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Vollständige Version anzeigen : Realität und Hoffnung



Tangkapan
06-02-2015, 05:58
Hi...Frage an das forum. .
Nach welchen Kriterien sucht ihr euer Gym oder eure schule aus?
Welche Eigenschaften sollte ein Lehrer haben?
Es wird Grade bei JKD ja immer großen Wert auf Realität gelegt, was wenn es grade dort hapert?
Metapher an: ihr wollt schwimmen lernen.ist es ok wenn euer Lehrer mit schwimmflügel in knietiefen Wasser steht, oder sollte er in der Lage sein in tiefen Gewässer zu überleben ohne abzusaufen? Experience about the stuff you talk about.

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Luggage
06-02-2015, 06:03
Spass beim Training und gute Atmosphäre - alles andere mag nett sein, läßt dich aber nicht auf Dauer bleiben.

Tangkapan
06-02-2015, 06:05
Ja ...setzen wird dass einfach mal voraus. Ich denke niemand will in so einer Atmosphäre trainieren. Auswahl vorausgesetzt.

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Passion-Kickboxing
06-02-2015, 06:26
Für mich ist das Können, die Erfahrung und die Motivation des Trainers am wichtigsten. Danach kommt sofort das Können der restlichen Schüler.
Atmosphäre ist mir nicht sooo wichtig. Ein gut ausgestattet Gym ist nice to have, wäre aber verzichtbar.

jkdberlin
06-02-2015, 08:31
Ein Gym kann den besten Trainer der Welt haben, den komplett erfahrenden besten Schwimmer und Kämpfer, wenn ich mich aber in dem Gym nicht wohl fühle, ich die Persönlichkeit(en) des Trainers oder der Mittrainierenden nicht sympathisch finde, dann gehe ich da weder oft noch lange hin.

Luggage
06-02-2015, 08:46
Ein Gym kann den besten Trainer der Welt haben, den komplett erfahrenden besten Schwimmer und Kämpfer, wenn ich mich aber in dem Gym nicht wohl fühle, ich die Persönlichkeit(en) des Trainers oder der Mittrainierenden nicht sympathisch finde, dann gehe ich da weder oft noch lange hin.
Eben, sehe ich auch so.

Tangkapan
06-02-2015, 11:40
Ein Gym kann den besten Trainer der Welt haben, den komplett erfahrenden besten Schwimmer und Kämpfer, wenn ich mich aber in dem Gym nicht wohl fühle, ich die Persönlichkeit(en) des Trainers oder der Mittrainierenden nicht sympathisch finde, dann gehe ich da weder oft noch lange hin.

Sehe ich genauso. Deshalb ja meine frage. Aber gleich zum 2. Punkt....
Was nutzt ein SV oder Jkd Kurs, wenn der Trainer davon keinen Plan hat?
Oder anders herum....
Wie will der Trainer wissen was funktioniert wenn er nie Gelegenheit hatte die sache auszuprobieren.anzuwenden?
Irgendwelche drills oder Szenarien geben ja nicht mal nen Ansatz zur Realität.

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Gast
06-02-2015, 11:51
Wie will der Trainer wissen was funktioniert wenn er nie Gelegenheit hatte die sache auszuprobieren.anzuwenden?

Wenn du aber nur noch Trainer Unterricht geben lässt, die reale Erfahrung haben dürften in kürzester Zeit die meisten SVSysteme ausgestorben sein.

Tangkapan
06-02-2015, 12:13
Stimme ich dir zu. Sehe dass auch im sportbereich nicht so eng. Aber Grade im JKD oder Krav Maga wird ja immer die realitätsbezogenheit hervorgehoben, wird aber dieser recht selten gerecht da viele dieser Trainer von der Realität eigentlich keinen Plan haben.

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Gast
06-02-2015, 12:16
Stimme ich dir zu. Sehe dass auch im sportbereich nicht so eng. Aber Grade im JKD oder Krav Maga wird ja immer die realitätsbezogenheit hervorgehoben, wird aber dieser recht selten gerecht da viele dieser Trainer von der Realität eigentlich keinen Plan haben.

Und was wäre die Lösung des Problems? JKD und KM einfach aussterben lassen?
KS testet sich selber immer wieder. Bei einem SVsystem stell ich mir das schwierig vor ohne über kurz oder lang in rechtliche Schwierigkeiten zu kommen.

jkdberlin
06-02-2015, 12:32
Aber Grade im JKD oder Krav Maga wird ja immer die realitätsbezogenheit hervorgehoben, wird aber dieser recht selten gerecht da viele dieser Trainer von der Realität eigentlich keinen Plan haben.



Realität ist hier sehr individuell und relativ. Der eine hat eine Erfahrung, der andere eine andere. Ich habe meine, du deine. Durch diese Matrix sehen wir jeder die Realität aus einem anderen Blickwinkel.
Ich kenne große Trainer und Lehrer, die wirklich gut sind in dem, was sie vermitteln, die aber selber sagen, dass sie keine oder kaum eigene Erfahrung haben. Einige dieser Lehrer haben wiederum von guten Kämpfern gelernt und geben das dann strukturiert weiter. Also Erfahrungen aus zweiter Hand.

Letztendlich schafft sich jeder selber seine Maßstäbe, was dabei wichtig für ihn ist, denn letztendlich muss er drauf vertrauen, wenn er vorher keine eigenen Erfahrungen hat oder hatte.

Tangkapan
06-02-2015, 12:35
Auch da stimme ich dir zu.
Es geht auch gar nicht so sehr um eine Problemlösung, es sei denn solche (erfahrungslosen) Trainer würden entsprechen geschult. Es mir eher um die benannten KK. Wobei sich auch schon oft herausstellte das KS aus dem Bereich Boxen und MMA diesen Leuten zu 90% zeigt wo es langgeht. Auch wenn es immer heißt Sport hat mit der Realität nicht viel zu tun, zeigt sich immer wieder das zb Boxer mit gleicher trainingsintensität oder -Aufwand weitaus effektiver angewandt wird. Das Training lebt halt nicht von einer Hoffnung das es vielleicht funktionert, sondern es muss funktionieren da ich selbst im Training einen Wurf nicht nur im Ansatz mache und Fitness bei beiden sehr groß geschrieben wird.

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Gast
06-02-2015, 12:55
Auch da stimme ich dir zu.
Es geht auch gar nicht so sehr um eine Problemlösung, ...

So wie du es darstellst kann man es aber ganz einfach mit mehr Sparring und Vergleichskämpfen verschiedener Art lösen.

Tangkapan
06-02-2015, 12:57
Wie gesagt, es geht mir nicht um Lösungen, mir geht's um Meinungen und vernünftige Ansichten.

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Tangkapan
06-02-2015, 13:00
So wie du es darstellst kann man es aber ganz einfach mit mehr Sparring und Vergleichskämpfen verschiedener Art lösen.

Klaro aber grade dass wird vernachlässigt oder gar als unnötig dargestellt. Grade sparring sein unnütz da es mit der Realität nichts zu tun hätte und man es demzufolge auch nicht machen braucht.
Ich sehe dass komplett anders.

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Gast
06-02-2015, 13:04
Wie gesagt, es geht mir nicht um Lösungen, mir geht's um Meinungen und vernünftige Ansichten.

Gut meine Meinung ist halt "Realerfahrung" ist kein Garant dafür ein System effektiv ausführen zu können noch es unterrichten zu können.
Deswegen präferiere ich Leute die sich immer wider testen, sei im Sparring, im WK, auf Gatherings, in Szenarios, ... mag alles nicht die Straße sein, aber ich kann mich immer wieder in diese Situationen begeben um zu sehen wie es um meine Skills steht.

Kensei
06-02-2015, 13:38
Sehe ich genauso. Mir reicht es wenn Leute gut im Sparring sind. Auf der Straße können tausend Dinge passieren, die ich ohnehin im Training nicht alle durchspielen kann.
Und was wäre andererseits die Alternative? Auf der Straße aktiv nach Krawall suchen um seine "Erfahrungen" machen zu können? Von so einem würde ich schon in moralischer Hinsicht nicht trainiert werden wollen.

Wenn jemand "auf der Straße" seinen Mann gestanden hat, vllt. im Bereich private Security oder behördliche Sicherheit (Polizei, Justiz etc.), und ich weiß das, klasse.
Wenn ich Probetraining mache, Trainer und Verein kennenlerne und die sich im Sparring gut verkaufen, klasse.

Wenn ich beides habe, noch besser.

Problematisch wirds eigentlich nur, wenn keiner der beiden Aspekte abgedeckt wird. "Straßenerfahrung" ist für mich aber nicht das wichtigste Kriterium, auch nicht bei Leuten die explizit SV anbieten.

Tangkapan
06-02-2015, 13:49
Völlig richtig. Wenn aber nichts dergleichen passiert wie oben schon beschrieben. Dann liegt in dieser falschen Vorstellung der Hase begraben. Ansonsten ist dass auch meine Einstellung. Bei uns ist Sparring in jeder trainingseinheit enthalten.manchmal besteht der Unterricht komplett aus Sparring für die ganze Session. Das gleiche im bodenkampf. Man lernt eben nie aus und ne ultimative sache gibt es eben nicht.

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Abstauber
07-02-2015, 16:43
Einige meiner Schüler haben sich verteidigen müssen, darunter mein Traningspartner, letzten sommer, stand er 5 Gegnern gegenüber und hat sich erfolgreich verteidigt. Ein anderer hatte es mit 3 zu tun. Tommys anderer gorup leader durfte sich gegen eine Handvoll Nazis nach einem Fussbalspiel verteidigen und ein anderes mal gegen 3 Typen am Bahnhof, nachts. Alle haben sich in diesen Situationen erfolgreich vertedigt, und keine dieser Situationen hat länger als 5 sekunden gedauert und das obwohl sie bis dahin nur Erfahrung im Untericht gesammelt haben. Dafür ist der Unterricht gedacht.

Wenn es so wäre, dass nur jemand SV unterrichten kann der sich auch verteidigen musste, so wäre es im Umkehrschluss, dass jemand der sich mal verteidigen musste qualifiziert ist SV zu unterrichten, was natürlich ein riesen Unsinn wäre. Qualifikation holt man sich im qualifizierten Unterricht und nicht erst im Ernstall, denn da wendet man das an was man gelernt hat, wenn man was gelernt hat. Was man im Ernstfall lernen kann, sind andere sachen als Technik, Taktik und Strategie. Man lernt dort z.B., dass man es eher mit meheren Gegnern zu tun hat und, dass keiner in eine KK stellung geht, bevor er einen angfreift, und das keiner dir vorher sein Messer zeigt, wenn er eins hat, solche Sachen lernt man da z.B.
Da man ja nicht alle diese Situtionen selber durchleben kann, es sei denn, man läuft rum und ist selber Agressor(aber dann ist es ja nicht SV, sondern umgekerht, oder?) müssen solche Situation im Traninig nachgestellt werden. Anders gehts nicht. Holodecks gibts leider nicht.

Saarbrigga
07-02-2015, 18:21
Ein anderer hatte es mit 3 zu tun. Tommys gorup leader in Düsseldorft durfte sich gegen eine Handvoll Nazis nach einem Fussbalspiel verteidigen

Ist zwar ein bisschen Off Topic, aber als Fussball-Sympathisant muss ich dazu kurz was loswerden.

Woher willst Du wissen, ob es sich dabei um Nazis handelte? Weil sie Glatzen hatten und Aggressiv waren?
Bei Fussballspielen findet man in der Regel selten Nazis. Wenn dann eher Möchtegern-Hooligans die auf Cool machen und sich mit Leuten prügeln, die nur da sind um ein Spiel zu schauen.

Unterschied zwischen Hooligan und "Hooligan":
- Hooligans prügeln sich nur ausserhalb von Fussballspielern in Wäldern etc. mit anderen Hooligans,
- "Hooligans" prügeln sich im Stadion mit Polizei und anderen Zuschauern, die es nicht auf Schlägereien abgesehen haben.

Sorry aber das musste kurz raus. :)

Sag einfach Deine Trainingspartner wurden von irgendwelchen Assis angegriffen...das waren die warscheinlich auch.


Peace

Abstauber
07-02-2015, 18:42
Ist zwar ein bisschen Off Topic, aber als Fussball-Sympathisant muss ich dazu kurz was loswerden.

Woher willst Du wissen, ob es sich dabei um Nazis handelte? Weil sie Glatzen hatten und Aggressiv waren?
Bei Fussballspielen findet man in der Regel selten Nazis. Wenn dann eher Möchtegern-Hooligans die auf Cool machen und sich mit Leuten prügeln, die nur da sind um ein Spiel zu schauen.

Unterschied zwischen Hooligan und "Hooligan":
- Hooligans prügeln sich nur ausserhalb von Fussballspielern in Wäldern etc. mit anderen Hooligans,
- "Hooligans" prügeln sich im Stadion mit Polizei und anderen Zuschauern, die es nicht auf Schlägereien abgesehen haben.

Sorry aber das musste kurz raus. :)

Sag einfach Deine Trainingspartner wurden von irgendwelchen Assis angegriffen...das waren die warscheinlich auch.


Peace

Ich weiß es, auf Grund dessen wie sie sich geäußert haben. Ich sagte nichts über wie lang nach dem spiel, wo genau und wer alles da war. Es waren auf jeden Fall rechte. Näher darauf kann ich nicht eingehen, schon allein aus Sicherheitsgründen ihm gegenüber. Spielt bei dem Thema auch keine Rolle, es waren halt ein paar männliche Angreifer mit niederen Beweggründen.

Soldier
07-02-2015, 19:20
5 Leute in unter 5 Sekunden platt gemacht? Ja genau. Mit ner P8 oder wie?

Abgesehen davon: Woher kommt eigentlich diese Vorstellung dass man es meist mit mehreren zu tun hätte? Meine Anzahl an erlebten gewalttätigen Konfrontationen ist deutlich zweistellig, und in der absoluten Mehrheit, mehr als 75% waren das 1 vs 1 geschichten. Auch wenn da manchmal noch andere rumstanden :D
Sind mein Freundeskreis und ich so sehr die Ausnahme von der Regel?

Abstauber
07-02-2015, 19:31
Was soll man dazu sagen:rolleyes: er hat die Zeit nicht gestoppt, gefühle 5 Sekunden, spielt so genau auch keine Korinthen. :cool:

Tangkapan
08-02-2015, 08:51
Bullshit und du weißt das auch. Man kann nicht einfach die Probe machen und sagen erfahrene Schläger könnten unterrichten. Es geht um eine nützliche Kombination. Du kannst keinen Geschmack beschreiben ohne es je geschmeckt zu haben. Es geht auch nicht darum jetzt da draußen sich andauernd zu schlagen. Es geht um Erfahrungen. Es geht nicht nur darum ob das Gym gut riecht oder aussieht. Es geht um die Summe der Dinge. Verschieden Menschen haben verschiedene Vorstellungen die sie umsetzen wollen.
Wenn ich aber immer wieder betone wie realitätsnah meine Sache ist sollte ich zumendest wissen was Realität ist und wie sie sich anfühlt. Ansonsten ist man nicht besser als die Leute die ihren Schülern messeabwehr mit hebelchen anbieten und behaupten das man dabei ohne Blutverlust davonkommen.

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AndyLee
08-02-2015, 09:45
Sehe ich genauso. Deshalb ja meine frage. Aber gleich zum 2. Punkt....
Was nutzt ein SV oder Jkd Kurs, wenn der Trainer davon keinen Plan hat?
Oder anders herum....
Wie will der Trainer wissen was funktioniert wenn er nie Gelegenheit hatte die sache auszuprobieren.anzuwenden?
Irgendwelche drills oder Szenarien geben ja nicht mal nen Ansatz zur Realität.

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Mir persönlich ist das viel zu theoretisch angelegt. Das fängt an mit der Frage: Wer entscheidet oder beobachtet denn, ob ein Trainer "keinen Plan" hat und hört mit der Frage auf, um welchen "Plan" es sich wohl handeln mag.

Wie du sicherlich weißt, gibt es mehrere JKD-Lager und erlebt habe ich es schon einmal, dass einer aus Lager 1 einem anderen aus Lager 2 schonmal vorgeworfen hat, er hätte keinen Plan, obwohl höchst kompetent.

Meines Erachtens spielt hier das Ego der Leute eine große Rolle. Heutzutage behauptet jeder, der z. B. 3 Jahre irgendetwas trainiert, von sich gut zu sein und viel zu wissen. Übrigens hier im Forum immer wieder gut zu sehen... eigentlich Neulinge, die vor allem das "Große und Ganze" noch gar nicht überblicken können, aber so ernsthaft mit-diskutieren, dass man meinen könnte, die sind schon Jahrzehnte im Geschäft.

Jeder ist was, will was sein. Darum geht es m. E. wirklich bei deiner Frage: der gemeine Egotripp. Letztlich kann ein Anfänger ja noch nicht mal wissen, ob der Karatelehrer vor ihm auch wirklich Karate trainiert... das JKD hat keinen Maßstab und ist mit seinem Anwender unmittelbar und persönlich verbunden. Jemand, der sich da nicht auskennt, wird eh nicht wissen, was er da trainiert. Letztlich ist es auch nur von Bedeutung, dass man etwas für sich tut, also z. B. JKD oder Karate trainiert. Es gibt auch soviele unterschiedliche Fitness-Angebote, dass es letztlich auch hier egal ist, was man trainiert... bei regelmäßigem Training wird man auf jeden Fall fitter... oder?

Ich muss hierzu noch etwas ergänzen: Heutzutage lenken immer mehr Leute den Fokus auf die Realität - was eigentlich nicht schlecht ist. Leider meinen davon viele Leute, dass Trainer, die keine Erfahrung in der Realität gesammelt haben (keine Schlägereien, keine Überfälle, etc.) keine Ahnung von dem haben können, was sie machen. Ich frage mich dann immer, was da wohl die Quintessenz von wäre: Alle Trainer erst mal in irgendein Ghetto einer Stadt und dort eine Schlägerei anzetteln... besser gleich zwei oder drei? Sich als Trainer absichtlich in problematische, unübersichtliche und für die Gesundheit und das Leben gefährliche Situationen begeben?

Was für ein Quatsch, wenn man diese Argumentation mal konsequent durchdringt. Fakt ist: Kaum ein Verein bzw. eine Schule macht in Deutschland professionelle Angebote, wie z. B. in den USA. Die, welche das machen, haben ihr Augenmerk eh' auf Wirtschaftlichkeit, also auf die Kohle. Außerdem habe ich vor Leuten, die sich häufig schlagen, überhaupt keinen Respekt sondern frage mich eher, zu welchem Typ die wohl gehören mögen: Kriminell oder psychisch instabil. Letztlich war niemand bei derartigen Schlägereien dabei, wenn einer von seinen "Erfahrungen" spricht und diese für sich und seine Argumentation ausschlachtet. So blauäugig bin ich nicht, jedem das zu glauben, was er sagt - womit wir wieder bei der Wirtschaftlichkeit, dem "Kohleverdienen" und der Werbung für sich wären... nirgendwo wird soviel gelogen und betrogen, wie im Kampfsport bzw. der Kampfkunst.

Über was diskutieren wir hier also, wenn du von "...nie Gelegenheit hatte die sache auszuprobieren..." Von so einem Macho-Gehabe oder vom Krieg?

Tangkapan
08-02-2015, 11:33
Guter Kommentar. Ich sehe dass ja auch so..es geht ja auch nicht darum hirnlose sxhläger zu promoten aber man sieht natürlich den unterschied bei zB menschen die sich im sicherheitsbereich betätigen und dadurch erfahrungen gwsammelt haben.JKD lebt ja con der hochgepriesenen individualität die aber auch meist als schutz gegen eigenes unverständniss oder unfähigkeit herhalten muss.
mir geht es dabei um die von dir benannten Experten die nach 3 bis 4 Jahren rumlabern. Und was ein Trainer taugt stellen die Leute meist dann fest wenn es drauf ankommt. Wenn ich meine frage hier auf den Ego Trip gepunktet hätte wäre gleich wieder der Teufel los gewesen, und auch die jkd Lager Geschichte ist ausgelutscht und bringt gar nichts. Es ist wie du sagst zum großen Teil eine sache des Egos. Das fängt als interessierter Schüler an und führt weiter wenn man selber unterrichtet. JKD und Wing Chun führen diese Ego trips an. Mir Persönlich ist es egal wer was macht da es völlig unerheblich ist ob da JKD oder sonst etwas davor steht. Letztlich gibt es kein perfektes oder überlegene System und es ist zweitrangig wie der Lehrer heißt und von wem er lernte da ich als Anwender damit fertig werden muss. Ich habe natürlich auch aus geschäftlichen Interesse gefragt da ich immer an Meinungen anderen zu bestimmten "Produkten" interessiert bin um mein Produkt zu verbessern oder meine Leistung gegenüber meinen Schülern und Kunden zu optimieren.
Wir leben in einer Zeit in der die sogenannten Krieger nichts mehr zu melden haben. Das ist für viele auch echt gut so. Aber die heutigen die sich im octagon rumschlagen werden ausgelacht und als Sportler fern der Realität abgetan
obwohl sie weitaus härter und öfter trainieren und im Ring ihre Erfahrung sammelst als der Rest der sich darüber lustig macht.

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AndyLee
08-02-2015, 12:08
Alles klar... dann habe ich das jetzt verstanden.

Die Philosophie "Using no way as way, having no limitation as limitation" muss auch erst einmal verstanden werden. Ich bin der Überzeugung, dass hierzu nicht nur Erfahrung notwendig ist, sondern auch eine gewisse geistige Reife und Lebenshaltung sowie die Fähigkeit, aus all diesen Zutaten die für sich stimmigen Rückschlüsse im Bezug auf sein Leben ziehen zu können. Dieses Optimum wiederum ist dann auch nichts zum Vorzeigen, sondern bildet den eigenen Maßstab. Darum geht es für mich: Den eigenen Horizont, den eigenen Maßstab auszuloten.

Dieser Ewige "run" nach Anerkennung, um sein bisschen Selbstbewusstsein aufzupeppeln bzw. in Waage zu bingen/halten wird mir immer suspekter. Genauso suspekt wird es, wenn es um Kohle geht... da wird jedes Mittel benutzt, was sich ergibt. Das fängt damit an, zu beweisen, weil man hier und dort und bei dem trainiert hat, ist man der King und Master of Masters, geht weiter mit der plumpen Behauptung, nur mit praktischer Erfahrung ist man überhaupt wer und müsse Beachtung finden und hört dort auf, wo man mit seinen Graduierungen hantiert, als wären es Jonglierbälle.

Immer weniger Menschen gehen diesen Dingen wirklich auf den Grund, wobei sich m. E. Oberflächlichkeit, rudimentäres Gerede und Stammtischparolen als neue Generation der Kampfkunstphilosophie herausbildet. Äußerlich ist man Selbstbeherrscht, innerlich ein Pulverfass. Es wird nicht gefragt, wer wohl ein Interesse daran hat, Schlägereien und Krieg salonfähig zu machen... die Aussage ist: Ich habe dies und das durchgemacht - schaut auf mich, ich bin der Held und habe überlebt. Wer überlebt hat immer Recht.

Nunja... wer überlebt, hat zumindest die Möglichkeiten, Geschichten zu erzählen. Ob die dann stimmen... Auf jeden Fall glaube ich nicht, dass so jemand wirklich verstanden hat, worum es im Leben wirklich geht, wobei der Wirbel um Ruhm und Anerkennung eigentlich nur die Nebenkriegsschauplätze der Gestaltung des eigenen Lebens sind. Wenn Kampfkunst auch als Spiegel der eigenen Lebensrealität zu bezeichnen ist, kann man sich ausmalen, über was wir hier diskutieren...

Tangkapan
08-02-2015, 12:40
Yep 👍
Ein schlauer Mann sagte mal Jun Fan Gung Fu is the tool and JKD is the Philosophy. .
Und Philosophieren hat nichts mit Parolen oder Doktrin zu tun.

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AndyLee
08-02-2015, 13:28
Schön auf den Punkt gebracht.

Medaka
08-02-2015, 15:14
Wer SV unterrichtet sollte Ahnung davon haben. Erfahrungen in dem Bereich gemacht zu haben ist sicher gut, aber keinesfalls Vorraussetzung. Der Trainer muss auch selbst nicht SV-tauglich sein, solange er das Wissen darüber vermittelt. Zu beurteilen welches Wissen wirklich Wissen und was Humbug ist, ist eine lebenslange Aufgabe.

AndyLee
08-02-2015, 15:22
...wobei doch die grundsätzliche Frage ist, ab welchem Punkt man genau soviel an Wissen angehäuft hat, dass man dies als Trainer - ohne wenn und aber - weitergeben darf.

Tangkapan
08-02-2015, 15:32
Na , Humbug würde ich nicht sagen. Aber sehr schwer für Anfänger.

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