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Vollständige Version anzeigen : Power of Now - Eckhart Tolle



Teashi
11-01-2014, 22:26
KopmSpe33Eg

Gast
12-01-2014, 11:06
KopmSpe33Eg

ja, der Eckhart Tolle ist wirklich toll. ;)
Ich durfte ihn schon mal live erleben.

Teashi
12-01-2014, 12:04
aqX5IFKYFWk

Vegeto
12-01-2014, 14:10
Ich habe das Buch hier (The Power of Now), aber noch nicht gelesen. Ist es eurer Meinung nach gut?

Seine Videos finde ich leider etwas ... einschläfernd. Nicht vom Inhalt her, aber seine Sprachgeschwindigkeit ist genau so, dass sie mich müde machen.

Droom
12-01-2014, 14:12
Vielen Dank für das Video. Erstaunlich wie stark jemand in einem eine tiefe innere Wahrheit aufdecken kann, die man zwar schon lange kennt aber der man sich trotzdem nie wirklich bewusst wahr.

Pustekuchen
12-01-2014, 14:12
Ich finds grausam, aber wenn dir so Sachen wie The Secret und so gefallen, dann ist er was für dich

Vegeto
12-01-2014, 16:01
Ich finds grausam, aber wenn dir so Sachen wie The Secret und so gefallen, dann ist er was für dich
Ist dem wirklich so? Kann ich mir kaum vorstellen. In "The Secret" wird doch dieses "Law of Attraction" / "Gesetz der Anziehung" oder so propagiert und esoterisch schön verpackt. Eckhard Tolle sollte schon mehr in die Zen Richtung gehen, den aktuellen Moment wertsschätzen. Die beiden Dinge sind schon ein riesen Unterschied

Teashi
12-01-2014, 16:29
Ich habe das Buch hier (The Power of Now), aber noch nicht gelesen. Ist es eurer Meinung nach gut?
Mir hat es manches besser erklärt, offenbart, bestätigt und gibt praktische Anweisungen.

Pustekuchen
12-01-2014, 16:48
Die beiden Dinge sind schon ein riesen UnterschiedSie sind nicht das gleiche, aber wenn dir das eine gefällt, liegt dir bestimmt auch das andere. MMn sind beide ähnlich in ihrem Esoteriklevel, Sprache und Weltsicht.

Sorbus Aucuparia
12-01-2014, 18:49
Auf jeden Fall gut angelegte 1:38 h. Es ist gut zu sehen, dass es auch andere Menschen gibt das Leben und die Welt so sehen wie ich. Bekräftigt mich darin so weiter zu machen.

Teashi
02-02-2014, 02:42
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Arganth
02-02-2014, 03:04
Hab vom Tolle ziemlich alles gehört finde ihn hier aber besser:
(auch wenns in vielen Teilen fast dasselbe is)

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findet man SEHR viel bei youtube :cool:

Björn Friedrich
02-02-2014, 16:07
Tolles Philosophie ist so grundlegend, das Sie in viele Glaubensmuster passt.

Für Kampfkünstler, sollte das im Jetzt sein, sowieso Standart sein.:-)

Tschüß
Björn Friedrich

Incognibro
03-02-2014, 17:21
Also die Sufis die ich kenne halten große Stücke auf ihn und haben mir seine Ausführungen immer ganz schlüssig näher bringen können.

Talisker
03-02-2014, 19:33
Ich habe das Buch hier (The Power of Now), aber noch nicht gelesen. Ist es eurer Meinung nach gut?
Ich habe von ihm das Buch "Jetzt! Die Kraft der Gegenwart" und finde es echt gut und erkenntnisreich. Ich nehme an, es ist die deutsche Übersetzung davon.

Übrigens finde ich auch, dass es anstregend ist, dem Eckhart Tolle zuzuhören. Ich lese ihn lieber.

Teashi
03-02-2014, 19:56
Tolles Philosophie ist so grundlegend, das Sie in viele Glaubensmuster passt.

Für Kampfkünstler, sollte das im Jetzt sein, sowieso Standart sein.:-)

Tschüß
Björn Friedrich
Bei den meisten ist es aber nur für kurze Dauer erreichbar - während des Trainings.

parietalis
04-02-2014, 00:50
...Für Kampfkünstler, sollte das im Jetzt sein, sowieso Standart sein.:-)...

denkst du manchmal nicht ein paar Schachzüge vorraus?

Teashi
04-02-2014, 09:46
denkst du manchmal nicht ein paar Schachzüge vorraus?
Plannung widerspricht dem "in Jetzt sein" nicht.

Saint Germain
04-02-2014, 10:36
Eben, seh ich auch so. Dann ist "jetzt" eben Planung. Die muss schließlich auch jetzt ausgeführt werden. Denn im Grunde genommen ist immer nur jetzt, man KANN gar nicht nicht jetzt sein.

Die Frage ist, wenn es scheinbar so schwierig ist ins Jetzt zu kommen, obwohl man aus dem Jetzt eigentlich nie rausfallen kann, was gibt es dann noch zu tun? :ups:

Björn Friedrich
04-02-2014, 11:35
Nein, ist wie beim Sex, wenn man denkt ists vorbei, dann fühlt man nicht mehr....

Wenn ich rolle gibts unzählige Situationen, in denen was passiert, was ich überhaupt nicht nachmachen kann, weil ich nicht weiß wie ich es gemacht habe....

Planung widerspricht für mich dem Konzept des im Jetzt seins.....

Hier beginnt ja das Problem unserer Zeit. Kopfmenschen wollen Dinge verstehen, planen analysieren.....

Körpermenschen fühlen.......aber wir haben verlernt zu fühlen, weil wir den Kontakt zu unserem Körper verloren haben....

Gerade im Kampfsport fehlt oft das Körperbewusstsein......




Tschüß
Björn Friedrich

Talisker
04-02-2014, 13:44
Eben, seh ich auch so. Dann ist "jetzt" eben Planung. Die muss schließlich auch jetzt ausgeführt werden. Denn im Grunde genommen ist immer nur jetzt, man KANN gar nicht nicht jetzt sein.

Die Frage ist, wenn es scheinbar so schwierig ist ins Jetzt zu kommen, obwohl man aus dem Jetzt eigentlich nie rausfallen kann, was gibt es dann noch zu tun? :ups:
Ich denke, der Eckhart würde dir in etwa so antworten:

Wenn du planst, bist du aus dem Jetzt rausgefallen. Denn deine Aufmerksamkeit ist nicht auf das was gerade im Moment passiert gerichtet, sondern auf das was irgendwann mal passieren soll, wenn du deinen Plan umsetzt. Deine Gedanken befassen sich demnach nicht mit dem Hier und Jetzt, obwohl dies die einzige Realität ist, sondern mit der Zukunft. Die Zukunft aber ist nur eine abstrakte Vorstellung in deinem Hirn und daher nicht real. Alles was passiert, was du fühlst usw. findet im Jetzt statt.

Trotzdem verbringen viele Kopfmenschen die Gegenwart damit, Pläne zu schmieden. Glück, Erfüllung und Lebensfreude werden in die nahe Zukunft verschoben und sollen eben mit diesen Plänen realisiert werden. Da aber die nahe Zukunft nie zur Gegenwart wird - Glück, Erfüllung und Lebensfreude aber nur in der Gegenwart erlebt werden können, müssen solche Menschen aufpassen, dass sie nicht ihr ganzes Leben mit Planen verplempern, ohne jemals in den Genuss der Früchte ihrer Pläne zu kommen.

Sobald du das, was du gerade erlebst mit ähnlichen Situationen aus deiner Vergangenheit vergleichst und eine Bewertung vornimmst, ob das was gerade passiert gut oder schlecht ist und dann noch Pläne schmiedest, wie du das in Zukunft vermeiden (bei schlechter Bewertung) oder nochmals erleben kannst (bei guter Bewertung) bist du aus dem Jetzt rausgefallen. Du fällst also bereits aus dem Jetzt raus, wenn du die Gegenwart durch den Filter deiner Vergangenheit wahrnimmst und bewertest.

Teashi
04-02-2014, 14:18
Ich denke, der Eckhart würde dir in etwa so antworten:

Wenn du planst, bist du aus dem Jetzt rausgefallen. Denn deine Aufmerksamkeit ist nicht auf das was gerade im Moment passiert gerichtet, sondern auf das was irgendwann mal passieren soll, wenn du deinen Plan umsetzt. Deine Gedanken befassen sich demnach nicht mit dem Hier und Jetzt, obwohl dies die einzige Realität ist, sondern mit der Zukunft. Die Zukunft aber ist nur eine abstrakte Vorstellung in deinem Hirn und daher nicht real. Alles was passiert, was du fühlst usw. findet im Jetzt statt.

Trotzdem verbringen viele Kopfmenschen die Gegenwart damit, Pläne zu schmieden. Glück, Erfüllung und Lebensfreude werden in die nahe Zukunft verschoben und sollen eben mit diesen Plänen realisiert werden. Da aber die nahe Zukunft nie zur Gegenwart wird - Glück, Erfüllung und Lebensfreude aber nur in der Gegenwart erlebt werden können, müssen solche Menschen aufpassen, dass sie nicht ihr ganzes Leben mit Planen verplempern, ohne jemals in den Genuss der Früchte ihrer Pläne zu kommen.

Sobald du das, was du gerade erlebst mit ähnlichen Situationen aus deiner Vergangenheit vergleichst und eine Bewertung vornimmst, ob das was gerade passiert gut oder schlecht ist und dann noch Pläne schmiedest, wie du das in Zukunft vermeiden (bei schlechter Bewertung) oder nochmals erleben kannst (bei guter Bewertung) bist du aus dem Jetzt rausgefallen. Du fällst also bereits aus dem Jetzt raus, wenn du die Gegenwart durch den Filter deiner Vergangenheit wahrnimmst und bewertest.
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Saint Germain
04-02-2014, 16:15
Wenn du planst, bist du aus dem Jetzt rausgefallen. Denn deine Aufmerksamkeit ist nicht auf das was gerade im Moment passiert gerichtet, sondern auf das was irgendwann mal passieren soll, wenn du deinen Plan umsetzt. Deine Gedanken befassen sich demnach nicht mit dem Hier und Jetzt, obwohl dies die einzige Realität ist, sondern mit der Zukunft. Die Zukunft aber ist nur eine abstrakte Vorstellung in deinem Hirn und daher nicht real. Alles was passiert, was du fühlst usw. findet im Jetzt statt.
Was ist denn die Realität? Sie ist doch das, was jetzt gerade stattfindet. Und wenn jetzt gerade "Planung" ansteht, dann bin ich mit der Aufmerksamkeit genau bei dem, was jetzt stattfindet: Planung. :)

Was das Jetzt betrifft, man KANN gar nicht aus dem Jetzt fallen, selbst wenn man es will. Eventuell ist die Aufmerksamkeit nicht da, wo sie der liebe Kopf gerne hätte, aber sie ist IMMER da. Sie kann nicht nicht sein. Es ist wie mit dem Sein, man kann nicht nicht sein. Selbst in der Abwesenheit (Tiefschlaf) IST man, ob man will oder nicht.


Du fällst also bereits aus dem Jetzt raus, wenn du die Gegenwart durch den Filter deiner Vergangenheit wahrnimmst und bewertest.
Wie kann man das nicht tun?

Gruß SG

Björn Friedrich
04-02-2014, 18:29
Das Jetzt ist einfach. Sobald man anfängt es zu bewerten, oder zu verurteilen, dann ist man nicht mehr im Jetzt sondern schon in der Zukunft.

Oh da kommt ein Schlag, ich muss jetzt meine Hand heben und dann kontere ich mit einem Kick........

Das ist Zukunft, Planung, aber nicht das Jetzt.

Wenn man im Jetzt ist, sind da keine Gedanken, keine Bewertungen, keine Pläne....alles passiert einfach, weil man frei ist.....

Tschüß
Björn Friedrich

Saint Germain
05-02-2014, 09:45
Hallo Björn,

aber genau das ist doch bereits ein Irrtum in sich. Was hat das Jetzt mit Gedanken, Plänen oder Bewertungen zu tun?
Wenn das Jetzt einfach ist, dann ist es auch wenn gerade Gedanken da sind. Warum sollte dann nicht Jetzt sein? Weil der "Kopf" gerade andere Pläne hat?

Im Grunde genommen geht es um die Frage aller Fragen: Wer bin ich? ;)
So lange man sich für den Körper / Verstand hält, könnte man vielleicht aus dem Jetzt herausfallen, da man immer dann "scheinbar" nicht im Jetzt ist, wenn der Verstand kämpfen will und z.B. mit Denken abgelenkt ist.

Aber es ist wie mit der Freiheit: Der Verstand möchte frei sein und ist ab dem Moment bereits unfrei. Denn wahre Freiheit ist nur, wenn keine Freiheit gebraucht wird. Sobald Freiheit gebraucht wird um frei zu sein - was für eine "Freiheit" soll das bitte sein?

Gruß SG

Vegeto
05-02-2014, 10:29
Was ich bisher von Tolle so gelesen habe da sagt er auch das man nicht aufhören soll mit Nachdenken und Planen - aber eben zur richtigen Zeit. Diese Gehirnfunktionen sind schon nützlich.

Wenn man im Kampf oder auf der Matte, um bei Björns Beispiel zu bleiben, voll im Moment ist, dann übernimmt das Unterbewusstsein und du kannst eins mit der Tätigkeit werden. Das setzt aber voraus das dein Game-Plan schon dermaßen tief sitzt, das du nicht mehr nachdenken musst. Du kannst aber auch aktiv im Jetzt sein indem du deine volle Aufmerksamkeit bewusst (also nicht unbewusst) auf die Tätigkeit richtest. Ich denke da gibt es einen feinen Unterschied.

Björn Friedrich
05-02-2014, 11:11
Wenn man im Jetzt ist, hat man keine Fragen, man braucht auch keine Antworten, sondern ist einfach....

So ist es beim Kämpfen wenn alles gut läuft, der Körper erschafft einfach ohne Wollen, die richtige Bewegung und der Geist schweigt.....

Die Stille ist wahrnehmbar, wenn man im Jetzt ist. Wenn man sich in der Illusion aufhält, wird der Kopf von Gedanken zugemüllt.....

Das JETZT ist halt kein rationaler Zustand, sondern muss gefühlt werden. Verstehen kann man es sowieso nicht.....

Tschüß
Björn Friedrich

Teashi
05-02-2014, 11:29
Das Jetzt ist einfach. Sobald man anfängt es zu bewerten, oder zu verurteilen, dann ist man nicht mehr im Jetzt sondern schon in der Zukunft.

Oh da kommt ein Schlag, ich muss jetzt meine Hand heben und dann kontere ich mit einem Kick........

Das ist Zukunft, Planung, aber nicht das Jetzt.

Wenn man im Jetzt ist, sind da keine Gedanken, keine Bewertungen, keine Pläne....alles passiert einfach, weil man frei ist.....

Tschüß
Björn Friedrich
Im Jetzt können Gedanken sehr wohl entstehen. Man ist nicht im Jetzt, wenn man sich damit assoziiert, sich hineinversetzt.

Saint Germain
05-02-2014, 12:29
Anderes Beispiel: Der Körper ist da. Man kann ihn sehen, berühren und fühlen. Wenn man, weil man vielleich gerade abgelenkt ist, seinen Körper gerade mal nicht sieht, berührt oder fühlt, ist er deshalb nicht hier?

Es geht immer nur um den sogenannten Verstand - sobald er nicht "versteht" oder "weiß" ist man scheinbar nicht im Jetzt.

Björn Friedrich
05-02-2014, 14:32
Der Verstand hat damit wenig zu tun, das ist ja das Problem der Menschen, der Verstand.:-) Oder wie Osho gesagt hat: Ich gebe euch keine Antworten, ihr habt schon soviele davon.....:-)

Im JETZT sein, bedeutet alles haben und nix wollen. Aufwandslos, frei, einfach nur 100% Aufmerksamkeit.......SICH FÜHLEN, nicht sich verstehen wollen.....

Tschüß
Björn Friedrich

Talisker
05-02-2014, 14:50
Was das Jetzt betrifft, man KANN gar nicht aus dem Jetzt fallen, selbst wenn man es will. Eventuell ist die Aufmerksamkeit nicht da, wo sie der liebe Kopf gerne hätte, aber sie ist IMMER da. Sie kann nicht nicht sein. Es ist wie mit dem Sein, man kann nicht nicht sein. Selbst in der Abwesenheit (Tiefschlaf) IST man, ob man will oder nicht.

Ich verstehe, was du meinst und irgendwie muss ich dir auch recht geben.

So wie ich Tolle verstanden habe, bist du aus dem Jetzt gefallen, wenn du nicht mit allen Sinnen wahrnimmst, was gerade jetzt im Moment geschieht. Sobald du dich an ähnliche Situationen aus der Vergangenheit erinnerst oder irgendwelche Pläne schmiedest, gilt deine ungeteilte Aufmerksamkeit nicht dem Jetzt. Du nimmst vielmehr das was gerade passiert nur durch den Schleier deiner Erfahrungen aus ähnlichen Situationen wahr, die du irgendwann mal in der Vergangenheit erlebt hast.

Dies sicherte unseren Vorfahren zwar manchmal das Überleben. Wenn man z.B. zum zweiten Mal einem Säbelzahntiger begegnet, tut man gut daran, sich zu erinnern, wie die erste Begegnung verlief und ist entsprechend gewarnt. Allerdings kann dieses ständige Vergleichen, Einordnen und Bewerten des jetzigen Moments mit ähnlichen Situation aus der Vergangenheit auch zu einem Verlust von Lebensfreude und des berühmten Flows führen, da du dich dann ständig zurücknimmst und in deinem Hirn erstmals abcheckst, ob das was jetzt gerade passiert gut für dich ist. Auch wenn das in der Regel blitzschnell passiert, ist das Ergebnis deiner Bewertung und somit deine Reaktion auf das was gerade im Hier und Jetzt geschieht immer eine "logische Sekunde" später. Dadurch hinkst du sozusagen immer leicht der Gegenwart hinterher und bist somit aus dem Jetzt gefallen. Da aber tiefe Gefühle, Orgasmus usw. nur im Jetzt erlebt werden können, tut man gut daran, auch mal den ständig bewertenden Verstand abzuschalten und einfach ganz naiv und unschuldig mit allen Sinne wahrnehmen, was jetzt im Moment passieren möchte.

Wenn du dies dann an einem sicheren, säbelzahntigerfreien;) Ort machst, kann eigentlich nicht viel passieren. Das Schlimmste was passieren kann, ist, dass du etwas fühlst.

Edit:
Oder anders und kürzer formuliert:
Du kannst die Gegenwart damit verbringen, am pulsierenden Leben teilzunehmen. Dann bist du im Jetzt. Du kannst die Gegenwart aber auch damit verbringen, Pläne zu schmieden, wie du in Zukunft am pulsierenden Leben teilnehmen wirst. Dann bist du laut Tolle nicht mehr im Jetzt.

Björn Friedrich
05-02-2014, 15:24
Gerade wenn du dem Säbelzahntiger begegnest, musst du im JETZT sein, sonst gehst du unter.....

Wie Saulo Ribeiro es einmal gesagt hat:

"If you think, you're late. If you're late, you muscle. If you muscle you tire, and if you tire you die"

Einfach nur Impuls, da kommt ein Tiger und du nimmst es nicht persönlich und erledigst ihn genauso emotionslos wie er es tun würde:-)

Oder wie Vladimir mal gesagt hat: Do you job and go home;-)

Du nimmst wahr indem du fühlst und du drückst dich mit deinem Körper aus, ohne zu denken......

Tschüß
Björn Friedrich

Saint Germain
05-02-2014, 17:12
Ich stimme euch zu, nur kann man leider das Denken weder vermeiden, noch kontrollieren. Keiner hat das je geschafft und es wird auch niemals jemand schaffen. Abgesehen davon ist es auch irrelevant. :)
Es ist wie mit den Augen, sobald man sie aufmacht sieht man - ob man nun "will" oder nicht.

Also ist man gut beraten, wenn gerade "Denken" stattfindet, einfach zur Kenntnis zu nehmen, das gerade "Denken" stattfindet. DAS ist nämlich das, was jetzt passiert. Und jetzt ist keinesfalls für alle gleich, jetzt ist die Erfahrung, die der jeweilige Mensch in diesem Moment macht. Das kann bei mehreren Menschen zur gleichen Zeit am gleichen Ort völlig verschieden sein.

Die andere Möglichkeit (nicht das man überhaupt eine hätte, aber nur für den Fall) wäre sich zu ärgern, dass man, obwohl man es natürlich vermeiden wollte, schon wieder ins "Denken" gerutscht ist. Und täglich grüßt das Murmeltier. :D

Björn Friedrich
05-02-2014, 17:18
Wenn du es noch nie geschafft hast dein Denken abzuschalten, ist die ne Menge Spaß im Leben entgangen:-)

Tschüß
Björn Friedrich

kanken
05-02-2014, 17:59
Lesen oder schreiben wird einen nicht ins "Jetzt" bringen.

Ein richtiger Lehrer, der einem die richtigen Übungen zeigt und die muss man dann eben lange machen und die Erlebnisse von jemanden einordnen lassen, der sich damit auskennt.
Weg vom "Denken" des orbitofrontalen Kortex und hin zum "Wahrnehmen" der tiefer liegenden Hirnzentren.
Diese Verbindungen müssen eben durch die richtigen Bilder/Übungen ausgebildet werden und das werden sie mit Sicherheit nicht wenn man ein Buch liest...

Grüße

Kanken

Teashi
05-02-2014, 18:14
Allerdings kann dieses ständige Vergleichen, Einordnen und Bewerten des jetzigen Moments mit ähnlichen Situation aus der Vergangenheit auch zu einem Verlust von Lebensfreude führen
Das ist ein weit verbreitetes Missverständnis.
Genau dann, wirst du erst die wirkliche Lebensfreude entdecken.

parietalis
05-02-2014, 18:26
esoterischer Humbug.

Sorbus Aucuparia
05-02-2014, 18:51
Es ist wie mit den Augen, sobald man sie aufmacht sieht man - ob man nun "will" oder nicht.


Du kannst aber die Augen aufmachen und sehen, ohne etwas gedachtes in das gesehene hineinzuinterpretieren. Du kannst sogar soweit gehen, dass du jegliche Namen und Bezeichnungen beiseite wirfst.
Du kannst ziemlich viel damit spielen und gucken was du weglassen kannst oder wie weit du dich in ein Detail hereinsteigerst.
Das ist mit Worten schwer zu erklären. Beim Fährtenlesen z.B. musst du einen fliegenden Wechsel zwischen den verschiedenen Stufen der Wahrnehmung hinlegen können. Vom peripheren gesamterfassen bis zum Verharren auf dem kleinsten Detail.
So ist freilich auch in vielen anderen Tätigkeitsbereichen.

Talisker
05-02-2014, 20:02
Das ist ein weit verbreitetes Missverständnis.
Genau dann, wirst du erst die wirkliche Lebensfreude entdecken.

Das sehe ich total anders und entspricht auch nicht meinen Erfahrungen. Der Geist, der darauf besteht alles zu bewerten, prüft ständig, ob etwas anders sein sollte, als es ist und schafft dadurch eine Disharmonie, die ihn von dem, was er beurteilt trennt. Wie da wirkliche Lebensfreude entstehen soll, ist mir ein Rätsel.

Bei den wirklich schönen Momenten im Leben denkst du nicht darüber nach, was gerade passiert, sondern erlebst und fühlst es einfach. Als simples Beispiel dafür fällt mir jetzt der Orgasmus ein. Sogar eine positive Bewertung bringt die Erlebnisseifenblase zum Platzen. Sobald du in einen solchen analytischen Gang schaltest und deine Aufmerksamkeit damit beschäftigst, darüber nachzudenken, was du gerade erlebst, erlebst du es nicht länger.

Teashi
05-02-2014, 20:04
Das sehe ich total anders und entspricht auch nicht meinen Erfahrungen. Der Geist, der darauf besteht alles zu bewerten, prüft ständig, ob etwas anders sein sollte, als es ist und schafft dadurch eine Disharmonie, die ihn von dem, was er beurteilt trennt. Wie da wirkliche Lebensfreude entstehen soll, ist mir ein Rätsel.

Bei den wirklich schönen Momenten im Leben denkst du nicht darüber nach, was gerade passiert, sondern erlebst und fühlst es einfach. Als simples Beispiel dafür fällt mir jetzt der Orgasmus ein. Sogar eine positive Bewertung bringt die Erlebnisseifenblase zum Platzen. Sobald du in einen solchen analytischen Gang schaltest und deine Aufmerksamkeit damit beschäftigst, darüber nachzudenken, was du gerade erlebst, erlebst du es nicht länger.
Stimmt, hatte mich verlesen.

Saint Germain
06-02-2014, 08:29
Hallo Björn,

wie lange kannst "du" denn das Denken "abschalten"? Und kommt es nicht ab und zu trotzdem?

Gruß SG

Björn Friedrich
06-02-2014, 09:44
Natürlich kommt es ab und zu trotzdem, die wenigsten hier sind ständig erleuchtet.;-);-)

Wie lange hängt von der Tätigkeit ab von einigen Sekunden bis zu einigen Minuten würde ich sagen, natürlich fällt man auch immer wieder raus, das ist ja ganz normal.

Es gibt ein schönes Buch mit dem Titel "Bones Games" ist allerdings auf Englisch und beschreibt solche JETZT Erfahrungen im ZUsammenhang mit körperlichen Extremleistungen wie Klettern ohne Hilfsmittel wie es einige Yogis in Himmalaja wohl praktizieren, usw.

Für mich ist das im JETZT sein, immer wie ein Aufladen des Akkus, die Erdenschwere fällt für einen kurzen Moment ab;-)

Tschüß
Björn Friedrich

Saint Germain
06-02-2014, 10:40
Danke, schöne Beschreibung. :)

Kann man ab und zu erleuchtet sein? ;)

Ich denke diese Momente im "Jetzt" sind unabhängig von dem was man tut oder nicht tut. Meditation ist z.B. ein typisches Mittel um im "Jetzt" zu sein. Obwohl man da genauso im Denken sein kann wie beim Abwaschen oder beim Training. Entscheidend ist, ob man "weiß", dass man gerade denkt (also nicht verloren ist in Gedanken), unabhängig von der Tätigkeit. Dann ist immer "Jetzt".

Gruß SG

Talisker
06-02-2014, 10:58
esoterischer Humbug.
Für die einen ist es Esoterik, für die anderen ist es kognitive Psychologie. :rolleyes::D

Teashi
06-02-2014, 11:56
Natürlich kommt es ab und zu trotzdem, die wenigsten hier sind ständig erleuchtet.;-);-)

Wie lange hängt von der Tätigkeit ab von einigen Sekunden bis zu einigen Minuten würde ich sagen, natürlich fällt man auch immer wieder raus, das ist ja ganz normal.
Nicht denken und erleuchtet sein ist nicht dasselbe. Sonst wäre es ziemlich einfach im Jetzt zu sein.


Kann man ab und zu erleuchtet sein? ;)
Bei Buddhisten heisst es satori. Erleutung für einen Augenblick.

Saint Germain
06-02-2014, 15:01
Gut, und dann? Was ist "nach" diesem Augenblick?

Teashi
06-02-2014, 15:36
Gut, und dann? Was ist "nach" diesem Augenblick?
Das selbe wie davor. Der "normale" egoistische Zustand.

parietalis
06-02-2014, 16:18
wenn ein BJJ-Trainer voller Erleuchtung im Jetzt über die Matte rollt dann ist das okay, schließlich kann er damit keinen Schaden anrichten.

Ich hoffe aber dass Ärzte, Architekten, Handwerker, Ingenieure usw. ein wenig vorausschauender agieren. Ich möchte von niemandem operiert werden der die OP vorher nicht geplant hat bzw. sich an seine Erfahrungen aus der Vergangenheit erinnert.

Saint Germain
06-02-2014, 18:43
Das selbe wie davor. Der "normale" egoistische Zustand.
Sprichst du aus Erfahrung oder glaubst du das es so ist? Wenn ja, warum sollte das so sein?

Björn Friedrich
06-02-2014, 19:51
Das ist der Trugschluß, das Denken dem Fühlen überlegen ist.....

Fühlen ist Denken auf hohem Niveau.........
und das ist kein Zitat von mir, sondern von einem Mediziner, der das mal auf einem Kampfkunst Seminar gesagt hat.....

Es gibt so ein schönes Buch "Wisdom of Psychopaths" wo es eben um Menschen geht, die extrem abschalten können und im positiven wie auch negativem Sinne Psychopathen sind.....

Da gibt es dann das Interview mit einem der führenden Gehirnchirurgen aus England, der erzählt, was in ihm vorgeht, wenn er eine gefährliche OP ausführt.....

Liest sich dann ziemlich nach im JETZT sein.....

Im Jetzt sein ist 100% Wachsamkeit, keine verschleiernden Gedanken, keine Emotionen die einen Zögern lassen.....einfach nur pures Gefühl.....

Es gibt sogar eine Passage in der Tolle in seinem Buch genau das beschreibt, also spontanes Handeln in einer Notsituation. Einfach intuitiv zu wissen was man tut, ohne darüber nachdenken zu müssen.

Die Dinge passieren einfach........

Wenn man sich halt nicht über Vergangenheit und / oder die Zukunft abfuckt, dann ändern sich die eigenen Vibrations und man wird zu dem, was man eigentlich schon lange ist und hat somit auch Zugriff auf all seine Fähigkeiten.

Tschüß
Björn Friedrich

Teashi
06-02-2014, 22:10
wenn ein BJJ-Trainer voller Erleuchtung im Jetzt über die Matte rollt dann ist das okay, schließlich kann er damit keinen Schaden anrichten.

Ich hoffe aber dass Ärzte, Architekten, Handwerker, Ingenieure usw. ein wenig vorausschauender agieren. Ich möchte von niemandem operiert werden der die OP vorher nicht geplant hat bzw. sich an seine Erfahrungen aus der Vergangenheit erinnert.
Im Jetzt sein beudetet nicht gedankenlos oder ohne jegliche Interesse.

Der Verstand ist ein Werkzeug, wie die Muskeln. Du denkst doch auch nicht nach, wie du die Muskeln bewegst.


Sprichst du aus Erfahrung oder glaubst du das es so ist? Wenn ja, warum sollte das so sein?
Aus Erfahrung. Ist nichts schwieriges. Finde die Bücher von Tolle deshalb so gut, weil er praktische Anleitungen gibt, die dazu recht einfach sind. Vor Tolle ist es auch passiert, aber viel seltener und unkontrollierter.

Glaube das fast jeder so einen Augenblick im Leben hatte. Passiert zum Beispiel wenn man sehr starke Angst hat, ums Überleben oder gerade einer Gefahr ausgewichen ist. Asuweichen in letzem Augenblick einem Auto oder mit letztem Atemzug auf die Oberfläche geschwommen, um Luft zu holen. Für kurze Zeit ist alles kristallklar. Man ist einfach nur da, der stille Beobachter.

Teashi
06-02-2014, 22:18
Das ist der Trugschluß, das Denken dem Fühlen überlegen ist.....

Fühlen ist Denken auf hohem Niveau.........
und das ist kein Zitat von mir, sondern von einem Mediziner, der das mal auf einem Kampfkunst Seminar gesagt hat.....

Es gibt so ein schönes Buch "Wisdom of Psychopaths" wo es eben um Menschen geht, die extrem abschalten können und im positiven wie auch negativem Sinne Psychopathen sind.....

Da gibt es dann das Interview mit einem der führenden Gehirnchirurgen aus England, der erzählt, was in ihm vorgeht, wenn er eine gefährliche OP ausführt.....

Liest sich dann ziemlich nach im JETZT sein.....

Im Jetzt sein ist 100% Wachsamkeit, keine verschleiernden Gedanken, keine Emotionen die einen Zögern lassen.....einfach nur pures Gefühl.....

Es gibt sogar eine Passage in der Tolle in seinem Buch genau das beschreibt, also spontanes Handeln in einer Notsituation. Einfach intuitiv zu wissen was man tut, ohne darüber nachdenken zu müssen.

Die Dinge passieren einfach........

Wenn man sich halt nicht über Vergangenheit und / oder die Zukunft abfuckt, dann ändern sich die eigenen Vibrations und man wird zu dem, was man eigentlich schon lange ist und hat somit auch Zugriff auf all seine Fähigkeiten.

Tschüß
Björn Friedrich
Genau. Man weiss instinktiv was zu tun ist. Man soll ja der Intuition vertrauen. Je mehr man im reinen mit sich ist, desto besser die Intuition. Das Wissen des Unterbewussten.

Natürlich kann man Plannen oder sonstiges. Der Unterschied ist - man ist damit nicht assoziiert. Nicht im Gewirr aus Gedanken und Emotionen eingeschlossen. Man ist der Beobachter von Gedanken, Emotionen und Körper.

parietalis
06-02-2014, 23:26
mich würde interessieren was Tolle von Visualisierungsübungen hält. Wahrscheinlich nicht viel, oder?

Talisker
07-02-2014, 07:46
Auf alle Fälle gibt es praktische Übungen von Tolle, die dir dabei helfen sollen, die theoretischen Erkenntnisse über das JETZT auch im Alltag umzusetzen. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch Visualisierungen dabei sind. Allerdings bin ich mir nicht sicher, da ich diese Anleitungen nicht kenne.

Guckst du z.B. hier:
Leben im Jetzt: Lehren, Übungen und Meditationen aus 'The Power of Now' eBook: Eckhart Tolle, Erika Ifang: Amazon.de: Bücher (http://www.amazon.de/Leben-Jetzt-Lehren-%C3%9Cbungen-Meditationen-ebook/dp/B00H4ICWIY/ref=la_B001H6GZ5K_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1391754748&sr=1-3)

Saint Germain
07-02-2014, 10:23
Hallo Teashi,

danke für die Erklärung. Aber das ist doch keine Erleuchtungserfahrung oder?
Es ist vielleicht ein klarer Moment, aber egal wie klar er auch ist, wenn noch "jemand" da ist der das wahrnehmen kann, ist das immer noch einer zu viel.

Deshalb ist es aus meiner Sicht auch unsinnig darüber zu diskutieren ob Denken dem Fühlen überlegen ist oder umgekehrt. Beides passiert einfach so und spielt eigentlich keine Rolle, wenn die Erkenntnis da ist, dass man weder Körper, Gefühle oder Gedanken ist.
Wenn man der Raum ist, in dem diese Dinge auftauchen, oder das Erkennen, das diese Dinge wahrnimmt, was für eine Rolle spielt es dann überhaupt welche Erfahrungen stattfinden? Sagt Tolle auch selbst, z.B. im Buch "Stille spricht".

Dann wäre die Erleuchtungserfahrung die Abwesenheit des Egos, des Ichs, des Beobachters und damit keine Erfahrung die "man" machen kann.

Gruß SG

Teashi
07-02-2014, 17:49
Hallo Teashi,

danke für die Erklärung. Aber das ist doch keine Erleuchtungserfahrung oder?
Es ist vielleicht ein klarer Moment, aber egal wie klar er auch ist, wenn noch "jemand" da ist der das wahrnehmen kann, ist das immer noch einer zu viel.

Deshalb ist es aus meiner Sicht auch unsinnig darüber zu diskutieren ob Denken dem Fühlen überlegen ist oder umgekehrt. Beides passiert einfach so und spielt eigentlich keine Rolle, wenn die Erkenntnis da ist, dass man weder Körper, Gefühle oder Gedanken ist.
Wenn man der Raum ist, in dem diese Dinge auftauchen, oder das Erkennen, das diese Dinge wahrnimmt, was für eine Rolle spielt es dann überhaupt welche Erfahrungen stattfinden? Sagt Tolle auch selbst, z.B. im Buch "Stille spricht".

Dann wäre die Erleuchtungserfahrung die Abwesenheit des Egos, des Ichs, des Beobachters und damit keine Erfahrung die "man" machen kann.

Gruß SG
Was haben Jesus und Buddha gemacht, was macht Tolle? Sie geben ihr Wissen weiter, ihre Erfahrungen.

Du machst einen entscheidenden Fehler - zu denken dass im Jetzt sein, bedeutet seinen Verstand nicht zu nutzen. Keine Erfahrungen zu haben und nicht zu denken.

Genau wie die Muskeln, ist der Verstand, nur ein Werkzeug deines Körpers. Nur mit dem Unterschied, er hat diese Eigenschaft des Egos.

Ego =/= Verstand.

Ego ist eine Personifizierung mit etwas.
Für den Athleten ist es seine sportliche Lesitung. Für Wissenschaftler, sein akademischer Erfolg, etc.
Du kannst dich mit deinem Körper personifizieren (assoziieren), Gedankenkonstrukten, Emotionen, materiellen Gütern, Erfolg, Ruhm, Geld, Können, Wissen und so weiter. Ego kann aus allem entstehen und ist wandelbar.

Ausserdem bringt dich das Verstehen nicht weiter. Man muss es erleben. Lies seine Bücher oder lass es sein. Tolle sagt selbst, mit dem Verstand wirst du es nie erfassen.

Saint Germain
09-02-2014, 13:30
Hast du meinen Beitrag überhaupt gelesen? :)

Ich sage nicht, das im Jetzt sein heißt, seinen Verstand nicht zu benutzen. Im Gegenteil, jetzt ist immer, unabhängig ob Denken stattfindet oder was auch immer für eine Erfahrung. Das habe ich bereits mehrfach geschrieben.

Und Verstehen ist wichtig, es ist ein Vorgang der genauso zu dem beiträgt, das zu erkennen was du bist, wie alle anderen Erfahrungen. Und wenn Verstehen dann zu direkter Erfahrung wird, "erlebt" man es. Obwohl "man" schon wieder einer zu viel ist, denn das was du bist, braucht nichts und niemand um sich selbst zu erkennen. Es IST einfach.

Gruß SG

Teashi
14-02-2014, 23:11
5slhxSbUYhQ

parietalis
15-02-2014, 00:40
5slhxSbUYhQ

die ersten anderthalb Minuten angeschaut. Was für ein nettes Märchen.....

Aber von Marketing versteht er was, der Eckart.

Talisker
12-03-2014, 08:31
Übrigens gibt es unter dem Begriff MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction) ein Programm, dessen Wirksamkeit naturwissenschaftlich nachgewiesen ist und daher auch von der Schulmedizin anerkannt wird. Letztendlich wird dort durch "Achtsamkeitsübungen" genau das den Teilnehmern beigebracht, was Tolle mit seinem "leben im Hier und Jetzt ohne zu bewerten" sagen möchte.

MBSR wurde 1979 von Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn an der Universitätsklinik von Massachusetts entwickelt und an der in diesem Zusammenhang gegründeten “Stress Reduction Clinic” angewendet und evaluiert. Seit 2003 findet es auch zunehmende Verbreitung im deutschsprachigen Raum (an Universitäten, in Firmen und in Kliniken). Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe von Forschungsarbeiten zur Wirksamkeit. MBSR wurde zu Beginn überwiegend Menschen mit chronischen körperlichen Erkrankungen angeboten. Heute wird es darüber hinaus zur Vorbeugung von stressbedingten Erkrankungen (wie Bluthochdruck, Depression, Burn Out usw.) und zur Unterstützung bei der Entwicklung gesundheitsförderlicher Lebensführung eingesetzt.

Teashi
16-04-2014, 06:53
TFGAvPud80A

DieKlette
16-04-2014, 10:47
Planung widerspricht für mich dem Konzept des im Jetzt seins.....

Hier beginnt ja das Problem unserer Zeit. Kopfmenschen wollen Dinge verstehen, planen analysieren.....

Körpermenschen fühlen.......aber wir haben verlernt zu fühlen, weil wir den Kontakt zu unserem Körper verloren haben....

Gerade im Kampfsport fehlt oft das Körperbewusstsein......



Möchte ich so unterstützen. Als Kopfmensch, der mehr und mehr sein Gefühl für vieles erlangt und Teil von beiden Welten sein kann, kann ich nur betonen wie wichtig es ist eine gute Gefühlsgrundlage zu haben, damit das denken nicht in Relativität abdriftet und anfällig ist für z.B. Depression.

Eine gute Gefühlsbasis gibt eine Sicherheit, die Gedanken, welche stets flüchtig sind, nicht bieten können.

Wenn die Gefühlsbasis gut ist, lässt sich darum das Denken positiv strukturieren.

Ich vergleiche das wie folgt:

Ein "rationaler" Geist ist ein Schiff, dass auf einem Ozean driftet, verlliert sich in Relativität.

Ein rationaler Geist mit starker Gefühlsbasis ist ein Schiff mit einem Anker. Es kann Position beziehen und findet Klarheit.

Bury
16-04-2014, 10:58
Möchte ich so unterstützen. Als Kopfmensch, der mehr und mehr sein Gefühl für vieles erlangt und Teil von beiden Welten sein kann, kann ich nur betonen wie wichtig es ist eine gute Gefühlsgrundlage zu haben, damit das denken nicht in Relativität abdriftet und anfällig ist für z.B. Depression.

Eine gute Gefühlsbasis gibt eine Sicherheit, die Gedanken, welche stets flüchtig sind, nicht bieten können.

Wenn die Gefühlsbasis gut ist, lässt sich darum das Denken positiv strukturieren.

Ich vergleiche das wie folgt:

Ein "rationaler" Geist ist ein Schiff, dass auf einem Ozean driftet, verlliert sich in Relativität.

Ein rationaler Geist mit starker Gefühlsbasis ist ein Schiff mit einem Anker. Es kann Position beziehen und findet Klarheit.
Wie erreicht man eine gute Gefühlsbasis?

DieKlette
16-04-2014, 14:37
Wie erreicht man eine gute Gefühlsbasis?

Ganz konkret?

Ich gebe mal ein Beispiel aus verhaltenstherapeutischer Sicht bzg. rational-emotiver Therapie:

ABC Schema.

A ist ein Ereignis (Activating Event)

B ist das Glaubenssystem mit dem man Activating Events bewertet. B ist vielen Menschen nicht bewusst, agiert also aus dem Unbewussten(enstanden durch Indoktrination, Modellernen etc. pp.).

C Consequenzes - Das Resultat von A, wie viele annehmen, da sie sich B nicht bewusst sind. Dabei erzeugt B oft durch seine unbewusste Bewertung erst C in seiner Intensität.

Beispiel:

A: "Student muss Referat schreiben."
B:"Ich muss es toll machen sonst bin ich eine Niete."
C: Arbeitsvermeidung, Unruhe, Konzentrationsmangel

A: Student bemerkt C als Symptome
B:"Ich muss voll konzentriert sein.","Es ist furchtbar, wie ich die Arbeit vermeide.","Wer nicht stetig arbeiteten kann, schafft nichts, sollte sein Studium besser gleich aufgeben und ist ein Versager."
C: Verzweiflung, Arbeitslähmung, Depression

J. Kriz - Grundlagen der Psychotherapie

Eckhart Tolle bezieht sich auf den Moment wahrnehmen, im Jetzt sein. Wer gut darin ist wird sich B bewusst und kann es beobachten.

B - ist ein Belief System (Glaubensystem). Die negativen Konsequenzen C enstehen aber eher durch die Bewertung durch B als durch das Ereignis A.

Durch das Bewusstwerden des Belief Systems kann man sich dagegen stemmen, z.B. indem man seine absoluten Aussagen relativiert.

Das ist eher rationales arbeiten.

Arbeiten mit Gefühlen kann so aussehen: A passiert. B bewertet A und ich spüre z.B. Angst aufkommen. Hände zittern, Herz rasen und setze das mit C gleich.

Wenn ich das Belief System B nicht annehme, kann ich z.B. neue Erfahrungen entgegen setzen.

Beispiel:

Soziale Ängst: B vermittelt mir den Eindruck, dass Menschen mich abwerten, ständig schlecht über mich denken.

Ich bin mir B bewusst, gehe trotzdem positiv auf Menschen zu, mache schöne Erfahrung und B wird sich längerfristig positiv verändern.

Beim neue Erfahrungen machen sollte man ins Gefühl gehen, d. h. bewusst Körperreaktionen beobachten, seine Aufmerksamkeit vom Kopf in das Gefühl verlagern.

Z. B. Angst vorm Hund. Klient ist sich B bewusst "Hunde sind gefährlich." Klient ignoriert B, macht Kontakterfahrungen mit einem freundlichen Hund und streichelt ihn, geht in das Gefühl und stellt fest: "Schön, das Fell ist weich."

Da er B ignoriert hat, offen für neue Erfahrungen war und sich auf das Gefühl eingelassen hat, verändert sich das Gefühl, wenn oft geübt, längerfristig das Glücksempfinden.


Das war jetzt Telegraphenstil. Zuviel in zu kurzer Zeit.

Warum ich Tolles Achtsamkeitsübungen so mag: Sie machen Vorgänge bewusst. Durch das Hier und Jetzt beschäftigt man sich nicht mit einem riesigen Ratten******* an Befürchtungen aus B, die in der Zukunft passieren könnten.

Man ist eher in einem geistigen Zustand der für neue Empfindungen/Erfahrungen offen ist auch für das Gefühlserleben.

Denn unbewusste Indoktrinationen B verhindern oft den Zugang zum Gefühl.

Ich hoffe das war hilfreich :).

Bury
17-04-2014, 09:25
Danke für die Ausführungen, ist sehr hilfreich. :)

Was meinst du, wie schafft man es seinen Glauben zu ignorieren ("Hunde sind gefährlich, trotzdem streicheln")? Fällt es einem leichter, sobald diese Glaubenssätze bewusst sind?


Danke schonmal :halbyeaha

DieKlette
17-04-2014, 20:57
Was meinst du, wie schafft man es seinen Glauben zu ignorieren ("Hunde sind gefährlich, trotzdem streicheln")? Fällt es einem leichter, sobald diese Glaubenssätze bewusst sind?




Ja, es fällt einem leichter wenn einem die Glaubenssätze bewusst sind. Hinzu kommen natürlich noch z.B. Entspannungsübungen, damit die Angst gehemmt wird(progressive Muskelentspannung nach Jacobson z.B.).

Tatsächlich gibt es nichts, auch im psychotherapeutischen Sinne, was Ängste am besten bekämpft wie die Konfrontation in Form von gradueller Exposition oder Flooding.

Um sich dessen bewusst stellen zu können, muss einem das belief system vorher klar werden. Nur mit dem bewusst werden ist die Entscheidung und Motivation zur Konfrontation möglich.

Wie man es schafft seine Glauben zu ignorieren?

Mut.

Kniehkigg
24-04-2014, 02:15
Danke für die Ausführungen, ist sehr hilfreich. :)

Was meinst du, wie schafft man es seinen Glauben zu ignorieren ("Hunde sind gefährlich, trotzdem streicheln")? Fällt es einem leichter, sobald diese Glaubenssätze bewusst sind?


Danke schonmal :halbyeaha

Gar nicht. Bei einer extremen Angststörung wird sich der/diejenige nicht "rational" überwinden können, z.B. einen Hund zu streicheln, wenn der Hund das Angstobjekt ist. Nicht ohne therapeutische Anleitung.

Auch sonst, nur durch das Bewusst werden eines "belief systems" ändert sich noch nichts. Das sieht man in der Therapie ganz oft: Patient X erkennt seine Probleme, kann bis in's letzte analysieren was falsch läuft, ist sich völlig seiner "wrong beliefs" bewusst -> Symptome bleiben bestehen.

Letztlich kommt's auch auf die Schwere der Störung an. Viele Phobien kann man verhaltenstherapeutisch zweifellos gut behandeln.
Leichtere Arbeitsstörungen, Selbstwertprobleme usw. eben so.


Ich hab für mich bei Ekhart Tolle rausgezogen, dass wir eigentlich 2 sind.
Einmal unserer "I" und einmal unser "myself". Einmal die Instanz, die Leere, die wir sind, in der die Gedanken auftauchen, und einmal die Gedanken selbst, unser Ego, unser "myself".
Schwierig ist, das Denken zu kontrollieren und zu beherrschen, von dem zwanghaften Denken runterzukommen und Denken nur noch als Werkzeug zu benutzen. Das ist unglaublich schwierig.

Talisker
24-04-2014, 07:18
Unsere Gewohnheit, alles zu bewerten und in Kategorien einzuordnen, beschränkt uns auf unbewusst ablaufenden stereotype Reaktionsmuster, denen jegliche Objektivität abgeht. Diese Urteilsbereitschaft beherrscht unser Denken so vollständig, dass es nahezu unmöglich ist, innerlich ruhig zu werden und Frieden zu erfahren oder mit einiger Klarheit zu sehen, was wirklich im Innern und Außen geschieht. Unser Geist ist wie ein Jo-Jo, das sich beständig an der Schnur unserer urteilenden Gedanken auf und abbewegt.

Beim Üben der Achtsamkeit kommt es darauf an, dieses urteilende Wesen des Geistes, sobald es sich zeigt, zu erkennen und eine weitere Perspektive zu gewinnen, indem wir uns bewusst aller Bewertungen enthalten, und so gut es geht, die Rolle des neutralen Beobachters einnehmen, der nichts tut, als zu beobachten was geschieht, einschließlich unseren Reaktionen darauf. Wenn der Geist Urteile fällt, geht es nicht darum, ihn daran zu hindern, das zu versuchen wäre auch wenig sinnvoll. Wir müssen uns lediglich bewusst werden, dass es geschieht. Es ist nicht nötig, das Urteilen zu verurteilen und so alles noch weiter zu verkomplizieren.
Auszug aus dem Buch "Gesund durch Meditation" von Jon Kabat-Zinn, Knaur Verlag

DieKlette
24-04-2014, 17:22
Gar nicht. Bei einer extremen Angststörung wird sich der/diejenige nicht "rational" überwinden können, z.B. einen Hund zu streicheln, wenn der Hund das Angstobjekt ist. Nicht ohne therapeutische Anleitung.



Kommt auf das Indivduum an.

Ich kenne diverse Menschen die sich genau richtig konfrontiert haben und ihre Ängste überwunden haben. Da habe ich großen Respekt vor.

Bei schwerwiegenden Angststörungen oder Phobien kann ich auch nur raten zum Profi zu gehen. Der wird dann auch beleitend eher graduell Exposition betreiben mit entsprechender mentaler Vorbereitung.

Wenn ich mir selbst aus dem Nichts Fußballspielen beibringen will, mag mir das auch ohne Vorkenntnisse irgendwann gelingen, aber wenn ich ein Coach habe ist es doch um ein vielfaches leichter.

Und sich für seelische Dinge einen Coach/Mentor zu holen ist ebenso ratsam.

Vegeto
24-04-2014, 17:55
Ich kenne diverse Menschen die sich genau richtig konfrontiert haben und ihre Ängste überwunden haben.
Genau - "richtig konfrontiert" auch im Sinn von der Dosierung. Sich sinnvoll dosierter Menge an Angst und Diskomfort auszusetzen lässt einen daran wachsen und stärker werden. Zuviel auf einmal lässt das Individuum einbrechen.
Das Thema wird in Geoff Thompsons Warrior ganz gut besprochen.


Wenn der Geist Urteile fällt, geht es nicht darum, ihn daran zu hindern, das zu versuchen wäre auch wenig sinnvoll. Wir müssen uns lediglich bewusst werden, dass es geschieht. Es ist nicht nötig, das Urteilen zu verurteilen und so alles noch weiter zu verkomplizieren
Das kann man noch etwas weiter fassen und ganz gut an einem Beispiel verdeutlichen. Man sollte lernen sich nicht mit Emotionen zu identifizieren. Statt "Ich bin traurig" -> "Ich fühle Trauer". "Ich bin ängstlich" -> "Gut, ich fühle Adrenalin, aber ich mach es trotzdem". Das ist damit gemeint, das große Ich hinter den Gedanken/Gefühlen zu sein.

Hangar34
05-06-2014, 23:40
Was gut an Eckhart Tolle ist, ist seine Nüchterheit, was man bei anderen sogenannten Spirituellen aus Übersee nicht sagen kann. Sie sind mehr oder weniger Bestandteil einer milliardenschweren Esoterikindustrie, die die middle-class Schicht der Amis mit Fast-Food Spiritualität beliefern und sich auch gut bezahlen lassen dafür, was nicht bedeutet das ihr Gesagtes oder Geschriebenes falsch ist. Herr Tolle hat mir sehr geholfen einige Details in meinem Leben zu sehen, auf die ich immer wieder gestoßen bin aber nicht bemerkt habe. Er heißt ja eigentlich Ulrich Tolle und nennt sich Eckhart anlehnend an Meister Eckhart -klick- (https://www.youtube.com/watch?v=P8uMjvQBycg)

Terao
06-06-2014, 00:00
Ist "Spiritualität" nicht an sich schon ein Fast-Food-Begriff?
Dem guten Meister Eckhart gings wohl eher weniger um diese Art von Lebenshilfe und Selbstoptimierung, die hier anklingt. Die unio mystica mag ja vieles sein, aber sie ist ganz sicher kein Coaching-Konzept.

DieKlette
06-06-2014, 00:20
Ist "Spiritualität" nicht an sich schon ein Fast-Food-Begriff?
Dem guten Meister Eckhart gings wohl eher weniger um diese Art von Lebenshilfe und Selbstoptimierung, die hier anklingt. Die unio mystica mag ja vieles sein, aber sie ist ganz sicher kein Coaching-Konzept.

Nein.

Nur weil etwas gut ist und "Mainstream" wird, wird es nicht weniger gut.

Abgesehen davon sind wir vom Mainstream noch weit entfernt,

Ohnehin muss jeder wissen, wie er den Begriff Spiritualität für sich füllt.

Wenn Du ihn Dir durch andere Leute unter geistiges Fast Food packen lässt ist das deine Entscheidung :).

paka
06-06-2014, 00:34
Ein bisschen Wahres ist dran.

Aber was mich daran stört, es hört sich bei ET alles so ein bisschen nach Küchenpsychologie an. --Einfach im Jetzt sein ahja.

Wenn man sich den Typen mal ansieht, wie er spricht etc. kommt er mir ziemlich leidenschaftslos rüber. Jemand der sich selbst quasi ins "Jetzt" zwingt und alles so annimmt wie es ist. Null Gefühl, null Ehrgeiz null von allem was wichtig ist im Leben. Kann sich jemand vorstellen wie Ecki sich ausgelassen freut und singt und tanzt (etwas übertrieben ausgedrückt)?
Ich nehme diese Emotionslosigkeit einfach keinem ab sondern glaube, dass sich viele einfach dazu zwingen.

Ich verstehe auch nicht wie man für die Zukunft planen kann wenn man sich immer die ganze Zeit über bewusst sein muss dass man im Jetzt ist und nicht in der Zukunft oder Vergangenheit leben darf.

Wie gesagt ein bisschen Wahres ist dran, aber da passt vieles nicht zusammen.

Arganth
06-06-2014, 01:15
Ich verstehe auch nicht wie man für die Zukunft planen kann wenn man sich immer die ganze Zeit über bewusst sein muss dass man im Jetzt ist und nicht in der Zukunft oder Vergangenheit leben darf.

Wie gesagt ein bisschen Wahres ist dran, aber da passt vieles nicht zusammen.

Ich nehme diese Emotionslosigkeit einfach keinem ab sondern glaube, dass sich viele einfach dazu zwingen.

nun ja dürfen ^^ man kann es ja nicht weil man nur im Jetzt leben kann ^^
alles andere wird eher schwierig :D

außerdem darf man natürlich planen, nachdenken und sich konzentrieren
aber das macht man bewusst und im Jetzt
(aber ich merk grad selbst das is eher schwer in worte zu fassen ^^)





Ich nehme diese Emotionslosigkeit einfach keinem ab sondern glaube, dass sich viele einfach dazu zwingen.

Hat mit Emotionslosigkeit nichts zu tun. Kannst deine Emotionen voll ausleben. Wenn man sich dazu zwingt (was eh net geht) dann is man auch net im "Jetzt".

find das vid dazu ganz gut
C3WwS07wbJ0

find aber adyashanti generell wesentlich besser als ecki :)

Hangar34
06-06-2014, 02:53
Er behauptet ja auch nicht, dass er perfekt ist, nur die Leute machen ihn dazu. Er hat auch mal gesagt, dass einige "Lehrer, Gurus"...etc.. eine Guru-Rolle automatisch projeziert bekommen und einige auch diese annehmen und sich darin verlieren. Eckhart ist sich dessen bewußt. Sprich`es gibt viele sogenannte Lehrer, die mit einem Stock im Ar... durch die Gegend laufen, da ja ihre Art als Zen-Meister etc.. dies erfordert und die Leute es erwarten. Auf der anderen Seite sind Gefühle wie Freude, Angst usw.. nur bei den wenigsten als authentische Erscheinung vorhanden, sondern erlernt durch Eltern, Medien...usw... Jeder hat eine sozio-kulturell konditionierte Art Gefühle auszudrücken.
Eckhart sagt eigentlich nichts anderes, als dass man mal richtig tief in sich reinhorchen sollte, um sich mal in seiner eigener Reinheit wahrzunehmen und nicht als konditioniertes Ich. Es ist, nach meiner Meinung, nicht verwunderlich, dass Leute, die sich tief mit diesem Thema beschäftigen und auch die "Unbewußtheit" dahinter sehen, selber als kalt und steril wahrgenommen werden. Doch wenn ihr euch mal weitere Eckhart Videos anschaut, dann werdet ihr auch einen einzigartigen anderen Humor sehen, der eigentlich sehr oft durchblitzt -klick- (https://www.youtube.com/watch?v=bdMEtpXoMkY)

bilbo
06-06-2014, 23:21
Dass der gute Ecki etwas sonderbar erscheint, kann man vielleicht nachvollziehen, wenn man weiß, dass er früher wohl mal stark an Depressionen gelitten haben soll. Später hat er angeblich Jahre auf einer Parkbank gesessen und die Natur beobachtet. Wenn er das getan hat, ist er definitiv keine Partykanone.

In einem Kommentar auf Youtube schrieb mal jemand, dass er in Tolle autistische Züge erkennt. Ist nicht ganz von der Hand zu weisen.

Wie auch immer - "normal" ist er nicht. Aber was er sagt und wie er es sagt, finde ich sehr inspirierend. Vielleicht auch gerade deshalb.