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Vollständige Version anzeigen : ist "Technik" Training sinvoll?



MMAMatze
02-02-2015, 17:06
Hallo Freunde,

ich versuche mal mein Problem an einem Beispiel zu Erklären:

Ich benutze beim rollen oder bei Turnieren nur 2 Sweeps, die ich aber wirklich gut drauf habe und die auch oft funktionieren. Ich bin der Meinung man sollte eine kleine Anzahl an Sweeps richtig gut beherrschen, anstatt 50 Sweeps, und die nur halbherzig.

Und genau da liegt mein Problem: beim Techniktraining lernen/drillen wir sweeps die ich höchstwahrscheinlich nie einsetzen werde... Ich habe dann immer das Gefühl meine Zeit zu vergäuden. Lieber Rollen, oder die Sachen drillen an denen man arbeiten will.

Geht es euch da ähnlich, oder bin ich der einzige der so empfindet?

Danke

Klaus
02-02-2015, 17:23
Grundsätzlich würde ich sagen dass die Idee, lieber 2 Sachen richtig zu können als 30 irgendwie mal gehört zu haben, richtig ist. Auf der anderen Seite sind 2 Methoden ein bischen wenig für jede Gelegenheit, sobald es gegen stärkere, versierte Gegner geht. Wenn man andere Dinge nie trainiert, wird man immer bei den Dingen bleiben die gerade klappen. Wie man sich die Zeit aufteilt muss man selbst entscheiden, aber im Laufe der Zeit mehr dazu zu nehmen wenn man es langsam gut hinbekommt ist sicher kein Fehler. Wenn ich mich recht erinnere denken gute Leute auch nicht mehr nach was sie gerade machen wollen, die kommen in ihren Flow und machen aus dem Lameng was sich gerade ergibt. Die Entscheidung ob man versierter und umfangreicher im Arsenal werden möchte, oder bei wenigen Stärken bleiben die man versucht zu erzwingen, kann einem niemand abnehmen. Richtig oder falsch gibt es da auch nicht. Ein umfangreiches Arsenal umzusetzen erfordert aber mehr Talent.

Björn Friedrich
02-02-2015, 17:40
Jiu Jitsu ist nun einmal ein extrem technisches System. Was in der Mount gilt, gilt nicht in der Side Mount, oder in der Guard, jede Position hat ihre eigenen Techniken und Gesetzmäßigkeiten....

Von daher bleibt am Anfang so in den ersten 10 Jahren, einfach nix anderes übrig als Techniken zu drillen. Man kann rollen, man kann Drills machen, aber am Übungen von Techniken kommt man nicht vorbei, um neue Ideen und vorallem Bewegungsmuster zu bekommen.

Klar wird man nicht alle Techniken gleich gerne und gut machen, aber manche Sachen entwickeln sich einfach. Techniken die ich vor 10 Jahren sehr gerne gemacht habe, mache ich heute viel weniger, dafür mache ich heute Moves, die ich damals nicht mochte........

Techniktraining korrekt ausgeführt, verändert den Körper, weil jede sinnvolle Technik auch ein Bewegungsprinzip beinhaltet, das man im Laufe seiner Karriere auch für andere Techniken nutzen kann.

Für mich kam nach 13 Jahren der Punkt, keine Techniken mehr zu üben, sondern nur noch an der Körperstruktur zu arbeiten und das ganze dann beim Rollen zu testen, aber die ersten 13 Jahre waren einfach viel Grundschule und das war auch o.k. so.

sivispacemparabellum
02-02-2015, 17:50
Matze woher weißt du, dass du diese Sweeps nie einsetzen wirst? Wie lange grappelst du schon? Wie lange dein Trainer? Wenn du nur zwei Sweeps in deinem Game hast bist du relativ am Anfang nach meiner Einschätzung.
Und wie hast du die beiden Sweeps ausgewählt? Wie groß war die Auswahl?
Würde mich echt freuen wenn du diese Frage beantwortest.

Clawfinger
02-02-2015, 17:59
Außerdem ist es hilfreich die Mechanik der restlichen 30 Sweeps zumindest soweit zu beherrschen, dass man nicht sofort von ihnen erwischt wird, wenn der Gegner sie mal ansetzt. :)

Allerdings hätte ich bei uns im Training auch etwas mehr Wiederholungen ein und derselben Technik.

MagetaDerLöwe
02-02-2015, 19:00
Es gibt einen diminishing return bzw. einen Grenznutzen.
Wer 2 Techniken auf sehr hohem Niveau kann, der schafft es auch, noch 10 andere auf einem hohen Niveau zu können. Wenn man mit Tunnelblick immer nur die 2 Techniken trainiert, wird man wahrscheinlich dem mit 2 sehr guten und 10 guten unterliegen. Ausnahmen bestätigen die Regel

MMAMatze
02-02-2015, 19:21
Matze woher weißt du, dass du diese Sweeps nie einsetzen wirst? Wie lange grappelst du schon? Wie lange dein Trainer? Wenn du nur zwei Sweeps in deinem Game hast bist du relativ am Anfang nach meiner Einschätzung.

ja du hast Recht, ich bin noch am Anfang. Ca 2 Jahre BJJ, mein Trainer 8 oder 9. Er zeigt im Training beispielsweise sweeps aus der de la riva, was absolut nicht mein game ist. Klar, es könnte sein das ich irgendwann mal de la riva spiele, aber die Chance ist recht niedrig.


Und wie hast du die beiden Sweeps ausgewählt? Wie groß war die Auswahl?
Würde mich echt freuen wenn du diese Frage beantwortest.
Habe im ersten Jahr ein paar sweeps ausprobiert, aber für viele hatte ich nicht den richtigen Körpertyp (bin lang und dünn).

Lutablob
02-02-2015, 19:57
Sich auf offensiv auf einige Guards zu beschränken halte ich durchaus für sinnvoll, aber von da sollte man imho schon über ein größeres Technikarsenal verfügen. Wenn ich weiss mit welchen Attacken ich zu rechnen habe, fällt das verteidigen deutlich leichter.

period
02-02-2015, 20:12
Ich kann zwar nur in erster Linie fürs Stand-Up sprechen, aber beide Linien haben ihre Vorteile. Wer sich auf eine Handvoll Techniken konzentriert, wird meistens schneller gut genug darin werden, dass er sie im Sparring anbringen kann. Das Problem ist aber, dass man auf eben diesem Wege dann nach ein paar Jahren oft stagniert, wenn die Trainingspartner sich weiterentwickeln und mit dem eigenen Game besser klar kommen und / oder die Gegner im Wettkampf Bescheid über diese Techniken wissen. Nicht unterschätzen sollte man auch, dass man unter wechselnden Bedingungen manchmal auf einmal instinktiv Techniken setzt, die man zwar trainiert aber sonst nie auf der Matte eingesetzt hat... Ich hab das öfters von den japanischen Judokas gehört, aber auch selber erlebt. So mach ich beim Ringen in erster Linie Beinangriffe und nur ganz selten Überwürfe (Suplex), im Judo dagegen kommt mir der Ura-Nage fast von allein.

Ergo: möglichst viel soweit können, dass man die Technik demonstrieren kann ist meines Erachtens eine gute Investition, auch um im Ernstfall zu wissen was grad passiert. Darüber hinaus kann man sich ntürlich auf ein paar Techniken spezialisieren, die aber nicht immer die gleichen bleiben müssen. Wenn man das macht halte ich es für besonders wichtig, die gleiche Technik aus möglichst vielen Situationen und mit vielen Finish-Varianten zu trainieren.

Beste Grüße
Period.

Flibb
02-02-2015, 20:53
man lernt dadurch was es alles gibt. wenn man techniken gesehen und gefühlt hat dann kann man sie besser kontern

wiesenwurz
02-02-2015, 21:05
Du musst ja die anderen Sweeps nicht machen. Aber sich dagegen verteidigen können ist nicht schlecht.

Dietrich von Bern
03-02-2015, 12:57
Das unlösbare Problem ist, dass Dein Trainer es mit vielen, sehr unterschiedlichen Typen zu tun hat. So sind Deine 2 Favoriten nicht automatisch die besten Techniken für den einen oder anderen Deiner Mitschüler. So muss Dein Trainer eben "den Bauchladen aufmachen" und, damit es auch nicht langweilig wird, viele verschiedene Dinge zeigen. Wenn Du Dein Ding beim Sparring machst, dann sollte das doch reichen.

Mr. Myagi
03-02-2015, 13:12
ja du hast Recht, ich bin noch am Anfang. Ca 2 Jahre BJJ, mein Trainer 8 oder 9. Er zeigt im Training beispielsweise sweeps aus der de la riva, was absolut nicht mein game ist. Klar, es könnte sein das ich irgendwann mal de la riva spiele, aber die Chance ist recht niedrig.

Du bist lang und dünn und möchtest keine DeLaRiva spielen?

Ok

Aber wenn du nach 2 Jährchen schon über dein zukünftiges Game Bescheid weisst, bist du wahrscheinlich das grösste BJJ-Talent aller Zeiten.




Habe im ersten Jahr ein paar sweeps ausprobiert, aber für viele hatte ich nicht den richtigen Körpertyp (bin lang und dünn).

Die faulste Ausrede aller Zeiten :rolleyes:

Wie oft ich die zu hören kriege.....

Ich nehme an, dein Trainer ist eher klein und bullig?

Denn bei Trainern die selber lang und dünn sind, sagen die Schüler dann: "Ich kann das nicht, weil ich zu kurze Arme/Beine habe"

Du hast im ersten Jahr, also ein einziges Jahr, "ein paar" Sweeps ausprobiert und dann als einjähriger Anfänger die fachliche Analyse deiner Selbst akzeptiert, dass du nach einem Jahr diese Techniken noch nicht beherrscht, weil dein Körpertyp dazu nicht geeignet ist?

Hast du schon einmal in Betracht gezogen, dass es auch daran liegen könnte, dass du diese Dinge mehr üben musst?

Nur so ein Gedanke ;)

MMAMatze
03-02-2015, 13:28
Hast du schon einmal in Betracht gezogen, dass es auch daran liegen könnte, dass du diese Dinge mehr üben musst?
Genau da liegt in meinen Augen der Hund begraben! Ich bin der Meinung es ist Zeitverschwendung an Dingen zu arbeiten, die mir nicht so gut liegen.

Ich komme aus dem Ringen, habe ein gutes Top Game. 50/50 Guard liegt mir überhaupt nicht, also warum sollte ich dann sweeps aus der de la riva üben? Die Zeit sollte ich doch eher in das Sparren stecken, da habe ich mehr davon.

Mr. Myagi
03-02-2015, 13:45
Genau da liegt in meinen Augen der Hund begraben! Ich bin der Meinung es ist Zeitverschwendung an Dingen zu arbeiten, die mir nicht so gut liegen.

Mal ganz ehrlich: Hättest du als Kind diese Einstellung gehabt, hättest du wohl niemals schreiben oder aufrecht gehen gelernt ;)

Man kann und soll nicht nur die Rosinen herauspicken.

Und gewisse Dinge beginnen dir erst zu liegen, wenn du sie mal ne Weile geübt hast.

2 Jahre sind echt nicht viel..... da sollte man einfach mal weiterüben und den technischen Horizont erweitern.



Ich komme aus dem Ringen, habe ein gutes Top Game. 50/50 Guard liegt mir überhaupt nicht, also warum sollte ich dann sweeps aus der de la riva üben? Die Zeit sollte ich doch eher in das Sparren stecken, da habe ich mehr davon.

Ein eindimensionales Game kann schnell den Sieg kosten.

Wenn du meinst, als Anfänger besser entscheiden zu können, was für deinen Fortschritt besser ist, dann ist es wohl müssig, mit dir zu disputieren.

Aber eine Bestätigung deiner Fehlannahme werde ich dir dennoch nicht geben.

jkdberlin
03-02-2015, 13:51
Grade mein Guard-Game hat sich in den letzten 2 Jahren so gewaltig verändert und ich habe so viele neue Sweeps mit in mein Spiel genommen...und das nach 15 Jahren BJJ/Luta Livre/Grappling...

Was du beschreibst ist eine Momentaufnahme. Du wirst sehr schnell an einen Punkt kommen, an dem du niemanden bei dir in der Trainingsgruppe und wenige Leute einer höheren Gürtelklasse mit deinen zwei Sweeps mehr bekommst. Weiterhin wirst du merken, dass man sich auf dein Guardgame einstellt und das es erfahrende Grappler gibt, die einfach nicht da hin wollen...da muss man sein Guard- und sein Sweep-Spiel umstellen.

Wenn ich noch jedes Variante, die ich früher weggelassen habe, weil sie mir nicht in mein damaliges Spiel passte, könnte, wäre ich heute der beste Guardplayer.

Egal, was du jetzt denkst: dein Guardgame wird sich noch gewaltig verändern und es werden neue Sweeps hinzukommen. Anstatt sie abzulehnen solltest du diese mit offenen Armen empfangen.

MMAMatze
03-02-2015, 14:06
Aber eine Bestätigung deiner Fehlannahme werde ich dir dennoch nicht geben.

Die brauche ich auch nicht.
Und meine Meinung dazu ist auch nicht so ganz schwarz oder weiss, wie du eventuell annimmst. Es ist auch schön mal ein paar neue Techniken auszuprobieren um den Horizont zu erweitern, und neue Bewegungmuster zu lernen. Technik Training ist auf jeden Fall nicht nutzlos...

Ich habe halt nur das Gefühl, das ich beim Sparring viel schneller Fortschritte mache. Da ich dort wirklich an den Dingen arbeiten kann, an denen ich arbeiten will.

Edit: ich bin natürlich auch offen für neue sweeps. Aber ich will, vor allem als Anfänger, die "Basics" ordentlich draufhaben. Und an denen so viel arbeiten wie möglich. Oder die klaffenden Lücken in meinem Game schliessen. Stattdessen versuche ich verzweifelt mir den Rücken aus der Berimbolo Sweep zu holen...

Joe Cool
03-02-2015, 17:31
Danke an Mr. Myagi, der mir erspart hat noch irgendwas zu schreiben. :halbyeaha

Droom
04-02-2015, 00:57
Die brauche ich auch nicht.
Und meine Meinung dazu ist auch nicht so ganz schwarz oder weiss, wie du eventuell annimmst. Es ist auch schön mal ein paar neue Techniken auszuprobieren um den Horizont zu erweitern, und neue Bewegungmuster zu lernen. Technik Training ist auf jeden Fall nicht nutzlos...

Ich habe halt nur das Gefühl, das ich beim Sparring viel schneller Fortschritte mache. Da ich dort wirklich an den Dingen arbeiten kann, an denen ich arbeiten will.

Edit: ich bin natürlich auch offen für neue sweeps. Aber ich will, vor allem als Anfänger, die "Basics" ordentlich draufhaben. Und an denen so viel arbeiten wie möglich. Oder die klaffenden Lücken in meinem Game schliessen. Stattdessen versuche ich verzweifelt mir den Rücken aus der Berimbolo Sweep zu holen...

Ihr werdet wohl doch jedes Training sowohl Sparring als auch Techniktraining haben oder nicht? Wo ist das Problem während des Techniktrainings das zu üben was dein Trainer für richtig hält und dann beim Sparring das zu üben was du für richtig hälst?

Du kannst nur Techniken effektiv verteidigen wenn du weißt was dein Gegner will und braucht und wie du das verhinderst. Wenn du eine Technik selber gut beherrschst weißt du das zu 100%. Die Submissions und Sweeps die ich am häfuigsten selber nutze, die kann ich auch mit Abstand am besten verteidigen.
Ich nutze mittlerweile auch viele Techniken als "Standartrepertoir", die ich anfangs für total nutzlos gehalten habe. Manchmal macht erst irgendwann nach 2-3 Jahren "Klick" und plotzlich funktioniert die Technik so als hätte man niemals was anderes gemacht.

Wenn du mit besseren Leuten rollst dann bringen dir einzelne Techniken (vor allem Sweeps und Submissions) eh so gut wie gar nichts, sondern erst die Kombination aus 2, 3 oder eben 4 Techniken die du flüssig und schnell hintereinander bringst. Und das kannst du nur wenn du die anderen Techniken eben auch gut beherrschst.
Gerade wenn man nur 1-2 Dinge kann und die nicht beim ersten Mal klappten weiß dein Gegner was jetzt kommt und es wird nahezu unmöglich die Technik durch zu bekommen.

Das Video hier zeigt ziemlich gut was effektive Kombinationen (aus mehreren Sweeps) bewirken können
qkvMpE4pcag

küken
04-02-2015, 10:24
Bei mir besteht auch ganz klar ein kausaler Zusammenhang zwischen:

Technik kann ich nicht -> find ich nutzlos
Technik kann ich -> find ich super

Und wir machen genügend Techniken im Training, die ich nicht auf Anhieb kann und dann auch erstmal als nutzlos verwerfe.

Die Techniken, die ich dafür auf Anhieb selbst kann und vor allem mir auch direkt merken kann find ich dann meistens auch direkt sinnvoll und cool :D

Hahaha...man kann sich halt selbst immer noch am besten verar.....

PS: Zugegeben, manchmal find ich Techniken auch wirklich scheiße, da ich eher auf dem Trip bin: Was würde ich tun, wenn derjendige jetzt schlagen/treten dürfte, da passt so manche Wettkampftechnik halt nicht rein

sivispacemparabellum
04-02-2015, 11:26
Um mal drei Aussagen kurz zu kombinieren:
De La Riva liegt mir nicht
50/50 auch nicht
bin eher lang und dünn als Körpertyp
Aufgrund meiner Beinlänge (195cm/92kg) mag ich Leglocks und bin sehr schwer im Achilleslock zu tappen. Mag ich es Guard von Unten zu spielen, Trianglechokes, Closed und Open Guard Variationen.
Und jetzt rate mal welches da fast automatisch meine ersten Open Guard Positionen waren?
Ja genau 50/50 und De La Riva. Ich benutze beides nicht nur erfolgreich im Sparring, sondern auch im Wettkampf.
Und mal kurz zu den Hauptpersonen der beiden Positionen. Ryan Hall der das Instructional zur 50/50 brachte ist wie Ricardo De La Riva ein dünner, langer und kein bulliger Typ. Scheint mir auch logisch, dass somit diese Positionen für Menschen mit deinem Körperbau geeignet sind. Damit jetzt aber nicht jemand untersetzt gebautes auftaucht und sagt geht nicht bei mir, den ich bin eher klein und kräftig-stimmt nicht, gibt für beide Positionen auch gute Kämpfer die nicht lang und eher dünn sind.
Sich nach einem Jahr auf ein paar Techniken fest zu legen ist meiner Meinung nach genauso dum wie dies nach zehn Jahren zu tun. Da nimm dir ein Beispiel an Frank. Es gibt so viel Neues zu lernen, das ist doch was Schönes.

Björn Friedrich
04-02-2015, 11:47
Der Punkt ist halt, irgendwann nach 10 oder 15 Jahren sollte der Körper fähig sein Techniken im richtigen Moment zu erfinden und zu behalten. Wenn ich heute ne neue Technik "lerne" mache ich die einmal richtig und das wars dann mit dem Drillen.

Je mehr Grundlagen man trainiert hat, desto mehr Bewegungsmuster hat man zur Verfügung, aus denen man die neuen Moves zusammensetzen kann. Deshalb wirds leichter, wenn der Körper nicht "verkleistert" ist.

Es gibt Techniken, die ich hab ich gelernt und dann nur ein Bewegungsmuster davon, in einem völlig anderen Zusammenhang eingesetzt.

Solange der Körper nicht frei, neutral und verbunden ist, ist das Drillen von neuen Techniken und Bewegungsmustern, die Hauptresource für körperliche Veränderungen.

Und da kommt man als Anfänger nicht vorbei.....

jkdberlin
04-02-2015, 12:23
Da würde ich Björn zustimmen...irgendwann ist es egal, welchen Guard man benutzt, da die meisten Sweeps nach den gleichen Prinzipien funktionieren, nur die Gewichtung und Zusammensetzung dieser Prinzipien mag ab und an anders sein.

Und diese lernt man nicht zuhause aus einem Buch oder Video auswendig, sondern in jahrelange Mattenarbeit.

Chondropython
09-02-2015, 21:03
Ich lasse mir viel zu oft das Game des anderen aufdrücken, vor allem natürlich bei fortgeschritteneren Gegnern... Da ist es dann gut eine Gewisse Bandbreite an Techniken zu haben.

Vor allem aber muss man doch auch selbst die Techniken beherrschen die man Verteidigen will.