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Vollständige Version anzeigen : JIU-JITSU - schnellerer Fortschritt durch Vorkenntnisse?



GERMONEY
11-11-2013, 17:34
Hallo zusammen,

ich habe neulich probeweise beim Jiu-Jitsu Training mitgemacht und ich habe festgestellt, dass es mir auch gut liegt und gefällt. Ich würde allerdings gerne wissen, ob es möglich ist, die Prüfungswartezeiten zu verkürzen oder Prüfungen zu überspringen bzw. Doppelprüfungen zu machen, wenn man durch Vorkenntnisse aus anderen Kampfsportarten die Techniken schon beherrscht...
Da Jiu-Jitsu auch eine japanische Kampfkunst ist, und ich früher beim Judo war und derzeit Karate praktiziere, musste ich beim Blick in die Prüfungsordnung nämlich feststellen, das mir sehr vieles bereits vertraut ist, vorallem bei den Grundtechniken eigentlich fast alles in den kyu-stufen...
hab ich das richtig erkannt, dass das prüfungsprogramm zum neuen gurt eigentlich immer das programm des vorherigen beinhaltet?

MFG :)

Bodenknuddler
11-11-2013, 17:52
1.) Ist JiuJiutsu kein japanisches System.
2.) Wenn es dir um Gürtel und Gürtelprüfungen primär geht, solltest du dir was anderes suchen. Diese Dinge sind Begleiterscheinungen des Trainings, und wenn du gut bist, wirst du auch entsprechend schneller voran kommen.

Bero
11-11-2013, 18:25
Also mal unabhängig von Sinn bzw. Unsinn des verkürzen oder überspringen von Vorbereitungszeiten/Prüfungen, ist das eine Sache des Verbandes.

Bei manchen ist so was möglich, bei anderen nicht und dann gibt es da ja auch noch die verbandslosen Schulen.
Du müsstest dich also zuerst einmal schlau machen, welche Regularien bei dir zum tragen kommen.

Ich persönlich halte generell nicht viel vom verkürzen, einmal aus den selben Gründen wie sie Bodenknuddler unter Punkt 2. schreibt aber auch, weil die Einschätzung der eigenen Fähigkeiten des Schülers mit seinem tatsächlichen Stand, nicht unbedingt korreliert.

Trainiere für das Können und nicht für den Gürtel.

Kigger
11-11-2013, 18:40
Mal ehrlich : es ist doch sowas von sch...egal was Du da um den Bauch hast.
Warum machen Leute darum immer wieder sonen Feez ?
Interessiert es irgendwen welche Gradiuerung Bruce Lee hatte ??
Bei Boxern gibts das garnicht,stattdessen was auf die Nase :-))
Es zählt,was man draufhat und was man damit anstellen kann,nicht was man sich um den Bauch bindet.

Tarogh
11-11-2013, 19:31
Also mal unabhängig von Sinn bzw. Unsinn des verkürzen oder überspringen von Vorbereitungszeiten/Prüfungen, ist das eine Sache des Verbandes.

Bei manchen ist so was möglich, bei anderen nicht und dann gibt es da ja auch noch die verbandslosen Schulen.
Du müsstest dich also zuerst einmal schlau machen, welche Regularien bei dir zum tragen kommen.

Ich persönlich hallte generell nicht viel vom verkürzen, einmal aus den selben Gründen wie sie Bodenknuddler unter Punkt 2. schreibt aber auch, weil die Einschätzung der eigenen Fähigkeiten des Schülers mit seinem tatsächlichen Stand, nicht unbedingt korreliert.

Trainiere für das Können und nicht für den Gürtel.

Unterschreibe ich mal so!


Gruss Tarogh

GERMONEY
12-11-2013, 14:32
Es geht nicht um den Gürtel Kigger, der hält blos die Jacke zu...ich glaube ihr habt meine Frage etwas missinterpretiert...

Selbstverständlich geht es mir um die Fähigkeiten, aber wenn du dich schon zusätzlich zu einer Kampfsportart zu einer zweiten anmelden willst dann überlegst du dir schon wie schnell du dort Fortschritte machen kannst, ganz einfach (vorallem wenn du eben bemerkst, das du sehr vieles schon kennst)... Sonst kann ich auch einfach ein paar der Techniken die mich interessieren privat lernen...
Ich bin nunmal jemand, der sich täglich mehrere Stunden mit Kampfkunst beschäftigt, und nicht blos 2 mal die Woche 90 Minuten lang im Dojo wie manch anderer, für den diese Pflichtwartezeiten durchaus sinnvoll sein mögen....
PS: Wenn Jiu-Jitsu kein ursprünglich japanisches System ist, warum dann die ganzen japanischen Technikbezeichnungen in der Prüfungsordnung?

Pustekuchen
12-11-2013, 14:53
Mal ehrlich : es ist doch sowas von sch...egal was Du da um den Bauch hast.
Warum machen Leute darum immer wieder sonen Feez ?Na, wenns doch so egal ist, warum machst DU dann so'n "Feez" draus? Lass ihn doch seinen Gürtel machen...:rolleyes:

Bero
12-11-2013, 15:15
Selbstverständlich geht es mir um die Fähigkeiten, aber wenn du dich schon zusätzlich zu einer Kampfsportart zu einer zweiten anmelden willst dann überlegst du dir schon wie schnell du dort Fortschritte machen kannst, ganz einfach (vorallem wenn du eben bemerkst, das du sehr vieles schon kennst)... Sonst kann ich auch einfach ein paar der Techniken die mich interessieren privat lernen...
Ich bin nunmal jemand, der sich täglich mehrere Stunden mit Kampfkunst beschäftigt, und nicht blos 2 mal die Woche 90 Minuten lang im Dojo wie manch anderer, für den diese Pflichtwartezeiten durchaus sinnvoll sein mögen....

So wie sich das liest, scheinst du deine Fortschritte ja aber an der Binde um den Bauch festzumachen.
Besser werden und dazu lernen, kannst du auch ohne irgendwelche Gürtel zu überspringen oder Vorbereitungszeiten zu verkürzen.
Das eine hat ja nichts mit dem anderen zu tun oder werden dir Sachen vorenthalten, wenn du nicht Gürtel XY trägst? (soll es ja geben)

Abgesehen davon, überschätz dich mal auch einfach nicht. Nur weil einem etwas bekannt vorkommt und man es schon mal hier oder da gemacht hat, heißt das noch lange nicht das man es beherrscht, vor allem im Kontext einer anderen Kampfkunst.
Jede Minute die du in dein Training investierst ist ja genutzte Zeit aber bei dir hört es sich an als wäre sie verschwendet, weil du das alles eh schon kannst.
Wenn dem tatsächlich so ist, solltest du dich vielleicht auch einfach Fragen, ob du in der richtigen Sportart Bzw. dem richtigen Verein bist.

Meiner Erfahrung nach heißt es "Mindestvorbereitungszeit" weil die Leute diese Zeit auch Mindestens brauchen. In der Regel brauchen sie aber deutlich mehr.


PS: Wenn Jiu-Jitsu kein ursprünglich japanisches System ist, warum dann die ganzen japanischen Technikbezeichnungen in der Prüfungsordnung?
Ließ das hier einfach mal:
http://www.kampfkunst-board.info/forum/f92/jiu-jitsu-ju-jutsu-brazilian-jiu-jitsu-unterschiede-geschichte-135375/

GERMONEY
12-11-2013, 16:07
Das eine hat ja nichts mit dem anderen zu tun oder werden dir Sachen vorenthalten, wenn du nicht Gürtel XY trägst?

beim privaten Training mit Sicherheit nicht...beim Vereinstraining schon! Deshalb ja überhaupt die Frage...denn ist es ja in der Regel schon so, dass die höheren Gurte anspruchsvollere Sachen machen....ich bin ja auch wirklich froh bei meinem Verein, denn dort mach ich auch bei den Übungen mit, die meinem Gurt voraus sind, weil meine Trainer meine Fähigkeiten erkennen...



Nur weil einem etwas bekannt vorkommt und man es schon mal hier oder da gemacht hat, heißt das noch lange nicht das man es beherrscht
ich hab das nicht unüberlegt und ohne Grund behauptet, ich hab mir etliche Videos angeschaut, auch viele Prüfungsvideos....und die Prüfungsordnung ist eigentlich auch eindeutig, damit wir uns nicht missverstehen, ich habe als Information diese hier genutzt:
http://jiujitsu.tv-hochstetten.de/pdf/DJJB-Pruefungsordnung.pdf
Schau mal einfach zB bei "Grün"
Fallschule,6 Würfe: O-Soto-Gari,O-Goshi,Seoi-Nage,De-Ashi-Barai,Koshi-Guruma,O-Uchi-Gari (alles Judotechniken...)
1 Judowurfkombination: Seoi-Nage / O-Soto-Gari (sogal als Judotechnik bezeichnet...)
1 Konterwurf: Yoko-Wakare gegen O-Soto-Gari (ebenfalls Judo)
3 Festhaltetechniken am Boden (Katame-Waza, Judo)
5 Grundstellungen: Heisoku-Dachi,Heiko-Dachi,Kiba-Dachi,Zenkutsu-Dachi,Kokutsu-Dachi (alle Stände auch im Karate vorhanden...)
4 Blocktechniken: Age-Uke, Gedan-Barai, Soto-Uke, Uchi-Uke
4 Schlagtechniken: Oi-Tsuki, Gyaku-Tsuki, Empi-Uchi, Shuto-Uchi
4 Tritttechniken: Mae-Geri, Yoko-Geri, Hiza-Geri, Mawashi-Geri (würd mich wundern wenn diese Block- Schlag- und Tritttechniken komplett andere sind als im Karate, wobei es feine Unterschiede schon bei verschiedenen Karatestilen gibt...)
Ich stell solche Behauptungen nicht ohne Grund auf und gehe in der Regel nicht davon aus, dass ich Sie groß erläutern muss weil die Leute denken ich wiess nicht wovon ich rede...



Jede Minute die du in dein Training investierst ist ja genutzte Zeit aber bei dir hört es sich an als wäre sie verschwendet, weil du das alles eh schon kannst.

falsch, man kann nichts oft genug wiederholen und man darf sich niemals anmaßen, etwas perfekt zu können...


Meiner Erfahrung nach heißt es "Mindestvorbereitungszeit" weil die Leute diese Zeit auch Mindestens brauchen. In der Regel brauchen sie aber deutlich mehr.
Regelfälle interessieren mich garnicht...denn wer herausragen möchte darf nicht auf die Norm schauen

GERMONEY
12-11-2013, 16:13
Also mal unabhängig von Sinn bzw. Unsinn des verkürzen oder überspringen von Vorbereitungszeiten/Prüfungen, ist das eine Sache des Verbandes.
Danke für die Information, diese Antwort ist leider die einzige, die mit meiner Frage korreliert....

Schnueffler
12-11-2013, 17:10
falsch, man kann nichts oft genug wiederholen und man darf sich niemals anmaßen, etwas perfekt zu können...


Dann ist es doch egal, was du um dem Bauch hast. Bei mir trainieren vom Weißgurt bis zum 2. Dan alle zusammen. Jeder macht alles, nur die Geschwindigkeit und die Variationen steigern sich.

Kigger
12-11-2013, 21:30
Ich finde ja,dass man besonders viel und schnell lernen kann,wenn man nicht in der Anfängergruppe mit anderen Anfängern trainiert sondern alle zusammen und man einen erfahreren was-auch-immer-für einen-Gütel-habenden als Trainingspartner hat.Da merkt man sofort,wie ne Technik sein soll und man kann gleich nachhakern wie der Partner das macht ohne den Unterricht mit vielen fragen zu stören.

Daher bin ich ein Freund des "alle zusammen trainieren",auch wenn Anfängergruppen durchaus Sinn machen.Aber von nem Anfänger lernt man halt weniger und nicht unbedingt die richtige Ausführung so wie von nem Könner.

Zweig
12-11-2013, 21:33
Hallo zusammen,

ich habe neulich probeweise beim Jiu-Jitsu Training mitgemacht und ich habe festgestellt, dass es mir auch gut liegt und gefällt. Ich würde allerdings gerne wissen, ob es möglich ist, die Prüfungswartezeiten zu verkürzen oder Prüfungen zu überspringen bzw. Doppelprüfungen zu machen, wenn man durch Vorkenntnisse aus anderen Kampfsportarten die Techniken schon beherrscht...
Da Jiu-Jitsu auch eine japanische Kampfkunst ist, und ich früher beim Judo war und derzeit Karate praktiziere, musste ich beim Blick in die Prüfungsordnung nämlich feststellen, das mir sehr vieles bereits vertraut ist, vorallem bei den Grundtechniken eigentlich fast alles in den kyu-stufen...
hab ich das richtig erkannt, dass das prüfungsprogramm zum neuen gurt eigentlich immer das programm des vorherigen beinhaltet?

MFG :)

Ich würde mir nach dem ersten Probetraining noch keine Gedanken über Graduierungen machen. Geh öfter hin und schau erstmal ob du auch dabei bleibst, entweder es wird ohnehin deinen Trainern auffallen dass du das meiste schon kannst oder du fragst sie einfach selbst was du für welche Gurtprüfung können musst.

Kigger
12-11-2013, 21:35
Na, wenns doch so egal ist, warum machst DU dann so'n "Feez" draus? Lass ihn doch seinen Gürtel machen...:rolleyes:

Ich mache keinen Feez draus sondern schreibe meine Meinung,da sehe ich nen Unterschied.

Bero
13-11-2013, 10:39
Danke für die Information, diese Antwort ist leider die einzige, die mit meiner Frage korreliert....

Das liegt daran, das es prinzipiell die einzig mögliche Antwort auf die Frage ist.

Es kommt auf den Verband an und da du ja anscheinend im DJJB bist, gilt für dich deren Prüfungsordnung.
Dort steht "5. Mindestvorbereitungszeit einhalten" entsprechend ist keine Verkürzung vorgesehen.

Alles andere was hier sonst noch diskutiert wurde sind persönliche Sichtweisen, die du annehmen kannst oder halt nicht.

Meiner Erfahrung nach überschätzen sich gerade Anfänger, die schon mal was anderes gemacht haben, ganz gewaltig und wenn jemand an der Binde um den Bauch sein Können fest macht, stellen sich mir die Nackenhaare auf.

Doch du bist nicht mein Schüler und entsprechend geht es mich nichts an.
Im Endeffekt ist es eine Sache zwischen dir und deinem Trainer sowie deinem Verständnis von "Kampfkunst".

Hug n' Roll
13-11-2013, 12:40
Wenn Jiu-Jitsu kein ursprünglich japanisches System ist, warum dann die ganzen japanischen Technikbezeichnungen in der Prüfungsordnung?

Weil es sich lässig anhört?
Weil sich KK so für bestimmte Zielgruppen besser verkaufen lässt?
Weil bestimmte Techniken aus dem japanischen Sprachraum kommen?

Jiu Jitsu ist immer nur Teil eines Systems, wenn man es traditionell betrachtet und muß zunächst mal einer Schule bzw. einem Stil zugeordnet werden.
Näheres zu den Themen "JJ, Jûdô, Judo, Ju Jutsu, Koryu" findest Du sicher mit SuFu. Ist müssig jetzt.:kaffeetri

Bubatz
13-11-2013, 13:14
Jiu Jitsu ist immer nur Teil eines Systems, wenn man es traditionell betrachtet und muß zunächst mal einer Schule bzw. einem Stil zugeordnet werden.
Näheres zu den Themen "JJ, Jûdô, Judo, Ju Jutsu, Koryu" findest Du sicher mit SuFu.

Man bräuchte langsam mal sowas wie ein FAQ in der Angelegenheit JJ im weitesten Sinne - zu Recht hat keiner hier Lust, immer wieder dieselben Sachen zu er- und Missverständnisse (in jede Richtung) aufzuklären. Solange finde ich allerdings nach wie vor diesen Artikel als Verweis ganz gut:

Jiu-jitsu History (http://www.jiu-jitsu.net/history.shtml)

Dass der Verfasser aus BJJ-Perspektive schreibt, tut der Sache keinen Abbruch. Leider fehlt halt noch die spezifisch deutsche JJ-Geschichte ("Rahn Jiu-Jitsu", "Ju Jutsu"), damit man ein komplettes Bild bekommt.

Schnueffler
13-11-2013, 13:23
Wie wäre es damit:
http://www.kampfkunst-board.info/forum/f92/jiu-jitsu-ju-jutsu-brazilian-jiu-jitsu-unterschiede-geschichte-135375/
:D

Bubatz
13-11-2013, 14:58
Wow, da war Pyriander aber fleißig! :D Mehr braucht's in Sachen FAQ für den ersten Anlauf auch gar nicht - Respekt! :)

Schnueffler
13-11-2013, 15:02
Wow, da war Pyriander aber fleißig! :D Mehr braucht's in Sachen FAQ für den ersten Anlauf auch gar nicht - Respekt! :)

Ist ja auch oben gepinnt!

Bubatz
13-11-2013, 15:15
Ist ja auch oben gepinnt!

Lol, in der Tat! :D Die Pins seh' ich nie, weil ich nach dem Einloggen immer gleich auf "neue Beiträge" gehe. (Und diejenigen, die dem Fragesteller die SuFu vorgeschlagen hatten, machen's wahrscheinlich auch so.)

KeineRegeln
13-11-2013, 17:41
Ich finde ja,dass man besonders viel und schnell lernen kann,wenn man nicht in der Anfängergruppe mit anderen Anfängern trainiert sondern alle zusammen und man einen erfahreren was-auch-immer-für einen-Gütel-habenden als Trainingspartner hat.Da merkt man sofort,wie ne Technik sein soll und man kann gleich nachhakern wie der Partner das macht ohne den Unterricht mit vielen fragen zu stören.

Daher bin ich ein Freund des "alle zusammen trainieren",auch wenn Anfängergruppen durchaus Sinn machen.Aber von nem Anfänger lernt man halt weniger und nicht unbedingt die richtige Ausführung so wie von nem Könner.

Ist zwar eigentlich off-topic, aber findet meine 100 %ige Zustimmung.


Wie wäre es damit:
http://www.kampfkunst-board.info/forum/f92/jiu-jitsu-ju-jutsu-brazilian-jiu-jitsu-unterschiede-geschichte-135375/
:D

:D hatte ich mir auch gedacht und dass es doch erst vor kurzem in diesem topic verlinkt wurde. Wenn du es nicht jetzt nicht gepostet hättest, hätte ich es getan ;)

Bero
13-11-2013, 17:55
Ist zwar eigentlich off-topic, aber findet meine 100 %ige Zustimmung.


Ist zwar off-Topic aber trotzdem ein sehr Interessantes Thema. Ich habe es eigentlich immer so kennengelernt, dass alle zusammen das Selbe trainiert haben.
Klar gab es Ausnahmen z.B. für blutige Anfänger, die erst einmal etwas mehr Zuwendung in Punkto Grundlagen brauchten.
Doch ansonsten wurden wir immer angehalten uns bunt zu mischen und nicht auf Graduierungen und/oder Schokopartner zu achten

Ich handhabe das bis heute nicht anders und ich finde es ist für beide Seiten, eine Bereicherung des Trainings.
Der Anfänger lernt viel von dem Fortgeschrittenen und dieser beschäftigt sich noch mal gedanklich mit der Materie, weil er es ja jemandem "beibringt".

KeineRegeln
13-11-2013, 20:35
Ist zwar off-Topic aber trotzdem ein sehr Interessantes Thema. Ich habe es eigentlich immer so kennengelernt, dass alle zusammen das Selbe trainiert haben.
Klar gab es Ausnahmen z.B. für blutige Anfänger, die erst einmal etwas mehr Zuwendung in Punkto Grundlagen brauchten.
Doch ansonsten wurden wir immer angehalten uns bunt zu mischen und nicht auf Graduierungen und/oder Schokopartner zu achten

Ich handhabe das bis heute nicht anders und ich finde es ist für beide Seiten, eine Bereicherung des Trainings.
Der Anfänger lernt viel von dem Fortgeschrittenen und dieser beschäftigt sich noch mal gedanklich mit der Materie, weil er es ja jemandem "beibringt".

Ich kanns halt nur aus meiner Erfahrung heraus beurteilen. Durfte als TKDion, als Anfänger sehr früh mit den Erwachsenen/Fortgeschrittenen trainieren. Sparring haben wir zwar eh sehr früh gemacht, aber mir persönlich hatte es große Fortschritte gebracht, früh mit den Höheren trainieren zu können. Vielleicht war das auch der Grundstein dafür, dass ich persönlich nichts auf Gürteln gebe. Man hat da solche und solche erlebt.

Manche waren super Techniker, andere super Kämpfer und wenige beides zugleich. So konnte ich schnell Fortschritte machen. Es spricht dann aber auch für die Trainer, wenn sie nach dem tatsächlichen Fortschritt des Schüler gehen und nicht nach seinem Hosenhalter.

Klar, ich will auch mit besseren Sparring machen und es nervt mich auch, wenn man NUR mit Anfängern trainieren muss. Aber wenn, so wie ich es im meinem alten Verein und in meinem jetztigen Verein auch, die Leute durchgetauscht werden und man auf Erfahrene wie Anfänger trifft, finde ich es ABSOLUT in Ordnung. So kämpfen z. B. Anfänger oft am Anfang für den Stil untypisch und da ich micht als Kampfkünstler sehe (Kunst im Sinne von Können) muss man flexible reagieren können. Daran erinnern Anfänger mich oft. Auch kommt hinzu, dass man da z.B. sein Hauptaugenmerk auf Sachen wie Technik oder neues ausprobieren legen kann. Während mann gegen einen der besser ist, sich auf das "Überleben" und Steigern konzentiert. Mit einem auf dem selben Level "spielt" man dann eben.

Einen gesunden Mix halte ich eben für gut. Ich bin auch keiner, der Kniffe dann für sich behält und mein nahezu nicht-existente Wissen gerne teilt.

Von daher wird auch mein Helfer-Syndrom bedient. Aber letztlich setzt sich eine Gruppe eben aus dem zusammen, aus dem sie besteht und da stehen dem Kämpfer meist nur 2 Möglichkeiten zu Verfügung. Akzeptieren und mitmachen oder ändern.

Sorry für off-topic.

Gruß
KeineRegeln

p.s.: Wenn dem TE keine Nachteile entstehen, sollte ihm sein Gürtel egal sein. Wenn aber wirklich immer nur mit blutigen Anfängern trainieren müsste und auch einiges gar nicht lernen darf, dann kann ich ihn schon verstehen, obwohl ich ein Freund von gürtellosen Systemen bin.

pps.: rein nach dem Gürtel bin ich auch ein absoluter Anfänger ;)