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Vollständige Version anzeigen : Müsli/Vollkorn brot



Pauz
07-09-2010, 19:54
Hallo ich habe nicht viel ahnung von ernährung, aber mir ist aufgefallen, dass in den ernährungsplänen und hinweisen, die ich mit der suchfunktion gefunden habe, eigentlich immer morgens müsli oder vollkornbrot gegessen wird. ist vom verzehr am abend abzuraten? wenn ja, warum?

3L9O
07-09-2010, 20:10
nein

Chickenlipper
07-09-2010, 20:27
Brot und Müsli sind stark kohlenhydrathaltig, was in den meisten Diäten abends nicht erwünscht ist; dagegen spricht aber sonst nichts.

Pauz
07-09-2010, 20:35
diät mache ich ja nicht :-) fördert es denn massezunahme oder nur fettzunahme (jaja ist ja auch massezunahme, bloß keine muskeln) oder hat es sonst gar keine auswirkungen?

für morgens habe ich grad gefunden wird müsli ja empfohlen..

iYork
07-09-2010, 21:26
morgens komplexe, langsam verdauliche kohlenhydrate, die über den tagesverlauf energie liefern
abends/nach dem training schnell verdauliche, die sofort kohlenhydratspeicher aufladen. hoher gi ist hierbei wichtig. reis z.b.

siehe ernährungs faq

Chickenlipper
07-09-2010, 21:41
Jede systematische, zielgerichtete Ernährung bezeichnet man als Diät.
Also auch wenn Du den nächsten Darmwindbattle mit Deinen Kumpels gewinnen möchtest und deshalb nur noch Mexiko-Topf mit gedünsteten Zwiebeln und literweise Hefeweizen zu Dir nimmst - ja, dann bist Du auch auf Diät.
Meistens wollen die Menschen aber durch eine Diät abnehmen, daher dieses Missverständnis.

Kurz:
Abends keine Kohlenhydrate, weil nicht verbrauchte Kohlenhydrate nachts in Fett umgewandelt und eingelagert werden. Der Baustoff, aus dem die Muskeln sind, sind Proteine bzw. deren Bausteine, die Aminosäuren, die selbst aber wenig energiereich sind.
Da gibt es aber 13458 verschiedene Diäten um Kraft oder Masse oder Muskeln, mit und ohne Definiton, aufzubauen. Frag mal 7 Leute, Du wirst 13 Meinungen bekommen.

Fazit:
Du wirst nicht umhinkommen, Dich selbst mal ein wenig mit Sportlerernährung zu beschäftigen, oder Du musst Dir dieses Wissen teuer einkaufen.
Freies Materal gibt es dazu aber massenhaft!

Gruß

Butterbrot
07-09-2010, 22:19
Abends keine Kohlenhydrate, weil nicht verbrauchte Kohlenhydrate nachts in Fett umgewandelt und eingelagert werden.

Tags nicht verbrauchte Kohlenhydrate genauso.
1g Kohlenhydrate hat über den ganzen Tag über die gleichen Kalorien.
Ob ich jetzt tagsüber nichts esse und das so erzeugte Kaloriendefizit durch abendliche Kohlenhydrate ausgleiche oder tagsüber Kohlenhydrate esse und abends nichts, kommt auf's gleiche hinaus (beides natürlich nicht optimal, das bezieht sich jetzt lediglich auf die Kalorien).

Pauz
07-09-2010, 22:33
ok , hat schon einiges erklärt und einiges habe ich auch, wie von euch empfohlen, im internet oder anderen beiträgen herausfinden können.

danke für die antworten!

Chickenlipper
07-09-2010, 22:39
Tags nicht verbrauchte Kohlenhydrate genauso.
1g Kohlenhydrate hat über den ganzen Tag über die gleichen Kalorien.
Ob ich jetzt tagsüber nichts esse und das so erzeugte Kaloriendefizit durch abendliche Kohlenhydrate ausgleiche oder tagsüber Kohlenhydrate esse und abends nichts, kommt auf's gleiche hinaus (beides natürlich nicht optimal, das bezieht sich jetzt lediglich auf die Kalorien).


Auf die Energiebilanz abgestellt ist das natürlich richtig.

Trotzdem ist es natürlich günstiger, die Kohlenhydrate tagsüber zu sich zu nehmen und sich den Speicher gegen Abend leeren zu lassen, da der Grundumsatz tagsüber natürlich wesentlich höher ist, als während des Schlafens.

Wer sich kurz vor dem Schlafengehen unbedingt noch eine Packung Frosties und ein Weizen reinziehen muss, dem muss klar sein, dass das sofort auf die Hüften geht.

Mars
08-09-2010, 06:12
Auf die Energiebilanz abgestellt ist das natürlich richtig.

Trotzdem ist es natürlich günstiger, die Kohlenhydrate tagsüber zu sich zu nehmen und sich den Speicher gegen Abend leeren zu lassen, da der Grundumsatz tagsüber natürlich wesentlich höher ist, als während des Schlafens.

Wer sich kurz vor dem Schlafengehen unbedingt noch eine Packung Frosties und ein Weizen reinziehen muss, dem muss klar sein, dass das sofort auf die Hüften geht.

Du verwechselst (wie so manche User schon vor Dir) freie Fettsäuren im Blut mit Körperfett. Solange die Energiebilanz nicht positiv ist, werden die aus Khs umgewandelten Fettsäuren im Blut kreisen, bis sie verbraucht werden.
Bei positiver Energiebilanz werden die freien Fettsäuren im Blut (egal ob sie direkt von Nahrungsfett (Öl, Butter, etc.) kommen oder ob sie von Khs umgewandelt wurden) in die Körperfettzellen wandern.

Und dieser Prozess ist tageszeitunabhängig.
Also ist es vollkommen egal, wann man seine Khs oder Proteine zu sich nimmt.
Außer rund um das Training (Khs zur Regeneration).

Chickenlipper
08-09-2010, 06:43
Du verwechselst (wie so manche User schon vor Dir) freie Fettsäuren im Blut mit Körperfett. Solange die Energiebilanz nicht positiv ist, werden die aus Khs umgewandelten Fettsäuren im Blut kreisen, bis sie verbraucht werden.
Bei positiver Energiebilanz werden die freien Fettsäuren im Blut (egal ob sie direkt von Nahrungsfett (Öl, Butter, etc.) kommen oder ob sie von Khs umgewandelt wurden) in die Körperfettzellen wandern.

Und dieser Prozess ist tageszeitunabhängig.
Also ist es vollkommen egal, wann man seine Khs oder Proteine zu sich nimmt.
Außer rund um das Training (Khs zur Regeneration).


Ohne weiter darüber nachzudenken, da ich noch keinen Kaffee hatte, interessieren mich dann folgender Extremfall:

Wenn die Gesamtenergiebilanz des Körpers dauerhaft negativ bleibt, jedoch gleichzeitig eine diese nicht deckende Menge an KH aufgenommen wird, reichern sich diese Fettsäuren dann trotzdem im Blut an, bis einem nur noch Olivenöl durch die Adern fließt? Ist der relative Gehalt an prozentualen Fettsäuren im Blut mit einem Maximalwert belegt? Wenn ja, wohin "gingen" dann überschüssige KH? Je nach Antwort gäbe es da weitere Implikationen.


Kannst Du mich da an eine seriöse Quelle verweisen? Nix Populärwissenschaftliches, darf ruhig biochemielastig mit belastbarer Methodik sein.

Danke

Mars
08-09-2010, 08:39
Ohne weiter darüber nachzudenken, da ich noch keinen Kaffee hatte, interessieren mich dann folgender Extremfall:

Wenn die Gesamtenergiebilanz des Körpers dauerhaft negativ bleibt, jedoch gleichzeitig eine diese nicht deckende Menge an KH aufgenommen wird, reichern sich diese Fettsäuren dann trotzdem im Blut an, bis einem nur noch Olivenöl durch die Adern fließt?






Was an Khs nicht unmittelbar oder mittelfristig für körperliche Aktivität, Nerven, Organe, etc. verwendet wird, wird für den späteren Gebrauch in freie Fettsäuren verwandelt, um später wieder verwendet zu werden. Wenn die EB negativ ist, werden diese Fettsäuren restlos verbraucht. Dieser Prozess findet praktisch dauernd statt. Eine statische "Sättigung" gibt es in diesem Sinne gar nicht.


Ist der relative Gehalt an prozentualen Fettsäuren im Blut mit einem Maximalwert belegt? Wenn ja, wohin "gingen" dann überschüssige KH?
Ich bin mir unsicher, ob ich Deine Frage verstehe. Kannst Du sie bitte anders formulieren/ präzisieren?




Kannst Du mich da an eine seriöse Quelle verweisen? Nix Populärwissenschaftliches, darf ruhig biochemielastig mit belastbarer Methodik sein.


Meine Grundlagen sind hier v.a. meine Aufzeichnungen aus Univorlesungen und Gesprächen mit Ernährungs- und Sportmedizinern.
Irgendwo habe ich noch ein Literaturverzeichnis rumfliegen (Chaos regiert, sorry).
Links traue ich nicht weiter, als ich eine Waschmaschine werfen kann.

Chickenlipper
08-09-2010, 10:08
Was an Khs nicht unmittelbar oder mittelfristig für körperliche Aktivität, Nerven, Organe, etc. verwendet wird, wird für den späteren Gebrauch in freie Fettsäuren verwandelt, um später wieder verwendet zu werden. Wenn die EB negativ ist, werden diese Fettsäuren restlos verbraucht. Dieser Prozess findet praktisch dauernd statt. Eine statische "Sättigung" gibt es in diesem Sinne gar nicht.

Ich bin mir unsicher, ob ich Deine Frage verstehe. Kannst Du sie bitte anders formulieren/ präzisieren?




Meine Grundlagen sind hier v.a. meine Aufzeichnungen aus Univorlesungen und Gesprächen mit Ernährungs- und Sportmedizinern.
Irgendwo habe ich noch ein Literaturverzeichnis rumfliegen (Chaos regiert, sorry).
Links traue ich nicht weiter, als ich eine Waschmaschine werfen kann.



Im Prinzip nur die Frage, wie hoch der maximale Massegehalt an freien Fettsäuren im Blut liegen kann. Bei 80% sicher nicht, deswegen auch die Anpielung auf das Olivenöl in den Adern :D
Wenn also der Körper den Maximalgehalt auf, sagen wir mal 3% maximal einregelt, wohin gingen ab diesem erreichten Wert weitere Fettsäuren? Würden die eingelagert?

Ich bin kein Mediziner, noch Sport/Ernährungswissenschaftler, noch Molekularbiologe o.ä., sondern komme aus eine anderen Ecke der Naturwissenschaften, wo man sich immer gleich die Fragen nach den Grenzen von Modellen stellt, deshalb die Fragen!
Wenn Du vom Fach bist, lerne ich gerne!

P.S. Das hat nichts mehr mit der ursprünglichen Fragestellung des Eröffners zu tun, fällt mir so auf.

Gruß

Pauz
08-09-2010, 10:15
....ist aber kein problem, ich lese interessiert mit ;-)

Mars
08-09-2010, 10:45
....ist aber kein problem, ich lese interessiert mit ;-)

Danke. Auch Moderatoren sind offtopic-anfällig;)


@chickenlipper
Da kommt wieder die Energiebilanz (Leistungsumsatz im Verhältnis zur aufgenommen Nahrung) ins Spiel. Wenn sie negativ ist, sind die Fettsäuren im Blut verbraucht, bevor irgendetwas eingelagert wird. Natürlich kommen durch die Ernährung und die Fettspeicher immer wieder FS nach. Und Khs werden auch aus der Leber (dort gespeichert) abgegeben, wenn es über die Nahrung nicht zu Nachschub kommt.

Ist die Energiebilanz dagegen positiv, landen alle freien Fettsäuren im "Ranzen." Stammen sie aus Nahrungsfett, muss der Körper nichts umwandeln und kann sie gleich "einlagern". Das ist am wenigsten aufwändig für den Körper. Khs müssen dagegen erst umgewandelt werden (vorher schaut der Körper nach, ob er sie nicht in der Leber oder in den Muskeln lagert, um sie bei Bedarf abzurufen. Sportler haben da einen Vorteil, weil ihre Speicher größer sind als bei "Normalos") und die so entstandnen Fettsäuren werden erst einmal dem aktuellen Bedarf "angeboten." Wenn die EB aber positiv ist, kann der Körper sie in die Fettspeicher schicken.

Im Übrigen werden auch Proteine, die bei positiver EB nicht verbraucht werden, ins Fettdepot geschickt.

F3NR1R
08-09-2010, 10:52
Sportler haben da einen Vorteil, weil ihre Speicher größer sind als bei "Normalos") und ...

Wegen den größeren Muskeln,also je größer die Muskeln desto größer die Speicher ?

Franz
08-09-2010, 11:06
ja aber bitte nicht überschätzen.
Die Gesamtmenge aller Speicher liegt im Durchschnitt bei ca. 150g

Mars
08-09-2010, 12:26
Wegen den größeren Muskeln,also je größer die Muskeln desto größer die Speicher ?

Jein. Die Muskeln müssen schon entsprechend trainiert werden (Intensität und Umfang).
Natürlich brauchen größere Muskeln auch größere Speicher. Aber wenn sie nicht dazu animiert werden, ihre Speicher zu nutzen, werden sie mickrig bleiben.
Jemand der nicht trainiert, wird keinen nennenswerten Mengen KHs speichern.

Wie Franz schon schrieb, ist diese Menge nicht so berauschend. Ich würde mit Blick auf den Körperfettanteil nicht so viel erwarten.

bluemonkey
08-09-2010, 15:15
Du verwechselst (wie so manche User schon vor Dir) freie Fettsäuren im Blut mit Körperfett. Solange die Energiebilanz nicht positiv ist, werden die aus Khs umgewandelten Fettsäuren im Blut kreisen, bis sie verbraucht werden.

Ach?

und aus welchem Grund sollte der Körper bei einer nicht positiven Energiebilanz Kohlenhydrate in Fettsäuren umwandeln, die dann im Blut kreisen?

Mars
08-09-2010, 17:50
Ach?

und aus welchem Grund sollte der Körper bei einer nicht positiven Energiebilanz Kohlenhydrate in Fettsäuren umwandeln, die dann im Blut kreisen?

Weil er sie zur Zeit nicht benötigt und später verbrauchen will/ muss.

bluemonkey
08-09-2010, 18:27
Weil er sie zur Zeit nicht benötigt und später verbrauchen will/ muss.

Wenn die Energiebilanz momentan nicht positiv ist, dann braucht er sie doch?

lennska
08-09-2010, 20:52
Wenn die Energiebilanz momentan nicht positiv ist, dann braucht er sie doch?

und ich dachte schon ich bin total bescheuert :D

C-MO
08-09-2010, 20:56
Hallo ich habe nicht viel ahnung von ernährung, aber mir ist aufgefallen, dass in den ernährungsplänen und hinweisen, die ich mit der suchfunktion gefunden habe, eigentlich immer morgens müsli oder vollkornbrot gegessen wird. ist vom verzehr am abend abzuraten? wenn ja, warum?

man sollte am besten 3-4 stunden vorm schlafen keine kohlenhydrate zu sich nehmen ....vorallem wenn man abnehmen will .......es ist am besten wenn man morgens - mittags kohlenhydratreich isst und abends kohlenhydratarm und eiweisreich

Mars
09-09-2010, 05:49
Wenn die Energiebilanz momentan nicht positiv ist, dann braucht er sie doch?

Jetzt wird es komplizierter:
Mit "negativer EB" meinte ich bisher, dass man über mehrere Wochen/ Monate hinweg betrachtet mehr verbraucht als aufnimmt.
Sobald man nun etwas isst, ist die EB in diesem Moment positiv. Der Körper kann ja nicht alle kcal auf einen Schlag verbrauchen. Daher werden KHs (ich bleibe jetzt bei dem hier diskutierten Fall der KHs) für den späteren Gebrauch im Blut in freie Fettsäuren umgebaut. Es werden auch Fettsäuren (nicht essentielle), die der Körper für seine Stoffwechselprozesse braucht. Die Fettsäuren werden dann zu einem Zeitpunkt, an dem die EB wieder ins Negative gerät (bei einer Diät sollten diese Zeitabschnitte natürlich überwiegen;)), verbraucht. Es wir also kein zusätzliches Körperfett aufgebaut.
Ich hoffe, das ist soweit verständlich.