Vollständige Version anzeigen : BEM Ju-Jutsu = Megaflopp!
.:DIRK:.
25-03-2012, 20:27
Guten Tag,
hab mir gerade die Ergebnislsite der Berliner Meisterschaft im Ju-Jutsu-Fighting angesehen.
Gibts auf der Seite des Berliner Verbandes: Willkommen beim Berliner Ju-Jutsu Verband e.V. (http://www.ju-jutsu-berlin.de)
Kam beim durchzählen auf 5 (!!!) erwachsene Teilnehmer. Es gibt aber schon sechs Gewichtsklassen, allein bei den Männern.
Auch bei den Kindern sieht es nicht viel besser aus, mit zusammenlegen und Freundschaftskämpfen dürfte kein Kind mehr als zwei Kämpfe bestritten haben.
Finde es also es war ein ziemlicher Flopp, wenn von 6 Gewichtsklassen es in vieren nicht mal einen Starter gibt.
Ich denke, dass es dafür auch Gründe geben wird.
Da ich persönlich das JJ für ne recht interessante Sportart (wenn auch nur zum Einstieg ins MMA) halte, möchte ich das geändert haben.
Wichtige Punkte dafür sind finde ich:
-Nutzung moderner Medien, anmelden bei Facebook und Einladungen zum Turnier rausschicken, Werbung machen.
-Aufhören mit der Vereinmeierei. Es kann nicht sein, dass man Nachwuchs gewinnen will und von Kindern zum Nachwuchsturnier verlangt, dass sie bereits einen Verbandspass haben. Mit Pass- und Startgebühren und den verlangen Arztattest sind da ma schnell 60€ zusammen. Und das damit sie maximal 2 mal 2 Minuten rollen können??? Da fragen mich die Eltern ob ich nen Ei am wandern hab! Für den Betrag trainieren sie bei mir 3 Monate lang.
Als sehr positives Beispiel möchte ich hier mal die Berlin-Brandenburg-Open in Eichwalde nennen. Da kann jeder hin. Kostet 12€ und es ist voll. So voll, dass die Kinder im absoluten KO-System kämpfen und trotzdem jeweils auf vier Kämpfe kommen.
Ich würd auch gerne meine Kindergruppe zu Ju-Jutsu Turnieren schicken. Diese finanziellen Anforderungen kann ich aber den Eltern bei mir nicht verkaufen. Denke da besteht dringend Handlungsbedarf um eine Lösung zu finden, damit das Ju-Jutsu nicht ganz ausstirbt.
Eine sachliche Auseinandersetzung mit dieser Problematik ist wohl dringend geboten.
Danke.
.:DIRK:.
25-03-2012, 20:53
Achja, ne andere wichtige Sache ist meines erachtens die Einführung von Leistungsklassen innerhalb einer jeden Gewichtsklasse.
Ich weiss, ist momentan bei der Teilnehmerzahl nicht realisierbar. Aber ansonsten kommt da nie mehr ein neuer Erwachsener hinzu. Stellt euch mal vor, da wird jemand von seinen Verein zum kämpfen motiviert und hat dann einen Kampf, gegen nen 3. Dan, der schon seit 8 Jahren aktiv kämpft....
Der kommt doch nie wieder.
Im BJJ ist man den Weg gegangen und hat seit Jahren stetig wachsende Teilnehmerzahlen.
Ju-Jutsu-Ka
26-03-2012, 11:12
Finde es also es war ein ziemlicher Flopp, wenn von 6 Gewichtsklassen es in vieren nicht mal einen Starter gibt.
Da gebe ich Dir Recht.
-Nutzung moderner Medien, anmelden bei Facebook und Einladungen zum Turnier rausschicken, Werbung machen.
Jeder Verein, der Fighting macht, sollte den Termin eigentlicht kennen
-Aufhören mit der Vereinmeierei. Es kann nicht sein, dass man Nachwuchs gewinnen will und von Kindern zum Nachwuchsturnier verlangt, dass sie bereits einen Verbandspass haben.
Sehe ich anders, jeder der den Sport betreibt, hat einen Pass mit gültiger JSM zu haben.
Wenn der Verein das versäumt um Gebühren zu sparen, ist das ein Fehler des Vereins und nicht der Verbandes. (Leider zu Lasten der Sportler)
Bei uns im Verein gibt es eine Aufnahmegebühr von € 25:
Da ist der Pass und die erste JSM drin, unabhängig von Teilnahme an Turnieren o.ä.
(das ist eigentlich der ganz korrekte Weg: Aufnahme in Verein = Passausstellung, damit z.B. auch Sportversicherung)
verlangen Arztattest sind da ma schnell
Ist doch seit 2011 gar nicht mehr nötig laut Jugendsportordnung DJJV, seit dem genügt doch eine Einwilligungserklärung der Eltern....
Da fragen mich die Eltern ob ich nen Ei am wandern hab! Für den Betrag trainieren sie bei mir 3 Monate lang.
bei uns 6 Monate und trotzdem übernimmt der Verein die Startgelder
Denke da besteht dringend Handlungsbedarf um eine Lösung zu finden, damit das Ju-Jutsu nicht ganz ausstirbt.
Eine sachliche Auseinandersetzung mit dieser Problematik ist wohl dringend geboten.
Ja stimmt, es ist oft ein Problem, dasss der Leistungssport an wenigen Leuten mit viel persönlichem Einsatz hängt, wenn davon 2-3 aufhören knallt es sehr schnell nach unten.
Das ist ein Problem in vielen Verbänden, wir in NRW gehören zum Glück zu denen, die noch 130 Sportler auf einer LEM begrüßen können.
Leider gibt nur wenige Verbände die stark besetzt sind (NRW; Hessen, Bayern, Arge BW, Ich glaube Sachsen kommt auch gerader wieder )
Ju-Jutsu-Ka
26-03-2012, 11:14
Im BJJ ist man den Weg gegangen und hat seit Jahren stetig wachsende Teilnehmerzahlen.
Liegt aber nicht nur an den Leistungsklassen--
liegt u.a. auch daran dass BJJ kämpfen heisst während Ju-Jutsu noch vieles hat, was mit kämpfen nix zu tun hat und über das int. Regelwerk bei uns müsste man auch mal diskutieren
Raging Bull
26-03-2012, 22:33
Wie is es denn mal mit ordentlichem Marketing?
Mal ehrlich - das ist mangelhaft. Unter Ju Jutsu können sich viele einfach gar nix vorstellen. Ist so meine Erfahrung.
Das fängt mit Kleinigkeiten an. Der Name ist schon unglücklich. BJJ (BeeJayJay) - das klingt schön griffig, dazu die schicken GIs, MMA (Em Em Äi oder auch deutsch) - gibt mehr her und dann die stylische Kleidung, und selbst Karate, Judo und auch Jiu Jitsu sind vom Wortklang her besser intoniert. Ju Jutsu klingt - langweilig.
Dazu kommt, dass jeder n bissl n andres Süppchen kocht. Und so kommts, dass sich unter Ju Jutsu kaum einer was vorstellen kann.
Das schlägt sich dann auch irgendwann auf die Wettkampfbeteiligung nieder. Und das obwohl Ju Jutsu von den Möglichkeiten her von der MMA-Welle hätte profitieren können ohne Ende. Hat man versäumt und so machen die Jungs halt MMA und nicht Ju Jutsu.
Ich geh davon aus, dass sich das Ganze, auch im Hinblick auf die derzeitige Bewegung, über kurz oder lang überlebt. Schade drum.
Timmedeluxe
27-03-2012, 05:10
Das schlägt sich dann auch irgendwann auf die Wettkampfbeteiligung nieder. Und das obwohl Ju Jutsu von den Möglichkeiten her von der MMA-Welle hätte profitieren können ohne Ende. Hat man versäumt und so machen die Jungs halt MMA und nicht Ju Jutsu.
Inwieweit JJ von der MMA Welle Profitieren kann, hätte ich gerne erklärt bekommen... Für mich is das ein Unterschied wie Tag und Nacht! Aber evtl. check ich es einfach nicht, wäre dann mein Fehler!
lg Tim
Ju-Jutsu-Ka
27-03-2012, 10:21
Wie is es denn mal mit ordentlichem Marketing?
Mal ehrlich - das ist mangelhaft. Unter Ju Jutsu können sich viele einfach gar nix vorstellen. Ist so meine Erfahrung.
Das fängt mit Kleinigkeiten an. Der Name ist schon unglücklich. BJJ (BeeJayJay) - das klingt schön griffig, dazu die schicken GIs, MMA (Em Em Äi oder auch deutsch) - gibt mehr her und dann die stylische Kleidung, und selbst Karate, Judo und auch Jiu Jitsu sind vom Wortklang her besser intoniert. Ju Jutsu klingt - langweilig.
Unter BJJ kann sich auch keiner was vorstellen, der nichts mit KS zu tun hat
Und das mit dem Klang des Namens ist ja wohl etwas sehr weit hergeholt und stark von der persönlichen Meinung abhängig...
Und das obwohl Ju Jutsu von den Möglichkeiten her von der MMA-Welle hätte profitieren können ohne Ende. Hat man versäumt und so machen die Jungs halt MMA und nicht Ju Jutsu.
Viel Ahnung hast Du nicht vom Fighting, sonst würdest Du MMA und JJ-Fighting nicht vergleichen.
MMA ist knallharter Vollkontakt
Fighting ist Pointfighting mit viel mehr einschränkenen Regeln
Die Beteiligung bei den Meisterschaften ist regional sehr unterschiedlich und da passt eine solche Argumentation nicht.
Es gibt Verbände die sind relativ stabil, die Teilnehmerzahlen wachsen sogar leicht (z.B. NRW)
Es gibt Verbände die sind relativ stabil, die Teilnehmerzahlen sind aber sehr gering (z.B. Saarland)
Es gibt Verbände da bricht gerade alles zusammen (anscheinend Berlin)
Es gibt Verbände die waren mal sehr stark wurden schwachsind und wachsen wieder (z.B. Sachsen-Anhalt glaube ich)
Man hätte JJ Fighting als Amateur MMA verkaufen können.
Dann würden die Leute die auch coole MMA Fighter sein wollen, aber keine blauen Flecken bekommen, dann zum JJ Fighting gehen :D
Naja aber so ähnlic hhätte man es aufziehen können. Ich zB hab für meine Jungs ne einfache Reihenfolge in der sie sich bewähren Müssen
Sparring->Offene Matte->Allkampf->MMA
In die Rolle der offenen Matte oder des Allkampfs hätte sich das Fighting mogeln können ;)
(Wobei ich stehe eh außen vor, habe dem Fighting den Rücken gekehrt wegen dem Regelwerk.)
Gruß
Daniel
DerLenny
27-03-2012, 12:13
Das alte JJ Allkampf System ist eigentlich recht nah dran. Das gibbet inzwischen auch in einer VK Variante.
JJ Fighting ist allerdings eine komplett andere Sache.
Ju-Jutsu-Ka
27-03-2012, 13:09
Man hätte JJ Fighting als Amateur MMA verkaufen können.
Dann würden die Leute die auch coole MMA Fighter sein wollen, aber keine blauen Flecken bekommen, dann zum JJ Fighting gehen :D
Man hätte auch das alte System (was nie Allkampf war) beibehalten können.
JJ Fighting wurde ja eingeführt, mit der Begründung, dass es für die Athleten blöd sei international und national anders zu kämpfen und damit ist die Regelfestlegung vom DJJV an die JJIF gewandert.
Warum wurde beim Duo der Formenwettkampf beibehalten?
(Nur weil es dort soviel weniger Athleten gibt?)
Raging Bull
27-03-2012, 20:52
Unter BJJ kann sich auch keiner was vorstellen, der nichts mit KS zu tun hat
Und das mit dem Klang des Namens ist ja wohl etwas sehr weit hergeholt und stark von der persönlichen Meinung abhängig...
Klar ist das mein "Geschmäckle", aber weit hergeholt? Warum haben die Leute von VW so nem Autohändler Hundertausende Euro gezahlt für den Namen Touran? Bestimmt nicht weils so unwichtig ist...
BJJ hat marketingtechnisch alleine wegen dem Brazilian schon n Riesenvorteil.
Viel Ahnung hast Du nicht vom Fighting, sonst würdest Du MMA und JJ-Fighting nicht vergleichen.
MMA ist knallharter Vollkontakt
Fighting ist Pointfighting mit viel mehr einschränkenen Regeln
Ich hab in beiden Reglements schon gekämpft. Aber ich hab es weder "verglichen", noch habe ich Fighting überhaupt erwähnt. Und wie andere schon gesagt haben - man hätte sogar mehrere Sparten bedienen können. Vom Fighting als MMA "light" bis hin zum Allkampf mit und ohne Gi, wo wir vom MMA nicht mehr weit weg sind.
Die Beteiligung bei den Meisterschaften ist regional sehr unterschiedlich und da passt eine solche Argumentation nicht.
Es gibt Verbände die sind relativ stabil, die Teilnehmerzahlen wachsen sogar leicht (z.B. NRW)
Es gibt Verbände die sind relativ stabil, die Teilnehmerzahlen sind aber sehr gering (z.B. Saarland)
Es gibt Verbände da bricht gerade alles zusammen (anscheinend Berlin)
Es gibt Verbände die waren mal sehr stark wurden schwachsind und wachsen wieder (z.B. Sachsen-Anhalt glaube ich)
Leichtes Wachstum und relativ stabil sind die positivsten Nachrichten?
Mir gehts nicht darum, hier den Allwissenden raushängen zu lassen. Das sind meine Gedanken nach meinem Erleben. Kann man als Anregung nehmen, muss man nicht. Ich mag das JJ und fänds halt schad, wenns sich überlebt.
Ju-Jutsu-Ka
28-03-2012, 08:57
Klar ist das mein "Geschmäckle", aber weit hergeholt? Warum haben die Leute von VW so nem Autohändler Hundertausende Euro gezahlt für den Namen Touran? Bestimmt nicht weils so unwichtig ist...
BJJ hat marketingtechnisch alleine wegen dem Brazilian schon n Riesenvorteil.
VW hat soviel geld gezahlt, weil sie gepennt haben und der Entwicklungsprozess inkl. Marketungstrategie so weit fortgeschritten war, als sie merkten, das der Name schon eingetragen war, das eine neue Namessuche teurer gewesen wäre.
Ich hab in beiden Reglements schon gekämpft. Aber ich hab es weder "verglichen", noch habe ich Fighting überhaupt erwähnt. Und wie andere schon gesagt haben - man hätte sogar mehrere Sparten bedienen können. Vom Fighting als MMA "light" bis hin zum Allkampf mit und ohne Gi, wo wir vom MMA nicht mehr weit weg sind.
1. Allkampf war "böse" (ich fand das von beiden Seiten da teilweise auf dem Niveau von Kindergartenkindern gehandelt wurde), fiel daher raus
2. MMA war lange in der Presse ein Unwort, wäre also auch kontraproduktiv gewesen
3. Verbandsoffen macht der DJJV das nicht, das heisst bei noch mehr Sparten, hätten sich einige Kämpfer und Vereine je auf eine Disziplin spezialisiert, was dazu geführt hätte, dass keine Disziplin richtig gut besucht wäre
Leichtes Wachstum und relativ stabil sind die positivsten Nachrichten?
Mir gehts nicht darum, hier den Allwissenden raushängen zu lassen. Das sind meine Gedanken nach meinem Erleben. Kann man als Anregung nehmen, muss man nicht. Ich mag das JJ und fänds halt schad, wenns sich überlebt.
Man kann über alles reden, ist ja auch nur meine Meinung
(ich bin schöießlich kein Verband oder poste hier für ihn, ist alles meine persönlichen Meinung)
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