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Vollständige Version anzeigen : Kondition: richtig atmen!



jkdberlin
06-06-2014, 11:08
Ich finde, im Grappling sollte jeder eine Stunde lang richtig Rollen oder Sparring machen können, ohne dabei ins Schnaufen zu kommen.
Dazu muss man meiner Meinung nach keine super Kondition haben, nicht Laufen, Sprinten, Rennen als zusätzliches Training betreiben oder sonst was.
Die meisten Leute atmen einfach nicht richtig. Sie scheinen sich kaum darauf zu konzentrieren. Pressatmung, Luft anhalten etc. sind kontra-produktiv wenn es um Grappling geht. Wenn man sich beim Rollen an den richtigen Stellen und im richtigen Zeitraum entspannt, dann geht das ohne lautes Geächze. Wenn jemand meine Magengegend belastet, dann atme ich mit der Brust, wenn jemand zu viel Gewicht auf meinem Brustkasten hat, dann probiere ich Bauchatmung. Alleine diese Vorgehensweise würde meiner Meinung nach vielen helfen.
Tiefes, langsames, konzentriertes Atmen ist für mich eine der wichtigsten Techniken im Grappling, egal ob in der Offensive oder in der Defensive.

Was macht ihr dafür? Wie trainiert ihr das?

Addario
06-06-2014, 11:57
Hm, danke für den Tipp! Ich würde mal behaupten, Kondition bzw. richtige Atmung ist noch mein größtes Problem beim rollen. Nach drei, vier Runden bin ich schon aus der Puste und kann nicht mehr das machen, was ich bei voller Kondi machen würde. Rege mich nachher oft tierisch darüber auf und bin verwundert, weswegen ich so schnell kaputt bin - eigentlich bin ich relativ sportlich. Oft vergesse ich einfach, auf die Atmung zu achten, gerade wenn es beim rollen viel hin und her geht und man eben nicht mal in der Full Guard sich kurz ausruhen kann.

Finde die größte Schwierigkeit (als Anfänger gesprochen) ist noch das gleichzeitige Konzentrieren aufs Technische sowie auf die Atmung. Man muss sich immer wieder daran erinnern, langsam und tief zu atmen, und oft vergesse ich das leider und bin dann als Ergebnis schnell am Ende meiner Kondi (d.h., ich vermute zumindest es liegt an der Atmung).

normalhero
06-06-2014, 12:05
Ich denke auch, dass man es sich durch ordentlich getimtes "angewandtes" atmen beim Grappling einiges erleichtert.
Ich merke das beim rollen eigentlich kaum noch, da ich dort den Druck wie z.B. im Wettkampf nicht habe. Kämpfe ich aber, achte ich sehr auf meine Atmung. In manchen Situationen genieße ich es förmlich, ordentlich atmen zu können um danach mit entsprechendem Druck arbeiten zu können.
Genau so mache ich es im Wettkampf meinem Gegner in machen Positionen besonders schwer zu atmen. Durch Druck auf bestimmte Körperregionen kann man die Ausdauer des Gegners erheblich beinflussen.
So jedenfalls meine Erfahrung.

Horrido
06-06-2014, 12:27
Wichtiges Thema.

sollte doch aber nur bei Neulingen vorkommen!?
Da muss man direkt drauf hinweisen, sonst halten die keine Stunde rollen durch.
Kann natürlich etwas dauern (vllt. sogar Jahre) bis sich das eingeschlichen hat, bzw. bis sie von selber automatisch so atmen, ohne darüber nachzudenken.

Hatte neulich erst ein gutes Beispiel:
Beim letzten Wettkampf stande ich an der Seite um einen neuen Schützling zu coachen....er kam recht schnell in die Guard und hat sich dann da "verkrampft"...ich habe bestimmt 30 Sekunden lang nur gerufen: Atme, Atme, Atme, du musst atmen!....wenn sich ein Außenstehender am nächsten Tag das Video angesehen hätte, hätte er gedacht wir wären im Kreissaal.

Wüsste auf Anhieb nicht, wie man sowas selber trainieren soll. Immer wieder im Training und gerade beim Rollen darauf hinweisen, hat bisher immer ganz gut funkioniert.

normalhero
06-06-2014, 12:44
Was mir immer geholfen hat, war der Hinweiß, beim rollen zu lächeln. Dadurch beruhige ich mich immer ziemlich.

Dietrich von Bern
06-06-2014, 13:04
Richtiges Atmen ist bestimmt sehr wichtig.
Was aber jeden Menschen zum Schnaufen bringt, ist Menge an Muskelkraft, die man einsetzt.
Egal wie Du atmest - wenn Du viele Muskeln stark anspannst oder viel Kraft aufwendest (so >75%),
dann kommst Du in Bereiche die sehr viel Energie verbrauchen.
Also ergänzend zur guten Atmung muss man locker bleiben und kraftsparend agieren.
Je schlechter man technisch ist, desto schwieriger ist das umzusetzen.
Dann kommt es auch noch drauf an wie man sich selbst positioniert.
Flach liegend wird man ja eher geplättet als in Seitenlage, oder?
Und dann das Adrenalin... Manche kämpfen ja, als ob es um´s naggerte Überleben ginge...

Mata-Leon
06-06-2014, 13:24
Unterschreib ich auch zu 100%.
Viele Leute stemmen zusätzlich Gewichte gehen Intervalltraining machen und sind dann nach 10 Minuten Rollen völlig fertig mit der Welt weil sie nicht ordentlich atmen und zur richtigen Zeit entspannen.

Aber das hängt halt alles zusammen von dem her denke ich ist das komplex zu vermitteln einfach zu sagen "besser atmen" wird den Leuten die das betrifft nicht so viel nützen fürchte ich.

Das erste wo man schon mal als Trainer ansetzten sollte ist zu Vermitteln wie wichtig gut geplante und platzierte Grips am Gegner sind.
Immer sobald da geschlampt wird und einfach irgendwo gegriffen wird dann entstehen diese typischen "ringerischen" Kraft vs Kraft Situationen verbunden mit Pressatmen um Kraft aufzubringen.
In jeder Position und Technik wissen wo ist welche Extremität platziert und zwar für alle 5 Punkte, 2 Arme, 2 Beine und auch Kopf.

Das nächste ist der Druck mit dem viele arbeiten. Es ist keine SV Situation wo du schnell auf und weglaufen willst also lass dir doch Zeit :D
Einfach auch mal durchschnaufen.
Oft sieht man auch dass Leute sich in einer absolut dominanten Position abarbeiten wie nochmal was während sich der gemountete entspannt ruhig atmet und konzentriert verteidigt bis es dann zum Escape kommt und der weitere Kampfverlauf schon vorprogrammiert ist.

Kämpfen lernt man zwar beim Kämpfen, aber ein gewissen Verständnis und Wissen ist eben auch nötig um effizient zu arbeiten und hier ist halt der Trainier gefragt gute Konzepte zu vermitteln nicht nur einzelne Techniken.

Sekretär
07-06-2014, 13:03
Ich denke es sind mehrere Faktoren die hier zusammenkommen.

Technisches Repertoire
Timing
Kondition
Ökonomisierng / Sensomotorische Rückkopplung ect.


mit der Trainingsentwicklung vom Anfänger aus gesehen versucht man viel, mit Kraft zu kompensieren. Viel Kraft bedeutet aber auch, dass man "steif" wird, weniger spürt und ergo sich noch mehr anstrengt.

Die Atmung ist direkt am CO2 gekoppelt. Hohe Intensität geht mit der Oxydation von Glycogen und der Abatmung von CO2 einher. Der Trainierende strengt sich an und es ist eine Frage der Zeit bis die Kräfte durch Übersäuerung nachlassen.

Die spezifische Muskulatur passt sich aber durch Training an und es kommt zu einer Steigerung der Sauerstoffaufnahmefähigkeit (dem Bruttokriterium) für Leistungsfähigkeit (allgemein als Kondition bezeichnet).

Tiefere Atmung begünstigt die CO2 Aufnahme in der Abatemluft, dies gelingt aber nur im submaximalen Bereich. Wer sich in die Näher seiner VO2max bewegt, kann die Atmung nicht wesentlich willentlich beeinflussen bzw. optimieren. Vor allen Dingen, weil die Atmung wie auch das Cardiologische System der Knecht der Muskulatur ist und nicht anders herum. Hat jeder schon gemerkt, wenn man den allseits geliebten 1000 meter Lauf in der Schule zu absolvieren hatte.

Durch Technik und Timing und einer geschulteren Sensomotorischen Rückkopplung erreicht man ein effizienteres Rollen und kennt die Situationen in welche man sich auch ausruhen kann. Trotzdem hat sich über den Zeitraum davor die "Kondition" merklich gesteigert.

Jeder der schon mal länger Krank war (Grippe ect) weiß wie es sich anfühlt wenn die Kondition mal schnell den Bach runter ist. Die technischen Fähigkeiten sind das eine, aber diese umzusetzen erfordert halt auch die dazugehörigen physischen Eigenschaften.

Wenn man erschöpft ist, bleibt vom technischen Repertoire nicht mehr so viel übrig, dass Timing hinterlässt Lücken, das Sichtfeld ist eingeschränkt und man nimmt die Dinge zu spät war.

Die spezifische VO2max muss immer spezifisch trainiert werden, ein Schwimmer wird mit Laufen seine VO2max für das Schwimmen nicht in der Effizienz trainieren können wie mit Schwimmen selbst.

Das Cardiologische System lässt sich hingegen sehr gut mit Laufen, Radfahren ect. trainieren. Hier sind große Muskelgruppen im Einsatz und das bedeutet, daß viel O2 heranbefördert werden muss. Laufen gehört zu einer der natürlichsten und effizientesten Wege um das Cardiologische System zu trainieren. Der Wirkungsgrad ist weit höher als beim Training auf der Matte. Gerade an den Ruhetagen zwischen dem Rollen ist es ideal mal eine Runde in den Wald zu gehen, Kopf frei machen, Muskulatur entspannen und nebenbei effizient trainieren, was will man mehr.

Dennoch ersetzt es sicher nicht das spezifische Training auf der Matte sondern ist als "sinnvolle" Ergänzung sehr sinnvoll.

my 2 cents

Sekretär

Vegeto
07-06-2014, 13:26
Tiefes, langsames, konzentriertes Atmen ist für mich eine der wichtigsten Techniken im Grappling, egal ob in der Offensive oder in der Defensive.



Was macht ihr dafür? Wie trainiert ihr das?

Ich habe diesselbe Erfahrung gemacht. Meine Kondition im Sinne von Joggen war schon als Kind "nicht die Beste", um es vorsichtig zu formulieren. Aber in jeder Art Kampfsport Training hatte ich nie Probleme damit außer Puste zu kommen.

Richtige Zwerchfellatmung, "in den Bauch" plus "in den unteren Rücken" plus "in die Rippen" will gelernt sein und trainiert werden. Gibt auch Tools dafür, wie zum Beispiel den Power Breathe. Rickson Gracie hat sein Zwerchfell ebenfalls sehr gut unter Kontrolle:
Rickson Gracie Workout - YouTube (http://youtu.be/tTi_E78DSK4?t=1m58s)

Phrachao-Suea
07-06-2014, 13:29
Gilt ja nicht nur für das Grappling.
Im Stand-Up ist es ja genauso.
Verkrampft,zu hart auf das Treffen aus,man will zu viel.
Dann hat man ne Blockade im Kopf und das Atmen wird komplett vergessen.

Ich sag auch gerne zu meinen Sparringspartner das sie Atmen sollen :)

RAMON DEKKERS
07-06-2014, 13:35
Gilt ja nicht nur für das Grappling.
Im Stand-Up ist es ja genauso.
Verkrampft,zu hart auf das Treffen aus,man will zu viel.
Dann hat man ne Blockade im Kopf und das Atmen wird komplett vergessen.

Ich sag auch gerne zu meinen Sparringspartner das sie Atmen sollen :)

Das bekommen viele bei ihrem ersten Wettkampf zu spüren. Die gehen total verkrampft und verbissen an die Sache heran, und wundern sich warum sie in der 2. Runde kaum noch die Arme oben halten können.

Im BJJ bekommen wir regelmäßig beim Techniktraining gesagt: "Du bist hier in der besseren Situation, ruh dich aus, hole Luft, bekomme ein Gefühl + Überblick über die Situation, der Gegner muss hier handeln" und das jeweils zu verschiedenen Situationen und mit der Zeit macht man das dann beim rollen von ganz alleine. Ein Erholungsdrill quasi :D

Pustekuchen
09-06-2014, 08:16
Vielleicht gefällt euch ja das hier:
How to Breathe Correctly | Mark's Daily Apple (http://www.marksdailyapple.com/how-to-breathe-correctly/#axzz347OG1wVN)

1789
09-06-2014, 13:28
Ich finde, im Grappling sollte jeder eine Stunde lang richtig Rollen oder Sparring machen können, ohne dabei ins Schnaufen zu kommen.
?

kommt darauf an mit wem man rollt :D

gruss 1789

Addario
09-06-2014, 17:59
Mal am Rande: Hat jemand gute Instructional-Videos zu Atemübungen auf Lager (ähnlich dem Gracie Video)? Die ganze Sache interessiert mich schon, und ich würde das einfach mal gerne testen und dann sehen, ob sich dadurch mein BJJ verbessern kann. Falls es speziell was von Leuten aus der Sportart gibt - umso besser. Suche einfach nach kurzen Übungen, um morgens mal so ein 10-Minuten "Workout" zu machen.

Werde natürlich selbst mal bei youtube schauen, aber vielleicht kann mir ja jemand behilflich sein :)

Dietrich von Bern
11-06-2014, 12:48
Hat jemand gute Instructional-Videos zu Atemübungen auf Lager (ähnlich dem Gracie Video)? Die ganze Sache interessiert mich schon, und ich würde das einfach mal gerne testen und dann sehen, ob sich dadurch mein BJJ verbessern kann.

Würde mich auch interessieren.
Nacht Ihr z. B. beim Rollen je nach Situation "Hechel-Atmung" o. ä.?

Vegeto
15-06-2014, 13:34
"Hechel Atmung"? Was meinst du damit? Hört sich erstmal ziemlich ineffektiv an

Das Thema ist eigentlich viel zu wichtig das so wenig dazu gesagt wurde. More Input please :)

Auf Youtube kam ich von dem Typen seinen Hip Flexor Stretches auf dieses "How to breathe into your balls video". Auch ganz nett :D

FhJbXPvSDKE

Pustekuchen
15-06-2014, 14:38
naja, hatte in Post #12 was verlinkt, aber das scheinen einige hier nicht gesehen zu haben ;)

wiesenwurz
15-06-2014, 15:28
Wenn ihr Jemanden kennt der ein Blasinstrument spielt oder eine klassische Gesangsausbildung hat, kann dieser euch das auch zeigen. Solche Leute sollten im Regelfall ein großes Wissen über Atmung haben und einige Übungen kennen, die man mal zusammen machen kann.

Ich hatte eine Ausbildung in beiden Feldern bevor ich mit dem BJJ angefangen habe. Richtiges Atmen war für mich glaube ich nie die Baustelle gewesen beim Rollen. Eher andere Sachen. :D

Vegeto
15-06-2014, 16:22
@Pustekuchen War ein guter Link, muss ja aber nicht das letzte Wort im Thread sein :)


Wenn ihr Jemanden kennt der ein Blasinstrument spielt oder eine klassische Gesangsausbildung hat, kann dieser euch das auch zeigen.
Ja, richtig - nur ist das wirklich dasselbe? Vielleicht sogar gefährlich. Denn die Trompeter und Sänger halten die Atemstütze. Also wie ein mit Luft gefüllter Ballon im Bauch. Bekommt man in der Situation einen Schlag ab ist man sehr verletzlich. Und Grappeln tut es sich so wohl auch nicht wirklich gut. Deshalb denke ich das die Atmung beim kämpfen nicht unangepasst übernommen werden kann.

Mata-Leon
15-06-2014, 16:35
Wie gesagt ich möchte nochmal betonen dass mMn die Atemtechnik an sich nur ein kleiner Teil oder besser gesagt eine Grundvoraussetzung für genug Atem beim Rollen ist.

Als erstes würde ich immer ständig kritisch mein Grip Konzept hinterfragen.
Wenn ich nicht gut platziert greife, dann bring ich mich in Situationen wo ich mit meiner Kraft gegen die des Gegners arbeiten muss, da kann ich theoretisch noch so gut atmen, in solchen Situationen ist eine ruhige entspannte Atmung einfach kaum möglich.
Leider wird hier so oft unsauber gearbeitet, noch auf hohem Niveau sieht man dass Leute sich angewohnt haben einfach irgendwo zu greifen, meistens weil es (auf die einzeltechnik bezogen) am Ende doch klappt.
Nur wie viel Energie man verschwendet merkt man nicht unmittelbar weil man ja erst später außer Atem kommt.
Hier muss ich sagen ist es von Vorteil wenn man leichter und schwächer ist oder war, weil ich einfach lernen musste richtig zu greifen sonst funktioniert schlichtweg gleich von Anfang an nichts.

Dann fehlt oft das Gefühl dafür wie viel Druck man in bestimmten Situationen braucht. Weil man aus Prinzip soviel Druck bringt wie man kann, auch wenn theoretisch 50% reichen würde. Ein weiterer Grund es beim Rollen im Training auch mal langsamer angehen zu lassen um da ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie viel ist nötig.

Wenn ich beim Passen erst unnötig Druck mache, dann mit schlechten Griffen passe und noch um die Position kämpfe mit Kraf, anschließen 200% der nötigen Power in Side control stecke aber er am Ende doch escapet weil ich die Hüfte nicht sauber kontrolliere dann kann ich mir die restlichen Kämpfe an dem Tag auch gleich sparen, da kann ich noch so gute Kondition und Atmung haben man kann jeden Tank leeren wenn man dumm genug dazu ist :D

Globetrotter
15-06-2014, 18:10
Würde mich auch interessieren.
Nacht Ihr z. B. beim Rollen je nach Situation "Hechel-Atmung" o. ä.?


http://www.kampfkunst-board.info/forum/f89/richtig-atmen-jiu-jitsu-122679/

Vor 4 Jahren gepostet und immer noch aktuell. :)

Gürteltier
15-06-2014, 18:28
Hier muss ich sagen ist es von Vorteil wenn man leichter und schwächer ist oder war, weil ich einfach lernen musste richtig zu greifen sonst funktioniert schlichtweg gleich von Anfang an nichts.

Dann fehlt oft das Gefühl dafür wie viel Druck man in bestimmten Situationen braucht. Weil man aus Prinzip soviel Druck bringt wie man kann, auch wenn theoretisch 50% reichen würde. Ein weiterer Grund es beim Rollen im Training auch mal langsamer angehen zu lassen um da ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie viel ist nötig.


Stimmt viel dran.
Ich würde Griff zwar im Boden viel mehr als im Wurfbereich noch durch Körperposition ergänzt wissen wollen, aber okay.


Deswegen ist es genauso gut, der Stärkere zu sein. Wenn ich mit Kindern rolle, schalte ich einfach so runter, dass sie die Stärkeren sind und ich den perfekten Angelpunkt brauche, wegen der ungewohnten Körpermaße zusätzlich fordernd.
Als Schwächerer kriegt man das schneller mit. Aber als Stärkerer kann man es noch viel besser benutzen.

Immer der Schwächere :

Das Gürteltier

P.S. : Zur Kondi : Es ist m.E. die Häufigkeit der nötigen Kraftexplosionen. Die braucht man ja, um die wirklich kritischen Momente schnell zu entschärfen.
Meist ist das ja easy für uns Erfahrenere. Man klebt am Arbeiter, wie man auf leicht unruhiger See treibt.
Kann ich, besonders aus der Oberlage immer wieder viele Explosionen durch viele Subansätze forcieren wird's schwerer sich unten wartend und minimalistisch Lücken nutzend zu entspannen. Und da ist dann bei gleicher Technik wieder der Stärkere besser dran.

Äh, aber das wißt ihr auch alle.

Dietrich von Bern
15-06-2014, 18:30
http://www.kampfkunst-board.info/forum/f89/richtig-atmen-jiu-jitsu-122679/

Vor 4 Jahren gepostet und immer noch aktuell. :)

Vielen Dank! :)

Mata-Leon
15-06-2014, 18:32
Stimmt viel dran.
Ich würde Griff zwar im Boden viel mehr als im Wurfbereich noch durch Körperposition ergänzt wissen wollen, aber okay.


Einerseits sicherlich, wie ich ja im ersten Beitrag erwähnt habe


Das erste wo man schon mal als Trainer ansetzten sollte ist zu Vermitteln wie wichtig gut geplante und platzierte Grips am Gegner sind.
Immer sobald da geschlampt wird und einfach irgendwo gegriffen wird dann entstehen diese typischen "ringerischen" Kraft vs Kraft Situationen verbunden mit Pressatmen um Kraft aufzubringen.
In jeder Position und Technik wissen wo ist welche Extremität platziert und zwar für alle 5 Punkte, 2 Arme, 2 Beine und auch Kopf.



Auf der anderen Seite sind Grips halt genau der Punkt der innerhalb dem Komplex "Positionierung" schlichtweg am kürzesten kommt, zu wenig vermittelt wird und zu wenig bekannt ist.
Das ist meine Meinung dazu.

wiesenwurz
15-06-2014, 22:03
@Pustekuchen War ein guter Link, muss ja aber nicht das letzte Wort im Thread sein :)


Ja, richtig - nur ist das wirklich dasselbe? Vielleicht sogar gefährlich. Denn die Trompeter und Sänger halten die Atemstütze. Also wie ein mit Luft gefüllter Ballon im Bauch. Bekommt man in der Situation einen Schlag ab ist man sehr verletzlich. Und Grappeln tut es sich so wohl auch nicht wirklich gut. Deshalb denke ich das die Atmung beim kämpfen nicht unangepasst übernommen werden kann.


Nein, es ist nicht das selbe. Trotzdem meine ich z.B., dass ich eine Kontrolle über meine Atmung verfüge, die der Durchschnittsbürger nicht besitzt. Es ist im Prinzip vergleichbar wie Jemand der aus dem Bodybuilding kommt. Man besitzt gewisse körperliche Skills die nicht die Gleichen sind. Wenn man es aber richtig umsetzt hat man dennoch seinen Nutzen.
Es geht nicht darum, dass man seine Lungenkapazitäten 100% füllt wie man es beim klassischen Singen machen würde. Aber es gibt halt gewisse Übungen, bei denen man lernt mit seinen Zwerchfell umzugehen.Diese Rickson Yoga Techniken sind mir z.B. sehr leicht gefallen. Geht natürlich auch alleine, aber ich denke wenn man gerade einen Trompeter als guten Freund hat oder so, dann kann man ihn auch mal fragen.

Ansonsten stimme ich natürlich Leon zu, dass die Technik an sich das kleinere Problem ist. Heisst ja dennoch nicht, dass man es nicht mal erstmal Trocken üben könnte.

Vegeto
16-06-2014, 10:09
@Wiesenwurz Seh ich genauso

@Globetrotter Ja, Top Video! Als kleines Details ist mir sofort aufgefallen das er einer der wenigen ist die den zweistufigen Atemzug erwähnen. Also erst in den tiefen Bauch und Rippenbereich atmen dann noch mal den oberen Bereich der Lunge nachfüllen

Dietrich von Bern
17-06-2014, 20:50
"Hechel Atmung"? Was meinst du damit?

cajJwrZD14A

Der Hixen atmet hier ungewöhnlich. Ich habe das mal "Hechel Atmung" genannt. Macht das von Euch jemand? Ist das hier nur so eine Art "Sauerstoff-Tanken" für meditative oder sonstige (nicht KS-bezogene) Zwecke? Oder ist diese Art des Atmens gut für das Arbeiten unter ständigem Druck? Wenn ich mir vorstelle, meine Lungen komplett zu entleeren und dann kassiere ich einen Schhlag oder knee-on-belly... Da ist es vielleicht besser Spannung zu halten und zu "hecheln"?

Vegeto
26-06-2014, 09:45
Hier sieht man Lyoto Machida diese Zwerchfellkontraktionen machen:

http://www.kampfkunst-board.info/forum/f78/lyoto-machida-road-to-chris-weidman-166884/#post3226297

Sekretär
26-06-2014, 17:32
Hier ein Link zu einer Zusammenfassung einer Moskauer Studie zum Thema Atemtechnik und Leistungsverbesserung.

Da man beim Rollen schlecht eine Atemgasanalyse durchführen kann und hier ja auch zu viel das technische Level reinspielt, ist es leichter bei klassischen Sportarten wie Radfahren / Laufen ect. zu suchen. Letztere sind durch die hohe Leistungsdichte sportwissenschaftlich besser organisiert.

Leistungs-Steigerung durch eine neue Atemtechnik (http://www.greif.de/neue-atemtechnik-beim-laufen.html)

sg

Sekretär

Vegeto
27-06-2014, 23:02
Leistungs-Steigerung durch eine neue Atemtechnik (http://www.greif.de/neue-atemtechnik-beim-laufen.html)

Kurz gesagt: bewusst tief und langsam atmen plus


Trainieren Sie Ihre Inspiratorische-Muskulatur mit dem Threshold IMT oder Powerbreathe
Hab ich ja oben schon erwähnt :)

Sekretär
28-06-2014, 10:02
Kurz gesagt: bewusst tief und langsam atmen plus


Hab ich ja oben schon erwähnt :)



:) Man kann auch jeden Tag eine dicke Luftmatratze aufblasen, dann spart man sich die ganzen Atemtrainer :D

Dennoch ist es nur ein kleiner Teilaspekt der Gesamtleistung. Primär ist für die Gesamtleistung die muskuläre wie auch technische Entwicklung entscheidend. Nur tieferes Atmen wir einen konditionell nicht auf eine höhere Plattform heben. Das sieht man schon an den Laufzeiten der Probanten. Zwar haben sich alle verbessert, aber ein jeder auf seinem Level.

Vegeto
28-06-2014, 10:15
Man kann auch jeden Tag eine dicke Luftmatratze aufblasen, dann spart man sich die ganzen Atemtrainer
So ein Powerbreathe ist aber nur ~20cm groß, eine Luftmatraze 2m - nicht jeder hat soviel Platz in seiner Wohnung. Und du kannst den Atemtrainer mit ins Fitnessstudio nehmen und mit ihm Kniebeugen machen. Mach das mal mit deiner Luftmatraze ;)

Bruce-Lee-08/15
06-07-2014, 16:04
Das richtige Atmen wird heute bereits in jedem guten Kinder-Unterricht gelehrt.. Ohne beständiges Üben geht da nichts.

STARTSEITE - Karate-Team Rottenburg (http://www.rottenburg-karate.de/)

küken
07-07-2014, 09:53
Das richtige Atmen wird heute bereits in jedem guten Kinder-Unterricht gelehrt.. Ohne beständiges Üben geht da nichts.

STARTSEITE - Karate-Team Rottenburg (http://www.rottenburg-karate.de/)

Sorry, aber bekommen wir dieser Tage mal einen Thread ohne Werbung für das Karate-Team Rottenburg?