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Vollständige Version anzeigen : Welcher Ju-Jutsu / Jiu-Jitsu / Ju-Jitsu Verband - oder überhaupt Verband?



Panther
14-04-2013, 14:18
Hallo,

in welchem Verband würdet Ihr gehen und warum?

Was für einen Sinn macht ein Verband für eine Sportschule (also nicht e.V.)?

DANKE

Viele Grüße

Heiko

Roma
14-04-2013, 14:58
Für nicht e.V. eigentlich keinen, ich wäre in keinem Verband mehr wenn ich nicht in einem E.V. wäre

Schnueffler
14-04-2013, 18:10
Hm, ich bin in einem e.V.
Warum?
Sportunfallversicherung, Trainerausbildung.

Panther
14-04-2013, 18:14
Hm, ich bin in einem e.V.
Warum?
Sportunfallversicherung, Trainerausbildung.

e.V. ist ja nicht das Thema

Sondern
1. welcher Verband welche Vorteile hat und
2. ob es für eine privaten Sportschule welche nicht e.V. ist überhaupt Sinn macht in einen Verband zu gehen.

Greift die Sportunfallversicherung auch bei nicht e.V. Sportschulen?
Die Trainerausbildung ist sicher ein guter Grund für private Sportschulen in einen Verband zu gehen.

Schnueffler
14-04-2013, 18:26
Die Sportunfallversicherung greift über den LSB oder DOSB. Dafür muss eine Gemeinnützigkeit vorliegen. Die durfte schwer in einem kommerziellen Verein/Club/Schule vorliegen.

Ich habe die Trainerfortbildung zum Beispiel kostenlos.

Panther
14-04-2013, 18:36
Ich habe die Trainerfortbildung zum Beispiel kostenlos.
Durch den Verband?

Roma
14-04-2013, 19:07
Wobei die Versicherung ein Argument für Verbände ist, den ich z.B. bin über meinen Verein eh versichert. Als Sportschule musst du das extra machen oder eben über einen Verband, der dann quasi für dich im LSB/DOSB ist.

Nite
14-04-2013, 19:58
Was für einen Sinn macht ein Verband für eine Sportschule (also nicht e.V.)?

Teilnahme an einem geregelten Wettkampfbetrieb.

Schnueffler
14-04-2013, 20:02
Durch den Verband?

Ja.

Jobi
16-04-2013, 11:32
Also wir (Verein) sind in erster Linie in der WJJF/ Deutschl. und fühlen uns da super wohl. Gute Seminare, gute Trainer- Fortbildungen, im sportlichem Bereich gibt es auch entsprechende Möglichkeiten. Und immer viel Spaß bei den "gemütlichen beisammen sein" Abenden. Ich persönlich und noch 2-3 andere sind zusätzlich noch im DJJV. Dort habe ich meinen Fach- Trainer- Schein- JJ absolviert. Ganz interessant finde ich dort die neue Wettkampfform "Ne waza", die mich persönlich sehr reizen würde, aber das ist erstmal noch Zukunftsmusik.

Pyriander
16-04-2013, 11:42
Die BJJ/Grappling Szene zeigt eigentlich, dass man auch ohne Verbände einen schönen, interessanten Wettkampfbetrieb haben kann. Auch Fortbildungen gibt es Verbandsfrei und man hat die Möglichkeit, für eine Fortbildung die jeweiligen Experten / besten Leute für ein Thema aufzusuchen, und nicht die, die zufällig im gleichen Verband halt da sind.

Meine provokante These dazu Verbände sind ein antiquiertes, überholtes, schwerfälliges Gebilde... ;)

Jobi
16-04-2013, 12:33
O.K., dann dazu auch mal eine Frage: meine Graduierungen werden ja von den Verbänden vergeben, nach genau von den Verbänden bestimmten Vorgaben, zB. der DJJV hat ca. 60 000 Verbandsmitglieder oder der WJJF/ D. mit ca. 100 Dojo.
Hat ein dort erworbener Grad dann nicht eine andere Gewichtung, als ein Grad einer einzelnen Schule ohne Verband mit den entsprechenden Vorgaben eben dieser Schule/ des dortigen Lehrers?
Wie ist ein, zB. 3. Dan einer solchen Schule einzustufen gegenüber einem 3. Dan zB. der WJJF, eines sehr anerkannten und in der Ju Jitsu- Szene hoch angesehenen Verbandes?
Bitte meine Aussage nicht als Wertung verstehen, sondern als reine Frage und Diskussionsgrundlage nehmen!

Jobi
17-04-2013, 18:48
Was`n los?
Ich wollte zur Diskussion ANREGEN und sie nicht abwürgen!!!

Schnueffler
17-04-2013, 19:09
Erst jetzt gesehen!
Kann in beide Richtungen schwenken, je nachdem, für was der Verband bekannt ist.
Verband A ist sehr streng und achtet auch sehr drauf, das keine Gürtel verschenkt werden, auf eine einheitliche Ausbildung der Prüfer und Trainer usw.
Verband B erkennt erstmal alles an und für dreimal Anzugrüssen ohne einzuschlafen gibt es den nächsten Dan.

Sensei-T
17-04-2013, 19:12
...

Was für einen Sinn macht ein Verband für eine Sportschule (also nicht e.V.)?
...

Also irgendwas wie "McDings"?, Würde mehr einen Franchise-Charakter haben und auch, Brücke schlag zu Jobis Post, die Vorgaben, Richtlinien, etc wie in einem (e.V.)-Verband wieder zum Leben erwecken.

Die "verliehene" Graduierung in einer Schule ist m.E. nicht besser oder schlechter als in einem Verband. Wobei... Das hängt auch immer igendwie mit dem Trainer und seiner Sichtweise zum Thema "Offenheit" und über den "Tellerrandschau" ab. Wer in seiner eigenen Suppe schmort, und nicht mal 'ne über den Rand schaut, was es noch so gibt hat eigentlich schon verloren. Ist jedoch auch unabhängig davon, ob es sich um eine Schule im oderaußerhalb eines Verbands handelt. Kenn' genug (auch aus anderer KK), die in einem Verband sind und dennoch ihr "eigenes Ding drehen".

Panther
18-04-2013, 05:04
und für dreimal Anzugrüssen ohne einzuschlafen gibt es den nächsten Dan.
3-Mal - ist aber auch schon ne Leistung! :D:ironie:


Was`n los?
Ich wollte zur Diskussion ANREGEN und sie nicht abwürgen!!!
Gerne ;)
Also meiner Meinung nach spricht nichts gegen Schulen die ohne Verband Grade an Schüler vergeben. Früher gab es auch keine Verbände - sondern vom Lehrer zum Schüler.
Und wenn der "Meister" es so macht und dazu noch seine Schüler animiert über das gelernte noch weiteres z.B. durch Seminare von anderen Meistern zu lernen - kann das deutlich mehr Wert haben als in manchem großen Verband.

Jobi
18-04-2013, 07:30
3-Mal - ist aber auch schon ne Leistung! :D:ironie:


Gerne ;)
Also meiner Meinung nach spricht nichts gegen Schulen die ohne Verband Grade an Schüler vergeben. Früher gab es auch keine Verbände - sondern vom Lehrer zum Schüler.
Und wenn der "Meister" es so macht und dazu noch seine Schüler animiert über das gelernte noch weiteres z.B. durch Seminare von anderen Meistern zu lernen - kann das deutlich mehr Wert haben als in manchem großen Verband.

Ja, aber genau das geht doch im Verband genau so. Wenn der Verband selber gute Leute als Referenten/ Instruktoren hat und mir sowiso nicht verbietet, auch bei anderen Leuten vorbei zu schaun`.
Ich hab eben schon die ein oder andere Erfahrung mit Schwarzgurten aus solchen "Einzelschulen" gemacht und die hatten im Randori gegen mich, damals noch Blaugurt, keine Chance. Das beste war, als einer bei mir eine Würge ansetzte und dann Abklopfen mußte, weil ihm, Zitat: "die Kraft ausgeht".
Natürlich gibt es verbandslose Schulen mit richtig guten Leuten und Schulen mit Verband mit richtig schlechten. Auch bei uns im Verband sind nicht alle Schwarzgurte auf dem selben hohen Niveau.
Das Hauptproblem bei Verbänden ist doch das, wenn einer allein den Verband dominiert und alle Posten unter sich unter seinen besten Freunden und/ oder Familienmitgliedern aufteilt, siehe DDK. Dann ist der Verband erledigt. Dann kann man ja jeder Zeit austreten.

Schnueffler
18-04-2013, 08:09
Es kommt ja nicht auf die Größe des Verbandes an, sondern auf die Qualität. Und wie auch schon gesagt, bleibt man nur unter sich oder geht man auch woanders.hin, lädt Leute zu sich ein usw., sprich wie ist die Außenwirkung.

defensiv
18-04-2013, 08:28
(...) Also meiner Meinung nach spricht nichts gegen Schulen die ohne Verband Grade an Schüler vergeben. (...)

Sehe ich anders! Stichwort Qualitätssicherung!? Du bist als KM-Anbieter ja z.B. in der KMU, das ist ja das selbe analog!

DerLenny
18-04-2013, 09:37
Die Qualität der Leute ist abhängig vom Trainer, und dem Training. Der Verband ist Banane.

Ich gehe mal davon aus, dass du deinen Trainer für gut hältst. Wenn der Trainer dir jetzt die Gürtel geben würde, wann er es für richtig hält, was würde sich an der Qualität ändern?

Pyriander
18-04-2013, 10:13
Sehe ich anders! Stichwort Qualitätssicherung!?

Na ja, da brauch man sich nur eine ganze Reihe großer Verbände anschauen und sieht, wie wenig weit es mit der Qualitätssicherung her ist.

Schnueffler
18-04-2013, 12:42
Deswegen spreche ich auch nicht von der Größe eines Verbandes, sondern von der Außenwirkung!

defensiv
18-04-2013, 13:18
Ich könnte jetzt konkrete Beispiele nennen, wo das sehr wohl greift, aber das wäre jetzt zu intern oder vertraulich.

Pyriander
18-04-2013, 13:24
Ich könnte jetzt konkrete Beispiele nennen, wo das sehr wohl greift, aber das wäre jetzt zu intern oder vertraulich.

Hey, na klar gibt es auch positive Beispiele, keine Frage!

Für mich gilt: es geht gut mit und es geht gut ohne - geht in Sinne von machbar.

Panther
18-04-2013, 13:27
Ich gehe mal davon aus, dass du deinen Trainer für gut hältst. Wenn der Trainer dir jetzt die Gürtel geben würde, wann er es für richtig hält, was würde sich an der Qualität ändern?
Es muss ja nicht gleich alles ohne Prüfung usw. ablaufen - ich kenne einige freie Schulen welche Ihr eigenes Programm haben und dadurch auch teils ne sehr hohe Qualität haben.

DerLenny
18-04-2013, 13:43
Klar.
Aber ich war schon immer der Meinung, dass der Gürtel nicht durch das Vorturnen an einem Tag definiert wird. Kenne durchaus Leute die ihr Zeug eben "auf die Prüfung" lernen... keine gute Sache, IMO.

Panther
18-04-2013, 14:49
Klar.
Aber ich war schon immer der Meinung, dass der Gürtel nicht durch das Vorturnen an einem Tag definiert wird. Kenne durchaus Leute die ihr Zeug eben "auf die Prüfung" lernen... keine gute Sache, IMO.
Das stimmt leider und 2 Wochen nach der Prüfung oder nach den Sommerferien ist nix mehr da!

Hug n' Roll
24-04-2013, 17:36
Also nach 25 Jahren in einem großen (DJB) und einigen kleinen Verbänden bin ich mit meinen Schülern jetzt verbandslos.

Ich vergebe an meine Schüler Grade ähnlich dem BJJ-Prinzip (also relativ frei). Das fällt am Ende auf mich zurück (der hat den xy-Grad unter soundso...).
Daher bin ich vorsichtig. In den letzten 5 Jahren habe ich genau 2 Blaugurte vergeben, der Rest war darunter (gelb u. orange mit Masse).

Bei verbandsoffenen Turnieren holen meine Schüler regelmässig Medaillen, bei Wechseln an andere Orte haben sie stets kein Problem bei Einstufungsprüfungen in Verbänden gehabt.

Seminare kann ich auch ohne Verband mit meinen Schülern besuchen. Auf das Prüfungsmarken-,Lizenzen-, Funktionärs- und Ordnungsgetue kann ich getrost verzichten. Versichert bin ich mit Schülern über den örtlichen Sportverein, als dessen "Kampfsport"-Sparte wir formal agieren.

Thats it.

Schnueffler
24-04-2013, 18:41
Also nach 25 Jahren in einem großen (DJB) und einigen kleinen Verbänden bin ich mit meinen Schülern jetzt verbandslos.

Ich vergebe an meine Schüler Grade ähnlich dem BJJ-Prinzip (also relativ frei). Das fällt am Ende auf mich zurück (der hat den xy-Grad unter soundso...).
Daher bin ich vorsichtig. In den letzten 5 Jahren habe ich genau 2 Blaugurte vergeben, der Rest war darunter (gelb u. orange mit Masse).

Bei verbandsoffenen Turnieren holen meine Schüler regelmässig Medaillen, bei Wechseln an andere Orte haben sie stets kein Problem bei Einstufungsprüfungen in Verbänden gehabt.

Seminare kann ich auch ohne Verband mit meinen Schülern besuchen. Auf das Prüfungsmarken-,Lizenzen-, Funktionärs- und Ordnungsgetue kann ich getrost verzichten. Versichert bin ich mit Schülern über den örtlichen Sportverein, als dessen "Kampfsport"-Sparte wir formal agieren.

Thats it.

Wenn es so läuft ist es doch super.

Saber
24-04-2013, 19:23
Ich sehe keinen großen Vorteil in einem „offiziellen“ Verband (DOSB) zu sein – außer evtl. die Möglichkeit sich günstig weiterzubilden. In den vergangen Jahren habe ich leider immer wieder feststellen müssen das „die Oberen“ in großen Verbänden nicht mehr viel mit den Sportlern auf der Matte zu tun haben.

Das Gürtelsystem wurde schon 1000 Mal diskutiert. Ich sehe es so: Als Trainer habe ich doch kein Interesse daß meine Schüler Gürtel tragen die nicht ihrer Leistung entspricht. Es wird dann immer auf mich zurück fallen.

Zum Thema Versicherung: Wir hatten den Fall, daß eine Schülerin im Training schwer verletzt wurde als sie einen Fußtritt ins Gesicht bekam. Hier hat die Versicherung des BLSV NICHT gezahlt, da die Schülerin das Verletzungsrisiko bewußt eingeht wenn sie unser Training besucht.

Vor allem kosten viele Verbände den Verein sehr viel Geld!!!

Sensei-T
24-04-2013, 21:01
[...]

Zum Thema Versicherung: Wir hatten den Fall, daß eine Schülerin im Training schwer verletzt wurde als sie einen Fußtritt ins Gesicht bekam. Hier hat die Versicherung des BLSV NICHT gezahlt, da die Schülerin das Verletzungsrisiko bewußt eingeht wenn sie unser Training besucht.

Vor allem kosten viele Verbände den Verein sehr viel Geld!!!

Zum Versicherungsthema: das ist bedauerlich... Und es ist (leider) nunmal so, dass sich die Versicherungen natürlich erstmal winden und drehen und versuchen, nicht zahlen zu müssen. Beispiele dafür gibt's (leider) genug und im Aussitzen sind die diese ja auch sehr gut. Das mit dem "bewusst eingehen" vermag ich nicht beurteilen zu können. Fakt ist jedoch wohl, dass der Unfall sicher nicht z. B. beim Fallschirmspringen oder im Rennsport passiert ist, welches ja schon von vornherein bei den meisten Versicherungen Ausschlusskriterien sind...
In unserem Verein gab's auch mal 'ne in Mitleidenschaft gezogene Kauleiste, ohne zu murren hat die Sportunfallversicherung die Kosten ersetzt. Und das war wohl damals 'ne Stange Geld

Zum Thema Verbände: jo, Abgaben an den LSB, die Sportfachverbände auf Bundes- oder Landesebene wollen auch was sehen, die Kreissportbünde halten auch die Hand auf, die Fachverbände im Stadtsportbund tun sich dem nach, usw...:mad:

dreamevil7
02-01-2015, 09:03
Was ist der Vorteil eines Verbandes?
Eigentlich keiner. Wie es schon öfters zu lesen war, kommt es auf die Qualität an.
Was hat ein Verband? (wäre die richtige Fragestellung)
- Zusammenfassen von Schulen
- Vereinheitlichung eines Programmes für die angeschlossenen Schulen (hat den einen Vorteil, wenn ich in München Ju-Jutsu (DJJV) mache, wird zum Orangegurt das gleiche unterrichtet, wie in Hamburg zum Orangegurt , also ist ein Wechsel der Schule innerhalb des Verbandes einfacher) -> so der Gedanke
- Einheitliche Schulungen (Prüferlizenz)

Vorteil für einen Verein in einem Fachverband:
- der Trainer kann muss kein eigenes Gürtelprogramm schreiben für seine Schüler, er kann das vom Verband nehmen


Ansonsten sehe ich keine echten Vorteile.
Unfallversicherung etc. läuft ja über den Landessportbund und nicht über den Fachverband.

Nachteile in einem Verband:
- Man ist immer auf andere Wasserköpfe angewiesen.

In unserem Verein sind wir in 2 Verbänden und wir haben noch ein verbandslosese Prüfungsprogramm für Kinder und Erwachsene.

Dadurch können wir jedem Schüler wirklich das Passende Programm bieten. ABER ACHTUNG trainieren muss jeder noch selber ;-)

Bero
02-01-2015, 09:30
- Vereinheitlichung eines Programmes für die angeschlossenen Schulen (hat den einen Vorteil, wenn ich in München Ju-Jutsu (DJJV) mache, wird zum Orangegurt das gleiche unterrichtet, wie in Hamburg zum Orangegurt , also ist ein Wechsel der Schule innerhalb des Verbandes einfacher) -> so der Gedanke
- Einheitliche Schulungen (Prüferlizenz)


Naja zumindest diese beiden Punkte stimmen so meiner Meinung/Erfahrung nach nicht.

Es ist eigentlich nur geregelt was in einer Orangegurtprüfung zu zeigen ist, wie man sie mit leben füllt, dass ist wieder von Verein zu Verein bzw. Trainer zu Trainer sehr unterschiedlich.

Entsprechend können für einen Orangegurt völlig verschiedene Techniken vermittelt werden.

Auch der Inhalt/Aufbau von Lizenzschulungen, kann je nach Lehrbeauftragtem sehr, sehr abweichend ausfallen.

Was aber tatsächlich ein Vorteil ist, ist die deutschlandweite Anerkennung der Grade/Lizenzen.

Schnueffler
02-01-2015, 09:56
Ansonsten sehe ich keine echten Vorteile.
Unfallversicherung etc. läuft ja über den Landessportbund und nicht über den Fachverband.


Ahm, nö.
Als einzelner Verein kann man nicht so einfach in den LSB eintreten. Dies geschieht eigentlich immer über den jeweiligen Fachverband. Teilweise ist es möglich, wenn der jeweilige Verein im Bereich Fußball Mitglied ist und dann die Sparte JJ mit dran hängt.

th.giese
03-01-2015, 14:51
Ahm, nö.
Als einzelner Verein kann man nicht so einfach in den LSB eintreten. Dies geschieht eigentlich immer über den jeweiligen Fachverband. Teilweise ist es möglich, wenn der jeweilige Verein im Bereich Fußball Mitglied ist und dann die Sparte JJ mit dran hängt.

Den ersten Teil deiner Aussage kann ich so unterschreiben, den zweiten Teil leider nicht so ohne weiteres. Ich weiß nicht, ob Du irgenwann mal einen Unfallmeldebogen eines Landessportverbandes gesehen hast.
Da gibt es Fragen, welche den Unfallhergang beleuchten und ob das Training von einem lizensierten Trainer geleitet wurde. Und unter lizensiert verstehen die nach Qualitätsrichtlichen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) als höchster Sportorganisation in Deutschland ausgebildete Trainer in den unterschielichen Lizenzstufen. Wenn keine Fachverbandszugehörigkeit besteht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Trainer eine DOSB-Lizenz hat recht groß und der Trainer spätestens dann am A...., weil da durchaus Regressansprüche ihm als Trainer gegenüber geltend gemacht werden können.
Ich höre quasi auch schon die Argumentation, ja dafür ist die geschädigte Person (hoffentlich) Krankenversichert. Tja ob ihr es nun glaubt oder nicht, die Krankenversicherungen prüfen in der heutigen Zeit sehr genau, ob man da irgendjemanden in Regress nehmen kann. Die Kohle im System ist knapp und da lohnt es sich jeden Cent wieder zu holen, wenn möglich.
Ob man sich solch einem Risiko dem "Privileg" in bin Verbandsfrei zu neigt, muss jeder für sich entscheiden.

Es wurde im Laufe der Diskussion auch erwähnt, dass Landes- und Bundesfachverbände die Vereine eine Menge Kohle kosten. Das ist zumindest beim DJJV mit Nichten der Fall. Da fällt in der Regel die jähliche Gebühr für die Sichtmarke, Prüfungsgebühren, Startgeld für Meisterschaft etc. an. Das sind aber alles relativ kleine Beträge. Die Verbände werden in der Regel durch die öffentliche Hand finanziert. Im Saarland ist das in erster Linie der der Erlös aus Toto und Lotto. Wie das in anderen Bundesländern läuft weiß ich allerdings nicht sicher. Fakt ist aber auch, dass es Landesportbünde gibt, welche für jede DOSB-Lizenz zuschüssen an die betreffenden Vereine gewähren.
Mitglied in einem Sportverband zu sein, hat meiner Meinung nach deutlich mehr Vorteile als Nachteile.
Auch ist das Anmieten von Trainingshallen für einen "freien" Verein deutlich schwerer als für einen, der Mitlgied in einem Sportfachverband ist.

Wichtig ist unterm Strich, wie schon mehrfach erwähnt, die Qualität des Trainers und das was er daraus macht und nicht die Zugehörigkeit zum Verband XY, dennoch kann man aber auch einen Vollpfosten mit DOSB-Lizenz geraten.

Schnueffler
03-01-2015, 15:23
Das an sich ist soweit korrekt, nur reicht meist bei den einzelnen Sparten der Übungsleiter C Breitensport der Versicherung des DOSB aus.
Einige KK/KS Gruppen sind oftmals über die Turnerriege mit im LSB Und somit im DOSB.

th.giese
05-01-2015, 16:25
Das an sich ist soweit korrekt, nur reicht meist bei den einzelnen Sparten der Übungsleiter C Breitensport der Versicherung des DOSB aus.
Einige KK/KS Gruppen sind oftmals über die Turnerriege mit im LSB Und somit im DOSB.

Und der lizensierte Trainer der Turnerriege hält dann den Kopf hin, wenn der JJ-Trainer Bockmist baut :ups::respekt:

Alle Achtung .....

Solange nix passiert ist alles Cool. Ein paar blaue Flecken? Kommt vor, dafür spielen wir kein Hallenhalma. Wenn durch eine grobe Fahrlässigkeit des Trainers jemand ernsthaft zu Schaden kommt, glaube ich allerdings kaum, dass der Übnungsleiter C der Turnerriege für den JJ-Trainer die Suppe auslöffelt.

Schnueffler
05-01-2015, 17:05
Nein, du hast mich falsch verstanden. Der JJ Trainer muss den Übungsleiter C Breitensport haben.

Roma
05-01-2015, 17:53
Was Schnüffler schreibt funktioniert auch einwandfrei. Ich selber unterrichte Verbandsfrei JJ in einem Sportverein, laut Papier gehören wir zum Turnen/Breitesnsport, ich besitze die C Lizenz Breitensport und den Übunglsleiter B Präventionssport des DOSB und darüber laufen auch ggf. die Unfallmeldungen, gab bei der einzigen schweren Verletzung in jetzt / Jahren in dem Verein (ein Bänderriss im Knie) keine Probleme.

Bero
06-01-2015, 10:12
Mhh, zum Thema Versicherungen.

Sehr viele Systeme haben ja, anders als das JuJu, gar keine offiziell anerkannten Trainerlizenzen. (da sie nicht im DOSB sind)

Klar, denen würde der reguläre Trainer-C Breitensport offen stehen aber ich kenne persönlich sehr wenige aus diesem Bereich, die eine solche vorweisen können.

Stehen die alle mit ihrem Training einen Schritt vorm Offenbarungseid, weil sich mal jemand verletzten könnte und die Versicherung Schadensersatz fordert?

Gut, private Schulen müssen sich eh separat Versichern aber was ist mit solchen die in nem Mehrspartenverein oder sogar als eigenständiger EV organisiert sind?

th.giese
06-01-2015, 15:32
Was Schnüffler schreibt funktioniert auch einwandfrei. Ich selber unterrichte Verbandsfrei JJ in einem Sportverein, laut Papier gehören wir zum Turnen/Breitesnsport, ich besitze die C Lizenz Breitensport und den Übunglsleiter B Präventionssport des DOSB und darüber laufen auch ggf. die Unfallmeldungen, gab bei der einzigen schweren Verletzung in jetzt / Jahren in dem Verein (ein Bänderriss im Knie) keine Probleme.

Kann gut gehen muss aber halt nicht. Die Krankenkassen sind inzwischen sehr sensibel geworden und versuchen sich zurück zu holen was geht.Ich glaube aber, solange man einem Trainer/Übungsleiter keine grobe Fahrlässigkeit nachweisen kann passiert in der Regel auch nichts. Und Bänderrisse im Knie gibt es gerade jetzt in der Skisaison sicher zu Hauf.

th.giese
06-01-2015, 15:33
Nein, du hast mich falsch verstanden. Der JJ Trainer muss den Übungsleiter C Breitensport haben.

Achso, na dann...

th.giese
06-01-2015, 15:45
Stehen die alle mit ihrem Training einen Schritt vorm Offenbarungseid, weil sich mal jemand verletzten könnte und die Versicherung Schadensersatz fordert?

maybe, Fakt ist, wenn die Versicherung nachforscht und der entsprechende Trainer keine anerkanntet (DOSB)Lizenz hat, steht er primär richtig dumm da.
Bei Knieverletzungen (ein Beispiel)mit OP, langen Krankenhausaufenthalt, Reha, AHB, Langzeitschäden usw. kommen schnell etliche Tausend Euros zusammen. Da ist man gut beraten eine Privathaftpflichtverscherung zuhaben.


Gut, private Schulen müssen sich eh separat Versichern aber was ist mit solchen die in nem Mehrspartenverein oder sogar als eigenständiger EV organisiert sind?

Im e.V. kann der Vorstand sogar in die Haftung genommen werden. Es ist in der heutigen Zeit vieles komplizierter geworden. Man muss sich deutlich mehr Gedanken um potentielle Gefahren machen.
Selbst als Verein ist man gut beraten, eine Versicherung für "Nichrmitglieder" zusätzlich abzuschließen, wenn man Kurse gegen eine Gebühr anbietet ohne Vereinsmitlgiedschaft. Diese gibt es über den zuständigen LSV aber recht kostengünstig.
Viele Ehrenamtlich sind sich dessen gar nicht bewusst. Ich selbst bin nun schon über 30 Jahre ehrenamtlich in einem Vorstand tätig. Vor Jahren habe ich über den LSV Saarland ein Seminar für Kassierer besucht. Nach diese Seminar hätte ich den Job als Kassierer in unserem Verein am liebsten geschmissen.... Vieles sind aber auch nur "theoretische" Gefahren, dennoch sollte man wissen worauf man sich im Extremfall einlässt. Denn wie heißt es so schön: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

Bero
06-01-2015, 16:25
Hat mich nur mal Interessiert, immerhin können viele Systeme die ganz normal in Vereinen unterrichtet werden, ja gar keine DOSB-Lizenz erwerben.

Seien es FMA, WT, BJJ(noch?), KM, usw., allen steht ja eigentlich nur die reguläre Breitensportlizenz offen.

Wie ist das also mit denen, wenn die z.B. in einem normalen Mehrspartenverein (also nicht kommerziell) organsiert sind, dürften die eigentlich gar kein Training geben?

Und wie sieht es mit den "kleinen" Lizenzen des DJJV (Clubassistenz, Lehreinweisung, etc.) aus?
Das sind ja so weit ich weiß keine offiziellen DOSB-Lizenzen, auch wenn sie teils auf den C-Schein angerechnet werden können.
Es gibt ja auch nicht gerade wenige JuJu-Trainer die nur etwas in der Art aufweisen können, wenn überhaupt.

Greift da evtl. da im Zweifelsfall nicht eher die Versicherung des Vereines oder hätte der Verein einen gar nicht trainieren lassen dürfen?

Hug n' Roll
07-01-2015, 10:06
Der Trainer muss den Übungsleiter C Breitensport haben.

So sehe ich das (als verbandsfreier Trainer) auch.
-Ist zwar Panne, da diese Lizenz u.U. mit dem, was Du auf der Matte tust wenig bis gar nichts zu tun hat. Aus versicherungstechnischer Sicht aber wohl der sicherste Weg.

th.giese
08-01-2015, 13:25
Hat mich nur mal Interessiert, immerhin können viele Systeme die ganz normal in Vereinen unterrichtet werden, ja gar keine DOSB-Lizenz erwerben.

Seien es FMA, WT, BJJ(noch?), KM, usw., allen steht ja eigentlich nur die reguläre Breitensportlizenz offen.

Zumindest für Teile des BJJ könnte sich das bald ändern. BJJ ist teilweise im DJJV integriert, so dass es für hier u.U. bald eine DOSB-Lizensierung geben könnte. Über Sinn oder Unsinn einer Übernahme durch den DJJV wurde an anderer Stelle schon ausgiebig diskutiert.
Ein Bundesverband eines anderen JJ-Stils hat aber außer einer Mitgliedschaft im DJJV eine Chance in den DOSB aufgenommen zu werden. Laut der Satzung des DOSB darf nur ein Fachverband einer Sportart Mitglied sein. Das ist auch einer der Gründe, weshalb sich BJJ und Jiu zum Teil dem DJJV angeschlossen haben.


Wie ist das also mit denen, wenn die z.B. in einem normalen Mehrspartenverein (also nicht kommerziell) organsiert sind, dürften die eigentlich gar kein Training geben?

Kann man so nicht sagen, dennoch sollten Trainer und Vorstand um die Lawine wissen, welche da auf sie zurollen könnte.


Und wie sieht es mit den "kleinen" Lizenzen des DJJV (Clubassistenz, Lehreinweisung, etc.) aus?
Das sind ja so weit ich weiß keine offiziellen DOSB-Lizenzen, auch wenn sie teils auf den C-Schein angerechnet werden können.

Der Club-, Sport- oder Trainerassistent soll den Trainer auf der Matte unterstützen, was sich aus der Bezeihnung ja unschwer ableiten lässt. Die Lehreinweisung ist so ein Sonderstatus des DJJV. Für den 1. bis 3. Dan ist eine Lehreinweisung oder Assistentenausbildungen erforderlich. Der Danträger soll den Trainer unterstützen oder auch im Notfall auch mal ein Training leiten können, so steht es sinngemäß in der Beschreibung des 1. Dan im JJ 1X1 des DJJV. Für 4. Dan ist dann Lizenzstufe I (Trainer C) und für den 5. Dan ist Lizenzstufe II (Trainer B) erforderlich. Bei Fehlen dieser Lizenzen verlängert sich die Vorbereitungszeit. Vielleicht ist der DJJV da ein wenig inkonseqnent. Aber andererseits hat auch nicht jeder Dan-Träger die Ambition als Trainer auf die Matte zu gehen. Der Erwerb und die regelmäßige Verlängerung von Lizenzen kostet eine Menge Zeit und verursacht auch zusätzliche Kosten, was auch nicht jeder auf sich nehmen will.
Fakt ist, dass jeder Trainer eine Qualifikation anstreben sollte. Zum einen, um sein Risiko zu minimieren und zum anderen wird in der Ausbildung das entsprechende Handwerkszeug vermittelt. Was ein Trainer dann mit diesem Handwerkszeug veranstaltet ist eine andere Sache. Es gibt sehr gute Trainer mit und ohne Lizenz.


Es gibt ja auch nicht gerade wenige JuJu-Trainer die nur etwas in der Art aufweisen können, wenn überhaupt.

Greift da evtl. da im Zweifelsfall nicht eher die Versicherung des Vereines oder hätte der Verein einen gar nicht trainieren lassen dürfen?

Welche Klauseln im einzelnen die Vertragsbedingungen der Versicherer behinhalten weiß ich natürlich nicht. Das muss man halt im "Kleingedruckten" recherchieren. Vorstand und Trainer müssen um die Gefahren und Stolperstellen wissen die da auf einen lauern können.
Das hört sich nun alles nach Horrorszenarien an, es sind halt aber mal die Fakten.

Saber
08-01-2015, 16:19
Nach Aussage der ARAG - die Versicherungsträger des BLSV (Bayern) ist, verlangt kein Landessportverband dass ein Trainer lizenziert sein muss.

Versicherungsschutz besteht immer.

Aufsichtspflicht im Training (http://www.arag-sport.de/ihr-sportversicherungsbuero/wlsb/infos-zur-sportversicherung/haftpflicht/aufsichtspflicht-im-training/)

Schnueffler
08-01-2015, 16:56
Nach kurzem Überfliegen lese ich es so, das es sich um eine private, zusätzliche Versicherung handelt.
So als wenn der private Anbieter einen Versicherungsschutz zahlt und dieser dann auch die eigenen Regeln aufstellen kann.
Das andere bezog sich auf die Versicherung des LSB, bzw. DOSB.

Saber
08-01-2015, 17:20
Die arag ist die Versicherung des lsb. Wir sind ein großer verein und auch in anderen sportarten hat nicht jeder Trainer einen ül Schein. Bis jetzt hat es noch keine Probleme gegeben bei Unfällen. Vielleicht hatten wir auch nur Glück

Schnueffler
08-01-2015, 17:28
Wie gesagt, ich kann nur für das Jiu Jitsu und anderen KK/KS in verschiedenen Verbänden in NRW sprechen und die Erfahrungen, die wir mit dem LSB gemacht haben.

Saber
08-01-2015, 17:30
Versicherungen ein eh am besten wenn man sie nicht braucht :)

Schnueffler
08-01-2015, 17:34
Versicherungen ein eh am besten wenn man sie nicht braucht :)

Auf jeden Fall!
Aber man will sich und seine Mitglieder ja absichern.

Saber
08-01-2015, 17:36
Da hast Du recht!

Gastr
22-03-2015, 15:47
Ich werde nächste Woche wohl ein Probetraining in einem der DJJU angeschlossenem Verein machen.
Ich bin nun etwas verwirrt wegen der verschiedenen Vereine.
Was ist denn der Unterschied von DJJV und DJJU?

Ich suche etwas das sich mehr auf SV und nicht auf Wettkämpfe ausrichtet.
Hoffe die Frage ist nicht du blöde, bin noch ganz neu in meiner JJ Recherche.:)
Vielen Dank.

Bero
22-03-2015, 16:31
Was ist denn der Unterschied von DJJV und DJJU?


Sind halt unterschiedliche Verbände, der eine halt größer, der andere kleiner.

Ob du da findest was du suchst hängt weniger vom Verband als vom Verein ab.

Gastr
22-03-2015, 16:38
Danke. :)