Vollständige Version anzeigen : wie realistisch ist das?
Hallo,
wie einige wissen bin ich ja ein Ju Jutsu Neuling.
Was mich mal interessieren würde:
Im Prüfungsprogramm Gelb gibt es z.B. die Technik Passivblock am Kopf.
Die halte ich soweit für praktikabel, aber nur als 2te Wahl gegenüber einem Aktivblock.
Was mich aber vor allem stört, ist, dass verlangt wird eine weiterführende Technik zu machen. dabei wird vorrausgesetzt, dass der angreifer seinen schlaghand am block läßt bis ich in aller ruhe nach der hand greifen kann.
normalerweise würde doch keiner seine faust stehen lassen,oder??
somit halte ich diese und auch andere techniker ähnlicher art für schwachsinnig..so schnell kann doch keiner reagieren und die hand halten...und wenn doch weil er peter parker heißt, kann er auch nen aktivblock machen...den ich sicherer finde...
seh ich das alleine so?
Dextrous
03-11-2011, 10:55
Ist es nicht eher, der Sinn der Prüfungen Techniken und ihre Abläufe "ersteinmal" zu erlernen, grad in den Anfangsgraden bzw. Gürteln?
Du stehst noch am Anfang und musst dir deiner Bewegungen nd Techniken erst bewusst werden. Umsetzung ist da immer eine andere Schiene gegenüber den Prüfungen...
Ist es nicht eher, der Sinn der Prüfungen Techniken und ihre Abläufe "ersteinmal" zu erlernen, grad in den Anfangsgraden bzw. Gürteln?
Du stehst noch am Anfang und musst dir deiner Bewegungen nd Techniken erst bewusst werden. Umsetzung ist da immer eine andere Schiene gegenüber den Prüfungen...
stimmt wohl...vielleicht sehe ich das einfach aus einer anderen warte, da ich andere kampkünste vorher gemacht habe...ich sehe mich da technisch und gedanklich etwas weiter und muss irgendwie immer zurückdenken...bzw. mich in die lage eines absoluten anfängers versetzen...ein angehender schwarzgurt bei uns meint auch immer ich solle einfachere techniken machen. man erwartet vom gelbgurt weniger. die prüfer könnten, wenn ich zuviel mache evetuell denken ich wollte protzen. das könnte dazu führen, dass ich richtig auseinander genommen werde und ganz krasses zeug erwartet wird...
Asahibier
03-11-2011, 11:53
Niemand außer den Uke im Kampfsport lässt seine Faust/Hand stehen und wartet bis ich meinen Hebel habe.
Es muss immer in der Bewegung geschehen!
Selbst bei einer Schockaktion ist der Reflex jedes Menschen seine Gliedmaßen wieder zu sich zu holen, da hat parkende Faust nix mit Übung vor Umsetzung zu tun.
Teste es mit Laien, lass Dich von ihnen am Kragen packen und dann petze sie fest in das weiche Rippenfleisch unter der Achsel,
- 9 von 10 Leuten werden loslassen, ihren Körper etwas kleiner machen und instinktiv dahin greifen wo es weh tut. Nimm für jeden einen Schokobon als Entschuldigung mit :D
Was trainierst Du denn genau?
Mein Tipp rede mit Deinem Trainer, demonstriere es mit einem Schüler indem Du angreifst und die Faust zurückziehst und bilde Dir eine Meinung.
Aber nur über Ferndiagnose fällt es uns auch schwer Dir zu helfen, vielleicht kannst Du das ganze etwas detaillierter beschreiben...
max.warp67
03-11-2011, 12:14
Der Passivblock ist doch eine prima Schutzreaktion in der nahen Distanz. Weiterführende Techniken machen auch Sinn, kein Gegner wird nach dem geblockten Schlag aufhören sondern Dich weiter attackieren. Also solltest Du logischerweise nach dem Block weitere Techniken machen können um das zu verhindern. Das der Angreifer den Schlagarm zurückzieht ist doch normal, es gibt allerdings massenhaft Kombinationsmöglichkeiten ohne gerade diesen Arm ;)
DerLenny
03-11-2011, 12:26
Im Prüfungsprogramm Gelb gibt es z.B. die Technik Passivblock am Kopf.
Die halte ich soweit für praktikabel, aber nur als 2te Wahl gegenüber einem Aktivblock.
Was mich aber vor allem stört, ist, dass verlangt wird eine weiterführende Technik zu machen. dabei wird vorrausgesetzt, dass der angreifer seinen schlaghand am block läßt bis ich in aller ruhe nach der hand greifen kann.
Der Passivblock gegen Schläge zum Kopf ist sinnig. Insbesondere wenn du sie ala Crazy Monkey Defense machst:
http://www.youtube.com/results?search_query=crazy+monkey+defense&aq=f
Was die Folgetechnik angeht: Geh nicht davon aus, dass der Angreifer den Arm stehen lässt. Denn das wird er nicht tun.
Evtl. hat dir dein Trainer eine Kombination gezeigt in der er davon ausgeht. Das bedeutet aber nicht, dass du dies auch in der Prüfung so machen musst. Und schon gar nicht, dass dies in der Prüfung verlangt wird ;)
Laut PO musst du die passiven Blöcke in Kombination zeigen.
Was du kombinierst liegt bei Dir.
Es sei denn, dein Trainer verlangt von allen die gleichen Techniken. Wenn dem so ist, dann frage ihn, warum er davon ausgeht, dass der Arm stehen bleibt.
der passiv-block ist eine notfalllösung.
eigentlich ausweichen - destruction/gunting - aktiv-block - passiv-block - körperdrehung (damit der schlag nicht im günstigen winkel in deinem körper landet) - starker muskeltonus - nehmerfähigkeiten (kombinationen sind möglich und erwünscht :)).
auch bedeutet der passiv-block nicht, dass angreifer oder verteidiger stehen bleiben. kombiniere deinen pb mit atemis, um deinen gegner zu beschäftigen und erarbeite dir die möglichkeit ihn zu fassen, während dich deine schrittarbeit (evtl über´s winkeln) näher an den angreifer bringt ;).
dann wird´s auch wieder realistischer ;).
und ja - für die prüfung ist weniger mehr. muss ich mir auch immer von einem freund sagen lassen:o. klare einfache techniken (damit der prüfer sieht, was du machst) am besten im stil den der prüfer gerne hat (damit du sympathiepunkte erhälst ;)). problem ist natürlich zu wissen, welchen stil der prüfer will ;).
amasbaal
03-11-2011, 12:31
Passivblock am Kopf....
...nur 2te Wahl gegenüber einem Aktivblock.
normalerweise würde doch keiner seine faust stehen lassen...
...halte ... diese und auch andere techniker ähnlicher art für schwachsinnig
aktivblöcke halte ich in einem offenen schlagabtausch für extrem gefährlich. sie schaffen nur lücken (alte regel: "space is a killer!"). wenn schon dann keine blöcke, sondern guntings (schläge gegen die angreifenden gliedmaßen, die sie beschädigen.... was aber erst recht zu ner rückzugsbewegung führt und auch führen SOLL, da dadurch lücken beim gegner entstehen).
passive deckung ist im überraschungsmoment und in einigensituationen beim offenen schlagabtausch sicher gut.
am besten: meidbewegungen und "mitschlagen" in die lücken.
klar lässt niemand "in echt" den arm stehen. aber was willst du? einen hebel in seiner mechanik lernen und perfektionieren? dann SOLL der arm bitte stehenbleiben, damit ich erst mal den hebel lernen kann, ohne dabei auch noch zusätzliche taktische finessen lernen zu müssen, mit denen ich den arm in der rückzugsbewegung folge und catche/blockiere, um dann erst zu irgendetwas anderem anzusetzen.
trockenübungen sind immer reduziert.
zwischen derartigen trockenübungen und "realistischeren" übungsformen mit widerstand und viel "bewegung" liegt noch ne ganze menge training.
allerdings sollte jeder gute trainer immer wieder auf den unterschied zwischen übungsform x, y und z und freier kampfanwendung hinweisen.
gerade im juju hab ich zu viele leute gesehen, die allen ernstes glaubten, sie könnten sich nun verteidigen, weil sie zb. nen kipphandhebel ansetzen konnten - am passiven partner, der auch noch die hand hingehalten hat und sich von einem wischer durch die luft (lichtjahre vom "zielobjekt" entfernt) hat "schocken" lassen :o
Es sei denn, dein Trainer verlangt von allen die gleichen Techniken. Wenn dem so ist, dann frage ihn, warum er davon ausgeht, dass der Arm stehen bleibt.
er sagt das ja, dass der Arm nicht stehenbleibt...soweit ist ihm das ja klar..aber in der Prüfung werden solche techniken erwartet..
DerLenny
03-11-2011, 13:14
Ok, schaun mer mal.
Simple Kombi für Gelb.
Angriff: Schwinger rechts.
Abwehr:
- Schritt nach 2 Uhr mit "Doppeldeckung"
- Aus der Deckung raus direkt mit 2 Hammerfäusten (oder Handballenschlägen) zum Kinn, Schlüsselbein, Kraftrichtung 45 Grad nach unten
- mit dem linken Bein an seinem rechten vorbei
- entweder Körperabbiegen oder Beinsteller
- Schluss oder bei Wunsch des Prüfers/ Trainers noch was nachlegen.
Ist auch nicht wirklich realistisch, ist aber ne gute Ausgangslage sollte mögliche Konter minimieren, lässt sich schnell durchziehen und der passiv Block wird genutzt.
Wenn ihr den passiv Block mit nem Armhebel kombinieren müsst/ sollt, dann müsste man das leicht abändern...
Schnueffler
03-11-2011, 21:30
Der Passivblock ist doch eine prima Schutzreaktion in der nahen Distanz. Weiterführende Techniken machen auch Sinn, kein Gegner wird nach dem geblockten Schlag aufhören sondern Dich weiter attackieren. Also solltest Du logischerweise nach dem Block weitere Techniken machen können um das zu verhindern. Das der Angreifer den Schlagarm zurückzieht ist doch normal, es gibt allerdings massenhaft Kombinationsmöglichkeiten ohne gerade diesen Arm ;)
Oder du gehtsnach dem Block nach vorn unter Einsatz deiner "Waffen" und holst dir denn den Arm.
Ir-khaim
03-11-2011, 21:44
klar lässt niemand "in echt" den arm stehen. aber was willst du? einen hebel in seiner mechanik lernen und perfektionieren? dann SOLL der arm bitte stehenbleiben, damit ich erst mal den hebel lernen kann, ohne dabei auch noch zusätzliche taktische finessen lernen zu müssen, mit denen ich den arm in der rückzugsbewegung folge und catche/blockiere, um dann erst zu irgendetwas anderem anzusetzen.
trockenübungen sind immer reduziert.
zwischen derartigen trockenübungen und "realistischeren" übungsformen mit widerstand und viel "bewegung" liegt noch ne ganze menge training.
Da hast Du zwar Recht, aber ich halte es trotzdem für sinnvoller, dem Hebel direkt ein sinnvolles setup mitzugeben.
Mag auch daran liegen, dass ich den traurigen Fall erlebt habe, dass im Stadium des "Mechanik Lernens" stehen geblieben wird.
Oder meinst Du, das überfordert am Anfang? Im Grappling funktionierts gut so, aber ist natürlich auch klientelabhängig.
Schnueffler
03-11-2011, 22:30
Oder meinst Du, das überfordert am Anfang? Im Grappling funktionierts gut so, aber ist natürlich auch klientelabhängig.
Eher eine Frage des Trainers.
Ir-khaim
04-11-2011, 07:55
Kannst Du näher erläutern, was Du meinst?
DerLenny
04-11-2011, 08:01
Wenn der Trainer entsprechende Übungsformen kennt und kann, kann er sie vermitteln.
Wenn der Trainer in "Block-Schock-Hebel/Wurf" Kategorien denkt, dann wird er es auch nicht vermitteln können.
Wenn der Trainer in "Block-Schock-Hebel/Wurf" Kategorien denkt, dann wird er es auch nicht vermitteln können.
Genau das scheint beim JJ die Regel zu sein. Ich finde ja für den Anfang ist die Mehtode gar nicht mal so schlecht um die Anatomie ienes Hebels kennen zu lernen, nur später sollte man das mit etwas mehr Wiederstand, als das der Angreifer den Arm wieder zurückzieht machen. Nur ob das im JJ so gemacht wird, oder ob selbst Fortgeschrittene bei diesem anfänglichen Stadium verbleiben kann ich nicht sagen. Bedauerlich wäre es auf jeden Fall, weil man die Schüler so in falscher Sicherheit wiegt, und wie wirklich glauben sie könnten einen schlagenden Art so leicht packen und ann hebeln..
DerLenny
04-11-2011, 08:47
Hängt vom Training ab.
Theoretisch sollte es von Anfang an drin sein, beginnt mit "Wechsel von Streck- zu Beugehebel und andersrum".
Manche machen das nur als Isolationsübung, andere bauen das recht früh schon als "Was wäre wenn"-Situation ein.
JJ ist, was der Trainer draus macht.
Segen und Fluch des JJ.
Quickkick
04-11-2011, 09:03
Hallo,
wie einige wissen bin ich ja ein Ju Jutsu Neuling.
Was mich mal interessieren würde:
Im Prüfungsprogramm Gelb gibt es z.B. die Technik Passivblock am Kopf.
Die halte ich soweit für praktikabel, aber nur als 2te Wahl gegenüber einem Aktivblock.
Also wenn Du Dir mal einen guten Boxkampf genauer anschaust, wirst Du kaum einen Aktivblock im Sinne dessen, was ich bisher aus der Ju Jutsu-Ecke als "Aktivblock" gesehen habe, sehen. Dafür aber durchaus und in schöner Regelmäßigkeit "Passivblöcke".
Aktivblöcke sind mMn maßlos überschätze Techniken. Schau Dir bspw. auch mal Karate oder Taekwon-Do an: In den Formen (Kata/ Tul/ Hyong) siehst Du endlos viele Aktivblöcke, im Sparring sehr, sehr selten mal einen! Warum wohl?
Ich gebe amasbaal recht…
aktivblöcke halte ich in einem offenen schlagabtausch für extrem gefährlich. sie schaffen nur lücken (alte regel: "space is a killer!"). wenn schon dann keine blöcke, sondern guntings (schläge gegen die angreifenden gliedmaßen, die sie beschädigen.... was aber erst recht zu ner rückzugsbewegung führt und auch führen SOLL, da dadurch lücken beim gegner entstehen).
passive deckung ist im überraschungsmoment und in einigensituationen beim offenen schlagabtausch sicher gut.
am besten: meidbewegungen und "mitschlagen" in die lücken.
…und würde ergänzen, dass Guntings gegen bspw. einen guten (Kick-)Boxer sehr, sehr schwierig sind, weil Du dafür ein mördermäßig gutes Timing und eine Wahnsinnsreaktion brauchst – und dann hat man sich immer noch den oben erwähnten Nachteil mit den offenen Lücken eingehandelt. Das Gleiche gilt für Aktivblöcke.
Was mich aber vor allem stört, ist, dass verlangt wird eine weiterführende Technik zu machen. dabei wird vorrausgesetzt, dass der angreifer seinen schlaghand am block läßt bis ich in aller ruhe nach der hand greifen kann.
Wieso muss ich für eine weiterführende Technik die Hand greifen???
In der Distanz bieten sich bspw. (kick-)boxerische Konter an; daneben evtl. - je nach Angriffssituation - ein schöner Single- oder Double-Leg-Takedown oder, oder, oder!
Ist das so ein Prüfungsordnungs-Ding, dass man unbedingt irgendwie hebeln oder werfen muss???
DerLenny
04-11-2011, 09:07
Ist das so ein Prüfungsordnungs-Ding, dass man unbedingt irgendwie hebeln oder werfen muss???
Nein.
Schnueffler
04-11-2011, 09:56
Wenn der Trainer entsprechende Übungsformen kennt und kann, kann er sie vermitteln.
Wenn der Trainer in "Block-Schock-Hebel/Wurf" Kategorien denkt, dann wird er es auch nicht vermitteln können.
Hängt vom Training ab.
Theoretisch sollte es von Anfang an drin sein, beginnt mit "Wechsel von Streck- zu Beugehebel und andersrum".
Manche machen das nur als Isolationsübung, andere bauen das recht früh schon als "Was wäre wenn"-Situation ein.
JJ ist, was der Trainer draus macht.
Segen und Fluch des JJ.
So war es gemeint!
...
Im Prüfungsprogramm Gelb gibt es z.B. die Technik Passivblock am Kopf.
Die halte ich soweit für praktikabel, aber nur als 2te Wahl gegenüber einem Aktivblock.
Was mich aber vor allem stört, ist, dass verlangt wird eine weiterführende Technik zu machen. dabei wird vorrausgesetzt, dass der angreifer seinen schlaghand am block läßt bis ich in aller ruhe nach der hand greifen kann.
...
Ich denke du gehst falsch an die Sache heran. Für eine weiterführende Technik ist es nicht zwingend notwendig, die Hand des Gegners zu greifen. (Oder wird das bei euch so verlangt ? )
Wenn du so nah am Gegner stehst, dass sich ein Passivblock mehr anbietet als ein Aktivblock, dann solltest du auch mit Techniken arbeiten, die dir nah am Gegner mehr Vorteile bringen.
Beispielsweise könntest du nach dem Block in den Gegner hinein gleiten, ihn an der Schulter / Revers / Oberarm etc. greifen und mit O Soto Otoshi etc. werfen. Dann ist es auch völlig egal, ob der Gegner seinen Arm zurück zieht oder nicht. Oder brauchst du den Arm für was spezielles?
Solltest du den Arm explizit benötigen, kannst du auch folgendes probieren. Nach dem Block in den Gegner hinein gleiten (notfalls mit der anderen Hand schocken). Den angreifenden Arm am Oberarm und Körper blockieren (dann weißt du wo der Arm ist). Umgreifen zum Beispiel zur Hand/ zum Unterarm und dann einen Hebel ansetzen.
Nur so als Beispiel. Ich hoffe ihr versteht was ich meine. :D
Lars´n Roll
04-11-2011, 10:02
Was mich aber vor allem stört, ist, dass verlangt wird eine weiterführende Technik zu machen. dabei wird vorrausgesetzt, dass der angreifer seinen schlaghand am block läßt bis ich in aller ruhe nach der hand greifen kann.
normalerweise würde doch keiner seine faust stehen lassen,oder??
somit halte ich diese und auch andere techniker ähnlicher art für schwachsinnig..so schnell kann doch keiner reagieren und die hand halten...und wenn doch weil er peter parker heißt, kann er auch nen aktivblock machen...den ich sicherer finde...
seh ich das alleine so?
Nein, da bist Du nicht allein und ja, es ist unrealistischer Unsinn. Derartiges ist mir neulich erst wieder bewußt geworden, beim Crosstraining mit JuJutsu Leuten.
Schade eigentlich, das System an sich hat alles was man braucht. Und in Schulen, in denen die Leute a´la Allkampf trainieren, wirst Du so nen WT-artigen Unfug wohl auch nicht vorgesetzt bekommen, sowas halten nur Trockenschwimmer für praktikabel.
Asahibier
04-11-2011, 12:23
Nein, da bist Du nicht allein und ja, es ist unrealistischer Unsinn. Derartiges ist mir neulich erst wieder bewußt geworden, beim Crosstraining mit JuJutsu Leuten.
Schade eigentlich, das System an sich hat alles was man braucht. Und in Schulen, in denen die Leute a´la Allkampf trainieren, wirst Du so nen WT-artigen Unfug wohl auch nicht vorgesetzt bekommen, sowas halten nur Trockenschwimmer für praktikabel.
+1, sehe ich genauso!
Wie haben die JJ Leute Deines Crosstrainings darauf reagiert?
Lars´n Roll
04-11-2011, 12:32
+1, sehe ich genauso!
Wie haben die JJ Leute Deines Crosstrainings darauf reagiert?
Mit ziemlich raschem Tappen. :D
Hängt vom Training ab.
Theoretisch sollte es von Anfang an drin sein, beginnt mit "Wechsel von Streck- zu Beugehebel und andersrum".
Manche machen das nur als Isolationsübung, andere bauen das recht früh schon als "Was wäre wenn"-Situation ein.
JJ ist, was der Trainer draus macht.
Segen und Fluch des JJ.
Ist natürlich vollkommen richtig. Nur ein Großteil der JJ Traniere machen, das gleiche, und betrachten die Techniken isoliert, und kommen dann darüber nie hinaus. Das waren zumindest meine Beobachtungen. Ich persönlich habe nichts gegen diese technischen Spielerein, die ja durchaus anspruchsvoll sind. Gefährlich wird es nur wenn ein JJler dann im Ernstfall wirklich glaubt, das die Technik auch im Ernstfall so funktioniert.. Mit einem verantwortugnsvollen Trainer, der genau sagt was im Ernstfall geht und was nicht, ist das natürlich kein Problem. Aber bei meinem beschränkten Einblick in die JJ Szene (waren nur 3 Vereine) hat man alles nur Streng nach dem Prüfungsprogamm gemacht und nichts anzeweifelt. :ups:
Asahibier
04-11-2011, 12:41
Mit ziemlich raschem Tappen. :D
Nee, ich meinte ob die ihr Programm jetzt umstellen ?:p
Lars´n Roll
04-11-2011, 12:45
Ist natürlich vollkommen richtig. Nur ein Großteil der JJ Traniere machen, das gleiche, und betrachten die Techniken isoliert, und kommen dann darüber nie hinaus. Das waren zumindest meine Beobachtungen. Ich persönlich habe nichts gegen diese technischen Spielerein, die ja durchaus anspruchsvoll sind. Gefährlich wird es nur wenn ein JJler dann im Ernstfall wirklich glaubt, das die Technik auch im Ernstfall so funktioniert.. Mit einem verantwortugnsvollen Trainer, der genau sagt was im Ernstfall geht und was nicht, ist das natürlich kein Problem. Aber bei meinem beschränkten Einblick in die JJ Szene (waren nur 3 Vereine) hat man alles nur Streng nach dem Prüfungsprogamm gemacht und nichts anzeweifelt. :ups:
Du verstehst schon, dass die Grundproblematik, die der Poster umreist, mit einem der Hauptgründe, aus dem viele Leute Wing Tsun Training für Mist halten, identisch ist?
Was mich aber vor allem stört, ist, dass verlangt wird eine weiterführende Technik zu machen. dabei wird vorrausgesetzt, dass der angreifer seinen schlaghand am block läßt bis ich in aller ruhe nach der hand greifen kann.
Das ist Armschach. Gibt es wie gesagt auch in vielen "Budo" und FMA Stilen. Es geht nicht wirklich um die Techniken, ich kann sowohl nen Schlag blocken, als auch nen Arm hebeln - aber nen ankommenden Angriff, dann irgendwie weiterleiten, komische Trappings machen und so weiter und so fort, das sind alles Koordinationsspielchen, die cool aussehen und vielleicht auch Spaß machen, mit geringer kämpferischer Relevanz...
Nee, ich meinte ob die ihr Programm jetzt umstellen ?:p
Nein. Das glaube ich nicht. :D Die haben halt auch weder den Anspruch knallhartes SV Training zu machen, noch wollen die MMA oder Submissionwrestling Wettbewerbe gewinnen. Die machen halt bissl Breitensport und haben Spaß - is ja auch okay, wenn man sich dessen bewußt ist.
Und was möchtest du dir damit sagen Lars? Beim WT ist mir egal ob es die anderen Leute nicht anzweilfen, solange ich selbst das tue. Außerdem habe ich wie bereits geschrieben durchaus vor, mein WT in einem Jahr in einem Cross Sparring zu testen was funktioniert und was nicht. Vermutlich habe ich auch schon geschrieben, das KK technisch in einem Kaff lebe, bzw bald wieder leben werde, bis Ende Dezember bin ja noch in Salzburg, wo ich abgesehen von WT keine verünftigen Trainingsmöglichkeiten habe. In meinen alten Box Club gehe ich sicher nicht mehr, dort bin ich nur ein gern gesehener Gast, der nicht so gern gefördert wird, wie ich es gern hatte, und da bringt ein Training nichts. Von sonstigen Kampfsportvereinen werde ich auch die Finger lassen, da WK im KS das wichtigste ist, und ich dort als nicht Wettkämpfer Fehl am Platz bin.
Ich muss Kompromisse schließen und aus dem vorhandenen Dingen, als aus dem WT das beste machen, wobei WT für meien Zwecke so oder so das beste ist. Der schlechte Ruf von WT ist mir dabei egal, nur weil ich WT traniere, heißt das nicht das den Blick für das wesentliche verliere.
Asahibier
04-11-2011, 12:50
Nein. Das glaube ich nicht. :D
Da werde ich die Leute nie verstehen, ist aber auch meine Erfahrung.
Kampfkünste leben doch von Entwicklung und was ist denn mein Ziel, zumeist doch kämpfen zu lernen... Und wenn ich merke das mein Ergebnis grad suboptimal ist muss ich eben was ändern...
Naja, jedem das seine. Dann warst Du entweder körperlich haushoch überlegen, die waren verletzt oder haben Rücksicht auf Dich genommen und keine Killertechniken ausgepackt - also sei froh das Du noch heil bist ;)
nachtrag: habe eben erst Deinen Edit gelesen, klar wenn sie es so sehen hast Du absolut recht. Nur sollten sie sich dann nicht den Spaß mit Leuten verderben die kämpfen können...
Lars´n Roll
04-11-2011, 12:53
Dann warst Du entweder körperlich haushoch überlegen
Ja, es war unfair - der Schwarzgurt den ich getappt hab war nur 30 kg schwerer als ich. :p
Asahibier
04-11-2011, 12:55
Bist Du so ein Röntgenbild oder der so dick:D ?
Aber Spaß beiseite ich war auch baff das der Kraken 25kg leichter ist als ich, der sieht viel schwerer aus und fühlt sich auch viel schwerer an :ups:
Manchmal ist es echt komisch wer was wiegt...
Lars´n Roll
04-11-2011, 12:57
Hab die letzten Monate ganz schön abgenommen, wiege jetzt nur noch 80kg. Bewusste Ernährung, weniger Bier und so langweiliges Zeugs. :o
Und ja: Gute Grappler können sich verdammt schwer machen. Als ich das erste Mal bei Ortega war hatte ich wohl so 87kg oder so und Ortega 70, glaube ich - als der auf mir lag und in mich reingeatmet hat, dachte ich, jemand hat´n Auto auf mir geparkt.
Asahibier
04-11-2011, 13:02
Hm, bei guter Ernährung halte ich mit, aber auf Bier und Kinderschokolade verzichten? :ups:
Du könntest mal Deinen Briefkasten leeren, ich wollte Dir ne PN schicken aber da passt nix mehr rein... Ja, ich weiß diu vielen Groupies :)
Schnueffler
04-11-2011, 20:18
Nein. Das glaube ich nicht. :D Die haben halt auch weder den Anspruch knallhartes SV Training zu machen, noch wollen die MMA oder Submissionwrestling Wettbewerbe gewinnen. Die machen halt bissl Breitensport und haben Spaß - is ja auch okay, wenn man sich dessen bewußt ist.
Für den Ansatz ist das doch okay! ;)
Lars´n Roll
04-11-2011, 21:33
Du könntest mal Deinen Briefkasten leeren, ich wollte Dir ne PN schicken aber da passt nix mehr rein... Ja, ich weiß diu vielen Groupies :)
Hähä, ja. :D Ist erledigt. :o
@Lars und noch was. Man kann WT nicht mit JJ vergleichen. WT mag vielleicht bei manchen Schulen unter laschen Ausführung leiden, aber vom Konzept her ist das Blitzdefense Concept durchaus sv tauglich sofern man hart genug zuschlägt, wenn man nicht gerade an MMaler so wie dich zb gerät. Nur MMaler sind zum Glück selten als Gangster auf der Straße anzutreffen. Die haben ja genug Möglichkeiten sich im Cage mit Leuten zu schlagen die das auch wollen. Die wollen Gegner und keine Opfer. Prüfungsprogamm Jutsu hingegen lehrt Angriffe die so in der Realität nicht vorgekommen., und die Abwehr da man dagegen lehrt im Ernstfall wirkungslos. Bei guten JJ schaut die Sache natürlich anders aus. Ich konnte bisher leider nur das Prufüngspramm Jutsu kennen lernen, von dem ich eher weniger überzeugt war.
Hab die letzten Monate ganz schön abgenommen, wiege jetzt nur noch 80kg. Bewusste Ernährung, weniger Bier und so langweiliges Zeugs. :o
Dann biste ja "nur" noch 15 Kilo von mir weg :p und ich ernähre mich total unbewusst und mit so langweiligem Zeugs wie leckerem Bier :baeehh:
Aber is klar, ab 30 wirds schwierig :p :D
Und ja: Gute Grappler können sich verdammt schwer machen. Als ich das erste Mal bei Ortega war hatte ich wohl so 87kg oder so und Ortega 70, glaube ich - als der auf mir lag und in mich reingeatmet hat, dachte ich, jemand hat´n Auto auf mir geparkt.
oh ja, ich als Leichtgewicht kenne das noch mehr - bin zwar kein Grappler (ich hasse Bodenkampf) und mein Hebelprogramm ist rudimentär-aber ab und an traniere ich das auch - und meistens hab ich dann solche Jungs die wie ein Auto auf mir parken egal für was ein Gewicht die haben :o
Da spielt dann nicht nur das Gewicht sondern auch die gute Technik eine grosse Rolle...
Im Prüfungsprogramm Gelb gibt es z.B. die Technik Passivblock am Kopf.
Die halte ich soweit für praktikabel, aber nur als 2te Wahl gegenüber einem Aktivblock.1. Wahl! Ergibt sich aber alles aus deiner Sparrings-Erfahrung. :boxing:
Später kommen noch Möglichkeiten wie das Intercepting, Ausweichen, div. Aktiv-Blöcke bis zur Erkenntnis Nehmerqualitäten zu entwickeln und nicht alles Blocken oder Aufhalten zu können dazu.
Was mich aber vor allem stört, ist, dass verlangt wird eine weiterführende Technik zu machen. dabei wird vorrausgesetzt, dass der angreifer seinen schlaghand am block läßt bis ich in aller ruhe nach der hand greifen kann.
normalerweise würde doch keiner seine faust stehen lassen,oder??
Richtig. Hier kann man auch eine sinnvollere Kombi machen. Siehe posting von Lenny.
somit halte ich diese und auch andere techniker ähnlicher art für schwachsinnig..so schnell kann doch keiner reagieren und die hand halten...und wenn doch weil er peter parker heißt, kann er auch nen aktivblock machen...den ich sicherer finde...
seh ich das alleine so? Zumindest gibt es sinnvollere Kombinationen und Möglichkeiten das schnelle Verhebeln zu trainieren. Das Maß der Dinge bist du selbst.
Ich muss Kompromisse schließen und aus dem vorhandenen Dingen, als aus dem XY das beste machen, wobei XY für meien Zwecke so oder so das beste ist. Der schlechte Ruf von XY ist mir dabei egal, nur weil ich XY traniere, heißt das nicht das den Blick für das wesentliche verliere. :o
Bewusste Ernährung, weniger Bier und so langweiliges Zeugs. :ups:
@rafaelo was ist man meiner Ausage auszusetzen? das mit XY eine KK gemeint ist, die ebenfalls mit 2 Buchstaben abgekürzt wird, dürfte klar sein. ;)
Ich habe nüx daran auszusetzen! Die Argumentation ist nur bemerkenswert subjektiv oder allgemein gehalten. ;)
So allgemein nun auch wieder nicht. Ich mag WT, und halte es für gut, halte es aber nicht für das beste, ich respektiere auch andere KKS. Und was für mich das beste ist kann ich anhand des bescheidenen KK Angebotes in meiner Umgebung sehr wohl objektiv einschätzen. Und ja da ist WT das beste.
Lars´n Roll
05-11-2011, 16:56
Gibts keinen Handballverein in der Nähe? :D
DerLenny
05-11-2011, 18:10
Wie hat es diese Diskussion geschafft Richtung WT zu wandern?
Anyway... wollen wir uns mal zusammen tun und ein paar JJ Gelbgurt Kombis filmen? Also solche, die wir für sinnig halten? Sind dann evtl. nicht super realistisch (aber realitisch genug für den Gürtel) und zeigen auch mal die unterschiedlichen Herangehensweisen ans JJ.
Macht jemand mit?
Schnueffler
05-11-2011, 18:23
Wie stellst du dir das vor?
Wie stellst du dir das vor?
Na, so wie immer im KKB: Ein paar Enthusiasten posten ihre Filmchen und Hunderte lachen und lästern. ;)
@Lenny Naja Lars&Roll hat in der Richtung was erwähnt und da konnte ich nicht zu wiederstehen zu antworten. Aber das mit dem WT wirklich OT und gibt auch nicht mehr dazu zu sagen. In meiner Gegend bekomm ich nix bessers als Wt und fertig. Ende der OT Diskusion.
Der Vorschlag mit dem Video ist übringens interssant. Bin dafür, da mich sehr interssiert wie unterschiedlich JJ doch auschauen kann.
JuJutsu-Kinder
22-11-2011, 12:20
Hallo,
wie einige wissen bin ich ja ein Ju Jutsu Neuling.
Was mich mal interessieren würde:
Im Prüfungsprogramm Gelb gibt es z.B. die Technik Passivblock am Kopf.
Die halte ich soweit für praktikabel, aber nur als 2te Wahl gegenüber einem Aktivblock.
Was mich aber vor allem stört, ist, dass verlangt wird eine weiterführende Technik zu machen. dabei wird vorrausgesetzt, dass der angreifer seinen schlaghand am block läßt bis ich in aller ruhe nach der hand greifen kann.
normalerweise würde doch keiner seine faust stehen lassen,oder??
somit halte ich diese und auch andere techniker ähnlicher art für schwachsinnig..so schnell kann doch keiner reagieren und die hand halten...und wenn doch weil er peter parker heißt, kann er auch nen aktivblock machen...den ich sicherer finde...
seh ich das alleine so?
Hallo,
das kann ich zufällig beantworten, weil meine achtjährige Tochter auch ihren Gelbgurt vorbereitet. Sie hat sich ihr Prüfungsprogramm bereits zusammengestellt.
Unter Passivblock in Kopfhöhe außen hat sie als Angriff die Ohrfeige gewählt. Den Fauststoß nimmt sie als Angriff zur Körpermitte innen.
Abwehr der Ohrfeige: Passivblock, Handkantenschlag, O-soto-otoshi, Fauststoß zum Kopf.
Es ist also nicht notwendig die Faust im Angriff zu fassen. Und der Aktivblock kann bei allen anderen Kombinationen verwandt werden, nur nicht bei den drei passiven Abwehrtechniken mit dem Unterarm.
DerLenny
22-11-2011, 12:49
Na, so wie immer im KKB: Ein paar Enthusiasten posten ihre Filmchen und Hunderte lachen und lästern. ;)
Yep, genau so hätte ich mir das vorgestellt.
Wir könnten uns ja irgendein Thema schnappen, und dann mal kurze Videos machen, wie das "bei uns" interpretiert wird.
Klar wirds aufn Deckel geben, aber damit muss man dann eben umgehen können. Und wenn von 10 "Kritikern" auch nur einer einen Kommentar abgibt, der einem weiterhilft, dann ist das doch schon mal was :)
Also, wer traut sich? :)
Wenn (mindestens) noch einer mit macht, dann bin ich dabei.
MrDeifel
23-11-2011, 09:57
Hier ich! [als Uke...(oder wenn mir was gutes einfällt auch selbst ;) )]
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