Vollständige Version anzeigen : Differzen mit dem zweiten Trainer
Da es mich gerade selbst betrifft, würde ich gerne mal ein etwas schwieriges Thema anschneiden.
Es geht es darum, dass es zwischen unserem „alteingesessenen“ Trainer und mir inzwischen arge Differenzen gibt, die inzwischen auch die Gruppe selbst belasten. (wenn man so will ein Generationenkonflikt)
Dazu muss ich erwähnen, dass ich die Gruppe vor ~2-3 Jahren, aufgrund einer schweren Krankheit des anderen Trainers, quasi übernommen habe.
In dieser Zeit habe ich meine Vorstellung von „Ju-Jutsu“ unterrichtet und damit so glaube ich zumindest, auch einige Leute begeistern können.
Zumindest vervierfachte sich die Zahl der aktiven Mitglieder in dieser Zeit, was allerdings auch nicht schwer ist, wenn vorher meist nur 5 Mann auf der Matte standen.
Nun geht es dem alten Trainer gesundheitlich wieder etwas besser, was mich natürlich auch sehr freut, versteht mich da bitte nicht falsch.
Seit es ihm aber besser geht kommt er wieder ins Training und leitet dieses, als ob er nie weg gewesen wäre.
Dabei unterrichtet er leider auch das „Ju-Jutsu“ von dem ich mich immer ganz klar distanziert habe, sehr technisch, sehr „oldschool“, sehr Prüfungsorientiert und ohne praktische Anwendungen.
Klar er kennt nichts anderes aber diese Art von Training hat schon einmal dafür gesorgt, dass der Verein fast geschlossen wurde weil kaum noch jemand kam.
Verstärkend kommt dann noch hinzu, dass er dazu neigt seine „Lieblinge“ zu trainieren, während er den Rest mit einem Prüfungsprogramm in der Hand ziemlich alleine lässt.
Auf der anderen Seite sagt ihm aber auch überhaupt nicht zu, was ich mit den Leuten mache und das führt schon zu reiberein. Ich mag seinen Stil nicht und er meinen nicht, soweit so menschlich.
Zunächst habe ich mich zurückgehalten, immerhin hat er den Verein vor 30 Jahren gegründet und er ist auch immer noch Spartenleiter, es ist sein Baby aber inzwischen brodelt es schon in mir.
Die Gruppe selbst reagiert sehr gespalten auf die aktuelle Situation, einige Leute von „Früher“ begrüßen seine Rückkehr, während gerade die Leute die erst später dazu gekommen sind und hauptsächlich unter mir trainiert haben, mit der neuen Situation wenig anfangen können.
Das ging zum Teil schon soweit das aus der Gruppe gefragt wurde, wer das nächste Mal das Training leitet und dann ein Teil einfach nicht kam.
Da baut sich inzwischen eine Spannung auf, die der ganzen Situation nicht gut tut und wo es wohl irgendwann knallen wird.
Ich habe schon mal den Versuch gemacht, getrennt Trainingstage vorzuschlagen aber darauf wollte er sich nicht einlassen, wir könnten doch alle zusammentrainieren, da wäre "doch nichts dabei".
Doch gerade weil er mich schon einige Male hinter meinem Rücken „korrigiert“ hat und er sich dann auch gerne mal ein paar Leute zur Seite nimmt um mit denen einfach was anderes zu machen, sehe ich das mehr als kritisch.
Wenn ich ehrlich bin ist es wohl für mich an der Zeit weiterzuziehen und mir was anderes zu suchen. Doch da ich jetzt schon von einigen Leuten gebeten wurde doch zu bleiben, fällt mir der Abschied recht schwer.
Mich würde jetzt einfach interessieren, ob einige von euch schon ähnliche Erfahrungen gemacht haben, wie sie damit umgegangen sind und ob es irgendeinen einvernehmlichen Weg gab, die Situation zu klären.
Habe ähnliche Erfahrungen gemacht in meinem ersten Karateverein, allerdings als Schüler, nicht als Trainer. Der Verein hat sich dann gespalten und jeder der beiden Trainer hat sein Ding für sich gemacht.
Bestünde nicht die Möglichkeit, dass du eine eigene Gruppe aufmachst? Wer möchte wechselt halt zu dir, wer nicht, der lässt es.
Bestünde nicht die Möglichkeit, dass du eine eigene Gruppe aufmachst? Wer möchte wechselt halt zu dir, wer nicht, der lässt es.
Schwierig, dass habe ich ja schon mal vorgeschlagen aber er hat abgelehnt da er meinte dazu würde doch keine Veranlassung bestehen.
Hinzu kommt, dass er nur ein paar Meter von der Halle entfernt wohnt und entsprechend so oder so kommen würde, wenn er wüsste das Training statt findet.
Tja und er würde sich wohl kaum auf die Rolle des stillen Zuschauers beschränken.
Naja, in derselben Halle geht nicht. Ich würde mir eine andere suchen, evtl. ein anderer Ort oder Stadtteil. Und ihm das natürlich so kommunizieren, dass du dein eigenes Ding machen willst und er bei deinem Training maximal als Schüler auftauchen kann. ;)
Naja, in derselben Halle geht nicht. Ich würde mir eine andere suchen, evtl. ein anderer Ort oder Stadtteil. Und ihm das natürlich so kommunizieren, dass du dein eigenes Ding machen willst und er bei deinem Training maximal als Schüler auftauchen kann. ;)
Ahso nein, das wäre jetzt keine Option für mich.
Zum einen ist der Ort recht klein und ich möchte meinem alten Verein sicherlich keine Konkurrenz machen, zum anderen gelüstet es mich auch nicht nach nem Trainerjob.
Ich trainiere eigentlich viel lieber selbst aber durch die damalige Konstellation wurde ich mehr oder weniger in die Situation "hineingedrängt".
Hätte ich damals nicht gesagt: "Ok ich mach es.", wäre die Sparte wohl geschlossen worden.
Entsprechend hätte ich auch kein Problem zu sagen: "War ne schöne Zeit aber jetzt ziehe ich weiter und such mir was neues."
Allerdings ist da ja die Trainingsgruppe die ich die letzten Jahre aufgebaut und trainiert habe und die mir schon fehlen würde.
Außerdem brauchen einige der Jungs die Sachen auch tatsächlich für ihren Job (hab zum Bsp. viele aus der Justiz dabei) und da fühle ich mich schon verpflichtet, denen reinen Wein einzuschenken.
TeamGreen
22-03-2015, 12:56
Mach doch ne private Gruppe auf. Du musst ja nicht zwingend einen Konkurrenzladen zu deinem alten Verein aufmachen.
TeamGreen
22-03-2015, 12:59
Alternativ: wenn es doch was öffentliches sein soll, mach doch was unter einem anderen Label bzw. binde dich organisatorisch woanders an. Du erwähntest ja mal, daß du inhaltlich ja ohnehin inzwischen recht weit von DJJV-Durchschnitt entfernt bist.
Kannst du dich nicht mit dem anderen Trainer zusammensetzen und mal in aller Ruhe deinen Standpunkt erläutern?
Vllt könnt ihr ja was paralell aufziehen(im selben Training)?
Wenn nicht bist du hinterher zumindest klüger und kannst immernoch Konsequenzen ziehen.
Darüber zu sprechen ist natürlich der erste Schritt, keine Frage.
Das habe ich auch schon versucht, allerdings habe ich das Gefühl, dass auf der anderen Seite einfach das Verständnis fehlt.
Er sieht da "offiziell" weder Differenzen noch Handlungsbedarf, evtl. einfach auch nur um den Konsequenzen aus dem Weg zu gehen.
Denn eigentlich möchte er mich glaube ich als "Co-Trainer auf Abruf" ganz gerne behalten nur funktioniert das eben nicht, da dafür unser Verständnis was JuJu seien sollte, einfach zu unterschiedlich ist.
Wie schon geschrieben, mich zieht es außerhalb meiner jetzigen Gruppe eigentlich nicht zur Trainertätigkeit und wenn ich die Jungs mitnehme, kann mein alter Verein eigentlich dicht machen.
Das würde ich mir auch nicht wünschen.
Ich würde mir also etwas neuen suchen, wobei ich dann natürlich das selbe Problem hätte wie damals, als ich hierhin gezogen bin.
JuJu war damals ja meine einzige Alternative, weil es hier in der Gegend sonst einfach kaum etwas gibt.
TeamGreen
22-03-2015, 13:27
Falls der Zuspruch für dein Training so groß ist, wie du vermutest: meinst du nicht, daß deine Mitstreiter ohnehin über kurz oder lang wieder bei dir vor der Tür stehen werden, wenn sich rumsprichst, daß du nun woanders aktiv bist? Und täte es nicht insgesamt gut, wenn dein Verein und der besagte Trainer mal merken, daß wir nicht mehr in den 80ern leben und man mit heiterem Ringelpiez mit Anfassen heute keinen Blumentopf mehr gewinnen kann?
Alfons Heck
22-03-2015, 14:02
Das wird nichts mit deinem ehemaligem Trainer und dir.
Möglichkeiten:
Wenn es ein Verein ist
- mit dem Vorstand reden und klären ob er oder du die Sparte leiten
- mit dem Vorstand reden und eine Sparte Berojutsu vorschlagen
- austreten und beim Verein im Nachbardorf eine Gruppe aufbauen
- austreten und dir etwas neues als Schüler suchen
Wenn es etwas kommerzielles ist
-kündigen
Ich habe auch als Schüler die Abteilung von meinem damaligem Trainer "übernommen". Was nicht zusammenpasst kann man auch nicht aus langjähriger Verbundenheit zusammenhalten mM.
Gruß
Alfons.
[...]Wenn ich ehrlich bin ist es wohl für mich an der Zeit weiterzuziehen und mir was anderes zu suchen. Doch da ich jetzt schon von einigen Leuten gebeten wurde doch zu bleiben, fällt mir der Abschied recht schwer.[...]
Wenn du schon an dem Punkt angekommen bist, solltest du vielleicht besser auf deine innere Stimme zu hören.
Dein Kollege erscheint deiner Schilderung nach ausgesprochen uneinsichtig, kritikunfähig und beratungsresistent zu sein. Nicht gerade gute Voraussetzungen für eine gute Zusammenarbeit. Sämtliche deiner Versuche, die Situation positiv zu beeinflussen, sind an dieser Person gescheitert. Spielraum, dort noch etwas zu bewirken, sehe ich nicht sondern nur, dass alle Beteiligten unter den Zuständen leiden. Dass du es nötig hast, dir das anzutun, glaube ich auch nicht. Deine Schäfchen scheinen viel von dir und deiner Art des Trainings zu halten. Ob sie dir auch woanders hin folgen, ist keine Garantie, aber könnte durchaus einen Versuch wert sein. Wie hier schon erwähnt wurde, musst du ja nicht gleich eine Tür weiter einen eigenen Verein gründen. Wenn du für den Anfang erstmal privat Training anbietest, würdest du schonmal sehen, wie die Resonanz ist. Alles weitere entwickelt sich ja in der Regel daraus. Und wenn nicht, ist ein guter Trainer wie du woanders sicher gern gesehen. :)
Danke erst einmal für die Antworten, meine Motivation diesen Bericht hier zu scheiben, war ja vor allem mal verschiedene Erfahrungen und unterschiedliche Sichtweisen zu hören.
Die ganze Sache ist etwas verzwickt und ich trag mich da jetzt auch schon seit ca. nem halben Jahr mit rum.
Mir wäre an dieser Stelle noch mal wichtig zu erwähnen, dass ich die Beweggründe des anderen Trainers menschlich durchaus nachvollziehen kann. Ich möchte hier nicht so genau drauf eingehen aber ich kann durchaus verstehen warum er sich so verhält und er tut dies sicherlich nicht aus böser Absicht.
Viel eher ist er wohl selbst mit der Situation überfordert und tut deshalb so, als ob nix wäre.
Ich merke aber einfach, dass es so nicht mehr lange weiter geht und das sich die reiberein auch in gewisser Hinsicht hochschaukeln.
Als jetzt die Leute anfingen zu fragen wer denn das nächste Training macht und dann einfach nicht kamen (wofür ich auch Verständnis habe), zeigte mir das deutlich wie tief die Spaltung schon ist.
Ich glaube ehrlich gesagt auch nicht, dass die Sparte eine große Zukunft hat wenn es so weiter geht aber ich möchte daran keine direkte Mitschuld tragen.
Eher suche ich mir ganz was neues oder gehe zum JJ-Verein in der Nachbarstadt, da bin ich ohnehin des Öfteren zu Gast.
Wie schon geschrieben, ich denke ohne die Leute in meinem alten Verein wäre ich diesen Schritt auch schon gegangen aber die Truppe würde mir schon fehlen.
Naja, wenn's einen "Verein in der Nachbarschaft" gibt, mit dem du ohnehin schon liebäugelst, red' mit den Leuten an denen du hängst und erzähle ihnen von deinem Vorhaben zu wechseln. Kann ja dann jeder selber entscheiden, ob er mit geht oder nicht.
Naja, wenn's einen "Verein in der Nachbarschaft" gibt, mit dem du ohnehin schon liebäugelst, red' mit den Leuten an denen du hängst und erzähle ihnen von deinem Vorhaben zu wechseln. Kann ja dann jeder selber entscheiden, ob er mit geht oder nicht.
Naja "Nachbarschaft" trifft es nicht wirklich, ich wohne quasi in der Mitte zwischen den beiden Städten, für mich macht es Entfernungstechnisch keinen Unterschied.
Für die meisten anderen bei uns wäre das aber wohl zu viel Fahrerei.
Hundertzehn
22-03-2015, 18:08
Schwierig, dass habe ich ja schon mal vorgeschlagen aber er hat abgelehnt da er meinte dazu würde doch keine Veranlassung bestehen.
Das ist ein Kommunikationsproblem. Wahrscheinlich gibt es für ihn tatsächlich keine Veranlassung dafür, irgend etwas am status quo zu ändern. Und dann musst du ihm halt klar machen, dass DU ein Problem mit der aktuellen Situation hast. Entweder, er nimmt dich ernst und versucht, gemeinsam mit dir dieses Problem zu lösen. Oder er nimmt dich nicht ernst/ihm ist es egal - dann musst du für dich eine Lösung suchen - ohne ihn.
Aus eigener Erfahrung kann nur aus Sicht des Trainierenden berichten. In meinem alten Verein gab es persönliche Differenzen zwischen zwei Trainern, die sich auch auf alle Gruppen übertragen haben. Das ist soweit eskaliert, das Trainer A hinter dem Rücken von Trainer B gegen ihn gehetzt hat, andere Trainer offen gegenüber den Trainierenden. Als Trainer B im Urlaub war, hat man ihn nach über 15 Jahren Mitarbeit im Verein rausgeworfen.
Für mich gab es nur eine Konsequenz: Sofortige Kündigung aus diesem Anlass und unmissverständliche Ansage an Trainer A.
freakyboy
22-03-2015, 18:30
Manchmal könnte man echt meinen bei KKlern herrscht der größte Kindergarten. Was man da so mitbekommt, hab ich noch in keinem "normalen" Sportverein erlebt...
Manchmal könnte man echt meinen bei KKlern herrscht der größte Kindergarten. Was man da so mitbekommt, hab ich noch in keinem "normalen" Sportverein erlebt...
Sagt dir FIFA und Blatter was? :D Auch wenn es kein Verein ist. ;)
Ich hab erst KKBler gelesen... :D
Och, früher gings hier doch auch ganz lustig zu. :hehehe:
freakyboy
22-03-2015, 19:15
Ich hab erst KKBler gelesen... :D
Wäre das etwa so abwegig? :D
Wäre das etwa so abwegig? :D
Ganz im Gegenteil. Aber das hilft glaub ich dem TE nicht weiter. ;)
freakyboy
22-03-2015, 19:28
Ganz im Gegenteil. Aber das hilft glaub ich dem TE nicht weiter. ;)
Ach, vielleicht kann er Rückschlüsse ziehen :D
Sowas habe ich auch mal durch gehabt, andere wollten das Old School JJ und ich habe mal was anderes gezeigt, wie man mir immer sagte das was du da machst ist kein JJ. Obwohl ich mich ans Prüfungsprogamm gehalten habe.
Nun habe ich mich entschlossen aus dem Verein nach 17 Jahren zu treten.
Alfons Heck
22-03-2015, 21:06
Seht es mal etwas entspannter was die beiden Trainer betrifft:
Jeder hat seine Erfahrungen aus denen sich sein Training zusammensetzt.
Wenn die Schnittmenge bzw der Schwerpunkt zu stark divergieren ist eine Trennung unvermeidlich.
Das ist alles - da hilft kein Stuhlkreis oder Mediator. Das müßen jetzt nur noch Bero und sein Trainer schnallen.
Was die Schüler anbelangt:
Da würde ich mir aus eigener Erfahrung gar keinen Kopf drüber machen. Jeder Schüler der von seinem Trainer und dem Inhalt überzeugt ist macht da weiter. Die Masse, die schreit A (B) hat recht, ist innerhalb des nächsten Jahres eh nicht mehr im Training. Da sind die Gründe beliebig umfangreich von:
Muß jetzt voll in die Arbeit einsteigen über meine Omi hat ständig Geburtstag bis zu; ich bin dann mal weg ist alles dabei.
Aus meiner Sicht solltest du (Bero) für Dich entscheiden und dabei deine (eure) Schüler völlig ausblenden. Im Zweifelsfall interessiert die weder der Sport noch der Trainer (dich).
Gruß
Alfons.
Och, früher gings hier doch auch ganz lustig zu. :hehehe:
Stimmt.
du wirst keine Eierlegende-Wollmilchsau finden. Wenn du das Ganze als Problem siehst, dann löse es auch. Die Leute denen das Training vom alten Trainer nicht gefällt, werden bald eh nicht mehr da sein auch wenn du weiterhin da bleibst aber er das Training leitet.
Musst dir auch keine Schuld geben wenn der Verein dicht macht, liegt ja am alten Trainier und seinen Trainingsinhalten. Je früher du das sinkende Schiff verlässt um so weniger wirst du nass :D
@Bero
Das was du beschreibst kenne ich sehr gut. Allerdings von der andern Seite her. Sobald unser Cheftrainer krank oder im Urlaub oder anderweitig nicht verfügbar ist, sind die meisten seiner Schüler von chronischer Unlust befallen. Natürlich spricht das für das Training des Cheftrainers und ist auch gut so. Es ist halt nur für die Leute doof, die Trainingsvertretung machen und plötzlich vor nem leeren Raum stehen, ohne dass auch nur einer n Wörtchen gesagt hat. :mad:
Seht es mal etwas entspannter was die beiden Trainer betrifft:
Jeder hat seine Erfahrungen aus denen sich sein Training zusammensetzt.
Wenn die Schnittmenge bzw der Schwerpunkt zu stark divergieren ist eine Trennung unvermeidlich.
Das ist alles - da hilft kein Stuhlkreis oder Mediator. Das müßen jetzt nur noch Bero und sein Trainer schnallen.
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Aus meiner Sicht solltest du (Bero) für Dich entscheiden und dabei deine (eure) Schüler völlig ausblenden. Im Zweifelsfall interessiert die weder der Sport noch der Trainer (dich).
Natürlich hast du völlig recht, am Ende geht es nur um einen selbst.
In dieser Hinsicht bin ich vielleicht auch ein wenig Egoistisch, einer der Gründe warum ich an meiner Gruppe so hänge ist ja, dass sich die Jungs genau so gerne Prügeln wie ich. ;)
Naja, ist alles ne blöde Situation, auf der einen Seite kann ich dem zweiten Trainer gar nicht wirklich böse sein, auf der anderen ärgere ich mich einfach und das immer wieder aufs Neue.
Am Ende werde ich wohl um den Schnitt nicht herumkommen, so schade ich das auch finde.
Mir liegt aber auch nix an Ärger und schon gar nicht an bösem Blut, es ist ja letztendlich nur ein Hobby.
Tja aber: "Geh doch einfach." ist eben auch leichter gesagt als getan und ich denke, ein solcher Entschluss braucht eben auch Zeit zu "reifen".
Immerhin habe ich ja auch ein paar Jahre meines Lebens in den Verein und die Gruppe investiert.
Wichtig ist wohl vor allem, dass man sich zum Absprung durchringt, bevor man was kaputt macht.
Eskrima-Düsseldorf
23-03-2015, 07:23
Fordere ihn zum Duell... der Überlebende bekommt den Verein ;)
Nein, ernsthaft - mach Dein eigenes Ding.
Ich mache derzeit auch nur einmal die Woche JuJutsu, weil mir die Ausrichtung an den anderen Tagen nicht passt. Dafür nehme ich möglichst jede Einheit Kali wahr, weil ich da das Gefühl habe, dass es zu mir passt und die Trainer und weiterbringen möchten.
Zum Thema von Bero, Leute kommen und gehen, sowohl bei den Schülern als auch bei den Trainern, es ist deine Freizeit und die solltest du so verbringen, dass DU zufrieden bist.
[...] Die Leute denen das Training vom alten Trainer nicht gefällt, werden bald eh nicht mehr da sein auch wenn du weiterhin da bleibst aber er das Training leitet.
Musst dir auch keine Schuld geben wenn der Verein dicht macht, liegt ja am alten Trainier und seinen Trainingsinhalten. Je früher du das sinkende Schiff verlässt um so weniger wirst du nass :D
Gut auf den Punkt gebracht!
Natürlich hast du völlig recht, am Ende geht es nur um einen selbst.
In dieser Hinsicht bin ich vielleicht auch ein wenig Egoistisch, einer der Gründe warum ich an meiner Gruppe so hänge ist ja, dass sich die Jungs genau so gerne Prügeln wie ich. ;)
Naja, ist alles ne blöde Situation, auf der einen Seite kann ich dem zweiten Trainer gar nicht wirklich böse sein, auf der anderen ärgere ich mich einfach und das immer wieder aufs Neue.
Am Ende werde ich wohl um den Schnitt nicht herumkommen, so schade ich das auch finde.
Mir liegt aber auch nix an Ärger und schon gar nicht an bösem Blut, es ist ja letztendlich nur ein Hobby.
Tja aber: "Geh doch einfach." ist eben auch leichter gesagt als getan und ich denke, ein solcher Entschluss braucht eben auch Zeit zu "reifen".
Immerhin habe ich ja auch ein paar Jahre meines Lebens in den Verein und die Gruppe investiert.
Wichtig ist wohl vor allem, dass man sich zum Absprung durchringt, bevor man was kaputt macht.
Bero mir ging es genauso es wird eine harte Zeit aber irgendwann ist es vorbei. Ich finde man sollte die Chance nutzen und vielleicht lernt man was neues kennen und man blüht wieder auf. Mit den Sportlern kann man sich ja trotzdem privat treffen und trainieren oder auch ein Bierchen trinken gehen. ;)
Eine Tür schließt sich, dafür gehen drei neue auf. Freue dich auf die Dinge die auf dich zukommen werden. :)
Entsprechend hätte ich auch kein Problem zu sagen: "War ne schöne Zeit aber jetzt ziehe ich weiter und such mir was neues."
Allerdings ist da ja die Trainingsgruppe die ich die letzten Jahre aufgebaut und trainiert habe und die mir schon fehlen würde..
Im Endeffekt sage ich jetzt auch nur das was du schon erkannt hast und die meisten anderen auch schon gesagt haben :-)
Zieh weiter, und überlass den Leuten ihre Entscheidung ob sie dir folgen wollen (wohin auch immer, ob mit dir als Trainer oder einfach nur als zusammen Trainierende) oder nicht. Klingt zwar hart, aber letztlich läuft es sowieso darauf hinaus, die Frage ist nur wie lange ihr bzw die Situation euch bis dahin auf die Nerven geht.
Ist natürlich auch alles andere als das Gelbe vom Ei, aber wie wäre es noch ein weiteres Mal das Gespräch zu suchen, ihm nochmals (sachlich, offensichtlich) erklären, daß es für dich so kein Zustand mehr sei und ihn dann schon einmal drauf hinzuweisen (dabei klar machen, daß es kein Versuch von billiger Erpressung sein soll; mach ihm klar, daß du ihn verstehst, es für dich aber so nicht passt), daß du im schlimmsten Fall ernsthaft in Erwägung ziehst zu gehen.
Muss natürlich mit einem gewissen Feingefühl erfolgen, damit er sich nicht erpresst, genötigt oder sonst etwas fühlt und dann pampig wird oder sonst was.
Ob er sich selbst eingesteht oder nicht, ich denke ihm wird klar sein, daß er auf diese Art auch einige Mitglieder verliert, egal ob das deine Intention ist oder nicht; vielleicht zieht er unter diesen Umständen dann doch zwei separate Trainingsgruppen oder einen anderen Kompromiß in Betracht.
Sollte im Endeffekt ja auch für ihn erstrebenswerter sein, als wenn es im schlimmsten Fall wirklich zur Schließung des Vereins kommt, denn dann hat er ja auch nichts mehr.
Ist offensichtlich nicht gerade eine revolutionäre Idee, daher nehme ich an, wird dir das selber schon in den Sinn gekommen sein :o .
Nochmal Danke für die rege Beteiligung und auch für die konstruktiven PM´s.
Mir ging es natürlich nicht darum, dass mir jemand sagt was ich tuen soll aber es hilft bei der Entscheidungsfindung schon, wenn man einfach mal die Erfahrungsberichte anderer liest.
Ich denke und die Antworten hier haben es noch mal bestätigt, dass ich mit meinem Problem nicht alleine stehe, solche Konflikte kommen ja immer wieder und in ähnlicher Ausprügung vor.
Für mich es klar, dass es dauerhaft so nicht weiter geht und am Ende muss ich mir ohnehin selbst der nächste sein.
Ich werde wohl noch mal versuchen ein Gespräch zu suchen und mich zu den Sommerferien entscheiden, ob es das für mich war.
Den Mai über geht der andere Trainer noch mal in Kur/Reha, dass werde ich wohl noch Auffagen.
Ich sehe 3 Möglichkeiten.
1. Das intesieve Gespräch, wo du dann ganz klar darlegst, was deine Standpunkte zum Thema sind.
2. Du machst im Training dein Ding. Quasie 2 Gruppen Unterricht im ein Raum.
3. Du verlässt den Verein und wahrscheinlich ziehen die neuen mit dir mit und evtl. paar alte (wenn es da welche gibt, die deine Art von Training begrüßen). Aber am besten erwähnt man dass dann vorher in der Gruppe das man den Verein verlässt. Bei mir ist auch schon mal ein Trainer wegen internen Spannung von Heute auf morgen gegangen (also als ich noch nicht bei Randori Pro war)
hans-charles
24-05-2015, 07:08
Hallo freakyboy,
da stimme ich Deinen Worten zu.
Der Budo-Geist, den gibt es in vielen Kampfsport-Büchern - scheinbar nur dort.
Manchmal könnte man echt meinen bei KKlern herrscht der größte Kindergarten. Was man da so mitbekommt, hab ich noch in keinem "normalen" Sportverein erlebt...
:):)
Es müßte doch möglich sein, mit dem alten Trainer ein Gespräch zu führen und mit den anderen Mitgliedern gemeinsam eine Lösung zu finden.
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