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Vollständige Version anzeigen : Früher Karate, dann Aikido und nun zum Ju Jutsu?



odinsown
30-04-2013, 13:16
Hallo zusammen!

Ich habe früher einige Jahre Shotokan trainiert und bin dann nach längerer Pause zum Aikido, was ich nun auch schon ein paar Jahren trainiere.
Vor kurzem war ich bei einem Ju Jutsu Probetraining und war sofort begeistert :-)
Vieles kannte ich in gleicher oder ähnlicher Form aus dem Karate oder Aikido und was mich im Gegensatz zum Aikido angesprochen hat, ist der SV-Bezug.

Nun bin ich am Überlegen, vom Aikido zum JJ zu wechseln. War von euch vielleicht jemand in der gleichen Situation und kann mir von seinen Beweggründen oder Erfahrungen bzw. Für und Wider berichten?

Vielen Dank für eure Meinung.

Gruß
Stefan

Franz
30-04-2013, 13:33
mach doch beides :)

odinsown
30-04-2013, 13:38
Beides funktioniert leider nicht, ich muß mich für eins entscheiden...
Ich gehe jetzt 2-3 mal in der Woche ins Training, mehr macht die Familie nicht mit ;-)

Sabum-Nym
30-04-2013, 13:57
Deine Bewunderung zum Ju-Jutsu in allen Ehren, wenn du als ehemaliger Karateka/Aikidoka dieselben Elemente im Ju-Jutsu wiederfindest. Schließlich wurde das Ju-Jutsu in den 60er Jahren aus diesen Stilarten Judo, Karate und Aikido mit der Maßgabe einer neuen effektiven Selbstverteidigung für Polizeikräfte zu entwickeln neugegründet.

odinsown
30-04-2013, 14:05
Das ist mir bekannt :-)
Ich meinte damit, daß der Umstieg aufgrund der Gemeinsamkeiten vielleicht etwas leichter fallen könnte. Es wäre für mich interessant, ob hier jemand diese Erfahrung gemacht hat und das eventuell bestätigen kann.

Pyriander
30-04-2013, 14:25
...
Vieles kannte ich in gleicher oder ähnlicher Form aus dem Karate oder Aikido und was mich im Gegensatz zum Aikido angesprochen hat, ist der SV-Bezug.

Nun bin ich am Überlegen, vom Aikido zum JJ zu wechseln. War von euch vielleicht jemand in der gleichen Situation und kann mir von seinen Beweggründen oder Erfahrungen bzw. Für und Wider berichten?



Hallo, war bei mir gleich, nur bin ich im Ju-Jutsu gestartet und ins Krav Maga rein; Erfahrung: Beste, was ich nur machen konnte; Realitätsbezug war, was mich damals bewogen hat.

Heute ist es das zwar auch, aber es hängt nun so viel anderes und mehr dran; ich habe dadurch so vieles gelernt und in neue Welten Einblick erhalten.

Ausprobieren, Testen, vielleicht mal beides eine Weile paraleel und dann Revue passieren lassen.

Aber wenn Dich der SV-Bezug fasziniert, gibt es noch eine ganze Menge weiteres, in das Du reinschauen könntest...

VG

odinsown
30-04-2013, 15:06
Parallel funktioniert leider nicht so einfach, aber ich kann Aikido eine Zeit lang auf Eis legen und den Fokus auf JJ legen ;-)

Kobra-Jah-Khan
30-04-2013, 15:49
Hi....

Ich würde dir Ju Jutsu empfehlen da du in diesem Stil eine Mischung aus bewährten Kampfkunsttechniken hast mit Schwerpunkt auf Karate,Aikido und Judo,doch sind im laufe der Jahre auch diverse Techniken aus dem Ringen,Muay Thai,Escrima/FMA,Boxen,Kobudo, Kung Fu(Wing Chun/Jeet Kune Do) und dem BJJ dazugekommen.

Ich habe Ju Jutsu eine Weile lang trainiert und war sehr begeistert weil es wirklich alle Kampfdistanzen und Phasen abdeckt.Für Ju Jutsu spricht auch das der DJJB daran interressiert ist möglichst viele Menschen für Ju Jutsu zu begeistern und die Preise sind sehr menschlich gehalten.Das ist für mich inzwischen auch ein wichtiges Kriterium.Ein weiterer wichtiger Punkt ist das es sehr ehrlich und geordnet zu geht,es gibt keine Geheimniskrämerei und dissen von anderen Kampfkünsten wie man es z.B. im Wing Tsun zur genüge erlebt,leider inzwischen auch immer öfter im BJJ oder MMA.
Ich habe in knapp einem Jahr training viel gelernt,bin dann aber ins Nin Jutsu gewechselt und mittlerweile bin ich dabei wieder ins Ju Jutsu zurückzukehren weil ich finde das dieser Stil enorme Vorteile bietet und mir als interressierten an historischen europäischen Kampfkünsten eine enorme Bandbreite an Techniken liefert mit denen ich historische Komplexitäten nachbilden kann.
Ich trainiere inzwischen Hauptsächlich meinen eigenen Stil Yao Do Allkampf der seinen Schwerpunkt in historischen europäischen kampfkünsten hat.Ju Jutsu ist ein sehr freier Stil der dir helfen kann deinen eigenen persönlichen ganz individuellen Stil zu entwickeln und auch zu verbessern durch die enorme Technikvielfalt die ordentlich und gut vermittelt wird.Davon provitiere ich persönlich sehr.
Aikido ist sehr limitiert denke ich da keine Schläge,Tritte, Bodenkampf und gängige urbane Waffen zu verwenden zwar ein hohes Ideal ist aber meineserachtens ein unrealistisches.Ebenso kommt realistisches Sparring/Randori mit Schutzausrüstung und Szenariotraining eindeutig zu kurz was sich eine ernstzunehmende Kampfkunst einfach nicht leisten darf.Darauf zu verzichten ist ein schwerer Fehler und verschiebt eine Kampfkunst meineserachtens in den wellness Bereich!


Im Ju Jutsu hast du auch einige gute,nützlich und schöne Aikido Techniken.Es ist sehr breitgefächert,macht grossen Spass und richtig trainiert hat es das Potential jeden zu einem guten Kämpfer zu transformieren der sich in allen Distanzen und Kampfphasen verteidigen kann.Auf der Strasse und im Ring.


Liebe Grüsse...Kobra

Kreuzkuemmel
30-04-2013, 16:05
Das ist mir bekannt :-)
Ich meinte damit, daß der Umstieg aufgrund der Gemeinsamkeiten vielleicht etwas leichter fallen könnte. Es wäre für mich interessant, ob hier jemand diese Erfahrung gemacht hat und das eventuell bestätigen kann.

Ich habe diese Erfahrung zwar nicht selbst gemacht, bin mir aber sicher, dass es so ist.

bugei
08-05-2013, 07:51
Ich meinte damit, daß der Umstieg aufgrund der Gemeinsamkeiten vielleicht etwas leichter fallen könnte. Es wäre für mich interessant, ob hier jemand diese Erfahrung gemacht hat und das eventuell bestätigen kann.

Solange Du die Techniken so ausführen darfst, wie Du sie beim Karate bzw Aikido gelernt hat, dann sicher.
Falls aber der Lehrer, die Prüfungsordnung oder ( Klischee einfügen) von Dir verlangt, eine schon gelernte und automatisierte Technik plötzlich ganz anders zu machen, wirds problematisch. Ich habe mal gastweise in einem selbstgebastelten JJ-System mittrainiert. Die hatten die Eigenart, die Faust beim Grundschulfauststoß ( Seiken-Choku-Tsuki bzw Oi-Tsuki) im Hikite offen zu haben und erst während des eigentlichen Stoßes zu schließen. Mal unabhängig von Sinn oder Unsinn dieser Methode fühlt sich das ziemlich komisch an, wenn mans nicht gewöhnt ist