Vollständige Version anzeigen : Ju Jutsu, ich vesteh es nicht...
Egal was ich lese ich vesteh einfach nicht was des ist.
Wenn ich Videos von DJJV sehe kommt mir des vor aus einer Mischung von:
- Karate bei Olympia
- Van Damme Film
- WT Werbefilm
- Angriffe in Augen ala KM
Wie lässt sich des verbinden? Ich dachte immer bei SV kann es keine Wettkämpfe geben
Gibt auch fürs Ju Jutsu Wettkämpfe. Wer sagt denn, dass alle nur für SV trainieren?
Welche Videos meinst du denn speziell?
des zb:
Ju-Jutsu (DJJV) - Effektive Selbstverteidigung - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=ssLOUHeIk3c)
1. Karate war noch nicht bei Olympia bisher.
2. Es gibt nicht "das" JJ, sondern verschiedene Systeme.
3. Das deutsche JJ hat ja auch Karateelemente enthalten, weshalb es daran erinnert.
4. JJ ist vielseitig, wie Karate übrigens auch, sodass die Praktizierenden sich aussuchen können, was für einen Schwerpunkt sie setzen (SV, Wettkampf, Gesundheit etc.).
hmm aber die Vereine in München bieten meist nur 2 mal die Woche Training an, wo kann ich denn da noch groß aussuchen worauf ich ich spezialisieren will
Hast du schon mal ein Schnuppertraining gemacht? Das könnte dir bei deiner Wahl helfen. :)
Weiterhin empfehle ich dir, dich nicht schon am Anfang auf SV oder auf Sport etc. beim JJ zu beschränken. Fang erstmal überhaupt an, und entscheide dann, was dir am besten liegt. Spezialisieren kann man sich erst dann, wenn man die Grundlagen beherrscht. :)
Zweimal Training in der Woche ist am Anfang schon ok :)
hmm aber die Vereine in München bieten meist nur 2 mal die Woche Training an, wo kann ich denn da noch groß aussuchen worauf ich ich spezialisieren will
Das von dir verlinkte Video verdeutlicht es eigentlich sehr schön, der DJJV neigt dazu einfach alles undifferenziert durcheinander zu würfeln. Es findet keine strikte Trennung statt und das ist für viele Probleme verantwortlich, die das Ju Jutsu hat.
Beim JJ gilt es kommt auf den Trainer und die Präferenzen in seiner Gruppe an.
Entsprechend würde ich jedem Interessierten raten, ganz explizit nach zu fragen wo die Schwerpunkte gelegt werden und seich einen für sich passenden Verein raus zu suchen.
Du kannst in 10 Vereine gehen und du wirst 10x verschiedenes Ju Jutsu sehen, so ist es eben.
Nein noch nicht wie man auch an meinem Anmeldedatum erkennen kann gehöre ich leider zu den Leuten die immer online viel Infos einholen aber dann ....
Hab einfach egal wie interessant was klingt immer die angst bekommen es nicht mit dem BB vereinbaren zu können
Hab einfach egal wie interessant was klingt immer die angst bekommen es nicht mit dem BB vereinbaren zu können
Die Antwort ist wie immer: "Kommt drauf an".
Richtiges BB als wirklicher Sport beißt sich eigentlich mir allen KK/KS, egal welches System.
Krafttraining ist hingegen eine gute Ergänzung, mal so als Faustregel.
Ja und bei mir bestimmt des BB den Alltag daher war eben auf der Suche nach einer SV die möglichst wenig Bewegung verlangt aber trotzdem effektiv ist wie zb:
- tritt dem gegner ordentlich in die .... und du hast zeit zu versschwinden
- tritt in winkel x auf´s knie, allein kann die person erstmal nicht mehr laufen
Ich wollte gerade schon schreiben: "Ließ mal diesen Thred":
http://www.kampfkunst-board.info/forum/f43/kk-sv-wenigster-anstrengung-148193/
aber der ist ja von dir. ;)
Prinzipiell hat sich an dem geschriebenen auch nix geändert, kann man so stehen lassen.
DerLenny
25-04-2014, 12:29
Egal was ich lese ich vesteh einfach nicht was des ist.
Wenn ich Videos von DJJV sehe kommt mir des vor aus einer Mischung von:
- Karate bei Olympia
- Van Damme Film
- WT Werbefilm
- Angriffe in Augen ala KM
Wie lässt sich des verbinden? Ich dachte immer bei SV kann es keine Wettkämpfe geben
So wie die SV Fraktion schafft, sich nicht wirklich in die Augen zu pieksen, so kann ein Wettkämpfer dem anderen anstatt auf die nase auch ins Auge pieken. Gleich eIdee, nur andersrum.
Und der Wettkämpfer ist in der Regel "sportlicher" - also schneller, stärker und an nicht-willige Gegner gewöhnt.
Aber generell gebe ich Dir recht, dass es schwer ist, das alles unter einen Hut zu bringen.
So wie die SV Fraktion schafft, sich nicht wirklich in die Augen zu pieksen, so kann ein Wettkämpfer dem anderen anstatt auf die nase auch ins Auge pieken.
Der Wettkämpfer darf aber nur rund ins Auge pieken, nicht geradlinig.:rolleyes:
Eskrima-Düsseldorf
25-04-2014, 12:37
Der Wettkämpfer darf aber nur rund ins Auge pieken, nicht geradlinig.:rolleyes:
???
DerLenny
25-04-2014, 12:38
Der Wettkämpfer darf aber nur rund ins Auge pieken, nicht geradlinig.:rolleyes:
Nur der JJ, I, F (Reihenfolge bitte selber finden) WKler.
Nur der JJ, I, F (Reihenfolge bitte selber finden) WKler.
Ich dachte auf diese bezog sich der Thread?
(verdammtes Buchstabenpuzzle, ich komm nicht drauf:mad:)
???
Fighting-Regelwerk erlaubt keine geraden Techniken zum Kopf. (und natürlich auch kein Augenpieksen)
Eskrima-Düsseldorf
25-04-2014, 12:51
Fighting-Regelwerk erlaubt keine geraden Techniken zum Kopf...
Sachen gibt es... Wird das auch irgendwie begründet?
Sachen gibt es... Wird das auch irgendwie begründet?
Im Zweifelsfall mit einem: "Verletzungen vermeiden und Gefahrenpotenzial minimieren" oder so ähnlich.
Hab schon verschiedene Leute gefragt und eigentlich jedes mal ne andere Antwort bekommen.
Im Grunde kann der DJJV es aber eh nicht selbst entscheiden, da die JJIF (Hey ich hab´s raus:)) die Regeln vorgibt.
Für mich ist dieses Verbot übrigens einer der Gründe, warum ich vom Fighting ja mal so gar nix halte.
Eskrima-Düsseldorf
25-04-2014, 13:00
Kann ich verstehen, mit so einem Reglement kann man sich die Sache mit dem Kämpfen ja auch sparen ...
Ich werde mal ein Format für Eskrimaturniere entwerfen - da sind dann Rückhandschläge verboten ^^
DerLenny
25-04-2014, 13:32
Mir hat mal jemand gesagt, die Regeländerung bzgl. der geraden Schhläge kam, nachdem sich eineige Nationen (insbes. FRA) dafür stark gemacht haben, damit ihre Judo Leute im JJ besser mit halten können, und sich weniger Sorgen um Satnd-Up Striking machen müssen. Nicht sicher, ob das stimmt, aber politik ist IMO die einzige Erklärung für so ne Regel.
Bero: Machst du in Deinem Training kein "normales" Boxen? Oder Kick/ Thaiboxen? Immer nur nach IJJF (ach ne, das waren ja die anderen, glaub ich) um.. JJIIF Regeln?
Mir hat mal jemand gesagt, die Regeländerung bzgl. der geraden Schhläge kam, nachdem sich eineige Nationen (insbes. FRA) dafür stark gemacht haben, damit ihre Judo Leute im JJ besser mit halten können, und sich weniger Sorgen um Satnd-Up Striking machen müssen. Nicht sicher, ob das stimmt, aber politik ist IMO die einzige Erklärung für so ne Regel.
Ähnliche Erklärungen habe ich auch schon bekommen (mit verschiedenen "Übeltätern"), Wahrheitsgehalt kann ich aber auch nicht verifizieren.
Bero: Machst du in Deinem Training kein "normales" Boxen? Oder Kick/ Thaiboxen? Immer nur nach IJJF (ach ne, das waren ja die anderen, glaub ich) um.. JJIIF Regeln?
Ach ich halt es da simpel, ich gebe einfach nix aufs Fighting und mach nix in der Richtung.;)
Mata-Leon
25-04-2014, 13:41
Ich sag mal so, hätte man sich auf Grappling spezialisiert dann könnte ich dieses WK Format nachvollziehen.
Dass man sagt man kämpft mit Würfen+ Bodenkampf und halt eingeschränktes Striking ala Karate dazu damit man nicht nur hingehen und Guard Pullen kann, sondern auch ein bisschen Transitions aus dem Stand in den Grip oder zu Boden braucht.
So wie halt Ving Tsunger am Delta Cup würfe mitnehmen um das Grappling nicht ganz zu streichen aber den Bodenkampf dann raus lassen, wers so mag ok.
Aber auch der Bodenkampf ist ja extremst ins Lächerliche beschnitten, was da übrig bleibt muss ich ganz ehrlich sagen fällt mir schwer ernst zu nehmen.
Kein wirkliches Stand-Up, normale Judo Würfe und schlechter,stark eingeschränkter Bodenkampf indem teils Standard-Grappling Techniken nicht erlaubt sind
Kein wirkliches Stand-Up, normale Judo Würfe und schlechter,stark eingeschränkter Bodenkampf indem teils Standard-Grappling Techniken nicht erlaubt sind
Man kann es eigentlich ganz gut als normalen Judowettkampf + Punktesammeln durch hauen und treten umschreiben.
Mir hat mal jemand gesagt, die Regeländerung bzgl. der geraden Schhläge kam, nachdem sich eineige Nationen (insbes. FRA) dafür stark gemacht haben, damit ihre Judo Leute im JJ besser mit halten können, und sich weniger Sorgen um Satnd-Up Striking machen müssen. Nicht sicher, ob das stimmt, aber politik ist IMO die einzige Erklärung für so ne Regel.
Ne politische Grundlage glaub ich sofort. Und der Bullshit hört ja nicht mit dem Verbot der geraden Schläge zum Kopf auf. Auch gerade Tritte zum Kopf sind ja verboten. Hinzu kommt dann der Schwachsinn, dass nach (ich glaube) ca 20 Sekunden ein Übergang von Part1 (Schlagen/Treten) in Part2 (Griffkontakt ohne Schläge und Tritte) erfolgt sein soll/muss ???
Wenn bei uns im Training schon mal Fighting anliegt führt das dann dazu, dass ich nach gefühlten 10 Sekunden schon vom Traininer dazu gedrängt werde Part1 zu verlassen.
Für mich macht es auch eher den Eindruck als ob Funktionäre eine zweite Spielwiese für Judoka erschaffen haben, bei denen diese ohne so viel Zusatztraining in der lage sind, Erfolge einzufahren.
Fazit: Überflüssig
Ne politische Grundlage glaub ich sofort. Und der Bullshit hört ja nicht mit dem Verbot der geraden Schläge zum Kopf auf. Auch gerade Tritte zum Kopf sind ja verboten.
Deshalb schrieb ich ja auch "gerade Techniken", dass deckt beides ab. ;)
Für mich macht es auch eher den Eindruck als ob Funktionäre eine zweite Spielwiese für Judoka erschaffen haben, bei denen diese ohne so viel Zusatztraining in der lage sind, Erfolge einzufahren.
Fazit: Überflüssig
Ja der Verdacht hat sich mir auch immer aufgedrängt, auch wenn ich entsprechend von einigen Fightern gehört habe, dass die Zeiten wo man komplett auf Atemi verzichten konnte, vorbei seien sollen.
Kann ich aber weder bestätigen noch widerlegen, ich beschäftige mich nicht mit Fighting und es spielt bei mir im Training auch keine Rolle.
Da bin ich auch nicht die Ausnahme, unser Referent Leistungssport erzählt mir vor gar nicht langer Zeit, der DJJV schätzt das gerade mal 4-5% der aktiven Ju-Jutsuka, überhaupt nur am Wettkampfbetrieb teilnehmen.
Kohle geht dafür aber natürlich trotzdem ordentlich drauf, versteht sich doch von selbst. :narf:
Da bin ich auch nicht die Ausnahme, unser Referent Leistungssport erzählt mir vor gar nicht langer Zeit, der DJJV schätzt das gerade mal 4-5% der aktiven Ju-Jutsuka, überhaupt nur am Wettkampfbetrieb teilnehmen.
Ja, das entspricht in etwa meinem "geschätzen" Anteil, wenn überhaupt.
Problematisch ist allerdings, dass dann in Vereinen teilweise das "Sparring" mit Fightingregelwerk praktiziert wird.
Und so soll es vorhommen, dass es JJ Blau- oder Braungurte gibt, die noch nie ne gerade Fausttechnik in dynamischer Bewegung / Kampfhandlung an die Rübe bekommen haben, weils halt von so nem verstrahlten Regelwerk nicht erlaubt wird und in den Vereinen nicht anders praktiziert wird.
Für ne reale SV Situation ist das ebenfalls ne Katastrophe in meinen Augen.
Mata-Leon
25-04-2014, 18:47
Die Problemliste im DJJF scheint lang zu sein ;)
Ich muss aber trotzdem immer wieder betonen dass eine aktive WK Szene eigentlich fast immer auch Vorteile für einen KS bringt, unabhängig mal vom Rahmen alleine die Tatsache dass sich unkooperativ gezwungener Maßen auseinandergesetzt wird bringt normalerweise Vorteile mit sich, Evaluation von Techniken, das aufgreifen von neuen Techniken,zwangsweise Beschäftigen mit anderen KS Arten, ein paar fitte Vorzeigeathleten etc.
Die besten JJka die ich bisher kennengelernt habe waren auch aus der WK Ecke
Der Ausdruck "Katastrophe" war auch weniger auf die wirklichen Leistungssportler bezogen als viel mehr auf die Breitensportler, welche dann aber quasi im Training mit Fightingregeln "Sparring" machen und meinen sie wüssten, was sie da tun :)
Leider schon so erlebt.
Ich finde es bei aller berechtigten Kritik immer sehr wichtig das man klar stellt, dass Problem sich nicht die Wettkämpfer selbst.
Die machen einfach ihr Ding, trainieren und sich in der Regel wirklich fitte Leute, alles bestens.
Nein das wirklich ärgerlich sind die direkten und auch indirekten Auswirkungen, die ein solch verkorkstes Wettkampfregelwerk auf das Ju Jutsu hat und die sind nun einmal Mannigfaltig sowie nicht von der Hand zu weisen.
Tja und das der DJJV mit seiner präferierten Form der sportlichen Auseinandersetzung gescheitert ist, beweisen ja die Zahlen der aktiven Wettkämpfer.
Ich bin nach wie vor der festen Überzeugung, dass der Wettkampfbetrieb in seiner heutigen Form eine sehr große Mitschuld daran trägt, was im DJJV meiner Meinung nach falsch läuft.
Ich hab das auch schon bei der einen oder anderen Gelegenheit geäußert und festgestellt, dass diese Meinung auch recht verbreitet ist.
Leider sehen das die Leute in den Entscheidungspositionen ganz anders, mit Wettkampf kann man sich halt super profilieren.
Außerdem ist da auch immer noch das Problem, dass die JJIF nun mal den Weg vorgibt.
Aber auch der Bodenkampf ist ja extremst ins Lächerliche beschnitten, was da übrig bleibt muss ich ganz ehrlich sagen fällt mir schwer ernst zu nehmen.
Ich kenne das Regelwerk überhaupt nicht, darum die ehrliche Frage: welche Standardtechniken sind denn nicht erlaubt?
Blueliner
26-04-2014, 16:01
hmm aber die Vereine in München bieten meist nur 2 mal die Woche Training an, wo kann ich denn da noch groß aussuchen worauf ich ich spezialisieren will
Dann hast Du wohl nicht richtig gesucht...
Ich kenne das Regelwerk überhaupt nicht, darum die ehrliche Frage: welche Standardtechniken sind denn nicht erlaubt?
Also ich bin jetzt nun wirklich kein Fighting-Experte aber meines ist Part 3 jetzt gar nicht sooooooo stark beschnitten.
Meines Wissens sind vor allem folgende Aktionen im Boden verboten (zusätzlich zu den generell untersagten Techniken wie Fingerhebel etc.):
- Jede Art von Atemi
- Genickhebel und andere Techniken auf die Wirbelsäule
- verdrehte Knie- oder Fußhebel
- Nierenschere
- Würgen mit Händen oder Fingern
Gerade über das Verbot von Atemi (für mich seeehhhr Diskussionswürdig in einem System mit SV-Anspruch) und Genickhebel (da gibt es ja auch durchaus kontrollierte Varianten) kann man trefflich streiten aber eigentlich weicht das Regelwerk meiner Meinung nach, gar nicht so sehr von denen anderen Ne-Waza-Wettkampfderivaten ab.
Mata-Leon
26-04-2014, 16:06
Ich kenne das Regelwerk überhaupt nicht, darum die ehrliche Frage: welche Standardtechniken sind denn nicht erlaubt?
Öhm ja so Kleinigkeiten wie zB RNC oder guillotine
Öhm ja so Kleinigkeiten wie zB RNC oder guillotine
Ist das Verboten, im Regelwerk habe ich nix dazu gefunden.
Die Guillotine nach evtl. wenn sie als Genickhebel ausgelegt/angewandt wird aber der RNC?
Mata-Leon
26-04-2014, 16:22
Ist das Verboten, im Regelwerk habe ich nix dazu gefunden.
Die Guillotine nach evtl. wenn sie als Genickhebel ausgelegt/angewandt wird aber der RNC?
Ich durfte erst 2 deutschen Ju-Jutsu WK im Fighting beiwohnen.
Dabei mit 100% Sicherheit gesehen:
- Guillotine aus Guard und einmal aus Mount jeweils direkt Disqualifikation, warum weiß ich nicht schließe aber darauf dass man die Technik so nicht anwenden darf
- Jemand hat den Triangle geschlossen, zieht am Kopf an -> direkt Disqualifikation, ich hab einen Zuschauer neben mir gefragt der mir erklärt hat man dürfe doch nicht den Nacken hebeln
- Jemand hat Back Mount, schließt die Triangle um den Körper, flattet seinen Gegner aus -> direkt Disqualifikation, "Nierenschere"
- RNC aus Backmount -> direkt Disqualifikation, hab mich dann nicht mehr "beherrschen" können und den Kampfrichter nach dem Kampf kurz angetippt und gefragt, der gereizt war und mich nur angeschnauzt hat dass das seine Entscheidung ist, der Coach des Kämpfers hat mir dann mitgeteilt die DQ war wegen Genickhebel, man dürfe nur mit einen Arm "drinnen" Würgen
-Jemand liegt in der Butterfly-Guard, bekommt Festhalter-Zeit angerechnet und Ippon
-gleiches mit Half-Guard
-Jemand hat zum Sweepen am Fuß gegriffen, wurde aus Beinhebel gewertet wieder DQ
Das alles an 2 Wettkämpfen wo ich nicht mal alle Kämpfe angeschaut habe, teilweise war das in der Senioren Klasse
aja bevor ichs vergesse: wenn man seinen Genger tappt dann geht es einfach weiter und man bekommt 2 Punkte :D
also sry das hat für mich mit Grappling nicht viel zu tun
Das klingt tatsächlich ziemlich absonderlich. Als ich das IJJF-Regelwerk überflogen habe ist mir nur das Nackenhebelverbot aufgefallen, dass das derart streng gehandhabt wird finde ich schon ein wenig überraschend, vor allem weil Backmount ja sogar Punkte bringt.
Jetzt ist mir aber auch klar warum in den wenigen Fällen wo ich mit JJ Leuten gerollt bin die nie auf ihren Hals aufgepasst haben. :idea:
Exodus73
26-04-2014, 16:31
Ich durfte erst 2 deutschen Ju-Jutsu WK im Fighting beiwohnen.
Dabei mit 100% Sicherheit gesehen:
- Guillotine aus Guard und einmal aus Mount jeweils direkt Disqualifikation, warum weiß ich nicht schließe aber darauf dass man die Technik so nicht anwenden darf
- Jemand hat den Triangle geschlossen, zieht am Kopf an -> direkt Disqualifikation, ich hab einen Zuschauer neben mir gefragt der mir erklärt hat man dürfe doch nicht den Nacken hebeln
- Jemand hat Back Mount, schließt die Triangle um den Körper, flattet seinen Gegner aus -> direkt Disqualifikation, "Nierenschere"
- RNC aus Backmount -> direkt Disqualifikation, hab mich dann nicht mehr "beherrschen" können und den Kampfrichter nach dem Kampf kurz angetippt und gefragt, der gereizt war und mich nur angeschnauzt hat dass das seine Entscheidung ist, der Coach des Kämpfers hat mir dann mitgeteilt die DQ war wegen Genickhebel, man dürfe nur mit einen Arm "drinnen" Würgen
-Jemand liegt in der Butterfly-Guard, bekommt Festhalter-Zeit angerechnet und Ippon
-gleiches mit Half-Guard
-Jemand hat zum Sweepen am Fuß gegriffen, wurde aus Beinhebel gewertet wieder DQ
Das alles an 2 Wettkämpfen wo ich nicht mal alle Kämpfe angeschaut habe, teilweise war das in der Senioren Klasse
aja bevor ichs vergesse: wenn man seinen Genger tappt dann geht es einfach weiter und man bekommt 2 Punkte :D
also sry das hat für mich mit Grappling nicht viel zu tun
da muß ich Dir leider zustimmen, ein Grund warum ich mich auch als JJka frage wieso wir überhaupt ein eigenes WK-Sytem betreiben müssen, anstatt uns entweder an die bereits existierenden Wettkampfsysteme und ihre Regeln anzuschließen, oder zumindest ein System etablieren was den Namen WettKAMPF auch verdient! Aber damit macht man sich auch als JJ nicht grade beliebt wenn man das in Frage stellt!
EDIT: Oder zumindest ein System etablieren was auch eine reele Chance hat jemals Olympisch zu werden - bzw. das man da mitkämpfen kann. Ich kann beim besten willen nicht begreifen warum krampfhaft versucht wird das Fighting auf Teufel komme Raus international zu etablieren damit es iwann man Olympisch wird wenn man doch jetzt schon sehen kann dass sich andere Stile MMA etc. weit aus stärker international verbreiten und entsprechende Unterstützung finden.
also sry das hat für mich mit Grappling nicht viel zu tun
Wie schon geschrieben, ich bin kein Fighting-Experte und kenne auch nicht die Art und Weise, wie die Regeln in der Praxis ausgelegt werden.
Die Guiollotine konnte ich mit dem Verbot von Genickhebeln erklären, nen RNC hätte ich aber für unbedenklich gehalten, tja so kann man sich täuschen.
Dein geschilderter Erlebnisbericht spricht für mich übrigens Bände über´s Fighting, ein Trauerspiel in 3 Akten (Part´s;)).
@Exodus73
Naja, es ist ja nicht das WK-System des DJJV sondern des JJIF, also des übergeordneten Verbandes.
Tja und so leid es mir tut dir Widersprechen zu müssen, als solches hat es weites "größere" Chancen Olympisch zu werden, als wenn der DJJV da was eigenes gestrickt hätte.
Das Fighting-Regelwerk ist wenn man so will, International etabliert.
Da schreib ich jetzt mal ganz wertfrei, dass die bestehende Regularien einem System mit SV-Anspruch unwürdig sind und man trefflich darüber streiten kann, ob eine Olympiateilnahme überhaupt erstrebenswert ist (siehe Judo), steht freilich auf einem anderen Blatt.
Das man sich jetzt direkt unbeliebt macht wenn man solch eine Meinung äußert, habe ich bislang zumindest in meinem "Wirkungskreis" noch nicht erlebt.
Vielleicht habe ich es aber auch versäumt den richtigen Leuten weiter Oben auf die Füße zu treten, bin ja nur ein kleines Licht mich sieht eh keiner. :)
jujutsuclaudi
08-05-2014, 12:10
Man kann es eigentlich ganz gut als normalen Judowettkampf + Punktesammeln durch hauen und treten umschreiben.
Ahem naja.. ich gehe mal davon aus das du noch nicht auf so vielen JJ Turnieren warst... Eine der grossen Schwierigkeiten ist eben die Taktik... Und das ist das was es fuer mich so spannend macht...
Und bezüglich des SV Charakters... Fighting, Duo und Ne-Waza sind Disziplinen wie Freistil, Brust und Ruecken. es geht um den Sportlichen Vergleich zweier Personen nach gegebenem Regelwerk... Natuerlich hat das nix mit SV zu tun... Ich kenne auch keinen Wettkaempfer der das je behauptet hat ;)
DerLenny
08-05-2014, 12:25
Erklärst du mir kurz, wie du das mit der Taktik meinst?
Ich hab schon ewig nichts mehr mit Fighting am Hut gehabt, und in den Anfängen war da wenig mit Taktik. Und auf den Videos der internationalen WKs sehe ich meist ein paar Atemi um keine Passivität zu bekommen um dann in den Griffkampf zu gehen.
Damals war es auch so, dass Sriker nicht einfach den Griffkampf vermeiden durften - sie mussten in allen "Phasen" kämpfen.
Ahem naja.. ich gehe mal davon aus das du noch nicht auf so vielen JJ Turnieren warst... Eine der grossen Schwierigkeiten ist eben die Taktik... Und das ist das was es fuer mich so spannend macht...
Nein ich beschäftige mich tatsächlich kaum mit dem JJ-Wettkampfbetrieb in jeglicher Form und Ausprägung, is in meinem Verein/Training einfach kein Thema.
Vor 2 Jahren war ich mal auf den Deutschen Polizeimeisterschaften, weil die hier in der Ecke war. Nach 15 Minuten musste ich raus gehen, länger konnte ich mit das rumgehopse einfach nicht anschauen, ohne Wutpickel zu kriegen.
Wahrscheinlich bin ich wirklich zu unbedarft aber wo siehst du da bitte "Taktik"?
Man haut sich ineffiziente Atemi um die Ohren und sieht zu, dass man innerhalb von 30 sec. in Part 2 übergeht, um nicht verwarnt zu werden.
Das einzige was ich da als Taktik anerkennen würde, ist die Distanzüberbrückung mittels Atemi.
Is aber auch kein Problem, denn harte Schläge/Tritte habe ich sowieso nicht zu befürchten, Wirkungstreffer kriegt ja der andere angekreidet.
Und bezüglich des SV Charakters... Fighting, Duo und Ne-Waza sind Disziplinen wie Freistil, Brust und Ruecken. es geht um den Sportlichen Vergleich zweier Personen nach gegebenem Regelwerk... Natuerlich hat das nix mit SV zu tun... Ich kenne auch keinen Wettkaempfer der das je behauptet hat ;)
Ich habe ja auch betont, dass ich die Wettkämpfer selbst gar nicht angreifen möchte.
Die machen einen Sport der ihnen Spaß macht und das ist auch vollkommen in Ordnung.
Was mich stört ist das eine immer stärkere Vermischung zwischen den einzelnen "Strömungen" im Ju Jutsu statt findet und die Wettkampflobby dabei den Ton angibt.
Da bekomme ich als Prüfer gesagt, freie Anwendung/Komplexaufgaben sollen doch bitte nach Fighting-Regelwerk abgeprüft werden, ja geht´s noch?
Ich soll in einer Kampfkunst mit SV-Anspruch, ein solch wichtiges wenn nicht gar essentielles Prüfungsfach nach einem komplett kastrierten Regelwerk überprüfen?
Inzwischen darf man da sogar Duo-Kram "vorführen", ich meine was hat das den noch mit Kämpfen zu tun?
Die Auswirkungen des DJJV-Wettkampfbetriebes auf das Ju Jutsu, dass ist das Hauptproblem, nicht die Wettkämpfer selbst.
Von der Tatsache das diese 5% Wettkämpfer trotzdem einen Löwenanteil der Kohle in Anspruch nehmen, fang ich jetzt lieber gar nicht erst an.
Es tut mir leid, wenn ich mich jetzt wieder mal unbeliebt machen sollte, aber ...
Das, was Mata-Leon da beobachtet hat, kann ich durch eigene Beobachtungen bestätigen.
Ich durfte erst 2 deutschen Ju-Jutsu WK im Fighting beiwohnen.
Dabei mit 100% Sicherheit gesehen:
- Guillotine aus Guard und einmal aus Mount jeweils direkt Disqualifikation, warum weiß ich nicht schließe aber darauf dass man die Technik so nicht anwenden darf
Ich verstehe zwar nicht, wovor man im JuJu bei der Guillotine solche Angst hat ... denn die wird ja im BJJ fleißig angewandt, und da sehe ich nix, was die Angst vor "schweren Nackenverletzungen" rechtfertigt.
Aber mir ist schon oft aufgefallen, daß man im JuJu selten zwischen "Genickhebeln" und Chokes, die ohne Gi ausgeführt werden, unterscheiden kann.
:D
Jemand hat den Triangle geschlossen, zieht am Kopf an -> direkt Disqualifikation, ich hab einen Zuschauer neben mir gefragt der mir erklärt hat man dürfe doch nicht den Nacken hebeln
:rotfltota
Jemand hat Back Mount, schließt die Triangle um den Körper, flattet seinen Gegner aus -> direkt Disqualifikation, "Nierenschere"
Sowas ist einfach nur noch peinlich ...
:rolleyes:
RNC aus Backmount -> direkt Disqualifikation, hab mich dann nicht mehr "beherrschen" können und den Kampfrichter nach dem Kampf kurz angetippt und gefragt, der gereizt war und mich nur angeschnauzt hat dass das seine Entscheidung ist, der Coach des Kämpfers hat mir dann mitgeteilt die DQ war wegen Genickhebel, man dürfe nur mit einen Arm "drinnen" Würgen
Oh mein Gott ...!
RNC, vulgo "Hadaka-Jime", ist auch im Judo bestens bekannt, und ich dachte immer, toitsches JuJu sei (auch) aus dem Judo hervorgegangen ...?
Wie kann es dann sein, daß man im JuJu offenbar nicht mehr zwischen No-Gi-Chokes und "Genickhebeln" unterscheiden kann ...?
-Jemand liegt in der Butterfly-Guard, bekommt Festhalter-Zeit angerechnet und Ippon
-gleiches mit Half-Guard
Na ja, was soll's ... hat bloß nicht mehr viel mit Kämpfen zu tun ...
Jemand hat zum Sweepen am Fuß gegriffen, wurde aus Beinhebel gewertet wieder DQ
:rotfltota
aja bevor ichs vergesse: wenn man seinen Genger tappt dann geht es einfach weiter und man bekommt 2 Punkte
Herrlich ...
Und wenn man den Gegner bewußtlos würgt ...?
Wahrcheinlich wird man dann disqualifiziert ...
:D
Man kann sich ja über die verschiedenen Regelwerke der Grapplingszene durchaus streiten.
Aber das hier diskutierte Regelwerk des JuJu ist einfach nur grottig und weist meiner Meinung nach besonders im Bodenkampf deutliche Mängel auf, die sehr wahrscheinlich dadurch zustande kommen, daß die Verantwortlichen wenig Ahnung vom Bodenkampf haben.
Drängt sich einfach auf, diese Vermutung ...
Und wenn' nicht die JuJus aus'm DJJV sind, dann sind halt die JuJu aus der JJiF dafür verantwortlich.
Was die Sache auch nicht besser macht ...
Wäre echt klasse, wenn sich jetzt mal Leute wie JuJutsuka gerade zum Mata Leon äußern würden.
Den als Hebel auszulegen finde ich schon ziemlich arm, selbst wenn man das Köpfchen zwecks besserer Stauchung der Blutgefäße zur Seite drückt -und wenn der nur im entferntesten trotzdem so ausgelegt werden kann, dann wird er das, zumindest bei meinen Leuten, da ich mich bei einem der aktivsten Kampfrichter grade äußerst unbeliebt gemacht habe (in anderer Sache).
Meine Kiddis sind jetzt in dem alter, dass sie choken dürfen und ich drill sie geradezu darauf, sich halt jeden geschenkten Arm und Hals zu holen, gedenke auch nicht, denen mehr Mist beizubringen, als es die eindeutigen Teile des Regelwerkes unbedingt von mir verlangen.
Bin auch schon etwas in der Szene unterwegs aber habe gerade dazu bisher auch nie eindeutige Antworten bekommen.
Das freimütigste war: "Mit diesen Unterschied wollen wir ja mal gerade unsere älteren Kampfrichter im Landesverband nicht überfordern, nich."
Was issn jetzt?
LG
Lamiech
Hab ich das richtig verstanden?
Zum Unterschied "No-Gi-Choke" und "Genickhebel" heißt es bei den JuJus tatsächlich:
"Mit diesen Unterschied wollen wir ja mal gerade unsere älteren Kampfrichter im Landesverband nicht überfordern, nich."
:megalach:
Wäre echt klasse, wenn sich jetzt mal Leute wie JuJutsuka gerade zum Mata Leon äußern würden.
Zu welcher Frage denn?
DerLenny
08-05-2014, 14:40
Zu welcher Frage denn?
Warum der im Fighting bestraft wird, nehme ich an.
Warum der im Fighting bestraft wird, nehme ich an.
Im Zweifel weil er einfach viel, viel zu gefährlich ist.
Witzig übrigens, dass er als Würger nach Ne-Waza Regelwerk erlaubt ist.
Find ich übrigens auch Blödsinnig, dass man jetzt zwei Wettkampfformen mit unterschiedlichem Grappling-Regeln hat.
In einem der vielen alten deutschen "Jiu Jitsu"-Bücher, die sich in meinem Besitz befinden, gibt es eine (grauenhaft miserable) Darstellung des RNC.
Bezeichnet wird er dort als "Genickbrecher" ...
Kann es sein, daß die Vorstellung, der RNC sei ein "Genickbrecher", noch aus den 20er bis 60er Jahren herrührt ...?
:D
Keine Ahnung, hätte ich Mata-Leons Erlebnisbericht nicht gelesen würde ich auch nicht glauben, dass der RNC verboten ist.
Nach dem Regelwerk ist er es wohl auch nicht, zumindest nicht ausdrücklich.
Ist dann wohl eher ne Auslegungssache der Schiris.
Im Ne-Waza Regelwerk ist der RNC genau wie Guillotine (als Würger) explizit erlaubt.
Die Frage war tatsächlich, warum "angeblich" verboten.
Ich bilde mir ein, den Text des Regelwerkes zu kennen und auch ein wenig zu verstehen.
Klar, Hebeltechniken über den Nacken als fies zu betrachten und dann halt zu verbieten ist ok, aber eben der RNC ist einfach kein Hebel. Ich kann auch nicht nachvollziehen, wo er denn einer sein soll.
Die Frage geht an Jujutuka, weil er als sehr aktiver (und von mir geschätzter, schleim, schleim, schleim :D ) Kampfrichter eigentlich ziemlich im Thema sein müsste.
Wenn er ihn nicht für verboten hält, dann kann er mir ggf. erläutern, warum gewisse ältere Herren den aber sehr wohl als bösen Nackenbrecher betrachten.
LG
Lamiech
Die Frage war tatsächlich, warum "angeblich" verboten.
Ich bilde mir ein, den Text des Regelwerkes zu kennen und auch ein wenig zu verstehen.
Klar, Hebeltechniken über den Nacken als fies zu betrachten und dann halt zu verbieten ist ok, aber eben der RNC ist einfach kein Hebel. Ich kann auch nicht nachvollziehen, wo er denn einer sein soll.
Wie schon geschrieben, vom Regelwerk her könnte ich es mir auch nicht erklären.
Wenn der RNC wirklich verboten sein sollte, dann nur über ne Schiedsrichter-Auslegung.
Wie schon geschrieben, vom Regelwerk her könnte ich es mir auch nicht erklären.
Wenn der RNC wirklich verboten sein sollte, dann nur über ne Schiedsrichter-Auslegung.
Soweit bin ich auch schon, meine Frage ist halt, wie kommen die dazu und auf welchem Wege kann man denen stecken, dass sie auf dem Holzweg sind.
In der Regel sind die nämlich eher beleidigt, wenn man sie über soetwas in Kenntnis setzt.
LG
Lamiech
Mata-Leon
09-05-2014, 07:08
Mir hat mal jemand gesagt, die Regeländerung bzgl. der geraden Schhläge kam, nachdem sich eineige Nationen (insbes. FRA) dafür stark gemacht haben, damit ihre Judo Leute im JJ besser mit halten können, und sich weniger Sorgen um Satnd-Up Striking machen müssen. Nicht sicher, ob das stimmt, aber politik ist IMO die einzige Erklärung für so ne Regel.
Interessant, einfach nur vom (zugegeben kurzem) Beobachten und Überlegen hätte ich exakt das Gegenteil vermutet:
Man will vermeiden dass Leute aus fremden Stilen JJ Turniere entern und da abstauben, was Image mäßig nicht das Beste wäre.
Also entwirft man Regeln die jedem Fremdstilisten objektive herkömmliche Kampfkraft neutralisieren.
Wenn ein richtig guter Striker daher kommt dann kann er seine starken Kombis kaum anbringen, denn er darf nicht gerade zum Kopf schlagen, nur bestimmte Schläge ausführen etc.
Sobald auch nur irgend ein Griff da ist darf er eh nicht mehr schlagen.
Das hätte man also schon mal abgeharkt.
Wenn ein guter Grappler kommt, und den anderen tapt, dann bekommt er dafür seine 2 Punkte, der Kampf geht weiter, der JJ Ka haut ihm einmal unter Ggehampel auf den Bauch und zieht damit wieder gleich (was man sich mal auf der Zunge zergehen lassen muss).
Thema Bodenkämpfer also auch abgeharkt.
Der Judo Typ wäre vielleicht wirklich noch am ehesten im Vorteil, dafür gibt es aber ja die Regel dass man erst Stand Up Kämpfen muss bevor man grapplet, egal ob der andere es verhindern kann oder nicht.
Und schwups, schon hat man ein Kämpfen mit Schlagen, Treten, Werfen,Bodenkampf bei dem niemand so schnell reinplatzen kann und abräumen.
Weil er dafür genau das trainieren muss.
DerLenny
09-05-2014, 08:33
Jein.
Auch gute BJJler haben in nem Beton-Kesa ihre Mühe. Und die Fighter die ich kannte, hatte immer nen recht guten Kesa :)
Ich finde das Fighting im Vergleich zum sonstigen JuJu auch sinnig. Da versuchen die Leute mal sich bewegende, nicht kooperative Ziele zu treffen und zu werfen. Das ist ne gute Sache.
Die Regeln sind natürlich komisch.
Aber wenn du sagen wir mal ein gute Judoka bist, dann bekommst etwas Shotokan Training, Beweglichkeit in den Beinen ist von uchi Mata un Konsorten eh gut, Koordination auch, da bist du in vergleichsweiser kirzer Zeit auf nem Niveau wo du mitspielen kannst - vorallem, da die Punkt in Parte 1 fürs Berühren gegeben werden, nicht für Wirkung
Ist natürlich auch nur Spekulation aber ich habe eigentlich immer gedacht, dass man den beiden großen Wettkampfgruppen innerhalb des JJ eine Bühne geben wollte.
Tja und das sind zumindest im deutschen Kontext, in der Regel schon immer Judoka und Karateka gewesen.
Das leitet sich ja schon aus der Vita vieler JJ-Trainer der ersten Generation ab.
Part 2-3 sind ja eigentlich Judo und Part 1 ähnelt, bis auf das Verbot gerader Techniken zum Kopf, schon dem Kumite im Shotokan.
Bis vor einigen Jahren haben wohl auch Judokas auf den Turnieren abgeräumt was geht.
Soll sich inzwischen ein wenig geändert haben, dass kann ich aber nicht beurteilen.
Ich denke das ein guter Grappler mit ein bisschen spezifizierten Atemi-Training, immer noch mehr als gute Chancen hat.
Umgekehrt eher nicht, ein guter Striker hätte aufgrund der Regeln wohl kaum realistische Erfolgsaussichten.
Ich finde das Fighting im Vergleich zum sonstigen JuJu auch sinnig. Da versuchen die Leute mal sich bewegende, nicht kooperative Ziele zu treffen und zu werfen. Das ist ne gute Sache.
Die Regeln sind natürlich komisch.
Ich finde es immer gut wenn sich Leute sportlich messen und versuchen ihre Techniken gegen unkooperative Sportkameraden durch zu bringen.
Die Fighting Jungs und Mädels sind nicht um sonst Top-Fit und in ihrem Bereich technisch wirklich gut.
Trotzdem muss man einfach sagen, dass der DJJV mit seinem Wettkampfbetrieb gescheitert ist.
Inzwischen Fallen ganze Turniere mangels Teilnehmern aus und wenn man sich mal anderen Ju Jutsukas unterhält, hat kaum einer ein gutes Wort für Fighting/Duo über.
Alleine das Ne-Waza finden die Leute momentan interessant aber die Angebote sind da einfach zu spärlich, um genauere Aussagen treffen zu können.
Konsequenzen werden aber keine gezogen und noch immer fließt jede Menge Geld in den Leistungssport.
95% der Ju Jutsuka finanzieren die 5% Wettkämpfer und das kann es ja nun wirklich nicht sein.
Das man jetzt auch noch versucht, über die PO das Fighting zu fördern, schlägt dem Fass dabei den Boden aus.
Das mit den rückläufigen Wettkämpfen / Teilnehmern ist momentan auch ein sehr heißes Thema im Judo. Mglw. sind die Leute generell von den Regelwerken bisl angepisst und bleiben daher fern. Wenn ich schon lese wie oft das Judo-Regelwerk angepasst wurde - und was dann draus entstanden ist. :(
Das mit den rückläufigen Wettkämpfen / Teilnehmern ist momentan auch ein sehr heißes Thema im Judo. Mglw. sind die Leute generell von den Regelwerken bisl angepisst und bleiben daher fern. Wenn ich schon lese wie oft das Judo-Regelwerk angepasst wurde - und was dann draus entstanden ist. :(
Vielleicht spekuliert der DJJV darauf, dass die jetzt alle zum Fighting kommen.
Da dürfen sie nämlich noch das gewohnte Judo machen und Part 1 dauert doch nur 30 sec. :D
Waylander
09-05-2014, 10:02
Und schwups, schon hat man ein Kämpfen mit Schlagen, Treten, Werfen,Bodenkampf bei dem niemand so schnell reinplatzen kann und abräumen.
Weil er dafür genau das trainieren muss.
Also es wundert mich doch sehr das man, um in etwas erfolgreich zu sein genau das trainieren muss. Da hätte ich wohl besser im Grappling Forum die Regeln angeprangert um im BJJ erfolgreich zu sein statt BJJ zu trainieren...
(wenn ich jetzt wüßte, wie das Ironie Schild zu posten ist, würde ich es tun)
Also mal ehrlich, die Regeln sind ja jedem bekannt, da ist nicht alles gut, aber die sind bekannt, im BJJ ist auch nicht alles gut und auch im Judo ist schon lange nicht mehr alles gut und trotzdem wird nicht so draufgehauen. Die Gerade zum Kopf wird immer angeführt, spielt meiner Meinung nach keine Rolle - im Fußball gibt es ja auch Abseits - also auch eine beschränkende Regel um den Sport technischer zu machen. Ich weiß jetzt schon, das dieser Vergleich bestimmt gleich zerissen wird. Aber das muss ja keinem gefallen, aber wem es nicht gefällt der muss es ja nicht machen, sondern kann anderes tun.
Wer sich objektiv die Higlights anschaut muss zugeben, dass viele schöne Situationen zustande kommen, wie in so vielen anderen Sportarten auch
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Die Gerade zum Kopf wird immer angeführt, spielt meiner Meinung nach keine Rolle - im Fußball gibt es ja auch Abseits - also auch eine beschränkende Regel um den Sport technischer zu machen. Ich weiß jetzt schon, das dieser Vergleich bestimmt gleich zerissen wird. Aber das muss ja keinem gefallen, aber wem es nicht gefällt der muss es ja nicht machen, sondern kann anderes tun.
Zu dem Thema "gerade Techniken zum Kopf" spare ich mir mal meinen Kommentar, nicht alles was hinkt ist ein Verglich. ;)
Aber Prinzipiell hast du ja recht, jeder kennt die Regeln und kann sich entscheiden ob er am Wettkampfbetrieb teilnehmen möchte oder nicht.
Allerdings kann/sollte man die negativen Auswirkungen die das Fighting/Duo auf´s Ju Jutsu hat, eben auch nicht einfach ignorieren:
1.) Es fließt viel Geld in eine WK-Strukturen, von denen nur ein ganz paar wenige profitieren
2.) Viele Vereine Trainieren nach dem offiziellen Regelwerk des DJJV, auch wenn sie überhaupt nicht am WK-Betrieb teilnehmen.
Das ist natürlich nicht die Schuld des Leistungssportes aber es zeigt doch den Kausalzusammenhang. (siehe die "Kastration" des Judo)
3.) In letzter Zeit läuft im DJJV scheinbar eine Offensive, das Fighting/Duo in die Prüfungs-Ordnung einfließen zu lassen.
Bestimmte Bereiche sollen, O-Ton: "Nach dem WK-Regelwerk Bzw. an dieses angelehnt abgeprüft werden."
Hier Endet dann auch das Argument der "Freien Entscheidung", denn in diesem Fall bin ich gezwungen mich damit auseinander zu setzen. (sofern ich Prüfungen ablegen will)
Das hat dann wieder rum auch einen verstärkenden Effekt auf Punkt 2, was ich ebenfalls nur ablehnen kann.
Wie schon geschrieben, eigentlich kann man den WK-Betrieb des DJJV nur als gescheitert betrachten.
Doch anstatt über eine Neuausrichtung nach zu denken, bleibt einfach alles beim alten und man versucht andere Leute über Zwang, stärker ins Regelwerk einzubinden.
DerLenny
09-05-2014, 11:56
Ich kann deine Verzweiflung spüren, Bero.
Gib Dich deinen Gefühlen hin.
Löse dich von deinen alten Strukturen.
Komm zur dunklen Seite der Macht.
Gib das Training so, wie du es für richtig hältst. Orientiere dich daran, was funktioniert.
Und wenn du dir nicht sicher bist, lies das DJJV Magazin. Da hat mich jedesmal bestärkt aus dem Verband raus zugehen :)
Wenn ich hier so mitlese, verstehe ich, warum mein Trainer sein eigenes Trainings- und Prüfungsding durchzieht. Letzten Endes machen bei uns die Leute erst ab ersten Dan extern beim Verband Prüfung und bisher haben alle mit dickem Lob bestanden. So verkehrt kann es also nicht sein - er unterrichtet auch nur das, was funktioniert. :D
Wie sagte er letztens bzgl. Arnis zu mir? "Ich muss die Arnis-Prüfungsordnung noch mal überarbeiten. Die ist viel zu leicht." :ups: :D
Komm zur dunklen Seite der Macht.
Habt ihr da Kekse? ;)
Gib das Training so, wie du es für richtig hältst. Orientiere dich daran, was funktioniert.
Man sagt ja immer der Pfad der dunkle Seite sei einfacher, in diesem Fall ist es eher umgekehrt. :)
Zum einen sind wir Teil eines Großsportvereines und dieser verlangt von seinen Sparten, die Zugehörigkeit zu einem DOSB-Akkreditierten Verband, sofern die dies Möglich ist.
Da könnte man sicher auch was drehen aber ist es halt leichter, muss ich ganz ehrlich gestehen.
Auf der anderen Seite redet uns ja auch keiner ins Training rein.
Ich hab das große Glück, mit dem Vorstand (gerade dem Prüfreferenten) unseres Bezirkes, auf einer Wellenlänge zu sein.
Da unserer Landkreis sehr Föderal agiert, hat man bis zum 3. Dan quasi keine Überschneidungen mit dem Landesverband, wo es deutlich anders zugeht.
Entsprechend habe ich auch kein Problem, meine Leute mit unserer Vorstellung vom JJ, auf Prüfungen zu schicken.
Ich weiß, dass sie da Fair behandelt und geprüft werden, zumindest von unserem Prüfreferenten. (Ich achte schon drauf, wer da in der Prüfungskommission sitzt. Hab da so meine Erfahrungen gemacht.)
Sollte sich das z.B. durch einen Personalwechsel ändern, werde ich wohl meinen Hut nehmen, ich werde nichts trainieren hinter dem ich nicht stehen kann und will.
Was mich einfach so ärgert ist die Verschwendung die im DJJV praktiziert wird und damit meine ich jetzt noch nicht einmal primär die Kohle für den WK-Betrieb.
Der DJJV hat eine hervorragende Infrastruktur und verfügt über wirkliche Top-Leute mit einem riesigen Know-How.
Damit könnte man soviel aus dem Ju Jutsu machen, wenn man nur bereit währe alte Zweige abzuschneiden und ausgelatschte Wege zu verlassen.
Leider ist die Bereitschaft dazu, um so höher man schaut, um so weniger gegeben.
DerLenny
09-05-2014, 14:25
Turnen, Aerobic und Fechten nehmen gerne Leute auf.
Nenn es dann eben SV oder "Kampfsport".
Ringer nehmen auch gern ex JuJu Leute als "Grappler" auf.
Du musst ja nicht unter "JuJu" um DOSB sein.
jujutsuclaudi
09-05-2014, 15:09
Konsequenzen werden aber keine gezogen und noch immer fließt jede Menge Geld in den Leistungssport.
95% der Ju Jutsuka finanzieren die 5% Wettkämpfer und das kann es ja nun wirklich nicht sein.
Ok diese Aussage ist einfach nicht Richtig... Ja Leistungssport ist Teuer... Aber der Leitungssport bringt auch wieder einen Teil des Geldes das er ausgibt zurueck... Einerseits natuerlich in (schlecht messbaren) Form von Publicity (Bsp. Mandy Sonnemann ist Sportlerin des Jahrens in Niedersachen) aber andererseits auch in Form von Sportfoerderung durch den DOSB. Hier ist der DJJV in der hoechsten Foerderklasse fuer NOV Verbaende.... Der Komplette Jugend Kader wird dadurch finanziert...
Das der Wettkampf wegbricht is allerdings wirklich ein Problem. Ich denke aber es liegt einfach an der Diskrepanz zwischen der Mittelkasse und den Top Leuten.
Im BJJ wird nach Guerteln unterschieden, im Fighting nicht. Im Schlimmsten Fall hat jeamand es mit Gleuck auf die DEM geschafft und trifft dann auf jemand der 5 Jahre im Nationalkader ist, und sieht kein Land. Da haette ich auch keine Lust mehr... Wir versuchen im Moment mit vielen Aktionen die Anfaenger mehr in den Wettkampf zu bringen (siehe Bundeseminar Wettkampf) aber das dauert natuerlich...
Zum Thema Verband. Die Meisten Leute die sich engagieren sind aus dem Wettkampf. Die Frage ist Warum? Ganz einfach weil es die Wettkaempfer sind die sich mit dem Verband verbunden fuehlen, und nicht die die eh in 10 Sportarten trainieren und sich das liebste rauspicken (was ja jeder gerne machen kann). Wundert es euch wirklich warum ein solcher Verband den Leistungssport unterstuetzt?
Und zum alten Thema Taktik im Fighting. Man kann nicht alles koennen... d.h. kene Top JJ ka ist in allen Sachen perkeft, Part 1,2,3 aktiv passiv... Klar ist das auf nem "kleinen" Turnier nicht zu sehen, aber ohne Taktik gewinnt man auf grossen Turnieren (Parsi, GO,..) nicht... Gegnerananalyse und dann festellen was kann der was kann ich und was mache ich dagegen...
Und als letztes zu den Kampfrichtern bzw Regelwerk... http://ju-jutsu.de/uploads/media/Regelwerk.pdf wer es nicht kennt darf geren reingucken... Die diskussion ging um Verbote (S7./S8.) Im internationalen Regelwerk (leider wurde es nicht uebernommen) steht:
The following actions count as a “heavy forbidden act”:
1. To apply any action which may injure the opponent.
2.To throw or try to throw the opponent with any lock or strangulation.
3.To make any locks on the neck or spinal column.
4.To make any twisted locks at the knee or foot
Jetzt kommt genau das Problem: Kampfrichter sind Menschen. Es gibt zusaetzlich zum Regelwerk die Kommentare... Und die sind je nach Land unterschiedlich. Sie dienen dazu wie die Regeln ausgelegt werden. Und ja es gibt immer wieder Probleme was wie zu verstehen ist. Aber auch hier sind wir am arbeiten.. .Die JJIF und der DJJV versuchen den Dialog zwischen den Wettkaempfern und den Referees zu verbessern... Und langsam wird es... Aber auch das dauert...
@jujutsuclaudi
Versteh mich bitte nicht falsch, ich will weder jemandem etwas wegnehmen, noch der WK-Betrieb des DJJV schlecht machen.
Ich schildere hier nur meine Meinung und Ansichten aufgrund der von mir gemachten Erfahrungen, mehr nicht.
Ja, es gibt die Sportförderung durch den DOSB, doch damit finanziert man nur zusätzlich den Leistungssport, den größeren Batzen tragen eben die 95% Ju-Jutsuka die keinen Wettkampf betreiben.
Die Höhe der Fördergelder und ihre Ausschüttung variieren von Bundesland zu Bundesland aber du willst mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass sich der Leistungssport selbst trägt?
Natürlich hat die DOSB-Akkreditierung auch Vorteile für den "nicht Wettkämpfer" (Zuschüsse für Trainerscheine, 1 Hilfe-Ausbildung, etc.) aber dadurch wird meine Aussage das eine kleine Gruppe von Vielen ausgehalten wird, doch nicht unwahrer.
Was jetzt den Mehrwehrt durch Publicity angeht, so kann man darüber trefflich streiten, denn valide Auswertungen gibt es dazu nicht.
Auch existieren da regionale Unterschiede, es gibt Leistungssport-Hochburgen (wie z.B. Hannover), wo da sicher was dran ist.
Für den Rest der Republik würde ich es schon wegen der geringen medialen Präsenz verneinen. Bei mir kam nie jemand ins Training weil Mandy (oder wer auch immer) geehrt wurde oder irgendwo irgendwas was gewonnen hätte.
Mir ist kein Berichte eines anderen Trainers bekannt, der mal ein solches Erlebnis geschildert hätte.
Was ich aber gut kenne ist die Reaktion, wenn man nach den Möglichkeiten nach Wettkämpfen im DJJV gefragt wird und dann das Regelwerk erläutern muss.
Diese schwanken dann in der Regel zwischen Ungläubigkeit und Gelächter, ob dieses verkorksten und einem System mit SV-Anspruch unwürdigen Wettkampfbetriebes.
Da frage ich mich manchmal, ob mehr Leute wegen des Fighting/Duo mit Ju-Jutsu anfangen oder ob es sie eher Abschreckt, Bzw. sie gar aufhören.
Nach meinen Erfahrungen der letzten Jahre und dem generellen Mitgliederschwund, würde ich wohl auf Letzteres tippen.
Es ist ja auch nicht so, dass die Zahl der Wettkämpfer erst vor kurzem ganz plötzlich eingebrochen wäre.
Die Zahl war in Relation zur Mitgliederzahl niemals besonders groß, es gab da nie eine wirkliche Akzeptanz bei den Ju-Jutsuka.
Die Frage ist jetzt natürlich, welche Schlüsse und Konsequenzen man daraus zieht aber denke da kennst du dich definitiv besser aus als ich.
Am Ende möchte ich mich noch zum Thema "Verband" äußern.
Auch hier bitte ich darum, meine Äußerungen als das zu sehen was sie sind, meine persönlichen Ansichten.
Die meisten Leute die sich im Verband (gerade in den "oberen" Abteilungen) engagieren sind naja, alt.
Sie sind inzwischen oft Meilen weit weg vom regulären Training in den Vereinen aber besonders von den "neueren" Entwicklungen im SV-Bereich.
Sie wollen sich aber gerne profilieren und das geht nun einmal definitiv am besten über den Leistungssport.
Dafür das man in den Vereinen gutes, hartes SV-Training anbietet und die Leute Fit für den Ernstfall macht, gibt es nun einmal keine öffentliche Anerkennung.
Doch bei irgendwelchen Titeln und Auszeichnungen fällt auch ein bisschen Sonnenschein für die Präsidenten und Referenten ab.
Meiner Ansicht wird der Leistungssport vor allem deswegen von den "Oberen" hofiert und nur so lassen sich Vorstöße erklären, wie z.B. Wettkampf und Prüfungsordnung zu vermischen.
Nach meiner Überzeugung wäre es für des Ju-Jutsu essentiell, endlich mal über eine Neuausrichtung des Wettkampfbetriebes nachzudenken und sollte man dieses nicht tun, zumindest klare Trennlinien zu ziehen.
Just my 50 Cent
jujutsuclaudi
09-05-2014, 21:18
@jujutsuclaudi
Ja, es gibt die Sportförderung durch den DOSB, doch damit finanziert man nur zusätzlich den Leistungssport, den größeren Batzen tragen eben die 95% Ju-Jutsuka die keinen Wettkampf betreiben.
Die Höhe der Fördergelder und ihre Ausschüttung variieren von Bundesland zu Bundesland aber du willst mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass sich der Leistungssport selbst trägt?
Es geht nicht um die Fördergelder der Länder. Es geht um die Grundförderung des DOSB. Diese wird in Fall der NOV Sportarten anhand der Zielwettkämpfe festgemacht... Im Fall des DJJV sind das die World Games... Mit einer Goldmedaille bei den World Games sichert der Leistungssport seinen Nachwuchs... Der komplette Jugendkader wird daraus bezahlt...
Für den Rest der Republik würde ich es schon wegen der geringen medialen Präsenz verneinen. Bei mir kam nie jemand ins Training weil Mandy (oder wer auch immer) geehrt wurde oder irgendwo irgendwas was gewonnen hätte. Mir ist kein Berichte eines anderen Trainers bekannt, der mal ein solches Erlebnis geschildert hätte.
Nun es geht auch mehr um die Mediale Aufmerksamkeit... D.h. die Frage ist wie viele Leute "kennen" Ju-Jutsu. Und die wird dadurch erhöht.. und naja ich glaube nicht das jemand wegen Ole Bishof mit Judo angefangen hat...
Die meisten Leute die sich im Verband (gerade in den "oberen" Abteilungen) engagieren sind naja, alt.
Sie sind inzwischen oft Meilen weit weg vom regulären Training in den Vereinen aber besonders von den "neueren" Entwicklungen im SV-Bereich.
Sie wollen sich aber gerne profilieren und das geht nun einmal definitiv am besten über den Leistungssport.
Dafür das man in den Vereinen gutes, hartes SV-Training anbietet und die Leute Fit für den Ernstfall macht, gibt es nun einmal keine öffentliche Anerkennung. Doch bei irgendwelchen Titeln und Auszeichnungen fällt auch ein bisschen Sonnenschein für die Präsidenten und Referenten ab.
Sorry aber jemand der Verbands Politik macht muss sich in meinen Augen nicht im SV Bereich auskennen... Und die Leute kamen aus dem Wettkampf... Und sind in Ämtern tätig die damit nix zu tun haben... So ist der Lehrreferent zusätzlich auch Bundestrainer... Nicht weil er so gerne alles macht, sondern weil ich keine Leute gibt... Weil alle Lieber zuschauen und ihren Senf dazu geben, anstelle selbst was zu tun...
Ich habe keine Ahnung von SV aber das war auch nie mein Anspruch.. ich bin ins JJ gekommen um mich auf Wettkämpfen zu messen, das macht mir persönlich am meisten Spaß. Bin ich dadurch ein schlechter JJ-Ka? Weil ich es als Sport betrachte? Wenn man sich das Motto des DJJV anschaut steht da: SV, Fitness und Wettkampf...
3 Säulen... Und nicht SV = Wettkampf....
Bronze Faust
09-05-2014, 21:22
JJ = von allem ein Bisschen, keiner weiss mehr woher es kommt, sich immer am verändern(Bisschen Windfähnchenprinzip), verschieden Richtungen, leider kein klar erkennbares Konzept.
@Fredsteller
Man kann es nicht verstehen.
Im Ursprung war Ju-Jutsu ein deutsches Techniksammelsurium und nicht verwandt mit dem japanischen Ju-Jitsu so viel weiss ich.
Bronzige Grüsse
Ich habe keine Ahnung von SV aber das war auch nie mein Anspruch.. ich bin ins JJ gekommen um mich auf Wettkämpfen zu messen, das macht mir persönlich am meisten Spaß. Bin ich dadurch ein schlechter JJ-Ka? Weil ich es als Sport betrachte? Wenn man sich das Motto des DJJV anschaut steht da: SV, Fitness und Wettkampf...
3 Säulen... Und nicht SV = Wettkampf....
Nein, es macht dich zu keinem schlechten Ju-Jutsuka und ich will dir deinen Sport weder verleiden noch wegnehmen.
Ich habe auch prinzipiell nichts dagegen das der DJJV jeder Strömung ein Dach über dem Kopf geben will, so lange man zumindest auch alle gleich behandelt.
Doch genau hier krankt es, denn die 3 Säulen existieren eben mitnichten gleichberechtigt neben einander.
Zum einem fließt das Gros der Mitgliedsbeiträge in den Leistungssport, dass ist einfach so. Es ist und bleibt ein Zuschussgeschäft, egal was der DOSB beisteuert.
Hinzu kommt der Vorstoß Fighting/Duo stärker in die Prüfungen einbinden zu wollen.
Da bekommt man dann etwas aufgezwungen, mit dem man nichts weiter zu tun haben möchte.
Ich will nicht das meine Leute bei den Komplexaufgaben/Freie Anwendung nach Fighting-Regeln abgeprüft werden, macht mich das zu einem schlechten Ju-Jutsuka?
Scheinbar Ja, denn als ich meine Skepsis darüber zum Ausdruck gebracht habe, wurde mir gesagt das es sich dabei nun mal um das "offizielle" Ju-Jutsu handeln würde.
Tja und warum ist das so, weil die Wettkämpfer einfach die stärkere Lobby haben und warum haben sie die?
Meiner Meinung nach haben sie die, weil viele in den oberen Etagen sich gerne mit den erfolgreichen Sportlern und ihren Medaillen/Ehrungen schmücken.
Für "niedere" Arbeiten, wie z.B. die der SV-Arge, gibt es einfach nicht so viel Aufmerksamkeit.
Wie schon geschrieben, wenn alle gleichberechtigt nebeneinander Existieren, ist doch alles OK.
Doch leider sieht die Realität ganz anders aus, wenn man schon sieht wie da Prüfungen ad Absurdum geführt werden, dreht sich mir der Magen um.
Es geht nicht mehr darum sich effizient Verteidigen zu können sondern ums Aussehen.
Hier kam mal die Idee auf einfach "Spartenprüfungen" einzuführen, dann gibt es halt nen Dan mit Schwerpunkt "SV", "Sport" und "schön Aussehen".
Wäre auf jeden Fall ehrlicher, denn die Säule SV ist inzwischen nur noch ein Strohhalm.
Turnen, Aerobic und Fechten nehmen gerne Leute auf.
Nenn es dann eben SV oder "Kampfsport".
Ringer nehmen auch gern ex JuJu Leute als "Grappler" auf.
Du musst ja nicht unter "JuJu" um DOSB sein.
Stimmt schon, auch wenn es wie schon geschrieben momentan noch nicht akut ist.
Evtl. muss ich mich in Zukunft aber mal nach Alternativen umsehen.
Vielleicht geh ich zur MAA-I und hol mir ne Bahnschranke, hat nur leider keine DOSB Anerkennung. ;)
DerLenny
09-05-2014, 23:54
Als ob dir es wichtig wäre, wer was anerkennt.
Nicht für den Gürtel wird trainiert. Für das Können wird trainiert.
Und können ändert sich nicht durch Umbinden von Bändeln oder Anerkennung durch irgendwen.
Als ob dir es wichtig wäre, wer was anerkennt.
Nicht für den Gürtel wird trainiert. Für das Können wird trainiert.
Und können ändert sich nicht durch Umbinden von Bändeln oder Anerkennung durch irgendwen.
Nein der Gürtel ist mir egal, aber diese Verbände mit M-M-A und einem I haben einfach die schönsten Urkunden. :D
Nun es geht auch mehr um die Mediale Aufmerksamkeit... D.h. die Frage ist wie viele Leute "kennen" Ju-Jutsu. Und die wird dadurch erhöht.. und naja ich glaube nicht das jemand wegen Ole Bishof mit Judo angefangen hat...
Und was nutzt diese mediale Aufmerksamkeit? Man kennt vielleicht den Namen, man verbindet es dann wahrscheinlich auch mit Wettkämpfen (was ja schon wieder einen großen Teil der JJ-Zielgruppe ausschließt - die Übersportler stellen ja sicher nicht den Großteil der Anfänger) und wenn sich dann wirklich mal jemand überlegt in ein Probetraining zu kommen ist er nur noch verwirrt, weil in 95% der Fällen einfach nicht das trainiert ist, was da mal im TV gesehen wurde ... (Mal davon abgesehen: Welche mediale Aufmerksamkeit? Selbst vom Judo hört man nur zu den olympischen Spielen was oder sieht mal regional einen Miniaturzeitungsartikel wenn eine lokale Bundesligamannschaft irgendwo was abgeräumt hat).
Wenn man sich das Motto des DJJV anschaut steht da: SV, Fitness und Wettkampf...
3 Säulen... Und nicht SV = Wettkampf....
Da sind wir uns doch alle einig!
Aber wenn du zB. die Texte von Bero gelesen hast wirst du auch feststellen, dass genau das Fehlen dieses Verständnisses eins der Probleme ist - der Verband scheint ja den Wettkampf überall reinpushen zu wollen -> die Wettkampfregeln assimilieren den Breitensport/SV Bereich.
Letztens auf einem (nicht wettkampforientierten!) Lehrgang wurden Jabs komplett durch geschnappte Faustrückenschläge ersetzt, weil das im Fighting so gemacht wird... Fauststöße wurden nur zum Körper gemacht usw...
Ansonsten: Es ist schön, dass Dir der Wettkampf gefällt - nur warum muss ich dafür mit aufkommen? Über die DOSB Förderung, die wir ja auch alle schon bezahlen will ich gar nicht anfangen...
jujutsuclaudi
10-05-2014, 21:04
Hinzu kommt der Vorstoß Fighting/Duo stärker in die Prüfungen einbinden zu wollen.
Da bekommt man dann etwas aufgezwungen, mit dem man nichts weiter zu tun haben möchte.
Ich will nicht das meine Leute bei den Komplexaufgaben/Freie Anwendung nach Fighting-Regeln abgeprüft werden, macht mich das zu einem schlechten Ju-Jutsuka?
Im Gegenteil.... Das Problem ist das die meisten Breitensportler überhaupt keine Ahnung von Komplex Aufgaben haben... Ich stelle immer wieder fest das die Tatsache das jemand sich mal wehrt viel zu weniger im Breitensport vorhanden ist. Ich habe die Diskussion nur halb mit mitbekommen und kann daher nicht urteilen ob der Wettkampf mehr ins Prüfungsprogramm gepusht werden soll. Sollte es so sein ist es natürlich Blödsinn... Ok klar ein Wettkämpfer kommt immer besser zurecht mit jemand der sich wehrt als jemand der immer nur Technikserien abspult, aber warum sollte man Komplex-aufgaben einschränken? Das Widerspricht doch dem Sinn der Sache...
Ich kenne es eher andersherum: So wurde mir erklärt das meine Kombination in der ich einen Halbkreis Fußtritt zeigen sollte nicht SV relevant ist... Da stellt sich mir die ernsthafte Frage, wie soll man bitte einen Halbkreis SV realistisch zeigen?
Den Vorschlag mit den Spartenprüfungen finde ich zu übertrieben aber die Idee ist gut. Wenn die Aufgabe ist: Zeige Hüftwurf, wieso kann ich den nicht aus einer Wettkampf oder einer SV Kombination zeigen? Ich meine die Technik ist die gleiche???
Tja und warum ist das so, weil die Wettkämpfer einfach die stärkere Lobby haben und warum haben sie die?
Meiner Meinung nach haben sie die, weil viele in den oberen Etagen sich gerne mit den erfolgreichen Sportlern und ihren Medaillen/Ehrungen schmücken.
Für "niedere" Arbeiten, wie z.B. die der SV-Arge, gibt es einfach nicht so viel Aufmerksamkeit.
Weist du warum die Wettkämpfer so oft erwähnt werden? Weil wir es selbst schreiben... Weil wir versuchen im Verband bekannt und anerkannt zu werden... Ja sicher kommt zu den Großen Turnieren mal jemand von der DJJV Presse mit aber Berichte zu LG und alles andere schreiben wir selbst ;)
Niemand würde sich wehren wenn die ARGE sich selbst vermarket... Berichte? Infos? Gerne? Es wird alles auf die HP geladen was kommt, aber wenn nichts kommt... Sorry..
Ansonsten: Es ist schön, dass Dir der Wettkampf gefällt - nur warum muss ich dafür mit aufkommen? Über die DOSB Förderung, die wir ja auch alle schon bezahlen will ich gar nicht anfangen...
Ganz ehrlich das was der Verband bezahlt ist ein Bruchteil dem was es kostet Leistungssport zu machen... Ja der Verband invertiert in seine Leistungssportler damit werden pro Jahr 4-5 LG bezahlt und 1-2 Turniere... Ich kann aus meinen persönlichen Erfahrungen sprechen das Wettkampf ein minus Geschäft ist... Ich hab in den letzten 3 Jahren pro Jahr ~1500€ in Fahrtkosten, Übernachtungen Trainingslager investiert... Und damit bin ich nicht alleine... ich glaube kaum das ein Breitensportler so viel Zeit und Geld in den Sport investiert... Und sollte er das tun, dann bin ich sicher das er sich ohnehin als Trainer auf großen LG und Seminaren verdient gemacht hat bisher... Also mach dir keine Sorgen die Wettkämpfer schwimmen nicht im Geld... ganz und gar nicht...
Ganz ehrlich das was der Verband bezahlt ist ein Bruchteil dem was es kostet Leistungssport zu machen... Ja der Verband invertiert in seine Leistungssportler damit werden pro Jahr 4-5 LG bezahlt und 1-2 Turniere... Ich kann aus meinen persönlichen Erfahrungen sprechen das Wettkampf ein minus Geschäft ist... Ich hab in den letzten 3 Jahren pro Jahr ~1500€ in Fahrtkosten, Übernachtungen Trainingslager investiert... Und damit bin ich nicht alleine... ich glaube kaum das ein Breitensportler so viel Zeit und Geld in den Sport investiert... Und sollte er das tun, dann bin ich sicher das er sich ohnehin als Trainer auf großen LG und Seminaren verdient gemacht hat bisher... Also mach dir keine Sorgen die Wettkämpfer schwimmen nicht im Geld... ganz und gar nicht...
Ich habe dir nicht vorgeworfen, dass du bzw. andere Wettkämpfer sich daran bereichern! Ansonsten: Klar machen Breitensportler nicht so viel - dadurch grenzt sich der Breitensports ja vom Leistungssport ab. Aber es gibt sicher einige Leute, die sehr viel Zeit investieren und nicht so bekannt ist, dass er ständig Lehrgänge gibt...
@jujutsuclaudi
Du kannst dir sicher sein das hier mitnichten jemand annimmt, Wettkämpfer würden sich an den Geldmitteln des DJJV bereichern.
Das ist natürlich völliger Blödsinn, ich war selbst lange Kaderkämpfer im Judo und weiß, dass man da noch Geld zupackt.
Fahrtkosten, Startgebühren, Lehrgänge, von der investierten Zeit will ich lieber gar nicht erst anfangen.
Ich betone es noch einmal, meine Kritik richtet sich nicht gegen die einzelnen Sportler, sondern gegen das System an sich.
Ob man es nun wahrhaben will oder nicht, ein Wettkampfbetrieb kostet nen Haufen Kohle und da sind die von dir angesprochenen Lehrgänge und 1-2 Turniere nur ein Bruchteil.
Schiris, Ärzte, Bundestrainer, Physiotherapeuten, Versicherungen, Referenten, Betreuer, Landesstützpunkte, Reisekosten, Tagegeld, Übernachtungen usw., all das muss auch bezahlt werden und wir kratzen hier gerade erst an der Oberfläche.
Ich kenne die Zahlen aus unserem Landesverband und es tränen mir die Augen, wenn ich sehe welche Mittel da in den Leistungssport gehen, vor allem wenn man sie in Relation zu den Nutznießern setzt.
Um das mal an Zahlen zu illustrieren, in unserem Bezirksfachverband gibt es ~1500 aktive Ju-Jutsuka.
Weißt du wie viele davon als "Leistungssportler" gelten, also wirklich mehr machen, als alle paar Jahre mal auf ne Kreis-Einzelmeisterschaft zu fahren?
16!
Ganz genau, 16 Sportkameraden und für die geht ein nicht geringer Teil unseres Budgets drauf. Nicht direkt möchte ich anmerken, keiner steckt sich da Geld in die Tasche aber für die (anteilige) Aufrechterhaltung des Wettkampfbetriebes.
Natürlich gibt es da von Kreis zu Kreis Bzw. Land zu Land quantitative Unterschiede aber auf mehr als großzügig geschätzte 5% aktive Wettkämpfer, wirst du wohl Bundesweit nicht kommen.
Wer trägt also die enormen Kosten die für den Wettkampfbetrieb, der für diese Minderheit am Leben gehalten wird?
Ganz genau die 95% die nichts damit zu tun haben und ich finde, dass muss man einfach auch zur Kenntnis nehmen und nicht versuchen diese Tatsache zu relativieren.
Das wäre ja auch i.O. wenn vergleichbare Mittel für die anderen zwei von dir genannten Säulen ausgegeben werden würden, dass wäre Gerecht.
Dem ist aber nicht so, denn das Geld ist nicht da und warum ist es nicht da?
Weil es nun einmal für den WK-Betrieb gebraucht wird und genau da beißt sich die Katze in den ******* (mhh ok, der Hund in die Rute).
Nun ist da natürlich die Frage ob durch diese Mittel irgendein Mehrwert für das Ju-Jutsu generiert wird.
Gibt es durch die "mediale" Präsenz der Wettkämpfer einen signifikanten Zulauf?
Nein, sowohl die Mitgliedszahlen als auch die Zahl der aktiven Wettkämpfer sinken kontinuierlich.
Auch wenn zum Thema "Mitglieder-Akquise" keine validen Auswertungen gibt, sprechen die Fakten da doch eindeutig für sich.
Ist durch den Wettkampfbetrieb eine Verbesserung der technischen/kämpferischen Fähigkeiten der Ju-Jutsuka insgesamt erreicht worden?
Auch das kann man in aller Deutlichkeit verneinen.
Du schreibst es ja selbst, viele Ju-Jutsuka sind mit einem sich wehrenden Gegner absolut überfordert.
Da Lobe ich mir entsprechend wirklich die Wettkämpfer (Fighting), die einfach gezwungen sind ihre Techniken mit einem unkooperativen Partner zu trainieren.
Nun kann man natürlich sagen: "Sollen die Leute halt Fighting machen.", tja tun sie aber nicht.
Warum dem so ist müsste man mal evtl. genauer auswerten aber so wie es Momentan ist, kostet der WK nur Geld ohne das Ju-Jutsu in seiner Gesamtheit (nicht auf den Einzelnen bezogen), voran zu bringen.
Das ist einfach ein Faktum dem man sich Stellen muss um daraus Konsequenzen zu ziehen.
Man kann es drehen und wenden wie man will, dass System-Leistungssport im DJJV ist gescheitert aber was macht man nun mit dieser Erkenntnis?
Eine Möglichkeit wäre z.B. Mittel aus dem Wettkampfbetrieb abzuziehen und damit bessere Trainerausbildungen/-fortbildungen, Lehrgänge, Seminare etc. zu finanzieren. So würde das Geld auch wieder mehr bei den Leuten ankommen, die es einzahlen.
Man muss sich klar machen, dass es nun einmal nur eine begrenzte Menge Geldmittel in einem E.V. gibt und man entsprechend nicht einfach investieren kann wie man will.
Es kann nur das Ausgegeben werden was da ist und so wie es jetzt ist, erfolgt die Verteilung eben äußerst ungerecht.
Das ist natürlich nur eine von vielen Möglichen Alternativen aber es ist zumindest eine, über die man schon um der Gerechtigkeit Willen nachdenken sollte.
Leider sind solche Gedanken und Vorschläge bei unserer "Chefetage" alles andere als Salonfähig, man belässt lieber alles beim Alten, auch wenn das Stagnation wenn nicht gar Rückschritt bedeutet.
Alte Zweige abzuschneiden und dafür neue zu kultivieren, dazu fehlt Mut wie Wille.
Abgesehen davon, wagt man mal mit einer solchen Kritik um die Ecke zu kommen, wird man behandelt also ob man jemandem etwas wegnehmen möchte.
Dabei wird aber immer vergessen, dass man eben den 95% der Ju-Jutsuka etwas wegnimmt, nämlich ihre Beiträge für die sie keine adäquate Gegenleistung bekommen.
An dieser Stelle scheint man allerdings gerade die Strategie zu fahren, die Leute ein wenig zu ihrem Glück "zwingen" zu wollen indem man sie über die PO dazu zwingt, sich mit dem Fighting/Duo auseinander zusetzen.
Du sagst es ja selbst, es ist natürlich Blödsinn ein weit von der Realität einer Auseinandersetzung entferntes Wettkampfregelwerkes in eine Prüfung einzubinden, die auch die Säule SV abdecken will.
Natürlich ist es dein Recht deine Kombinationen so zu zeigen wie du willst, eben Wettkampflastig.
Doch dann ist es dann nicht genau so mein Recht (Gleichberechtigung) meine Prüfung nach meinen Präferenzen aufzubauen?
Tja und ich bin mal ehrlich, ich habe es bisher nur erlebt das Wettkämpfer bevorzugt behandelt wurden.
Sei es nun weil diese "schönere" Prüfungen machen (Duo) oder weil man entgegen des "offiziellen" Ju-Jutsu agiert.
Wobei das natürlich Quatsch ist, nirgendwo steht das GnP, Atemi im Clinch, Genickhebel, verhebelte Würfe, gerade Techniken zum Kopf, usw., Beispielsweise im Bereich Frei Anwendungen/Komplexaufgaben verboten sind.
Gesehen werden sie aber trotzdem meist nicht gerne und noch schlimmer, viele trainieren solche Techniken gar nicht mehr, obwohl sie gar keinen Wettkampf machen. (Kausalzusammenhang/siehe auch: "Selbstkastration des Judo")
Ich kann es nur immer wieder betonen, wenn schon alle unter einem Dach (3 Säulen) dann aber auch Gleichberechtigt.
Du solltest genau so wenig für deine Auslegung des Ju-Jutsus angegangen werden, wie ich.
Weist du warum die Wettkämpfer so oft erwähnt werden? Weil wir es selbst schreiben... Weil wir versuchen im Verband bekannt und anerkannt zu werden... Ja sicher kommt zu den Großen Turnieren mal jemand von der DJJV Presse mit aber Berichte zu LG und alles andere schreiben wir selbst ;)
Niemand würde sich wehren wenn die ARGE sich selbst vermarket... Berichte? Infos? Gerne? Es wird alles auf die HP geladen was kommt, aber wenn nichts kommt... Sorry..
Es geht nicht um die Präsenz in irgendwelchen Artikeln oder Berichten.
Das diese außerhalb des Ju-Jutsu kaum Auswirkungen haben (außer für die Leute die es betrifft), wurde ja schon erläutert und innerhalb den DJJV rührt die Arge ja auch die Werbetrommel.
Wir sprechen hier aber von Lobbyismus und da hat die WK-Fraktion nun einmal deutlich die Nase vorn, weshalb das evtl. so ist habe ich ja schon erläutert.
Die Arge ist seit Jahren/Jahrzehnten der erste Schritt im Ju-Jutsu, mal wieder das Thema "SV" (immerhin eine der 3 Säulen) in den Fokus zu rücken und doch ist es nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Es fehlt an Mitteln und Unterstützung aber vor allem wird in den Vorständen nicht gebührend anerkannt wie wichtig, ja essentiell die Arbeit der Arge für die Zukunft des JJ ist.
Auch das Interesse ist da, die Lehrgänge sind voll aber das reicht nicht, denn dahinter steckt noch kein System.
Dafür müsste man Anfangen vor allem die Trainer besser auszubilden, man müsste die sich neu Ausrichten und andere Prioritäten setzen, dann könnte sich was ändern.
Doch ich bin Realist, dass wird nie passieren denn es ist so viel einfacher "Schadensbegrenzung" zu betreiben und alles beim alten zu lassen, als einen Neuanfang zu wagen.
Auch auf die Gefahr hin das ich mich wiederhole, meine Kritik richtet sich weder gegen die Wettkämpfer allgemein noch an dich als Person.
Das du deinen Sport den du liebst und schätzt hier verteidigst finde ich verständlich, gut und richtig.
Ich habe einfach nur eine andere Sicht auf das Thema und ich denke ich habe diese auch recht (zu) "ausführlich" dargelegt. :)
jujutsuclaudi
12-05-2014, 20:13
Wer trägt also die enormen Kosten die für den Wettkampfbetrieb, der für diese Minderheit am Leben gehalten wird?
Ganz genau die 95% die nichts damit zu tun haben und ich finde, dass muss man einfach auch zur Kenntnis nehmen und nicht versuchen diese Tatsache zu relativieren.
Ja Wettkampf kostet Geld! Das ist kein Geheimnis, und klar kostet jeder Wettkämpfer mehr als ein Breitensportler im Mittel. Aber mein Problem habe ich mit der Aussage das die Breitensportler nix damit zu tun haben... Jeder "10." Liga Fußballverein wird Sonntags von seinen Fans bejubelt. Aber wir sind für einige Breitensportler nur störend... Und mal Hand auf Herz, stell dir vor der Leistungssport wäre weg..
Das wäre ja auch i.O. wenn vergleichbare Mittel für die anderen zwei von dir genannten Säulen ausgegeben werden würden, dass wäre Gerecht.
Dem ist aber nicht so, denn das Geld ist nicht da und warum ist es nicht da?
Und all die Milliarden die angeblich in unsere Richtung fließen stehen den Breitensportlern zur Verfügung... was soll mit dem Geld passieren? Jeder kriegt ne Trainer Lizenz geschenkt, oder der gesamte DJJV fährst mal zusammen in n Trainingslager? Ach ne Trainerlizenzen wird es ja gar net mehr geben, weil man ohne Sinnvollen Wettkampf Betrieb beim DOSB rausfliegt... Ups damit ist auch wieder n Teil des Geldes weg... Ok naja bleibt noch der Urlaub, super dann fahren wir zu den Franzosen... Achso in der JJIF wird man das auch net so cool finden.. mhh naja Hachen ist ja auch was.. ach mist LSB verdammt...
Abgesehen davon, wagt man mal mit einer solchen Kritik um die Ecke zu kommen, wird man behandelt also ob man jemandem etwas wegnehmen möchte.
Dabei wird aber immer vergessen, dass man eben den 95% der Ju-Jutsuka etwas wegnimmt, nämlich ihre Beiträge für die sie keine adäquate Gegenleistung bekommen.
Ok d.h. du willst das der Komplette Betrag der Jahressichtmarke wieder in dich zurück invertiert wird? Naja ich denke wenn du 3 mal auf nem schlechter besuchten Landestechniklehrgang gehst sollte das Geld wieder drin sein...
Und warum jemand so tut als ob du jemand was wegnehmen willst... Ka ich trainere 40 Kids im Landeskader und vertrete 100 Kaderathleten gegenüber des DJJV und ~2000 gegenüber der JJIF.... ich kann es mir nicht erklären was die dagegen haben könnten den Wettkampf abzuschaffen....
Es geht nicht um die Präsenz in irgendwelchen Artikeln oder Berichten.
Das diese außerhalb des Ju-Jutsu kaum Auswirkungen haben (außer für die Leute die es betrifft), wurde ja schon erläutert und innerhalb den DJJV rührt die Arge ja auch die Werbetrommel.
Ok natürlich ist es schwierig etwas nach außen zu verkaufen was eben kein Highlight ist. Ich glaube es liegt an der schlechten Marketing Situation im DJJV, daher hat man ohnehin kaum Außenwirkung.
Die Arge ist seit Jahren/Jahrzehnten der erste Schritt im Ju-Jutsu, mal wieder das Thema "SV" (immerhin eine der 3 Säulen) in den Fokus zu rücken und doch ist es nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Es fehlt an Mitteln und Unterstützung aber vor allem wird in den Vorständen nicht gebührend anerkannt wie wichtig, ja essentiell die Arbeit der Arge für die Zukunft des JJ ist.
Auch das Interesse ist da, die Lehrgänge sind voll aber das reicht nicht, denn dahinter steckt noch kein System.
Dann ist das doch mal n Ansatzpunkt. Ich bin persönlich auch der Meinung das JJ nicht SV realistisch ist. Allerdings ist das eben auch für einige gar nicht die Motivation überhaupt diesen Sport zu machen... Man könnte natürlich mal n Mitgliederbefragung machen um herauszufinden was den Leuten fehlt...
Um die SV im JJ zu stärken ist die ARGE doch schon mal ein Ansatz... Und ich bin sicher das es weniger an Geld als an Leuten mangelt...
Also engagier dich und arbeite mit...
Exodus73
12-05-2014, 21:28
Hmmm ich muß Euch beiden irgendwie zustimmen, aus meiner Sicht liegt es auch nicht vornehmlich an der Verteilung der Finanzmittel...
sondern an den Leuten (wie Claudi es schon schrieb) und den Strukturen (die wiederum von Leuten gemacht bzw. von ihnen beeinflußt werden)!
Die AG legt den Finger genau dahin wo er hingehört... nämlich da wo´s (für den ein oder anderen) Schmerzt - nämlich beim Selbstverständnis wie und warum real. SV-Training anderen Orts auf andere Art und Weise vermittelt wird! Kann nur hoffen dass es über die Lippenbekenntnisse hinaus fruchtet!
Edit: @Claudi: Wenn JJ keine SV ist bzw. dafür tauglich ist, dann sollte JJ auch keine entsprechende Werbung dafür machen! Da JJ aber (zurecht) damit Wirb - hat JJ gefälligst auch SV zu sein! Und zwar so dass man es auch real. anwenden kann!!!
jujutsuclaudi
12-05-2014, 21:49
Wenn JJ keine SV ist bzw. dafür tauglich ist, dann sollte JJ auch keine entsprechende Werbung dafür machen! Da JJ aber (zurecht) damit Wirb - hat JJ gefälligst auch SV zu sein! Und zwar so dass man es auch real. anwenden kann!!!
Naja ich bin ja hoffnungsvoll das man zusammen eben mit der ARGE das ausbauen kann ;) Ich denke halt des wirklich jeder der 3 Säulen ihre Berechtigung hat... SV selbst hat halt leider keine Regeln, daher finde ich es persönlich schwer viele Techniken da rein zu packen... Aber ein Stimmiges SV Konzept sollte doch mit dem geballten Wissen was im DJJV steckt machbar sein ;)
Naja ich bin ja hoffnungsvoll das man zusammen eben mit der ARGE das ausbauen kann ;) Ich denke halt des wirklich jeder der 3 Säulen ihre Berechtigung hat... SV selbst hat halt leider keine Regeln, daher finde ich es persönlich schwer viele Techniken da rein zu packen... Aber ein Stimmiges SV Konzept sollte doch mit dem geballten Wissen was im DJJV steckt machbar sein ;)
Man braucht ja auch nicht viele Techniken für die SV. Bspw. könnte man bis Orange oder evtl. auch Grün einen Kern an Techniken unterrichten, die vornehmlich der SV dienen. Die bauen aufeinander auf und kommen folglich immer und immer wieder, so dass diese auch eingedrillt werden. Wer dann noch Wettkampfambitionen hat, kann doch immernoch zum Wettkampf und sein technisches Wissen und Können erweitern.
Gerade die Unterstufe ist bei uns zum Beispiel nur auf SV ausgerichtet. Erst danach wird (Stück für Stück) ein größeres technisches Verständis erwartet. Wir sind allerdings auch nicht in den üblichen JJ-Verbänden organisiert.
Ich hoffe der DJJV bekommt das irgendwie gebacken. Denn machbar ists auf jeden Fall. :)
Aber ein Stimmiges SV Konzept sollte doch mit dem geballten Wissen was im DJJV steckt machbar sein ;)
"Sollte" ist hier das Zauberwort. Nur leider seh ich da komplett schwarz.
Gruss Tarogh
DerLenny
13-05-2014, 08:31
Das Problem ist, dass JuJu doch SV ist.
Dafür wurde es doch erschaffen. Von den Experten mit den Büchern, die das alles zusammen gesucht haben.
Wenn man jetzt ein neues, kompaktes System bauen würde, in dem man dann viel weniger Geschnörkel sehen wird, geht das Konzept nicht so ganz auf. Dann ist da auch nix mehr mit Budo Romantik und Gedöns.
Und wo bleibt dann das Showtanzen auf den Prüfungen? Die Mischung aus Samurai-Fantasie und WWE Wrestling Moves ist doch die Seele des JuJu.
Das Problem ist, dass JuJu doch SV ist.
Dafür wurde es doch erschaffen. Von den Experten mit den Büchern die das alles zusammengesucht haben.
Wenn man jetzt ein neues, kompaktes System bauen würde, in dem man dann das viel weniger Geschnörkel sehen wird, geht das Konzept nicht so ganz auf. Dann ist da auch nix mehr mit Budo Romantik und Gedöns.
Und wo bleibt dann das Showtanzen auf den Prüfungen? De Mischungen aus Samurai-Fantasie und WWE Wrestling Moves ist doch die Seele des JuJu.
Ich mag Deine Beiträge, die sind immer so schön direkt! :klatsch::beer:
Gruß Tarogh
Schön, dass sich hier die fünf Prozent SVler und die fünf Prozent Wettkämpfer (als solche sehe ich nur Fighter) gegenseitig ausspielen.
Diese beiden Pole bilden beide eine Minderheit im Vergleich zum m. E. qualitativ eher traurigen DJJV Breitensport.
Für mich hat der Breitensport nur eine Berechtigung: Kohle für diese beiden Bereiche ranzuschaffen.
Ich könnte nämlich kotzen, wenn mir Breitensportler mit der Xten Ausrede kommen, warum sie wieder nicht zum Training erscheinen können.
Ich kriege Krämpfe, wenn sie mir wieder mitteilen, dass es allmählich noch mal Zeit für eine Prüfung wäre.
Und ich könnte um mich schlagen, wenn jemand seine Plautze auf meine Matte schiebt und mir noch zu erklären versucht, dass der Aufwärmpart zu hart und das Ausdauertraining am Schluss zu lange dauert, die wenige Zeit, die wir im Training haben, könnten wir doch in das Üben von Techniken investieren (natürlich nur die Techniken, die auch im DJJV Prüfungsprogramm aufgeführt sind und dann bitte in Kombination, auf keinen Fall in einer Kampfanwendung -man ist ja Geschäftsmann und ein Blaues Auge oder so käme beim Kunden gar nicht gut an).
Ich möchte weinen, wenn die Leute mit immer tollen neuen Vorschlägen kommen, welche Techniken, die sie vor drölvzig Jahren mal im Kung Fu (natürlich keines aus der Sanda oder Wing Chun Richtung sondern richtig tolles Zauber Kung Fu) gelernt haben, ich unbedingt in unser Trainingsprogramm einbauen möchte, schließlich brauchen wir dringend neue Impulse. Diese Leute sieht man aber nie auf den Landes- und Bundeslehrgängen, die ich in meinen Gruppen echt wie sauer Bier bewerbe.
Ich wünschte, ich könnte noch lachen, wenn mir diese Leute sagen, ich müsste mich mal mit dem und jenem unterhalten, der übertreibt es im Training aber, das verunsichert/ gefährdet/ verletzt/ setzt andere Trainingsteilnehmer herab wie er trainiert -am besten entfernt man den ganz aus dem Verein (zufälligerweise immer einer meiner Leistungsträger entweder im Bereich SV oder Wettkampf).
Alles keine Satire sondern so traurig über viele aktive Wettkämpfer und Trainerjahre erlebt.
Mit solchen Leuten muss ich meine Zeit und die Zeit derjenigen vertrödeln, die richtig was leisten wollen.
Ich komme nicht dazu, was für meinen ersten Dan zu machen, weil ich drei mal die Woche meine Zeit den Leuten schenke, die vermutlich nie über den Grünen Gürtel hinauskommen, obwohl sie sicherlich in Bestzeit ihren 1. Dan bekommen (jetzt zum Glück in einem anderen Verein).
Dieser Mist kommt ausschließlich vom Breitensport, die anderen beiden Bereiche halten ihre Fresse, trainieren, trainieren viel und überzeugen durch Performance, wandern aber auch immer mal wieder gerne (und im Gegensatz zu den Breitensport Heulsusen ohne vorher lange klugzuscheißen) dahin ab, wo sie eben den Breitensport nicht ausgeliefert sind (da, wo es so ist, wie es im DJJV aber leider nicht möglich ist).
Jetzt könnte man ja sagen: "Trenne dich von solchen Leuten!"
Aber dann habe ich wirklich nur noch die kleine Handvoll Leute, die wirklich was leisten wollen und ratet mal, was passiert: Die Stadt streicht mir meine Hallenzeiten.
Ist ja kein Problem, ich könnte was anmieten, die Beiträge erhöhen und das ganze dann mit einem proffessionelleren Anstrich versehen, oh, hopla, gemäß der Statuten geht alles nur auf Vereinsbasis und weitestgehend ehrenamtlich. Ein kleiner Anstrich von Kommerz? Bye bye DJJV!
Also "muss" jeder, der was erreichen will den Breitensport mit durchschleifen. Da finde ich es nur gerecht, dass diejenigen, die auf der Matte nur Zeit und Platz wegnehmen dann auch Kohle für diejenigen springen lassen, denen sie eben diese Zeit und diesen Platz streitig machen.
Ein schlankeres, leistungs- und kampfbetonteres Prüfungsprogramm würde denen, die wirklich bereit sind was zu leisten in gerechterer Weise entgegen kommen (das sind nämlich meistens nicht die, die die hohen Graduierungen mit sich rumschleppen, aber deshalb leider auch nicht diejenigen, denen im Verband großartig Gehör geschenkt wird) und der Rest einfach ein wenig mehr gezwungen wird, sich auf die Hinterbeine zu stellen.
Und hört doch auf mit diesem Gegensatz SV contra Wettkampf. Viele selbsternannte SV Gurus, die aber komischerweise praktisch gar nicht sparren (wäre ja mit Regeln verbunden um die Kontrahenten zu schützen) werden von jedem drittklassigen Wettkämpfer (sogar aus dem Bereich Juju Fighting) weggefrühstückt, weil sie gar keine Vorstellung davon haben, was es bedeutet, wenn der Uke gar kein Interesse daran hat, sich einmal brav werfen oder hebeln zu lassen. Und wenn dieser Uke ihnen noch nen popeligen Tsuki, der dem Kampfrichter bestenfalls einen Wazabi wert ist auf den Balg kriegt, drehen sich seltsammerweise die Augen immer nach innen und ende ist mit SV -schon seltsam.
Ich will damit nicht gegen die wirklich guten SV Leute im Ju Jutsu hetzen, denn die gibt es wirklich, aber sie sind rar gesät.
Somit haben wir nur diese zwei Aushängeschilder in Sachen Qualität, Leistung und Weiterentwicklung der Kampfkunst und wenn eben diese beiden Minderheiten auch noch auf sich einschlagen (und die eine noch mit dem 95% Gerechtigkeitsargument kommt ohne zu erkennen, dass sie gar nicht zu diesen 95% gehört), dann hat das Ju Jutsu niemals die Chance, auch nur ansatzweise sein Potential zu entfalten.
Dann werden weiterhin die Breitensportler die hohen Graduierungen und dann auch Ämter und Funktionen abfischen und weiter bestimmen, dass man als Ahnungsloser und oder Lusche durchaus zu höchsten Weihen kommen kann.
Dann bleibt das alles ein schönes, sich selbst erhaltendes System.
LG
Lamiech
@jujutsuclaudi
Bitte verstehe mich nicht falsch, mir liegt nichts daran den Leistungssport abzuschaffen.
Wie schon geschrieben ich will niemandem etwas wegnehmen, worum es mir geht ist, dass System an sich zu überdenken.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass die DOSB Akkreditierung (die nun mal Leistungssport bedarf) viele Vorteile mit sich bringt und dass ein Verband nun mal auch eine Solidargemeinschaft ist.
Doch gerade deshalb ist es auch so wichtig, dass sich die Mitglieder gerecht behandelt fühlen, sonst kommt es zu Spannungen und da sind wir auch schon bei der aktuellen Situation.
Du schreibst es ja selbst:
Aber wir sind für einige Breitensportler nur störend...
Der Leistungssport hat keine Anerkennung in der Basis der Mitglieder, er wird nicht beachtet ja sogar komplett abgelehnt, er ist quasi eine Parallelkultur im DJJV und das spaltet den Verband.
Dafür gibt es Gründe aber anstatt den unbequemen Weg zu gehen sich diesen zu stellen, versucht man möglichst alles beim alten zu lassen und ein wenig Augenwischerei zu betreiben.
Tja und ein Grund ist natürlich auch das leidige Geld und wie dieses eingesetzt wird.
Es sorgt einfach für Unmut wenn auf den Jahreshauptversammlungen die Kosten für den Leistungssport bekannt gegeben werden und man diese dann in Relation zu den "Nutznießern" setzt.
Das regt die Leute auf und dann muss man sich nicht wundern wenn die Leute dem WK-Betrieb ablehnend gegenüber stehen.
Glaub mir, den Leuten geht es nicht darum ihr Geld wieder "raus" zu bekommen, sondern schlicht und einfach um eine gerechtere Verteilung.
Dann haben wir da noch das Regelwerk, das ebenfalls sehr ambivalente Auswirkungen auf den Verband hat.
Auf der einen Seite wird es von vielen Ju-Jutsuka abgelehnt, weil sie es als sehr unrealistisch und wenig zielführend empfinden.
Gleichzeitig sieht man viele Vereine, die nach dem Regelwerk trainieren und agieren, obwohl sie gar keinen WK betreiben weil sie halt glauben, dass so das "offizielle" Ju-Jutsu eben aussehen muss.
Das diese Ansicht jetzt durch die vermehrte Einflussnahme des Leistungssportes auf die PO bestärkt wird, stößt auf noch mehr Unverständnis.
Mir ist schon klar, die Regeln macht der JJIF aber trotzdem spreche ich hier von einer Tatsache, der man sich einfach Stellen muss Bzw. sollte.
Klar man kann das auch einfach ignorieren aber irgendwann fliegt es einem dann um die Ohren.
Ich würde mir wünschen, dass der DJJV sich der schwierigen Aufgabe stellen würde, sich besser zu strukturieren, klare Ziele/Präferenzen/Trennungen fest zu legen und einen Ausgleich zwischen den einzelnen Strömungen anzustreben.
Ein einfaches Beispiel, in jedem Bezirk gibt es einen Referenten für den Leistungssport. Gibt es eine Entsprechung für den Bereich SV?
Nein, diese "Säule" wird einfach sich selbst überlassen, passt schon.
Wäre es nicht konsequent und richtig hier einem adäquaten Ansprechpartner zu schaffen?
Ich hab das schon ein paar Mal angesprochen und was habe ich zu hören bekommen?
"Dafür ist kein Geld da.", "Das müssen die "Oben" entscheiden.", "Dafür gibt es doch die Arge."
Tja und wären wir schon beim nächsten Thema, die Arge.
Wie ich schon schrieb ist deren Arbeit in ihrer Bedeutung nicht zu unterschätzen.
Doch sie ist und bleibt primär ein "Lehrgangsausrichter", die Leute gehen hin oder eben nicht.
Dahinter steckt aber kein System, die Arge lindert die Symptome, sie bekämpft sie aber letztendlich nicht.
Dieser Satz von die ist in dieser Hinsicht bezeichnend:
SV selbst hat halt leider keine Regeln, daher finde ich es persönlich schwer viele Techniken da rein zu packen...
Das ist jetzt keine Kritik, so denken viele Ju-Jutsuka aber "SV" ist keine Technik.
Es geht bei "SV" darum wie Techniken, trainiert, evaluiert und eingeschliffen werden. Es geht um Trainingsmethoden, Szenarios, Drills, Didaktik, Tools und auch das Bewusstmachen von Denkfehlern.
Dabei ist gerade letzteres ein ganz heikles Thema. Viele bemerken erst durch einen Lehrgang bei der Arge, was sie viele Jahre lang für einen Quatsch im Bezug auf SV gelernt und trainiert haben.
Das ist nicht immer ein heilsamer Schock, wie ich schon aus einigen Kommentaren entnehmen durfte.
Diese Leute glauben ja sie trainieren mit Ju-Jutsu = SV, dass denken die wirklich.
Die Arge macht eine tolle Arbeit aber sie verändert kaum etwas, denn mit einem Lehrgang im Jahr ist es einfach nicht getan.
Da müsste man z.B. bei der Trainerausbildung schon ansetzen, es gibt einen Trainerschein mit Schwerpunkt "Leistungssport", warum gibt es keinen mit Schwerpunkt "SV". (wieder der Säulengedanke)
Auch diese Frage habe ich schon gestellt, die Antworten ähnelten denen beim "SV-Referenten" mit dem Zusatz: "Ju-Jutsu ist doch sowieso SV."
Natürlich würde eine solche Umstellung und Erweiterung Geld kosten und wo soll das nur herkommen?
Tja und da schließt sich der Kreis.
Aber ein Stimmiges SV Konzept sollte doch mit dem geballten Wissen was im DJJV steckt machbar sein ;)
Da bin ich, muss ich leider sagen, mehr als skeptisch.
Klar das Know-How wäre da, die Infrastruktur wäre da, ja sogar die Mittel wären prinzipiell da, doch ist man auch bereit sie zu nutzen?
Die Arbeit der Arge ist ein Anfang und genau das wird es meiner Meinung nach leider auch bleiben.
Es wird sich nicht wirklich etwas ändern, denn dann müsste man tiefer gehen und unbequeme Entscheidungen treffen.
Dazu sehe ich aber kaum eine Bereitschaft und um so höher man geht, um so mehr nimmt diese ab.
Man begnügt sich damit den Status Quo aufrecht zu erhalten und das finde ich wirklich Schade.
@lamiech
Ich kann deine Argumente durchaus nachvollziehen aber ich finde auch du tust vielen der sogenannten "Breitensportler" (warum ist dieser Begriff in diesem Forum nur so negativ besetzt?) auch einfach unrecht.
Klar gibt es Ju-Jutsuka die nur ein bisschen Armturnen mit möglichst geringer Anstrengung machen wollen, um ihre möglichst dunkle Binde zur Schau zu tragen.
Doch es gibt auch viele, viele Sportkameraden die sich schon etwas anderes Wünschen es aber einfach nicht umsetzten können, weil der passende Trainer fehlt.
Ich komme ja mit Judo, MT, MMA und ein bisschen Boxen aus "anwendungsorientierten" Kampfsportarten, für mich ist Sparring/Randori kein Hexenwerk.
Ich habe schon in dem einen oder anderen Verein in meiner Gegend Gast-/Vertretungstraining gegeben und nur ganz viel positives Feedback für meine Art des Trainings bekommen.
Dabei konnte ich nur an der Oberfläche kratzen, denn oft fehlte es an den einfachsten Skills (von der Ausrüstung ganz zu schweigen) um überhaupt auch nur annährend so etwas wie Sparring zu betreiben.
Doch das Interesse und die Begeisterung war definitiv da, es fehlten einfach nur die Mittel.
Das lag im Gros wieder rum daran, das viele der aktuellen Trainer nur "reines" Ju-Jutsu (wie DerLenny es gerne nennt) gelernt haben und überhaupt keine Erfahrung mit solchen Trainingsmethoden haben.
Die kennen oft nur das Prüfungsprogramm und das was sie bei ihren Trainerlizenzen gelernt haben.
Da spielen Sparring, Szenarios, Drills, Aliveness, usw. also alles was die modernen SV-Systeme heute ausmacht, keine Rolle.
Nehmen wird doch mal das Beispiel KravMaga, was die von JJ unterscheidet sind nicht primär die Techniken sondern die Trainingsmethoden und die Didaktik.
An dieser Stelle müsste man ansetzen, man müsste die Trainer besser Schulen und ja, man könnte sicher auch einiges über eine praxisorientierte PO erreichen.
Tja und schon wären wir wieder bei den Änderungen im System an sich und der mangelnden Bereitschaft dazu.
Der Leistungssport hat keine Anerkennung in der Basis der Mitglieder, er wird nicht beachtet ja sogar komplett abgelehnt, er ist quasi eine Parallelkultur im DJJV und das spaltet den Verband.
Die Parallelkultur ist aber das Groß des Verbandes. Alles Leute die nach einigen Jahren eh weg sind.
Der Mainstream sollte der Leistungssport sein (jetzt im Wettkampf oder im SV Bereich, in beiden kann man was leisten ;-) )
Tja und ein Grund ist natürlich auch das leidige Geld und wie dieses eingesetzt wird.
Es sorgt einfach für Unmut wenn auf den Jahreshauptversammlungen die Kosten für den Leistungssport bekannt gegeben werden und man diese dann in Relation zu den "Nutznießern" setzt.
Das regt die Leute auf und dann muss man sich nicht wundern wenn die Leute dem WK-Betrieb ablehnend gegenüber stehen.
Ich denke eher, der Unmut hat was mit Neid zu tun. Es wird durch diese Verkündungen von Zahlen gezeigt, da sind Leute, die sind durch Ju Jutsu sogar gut und können was damit machen -im Gegensatz zu euch.
Wer sowas halt in dieser Art für sich interpretiert, sucht dann schon mal schnell nen Schuldigen und dann müssen diejenigen, die eigentlich Vorbild sein sollten eben als Sündenbock herhalten.
Glaub mir, den Leuten geht es nicht darum ihr Geld wieder "raus" zu bekommen, sondern schlicht und einfach um eine gerechtere Verteilung.
Ich finde es sehr gerecht, wenn die Leute, die sich mehr einbringen auch mehr "rauskriegen", schließlich sind es diejenigen, die dem Sport Leben einhauchen.
Dann haben wir da noch das Regelwerk, das ebenfalls sehr ambivalente Auswirkungen auf den Verband hat.
Auf der einen Seite wird es von vielen Ju-Jutsuka abgelehnt, weil sie es als sehr unrealistisch und wenig zielführend empfinden.
Lächerlich, Ju Jutsu Fighting wird abgelehnt, weil es vielen Leuten zu intensiv ist, sie fallen müssten, ihre Ausdauer trainiert werden müsste, man sie schlagen würde und und und; die meisten, die das Regelwerk ablehnen schieben diese Begründung nur als leere Hülse vor da sie das Regelwerk in der Regel noch nicht einmals überhaupt mal gelesen haben.
Gleichzeitig sieht man viele Vereine, die nach dem Regelwerk trainieren und agieren, obwohl sie gar keinen WK betreiben weil sie halt glauben, dass so das "offizielle" Ju-Jutsu eben aussehen muss.
Das kann ich mir jetzt so kaum vorstellen, dass es "viele" Vereine gibt, die nach dem Wettkampf Regelwerk trainieren ohne dann auch an Turnieren teilzunehmen. Aber da ich das jetzt an der Tastatur auf die Schnelle nicht wiederlegen kann, muss ich diesen Satz wohl mal so stehen lassen, gelle. :cool:
Das diese Ansicht jetzt durch die vermehrte Einflussnahme des Leistungssportes auf die PO bestärkt wird, stößt auf noch mehr Unverständnis.
Das stößt nicht auf Unverständnis sondern auf Angst.
Dann muss auf einmal in der Prüfung geleistet werden und dass macht eine Prüfung sehr unkomfortabel.
Auch Techniken müssten auf einmal beherrscht und nicht nur vorgeturnt werden.
Siehe O-Goshi (meinetwegen Harai Goshi; Uchi Mata what ever): ich wage zu behaupten, jeder, der damit schon mal einen Ippon geworfen hat, der kann den auch zur Not im Ernstfall einmal anbringen;
die wenigsten, die ihn zur Prüfung vorgeturnt haben, werden auch nur ansatzweise überhaupt den richtigen Griff dazu finden.
Ich würde mir wünschen, dass der DJJV sich der schwierigen Aufgabe stellen würde, sich besser zu strukturieren, klare Ziele/Präferenzen/Trennungen fest zu legen und einen Ausgleich zwischen den einzelnen Strömungen anzustreben.
Es ist kein Ausgleich sondern eine Klammer die fehlt.
Wer nicht kämpfen kann (nach welchem Regelwerk auch immer), kann sich auch nicht selbst verteidigen, basta.
(Auch wenn nicht jeder, der kämpfen kann, sich auch selbst verteidigen kann)
Ein einfaches Beispiel, in jedem Bezirk gibt es einen Referenten für den Leistungssport. Gibt es eine Entsprechung für den Bereich SV?
Nein, diese "Säule" wird einfach sich selbst überlassen, passt schon.
Wäre es nicht konsequent und richtig hier einem adäquaten Ansprechpartner zu schaffen?
Das Säulendenken ist Quatsch. Das ganze Juju müsste mal überarbeitet werden.
Weg von der "tollen" Freiheit bei den Techniken in Kombination, bei denen nicht nur viel Schwachsinn gezeigt sondern teilweise von manchen Prüfern (gar ansatzweise von der Ordnung selbst) auch gefordert wird.
Warum nicht alle Techniken aus der Bewegung; einer Randori Situation raus zeigen.
Das Fach Kombinationen ganz weit zurechtstutzen und später erst abfragen und dann auch viel klarere und strengere Vorgaben.
Eine Kombination bewerten nach z. B. :
-Balance
-Kraft
-Deckungsverhalten/ Eigensicherung/ Positionierung
-(Situations-) Kontrolle
-Timing/ Chance
-Logik
Sowas fehlt z. Zt. total, wenn nur viel Knall und Peng in der Kombination ist.
Tja und wären wir schon beim nächsten Thema, die Arge.
Wie ich schon schrieb ist deren Arbeit in ihrer Bedeutung nicht zu unterschätzen.
Doch sie ist und bleibt primär ein "Lehrgangsausrichter", die Leute gehen hin oder eben nicht.
Dahinter steckt aber kein System, die Arge lindert die Symptome, sie bekämpft sie aber letztendlich nicht.
Ich denke aber, die Ursache ist nicht der Wettkampfbetrieb.
Die Ursache ist, dass man im DJJV als einziger davon ausgeht, dass man den Leuten nichts abverlangen darf.
Das kenne ich so nicht vom Boxen, nicht vom Karate, nicht von den FMAs ja noch nicht mal von der Dings Bugns Fraktion die den Running Gag pflegt: "wir schwitzen beim Training nicht"
Einfach mal wieder etwas mehr Blut, Schweiß und Tränen verlangen und als normal deklarieren, dann gibts weder SV Defizite noch ein Gehacke auf dem Wettkampfbetrieb.
Die Arge macht eine tolle Arbeit aber sie verändert kaum etwas, denn mit einem Lehrgang im Jahr ist es einfach nicht getan.
Da müsste man z.B. bei der Trainerausbildung schon ansetzen, es gibt einen Trainerschein mit Schwerpunkt "Leistungssport", warum gibt es keinen mit Schwerpunkt "SV". (wieder der Säulengedanke)
Weil der Schwerpunkt SV nun mal das Juju sein sollte.
Warum wird aus dem Juju nicht ein Schwerpunkt SV gemacht?
Ein tatsächlich seperater Schwerpunkt SV wäre ein Armutszeugnis fürs Juju.
Auch diese Frage habe ich schon gestellt, die Antworten ähnelten denen beim "SV-Referenten" mit dem Zusatz: "Ju-Jutsu ist doch sowieso SV."
Ist es ja leider nicht, aber es wäre eine Kapitulation, SV von Juju nach der erfolgten faktischen Trennung auch noch formal zu trennen, dann wäre dieser Vorgang für immer unumkehrbar.
Natürlich würde eine solche Umstellung und Erweiterung Geld kosten und wo soll das nur herkommen?
Tja und da schließt sich der Kreis.
Ich glaub ja nich, dass das soviel kosten würde.
Mal davon ab, kann man auch ganz gut teilen, sag ich schon meinen beiden kleinen Kindern immer (die mich zugegebenermaßen noch mehr als die Breitensportler daran hindern, endlich was für meinen Dan zu machen, aber denen bin ich deswegen nicht böse :D ) :o.
LG
Lamiech
jujutsuclaudi
13-05-2014, 10:38
Der Leistungssport hat keine Anerkennung in der Basis der Mitglieder, er wird nicht beachtet ja sogar komplett abgelehnt, er ist quasi eine Parallelkultur im DJJV und das spaltet den Verband.
Sorry auf welcher Statistik Basiert diese Aussage? In Hessen wird immer mal wieder jemand vom Leistungsport als Referent fuer LG eingesetzt. Wir haben letztens mit 80 Kindern n Jugendlg gehalten. Ich habe beim Bayernseminar mal vor 70-80 Leuten trainiert, die nur kamen um sich unsere Randori Einheit anzuschauen. Ich kenne diese "Nicht-Akzeptanz" nur von ganz wenigen...
Gleichzeitig sieht man viele Vereine, die nach dem Regelwerk trainieren und agieren, obwohl sie gar keinen WK betreiben weil sie halt glauben, dass so das "offizielle" Ju-Jutsu eben aussehen muss.
Das diese Ansicht jetzt durch die vermehrte Einflussnahme des Leistungssportes auf die PO bestärkt wird, stößt auf noch mehr Unverständnis.
das ist natuerlich Bloedsinn... Es macht keinen Sinn Techniken nicht zu Trainieren nur weil sie nicht im Wettkampf erlaubt sind... Die Frage die ich mir hier aber Stelle, ist das die Schuld des Wettkampfs oder der schlecht ausgebildeten Trainer... Anderseits werden auch Techniken erlernt im JJ die absolut nicht SV relevant sind, z.b. Selbstfall Techniken.
Mir ist schon klar, die Regeln macht der JJIF aber trotzdem spreche ich hier von einer Tatsache, der man sich einfach Stellen muss Bzw. sollte.
Die JJIF macht nur die Wettkampfregeln nicht aber die PO.
Das ist jetzt keine Kritik, so denken viele Ju-Jutsuka aber "SV" ist keine Technik.
Es geht bei "SV" wie Techniken, trainiert, evaluiert und eingeschliffen werden. Es geht um Trainingsmethoden, Szenarios, Drills, Didaktik, Tools und auch das Bewusstmachen von Denkfehlern.
Sorry schlecht ausgedrueckt von mir. Genau das meinte ich. Im JJ Pruefungsprogramm steht: z.B. Fußtechnik vorwärts
Das ist eine Technik, und es wird nicht erwartet, in welche Situation man diese Einbaut... So habe ich JJ immer verstanden.
Jeder kann sich auf das Spezialisieren was einem gefaellt. Sei es SV, Wettkampf oder wie du so gut gesagt hast "schoen Aussehen".
Um jetzt SV zu machen Bedarf es aber mehl als einem reinen Technikkatalog. Und die Frage die ich mir Stelle warum sollte die allg des DJJV gezwungen werden das zu tun? Der Gedanke realistische SV zu machen ist super motiviert und ich finde es auch gut das eine Expertengruppe in Form der ARGE aufgebaut wird, aber die Frage ist was genau hat der, und jetzt kommen wir genau zu Lamiech, allgemeine Breitensportler damit zu tun?
Genau so wenig wie mit Wettkampf... Klar denken einige JJ ist SV, aber es reicht ein Besuch beim ARGE lg und im Stuetzpunkt des Landeskaders um festzustellen, das man obwohl man den Fußtechnik vorwärts so schoen bei der letzten Pruefung gezeigt hat man weder SV noch Wettkampf kann...
Da müsste man z.B. bei der Trainerausbildung schon ansetzen, es gibt einen Trainerschein mit Schwerpunkt "Leistungssport", warum gibt es keinen mit Schwerpunkt "SV". (wieder der Säulengedanke)"
Die Lizes Stukutur ist wieder vom DOSB uebernommen und wird vermutlich so in ihren Grudfesten nicht zu Veraendern sein. Wobei es im Judo ja lustiger weise genau diese Unterteilung gibt...
Das Problem ist hier natuerlich das dann ein komplettes Konzept fuer eine Lizens entwickelt werden muss.. und die Frage ist ob die Arge die ManPower dafuer hat... Und die Leute vom Leistungssport abzuziehen um das zu machen, waehre wohl ein fataler Ansatz... Dafuer haben sie zu viel Anhnung von LS und zu wenig von SV...
Radioknopf
13-05-2014, 10:51
Lächerlich, Ju Jutsu Fighting wird abgelehnt, weil es vielen Leuten zu intensiv ist, sie fallen müssten, ihre Ausdauer trainiert werden müsste, man sie schlagen würde und und und; die meisten, die das Regelwerk ablehnen schieben diese Begründung nur als leere Hülse vor da sie das Regelwerk in der Regel noch nicht einmals überhaupt mal gelesen haben.
Das gilt vielleicht für die die eh nichts in richtung "leistung" machen würden...
Ich für meinen teil mag fighting nicht und genau so ging es den anderen aktiveren die ich kennengelernt hab. Die Tranieren dann im Stil Allkampf auch wenn es dazu bei uns keine Strukturen gibt.
Viele davon würden fighting sicher mitmachen wenn es das geben würde ohne viel fahrtweg...
Siehe O-Goshi (meinetwegen Harai Goshi; Uchi Mata what ever): ich wage zu behaupten, jeder, der damit schon mal einen Ippon geworfen hat, der kann den auch zur Not im Ernstfall einmal anbringen;
NoGi ? Bringt einem denn Uchi Mata was ? Bero sagte ja schon, es gibt nicht nur um die Technik.
Wer nicht kämpfen kann (nach welchem Regelwerk auch immer), kann sich auch nicht selbst verteidigen, basta.
Wer im Verein eine aktive Saprringkultur("SV" in eigenregie oder Allkampf) brauch kein fighting. Wer das Regelwerk als grundlage nehmen will um die JJka Kampffähig (oder SV fähig) zu machen geht sicher weit am ideal vorbei...
Warum nicht alle Techniken aus der Bewegung; einer Randori Situation raus zeigen.
Das Fach Kombinationen ganz weit zurechtstutzen und später erst abfragen und dann auch viel klarere und strengere Vorgaben.
Eine Kombination bewerten nach z. B. :
-Balance
-Kraft
-Deckungsverhalten/ Eigensicherung/ Positionierung
-(Situations-) Kontrolle
-Timing/ Chance
-Logik
Sowas fehlt z. Zt. total, wenn nur viel Knall und Peng in der Kombination ist.
Ich denke aber, die Ursache ist nicht der Wettkampfbetrieb.
Die Ursache ist, dass man im DJJV als einziger davon ausgeht, dass man den Leuten nichts abverlangen darf.
Da bin ich voll bei dir...
Ein tatsächlich seperater Schwerpunkt SV wäre ein Armutszeugnis fürs Juju.
Fighting als Grundlage für SV-Juju wäre ebenso Arm.
DerLenny
13-05-2014, 10:56
NoGi ? Bringt einem denn Uchi Mata was ? Bero sagte ja schon, es gibt nicht nur um die Technik.
Schau dir Ronda Rousey Kämpfe an, wenn du Uchi Mata NoGi sehen willst :)
Radioknopf
13-05-2014, 11:07
Schau dir Ronda Rousey Kämpfe an, wenn du Uchi Mata NoGi sehen willst :)
Klar geht das! Natürlich wird jemmand aus dem Fightingbereich das besser können als ein Breitensportler.
Aber die aussage Ju-Jutsu ist SV und es ist okay mehr vom fighting in die PO einzubringen ist mit DEM argument sicher nicht zu stützen.
@Radioknopf:
ich glaube, wir sind näher beieinander als du meinst.
Die Würfe waren nur ein Beispiel, ich hätte auch nen Fauststoß nennen können.
Und wenn ich Fighting nach vorne schiebe, dann nur, weil ich erfahren habe, dass in Sachen Sparringskultur beim Groß noch nicht einmal das Fighting drinne ist.
Ich wäre der erste, der sagt Fighting einstampfen und ab (zurück ?) zum Allkampf.
Fighting und SV passt schon recht wenig, außer halt vielleicht als Trainingsform.
Mir läge Allkampf auch um einiges eher, aber nur weil Fighting von den Regeln her kacke ist, würde ich nicht ganz auf den Bereich Wettkampf verzichten wollen, die leistungsbereitesten Leute tümmeln sich halt in der Regel dort und wenn die als junge Leute nicht mit diesem Netz eingefangen werden, dann wandern sie schnell wieder ab oder kommen gar nicht erst zu uns und stehen uns als leistungsbereite, aber nicht mehr Kadertaugliche Mittdreißiger nicht mehr für die Projekte zur Verfügung, die wirklich was zählen.
Ich baue grad eine kleine Truppe Nachwuchsfighter auf. Momentan sind die alle so zwischen elf und 14.
Mein Hintergedanke ist, dass ich sie mit dem Kinderwettkampfsystem Fighting locke um sie dann hoffentlich z. B. in Sachen Shooto oder Allkampf begeistern zu können.
die Alternative wäre, dass sie unserem Verein innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre flöten gehen, da sie nun mal mehr wollen und auch ziemlich angefressen sind, nachdem sie jetzt drei mal den Gelbgurt (Aufnäher, Streifen, voll) machen durften und für einige das Spiel mit Orange von vorne beginnt.
Mal davon ab, wo nicht gekämpft (und das beziehe ich jetzt ausdrücklich nicht aufs Fighting) wird, ist auch kein Kampfsport -auch keine Kampfkunst wenn man es so entschuldigen will.
Die Lösung liegt vermutlich in der Mischung:
-Sportler fordern
-viel SV
-jede Menge Sparring, Randori oder wie auch immer ihr es nennt
-etwas Wettkampf (oder für die die wollen was mehr)
-keine Knallipeng Kombinationen oder Showtechniken
Das könnte ein recht brauchbares Rezept sein
Müssten nur noch die Gremien zustimmen, die die Sterne in unseren Restaurants verleihen.
LG
Lamiech
Aber die aussage Ju-Jutsu ist SV und es ist okay mehr vom fighting in die PO einzubringen ist mit DEM argument sicher nicht zu stützen.
Das war ja auch gar nicht die genaue Aussage.
Ju Jutsu sollte viel mehr SV sein und Kämfen müsste in die PO viel intensiver eingebaut werden.
Fighting ggf. im ganz geringen Maße um zumindest jeden mal damit zu konfrontieren, auch um Begeisterung und Nachwuchs zu gewinnen.
Und der Feind der SV ist nicht der Wettkampf, der Feind ist der "Breitensport", dem mit unserem Prüfungssystem auch noch ein schönes Jagdrevier für tolle Bauchbinden geboten wird.
LG
Lamiech
DerLenny
13-05-2014, 11:20
Ju uUtsu hat kein Konzept. Es ist ein Sammelbecken.
Daher auch das Problem.
Judo, Karate, Aikido - Check
Dann überarbeitet und FMA Elemente und "optionale Pratzenarbeit" eingebaut.
"Freie SV" mit Duo Angriffen.
Und dann das Fightiing System. Warum? Weil "die anderen" es auch so machen. Jetzt kommt der MMA Boom, und ein Teil ärgert sich, dass wir nicht bei den alten Regeln geblieben sind. Was die Allkampf Leute freut, aber die Kluft etwas vergrößert.
Und jetzt Ne Waza, weil man ja irgendwie auch was vom BJJ abhaben möchte.
Der DJJV hat folgende Wettkampf Systeme:
- Fighting
- Duo
- Show
- Ne Waza
- Kata
Was "der Breitensport" macht, weiss niemand so genau, weil da jeder was anderes macht. Geht halt sehr in die Breite. Wie viele der Dan Träger auch.
Radioknopf
13-05-2014, 11:33
@lamiech
Ja, das sind wir sehr nach beieinander. Nur sitz ich in einem Verein in dem fighting vor meiner Zeit aus Desinteresse ausgestorben ist. Was zum teil daran lag das Zugpferde nach Regeländerungen (gerade zum Kopf?) abgewandert sind ( soweit mir das von anderen überliefert wurde).
@lenny
Das Problem seh ich eigentlich nicht beim "Sammelbecken" solange man ein gemeinsames Ziel hat.Es könnte eigentlich sogar die große Stärke sein. Die Konzeptlosigkeit ist dann wirklich was dem DJJV das genick bricht.
Ich glaube ein Thema "Was könnte Ju-Jutsu sein?" wäre mal interessant :)
Weniger Fehleranalye wie hier.. mehr Zielsuche.
Und jetzt Ne Waza, weil man ja irgendwie auch was vom BJJ abhaben möchte.
Wo die Wettkämpfe abgesagt werden, teilweise am Wettkampftag, weil die Zahl der Wettkämpfer so gering ist und man sich dann tierisch ärgert.
Und das Fighting, nach aktuellen Regeln, halte ich auch für großen Murks.
Und ja auch wir trainieren nach den alten Regeln.
Tante Edith meint:
Man wird das Gefühl nicht los das der DJJV auf allen Hochzeiten tanzen will.
Gruß Tarogh
@lamiech
Ja, das sind wir sehr nach beieinander. Nur sitz ich in einem Verein in dem fighting vor meiner Zeit aus Desinteresse ausgestorben ist. Was zum teil daran lag das Zugpferde nach Regeländerungen (gerade zum Kopf?) abgewandert sind ( soweit mir das von anderen überliefert wurde).
@lenny
Das Problem seh ich eigentlich nicht beim "Sammelbecken" solange man ein gemeinsames Ziel hat.Es könnte eigentlich sogar die große Stärke sein. Die Konzeptlosigkeit ist dann wirklich was dem DJJV das genick bricht.
:klatsch:
DerLenny
13-05-2014, 12:25
Das fehlende Konzept ist der Grund für die Sammelwut.
Und verstärkt die Konzeptlosigkeit.
Es ist ein Teufelskreis.
Geht halt sehr in die Breite. Wie viele der Dan Träger auch.
warst du nicht auch mal jj-dan ?
DerLenny
13-05-2014, 12:36
warst du nicht auch mal jj-dan ?
Yep. Ich war auch mal fett.
Hm.
Ne, aber ernsthaft. Ich habe da einfach zu viel erlebt, was ich nicht ohne fremdschämen weitergeben könnte.
na - dann ist es ja gesund gewesen zu wechseln ;).
du bist doch nicht gezwungen etwas was dich fremdschämen lässt weiterzugeben. das einzige ist die prüfungsvorbereitung und die ausarbeitung so, dass die jeweiligen prüfer sie akzeptieren können. damit habe ich noch meine probleme.
alles andere kann ich getrost ignorieren ;).
DerLenny
13-05-2014, 13:04
Pflichtlehrgänge. Mit Suizido Techniken.
Schwarzgurt Lehrgänge, auf denen ich Dinge gesehen habe...
Dutzende von Schwarzgurten die absoluten Müll gemacht haben, weil der kleine dicke Mann gesagt hat, sie sollen es so machen. Meterweise neben dem Partner herlaufen beim "Armstreckhebel zum Boden" weil er mehr "Gleichgewichtbrechen" sehen wollte. So Zeug.
Prüferlizenz Lehrgänge, wo die Leute sich nicht mal bei den Gelbgurt Aufgaben einigen konnten, was sie eigentlich sehen wollten, und wie Dinge zu bewerten sind.
Und das ist die Spitze des sprichwörtlichen Eisbergs.
@jujutsuclaud&lamiech
Ich mach das jetzt mal zusammen, weil ich dieses "Absätze zitieren und beantworten" sehr unschön finde.
Zum einen weil es unübersichtlich ist aber besonders, weil dadurch die Zitate aus dem Kontext des ganzen Beitrags gerissen werden.
Also zunächst einmal beruht mein Geschreibsel auf meinen subjektiv gemachten Erfahrungen.
Ich bin viel im Ju-Jutsu unterwegs und unterhalte mich viel mit Leuten. Dabei habe ich bisher kaum jemanden getroffen, der vom DJJV-Wettkampfbetrieb in irgendeiner Form angetan war.
Aussagekräftiger sind aber natürlich einfach die puren Zahlen.
Die Anzahl der aktiven Leistungssportler ist verschwindend gering, Turniere werden mangels Teilnahme abgesagt und daran braucht man auch gar nix schön reden.
Das Wettkampfsystem kann man in seiner jetzigen Form als gescheitert betrachten. Es hat keine Akzeptanz bei den eigenen Sportkameraden und die Gründe dafür sind vielfältig, lassen sich aber nicht wegdiskutieren.
Dabei glaube ich aber nicht wie lamiech, dass "Neid" oder die generelle Faulheit der Ju-Jutsuka der Grund ist.
Ich habe da bisher ganz andere (wieder subjektive) Erfahrungen gemacht.
Viele der Leute die ich kennen gelernt habe, hatten Bock auf hartes Training/Sparring mit ner klaren Ausrichtung. (nicht umsonst sind die Lehrgänge der Arge immer übervoll)
Doch ihnen Bzw. ihren Trainern fehlt das nötige Wissen und Können, um diesen Anforderungen gerecht zu werden.
Tja und genau an dieser Stelle kommt der DJJV seiner Aufgabe nicht nach, nämlich Angebote zu schaffen, bei denen die Leute sich das benötigte Wissen aneignen können.
Wo sollen sie es den lernen, dass Ju Jutsu ist teils so weit "degeneriert" das es an den einfachsten Grundlagen fehlt.
In vielen Vereinen ist Sparring/Randori inzwischen ein Fremdwort und das nicht zwangsläufig weil die Leute es nicht wollen, sondern weil sie nicht mehr wissen wie es geht. (Berührungsängste)
Damit wir uns nicht missverstehen, natürlich muss das alles auf freiwilliger Basis passieren, es bringt nichts die Leute zu zwingen, dann machen sie eh dicht.
Aber der DJJV ist da in einer Bringschuld, er ist für die Qualifikation und Qualitätssicherung bei seinen Mitglieder/Trainer zuständig, Punkt.
Ob es die Leute annehmen ist eine andere Geschichte aber eine bei der ich tatsächlich mal zuversichtlich wäre.
Was jetzt das Fighting-Regelwerk angeht, Ja mein Gott, wem es Spaß macht. Mein Fall ist es nicht, wir Sparren nach Allkampf-Pro und drunter würde ich auch niemals gehen aber an dieser Stelle wären wir ja schon wieder beim Thema DOSB.
Es gibt nun mal keine ausreichende internationale (nicht mal nationale) Wettkampfszene in diesem Bereich der eine Akkreditierung rechtfertigen würde.
Entsprechend muss man aber eine klare Trennlinie ziehen und deutlich vermitteln das Fighting kein "offizielles" Ju-Jutsu ist.
Wenn ich mit Leuten aus Vereinen spreche die mir erzählen, was sie alles nicht trainieren weil es ja nicht "erlaubt" ist, dann dreht sich mir der Magen um.
Ich empfehle hier einen Blick zum Judo, wo man die Auswirkungen eines "kastrierten" WK-Systems in aller Deutlichkeit bewundern kann.
Nein, es ist nicht die Schuld des Wettkampfsystems und erst recht nicht die der Wettkämpfer aber es ist fahrlässig den Kausalzusammenhang nicht zu beachten.
Eine deutliche Trennung wäre richtig aber der DJJV fährt momentan die genau gegenteilige Schiene.
DerLenny hat völlig recht, dem Ju-Jutsu fehlt es an einem Konzept und das liegt auch daran, dass man auf jeder Hochzeit tanzen möchte.
Das ist natürlich ein hehres Ziel aber auch nur schwer zu erreichen, vor allem wenn man nicht separiert und nicht bereit ist, Wege konsequent zu Ende zu gehen.
Schauen wir uns doch mal das neue "Ne-Waza" an, das sogar als neue WK-Form eingeführt wurde.
Wundert es jemanden wirklich, dass die Turniere kaum besucht sind und der Reihe nach ausfallen.
Klar es gibt auch hier eine Expertengruppe und die ist wirklich hochkarätig. Doch es sind nur fünf (5!) Leute und die sollen das Ju-Jutsu im Boden auch nur ansatzweise auf das Niveau vom BJJ bringen?
Never, wie sollen die diese Erwartungen auch erfüllen, über ein paar Lehrgänge und Seminare, wo doch für das Gros der JJ-ka der "Beton-Kesagatame" das Maximum beim rollen ist?
Das Ding ist und es tut mir wirklich in der Seele weh das zu sagen, von Anfang an eine Kopfgeburt, eben weil es nicht konsequent zu Ende gedacht wurde.
Was "der Breitensport" macht, weiss niemand so genau, weil da jeder was anderes macht. Geht halt sehr in die Breite. Wie viele der Dan Träger auch.
:rofl:
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