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Vollständige Version anzeigen : Grüngurtprüfung-Vorbereitung



Inderst
02-08-2014, 17:09
Die Profis wissen es natürlich, bei GRÜN erwarten mich u.a. die folgenden drei Punkte:

Weiterführung nach Hebeltechniken
Hebeltechniken nach Gegenreaktion des Angreifers
Gegentechniken

Ich wollte Euer Wissen einmal anzapfen:
Ich suche "Lösungen", die so schnell wie möglich Richtung Atemi gehen.
Werfen, hm, okayish, GEGENHEBEL um jeden Preis vermeiden.

Vorschläge anyone? :-)

Bero
02-08-2014, 18:01
Uhh, da erwischt du ja mein Lieblingsthema. :D

Zunächst einmal darf nur bei "Weiterführung von abgewehrter Atemi" die weiterführende (Gegen-)Technik eine rein Atemitechnik sein.
Ansonsten darf Atemi als Schocktechnik eingebaut werden, es darf aber nicht die "finale" Technik darstellen, soviel zur PO.

Was das Training angeht, so bin ich der festen Überzeugung, dass das JuJu diesen Part grundfalsch abprüft und Ergo meist falsch trainiert.
Ich Zitiere mich dazu mal selbst aus einem anderen Thread:

Wenn man es von Anfang an sinnvoll ins Training einbaut, ergeben sich Gegentechniken/Weiterführungen ganz von selbst.
Eigentlich machen nur wir Ju-Jutsu-ka so nen Wind um dieses Thema.
Judoka wenden beides im Randori ständig an, ohne auch nur drüber nachzudenken.

Jede Weiterführung bedarf einer Gegentechnik und in dem ich die Leute damit "spielen" lasse, lernen sie beides auf einen Streich.
Einfach locker mit Reaktion und Gegenreaktion arbeiten lassen und der Block erschließt sich ganz von selbst. Dafür muss ich dann später keine Sekunde "Prüfungstraining" aufwenden und es klappt mit jedem.
Doch was wir den Leuten statt dessen auf den Vorbereitungen geraten: "Macht das mit dem Schokopartner, da könnt ihr Punkt sammeln." :narf:

Ich muss allerdings gestehen, dass ich das früher auch anders gehandhabt habe. Ich hab mir da früher auch nen Ablauf zurechtgelegt und dem "Angreifer" seine Gegenreaktion quasi diktiert.
Dann kam mal ein Lehrgang auf dem mir vor Augen geführt wurde, wie falsch wir die Sache eigentlich angehen.
Auf dem Lehrgang haben wir keine einzige Technik gelernt sondern einfach nur frei mit wildfremden Partnern gespielt.
Ohne sich auch nur einmal abzusprechen, haben wir da die tollsten Gegentechniken/Weiterführungen aufs "Parkett" gelegt.
So falsch kann man etwas machen und ich hätte es eigentlich besser Wissen müssen, ich war es ja aus dem Judo, MT, MMA gewohnt "frei" und intuitiv zu agieren.

Inderst
05-08-2014, 09:55
Aber wenn ich die GT gegen HT richtig verstehe, muss ich mich als Angegriffener gegen einen Hebel wehren, richtig?

D.h., der Angreifer setzt einen Hebel als Angriffsart ein; was wiederum für mich bedeutet, um ein einigermaßen authentisches Vorführ-Szenario zu entwerfen, ...


...eröffnet der Angreifer mit einer Atemitechnik, um mich zu schocken, ehe er/sie in einen Hebel geht, sonst wirkt das doch irgendwie seltsam, um nicht "albern" zu benutzen.

Oder?

Bero
05-08-2014, 10:10
Bei Gegentechnik ist zuerst einmal immer wichtig "********* bleibt *********". (Ok "Bösewicht bleibt Bösewicht";))
Das heißt, du als Prüfling greifst niemals zuerst an.

Wie Gegentechnik gegen Hebel nun eigeleitet wird, ist nicht vorgeschrieben, da solltest du am besten mal deinen Trainer/Prüfer fragen.

Generell gibt es zwei Varianten:

1.) Mittels Weiterführung, also der "Gegner" greift an, du wehrst ihn ab, er macht seine Weiterführung (Hebel) und du zeigst deine Gegentechnik.
Sieht meist schön aus, hat aber den Nachteil, dass es mit einem Partner einstudiert werden muss und mit einem fremden (je nach Komplexität) nicht funktioniert.

2.) Der Hebel wird direkt ausgeführt, dabei kann/sollte Atemi als Vorbereitung genutzt werden aber der Hebelansatz wird direkt gesucht.
Das hat den Vorteil, es klappt mit jedem und ich präferiere auch diese Methode, da sie bei Gegentechnik auf Ansage ohnehin Usus ist.
Entsprechend kann man sich eh besser gleich an diese Vorgehensweise gewöhnen.

Gast
05-08-2014, 10:30
Der Hebel wird direkt ausgeführt, dabei kann/sollte Atemi als Vorbereitung genutzt werden aber der Hebelansatz wird direkt gesucht.
Das hat den Vorteil, es klappt mit jedem und ich präferiere auch diese Methode
Ich weiß, ich weiß ... ich mache mich unbeliebt, aber ...
Wurde nicht hier in diesem Unterforum mehrfach darauf verwiesen, daß man Hebel nicht "suchen" solle ...?
:D
Und nun soll sogar vorrangig (!) mit einem Hebel "angegriffen" werden ... einfach, damit man in der Prüfung zeigen kann, wie man diesen Hebel zunichte macht und 'ne eigene Attacke ausführt ...?

Ich bin verwirrt ...
:D

Bero
05-08-2014, 10:34
Nicht der Hebel ist das Prüfungsfach sondern die Gegentechnik und die muss entsprechend irgendwie eingeleitet werden.

Das da vorrangig mit dem entsprechenden Hebel angegriffen wird ist einfach Pragmatismus.
Wäre recht langwierig die Leute einfach so lange agieren zu lassen, bis irgendwann mal ein entsprechender Hebel abfällt.

Es ist eine technische Prüfung, nicht mehr und nicht weniger.

Gast
05-08-2014, 10:46
Das hatte ich durchaus verstanden ...
:)

Mich wundert nur, daß der pöhse Gegner mit einem Hebel angreifen soll.
Ich würde da mal vermuten, daß so etwas in einem Ernstfall nur jemand tut, der sich mit Hebeln schon ein wenig beschäftigt hat und sich selbst zutraut, so ein Ding auch durchzuziehen ...
Und der nicht auf blauen Dunst hin versucht, einem Gegner den Arm oder das Händchen irgendwie umzudrehen ...

Mich irritiert dabei nur, daß in einem auf "SV" (?) ausgerichteten Prüfungsprogramm einer auf "SV" ausgerichteten KK davon ausgegangen wird, daß man es mit einem Gegner zu tun hat, der offenbar ein wenig dusslig ist und einfach mal so wild um sich rum zu hebeln versucht ...
;)

Abgesehen davon fiel mir auf, daß der Gegner ja seinen Hebel mit "Atemi" einleiten kann/darf/soll.
Heißt für mich: der Gegner langt zu, und zwar RICHTIG, und er TRIFFT, und setzt dann an dem sich krümmenden Getroffenen einen Hebel an.
Und der ernsthaft und wirksam Getroffene wendet diesen Hebel dann gegen den pöhsen Angreifer ...
:ups:
Also ehrlich ... wenn man eine richtige Kelle verpaßt bekommen hat, die man NICHT abwehren konnte, muß man schon ziemlich gut trainierte Nehmerqualitäten entwickelt haben, um einer Folgetechnik wie etwa einem ernsthaft und qualifiziert angesetzten Hebel noch entgehen zu können.

Hat man diese Nehmerqualitäten nicht, sollte man vielleicht versuchen, möglichst nicht getroffen zu werden ... oder?
Aber wenn man den "Atemi" des Angreifers abwehren kann, wird der Angreifer wohl nicht als nächstes versuchen, einen Hebel anzusetzen ...

Oder geht es gar nicht um all diese Dinge?
:D
Ich bin ehrlich verwirrt ...

Und nebenbei, im Nachsatz ...
Wenn jemand einen Hebel im Stand ansetzen will, benötigt er in der Regel beide Hände dafür. Der Angegriffene hat also eine Hand frei - warum sollte er dem Angreifer nicht einfach gewaltig eine ballern? Ich meine ... statt irgendwelche Gegenhebel oder Ähnliches zu versuchen ...?

"Bei uns ist das eben so, es steht so im Prüfungsprogramm!"
Das hab ich verstanden.
:)
Aber ich darf es doch trotzdem kommentieren ...?

Inderst
05-08-2014, 10:50
In einer Welt, in der keine Trainingsunfälle überproportional durch Unfälle und mangelnde Umsicht in Prüfungssituationen (unter Stress) entstehen, wäre ich bei Variante 2 gleich dabei. 9 von 10 Gelenken und Knochen, die diese Entscheidung in den letzten Jahrzehnten bereuten sagen mir: Variante 1!

Aber danke für die Ausführung. :-)

Bero
05-08-2014, 10:58
"Gegentechnik" ist in erster Linie ein technisches Fach in dem er seine Abwehrreaktion gegen einen entsprechenden Angriff (in diesem Fall: Hebel) zeigen soll.

Dafür brauch er einen entsprechenden Angriff und es gibt wie schon geschrieben verschiedene Möglichkeiten diesen zu ermöglichen.
Einfach so lange machen lassen bis sich ein entsprechender Hebel ergibt ist sich auch eine Methode aber wohl am Zeitaufwendigsten.

Das der Hebel entsprechend Vorbereitet werden soll (Schocktechnik) bewerte an dieser Stelle bitte nicht über.
Das der Hebel nicht perfekt vorbereitet, angesetzt und durchgeführt werden sollte versteht sich ja von selbst, in diesem Fall wäre eine Gegentechnik ja nicht mehr möglich.

Dem Threadersteller zu liebe, bring hier bitte kein Punkte ein die nicht zu Fragestellung gehören.


Und nebenbei, im Nachsatz ...
Wenn jemand einen Hebel im Stand ansetzen will, benötigt er in der Regel beide Hände dafür. Der Angegriffene hat also eine Hand frei - warum sollte er dem Angreifer nicht einfach gewaltig eine ballern? Ich meine ... statt irgendwelche Gegenhebel oder Ähnliches zu versuchen ...?

Warum ballere ich nicht ohnehin jedem immer eine rein, Wischer ins Gesicht, tritt in die Eier und Spurt, mehr braucht es für 99% der Auseinandersetzungen doch eh nicht.
Warum trainiert man überhaupt irgendetwas anderes?

Naja wir betreiben eine Kampfkunst und dazu gehört entsprechend auch ein entsprechendes Repertoire, dass eben abgeprüft wird.

@Inderst

Entsprechendes Training vorausgesetzt ist Variante 2 überhaupt kein Problem aber leider wird Gegentechnik/Weiterführung im JuJu absolut nicht zielführend behandelt.

Gast
05-08-2014, 11:06
Das der Hebel entsprechend Vorbereitet werden soll (Schocktechnik) bewerte an dieser Stelle bitte nicht über.
Das der Hebel nicht perfekt vorbereitet, angesetzt und durchgeführt werden sollte versteht sich ja von selbst, in diesem Fall wäre eine Gegentechnik ja nicht mehr möglich.
Es geht also darum, einen NICHT korrekt angesetzten Hebel abzuwehren ...
Siehste, damit hab ich so meine Probleme. Ich möchte einfach nicht davon ausgehen, daß jemand, der mich hebelt, das nicht richtig macht ...
Im BJJ (und überhaupt überall dort, wo gerungen wird und wo es Hebel gibt) werden ja auch Escapes und Defense gegen Hebel gelehrt.
Ich hab aber noch nie gehört, daß dort gesagt wurde: "Das funktioniert selbstverständlich nur, wenn der Hebel falsch angesetzt wurde ...!"

Ich hab eine andere Sicht auf Hebel als die Ju-Jutsuka, denke ich.
Nichts für ungut, ich wollte hier nicht reinspammen.

Meine Frage wurde beantwortet.
:)

Bero
05-08-2014, 11:23
Es geht also darum, einen NICHT korrekt angesetzten Hebel abzuwehren ...
Siehste, damit hab ich so meine Probleme. Ich möchte einfach nicht davon ausgehen, daß jemand, der mich hebelt, das nicht richtig macht ...
Im BJJ (und überhaupt überall dort, wo gerungen wird und wo es Hebel gibt) werden ja auch Escapes und Defense gegen Hebel gelehrt.
Ich hab aber noch nie gehört, daß dort gesagt wurde: "Das funktioniert selbstverständlich nur, wenn der Hebel falsch angesetzt wurde ...!"


Naja, Gegentechniken klappen immer nur, wenn der Gegner seine Technik nicht perfekt vorbereiten und ausführen kann. (in sofern ist der Begriff "Falsch" wohl missverständlich)

Du bist doch Judoka, wenn jemand seinen Wurf 1A vorbereitet und durchzieht, wie hoch sind dann deine Chancen diesen zu verhindern?
Tja und wie werden Escapes und Defense (was nur coolere Wörter für Gegentechniken sind) denn sonst so technisch geschult?
Sicher nicht indem der Partner sie auf biegen und brechen durchbringen will oder?
Das passiert dann nämlich im Randori/Sparring aber das ist dann wieder eine andere Geschichte.

Nochmal alles was du da ansprichst findet in der Prüfung auch statt und zwar in den Bereichen "frei Anwendung/Komplexaufgaben".
"Gegentechnik" ist ein technischer Part wo der Fokus auf der Methode den Hebel zu verhindern liegt.

Ich habe ja schon angemerkt, ich finde die Art wie Gegentechnik/Weiterführung im JuJu angegangen werden freundlich ausgedrückt suboptimal.
Wie sie aber Eingeleitet werden, ist in diesem Kontext das wohl kleinste Problem.

Inderst
08-09-2014, 15:55
Egal, wohin ich auch blicke, bisher sah ich bei dem Prüfungspunkt "Haltetechnik bei gegnerischer Bauchlage" ausschließlich Lösungen, die über AUFSTEIGEN + EINHAKEN" durchgeführt werden. Für mich als kniegeschädigten Menschen ist das eine fast unmöglich durchzuführende Lösung.

Kennt Ihr Alternativen? Ich könnte mir z.B. eine "Haltetechnik in Kreuzposition" vorstellen? Habt Ihr das schon einmal gesehen oder praktiziert? Danke für Hinweise!

Inderst
10-09-2014, 11:00
Habe dazu auch etwas gefunden. Wäre das nicht möglich?

Setting: Aus dem Reversfassen gegenüber: Armstreckhebel zum Boden und da dann belasten...sollte doch eigntlich gehen.

Raging Bull
10-09-2014, 22:21
Geht.

Inderst
11-09-2014, 08:14
Juhu!

MCFly
14-09-2014, 20:54
Es geht also darum, einen NICHT korrekt angesetzten Hebel abzuwehren ...
Siehste, damit hab ich so meine Probleme. Ich möchte einfach nicht davon ausgehen, daß jemand, der mich hebelt, das nicht richtig macht ...
Im BJJ (und überhaupt überall dort, wo gerungen wird und wo es Hebel gibt) werden ja auch Escapes und Defense gegen Hebel gelehrt.
Ich hab aber noch nie gehört, daß dort gesagt wurde: "Das funktioniert selbstverständlich nur, wenn der Hebel falsch angesetzt wurde ...!"

Ich hab eine andere Sicht auf Hebel als die Ju-Jutsuka, denke ich.
Nichts für ungut, ich wollte hier nicht reinspammen.

Meine Frage wurde beantwortet.
:)

Hallo rambat,

ich bin mal so frei, deine Frage führt schnell zu typischen Missverständnissen und ich, als JJka, vertrete egtl auch deinen Blickwinkel und beantworte die Frage daher so:

Es geht bei Gegentechniken darum, zu antizipieren und zu demonstrieren, dass man Techniken in ihrer Entstehung verhindern und auskontern kann. Der Hebel muss erkennbar demonstriert werden und nicht falsch angesetzt werden. Du, als Prüfling, sollst zeigen, dass du in einer solchen Situation den drohenden Hebel verhindern kannst. Du sollst dich nicht zunächst (falsch) hebeln lassen, um dann zu entkommen, dass wäre für Angreifer und Verteidiger eine verfehlte Prüfungsaufgabe. Was gewünscht ist: Ansatz erkennen, blockieren, Notlage lösen, Folgetechnik.

Ich würde in der Prüfung meinem Partner immer die Technikwahl überlassen. Kooperativ ist das irgendwo immer, aber ich muss als angehender Grüngurt nicht mehr jeden Verlauf einer Technikfolge kennen und bestimmen. Soll mir der Angreifer einen Tritt in den Magen verpassen, Kontakt suchen und den gewünschten Hebel ansetzen, allerdings korrekt. Und dann muss ich agieren und wenn ich zu langsam bin und der Hebel sitzt, ist das eben so. Dann habe ich einen Fehler gemacht. Wäre für mich als Prüfer ok und ich würde jedem Grüngurt die Chance geben, die Technik zu wiederholen. Genau darum geht es doch: rechtzeitig Hebel erkennen und nicht falsch hebeln lassen, um dann agieren zu können...

Ach ja, du hast recht: Hebel sollte man nicht suchen. In diesem Fall muss man damit leben, dass die Prüfung wieder einmal als Modell nachteilig von einer Kampfsituation abweicht, egal ob in der SV oder auf der Matte.

Also, Inderst, meine Meinung:

Ich möchte als Prüfer eine nachvollziehbare Abfolge von Angriffsbeginn und Übergang zu einer Hebeltechnik sehen. Dann möchte ich sehen, dass du diesen Hebel an einer geeigneten Stelle verhinderst und in der Folge dominierst. Natürlich sollte in der Folge, da schon Kontakt besteht, dieser auch aufrecht erhalten bleiben und der Angreifer nicht "weggeschubst" und mit reinen Atekitechniken bearbeitet werden. Wenn der Kontakt aber abreisst, was passieren kann, gilt auch hier: Technik sinnvoll beenden und Angreifer nicht aus falsch verstandenem Zwang heraus hinterherrennen, nur um erneut den Kontakt zu suchen. Im Zweifel lässt sich auch hier eine Übung wiederholen und wenn du trainiert hast, passieren bestimmte Situationen idR nicht mehrfach hintereinander.

Primär gilt aber immer: sprich regelmäßig mit deinen Trainern, die werden dich idR auch prüfen...

Gordo
16-09-2014, 20:52
Hallo Inderst,
ich hatte selbst die Prüferlizenz im Ju-Jutsu und trainiere mittlerweile viel Grappling.
Ich werde versuchen deine Fragen aus meiner Sicht auf 2 Ebenen zu beantworten,
Einmal hätte ich dir das als Prüfer so durchgehen lassen bzw werden es die meisten Prüfer akzeptieren.(was allerdings keinesfalls einheitlich ist, was bei dem einen Prüfer 5 Punkte gibt kann für den nächsten Prüfer nicht gültig sein, leider)
Zum anderen ob ich denke dass es technisch oder strategisch Sinn macht, außerhalb der reinen Richtlinien. Das muss nämlich nicht der gleiche Befund sein, aber ab und zu lässt sich auch beides gut vereinen ;) Also den Prüfer zufriedenstellen und etwas sinnvolles lernen.


Egal, wohin ich auch blicke, bisher sah ich bei dem Prüfungspunkt "Haltetechnik bei gegnerischer Bauchlage" ausschließlich Lösungen, die über AUFSTEIGEN + EINHAKEN" durchgeführt werden. Für mich als kniegeschädigten Menschen ist das eine fast unmöglich durchzuführende Lösung.

Ich denke du meinst so etwas ähnliches wie eine Backmount im Grappling wo deine Beine als Harken fungieren, nennen die Ju-Jus auch gerne Überstrecker, Einsteigen oder ähnliches.
Kommt natürlich darauf an wie es gemacht wird, wichtig ist dass „bei gegnerischer Bauchlage“ eigentlich bedeutet er wird festgelegt aus einer Bauchlage heraus, so dass er in Bauchlage gefangen ist, nicht dass man aus einer Bauchlage irgend eine Situation schafft. (ob das sinnvoll ist sei dahingestellt, bzw nein es ist nicht sinnvoll)
Wenn man ihn in die Backmount nehmen möchte und beide Harken setzen will, dann ist allerdings nicht sicher dass ich ihn auf den Bauch drehen und halten kann, schön wenn es geht und man ihn flachmachen kann aber muss nicht sein, ich kann auch mit ihm über mir liegend enden, daher finde ich diese Lösung sowieso eher suboptimal (ausgehend davon dass mein Gegner nicht wehrlos ist)



Ich könnte mir z.B. eine "Haltetechnik in Kreuzposition" vorstellen? Habt Ihr das schon einmal gesehen oder praktiziert? Danke für Hinweise!
Nein das ist eigentlich nicht möglich. Wenn jemand auf dem Bauch liegt kannst du ihn nicht durch eine Kreuzposition sinnvoll festlegen, das geht einfach technisch nicht, hätte ich dir auch nicht durchgehen lassen sondern dich gebeten etwas anderes zu zeigen oder bitte mal an einem sich wehrenden Partner zu demonstrieren.
Wenn der Partner auf dem Bauch liegt hat er einfach viele Möglichkeiten zu reagieren auf welche du dann wieder reagieren müsstest, damit wären wir nicht mehr beim Festlegen gemäß JuJu.


Habe dazu auch etwas gefunden. Wäre das nicht möglich?
Wird dir abgeharkt werden.
Sagt dir Omoplata was? Vielleicht kannst du dir dazu was sinnvolles überlegen.
Hat kämpferischen Wert, entspricht den Kriterien jemanden in seiner Bauchlage festzulegen und du hast eine schöne Option das Gezeigte zu beenden, nämlich mit einer mustergültigen Submission.

Meine eigenen Gedanken zum Festlegen:
Wer sagt eigentlich dass der beste Weg jemanden unter Kontrolle zu halten der ist ihn in einer bestimmten Position zu verpacken und da so gut es geht einzumauern, bzw wer sagt dass das klappt?
Wenn man mit Grapplern trainiert oder sich anschaut wie das da aussieht wenn einer den anderen kontrolliert oder meinetwegen auch hier liest was Grappler dazu sagen dann hat man da eher ein anderes Konzept.
Da weiß man welche Bewegungen des Gegners für meine Festlegetechnik zum Problem werden und wie ich darauf reagiere. Sei es mit einer Umpositionierung (Transition) oder einem direkten Angriff (Submission). Man versucht also einen Vorteil daraus zu gewinnen wenn der Gegner die Position verlässt statt ihn mit aller Kraft wieder zurück in die Position zu manövrieren. Was auch Sinn macht denn er ist ja in Zugzwang.
Wer sagt dass Festlegen heißt ich muss auch mich festlegen und ich darf mich nicht bewegen?
Leider schaut man im JJ nicht in diese Richtung sondern in Richtung Freund und Helfer Polizei.
Und vergisst dabei das kleine Detail dass die ihr Festlegen nicht alleine und unter Zunahme von Hilfsmittel durchführen ;)

Zu den allgemeinen Fragen:


Ich suche "Lösungen", die so schnell wie möglich Richtung Atemi gehen.
Werfen, hm, okayish, GEGENHEBEL um jeden Preis vermeiden.

Hier gibt es extrem viele Situationen die alle unterschiedlich sind.
Generell finde ich aber möglichst schnell schlagen keine gute Vorgabe um hier etwas sinnvolles zu zeigen.
Du musst eine Technik verhindern und du musst die Situation mit einer Gegentechnik beenden oder unter Kontrolle bringen, das sind deine 2 Vorgaben.
Erstmal kommt das Verhindern, das muss bombensicher sein.
Hebel oder Würfe wirst du falls sie sinnvoll ausgeführt werden nicht mit einem Schlag verhindern, du musst dich erst mal umpositionieren (quasi Grappling betreiben wenn man so will).
Dann bist du oft schon in einer Position aus der du werfen oder hebeln kannst und beides würde deine Situation beenden, warum willst du jetzt schlagen?
Wenn du schlagen willst dann musst du das so machen das die Kampfsituation vorbei ist.
Dazu musst du meistens erstmal Distanz schaffen um vernünftig schlagen zu können, da kommt meistens nichts sinnvolles heraus.
Das endet dann irgendwie so dass du dich aus einem Hebel herausdrehst und einfach aus der Situation wo du bist gegen einen unbeweglichen Partner einen wirkungslosen Schlag durchführst.
Mit diesem „einfach mit lautem Geschrei irgendwo hin einen Einzelschlag machen, verbeugen,fertig“ hatte ich schon zu JuJu Zeiten meine Probleme, nach ein bisschen Vollkontakt Sparring im MMA finde ich es nur noch lächerlich.
Das ist dieses alte Bild der tödlichen Karate-Faust, wo im Film mit einem lauten HAA! ein Handkantenschlag gemacht wird und der Gegenüber ist ohnmächtig.
In der Realität wirst du mit einem Schlag nach vereiteltem Grapplingangriff eher den Kampf wieder eröffnen statt die Situation zu lösen.
Jeder hat seine Präferenzen aber Hebel und Würfe sind Teil von JJ, du willst im JJ graduiert werden also schließ sie nicht von Anfang an aus;) Irgendwann musst du unterrichten dann musst du auch mehr können als den einen Ansatz der dir gut gelegen hat :)

Inderst
17-09-2014, 08:40
Eine sehr schöne und umfangreiche Antwort, ich danke Dir!

big X
17-09-2014, 12:53
Wenn du schlagen willst dann musst du das so machen das die Kampfsituation vorbei ist.
sehe ich als nicht zwingend an. nicht jeder meiner schläge muss den anderen ausschalten. manchmal kann ein atemi auch nur die lücke schaffen durch die ich andere möglichkeiten nutze. (anwendungsgedanken aus dem silat und FMA entlehnt)

@inderst:

als haltetechnik müsste auch das "doppelseitige surfbrett" gelten. sprich partner liegt auf dem bauch. beide arme gestreckt richtung decke. beide hände werden mit den fingern richtung kopf gehebelt.
kannst du auch beim JKD finden.

Inderst
17-09-2014, 14:41
Haha, guter Tipp - der Google-Suchbegriff ergibt, nun ja, einige Treffer dazu, hast Du vielleicht einen englischen oder JKD-internen Begriff dafür?

Nite
17-09-2014, 15:29
Das?
http://planetheadlock.files.wordpress.com/2012/04/1.jpg
Suchbegriffe: double surfboard wrestling

Inderst
17-09-2014, 16:02
Auch schön, wie das Beta-Männchen unten sich einhält mit den Händchen! :-)

big X
17-09-2014, 18:15
@nite:

schon recht nahe dran ;).

@inderst:

sry - habe zwar bei bob breen geguckt, konnte aber diese passage nicht wiederfinden.

Inderst
27-11-2014, 09:57
Da die Grüngurt-PO auch den Schulterwurf oder -zug beinhaltet, überlege ich seit geraumer Zeit, wie ich am besten den doch beträchtlichen Größenunterschied zu meinem Trainingspartner wettmachen könnte.

--

BEVOR jemand auf die Idee kommt: JA, ich könnte unseren einzigen Weißgurt fragen, ob sich er nicht werfen lassen möchte - er ist so "hoch" wie ich. Da ich ihn gestern habe fallen sehen, will ich ihm das erstmal nicht zumuten.

--

Gut, meine Idee: Die Wurf-Technik, wie sie im Stand durchgeführt wird, könnte im Grunde doch auch am Boden praktiziert werden:

Uke bringt mich zu Boden und setzt mir nach, ich versuche zu fliehen, gebe meinen Rücken damit frei, Uke möchte z.B. würgen - dann meine Wurf-Technik. Ich sage einmal so: Aufrecht knieend bin ich immer noch groß genug, damit das wie ein SW "im Kleinen" aussieht.

Was meint Ihr?

DerLenny
27-11-2014, 13:09
Kommt drauf an.
Steht im 1&1 noch der "durch strecken der beine" ... Mist drin?
Und selbst wenn nicht - könnt sein, dass der eine oder andere Prüfer das sehen will.


Scheint noch im Kopp zu sein:
Schulterwurf | Seoi nage | Ju-Jutsu St. Wendel e.V. (http://jjwnd.de/fotoalbum/schulterwurf.html)
Schulterwurf ? DJJV Technikum (http://wiki.ju-jutsu-jugend.de/index.php?title=Schulterwurf)


EDIT:
Jetzt bin ich schon lange von dem Verein weg, und so Zeug regt mich noch immer auf.

Inderst
27-11-2014, 13:10
S wie Schade.

Finne
27-11-2014, 13:44
Schulterwurf | Seoi nage | Ju-Jutsu St. Wendel e.V. (http://jjwnd.de/fotoalbum/schulterwurf.html)
Schulterwurf ? DJJV Technikum (http://wiki.ju-jutsu-jugend.de/index.php?title=Schulterwurf)


Sorry, wenn ot, aber in dem "Comic" sieht es so aus als würde Uke tatsächlich über die eigene(n) Schultern geworfen. Ist das Absicht?

Ich hab das eher so gelernt: https://www.youtube.com/watch?v=4m8Qf3X-eW4

Also mit Drehung und Uke wird über die Hüfte geworfen.


Zur Frage des TE:

Persönlich hab ich die Erfahrung gemacht, dass es leichter ist gleich große oder größere Gegner zu werfen (im Gegensatz zu welchen die kürzer sind als man selbst), vor allem wenn sie kooperativ sind (schätze das ist bei Partnerübungen in der Prüfung in der Regel der Fall). Man muss dann nicht so tief in die Knie gehen. Um dem eigenen Zug etwas mehr Gewicht zu verliehen kannst Du ja mit Atemi in die Magengegend nachhelfen?

Bero
27-11-2014, 13:57
Sorry, wenn ot, aber in dem "Comic" sieht es so aus als würde Uke tatsächlich über die eigene(n) Schultern geworfen. Ist das Absicht?


Es erweckt zumindest den Eindruck, gut es sind Fotos und keine bewegten Bilder aber dieses "über die Schulter ziehen" ist tatsächlich eine beliebter Fehler.
Ich würde eine Falschinterpretation also nicht kategorisch ausschließen. ;)

Inderst Problem kann ich allerdings nicht ganz nachvollziehen, der Schulterwurf ist meiner Meinung nach einer der Würfe, die auch Problemlos bei größeren physischen Unterschieden funktionieren.

DerLenny
27-11-2014, 16:06
Sorry, wenn ot, aber in dem "Comic" sieht es so aus als würde Uke tatsächlich über die eigene(n) Schultern geworfen. Ist das Absicht?

Ich hab das eher so gelernt: https://www.youtube.com/watch?v=4m8Qf3X-eW4

Also mit Drehung und Uke wird über die Hüfte geworfen.



Die Videos von dem Menschen finde ich persönlich nicht glücklich.

Aber auch was er sagt "Es ist ein Handwurf ... viel Hüfteinsatz" da sollte bei ihm und bei denen die zuhören eigentlich ne Alarmglocke los gehen.

Entweder ist es ein Handwurf (dann braucht es die Hüfte nicht) oder es ist ein Hüftwurf...

Man kann beim Schulterwurf übrigens durchaus über die Schulter ziehen... mache ich immer ganz gerne, um zu zeigen, dass man keinen Körperkontakt zu Geworfenen braucht (ausser dem Griff).

Lenny Sensei
09-12-2014, 03:00
Ich muss mal meinen Senf dazu ablassen:
Thema Gegentechniken
Das mit dem Hebel falsch ansetzen wurde ja bereits geklärt. ABER wenn in der Prüfung mit fremden Partnern um das Verletzungsrisiko zu minimieren kooperativ vorgeführt wird ist das ok, aber im Training sollten die "Angriffe" also die JJ Techniken so angesetzt werden, dass wenn der Partner den Moment verpennt sich dagegen zu wehren, er dann auch in der Technik ausführung landet, alos der Hebel zieht, der Wurf wirft usw.

Ich lasse mir von meinen Schülern gerne in mehreren Wiederholungen zeigen was sie da so üben und der mit der Gegentechnik reagiert einmal weniger als geübt wird ohne dass der Angreifer weiß wann. Wenn die zu verhindernde Technik (also der Angriff) dann nicht zum Erfolg führt ist der Angriff mumpitz.
Das ist vergleichbar mit einem Fauststoß als Angriff der mein Kinn nie im Leben erreichen würde. So etwas brauche ich nicht zu verteidigen, da es eh nicht trifft. Also bitte nicht so üben.

Festhalte- und Festlegetechniken sind zwei paar Schuhe.
Festlegetechniken sind die, die in einer Technikkombination mit SV Charakter den Gegner am Ende so kontrollieren, dass dieser nicht mehr auf den Verteidiger einwirken kann bzw bei erneuter Gegenwehr kontrolliert abgeschossen werden kann (erheblich verletzt werden kann).

Festhaltetechniken sind allerdings die Dinger ausm Judo (mal plump ausgedrückt). Wenn einer "richtig" hält kommt der da zwar nicht raus, hat aber in den meisten Fällen eine Hand frei um unsinn damit anzustellen (n Messer aus der Tasche ziehen (auch wenn das nicht zwingend realistisch sein muss)). Die Möglichkeiten des Einwirkens des Angreifers der in einer Festhaltetechnik gehalten wird sind groß genug ohne unverzüglich schwere erletzungen hinnehmen zu müssen bei erneuter Gegenwehr. Haltetechniken sind nciht immer dazu geeignet einen Gegner über einen längeren Zeitraum zu fixieren. Deswegen punktet man damit ja auch im Judo nach wenigen Sekunden und nicht nach Minuten.

Festlegen - Gegner in SV Situation fixieren und zur Not ausschalten
Festhalten - Gegner wettkämpferisch fixieren, ggf. weitere Techniken ansetzen (Submission o.ä.)

Beispiele beschreibe ich gerne ausführlich oder mache mal Bildchen hier rein, wenn hier noch Unklarheiten bestehen.

Oh man schon wieder: vor zwei Stunden hier mit stöbern angefangen und Zack 4 Uhr morgens....sry wenn es zu wirr ist

Bero
09-12-2014, 09:36
Ich muss mal meinen Senf dazu ablassen:
Thema Gegentechniken
Das mit dem Hebel falsch ansetzen wurde ja bereits geklärt. ABER wenn in der Prüfung mit fremden Partnern um das Verletzungsrisiko zu minimieren kooperativ vorgeführt wird ist das ok, aber im Training sollten die "Angriffe" also die JJ Techniken so angesetzt werden, dass wenn der Partner den Moment verpennt sich dagegen zu wehren, er dann auch in der Technik ausführung landet, alos der Hebel zieht, der Wurf wirft usw.


Wie schon geschrieben, dass sehe ich komplett anders. Wenn man diesen Part von Anfang an zielführend trainiert, spricht überhaupt nichts dagegen ihn genau wie im 2.Dan „richtig“ abzuprüfen.

Dadurch, dass man um diesen einfachen wie essentiellen Bereich so ein Buhei macht, forciert man sowohl falsche Ideen wie auch ineffizientes Training.

Jedes Mal wenn ich sehe, dass Prüflinge da quasi komplett ausgearbeitete Bewegungsabläufe vorlegen, möchte ich eigentlich immer mit der Begründung „Intention verfehlt“, ne 1 aufschreiben.

Nite
09-12-2014, 10:40
Festlegen - Gegner in SV Situation fixieren und zur Not ausschalten
Festhalten - Gegner wettkämpferisch fixieren, ggf. weitere Techniken ansetzen (Submission o.ä.)

Beispiele beschreibe ich gerne ausführlich oder mache mal Bildchen hier rein, wenn hier noch Unklarheiten bestehen.

Beispiele wären gut.

DerLenny
09-12-2014, 13:58
Wie Gegen und Weiterführung abgefragt wird ist eher nicht so optimal.
Auch die Art wie es eingebracht wird ( in der PO).

Die Anfänge sind ja noch brauchbar, und man sieht wieder, wo die Idee herkommt. Der Gedanke ist auch gut und löblich, wenn man sich das pre2kJJ ansieht.

Wenn es nun Prinzipien basierte Übungsformen gäbe, sagen wir mal so wie in den FMA, wäre das ganze auch nice.

Das Problem ist hier wieder, dass es eben kein System im Sinne der meisten anderen KK ist, sondern eben noch immer eine Sammlung.

Und inzwischen habe ich auch die Hoffnung aufgegeben, dass sich dies noch ändert.

Bero
09-12-2014, 16:48
Ich finde es gibt durchaus sehr gute Möglichkeiten diesen Part zu behandeln und ins Training zu integrieren. (es darf nur nicht "Technikbasiert" geschehen, ein wichtiger Unterschied)

Man muss sich immer klar machen, Gegentechnik-Weiterführung sind keine Quantenphysik, dass macht jeder Judoka ständig ohne sich da groß Gedanken drüber zu machen.

Meiner Meinung nach bräuchte man dieses Prüfungsfach bei entsprechender praktischer Anwendung gar nicht aber auf mich hört ja keiner. :cry:

Ayur
09-12-2014, 17:09
Thema Gegentechniken
Das mit dem Hebel falsch ansetzen wurde ja bereits geklärt. ABER wenn in der Prüfung mit fremden Partnern um das Verletzungsrisiko zu minimieren kooperativ vorgeführt wird ist das ok, aber im Training...


Dann würde ich lieber Zahnschutz und Handschuhe empfehlen - Würfe können eh 100% gemacht werden (und je nach Hebel ist das auch drin). Wie bekommt man denn sonst bei auswärtigen Prüfern mit, ob es nur zur Prüfung reduziert ist oder ob das immer so läuft?
Wenn man das einmal anfängt, dann versandet das doch ziemlich schnell und wird nutzlos (zumindest geht mir das dann so).



Man muss sich immer klar machen, Gegentechnik-Weiterführung sind keine Quantenphysik, dass macht jeder Judoka ständig ohne sich da groß Gedanken drüber zu machen.

Wobei es als "Konter" und "Kombinationen" dort genauso in der PO verankert ist und so wie ich mitbekommen hab genauso oft abgesprochen und damit sinnlos trainiert wird.

Bero
09-12-2014, 17:14
Wobei es als "Konter" und "Kombinationen" dort genauso in der PO verankert ist und so wie ich mitbekommen hab genauso oft abgesprochen und damit sinnlos trainiert wird.

Ahso, das gab es zu meiner Zeit noch nicht, kann ich nicht viel zu sagen.

Ich wollte eigentlich nur ausdrücken, wer ordentliches Randori macht, der wendet Gegentechniken-Weiterführung ohnehin ständig an und das auch gegen komplett unkooperative Gegner.

Tyrdal
09-12-2014, 18:18
Dann würde ich lieber Zahnschutz und Handschuhe empfehlen - Würfe können eh 100% gemacht werden (und je nach Hebel ist das auch drin).Was? Ihr plant für Prüfungen direkt Knochenbrüche und Sehnenabrisse ein?

Nite
09-12-2014, 18:25
Also wenn ich so manchen Beitrag hier lese frag ich mich ernsthaft wie die Judoka, BJJler und Samboisten es schaffen Wettkämpfe auszutragen ohne dass 90% als Krüppel von der Matte getragen werden

Tyrdal
09-12-2014, 18:30
Du meinst wohl mich. Also wenn ein korrekt sitzender Hebel durchgezogen wirg geht was kaputt. Das ist grundsätzlich so gedacht. Werfen kann man natürlich auch so das Ukemi möglich ist.

Nite
09-12-2014, 18:38
Und wenn beide Partner mitdenken, der eine nicht durchreißt und der andere rechtzeitig abklopft geht das ohne Probleme.
Kontrollierte Ausführung und Kontrolle stehen nicht im Widerspruch dazu einen Hebel vernünftig auszuführen, zumindest in unzähligen MMA-/BJJ-/Grappling-/Sambo-Wettkämpfen kann man das ständig beobachten. Und da versuchen sich die Leute sogar aus Hebeln zu befreien (da sind dann eure Gegentechniken). Es erschließt sich mir also nicht warum das bei einer JJ-Gürtelprüfung nicht funktionieren soll.

Tyrdal
09-12-2014, 18:49
Und wenn beide Partner mitdenken, der eine nicht durchreißt und der andere rechtzeitig abklopft geht das ohne Probleme.
Jo, dann sinds aber nicht 100%!

Nite
09-12-2014, 18:57
Wenn 100% für dich durchreißen beinhaltet, bitte, dann 80% immer noch realistisch genug.

Renzo Gracie & John Danaher haben es sehr treffend beschrieben:
Mastering Jujitsu (google books) (http://books.google.co.ke/books?id=UcS2yyhy3r8C&pg=PA20&lpg=PA20&dq=renzo+gracie+kano+safe+techniques&source=bl&ots=f79rg_BU_f&sig=PDXJCFZL1ifExxUZG3bGC_M6qNY&hl=en&sa=X&ei=nUWHVIG4Ksu2UZTqg6gO&redir_esc=y#v=onepage&q=renzo%20gracie%20kano%20safe%20techniques&f=false)

Tyrdal
09-12-2014, 19:05
Wenn 100% für dich durchreißen beinhaltet,Ich weiß nicht ob ichs reißen nennen würde, aber 100% beim Hebel bedeutet bei mir, daß was kaputt geht. Dafür sind Hebel ja nunmal da.

Bero
09-12-2014, 19:09
Jo, dann sinds aber nicht 100%!

Sagen wir es mal so, wenn der 100% sitzt, dann sollte ich mir keine Gedanken mehr um Gegentechniken machen, sondern möglichst schnell abklopfen, in dem Fall ist es nämlich eh zu spät.

Darum passiert die Gegenreaktion ja schon vorher und besteht nicht nur aus "mit aller Kraft gegen halten".

Im Sparring, Randori passiert das ganz automatisch und es gibt wirklich tolle Trainingsmöglichkeiten das zu forcieren und das Bewusstsein für dieses "Wechselspiel" zu schulen.

Nite
09-12-2014, 19:09
@Tyrdal:
Und Kano sei dank gibt es zwischen durchreißen & Knochen brechen und kooperativem Ausdruckstanz genug Abstufungen die ein realistisches Training von Hebeln und Gegenmaßnahmen erlauben :)

Nite
09-12-2014, 19:12
Sagen wir es mal so, wenn der 100% sitzt, dann sollte ich mir keine Gedanken mehr um Gegentechniken machen, sondern möglichst schnell abklopfen, in dem Fall ist es nämlich eh zu spät.

Darum passiert die Gegenreaktion ja schon vorher und besteht nicht nur aus "mit aller Kraft gegen halten".

Im Sparring, Randori passiert das ganz automatisch und es gibt wirklich tolle Trainingsmöglichkeiten das zu forcieren und ein Bewusstsein für dieses "Wechselspiel" zu schulen.
:halbyeaha
Und das was du beschreibst kann man durchaus mit vernünftigen Angriffen trainieren. Wäre es anders würde wie schon angesprochen jeder BJJ-Wettkampf mit Unmengen an Krüppeln enden.

Bero
09-12-2014, 19:13
Gerade das BJJ bietet in diesem Zusammenhang ganz wundervolle Drills, bei denen man die Intensität immer weiter anziehen lassen kann.
Hab mir da schon sehr viel abgeschaut, eine ganz großartige Sportart.

Tyrdal
09-12-2014, 19:19
Sagen wir es mal so, wenn der 100% sitzt, dann sollte ich mir keine Gedanken mehr um Gegentechniken machen, sondern möglichst schnell abklopfen, in dem Fall ist es nämlich eh zu spät.

Darum passiert die Gegenreaktion ja schon vorher und besteht nicht nur aus "mit aller Kraft gegen halten".

Im Sparring, Randori passiert das ganz automatisch und es gibt wirklich tolle Trainingsmöglichkeiten das zu forcieren und das Bewusstsein für dieses "Wechselspiel" zu schulen.Richtig, da zieht man eben nicht 100% durch sondern traininert miteinander.

Bero
09-12-2014, 19:25
Richtig, da zieht man eben nicht 100% durch sondern traininert miteinander.

Jein, natürlich reißt man das Ding da nicht mit aller Kraft durch und gut ist aber Hebel werden nun einmal an anderer Stelle verhindert.

Wenn der Hebel sitzt, dann ist es zu spät aber wenn er nicht wirken kann, ist ergo auch nix mit durchreißen.

Abgesehen davon, kann man viele gut sitzende Hebel auch kontrolliert durchziehen, sonst wäre Wettkampf ja eine Knochenbruchgarantie.
Ziel ist es dort ja sich in eine Situation zu "kreieren", in der der Hebel eben nicht mehr entwertet werden kann. (Position bevore Submission)

Lenny Sensei
10-12-2014, 01:41
So meinte ich das auch. Was ich nicht auf Prüfungen sehen will:
-Technik wird so angesetzt (bei den Gegentechniken als Angriff), dass etwas kaputt gemacht wird
-Technik wird so angesetzt, dass sie gar keine Wirkung zeigt
-Technik wird so angesetzt, dass sie angehalten wird bevor sie Wirkung zeigt, damit reagiert werden kann

Im Gegenzug mit fremden Partnern kann man den Moment, wo eine Technik Wirkung zeigt, langsam aufbauend ansetzten, damit der Prüfungspartner erfühlen kann, dass er jetzt dann auch mal reagieren sollte. Bei Danprüfungen erwarte ich, dass dieses Themengebiet beherrscht wird.

Ich persönlich orientiere mich da auch am Judo/BJJ was das trainieren dieser Fertigkeiten angeht. Für die Hebel im Stand nehme ich das Aikido zu rate. Am wichtigstens ist aber das Sparring und Drilling solcher Übungen. Technisch muss der Schüler wissen wie man da hinkommt und was realistisch möglich ist. Dazu muss man ja aber auch wissen wie die Angrifstechnik funktioniert, um zu wissen was man dagegen machen kann. Dann wird es gedrillt und als nächstes gesparrt. Dadurch erlernt man auch ein "Gefühl" für die Momente, in denen man reagieren kann. Gleiches gilt entsprechend für Weiterführungstechniken. Setzt der Prüfling nach der Abwehr des Angriffs eine Technik an und der Partner reagiert nicht, muss die Technik zum Erfolg führen. Da wird nicht auf die Reaktion des Partners gewartet. Bitte so trainieren ;)

Festlege-/Festhaltetechniken:

http://media05.myheimat.de/2010/11/19/1367645_web.jpg?1290198315
Dies ist eine Festlegetechnik . Ist der Gegner weiterhin renitent wird was kaputt gemacht (Arm durch, Schulter auskugeln, Tritt zum Kopf oder so, je nachdem was man so hat...das Bild ist nur ein Beispiel)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/69/Hon_kesa_gatame.jpg
Dies ist eine Festhaltetechnik. Will mich nicht mit meiner Definition festnageln lassen, aber mir fällt keine Haltetechnik ein wo es anders wäre: beide in Bodenlage (wäre es einer nicht, wäre es dann wohl eine Festlegetechnik:-§ :D)

Die Einwirkmöglichkeiten des Angreifers sind bei Festlegetechniken deutlich eingeschränkter.
Kontrolle über den Gegner ist von der Jeweiligen Technik abhängig und wie man in die Position gekommen ist, sprich wie Wehrhaft ist mein Gegner generell noch. Das gilt allerdings für beide Technikgruppen

Bero
10-12-2014, 12:03
Im Gegenzug mit fremden Partnern kann man den Moment, wo eine Technik Wirkung zeigt, langsam aufbauend ansetzten, damit der Prüfungspartner erfühlen kann, dass er jetzt dann auch mal reagieren sollte.

Wie schon geschrieben, ich würde das nicht an fremden oder eben nicht fremden Partner festmachen, sondern daran wie gut dieser Bereich trainiert wurde.

Nite
10-12-2014, 13:24
Festlege-/Festhaltetechniken:

http://media05.myheimat.de/2010/11/19/1367645_web.jpg?1290198315
Dies ist eine Festlegetechnik . Ist der Gegner weiterhin renitent wird was kaputt gemacht (Arm durch, Schulter auskugeln, Tritt zum Kopf oder so, je nachdem was man so hat...das Bild ist nur ein Beispiel)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/69/Hon_kesa_gatame.jpg
Dies ist eine Festhaltetechnik. Will mich nicht mit meiner Definition festnageln lassen, aber mir fällt keine Haltetechnik ein wo es anders wäre: beide in Bodenlage (wäre es einer nicht, wäre es dann wohl eine Festlegetechnik:-§ :D)

Die Einwirkmöglichkeiten des Angreifers sind bei Festlegetechniken deutlich eingeschränkter.
Kontrolle über den Gegner ist von der Jeweiligen Technik abhängig und wie man in die Position gekommen ist, sprich wie Wehrhaft ist mein Gegner generell noch. Das gilt allerdings für beide Technikgruppen
Nur zum Verständnis:
Eine "Festhaltetechnik" ist damit das was im Judo als "Haltegriff" bezeichnet wird (nach BJJ-Verständnis wäre der Kesa Gatame in deinem Bild nur eine Position)?
Eine Festlegetechnik bereits eine Submission bzw. ein Submissionansatz?

Denn...

Festlegetechniken sind die, die in einer Technikkombination mit SV Charakter den Gegner am Ende so kontrollieren, dass dieser nicht mehr auf den Verteidiger einwirken kann bzw bei erneuter Gegenwehr kontrolliert abgeschossen werden kann (erheblich verletzt werden kann).
...sehe ich durchaus auch bei Kesa Gatame gegeben, aus dieser Position kann man wunderbar (Hammer-)Faustschläge zum Kopf des Gegners oder eine ganze Reihe von Submissions anbringen.

Während mir dein erstes Foto (Wristlock stehend über liegendem Gegner) unter dem Gesichtspunkt Kontrolle so gar nicht gefällt.

Bero
10-12-2014, 14:03
Eigentlich gibt es gar keine „Festhaltetechniken“, sondern schlicht und ergreifend;) „Haltetechniken“, welche sich im Prüfungsfach „Boden“ finden.

Hier kann man unter anderem die bekannten Judo-Haltegriffe wie Kesa-/Yoko-/Tate-Shio-Gatame finden aber auch Haltetechniken in Gegnerischer Bauch- bzw. in eigener Rückenlage usw.
Abgesehen davon sagt der Name des Prüfungsfaches ja schon, dass man sich dabei auch selbst im Boden befindet und nicht steht.

Festlegetechniken sind primär Sicherungstechniken, die dazu dienen sollen den „Angreifer“ an Ort und Stelle zu fixieren und ihm die Möglichkeit für einen weiteren Angriff auf mich zu nehmen.
Eine direkte Submission ist hier erst einmal weder erforderlich noch gewünscht, es geht im Kontrolle und Fixierung.

Das kann ich natürlich auch mit einem Haltegriff erreichen aber „Festlegetechniken“ sind der erste Teil der Kette FAT (Festlegen-Aufheben-Transportieren), auch wenn hier nicht zwingend immer alle Schritte durchlaufen werden müssen.

Entsprechend bietet sind an dieser Stelle natürlich an, das man selbst Aufrecht bleibt (stehen/knien) während der andere liegt aber unbedingt zwingend ist das nicht.
Es funktioniert natürlich auch aus einem Kesa Gatama, solange man auf dem Weg „nach oben“ durchgehend Kontrolle bewahrt. (irgendwo auf dem Weg kommt dann automatisch mal ein "Festleger")

Wird verständlicherweise aber kaum gemacht und viele Prüfer würden dir so etwas mit einem Verweis auf die „Bewegungsökonomie“ wohl auch ankreiden.

Das illustrierte Beispiel würde ich allerdings auch bemängeln, da ich Kontrollmöglichkeiten als äußerst gering erachte aber vielleicht ist das auch ne Momentaufnahme.

PS: Ist der "Hebelnde" auf dem ersten Bild Uwe?

Lenny Sensei
10-12-2014, 22:42
Habe auf die schnelle kein besseres Bild gefunden aber ich denke es wurde deutlich was gemeint ist. Nicht zuletzt durch beros Anmerkungen. Danke dafür

Denke auch das Uwe das ist

Lenny Sensei
10-12-2014, 22:44
Wie schon geschrieben, ich würde das nicht an fremden oder eben nicht fremden Partner festmachen, sondern daran wie gut dieser Bereich trainiert wurde.

Dachte dabei auch an körperliche Gegebenheiten.

Asterix2
11-12-2014, 00:26
Bei der Festlegetechnik in Bild 1 kapiere ich aber irgendwie gerade nicht, wie man die halten will. :gruebel:

Bero
11-12-2014, 06:09
Bei der Festlegetechnik in Bild 1 kapiere ich aber irgendwie gerade nicht, wie man die halten will. :gruebel:

Die Kontrollmöglichkeiten bei der Technik auf dem Bild sind wirklich mehr als Mau.

Ist aber evtl. nur eine Momentaufnahme "auf dem Weg" zu einer anderen Position oder es dient nur der sicheren Entfernung vom Mann. (Stichwort: "Sanitätergriff" obwohl er dafür schon fast ein Tick zu weit auf dem Bauch liegt)

DerLenny
11-12-2014, 10:08
Ich habe etwas den Eindruck, dass hier diskutiert wird, wie man am besten mit einem Hammer ein Stück Wolle zersägen kann.

Tyrdal
11-12-2014, 12:00
Und wie geht das?

Asterix2
11-12-2014, 12:02
@Bero: Danke, dann bin ich ja beruhigt!

Inderst
13-01-2015, 13:00
Uhh, da erwischt du ja mein Lieblingsthema. :D

Zunächst einmal darf nur bei "Weiterführung von abgewehrter Atemi" die weiterführende (Gegen-)Technik eine rein Atemitechnik sein.
Ansonsten darf Atemi als Schocktechnik eingebaut werden, es darf aber nicht die "finale" Technik darstellen, soviel zur PO.

Was das Training angeht, so bin ich der festen Überzeugung, dass das JuJu diesen Part grundfalsch abprüft und Ergo meist falsch trainiert.
Ich Zitiere mich dazu mal selbst aus einem anderen Thread:

Bei einer Variante der "Weiterführung von Atemitechniken" habe ich nun einen - wie ich finde - guten Kompromiss gefunden, der auch vom Coach abgesegnet wurde. Ich sage deshalb Kompromiss, da es zwar immer noch (bösartig gesprochen) "vorgeturnt" ist, aber andererseits nach meinen Erfahrungen ein einigermaßen realistisches Szenario "bietet".

Angreifer: Links-rechts-Kombination

Verteidiger: Passive Deckung, Gegenangriff, ebenfalls mit links-rechts-Kombination

Angreifer:Passive Deckung, Kombination wird im Rückwärtsgang abgewehrt

Verteidiger: geänderte Distanz zum Angreifer ermöglicht taktischen Wechsel auf offensiven Stampftritt (ggf. nachsetzen)

Bero
13-01-2015, 13:20
Machen wir uns nix vor, ne Prüfung ist immer in gewisser hinsicht ein "vorturnen" und wenn es dein Trainer (Prüfer?) abgesegnet hat, ist´s ja auch OK.

Mir selbst gefällt die Sache so wie du sie hier ausführst allerdings nicht aber das muss sie ja auch nicht sein.

Was ist übrigens ein "offensiver Stampftritt"?

Inderst
13-01-2015, 13:30
Klar, bleibt es ein vorturnen, aber letztlich sind dann Kombinationen auch selbiges. So wie sich der 11m-Schütze die Ecke (idR) unabhängig vom Torwart aussucht, werden bestimmte Standard-Kombinationen geschlagen (auch wenn sie idR auf Deckung treffen - zumindest kenne ich es so "aus dem laufenden Betrieb"), okay, so weit dazu.

Dann:

1.) "offensiver Stampftritt" - ach, das ist Eigensprech; damit meine ich im Grunde einen Front Kick mit dem hinteren Bein, den ich dann nach vorne absetze, um dem Angriff nachzugehen.

2.) Was genau gefällt Dir daran nicht?

Freue mich auf Feedback,.

Bero
13-01-2015, 14:05
Ahso, du mein einen "Fustoß vorwärts" (auf JuJu-Deutsch;)), ein Stampftritt wird nach unten ausgeführt.

Was mir nicht so sehr gefällt ist, dass sich die ganze "Situation" ziemlich unnatürlich liest.
Der Bösewicht Haut einmal links-rechts auf deine Deckung, hört dann auf um dir die Chance zu geben es ihm gleich zu tun, vergrößert die Distanz und lässt sich wegkicken.
Kann man machen aber gerade der erste Part sagt mir persönlich gar nicht zu, da es an einem koordinierten/prinzipiengerechten Vorgehen fehlt.

Lässt sich aber anhand deiner schriftlichen Ausführung auch nur schwer beurteilen.

Ju-Jutsu-Ka
13-01-2015, 14:06
Bei einer Variante der "Weiterführung von Atemitechniken" habe ich nun einen - wie ich finde - guten Kompromiss gefunden, der auch vom Coach abgesegnet wurde. Ich sage deshalb Kompromiss, da es zwar immer noch (bösartig gesprochen) "vorgeturnt" ist, aber andererseits nach meinen Erfahrungen ein einigermaßen realistisches Szenario "bietet".

Angreifer: Links-rechts-Kombination

Verteidiger: Passive Deckung, Gegenangriff, ebenfalls mit links-rechts-Kombination

Angreifer:Passive Deckung, Kombination wird im Rückwärtsgang abgewehrt

Verteidiger: geänderte Distanz zum Angreifer ermöglicht taktischen Wechsel auf offensiven Stampftritt (ggf. nachsetzen)


Ähhh-----
Das ist aber nicht was eigentlich unter Weiterführung abgewehrter Atemis verstanden werden soll, sondern ein eher Atemikombination an einem sich bewegenden Partner (-> irgendwas zwischen Komplexaufgabe und Anwendungsform)

- Weiterführung heißt ja eigentlich, die Aktion, die der Angreifer einsetzt um die erste Verteidigung des Prüflings abzuwehren, auszusnutzen für den 'finale' Kombination
- Die 1. Verteidigung klappt nur deswegen nicht, weil der Angreifer weiß was kommt, nicht weil meine Verteidigung schlecht ist -> führt zu eine ganz anderen Dynamik
(d.h. meine Verteidigung zeige ich auch auf der Prüfung, wenn der Angreifer pennt)


Prüfling sagt an "Schwinger recht zum Kopf zum Faustrückenschlag"
Angreifer greift an: Schwinger rechts...
Prüfling: Passivblock links, Faustrückenschlag zum Kopf
Angreifer (weiß ja was kommt): wehrt mit der linken hand ab und fängt z.B. den Arm
Prüfling: umwindet mit seinem rechten Ellenbogen den linken Arm des Angreifers und macht so den Körper für seinen weiterführenden Angriff frei
(schwer zu beschreiben)


Wenn Dein Coach Dein Prüfer ist OK,
aber spätestens auf einer Bezirksprüfung könnte es schwierig werden

Inderst
13-01-2015, 14:14
Ähhh-----
Das ist aber nicht was eigentlich unter Weiterführung abgewehrter Atemis verstanden werden soll, sondern ein eher Atemikombination an einem sich bewegenden Partner (-> irgendwas zwischen Komplexaufgabe und Anwendungsform)

- Weiterführung heißt ja eigentlich, die Aktion, die der Angreifer einsetzt um die erste Verteidigung des Prüflings abzuwehren, auszusnutzen für den 'finale' Kombination
- Die 1. Verteidigung klappt nur deswegen nicht, weil der Angreifer weiß was kommt, nicht weil meine Verteidigung schlecht ist -> führt zu eine ganz anderen Dynamik
(d.h. meine Verteidigung zeige ich auch auf der Prüfung, wenn der Angreifer pennt)


Prüfling sagt an "Schwinger recht zum Kopf zum Faustrückenschlag"
Angreifer greift an: Schwinger rechts...
Prüfling: Passivblock links, Faustrückenschlag zum Kopf
Angreifer (weiß ja was kommt): wehrt mit der linken hand ab und fängt z.B. den Arm
Prüfling: umwindet mit seinem rechten Ellenbogen den linken Arm des Angreifers und macht so den Körper für seinen weiterführenden Angriff frei
(schwer zu beschreiben)


Wenn Dein Coach Dein Prüfer ist OK,
aber spätestens auf einer Bezirksprüfung könnte es schwierig werden

@Ju-Jutsu-Ka: Guter Eiwand, aber ich deute es so: Indem er meine links-rechts-Kombination oben (passiv-)blockt / fegt (wohlgemerkt im Rückwärtsgang), öffnet er sich gleichzeitig auch für meinen Tritt.

@Bero:Ah, verstehe ich auch, aber ich kenne die Situation recht gut, wenn eine kurze Pause nach einer r-l-Kombination entsteht, und in diese der Gegenübereinspringt und seine Kombi platziert. Zugegeben: Das ist häufiger im Ring als bei einem wutenbrannten "Straßenfeger" zu beobachten; Stichwort: taktisches Boxen.

Bero
13-01-2015, 14:17
- Weiterführung heißt ja eigentlich, die Aktion, die der Angreifer einsetzt um die erste Verteidigung des Prüflings abzuwehren, auszusnutzen für den 'finale' Kombination


Nein, ersteinmal heißt es nur das das die Atemi des Verteidiges abgewehrt wird und als ich das letzte mal nachgeschaut habe, fiel der Passivblock noch in den Bereich der Abwehrtechniken.;)

Was dann als Weiterführung nach der erfolgreichen Abwehr kommt, sollte sich eigentlich aus der Situation heraus ergeben.

Bero
13-01-2015, 14:20
@Bero:Ah, verstehe ich auch, aber ich kenne die Situation recht gut, wenn eine kurze Pause nach einer r-l-Kombination entsteht, und in diese der Gegenübereinspringt und seine Kombi platziert. Zugegeben: Das ist häufiger im Ring als bei einem wutenbrannten "Straßenfeger" zu beobachten; Stichwort: taktisches Boxen.

Wie schon geschrieben, ist halt typisch Prüfung aber ich würde es so nicht unterrichten bzw. absegnen.

Mir würde hier ein nachvollziehbares taktisches, wie auch prinzipiengerechtes Vorgehen fehlen, aber das ist nur meine persönliche Ansicht.

Inderst
15-02-2015, 15:12
Unter http://youtu.be/yuJBTTeYDaE haben wir letzte Woche einen Großteil unseres Prüfungsprogrammes abgefilmt; ich habe mir den kleinen Spaß erlaubt, die Chose etwas zu trimmen. :-)

Bero
15-02-2015, 15:53
Immer schön wenn sich einer mal die Mühe macht seine Sachen abzufilmen.

Sieht "Prüfungstechnisch" alles ganz solide aus, sofern man das durch den Zusammenschnitt und die hochgeregelte Geschwindigkeit beurteilen kann.

Ansonsten gibt es natürlich Dinge die mir besser gefallen und anderen Kram, den ich überhaupt nicht mag aber das liegt eben auch im Auge des Betrachters.

Danke für den kleinen Zusammenschnitt und ich würde sagen, alles im "grünen" Bereich. :D

Inderst
15-02-2015, 16:15
Immer schön wenn sich einer mal die Mühe macht seine Sachen abzufilmen.

Sieht "Prüfungstechnisch" alles ganz solide aus, sofern man das durch den Zusammenschnitt und die hochgeregelte Geschwindigkeit beurteilen kann.

Ansonsten gibt es natürlich Dinge die mir besser gefallen und anderen Kram, den ich überhaupt nicht mag aber das liegt eben auch im Auge des Betrachters.

Danke für den kleinen Zusammenschnitt und ich würde sagen, alles im "grünen" Bereich. :D

Haha, Du wirst lachen, aber das gibt es durchaus einige Sachen, die ich SELBST auch überhaupt nicht mag. :-) Vielen Dank für Dein Feedback. Und was meinst Du jetzt mit Geschwindigkeit? DAS IST ALLES ORIGINAL! AUCH DIE MUSIK!

(Ja, genau!) :-)

Inderst
15-02-2015, 16:21
Kleine Ergänzung: Aus technischer Hinsicht finde ich, ist es heute überhaupt kein Problem mehr, das mitzuvideographieren. Ein wenig Grundbeleuchtung und zwei Smartphones und das Ding läuft, schwieriger wird es schon, wenn Ton (oder HIMMEL HILF!) Instruktion ins Spiel kommen.

MCFly
15-02-2015, 18:00
Sieht gut aus. Bei einigen Techniken, z.B. Handseithebel, fehlt mir ein wenig die Schrittarbeit (Eigensicherung). Dynamik und Details kann ich aufgrund der Geschwindigkeit nicht wirklich beurteilen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Sieht ordentlich aus , für ein Video sehr gut ;)

Bero
15-02-2015, 19:40
Haha, Du wirst lachen, aber das gibt es durchaus einige Sachen, die ich SELBST auch überhaupt nicht mag.

Ja dem ist wohl so, ein leidiges Thema an dem ich schon zu oft verzweifelt und gerade erst wieder enttäuscht worden bin.

Wie sagt vor kurzen auf einer Prüferlizenzverlängerung so schön: "Wir machen richtiges Training und dann machen wir noch Prüfungstraining."

Trauriges Gelächter und kollektives Kopfschütteln war die Antwort, dass nennt man wohl Galgenhumor.

Inderst
25-02-2015, 22:13
Aha, da schau her: In der letzten Stunde VOR der Prüfung wurden jetzt meine beiden Weiterführungen von Atemi-Techniken einkassiert vom Coach, nachdem sie zuvor bereits freigegeben waren. Schade auch. Nun ja, jetzt versuche ich es einmal mit dieser Variante:

1.)
A: Schwinger (rechts)
V: Passivblock, rechte Gerade
A: Fegen des Schlages nach Innen
V: Umwandlung in Ellebogenschlag, nachsetzen

2.)
A: Rückhandschlag (links)
V: Abwehr mit Doppelunterarmblock, Angriff mit Handkantenaußenschlag (rechts)
A: Block (rechts),
V: Ziehen in den Armstreckhebel

Hoffe, das gefällt.

lamiech
25-02-2015, 22:29
Aha, da schau her: In der letzten Stunde VOR der Prüfung wurden jetzt meine beiden Weiterführungen von Atemi-Techniken einkassiert vom Coach, nachdem sie zuvor bereits freigegeben waren. Schade auch. Nun ja, jetzt versuche ich es einmal mit dieser Variante:

1.)
A: Schwinger (rechts)
V: Passivblock, rechte Gerade
A: Fegen des Schlages nach Innen
V: Umwandlung in Ellebogenschlag, nachsetzen

2.)
A: Rückhandschlag (links)
V: Abwehr mit Doppelunterarmblock, Angriff mit Handkantenaußenschlag (rechts)
A: Block (rechts),
V: Ziehen in den Armstreckhebel

Hoffe, das gefällt.

zu 1)
ich kann mir bildhaft vorstellen, was du meinst, aber mein Distanzverständnis sagt mir, das wird niemals klappen.
Da wir ja im Reckstangenbereich sind (ok, ok, dann wäre die Variante vielleicht doch wieder genehm) folgender Vorschlag:

1.)
A: Schwinger (rechts)
V: Passivblock, rechte Gerade
A: Fegen des Schlages nach Innen
V: linke Hand fegt aus Richtung rechten Ellenbogen ihrerseits zur Fegehand
des Angreifers und fegt eben diese weg
V: die Spannung des jetzt freien Armes zwecks Back- oder Hammerfist
einsetzen (ggf. Bewegungsform vorwärts, ALG)
V: was du willst (wenn es sein muss nen Streckhebel, da du ja bestimmt
mit deinem Feger auch den Feger des Angreifers gefangen hast :cool:,
oder Clinchen, Knie, Schleuderwurf )

zu 2.) wo lernt man denn heute noch Doppelunterarmblock :ups:

LG
Lamiech

Cillura
26-02-2015, 05:55
...
zu 2.) wo lernt man denn heute noch Doppelunterarmblock :ups:
...

Ist gar nicht so abwegig. Bei uns kommt das auch immer mal mit dran. Ist halt eine von vielen Varianten fürs Blocken. Besonders wenn der Angriff mit viel Wucht kommt, finde ich das besser als nur mit einem einzigen Arm zu blocken. Aber jeder wie er mag. Ist eh nur eine von vielen Möglichkeiten.

Bero
26-02-2015, 06:16
Ich will mich da eigentlich gar nicht zu äußern, sorry Inderst geht nicht gegen dich.

Aber das ist alles Kappes, ein abgesprochener Partnertanz fernab jedweder Realität.

Ich verstehe einfach nicht warum wir im JuJu um dieses Thema Weiterführung-/Gegentechniken so einen Affentanz veranstalten müssen?
Ich will ihn hauen, der andere verhindert es und ich reagiere darauf, so what?

Das ist Sparring! Dafür brauche ich keine Choreographie, das passiert von selbst.

Aber ach ich rege mich schon wieder auf, nimm es nicht persönlich Inderst, aus mir spricht nur die Enttäuschung über eine weitere vertane Chance.

Zu deinen Techniken, kann man machen und wenn der Prüfer es durchgehen lässt, spricht wohl nix dagegen.
Warum er die deine "erste" Variante jetzt doch einkassiert hat und diese akzeptiert erschließt sich mir allerdings nicht.

Thema "doppelter Unterarmblock":

Mhh das Ding ist meiner Erfahrung nach immer noch Standard und alles andere als Ausgestorben.

Ich mag ihn nicht und unterrichte ihn auch nicht, da er meinem prinzipiellen Vorgehen widerspricht und meines Erachtens auch ineffektiv ist aber sehen tut man ihn noch zur genüge.

Inderst
26-02-2015, 08:26
Tja, wenn "change of level" schon nicht mehr als Weiterführung gewertet wird...

DerLenny
26-02-2015, 08:50
Das ist Theater.
Bei manchen Leuten wird es zum Affentheater.

Bero
26-02-2015, 09:26
Das ist Theater.
Bei manchen Leuten wird es zum Affentheater.

Wahre Worte!

Inderst
26-02-2015, 10:11
Ich befürchte ja jetzt schon, dass ich dann bei Blaugurt unter Freie Selbstverteidigung mit dem Stock auch nur "mitmachen" darf, wenn ich diesen dazu benutze, den kleinen Zeh im Stand Richtung Ohrläppchen zu hebeln...statt das Ding einfach mal herzhaft gegen die Kniescheibe sausen zu lassen.

Bero
26-02-2015, 10:20
Dem ist in der Regel meist auch so, da Angriff mit Kontakt.
Generell kommt es am Ende aber ohnehin auf den Prüfer an und was dieser sehen will und wie diesen „was“ abprüft.

Hatte mir da auch durch die laufende Überarbeitung der PO mehr Klarheit/Eindeutigkeit erhofft, musste aber eine herbe Enttäuschung erleben.

Inderst
26-02-2015, 10:35
Dem ist in der Regel meist auch so, da Angriff mit Kontakt.
Generell kommt es am Ende aber ohnehin auf den Prüfer an und was dieser sehen will und wie diesen „was“ abprüft.

Hatte mir da auch durch die laufende Überarbeitung der PO mehr Klarheit/Eindeutigkeit erhofft, musste aber eine herbe Enttäuschung erleben.

Kontaktangriffe, die mir die Ärmchen freilassen, würden dann ja wunderbar passen.

Bero
26-02-2015, 11:57
Kontaktangriffe, die mir die Ärmchen freilassen, würden dann ja wunderbar passen.

Schon richtig, allerdings weiß ich das viele Prüfer das Schlagen mit dem Stock bei Angriffen mit Kontakt (und teils auch bei welchen ohne/1.Kyu) nicht zulassen. (obwohl explizit erlaubt)

In der Regel wird hier auf den schwammigen Passus der "Beachtung der Verhältnissmäßigkeit" im 1x1 verwiesen.

Klingt blöd, ist aber so.
Entsprechend sollte man sich da im voraus evtl. mal über die Prüfer im Bezirk informieren.

Inderst
26-02-2015, 12:21
Oh, Sie haben ihm das Handgelenk gebrochen und die Schulter ausgekugelt, das ist in der Tat wesentlich verhältnismäßiger als eine wenig Klötentreten.

Bero
26-02-2015, 12:27
Oh, Sie haben ihm das Handgelenk gebrochen und die Schulter ausgekugelt, das ist in der Tat wesentlich verhältnismäßiger als eine wenig Klötentreten.

Ich hab ja nicht geschrieben das es Sinn macht, nur das es so ist.

Inderst
26-02-2015, 12:37
Ich hab ja nicht geschrieben das es Sinn macht, nur das es so ist.

Tränen. Wut. Verzweiflung.

Tyrdal
26-02-2015, 12:47
Oh, Sie haben ihm das Handgelenk gebrochen und die Schulter ausgekugelt, das ist in der Tat wesentlich verhältnismäßiger als eine wenig Klötentreten.Also Unfruchtbarkeit/Impotenz als Folge kann tatsächlich schlimmr sein als ein heilbarer Bruch.

B.Oxe.N
26-02-2015, 12:48
Der Schwinger scheint der Standardangriff im Ju Jutsu zu sein. :ups:

Verteidigung gegen den Schwinger - Ju Jutsu (Sport, Übungen, Selbstverteidigung) - Video (http://www.gutefrage.net/video/verteidigung-gegen-den-schwinger---ju-jutsu)

Inderst
26-02-2015, 12:55
Der Schwinger scheint der Standardangriff im Ju Jutsu zu sein. :ups:

Verteidigung gegen den Schwinger - Ju Jutsu (Sport, Übungen, Selbstverteidigung) - Video (http://www.gutefrage.net/video/verteidigung-gegen-den-schwinger---ju-jutsu)

Schwinger trifft man auch im Club.

Cillura
26-02-2015, 13:01
Der Schwinger scheint der Standardangriff im Ju Jutsu zu sein. :ups:

Verteidigung gegen den Schwinger - Ju Jutsu (Sport, Übungen, Selbstverteidigung) - Video (http://www.gutefrage.net/video/verteidigung-gegen-den-schwinger---ju-jutsu)

Gabs nicht mal irgendwo ne Statistik, dass der Schwinger die häufigste Eröffnung bei Schlägereien ist? Ich meine mal irgendwo was davon gelesen zu haben ... bin mir aber nicht mehr sicher wo, wann und was genau. :o

DerLenny
26-02-2015, 14:02
Der Schwinger scheint der Standardangriff im Ju Jutsu zu sein. :ups:

Verteidigung gegen den Schwinger - Ju Jutsu (Sport, Übungen, Selbstverteidigung) - Video (http://www.gutefrage.net/video/verteidigung-gegen-den-schwinger---ju-jutsu)

Fortgeschrittene nutzen auch gerne den "Schwinger, links"
Profis be der Prüfung setzen einen oben drauf "Doppelschwinger"

(Bei dem der Gegner dann oft wirklich mit 2 halb ausgestreckten Armen da steht, und der Dinge harrt, die da kommen mögen)

Eskrima-Düsseldorf
26-02-2015, 14:08
Im JuJubereich mitlesen ist wie Stromberg gucken ... ;)

Inderst
26-02-2015, 14:11
Wie immer vergesst Ihr den wilden Kragengreifer!

lamiech
26-02-2015, 14:30
Doppelte Ohrfeige!!!!
(wobei ich den bei den Bambini sogar tatsächlich so unterrichte, damit die ein schönes Bild fürs Abducken haben, aber ich bringe ihnen ja auch "Iiiiieh, Spinne!" bei :D )

LG
Lamiech

DerLenny
26-02-2015, 14:35
"Griff in die Genitalien von vorne"

Inderst
26-02-2015, 14:37
Handgelenk "packen" und ----äh----halten.

DerLenny
26-02-2015, 14:38
"Schubsen von vorne"

( klappt nicht )

"Mehrfaches Schubsen von vorne!"

Inderst
26-02-2015, 14:56
ACHTUNG, ICH STEIGE DIR JETZT FÜR DEN SELBSTFALLER AUF DEN OBERSCHE....oh.

DerLenny
26-02-2015, 15:07
Im JuJubereich mitlesen ist wie Stromberg gucken ... ;)

Im JuJu Bereich wird genauso viel gedisst wie im *ing*ung Bereich. Aber hier sind sich alle einig, inkl. derer, die es machen. Daher wird es lustig, nicht aggressiv.

Ist scho irgendwie... interessant.

Bero
26-02-2015, 19:21
"Griff in die Genitalien von vorne"

Muss man sich dagegen verteidigen wenn die "Angreiferin" einem physisch zusagt?

Cillura
27-02-2015, 05:45
"Griff in die Genitalien von vorne"

So scheiBe wie es klingt, ich kenne Leute, da ist man froh wenn man den Tiefschutz das ganze Seminar über dran läst. Die knallen einem auch mal schnell die Hand unten rein, wenn man grad gemütlich nen Kaffee in der Pause trinkt. :ups:

Bero
27-02-2015, 06:20
So scheiBe wie es klingt, ich kenne Leute, da ist man froh wenn man den Tiefschutz das ganze Seminar über dran läst. Die knallen einem auch mal schnell die Hand unten rein, wenn man grad gemütlich nen Kaffee in der Pause trinkt. :ups:

Was sind den das für Seminare, bezeichnen sich die Teilnehmer evtl. als "Swinger"?:D

In dem Fall ist das gar keine Kampfkunst sondern ganz was anderes.:o

DerLenny
27-02-2015, 08:53
Die knallen einem auch mal schnell die Hand unten rein
Das klang ganz falsch.

Schnueffler
04-03-2015, 22:16
Muss man sich dagegen verteidigen wenn die "Angreiferin" einem physisch zusagt?

Nein!
Es sei denn, es wird zu fest und Mann ist ein Weichei!

Inderst
04-03-2015, 23:15
Bestanden!
Allen Antwortenden nochmals ein herzliches Dankeschön!

Schnueffler
04-03-2015, 23:16
Glückwunsch!

Bero
05-03-2015, 06:32
Dem schließe ich mich an! (also dem Glückwunsch:))

B.Oxe.N
05-03-2015, 08:45
Die Vorbereitung für diese Gürtelprüfung hat jetzt 7 Monate gedauert, sehe ich das richtig?

Inderst
05-03-2015, 15:27
Die Vorbereitung für diese Gürtelprüfung hat jetzt 7 Monate gedauert, sehe ich das richtig?

Ja, das könnte hinkommen; ich bilde mir ein, im Juni oder Juli stand damals ORANGE an. Ausschließliche Prüfungsvorbereitung würde ich allerdings auf drei bis vier Monate ansetzen. Leider erlaubt es mein Arbeitsalltag, lediglich einmal die Woche zu trainieren.

lamiech
05-03-2015, 22:10
Dann würde ich das mal als sehr, sehr schnell bezeichnen.

Trotzdem -Glückwunsch und weiter so :beer::yeaha:

LG
Lamiech

Inderst
07-03-2015, 00:08
Dann würde ich das mal als sehr, sehr schnell bezeichnen.

Trotzdem -Glückwunsch und weiter so :beer::yeaha:

LG
Lamiech

Hm, ich weiß nicht, ich kam mit zweieinhalb Jahren Krav Maga und etwa drei Jahren Judo an Bord, daher komme ich bisher gut zurecht. Aber es heißt ja, dass blau eine erste Mini-Hürde sein soll.

Inderst
07-03-2015, 00:09
Hier übrigens ein paar Eindrücke von der Prüfung.
*räusper Wer DENJENIGEN mit den wenigen Haaren findet...und so...
http://youtu.be/-2ojdIzMoFE

Bero
07-03-2015, 09:51
Hm, ich weiß nicht, ich kam mit zweieinhalb Jahren Krav Maga und etwa drei Jahren Judo an Bord, daher komme ich bisher gut zurecht. Aber es heißt ja, dass blau eine erste Mini-Hürde sein soll.

Kommt drauf an, wie ernst die Prüfer aber vor allem die Trainer ihren Job nehmen.
Ich hab schon Leute ne Blaugurtprüfung bestehen sehen, du würdest es mir wahrscheinlich nicht glauben, wenn man es nicht selbst gesehen hat.

Bevor hier falsche Vorstellungen aufkommen, dass gilt Analog auch für alle anderen Gurte von den Kyu- bis in die Dan-Grade.

Inderst
07-03-2015, 10:34
Mist, zu DEN Prüfern muss ich also hin. *zwinker

Bero
07-03-2015, 14:52
Mist, zu DEN Prüfern muss ich also hin. *zwinker

Ach das ist auch keine Garantie, ich hab auch schon erlebt wo "diese" Prüfer richtig gute Leute haben durchfallen lassen, weil "das doch kein richtiges JuJu" wäre.

Inderst
07-03-2015, 14:58
Ach das ist auch keine Garantie, ich hab auch schon erlebt wo
ie "diese" Prüfer richtig gute Leute haben durchfallen lassen, weil "das doch kein richtiges JuJu" wäre.

Beides höchst..."brisant"!

Bero
07-03-2015, 15:00
Beides höchst..."brisant"!

Eigentlich nicht

DerLenny
08-03-2015, 07:26
Alltag.

Ebenso wie höchstwertungen von einem, durchgefallen von einem andere Prüfer. JJ hat keine Prinzipien,die ein objektives Bewerten ermöglich würden.
Es ist immer nach Schnauze des Prüfers.

Inderst
13-12-2015, 21:35
Wer sich übrigens unsere Kyu-Prüfung am kommenden Mittwoch, ab 19 Uhr, im Dojo des SV Planegg (bei München) ansehen möchte, ist herzlich willkommen. Neben viermal blau stellen sich auch einmal orange und einmal gelb.