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Vollständige Version anzeigen : Rickson Gracie Seminar 2018



Björn Friedrich
12-02-2018, 17:20
Bestimmt nicht für alle interessant, aber schönes Seminar über das innere Jiu Jitsu.....Für mich nach meinen jahrelangen Ausflügen in die inneren Kampfkünste, schön zu erleben, das so eine Legende wie Rickson, auch in diese Richtung geht.....


https://youtu.be/Jh3K4ttwuyg

sivispacemparabellum
13-02-2018, 13:35
Auf jeden Fall sehenswert. Mag zwar den Stil nicht. Ist aber mit einigen guten Hinweisen zu Base und Gewichtsverlagerung und vor allem Körperstruktur.
Gut finde ich die Art des Unterrichts. Er nimmt jedes mal eine Person, lässt sie probieren, führt es selbst vor und lässt die Person es mit den neuen Hinweisen probieren.

OliverT
13-02-2018, 13:38
Was meinst du mit Stil? Seine Jiu Jitsu, seine Art ...?
Und was magst du daran nicht?

maxcreator
14-02-2018, 00:05
https://www.flograppling.com/articles/6112199-why-rickson-gracies-views-on-sport-jiu-jitsu-and-self-defense-are-outdated
interessant

jkdberlin
14-02-2018, 08:41
Interessant, längst überfällig...wird nur nicht viel bringen. Gebetsmühlenartig wird das weiter wiederholt werden, ohne das es richtiger wird....

OliverT
14-02-2018, 09:03
https://www.flograppling.com/articles/6112199-why-rickson-gracies-views-on-sport-jiu-jitsu-and-self-defense-are-outdated
interessant
Die Situationen auf die es ankommt sind aber eher die, in denen man seinem Gegener nicht sofort sein Game aufzwingen kann. Und wenn man dann noch nicht mit Schlägen trainiert hat und anfängt irgendwelche open Guard Geschichten zu nutzen ohne dabei auf Punchprotektion zu achten, kann es auch schnell mal in die Hose gehen.

Björn Friedrich
14-02-2018, 10:24
Alleine die Angewohnheit den Gi zu greifen ist schon ein riesen Fehler für die SV. Man hat das in den frühen UFCs gesehen, Top-Sport Leute sind untergegangen, weil sie die Transition von Gi auf No-Gi nicht geschafft haben.

Heutzutage können viele junge BJJler überhaupt keine Takedowns, weil nur Boden unterrichtet wird. Letzens kam ein Gastschüler zu mir und wir haben ihm einen Single Leg Takedown gezeigt, er fand ihn ganz gut, war aber traurig das er ihn nicht einsetzen darf, weil Laut Regelwerk der Kopf beim Single in seiner Klasse nicht aussen sein darf.

Letztes Jahr kam ein anderer Gastschüler zu mir, Weißgurt aus Australien. Er wollte das ich ihm 411 Techniken zeige, aber er hatte überhaupt keine Basics.....

Für Leute die in den Neunzigern BJJ gelernt haben, ist die Debatte hinfällig, weil die alle kämpferisches BJJ gelernt haben.

Aber die junge Generation die erst jetzt BJJ lernt, leidet extrem unter dem sportlichen Reglement, bzw. sieht BJJ sowieso nicht als SV, sondern als Sport.

Es zählt nicht was die besten Athleten mit BJJ anstellen können, sondern der Durschnittsanwender, der kein geborener Athlet und Kämpfer ist und genau da fallen die Unterschiede von Sport und SV stark ins Gewicht.

Wier gesagt heute, vor 20 Jahren war das noch komplett anders.

jkdberlin
14-02-2018, 11:29
Heutzutage können viele junge BJJler überhaupt keine Takedowns, weil nur Boden unterrichtet wird. Letzens kam ein Gastschüler zu mir und wir haben ihm einen Single Leg Takedown gezeigt, er fand ihn ganz gut, war aber traurig das er ihn nicht einsetzen darf, weil Laut Regelwerk der Kopf beim Single in seiner Klasse nicht aussen sein darf.

Gilt für Weißgurte und ist auch für die SV eine ganz gute Regel...

Royce Gracie 2
14-02-2018, 17:22
Sehr geiles Video.

Im Grunde ist Inneres Jiu Jitsu für mich ein unnötiges Wort.
Es geht einfach um Balance,Connection und Struktur und wie sich das extrem auswirkt .

Das ist quasi mein to go Zaubertrick wenn ich neue Leute bei mir im Training habe die mir körperlich total überlegen sind.
Ich geh in die Sidemount und die sollen rauskommen.
Das klappt bei Anfängern fast immer , dass die sich kein Zentimeter bewegen können auch wenn sie 30 Kilo schwerer sind.
Die sind dann immer komplett überrascht ... boha alter wie viel Kraft hast du bitte ?
Dann kann ich immer sagen das ist nicht Kraft sondern einfach Gleichgewicht. Und das ist am Boden wie im Stand das A und O im MMA

sivispacemparabellum
17-02-2018, 16:45
Seinen Stil zu unterrichten. "Invisible"... da ist nix ungewöhnliches dran. Niemand kann Kraft sehen, das ist so eine Überhöhung die ich überflüssig finde. Jeder Judoka und Ringer weiß um Balance und Struktur. Die Inszenierung gehr mir eben zu weit. Das hat der doch gar nicht nötig. Er war der Beste seiner Zeit.

Björn Friedrich
17-02-2018, 20:28
Was er mit Invisible meint ist aber nicht Balance oder Kraft, es geht um viel mehr was im Körper abläuft und das Problem bei den ganzen Videos kommt auch hier wieder deutlich raus. Er hat riesen Probleme das was er meint in Worte zu fassen, weil es eben schwierig zu verstehen und zu artikulieren ist.

Wenn Rickson es an dir ausführt, dann spürst du was er meint, aber vieles von dem was er macht, ist nur über eine bildliche Sprache fassbar und die ist auch nur ein Hilfsmittel die nicht 100% präzise sind.

Deshalb wird auch seine neue Video Serie nicht so viel bewirken.

Royce Gracie 2
18-02-2018, 01:33
Was er mit Invisible meint ist aber nicht Balance oder Kraft, es geht um viel mehr was im Körper abläuft und das Problem bei den ganzen Videos kommt auch hier wieder deutlich raus. Er hat riesen Probleme das was er meint in Worte zu fassen, weil es eben schwierig zu verstehen und zu artikulieren ist.

Wenn Rickson es an dir ausführt, dann spürst du was er meint, aber vieles von dem was er macht, ist nur über eine bildliche Sprache fassbar und die ist auch nur ein Hilfsmittel die nicht 100% präzise sind.

Deshalb wird auch seine neue Video Serie nicht so viel bewirken.

Eigentlich ist das einfach wieder dieses typische Esoteriker denken..... und hier wird man nie auf einen grünen Zweig kommen.
Jeder sieht halt was er sehen will.
Und du willst das eben so sehen... war immer so und wird wohl auch so bleiben...

Ich sehe es so , dass jeder der mal Wettkampfsport auf etwas höherem Niveau betrieben hat aus 1 Hand spüren kann was für unglaublichen Unterschied gute Balance,Struktur und Connection ausmachen.
Die Wirkung ist in der Tat sensationell.
Die Zusammenhänge aber logisch , erklärbar und alles andere als mystische Prozesse die im Körper ablaufen und die nur wenige Meister blabla....
Es ist einfache Phsyik und Anatomie.
Die Anwendung in Perfektion ist sicher schwer und man kann darin ein Leben lang besser werden.
Die Grundlage dazu aber ist wie bereits erwähnt simple Phsyik und Anatomie.

Balance , Struktur und Connection sind die Basis für alles beim Kämpfen , egal ob Stand oder Boden.
Es ist vergleichbar wie beim Radl fahren , ob man eben Viereckige oder Runde Felgen hat.
Die Unterscheide was man mit nem Radl mit Runden Felgen im Vergleich zu einem mit 4 eckigen machen kann sind natürlich sensationell
trotzdem ist die Grundlage dazu simpel.


Ich bin echt richtig froh , dass der derzeit erfolgreichste Grappling Trainer der Welt komplett ohne Hokus Pokus auskommt und einfach zugibt das alles Physik und Anatomie ist und er das einfach sehr gut analysiert hat

Björn Friedrich
18-02-2018, 10:39
Also ich durfte mal mit einem ADCC Gewinner rollen und hatte das Glück das Rickson einige Sachen an mir direkt demonstriert hat und ich fand zwischen den beiden gabes keinerlei Gemeinsamkeiten.....

Wie das andere Leute wahrnehmen ist mir eigentlich egal, so war halt meine direkte Erfahrung mit beiden.....

Royce Gracie 2
18-02-2018, 11:43
Tja ich denke viele hier haben schon mal mit einem ADCC Gewinner gerollt... z.B. Dean Lister gibt / gab viele Seminare in Deutschland.
Auch hat jeder hier und da mal seine Erfahrungen mit Weltklasse Athleten... ich hab z.B. mal ne Zeitlang mit Yoel Romero trainiert.

Und natürlich haben die alle einen unterschiedlichen Style, der sich auch unterschiedlich anfühlt.
Die Gemeinsamkeiten sind auf den ersten Blick vielleicht nicht offensichtlich.

Ich würde sagen alle Bewegen sich zu ihren persönlichen Körpertypen und Fähigkeiten passend nahezu perfekt.
Und da sie alle unterschiedliche Körpertypen haben und Unterschiedliche Fähigkeiten sieht das unterschiedlich aus und fühlt sich unterschiedlich an.

Trotzdem ist finde ich für mich vor allem auch Romero eine Erfahrung gewesen die gut zu dem obigen Video passt.
Der Typ ist einfach nur absolut nicht von dieser Welt wenn es genau darum geht : Gleichgewicht , Connection , Struktur
Und der kann nichtmal BJJ und hat nie bewusst irgendwas mit "innerem" Training gemacht :)

Er fühlt/sieht das wie kein anderer den ich je erlebt habe... an seinem eigenen Körper , dass dies alles passt und auch am Körper des Gegners , wenn es eben nicht passt und dann schlägt er zu.

Ist das nun inneres Ringen ;) oder ist es einfach perfektes Ringen

Björn Friedrich
18-02-2018, 14:08
Also wenn du Romero mit Rickson vergleichst, dann mach das, aber es gibt kaum zwei Athleten die verschiedener sind als Rickson und Romero.

Romero hat gutes Ringen und ist ein Monster was Kraft und Explosivität angeht. Das ist reine Athletik auf extrem hohen Niveau.

Rickson hat maximal eine durschnittliche Athletik gehabt, aber eine extrem hohe innere Körperintelligenz und Geschicklichkeit.

Als er die Sachen an mir demonstriert hat, wog er vielleicht 80-85 Kilo, war Mitte 50, dafür recht fit, aber nix Spektakluäres was Fitness und Kraft betrifft.

Was er mit diesen körperlichen Voraussetzungen gemacht hat, war extremst effizient und unerwartet für einen Menschen mit solchen körperlichen Voraussetzungen.

Romero macht nix ohne Kraft und Explosivität und das was er macht funktioniert auch nur genau deshalb so gut.

Zwischen Rickson und Romero gibt es keinerlei Gemeinsamkeiten und es vollkommen falsch anzunehmen das alle guten Wettkämpfer automatisch die gleichen Wege gehen.

Bob Sapp hat damals Ernesto Hoost zweimal im K1 besiegt und trotzdem glaube ich nicht, das er auch nur annähernd das vermitteln kann was Hoost kann.

Es gibt immer einen riesen Unterschied zwischen Effektivität und Effizienz. Effektiv kann jeder sein, wenn er ein extremer Athlet ist. Egal ob Mark Kerr, Lesnar oder Sapp, das wurde oft genug bewiesen.

Um effizient zu sein, bedarf es wesentlich mehr als nur einen starken Körper und das hat Rickson gemeistert und so Worte wie Connection und Struktur haben eine sehr spezifische Bedeutung und haben nix mit Explosivität oder reiner Muskelkraft zu tun.

So ich bin raus, das wird mir hier sonst alles zu komisch und darauf hab ich keinen Bock.....

Royce Gracie 2
18-02-2018, 22:29
Also wenn du Romero mit Rickson vergleichst, dann mach das, aber es gibt kaum zwei Athleten die verschiedener sind als Rickson und Romero.

Romero hat gutes Ringen und ist ein Monster was Kraft und Explosivität angeht. Das ist reine Athletik auf extrem hohen Niveau.

Rickson hat maximal eine durschnittliche Athletik gehabt, aber eine extrem hohe innere Körperintelligenz und Geschicklichkeit.

Als er die Sachen an mir demonstriert hat, wog er vielleicht 80-85 Kilo, war Mitte 50, dafür recht fit, aber nix Spektakluäres was Fitness und Kraft betrifft.

Was er mit diesen körperlichen Voraussetzungen gemacht hat, war extremst effizient und unerwartet für einen Menschen mit solchen körperlichen Voraussetzungen.

Romero macht nix ohne Kraft und Explosivität und das was er macht funktioniert auch nur genau deshalb so gut.

Zwischen Rickson und Romero gibt es keinerlei Gemeinsamkeiten und es vollkommen falsch anzunehmen das alle guten Wettkämpfer automatisch die gleichen Wege gehen.

Bob Sapp hat damals Ernesto Hoost zweimal im K1 besiegt und trotzdem glaube ich nicht, das er auch nur annähernd das vermitteln kann was Hoost kann.

Es gibt immer einen riesen Unterschied zwischen Effektivität und Effizienz. Effektiv kann jeder sein, wenn er ein extremer Athlet ist. Egal ob Mark Kerr, Lesnar oder Sapp, das wurde oft genug bewiesen.

Um effizient zu sein, bedarf es wesentlich mehr als nur einen starken Körper und das hat Rickson gemeistert und so Worte wie Connection und Struktur haben eine sehr spezifische Bedeutung und haben nix mit Explosivität oder reiner Muskelkraft zu tun.

So ich bin raus, das wird mir hier sonst alles zu komisch und darauf hab ich keinen Bock.....


Schön aneinander vorbeigeredet.
Ich hab sie nicht verglichen , sondern ich meine dass was du in kryptischen Worten gerne zauberhaft umschreibst kann man auch ohne den ganzen Hokus Pokus in sehr guten Athleten sehen.
Und wenn du mal live gesehen hättest wie er sich bewegt , wie geschmeidig der ganze Körper als Einheit zusammenspielt, alles im Fluss...wie perfekt das Distanzgefühl , das Timing... wie er Körpersprache lesen kann.
Das mit einem Bob Sapp zu vergleichen der einfach nur 160KG Steroidzucht Freak war aber sich bewegt hat wie ein Holzfäller...
nunja

Extrem hohe Innere Körperintelligenz :) wenn ich so eine Wortschöpfung schon lese...
Er kann halt fühlen wie er seinen Körper perfekt einsetzen kann was Struktur,Gleichgewicht und Connection angeht um damit sehr beeindruckende Dinge zu tun.

Gast
18-02-2018, 23:41
Wenn Romero weniger als 8 Bandscheibenvorfälle ansammelt, hat er eine höhere innere Körperintelligenz würde ich mal sagen.

kanken
19-02-2018, 10:27
Ich hab sie nicht verglichen , sondern ich meine dass was du in kryptischen Worten gerne zauberhaft umschreibst kann man auch ohne den ganzen Hokus Pokus in sehr guten Athleten sehen.
Und wenn du mal live gesehen hättest wie er sich bewegt , wie geschmeidig der ganze Körper als Einheit zusammenspielt, alles im Fluss...wie perfekt das Distanzgefühl , das Timing... wie er Körpersprache lesen kann.

Extrem hohe Innere Körperintelligenz :) wenn ich so eine Wortschöpfung schon lese...
Er kann halt fühlen wie er seinen Körper perfekt einsetzen kann was Struktur,Gleichgewicht und Connection angeht um damit sehr beeindruckende Dinge zu tun.

Was Struktur, Gleichgewicht, Ganzkörperkraft etc. angeht hast du absolut Recht. Das ist es auf das es am Ende ankommt.
Man MUSS jeden Effekt wissenschaftlich beschreiben können. Kann man auch. Die Frage ist halt ob diejenigen, die es können, es mit einer westlichen Sprache gelernt haben. Erklärungsmodelle sollten sich in einem wissenschaftlichen Rahmen befinden und sich der westlichen Terminologie bedienen. Natürlich kann man dann auch versuchen westliche Trainingsmethoden daraus zu entwickeln.

Das Wissen um die Wichtigkeit von Connection, Gleichgewicht, Struktur etc. ist aber uralt. Um das zu erreichen bediente man sich halt der Sprache des jeweiligen Umfeldes. Das mag sich HEUTE evtl. esoterisch anhören, früher war das halt „Stand der Dinge“.
Franklin hat auch eine extrem interessante Trainingsmethode entwickelt (halt hauptsächlich für Tänzer) und bedient sich „komischer“ Bilder.
Ballett (und andere „Tanzkulturen“) hat schon immer ein extrem gutes Trainingsprogramm für die von dir geforderten Dinge gehabt und auch eher ein beschreibendes Trainingsprogramm („beweg dich wie“).

Nur weil jemand seine Methode mit „komischen“ Worten aus Sicht der heutigen Wissenschaft beschreibt würde ich sie nicht abwerten. Die wenigsten Leute haben genug Ahnung von funktioneller Anatomie, Physiologie, Trainingslehre und Lerntheorien, dennoch gibt es Leute die auch so diese Skills entwickeln.

Am Ende muss man die Leute, die man vergleichen will, anfassen und spüren wie sie sich bewegen.

BTW effektiv und explosiv:


https://youtu.be/denTbOuKTsA

Derevyanchenko ist diesbezüglich bei mir ganz weit oben.

Gast
19-02-2018, 13:48
Was Struktur, Gleichgewicht, Ganzkörperkraft etc. angeht hast du absolut Recht. Das ist es auf das es am Ende ankommt.
Man MUSS jeden Effekt wissenschaftlich beschreiben können. Kann man auch. Die Frage ist halt ob diejenigen, die es können, es mit einer westlichen Sprache gelernt haben. Erklärungsmodelle sollten sich in einem wissenschaftlichen Rahmen befinden und sich der westlichen Terminologie bedienen. Natürlich kann man dann auch versuchen westliche Trainingsmethoden daraus zu entwickeln.

Das Wissen um die Wichtigkeit von Connection, Gleichgewicht, Struktur etc. ist aber uralt. Um das zu erreichen bediente man sich halt der Sprache des jeweiligen Umfeldes. Das mag sich HEUTE evtl. esoterisch anhören, früher war das halt „Stand der Dinge“.
Franklin hat auch eine extrem interessante Trainingsmethode entwickelt (halt hauptsächlich für Tänzer) und bedient sich „komischer“ Bilder.
Ballett (und andere „Tanzkulturen“) hat schon immer ein extrem gutes Trainingsprogramm für die von dir geforderten Dinge gehabt und auch eher ein beschreibendes Trainingsprogramm („beweg dich wie“).

Nur weil jemand seine Methode mit „komischen“ Worten aus Sicht der heutigen Wissenschaft beschreibt würde ich sie nicht abwerten. Die wenigsten Leute haben genug Ahnung von funktioneller Anatomie, Physiologie, Trainingslehre und Lerntheorien, dennoch gibt es Leute die auch so diese Skills entwickeln.

Am Ende muss man die Leute, die man vergleichen will, anfassen und spüren wie sie sich bewegen.

Dagegen wäre nichts zu sagen, wenn so Björn Friedrichs nicht im Unterton ständig transportieren müssten, dass diese Eso Sprache daher kommt dass man sich weiter -
höher - besser entwickelt hat als die dummen Ringer die nur auf Kraft und Athletik setzen.
Komischerweise haben aber genau die angehimmelten Leute die meisten und krassesten Verletzungen.

Gast
19-02-2018, 14:07
Dagegen wäre nichts zu sagen, wenn so Björn Friedrichs nicht im Unterton ständig transportieren müssten, dass diese Eso Sprache daher kommt dass man sich weiter -
höher - besser entwickelt hat als die dummen Ringer die nur auf Kraft und Athletik setzen.
Komischerweise haben aber genau die angehimmelten Leute die meisten und krassesten Verletzungen.

Naja man muss aber auch nicht alles was nicht 1zu1 seinem gelernten Erklärungsmodell entspricht gleich als HokusPokus abstempeln.
So gesehen nehmen sich beide nicht viel, der eine tut als hätte ein höheres Bewusstsein erreicht. Der andere als als müsstest du nur wissenschaftliche
Gleichungen anlegen und wüsstest sofort alles, trotzdem kommt man alle paar Jahre mit ganz neuen Erkenntnissen um die Ecke.
Erklären kannst du sicher alles, ob es die Wissenschaft heute kann ist eine andere Frage.

Gast
19-02-2018, 15:30
Naja man muss aber auch nicht alles was nicht 1zu1 seinem gelernten Erklärungsmodell entspricht gleich als HokusPokus abstempeln.
So gesehen nehmen sich beide nicht viel, der eine tut als hätte ein höheres Bewusstsein erreicht. Der andere als als müsstest du nur wissenschaftliche
Gleichungen anlegen und wüsstest sofort alles, trotzdem kommt man alle paar Jahre mit ganz neuen Erkenntnissen um die Ecke.
Erklären kannst du sicher alles, ob es die Wissenschaft heute kann ist eine andere Frage.

Es hat ja keiner den Inhalt abgestempelt. Nur so Beiträge a la dieses höhere Bewusstsein kann man nicht erklären das musst du füüüüühlen - sind nervig aber ganz geschickt, denn man macht sich so immun gegen Gegenargumente, denn alle die was dagegen sagen haben noch nicht die Erleuchtung erlangt. So entzieht man sich der Diskussion und hat gleichzeitig seinem Geltungsbedürfnis Rechnung getragen.

Im übrigen meinte ich meinen obigen Beitrag ernst. Wenn einer 8 Bandscheibenvorfälle hat und ein anderer nicht, wer hat dann die "Körperintelligenz"?

Gast
19-02-2018, 15:47
Es hat ja keiner den Inhalt abgestempelt. Nur so Beiträge a la dieses höhere Bewusstsein kann man nicht erklären das musst du füüüüühlen - sind nervig aber ganz geschickt, denn man macht sich so immun gegen Gegenargumente, denn alle die was dagegen sagen haben noch nicht die Erleuchtung erlangt. So entzieht man sich der Diskussion und hat gleichzeitig seinem Geltungsbedürfnis Rechnung getragen.

Ich gebe dir grundsätzlich recht, aber, man kann mEn. eben wirklich nicht alles erklären. Zumindets noch nicht.
Wenn ich mich irre bin ich der erste der offen ist für die Erklärungen.
Da muss aber mehr als oberflächliches, ist Physik und alles andere Hokus Pokus kommen.
Und doch, es wurde und wird immer gern abgestempelt.

kanken
19-02-2018, 16:25
Man kann es, zumindest im Bereich der CMA, die ich kenne, sehr gut erklären. Es geht darum den Körper bewußt und sehr differenziert anzusteuern (z.B. die autochthonen Rückenmuskeln einzeln, dabei meine ich seitengetrennt wirklich die einzelnen Muskeln, sogar auf Segmentebene getrennt). Durch das Zusammenspiel der einzelnen Muskeln können dann sehr fein abgestimmtes Bewegungen erfolgen.
Wenn man z.B. das Zwerchfell getrennt rechts und links ansteuern kann und dabei dann jeweils auf den Seiten andere Muskeln dazu nimmt, z.B. serratus posterior inferior und den obliquus internus, bzw. die Koordination zwischen bestimmten Muskeln/Muskelketten trainiert, dann kann man sehr abgefahrene Bewegungsmuster anwenden und dabei eine sehr beeindruckende „Ganzkörperkraft“ entwickeln.
Ich kann das Ganze aber auch „Mingmen“ nennen und einfach mit Bildern trainieren.

Man kann auch ganz gut nachvollziehen wie bestimmte Koordinationsübungen auf das Gehirn wirken und wie schnelle Wechsel explosive Kraft entwickeln. Wenn man sich überlegt wie abgefahren da teilweise Muskelketten trainiert und koordiniert werden und wie das didaktisch gemacht wird, dann kann man auch verstehen wie man in einem einzigen Schritt im Training (Mud Sliding Step, Pi Quan etc.) als etwas fortgeschrittener Anfänger auf mehr als 144 bewußte Wechsel kommt.

Diese alten Methoden sind extrem abgefahren und wirken halt über Ideen. Am Ende geht es darum eine möglichst gute Körpereigenwahrnehmung zu entwickeln (z.B. um das Gleichgewicht zu halten), sich möglichst koordiniert und kraftsparend bewegen zu können und möglichst viele Muskeln möglichst zielgerichtet und synchron einsetzen zu können und schnell zwischen Anspannung und Entspannung zu wechseln.
Auch heutige Spitzensportler werden „innere Bilder“ haben wie sie bestimmte Bewegungen ausführen und abrufen.

Ich sehe viel mehr das Problem darin dass heutige Sportwissenschaftler die „alten“ Dinge als Hokus Pokus abtun, an statt sich mal unvoreingenommen auf die Suche nach Leuten zu machen die dieses alte Zeug wirklich noch können und nicht nur Hokus Pokus erzählen. Das Problem wird aber wohl darin liegen die Spreu vom Weizen zu trennen...

Gast
19-02-2018, 16:53
Man kann es, zumindest im Bereich der CMA, die ich kenne, sehr gut erklären. Es geht darum den Körper bewußt und sehr differenziert anzusteuern (z.B. die autochthonen Rückenmuskeln einzeln, dabei meine ich seitengetrennt wirklich die einzelnen Muskeln, sogar auf Segmentebene getrennt). Durch das Zusammenspiel der einzelnen Muskeln können dann sehr fein abgestimmtes Bewegungen erfolgen.
Wenn man z.B. das Zwerchfell getrennt rechts und links ansteuern kann und dabei dann jeweils auf den Seiten andere Muskeln dazu nimmt, z.B. serratus posterior inferior und den obliquus internus, bzw. die Koordination zwischen bestimmten Muskeln/Muskelketten trainiert, dann kann man sehr abgefahrene Bewegungsmuster anwenden und dabei eine sehr beeindruckende „Ganzkörperkraft“ entwickeln.
Ich kann das Ganze aber auch „Mingmen“ nennen und einfach mit Bildern trainieren.

Man kann auch ganz gut nachvollziehen wie bestimmte Koordinationsübungen auf das Gehirn wirken und wie schnelle Wechsel explosive Kraft entwickeln. Wenn man sich überlegt wie abgefahren da teilweise Muskelketten trainiert und koordiniert werden und wie das didaktisch gemacht wird, dann kann man auch verstehen wie man in einem einzigen Schritt im Training (Mud Sliding Step, Pi Quan etc.) als etwas fortgeschrittener Anfänger auf mehr als 144 bewußte Wechsel kommt.

Diese alten Methoden sind extrem abgefahren und wirken halt über Ideen. Am Ende geht es darum eine möglichst gute Körpereigenwahrnehmung zu entwickeln (z.B. um das Gleichgewicht zu halten), sich möglichst koordiniert und kraftsparend bewegen zu können und möglichst viele Muskeln möglichst zielgerichtet und synchron einsetzen zu können und schnell zwischen Anspannung und Entspannung zu wechseln.
Auch heutige Spitzensportler werden „innere Bilder“ haben wie sie bestimmte Bewegungen ausführen und abrufen.

Ich sehe viel mehr das Problem darin dass heutige Sportwissenschaftler die „alten“ Dinge als Hokus Pokus abtun, an statt sich mal unvoreingenommen auf die Suche nach Leuten zu machen die dieses alte Zeug wirklich noch können und nicht nur Hokus Pokus erzählen. Das Problem wird aber wohl darin liegen die Spreu vom Weizen zu trennen...

Man muss hier trennen was eben auch von Esos vermischt wird. Die Erklärung für bestimmte Vorgänge und die Trainingsmethode.

Man muss als Trainierender im Prinzip nicht verstehen was gerade passiert. Über Bilder die Bewegungsmechanik zu verinnerlichen ist sehr gut und üblich. Ein Sportwissenschaftler muss einen Handstand auch nicht ausführen können um ihn zu erklären.

Dumm wird es dann nur wenn Ausübende die Bilder nehmen und auf der Basis meinen die Prinzipien umfassend zu verstehen bzw. erklären zu können ohne dass es jemand anderes kann.

Über Michael Phelos sagt man er "zieht sich am Wasser hoch". Nicht-Profi-Schwimmern sagt das evtl. nichts aber er kann anscheinend mit dem Bild was anfangen. Nur wenn Phelps dann sagt dass durch seinen Flow das Wasser zu einer Leiter wird an der er sich hochzieht und das wäre die Erklärung für den Erfolg und keiner könnte was dagegen sagen der die Leiter nicht selbst gespürt hat, und ausserdem kann man die Leiter nur beim Kraulen haben, weil die Schmetterlingsschwimmer nur auf Kraft setzen, dann ist das einfach Bullshit.


P.S.: habe keine Ahnung vom schwimmen aber es sollte klar sein was gemeint ist.

kanken
19-02-2018, 17:01
Man muss hier trennen was eben auch von Esos vermischt wird. Die Erklärung für bestimmte Vorgänge und die Trainingsmethode.

Man muss als Trainierender im Prinzip nicht verstehen was gerade passiert. Über Bilder die Bewegungsmechanik zu verinnerlichen ist sehr gut und üblich. Ein Sportwissenschaftler muss einen Handstand auch nicht ausführen können um ihn zu erklären.

Dumm wird es dann nur wenn Ausübende die Bilder nehmen und auf der Basis meinen die Prinzipien umfassend zu verstehen bzw. erklären zu können ohne dass es jemand anderes kann.


Da bin ich absolut bei Dir.