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Vollständige Version anzeigen : DJJV Ju-Jutsu = Selbstverteidigung?



Panther
17-12-2011, 10:34
Hallo Leute,

ist für Euch das Ju-Jutsu (DJJV) ein Selbstverteidigungssystem?

Mir ist klar das viel am Trainer liegt - darum könnte ich die Frage auch so stellen; trainiert Ihr Ju-Jutsu (DJJV) als Selbstverteidigungssystem?

Viele Grüße

Heiko

Schnueffler
17-12-2011, 10:40
Ja, nein und vielleicht!

Auf dem BuSe gab es genügend SV Einheiten, genauso wie Fighting, Grappling, Spielerei.

Also ist es das, was man selbst daraus macht.
Die Werkzeuge sind da.

AndyLee
17-12-2011, 10:44
Ich würde die Frage mit "Ja" beantworten. Warum?

Weil wir vorrangig für uns definiert haben, was offiziell nirgendwo definiert ist und wo es - zwangsläufig - immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten kommen muss: Was macht ein Selbstverteidigungssystem gegenüber einem Kampfsport oder einer Kampfkunst aus? Daher haben wir bei uns ganz klare Definitionen zugrunde gelegt. Für die Selbstverteidigung ist das:


Die SV ist als „Schnittmenge“ zwischen den Bereichen der KK und des KS zu sehen und beinhaltet – je nach Schwerpunkt der SV – ein anderes „Mischungsverhältnis“ beider Bereiche zueinander. Außerdem haben einige SV-Sportarten Schwerpunkte auf bestimmte Distanzen gelegt, wie z. B. das Aikido, welches den unmittelbarem Kontakt zum Gegner benötigt aber im Outfight (Treten und Boxen) oder im Bodenkampf unerfahrener ist.

Das Ju-Jutsu beispielsweise ist ein 1969 in Deutschland entwickeltes Selbstverteidigungssystem und enthält Ursprünglich die besten Angriffe und Verteidigungen aus dem Karate (Tritte und Schläge), Aikido (Nutzung der Zentripedal- und Zentrifugalkräfte) und Judo (Würfe, Hebel, Haltegriffe und Würger). Es wurde zwar speziell für die Einsatzkräfte der Polizei entwickelt, erfreute sich aber ebenso einer großen öffentlichen Beliebtheit. Trotz der hohen Anforderung an den Realitätscharakter, die mit der großen Modifizierung im Jahr 2000 einen weiteren Höhepunkt erreichte, trainieren die Sportler (Ju-Jutsuka) bis heute in weißen, reißfesten Anzügen und in Barfuß, was Realitätsnähe vermissen lässt. Das Ju-Jutsu befindet sich im Zwiespalt zwischen Kampfsport und Kampfkunst: Einerseits existieren im Ju-Jutsu effektive Verteidigungsmöglichkeiten, andererseits auch Wettkampftechniken (z. B. Formenwettkampf), beides sind Bestandteile im Ju-Jutsu Prüfungsprogramm, dass wiederum der Selbstverteidigung dienen soll.

Aber auch Kampfsportarten, wie z. B. Judo oder Karate, beanspruchen für sich einen Selbstverteidigungscharakter. Dieser wird jedoch von den Inhalten der Sportarten geprägt und besteht im Judo zumeist aus Würfen, Würgern; Festhaltegriffe und Heblen (nahe Distanz) und im Karate aus Schlägen und Tritten (weite Distanz). Entsprechend "fehlen" dem Judo Möglichkeiten der weiten Distanz (Schlagen und Treten) und dem Karate Möglichkeiten der nahen Distanz (Würfe, Hebel und Festhaltegriffe), obgleich die Vertreter dieser Diszipline behaupten, die jeweils "fehlende" Distanz doch gleichfalls intensiv, wie die anderen Inhalte zu trainieren. Ein Blick in deren Prüfungsinhalten schafft hier allerdings Klarheit.

Erwähnenswert ist in diesem Kontext der sportlich faire Umgang im Kampfsport beim Training und bei Wettkämpfen. Gefahr hierbei ist die Konditionierung der Sportler auf die Werte und Normen dieses fairen Umganges (z.B. Moral und Ethik), die im Streetfighting (keine Gewichts- und Altersklassen, keine Ringrichter, keine Zeit- und Raumbegrenzungen und keine reglementierten Techniken, keine Hemmschwellen, usw.) keinerlei Bedeutung haben.
Wie gesagt: So sehen wir das, daher ein "JA" für das Ju-Jutsu als Selbstverteidigungssystem.

califax
17-12-2011, 11:52
Hallo Leute,

ist für Euch das Ju-Jutsu (DJJV) ein Selbstverteidigungssystem?


Nein. Es wurde von Rahn als eine Zirkusshow (vergleichbar mit dem amerikanischen Wrestling) geschaffen und fand seltsamerweise Anhänger, die es für bare Münze nahmen.
Aus dieser anfänglichen, man muß es so nennen, Deppenriege ist dann durch viel Fleiß und Idealismus eine moderne westliche Sportart mit eigenen Regeln, einer eigenen (sehr polizeinahen) Szene und Wettkämpfen entstanden.

Gerüchten zufolge kann man DJJV auch so trainieren, daß es für richtige Kämpfe taugt, aber gesehen hat das scheinbar noch niemand. Veröffentlichungen und Demos von DJJVlern wie auch das scheinbar sehr notwendige Zusatztraining in kampffähigen Sportarten wie Boxen, Ringen, Judo, etc. sprechen eher für komplette Praxisuntauglichkeit des Systems.
Könnte man vielleicht mit dem Zustand des Biathlon vergleichen - da kommen auch keine Gebirgsjäger bei raus.

Es ist halt keine Kampfkunst sondern eine moderne und sich stetig verändernde Sportart für junge wettkampf- und fitnessorientierte Athleten, die gerne etwas machen möchten, daß so ähnlich wie Kampfsport aussieht.

Holzkeule
17-12-2011, 13:39
Schön auswendig gelernt.

Lars´n Roll
17-12-2011, 13:58
Also ist es das, was man selbst daraus macht.
Die Werkzeuge sind da.

So siehts aus. Evtl. "was der Übungsleiter draus macht". Hab auch schon erlebt, dass sogar innerhalb des gleichen Vereins große Unterschiede gibt, je nachdem, wer das Training gibt. Der eine ist sehr technisch und verspielt, dem anderen ist Direktheit und Aliveness wichtig.

Schnueffler
17-12-2011, 14:07
Die Ergänzung lasse ich gelten! ;)

Panther
17-12-2011, 18:35
Also ist es das, was man selbst daraus macht.
Die Werkzeuge sind da.

Darum ja auch die Umfrage für jeden als eine Person - wie es bei Ihm im Verein gemacht wird und nicht Grundsätzlich ob JJ ein SV-System ist.

Ju-Jutsu-Ka
17-12-2011, 19:58
Nein. Es wurde von Rahn als eine Zirkusshow (vergleichbar mit dem amerikanischen Wrestling) geschaffen und fand seltsamerweise Anhänger, die es für bare Münze nahmen.


Nur das Erich Rahn wenig mit dem DJJV Ju-Jutsu zu tun hat....



Aber leider muss ich zustimmen, das in vielen Vereinen die SV-fähigkeit ein Wunsch bleibt.
Ich habe Prüfungen gesehen (die generell nicht viel über SV-Fähigkeit aussagen, wohl aber über SV-Unfähigkeit) wo ich mich echt fragte ob die KS oder Paartanz machen....

Aber es gibt auch gute Trainer die meinen:
"Gut wir trainieren jetzt 3 Monate konzentriert für den Gürtel und dann machen wir wieder für 9 Monate Kampfsport"

Durch den Anspruch von allem etwas machen zu wollen ("10-Kampf des KS") gibt es zuviele Nischen wo sich einige tummeln und meinen KS zu machen.
z.B. Training ohne (oder sehr selten) irgendeine Form von Sparring (man kann ja wechseln, mal Boden, mal Atemi, mal Judoartig, mal alles) findet man leider noch, passt IMHO aber nicht ...

max.warp67
17-12-2011, 19:58
Was soll es denn sonst sein?

@Califax: Was bitte hat das Ju-Jutsu des DJJV mit Rahn zu tun?

Deine Platte leiert, blablabla...... ;)

mrx085
17-12-2011, 20:03
Was soll es denn sonst sein?



Naja JJ ist sehr vielfälltig und durchaus auch als Breitensport oder Wettkampfsport betrieben werden. Der DJJV wollte ja alle diese Aspekte unter einen Hut zu bringen. Aber vom Grundenken her dürfte das Ju-Jutsu durchau in erster Linie ein SV System zu sein.

ps: Rahn hat in schon in gewisser Weise mit dem JJ von 1969 zu tun. Sein Jiu-Jitsu ist ja eines der KKs aus denen denen das ju ju hervorgangen ist.;)

SAKIBO
17-12-2011, 20:04
That´s the way aha aha ... we like it !

Wir trainieren DJJV Ju Jutsu wie RITTER SPORT : Quadratisch ( max. 4 Techniken ) - pragmatisch ( wir wollen keinen Schönheitswettbewerb
gewinnen ) - gut ... > d. h. ... we will survive .......... :):D;):rolleyes::p

Panther
17-12-2011, 20:39
That´s the way aha aha ... we like it !

Wir trainieren DJJV Ju Jutsu wie RITTER SPORT : Quadratisch ( max. 4 Techniken ) - pragmatisch ( wir wollen keinen Schönheitswettbewerb
gewinnen ) - gut ... > d. h. ... we will survive .......... :):D;):rolleyes::p

He - ein neues Trainingskonzept - ich glaub das lasse ich mir schützen ;)
Die RITTER SPORT Methode :D

DGast
19-12-2011, 08:07
Natürlich ist Ju-Jutsu AUCH SV, aber nicht nur

es ist auch Kampfkunst und Kampfsport...

Auf die ewige "es kommt auf den Trainer an" Diskussion möchte ich hier nicht eingehen...

Das DJJV-Ju-Jutsu spiegelt sich m.E. am besten in der Prüfungsordnung wieder, auch wenn ein Prüfungsprogramm kein Ausbildungprogramm sein soll - ja ja ich weiß

Es gibt viele Techniken, die sehr gut für die SV geeignet sind - nehmen wir mal allein das Gelbgurtprogramm:

gut geeignet:
Abwehrtechniken mit dem Unterarm
Abwehrtechniken mit der Hand
Handballentechniken
Knietechniken
Griff lösen
Griff sprengen
Stoppfußstoß

bedingt geeignet:
Beinstellen
Armstreckhebel im Boden

weniger bis gar nicht geeignet:
Haltegriffe im Boden

So kann man nun alle Technikprogramme durchgehen und wird merken, dass die deutliche Mehrheit der gelehrten Techniken durchaus SVtauglich sind. Alles andere ist Dojo- bzw. Trainersache, aber auch der Schüler selbst!!!

Eins darf man auch nicht vergessen: SV ist nicht gleich SV. Die FrauenSV sieht ganz anders aus als der Kampf zwischen rivalisierenden Gangmitgliedern. Die Kids auf den Schulhof sollten auch andere Mittel und Techniken einsetzen als Leute im puren Überlebenskampf gegen Messerstecher. Polizisten müssen auch wieder ein anderes Te DJJV Ju-Jutsu bietet besonders in dieser Hinsicht sehr viel.

DerLenny
19-12-2011, 10:08
Nein. Es wurde von Rahn als eine Zirkusshow (vergleichbar mit dem amerikanischen Wrestling) geschaffen und fand seltsamerweise Anhänger, die es für bare Münze nahmen.

Das verwechselst Du.
Das DJJV JuJu ist das JuJu, das durch 2 Personen durch intensives Studium von Fachliteratur und die Zusammenstellung der besten Techniken aus Judo, Karate und Aikido entstand. Bevor es dann 2000 reformiert wurde. ;)


Es ist halt keine Kampfkunst sondern eine moderne und sich stetig verändernde Sportart für junge wettkampf- und fitnessorientierte Athleten, die gerne etwas machen möchten, daß so ähnlich wie Kampfsport aussieht.
Auch. Es ist auch viel Spielerei dabei. Also "schöne Kombinationen" ohne Rücksicht auf "Realismus", "Durchführbarkeit" oder sonstiges.

Aber so wie manche TKD als SV machen, oder Boxen lernen um sich verteidigen zu können, so gibt einen auch das JJ ein gewisses Rüstzeug. Wie gut das ist, wird immer von der Gefährlichkeit des Angriffs abhängen.
Die Leute, die ich ausm Security und Türsteherbereich kenne, erzählen mir zum Beispiel ständig, dass ihr Kampfsport zwar hilft, aber der Knackpunkt einfach nur die Erfahrung und der "Riecher" für Probleme und "Troublemaker" ist. Und ein beinahe schon paranoides Misstrauen ;)

KK ist das eine. Die Einstellung zur Konfrontation das Andere. Und Erfahrung schließlich das Wesentliche.

Exodus73
19-12-2011, 11:46
Schöne Antwort Lenny!

@ Califax: Finde Du übertreibst! ja ich selbst als JJka kritisiere auch das JJ und die Versportlichung aber deshalb ist es nicht perse schlecht sondern es wird in einem Großteil der Fälle nicht so trainiert wie es einige (wenige SV-Orientierte) wollen sondern wie es von der breiten Masse gewünscht wird! Und da ist nunmal der Sportliche Teil (bei manchen auch der Wettkampf - Grausel) ganz klar im Vordergrund!

califax
19-12-2011, 12:18
Das verwechselst Du.
Das DJJV JuJu ist das JuJu, das durch 2 Personen durch intensives Studium von Fachliteratur und die Zusammenstellung der besten Techniken aus Judo, Karate und Aikido entstand. Bevor es dann 2000 reformiert wurde. ;)


Also nichtmal pofessionelles Wrestling, sondern Teenies, die im Kinderzimmer Wrestling nachstellen. OK. Live Action Role Playing. :D



Aber so wie manche TKD als SV machen, oder Boxen lernen um sich verteidigen zu können, so gibt einen auch das JJ ein gewisses Rüstzeug.

Naja. Fitness halt. Und bei 'nem guten Verein auch Boxsacktraining und Fallschule. Es ist in jedem Fall besser als zu Hause vorm Computer zu sitzen.

Aber schau mal: Biathleten legen auch gewisse Grundlagen. Zum Beispiel schießen mit dem Sportgewehr. Und Skifahren. Die würden aber nie mit dieser Verletzlichkeit darauf beharren, sie würden Wehrsport betreiben.
Und olympische Speerwerfer behaupten auch nicht, das wäre Kampfkunst.
Es sind zivile Sportarten mit eigenem Reglement und eigener Kultur, in denen Spitzenleistungen erbracht werden. Genauso wie der Rahnsche Verein und der LARP-Club.

Lars´n Roll
19-12-2011, 12:36
Ne, hast schon recht. So tough unterwegs wie die knallharten BBT Killer sind die ganzen JJler nicht. :rolleyes:


Aber schau mal: Biathleten legen auch gewisse Grundlagen. Zum Beispiel schießen mit dem Sportgewehr. Und Skifahren. Die würden aber nie mit dieser Verletzlichkeit darauf beharren, sie würden Wehrsport betreiben.
Und olympische Speerwerfer behaupten auch nicht, das wäre Kampfkunst.
Es sind zivile Sportarten mit eigenem Reglement und eigener Kultur, in denen Spitzenleistungen erbracht werden. Genauso wie der Rahnsche Verein und der LARP-Club.


Wann hast´n Du zuletzt jemanden mit dem Katana filetiert oder nem feindlichen Samurai das Genick gebrochen? Oder machste am Ende doch auch irgendwie LARP?

Paul2102
19-12-2011, 12:39
Ne, hast schon recht. So tough unterwegs wie die knallharten BBT Killer sind die ganzen JJler nicht. :rolleyes:


Richtig, deswegen würde dir das auch (fast) jeder so unterschreiben.

DerLenny
19-12-2011, 12:54
Also nichtmal pofessionelles Wrestling, sondern Teenies, die im Kinderzimmer Wrestling nachstellen. OK. Live Action Role Playing. :D

Eher Pokemon. Techniken sammeln, bis man alle hat :)

Aber wie gesagt ist es seit 2k eigentlich nicht mehr so, nur der "Geist" des Sammelns ist noch immer da und beisst den Leuten in den Hintern.



Es sind zivile Sportarten mit eigenem Reglement und eigener Kultur, in denen Spitzenleistungen erbracht werden. Genauso wie der Rahnsche Verein und der LARP-Club.
Naja, ich denke die LARP Fraktion dürfte bei den Ninjas auch gut vertreten sein.

So ziemlich jede KK hat die eine oder andere Leiche im Keller. Und es wird immer schlechte Beispiele geben. Hab mich am WoE auf nem Lehrgang auch ein bisserl fremdgeschämt.
Aber zumindest in den Situationen wo ich mich als Schaf gegen andere Schafe zur Wehr setzen musste, bin ich ganz gut davon gekommen. Und für die meisten JuJu Leute dürfte dies auch die Art von SV sein, die sie benötigen.

Gegen Wölfe ist glaube ich die Art der KK wirklich zweit oder dritt rangig, da geht es dann eher um Erfahrung, Einstellung und eine gewisse Kaltblütigkeit. Dies geht an der Zielgruppe für JJ in den meisten Fällen vorbei.

KeineRegeln
19-12-2011, 13:24
Wenn ich das richtig mibekommen habe steht doch BBT für den ganzen (vereinfacht ausgedrückt) "Ninja-Kram" oder?

Und califax macht das? Wie hier im Forum schon mal geschrieben, hatte ich vorletztes WE zwei (nicht mit einander befreundete) Typen kennengelernt die "Ninjutsu" seit mehr als 2 Jahrzehnten lernen.

Der eine war in der Sichheitsbranche tätig und der hat ganz vernüftiges erzählt/gezeigt, aber der andere (keine Ahnung was der Beruflich macht, aber eine der Sachen die mich ebenfalls stuzig gemacht haben, war das er erzählt hat, dass er Bushido neben Ninjutsu macht... Ich dachte immer Bushido ist ein Ehrencodex und keine KK :o ) .... Da war echt Quark dabei .... riesiger Quark...

Von daher califax, auch beim Ninjutsu und überall auch, gibt es solche und solche vereine. Der eine JJ-Trainer den ich mal kennen gelernt habe, hätte mich, sobald einmal in der Hand, ungespitz in den Boden gerammt und der war um einiges Älter als ich.

SV ist was funktioniert und wenn mich einer ungespitzt auf den Straßenboden rammt, würde ich das SV nennen ;)

Gruß
KeineRegel

califax
20-12-2011, 15:14
Eher Pokemon. Techniken sammeln, bis man alle hat :)


Ja, ich kann die Leidenschaft ja auch verstehen. Im BBT gibt's auch genug Leute, die Kata und Waza sammeln und nie dazu kommen, wenigstens mal die Grundlagen richtig einzuschleifen.



Naja, ich denke die LARP Fraktion dürfte bei den Ninjas auch gut vertreten sein.


Stories erlebt man. :) Wir ziehen ein sehr phantasiebegabtes Klientel an. Was ja auch kein Problem wäre, wenn viele Neuzugänge nicht so schockiert wären, daß der Schweiß und die Schmerzen echt sind. Und die Prellungen auch, wenn man Holzwaffen in die Hand nimmt, ehe das Tai Sabaki stimmt.
Und dann soll man auch noch Disziplin haben und nur machen, was der Chef sagt... :ups:

califax
20-12-2011, 15:21
aber der andere (keine Ahnung was der Beruflich macht, aber eine der Sachen die mich ebenfalls stuzig gemacht haben, war das er erzählt hat, dass er Bushido neben Ninjutsu macht...

Eigentlich müßte man allen Neuzugängen erstmal etwas theoretisches Grundwissen einbleuen. Aber das ist zu mühsam. Erstens ist es sowieso gesellschaftlich verpönt, sich ernsthaft über ein Thema zu informieren, statt phantasievoll draufloszuschwallen (schließlich gibt es ja angeblich kein richtig und kein falsch mehr - die Herrschaft der Idioten hat halt begonnen).
Und zweitens hören die meisten doch eh nach ein paar Wochen wieder auf, wenn sie das erste mal ein paar ungewöhnliche Liegestütze machen müssen oder ihre Gliedmaßen nicht koordiniert kriegen - oder eben merken, daß Schmerz dazugehört.
Entsprechend sehen die Grundkenntnisse der meisten aus, die mit ihrer tollen superunfairen regellosen Assassinenkampfkunst hausieren gehen.

Nur - was hat das mit den Showtechniken des DJJV zu tun?

KeineRegeln
20-12-2011, 16:42
naja. nur der typ hat behauptet seit dem er 6 ist mit ninjutsu und "bushido" angefangen zu haben. und der war mind. so alt wie ich. ich will nicht öffentlich erzählen was genau er für blödsinn gemacht hat.

der andere hatte übrigens mit 7 angefangen und schien etwas jünger als ich zu sein. aber der scheint ganz anderes gelernt zu haben, als der erste.

es hat sofern mit den showtechniken zu tun, das man im ninjitsu genau so showtechniken hat, bzw. in so manchen dojo nur pseudo-sv erlernt.

in diesem zusammenhang habe ich den trainer aus ffm erwähnt der djjv-verband war. da würde ich mich lieber mit einem gleichalten bk´ler auf der straße prügeln, als mit ihm. und da er djjv-jj macht, zeigt es mMn dass man durchaus sv-fähig mit jj werden kann.

wie viele schon gesagt haben, kommt auf den trainer/dojo an. das werkzeug bietet jj durchaus.

califax
20-12-2011, 17:18
es hat sofern mit den showtechniken zu tun, das man im ninjitsu genau so showtechniken hat, bzw. in so manchen dojo nur pseudo-sv erlernt.


Das sind keine Showtechniken. Es sind überhaupt gar keine Techniken. Es sind Kata. Ich geb's auf.:narf:

KeineRegeln
20-12-2011, 17:50
dann hab ich wohl irgendwas verpasst. ich hatte es so verstanden, dass du jj generell als showtechniken abtuest. Auch hast du ja vor mir von showtechniken gesprochen.

wenn du aber jetzt den ninjitsu-betreibenden meinst, der hat nichts mit kata gezeigt. der kam mit so sachen an, one-inch-punch, ne art "Fötus-Stellung-im-Stand"als abwehr wenn schon ein einzelner haken kommt und ein paar ziemlich fragwürdige aussagen.

und da du von showtechniken schriebst ("Nur - was hat das mit den Showtechniken des DJJV zu tun?"), ist mir nicht aufgefallen, dass hier über Katas im speziellen geschrieben wurde. Das hab ich dann wohl verpasst.

Gruß
KeineRegeln

Sojobo
20-12-2011, 18:09
Die SV ist als „Schnittmenge“ zwischen den Bereichen der KK und des KS zu sehen und beinhaltet – je nach Schwerpunkt der SV – ein anderes „Mischungsverhältnis“ beider Bereiche zueinander.

Ich finde, das ist eine sehr interessante Definition. So hab ich das bislang noch nicht gesehen.



Entsprechend "fehlen" dem Judo Möglichkeiten der weiten Distanz (Schlagen und Treten) und dem Karate Möglichkeiten der nahen Distanz (Würfe, Hebel und Festhaltegriffe), obgleich die Vertreter dieser Diszipline behaupten, die jeweils "fehlende" Distanz doch gleichfalls intensiv, wie die anderen Inhalte zu trainieren. Ein Blick in deren Prüfungsinhalten schafft hier allerdings Klarheit.

Bullshit, da verallgemeinert und da die PO zumindest im Karate nichts über die Inhalte des Systems aussagen. Und zumindest in der DKV-Goju-Ryu-PO sind Würfe genau vorgeschrieben.

califax
20-12-2011, 18:23
Ich finde, das ist eine sehr interessante Definition. So hab ich das bislang noch nicht gesehen.


Sie ist genauso bekloppt wie der Rest seiner Einlassungen.
Die meisten Kampfkünste kommen aus dem militärischen Bereich und sind aus genau diesem Grund für die SV nicht ohne angepasstes Training benutzbar.
SV ist zivil.
Sie setzt Strafgesetze voraus und muß deshalb streng zwischen Angreifer (Rechtsbrecher) und Verteidiger (Opfer in Notwehr) unterscheiden.
Traditionelle Kampfkünste dagegen unterscheiden nur zwischen tot und Glück gehabt.
Moderne Kampfkünste unterscheiden genau wie die traditionellen zu ihrer Blütezeit hauptsächlich zwischen Auftrag erfüllt und Auftrag gescheitert.
Kampfsport wiederum unterscheidet zwischen Siegerund Verlierer mit schönen Abstufungen und den zusätzlichen Attributen Fairness und Glück gehabt.

KeineRegeln
20-12-2011, 18:26
Zitat:
Zitat von Zitat von AndyLee Beitrag anzeigen
Entsprechend "fehlen" dem Judo Möglichkeiten der weiten Distanz (Schlagen und Treten) und dem Karate Möglichkeiten der nahen Distanz (Würfe, Hebel und Festhaltegriffe), obgleich die Vertreter dieser Diszipline behaupten, die jeweils "fehlende" Distanz doch gleichfalls intensiv, wie die anderen Inhalte zu trainieren. Ein Blick in deren Prüfungsinhalten schafft hier allerdings Klarheit.


hat die DKV nicht extra Stiloffene Prüfungen eingeführt, damit jeder die für ihn als auch für seinen Stil passende Schwerpunkte legen kann?

Also ich kenne keinen Karateka der behauptet hat, Würfe und Hebeln so im Karate so intensiv zu lernen, wie ein Judoka. Je nach Schule kommen diese aber trotzdem vor.

Und beim Judo sprichst du vom DJB-Judo.

KeineRegeln
20-12-2011, 18:31
Sie ist genauso bekloppt wie der Rest seiner Einlassungen.
Die meisten Kampfkünste kommen aus dem militärischen Bereich und sind aus genau diesem Grund für die SV nicht ohne angepasstes Training benutzbar.
SV ist zivil.
Sie setzt Strafgesetze voraus und muß deshalb streng zwischen Angreifer (Rechtsbrecher) und Verteidiger (Opfer in Notwehr) unterscheiden.
Traditionelle Kampfkünste dagegen unterscheiden nur zwischen tot und Glück gehabt.
Moderne Kampfkünste unterscheiden genau wie die traditionellen zu ihrer Blütezeit hauptsächlich zwischen Auftrag erfüllt und Auftrag gescheitert.
Kampfsport wiederum unterscheidet zwischen Siegerund Verlierer mit schönen Abstufungen und den zusätzlichen Attributen Fairness und Glück gehabt.

Ohne lang drüber nachgedacht zu haben, kann ich deine Ansicht/Meinung what ever eher teilen als das mit der Schnittemenge von AndyLee. Da ich neben her einen Film schaue, möchte ich mich jetzt nicht intensiv mit der Definition von AndyLee beschäftigen. Vielleicht, der Fairness-halber später. Aber schon beim ersten drüberlesen, hat sie mich gestört. :o

Gruß
KeineRegeln

Sojobo
20-12-2011, 23:36
Sie ist genauso bekloppt wie der Rest seiner Einlassungen.
Interessant finden ist ja keine Zustimmung. So eine Sichtweise war mir bislang einfach unbekannt. :)



hat die DKV nicht extra Stiloffene Prüfungen eingeführt, damit jeder die für ihn als auch für seinen Stil passende Schwerpunkte legen kann?
Ja. Aber auch das sagt rein gar nichts über die Häufigkeit von Grappling-Aspekten im Karate aus. Ist alles im Karate drin. :)



Also ich kenne keinen Karateka der behauptet hat, Würfe und Hebeln so im Karate so intensiv zu lernen, wie ein Judoka. Je nach Schule kommen diese aber trotzdem vor.
Sagt auch keiner. Aber wir haben z.B. einige Hebel und Würfe, auch Bodenkampf. Atemi-Techniken sind halt lediglich überall der Schwerpunkt im Karate. Einen Schwerpunkt setzt ja jeder. Es gibt auch Atemi-Techniken im Judo, wobei die meisten Judokas wohl wirklich keine beherrschen.

Pyriander
21-12-2011, 08:28
Hey, LARPer machen häufiger und härter Sparring, als so mancher KK-Verein ;)
Diffamiert die mal nicht

big X
21-12-2011, 11:36
dafür sind technik, schlaghärte und ziele schrecklich:ups: :cool::D.