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Vollständige Version anzeigen : Schultergymnastik - Aufwärmen / Joint Mobility



Polymorph
24-11-2013, 16:47
hello Hardy People,

vor nunmehr 1 1/2 Jahren war ich gezwungen, mich einer Schulter - OP zu unterziehen. Diagnose: Chronische Schleimbeutelentzündung / Impingement-Syndrom.

Hinterher gings natürlich zur Physio, bei der mich der Therapeut mit Überzügen und anderen Spielereien richtig in die Mangel genommen hat. Das Resultat ist richtig gut, beide Schultergelenke fühlen sich nach den Übungen frei, beweglich und entspannt.

Im Gegensatz zur klassischen Ausführung von Überzügen soll ich die Arme nicht beugen sondern ganz strecken.

Mein Problem:
Bei schwereren Gewichten drückt die Masse langsam aber sicher auf die Ellbogen.

Macht es Sinn die Gelenke vorher extra aufzuwärmen bzw. zu mobilisieren?
Oder liegt hier ein grundsätzlicher Fehler bei der Ausführung vor? Habt ihr Empfehlungen, welche Übungen für Ellbogen und Schulter Warm-Up vorher sinnvoll sind?

Gruss
Matze

rolfk
24-11-2013, 19:03
Macht es Sinn die Gelenke vorher extra aufzuwärmen bzw. zu mobilisieren?

Natürlich macht das Sinn. Sollte man vor jeder Trainingseinheit machen.

Bei Überzüge sollte man die Arme nie ganz gestreckt haben. Klar, dass das eine Belastung für die Gelenke sind. Die meisten haben die Arme aber zu sehr gebeugt. Dadurch kann man eben schwerer Gewicht nehmen, drückt man aber mit dem Trizep stark mit. Daher die Arme fast gestreckt, aber nicht bis zum Anschlag.

Pikolu
01-12-2013, 18:43
Hallo,

Generell muss man sagen das das Aufwärmen in jeder Sportart extrem wichtig ist. Nur so kann sich der ganze Körper auf das Training vorbereiten und auf "Temperatur" kommen. Ich würde Dir empfehlen auch die Gelenke aufzuwärmen da du ja schon mal das Impingementsyndrom (http://impingementsyndrom.net/) hattest. Man muss ja kein unnötiges Risiko eingehen und ein bisschen aufwärmen kostet paar Minuten Zeit.

Grüße

odayaka
02-12-2013, 06:06
Ich hab es leider vor zwei Jahren auch machen lassen müssen.
Nach der OP ging es nicht viel besser, die erste Physiotante hat es verschlimmert.

Der zweite Physio war ein Gott und hat meine Schulter gerettet sozusagen.

Ich mache nun Überzüge im Rahmen eines auf mich abgestimmten Programms im Fitness-Studio. Dazu gehören aber auch "Vorübungen" wie Latziehen oder Rudern.
Eine Übung, die mir SEHR geholfen hat und sogar dazu führte, dass ich nach Jahren wieder Liegestütze machen konnte, war folgende.

Du gehst an diese Kabelzugmaschine und stellst den Griff auf eigene Hüfthöhe ein, Gewicht sehr niedrig, so 1-2 kg. Dann wird der Unterarm parallel zum Boden (also mit Oberarm 90°) in kleinen Bewegungen langsam von innen etwas(!) nach außen bewegt.
Nach einiger Zeit hast Du den Dreh raus und es geht voll auf die kleine Muskulatur die zwischen Wirbelsäule und Schulterblatt liegt.
Wenn die dauerhaft trainiert wird, übernimmt sie teilweise die Funktion der Supraspinatus-Sehne und anderer und stabilisiert so die Rotatorenmanschette zusätzlich, da sie Teil davon ist.

odayaka
02-12-2013, 06:15
Noch eine kleine Anmerkung von mir, weil ich weiß, wie wir Kampfsportler ticken:

Nimm so wenig Gewicht wie möglich. Auch, wenn vor Dir ne zierliche Frau 20 Kilo gezogen hat. Du willst die kleine Muskulatur in einer angeschlagenen Schulter mit vielen Wiederholungen langsam kräftigen und KEINE Überlastung der Sehnen oder Knorpelschäden provozieren
;-)

Polymorph
06-12-2013, 08:29
Das sind die Übungen für die Rotatorenmanschette. Die helfen sehr gut.

Natürlich ist das Gewicht ein Witz, da die Muskulatur sehr klein ist. Die Manschette spürt man sehr gut nach Klimmis und Dips (zumindestens bei mr so) daher bin ich bei diesen Übungen sehr vorsichtig was Technik und Wdh. angeht. Lieber langsam und kontrolliert und auf die letzten 2 erzwungenen Wdh. verzichten, als Schmerzen in der Schulter zu riskieren.