vielleicht liegts an der mangelnden Griffkraft.

Gruss

Jeet kune do123
23-06-2010, 16:18
da schließe ich mich meinen vorrednern absolut an, einen gürtel braucht man nicht.
der ist nur interessant, wenn man wirklich maximale lasten bewegen will (wettkämpfe) und dann auch weniger zur verlätzungsprävention, sondern viel mehr zur leistungssteigerung; stichwort interabdominaler druck
was mich dann noch wundert ist, dass du bei kniebeugen mehr schaffst, als bei kreuzheben. ist normalerweise eher anders. führst du tiefe kniebeugen aus?

Warum ich bei KB stärker bin als bei KH weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Ist allerdings so das ich bei den KB schon wirklich sehr weit runter gehe, aber trotzdem die Übung eigentlich schon (nach der Meinung meines Physios) sauber ausführe.

PS: Das man KH nicht im Kraftausdauerbereich ausführen soll habe ich auch schon gehört, kann jetzt aber ehrlich gesagt nicht sagen wo.

Mars
23-06-2010, 17:22
PS: Das man KH nicht im Kraftausdauerbereich ausführen soll habe ich auch schon gehört, kann jetzt aber ehrlich gesagt nicht sagen wo.

Hier zum Beispiel;)
Grund: Die Gefahr, bei zunehmender Ermüdung, fehlerhaft zu arbeiten, ist zu groß (Bandscheiben, etc.).

hand-werker
23-06-2010, 21:10
@ mars: was heißt das konkret? wenn ich mit dem ziel 3x15 wh trainiere und das gewicht so wähle, dass ich im ersten durchgang 15 wh schaffe und in den folgenden sätzen max. 12 - 14 wh, bewege ich mich da schon in einem potentiell gefährlichen bereich?

Knud
23-06-2010, 23:05
15>Wh. ist ja noch nicht wirklich kraftausdauer. der wh-bereich ist von daher imo schon noch o.k., trotzdem würde ich da nicht bis zum muskelversagen gehen, weil es dann doch brennzlich werden könnte. prinzipiell kann man kreuzheben auch mit höheren wh-zahlen trainieren, nur sollte man sich dann halt wirklich deutlich unterhalb der absoluten erschöpfungsgrenze befinden. kettlebell-swings sind ja letztendlich von der bewegungsausführung und der belastung sehr ähnlich und werden auch mit teils sehr hohen wh-zahlen trainiert.
und auch im unteren wh-bereich ist kreuzheben einfach keine übung, bei der man bis zum muskelversagen trainieren sollte bzw. kann. wenn man z.b. 5 wh macht und genau merkt, dass keine saubere 6 wh mehr drinn ist und man den satzt deswegen (richtiger weise!) abbricht, so ist das ja noch kein muskelversagen (und das ist auch gut so!) gewesen. letztendlich ist das aber auch nur definitionssache

Mars
24-06-2010, 06:47
@ mars: was heißt das konkret? wenn ich mit dem ziel 3x15 wh trainiere und das gewicht so wähle, dass ich im ersten durchgang 15 wh schaffe und in den folgenden sätzen max. 12 - 14 wh, bewege ich mich da schon in einem potentiell gefährlichen bereich?

Nein, siehe Knuds Kommentar

Francois
24-06-2010, 09:06
Von tiefen KB halte ich gar nichts. Da potentiert sich der Druck aufs Knie um ein vielfaches. Da existiert auch kein reduzierender Muskelzug.Eine maximale Kniebeugung von 90 Grad sollte ausreichen. Die Knie dankens dir.

Du glaubst nicht wieviele Sportler sich schon in jungen Jahren ihre Knie durch falsches Training schrotten. Gibt immer mehr junge Sportler mit Knieprothese und dann ist Ende mit Kampfsport.


Vielleicht liegts an der mangelnden Griffkraft.

Genau das ermüdet bei mir als erstes bei KH. Nervt.:mad:
Zughilfen verdecken aber imo nur die Problematik. Der korrekte
Kreuzgriff ist gar nicht so einfach. Mir hilft das "Zuschrauben" des Griffes
und exakte Positionierung der Stange in der Hand. Ich schau mal ob ich ein Bild davon finde.

De$tinyFi$h
24-06-2010, 09:50
Von tiefen KB halte ich gar nichts. Da potentiert sich der Druck aufs Knie um ein vielfaches. Da existiert auch kein reduzierender Muskelzug.Eine maximale Kniebeugung von 90 Grad sollte ausreichen. Die Knie dankens dir.


Ich meine auf der Seite vom Herr Moosburger gibt es einen Artikel, in dem klar steht, dass tiefe Kniebeuge nicht schädlicher sind für das Knie, im gegenteil. Bei den 90° verharrt das Knie reicht lange in der Position (abbremsen und in andere Richtung beschleunigen). Dabei treten Scherkräfte auf, die für das Knie weitaus schädlicher sind.

Also, Ass to the grass :cool:

Mars
24-06-2010, 09:58
Ich meine auf der Seite vom Herr Moosburger gibt es einen Artikel, in dem klar steht, dass tiefe Kniebeuge nicht schädlicher sind für das Knie, im gegenteil. Bei den 90° verharrt das Knie reicht lange in der Position (abbremsen und in andere Richtung beschleunigen). Dabei treten Scherkräfte auf, die für das Knie weitaus schädlicher sind.

Also, Ass to the grass :cool:

http://www.dr-moosburger.at/pub/pub036.pdf

paka
24-06-2010, 10:17
Von tiefen KB halte ich gar nichts. Da potentiert sich der Druck aufs Knie um ein vielfaches. Da existiert auch kein reduzierender Muskelzug.Eine maximale Kniebeugung von 90 Grad sollte ausreichen. Die Knie dankens dir.

Du glaubst nicht wieviele Sportler sich schon in jungen Jahren ihre Knie durch falsches Training schrotten. Gibt immer mehr junge Sportler mit Knieprothese und dann ist Ende mit Kampfsport.



Genau das ermüdet bei mir als erstes bei KH. Nervt.:mad:
Zughilfen verdecken aber imo nur die Problematik. Der korrekte
Kreuzgriff ist gar nicht so einfach. Mir hilft das "Zuschrauben" des Griffes
und exakte Positionierung der Stange in der Hand. Ich schau mal ob ich ein Bild davon finde.

In Rippetoes Buch steht auch dass 90 Grad Pfui fürs Knie sind

Knud
25-06-2010, 23:10
das die 90° kniebeuge optimal, bzw. die tiefe beuge schädlich ist, ist eine der vielen myten die sich rund um den kraftsport und bodybuildingbereich etabliert haben und hartnäckig halten. wie bereits richtig erwähnt und verlinkt, ist es für das knie eine größere belastung genau bei 90° die bewegung abzubremsen, weil es dadurch zu einem bremskraftstoß kommt, der dann ebend genau in dem moment, in dem das verhältnis aus lastarm und kraftarm am ungünstigen ist, wirkt.
auch den patellasehenanpressdruck, der in der tiefen beuge etwas erhöht ist, kann man getrost außer acht lassen. niemand möchte ja eine stunde oder länger in der tiefen beuge verharren... dann würde es in der tat zu mangelversorgungen des hyalinen knorpel kommen können, wobei dies dann wahrscheinlich das kleinere problem darstellen dürfte:D
worauf man bei der tiefen beuge natürlich achten muss ist, dass man nicht "in den gelenken hängt", also die bewegung durch die passiven strukturen abbremsen lässt, sondern die bewegung aktiv durch die arbeitende muskulatur abbremst. das gilt aber für alle übungen.

Schnueffler
26-06-2010, 23:15
Kenne es auch nur so:
Genau 90Grad = bah!!!

Luggage
28-06-2010, 16:47
Ja, genau 90° taugt nix, ganz runter oder etwas drüber bleiben. Ich schaffe übrigens auch erheblich mehr Gewicht bei Kniebeugen, als beim KH, ka warum. Vllt ist mein Rücken zu schwach, oder die Technik/Innervation hakt... weiß es nicht. Jedenfalls konnte ich es nie persönlich nachvollziehen, dass KH als die Übung überhaupt gilt, bei der man das meiste Gewicht bewegen können soll.

hand-werker
29-06-2010, 17:01
+ 1