Vollständige Version anzeigen : Kann es Kampfkunst geben , wenn es noch kein Stil gab ?
Schattengewächs
06-07-2018, 01:57
Hi Freunde
Kann es Kampfkunst geben , wenn es noch kein Stil gab ?
Wenn ihr das so seht oder nicht , bitte begründen .
Little Green Dragon
06-07-2018, 02:41
Was war zuerst da:
Das Ei oder die Henne?
Ansonsten verstehe ich die Ausgangsfrage nicht.
Schattengewächs
06-07-2018, 02:53
Laut Evolutionstheorie sollte es nicht so schwer sein , zu sagen was zuerst da war... weder das einen noch das andere , sonder etwas was dieses Bedinngte .... als ob n Huhn oder ein Ei aus sich heraus enstehen würde .
Wenn du das Hunhn/Ei Bespiel anführst dann nehme ich an, das du meinst ein/dein Stil und KK seien perse das gleiche ? ... wenn dem so ist bitte begründen .
Little Green Dragon
06-07-2018, 03:01
Dann definiere doch erstmal was Du unter Stil in diesem Kontext verstehst.
Es ist ja (außer vielleicht hier im KKB) nicht unbedingt üblich sich erstmal einen „coolen“ Stil auszudenken und dann die KK drumherum zu basteln.
“Ich begründe hiermit den Fliegenden Schweinehund Stil - was ich da genau mache muss ich mir noch überlegen...“
Stile sind ja wohl eher (persönliche) Interpretationen bestehender Kk-Techniken als andersrum.
Shintaro
06-07-2018, 07:13
Hi Freunde
Kann es Kampfkunst geben , wenn es noch kein Stil gab ?
Wenn ihr das so seht oder nicht , bitte begründen .
Gib dem Kind, oder in diesem Fall der Verteidigung, was auch immer, einen Namen und schon hast Du einen Stil. Wenn der von bestimmten Leuten weiterbetrieben wird und entwickelt wird, dann gibt es eine bestimmte Kampfkunst.
Ansonsten hat es schon immer Angriff und Verteidigung gegeben, ohne, daß man das näher bezeichnete, außer Überleben und Selbstschutz
Ich sehe es ähnlich wie Shintaro.
Einer haut, der andere wehrt sich - bumm, hast du die ersten Schritte einer Kampfkunst.
Ein Stil wird da vielleicht einmal raus, wenn jemand es systematischer aufzieht als "Schlag - Abwehr - zurückschlagen" - bis dahin ist es Kampf(kunst).
Für mich zumindest.
Schattengewächs
06-07-2018, 10:56
Erstmal Danke für die Antworten ... aktuell sehe ich den Schnitt hier so , das der Stil quasi die Kampfkunst bedingt , den Schluß den ich daraus erstmal ziehe , ist das es soviele Kampfkünste gibt wie Stile .
Ich versuche das mal anders dar zu legen ... Philosophie , es gibt zig Denkrichtungen und trotzdem ist so , das diese Denkrichtungen dem Oberbegriff der Philosophie unterliegen , dieser Begriff unterliegt keiner Mehrzahl aufgrund der Denkrichtungen , welche man hier auch als Stil sehen kann .
Ein Stil ist halt, wie in der Kunst, etwas das man aufgrund der äusseren Ansicht wiedererkennt. Im Boxen gab es zum Beispiel zig Stile, "Boxen" ist kein Stil.
Insofern ist der Übergang fliessend. Ich würde in Richtung Stil gehen, wenn etwas mehr ist als ein einfaches Framework. Also z.B. ich ringe jemanden nieder und haue ihm am Boden auf die Mappe ist noch kein Stil, sondern sowas wie ein Framework. Wenn ich dafür eine definierte Anzahl Aktionen einsetze, die abstimme, und trainiere, dann wird es "Stil".
Die Frage ist, wofür das wichtig ist. Interessant ist eher, wie man mit einem "Stil" umgeht. Verbrämt man das mit Gelaber, "Philosophie" die an sich nichts technisch beiträgt. Oder geht man strikt technisch vor, verbessert Dinge um im Ergebnis sicherer zu werden, anstatt irgendjemandem was zu verkaufen.
Ach so - im Ergebnis heisst das, Kampfkunst ist immer ein Stil, wenn man ein Techniksubset hat. Ist es ein Framework, z.B. "ich übe Ringen mit Partner", und improvisiert wie genau, ist es Kampfkunst aber noch ohne Stil.
Hi Freunde
Kann es Kampfkunst geben , wenn es noch kein Stil gab ?
Eine komplett unlogische Frage, aber - naja. ;)
Schattengewächs
06-07-2018, 12:41
Begründe es wenigstens ... oder soll dein aber - naja heißen , wieder mal einer jener Labertaschen , die sich im theoretisieren , verlieren ... Ist ja nicht so , das ich mich hier Philosophieforum aufhalte .
.. wieder mal einer jener Labertaschen ..
.. wenn nicht DIE .. aber pssst - darüber darf ich nicht sprechen...:D
Man muß sich doch nur die Bedeutung des Wortes "Stil" hernehmen, und schon weiß man die Antwort.
Ein Stil ist eine bestimmte Erscheinungsform einer Tätigkeit, eine Prägung mit bestimmten Schwerpunkten.
In diesem Fall geht es um das Kämpfen, die Frage heißt also:
Wie, mit welchen Mitteln hauptsächlich "Kämpfen" - das ist der Stil. Wenn also die Affen andere Affen mit Kokosnüssen beworfen haben, und sonst gab es nix - dann gab es eben nur "Kämpfen". Später kamen vielleicht ein paar auf die Idee, dass man die anderen auch mit Knüppeln schlagen kann. Auch "Kämpfen", aber anderer "Stil".
"Kämpfen" muß natürlich auch definiert werden.
Schattengewächs
06-07-2018, 13:28
[QUOTE]Ein Stil ist halt, wie in der Kunst, etwas das man aufgrund der äusseren Ansicht wiedererkennt.
Definitiv würde ich das so auch sagen , ein Stil ist durch seine Äusserlichkeiten erkennbar und sollte auch so sein nur sind dieses Äusserlichkeiten nicht die Menge aller Stile die es in der KK gibt . So wie die Denkrichtung in der Philosophie nie die Philosphie selbst ist , sonder stets Ausdruck dessen , dem philosophieren . Demnach ist kein Stil eine Kampfkunst und ein weitere Stil eine andere Kampfkunst und so weiter .
Im Boxen gab es zum Beispiel zig Stile, "Boxen" ist kein Stil.
Boxen stellt ein Oberbegriff dar , wie es die Kampfkunst tut ... Man könnte auch sagen Boxen ist eine Inztanz und der Stil die Klasse dessen . Die Klasse wird niemals gleich der Instanz sein , da spätstens eine "Menge" an Klassen , dem wiedersprechen würde ... alle Klassen berufen sich auf die Instanz , niemals sind sie es .
Insofern ist der Übergang fliessend. Ich würde in Richtung Stil gehen, wenn etwas mehr ist als ein einfaches Framework. Also z.B. ich ringe jemanden nieder und haue ihm am Boden auf die Mappe ist noch kein Stil, sondern sowas wie ein Framework. Wenn ich dafür eine definierte Anzahl Aktionen einsetze, die abstimme, und trainiere, dann wird es "Stil".
Um bei der Klasse zu bleiben , der Inhalt dessen , sprich ob es sich nur um eine Bewegung handelt oder ob diese eine bestimmte Menge beherbergen ist nicht bedingend für die Klasse , sonder einzig die Instanz ist Bedingung für die Klasse .
Die Frage ist, wofür das wichtig ist. Interessant ist eher, wie man mit einem "Stil" umgeht. Verbrämt man das mit Gelaber, "Philosophie" die an sich nichts technisch beiträgt. Oder geht man strikt technisch vor, verbessert Dinge um im Ergebnis sicherer zu werden, anstatt irgendjemandem was zu verkaufen.
So sehr ich die Ode an den Praxisbezug schätze ... aber das sagt hier nix über uns aus , zumal ich hier wahrscheinlich der bin , der hier die wehigsten Post von allen hat(in der Regel jener , die hier das theoretisieren monieren) , bezogen auf mein Anmeldedatum . Bitte dies nicht aufgreifen , denn wir befinden uns in einem Teil des Forums , der so selbsterklärend ist , das wenn das nicht gefasst wird , ich den jenigen für ne Taube halten muß:D
Ach so - im Ergebnis heisst das, Kampfkunst ist immer ein Stil, wenn man ein Techniksubset hat. Ist es ein Framework, z.B. "ich übe Ringen mit Partner", und improvisiert wie genau, ist es Kampfkunst aber noch ohne Stil.
Wie gesagt , siehe oben , ich denke nicht , das eine Menge an Bewegungen einen Stil ausmachen , bzw das dies Bedingung dafür ist , das es KK gibt ...siehe Klichko , er hatte ein Stil der perse aus einer Bewegung bestand , hat er deswegen kein Boxen gemacht ?
Schattengewächs
06-07-2018, 13:30
@Wong
Wenn du noch ein bischen dabei bleibst , wirst du sehen , das wir uns da gar nicht so un eins sind .
@Wong
Wenn du noch ein bischen dabei bleibst , wirst du sehen , das wir uns da gar nicht so un eins sind .
bei was?
Schattengewächs
06-07-2018, 13:33
soll ich dich fullquoten;) ... oder auf welchen Post antworte ich gerade von dir ?
Mein Post enthält mehrere Aussagen. :)
Ich muß mich berichtigen, nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil.
In der Frage hieß es ja "Kampfkunst", nicht "Kämpfen". Kampfkunst bedeutet ja schon eine mehr oder weniger starke Kultivierung des Vorganges "Kämpfen". Wenn ich also von "Kampfkunst" rede, dann ist "Stil" implizit.
Billy die Kampfkugel
06-07-2018, 13:45
Kampfkunst gibt es auch ohne Stil, aber es gibt keine wirklich gute ohne Stil. Ich kann mit einer Waffe mit italienischem oder französischem Griff oder Pistolengriff kämpfen durch die allgemeine Grundschule, aber ohne den jeweiligen Stil kann ich die Vorteile und Nachteile der jeweiligen Griffform nicht ausbalancieren und kämpfe schlechter. Als würde ein Rennfahrer ohne Abstimmung fahren, zu schwer, weil zu viel Benzin im Tank, nicht die richtigen Reifen fürs Wetter... er kommt an, aber er wird nicht gewinnen.
Schattengewächs
06-07-2018, 15:56
In der Frage hieß es ja "Kampfkunst", nicht "Kämpfen". Kampfkunst bedeutet ja schon eine mehr oder weniger starke Kultivierung des Vorganges "Kämpfen". Wenn ich also von "Kampfkunst" rede, dann ist "Stil" implizit.
Ist die Kultivierung nicht eher Resultat dessen , das sich die Methode bewährt hat ? … sollte es also so sein , das das Ersinnen der Methode bis zum Erlebnis dessen ob die Methode bestand hat oder nicht , man nicht von Kampfkunst sprechen kann ?
Schattengewächs
06-07-2018, 16:16
....
Es gibt bestimmt genug Fallsbeispiele wo die Erfahrung kein Mehrwert fürs Gewinnen ist , gerade im Autorennen ist es doch so , das das stärkere Auto gewinnt und die Erfahrung oder Qualität des Fahrers eher Zusatz ist . Kann ja kein Zufall sein das gewisse Autoställe permanent die vorderen Plätze belegen und andere mit mindestens an gleichgesetzten Erfahrungen von Fahren , stets die hinteren Plätze .
Billy die Kampfkugel
06-07-2018, 17:10
Es ist ein Unterschied ob ich nur meine eigene Erfahrung und die Grundschule habe oder auf die Prinzipien eines Stiles zurückgreifen kann. Der gibt den Weg grob vor spart mir Zeit und erleichtert vieles. Ob der Stil das Optimum für mich darstellt oder ein anderer ist wieder eine andere Sache. Allerdings ist der Stil bereits für eine bestimmte Art und Weise das Problem "Kampf" zu lösen optimiert. Da steckt eine riesige Vorarbeit drin, teilweise über Generationen. Das ist schon das beste Rennauto für eine bestimmte Strecke für einen bestimmten Typ von Fahrer zumindest bis es eine wesentliche Neuentwicklung gibt.
Ein gutes Video zum Thema Stil:
https://www.youtube.com/watch?v=q7CiKEfBW5c
Es gibt bestimmt genug Fallsbeispiele wo die Erfahrung kein Mehrwert fürs Gewinnen ist , gerade im Autorennen ist es doch so , das das stärkere Auto gewinnt und die Erfahrung oder Qualität des Fahrers eher Zusatz ist . ...
wenn zb jemand sich von "klein" auf draussen regelmässig und zunehmend ernsthaft kloppt (nicht: schwächere verprügelt) und/oder seit dieser zeit auf der strasse um´s überleben kämpft, hat der nicht nur erfahrung gesammelt, sondern jahre/-jahrzehntelanges "praktisches echtkampftraining" durchgeführt, wahrscheinlich mehr, als 99.999...% der "stilisten".
zusätzlich sind solche leute hinsichtlich "echt"kampfsituationen, nicht nur mental (s.u.), sondern auch körperlich fit - sonst hätten sie es gar nicht soweit geschafft und würden noch immer kämpfen.
desweiteren kennen derartige leute viele "strassen"kampftricks und /oder haben gar welche praktisch entwickelt, die genau für sie selbst passen, mit denen man einfach nicht rechnet, wenn man nicht einen ähnlichen vorlauf hat.
ausserdem haben diese leute praktisch gelernt, ihren kopf und ihre gefühle/ ihre angst (neuerdings wohl "adrenalineffekt" genannt) in potentiell lebens- oder gesundheitsgefährlichen, unüberschaubaren, nicht abschätzbaren situationen im zaum zu halten.
usw!
d.h., derartige kämpfer sind nicht nur erfahren, sondern körperlich fit und auch strassenkampf "technisch" - wenigstens letzteres fehlt den meisten "stilisten" und diese müssen sich m.e. schon arg anstrengen, um ohne dieselbe erfahrung gegen solche leute draussen mithalten zu können.
war ja des öfteren bereits thema, wobei bujun sich meistens furchtbar aufgeregt hatte.
was, wenn überhaupt, sinn machen würde, zu vergleichen, wäre m.e. einer von den o.g. typen, mit jemandem, der in einem praktischen kampf"stil", zb mma, gut ist und dann draussen erfahrung gesammelt hat, wenn auch weniger, als der erst genannte.
bei so einem (saudummen) theoretischen vergleich müsste aber auch noch die gesamtsituation miteinberechnet werden (zb welche art leute/ wieviele kämpfen gegeneinander, sind "waffen" greifbar, wer hat was getankt, raum-/bodenbeschaffenheit ...) - also m.e. sinnlos, entscheiden zu wollen, wer da grundsätzlich besser dastehen würde.
grüsse
liebes schattengewächst, wenn du eine ordentliche antwort erwartest, solltest du genauer definieren was KK/stil für dich sind.
meine definitionen:
kampfkunst allgemein: sammelbegriff für alles was sich mit "kampf" beschäftigt
kk speziell: strömung in der allgemeinen KK. hier wird grob differenziert. beispiel: taekkyon, etc.
stil: teil einer speziellen KK, die durch persönliche richtung des begründers, dieser noch mehr "schärfe" gibt. beispiel: daehan-taekkyon
-> eine KK entsteht dadurch, dass ein stil sich verbreitet und dann diverse neue varianten daraus entstehen.
es begann damit, dass 2 sich schlugen. als einer der beiden einem dritten das beibrachte, was er selber gemacht hatte, entstand der erste stil.
also stil vor kampfkunst.
d.h., derartige kämpfer sind nicht nur erfahren, sondern körperlich fit und auch strassenkampf "technisch" - wenigstens letzteres fehlt den meisten "stilisten" und diese müssen sich m.e. schon arg anstrengen, um ohne dieselbe erfahrung gegen solche leute draussen mithalten zu können.
grüsse
Das ist sicher richtig, aber darum geht es doch gar nicht. Dein Super-Straßenkämpfer wird eine gewisse Art und Weise des Kämpfens aneignen, aus der Erfahrung seiner bis dahin bestrittenen Kämpfe heraus.
Das ist SEIN "Stil".
Ein Stil, hier ein Stil der Kampfkunst, entwickelt sich als Ergebnis der Beschäftigung mit der Sache. Auch bei dem, der "nur" im Dojo trainiert.
Schattengewächs
07-07-2018, 15:38
@Billy
Ich hätte dich gleich auf meinen letzten Post zu Wong verweisen sollen, ... da ähnlicher Ansatz besteht .. Meine Antwort hat leider einen neben Schauplatz aufgeschmissen , wo ich eigentlich nicht hin will .
@Wong
Da ich mir über diese Thematik noch selber nicht so sicher bin und auch die ganze Zeit darüber hin und her überlege ... Bin ich gestern auf ein Satz im "Universalienstreit/Wiki" gestoßen der meint , das jeder Allgemeinbegriff per se die Klasse impliziert , also genau das was du sagt´s , Begriff KK impliziert Stil ... die Frage die ich mir aber dabei stelle , ist folgende ... Wenn "Stil" "Kultiviertheit" ist , dann nur aufgrund dessen , weil die Methode erfolgversprechend ist .
Angenommen , eine Person , von nix ne Ahnung , hat in Erfahrung gebracht , das ein Angriff auf sie stattfinden wird .
Er wird jetzt laut Definition von BigX damit "beschäftigt" , sich mit der Situation auseinander zu setzen . Dieses"Auseinandersetzen" ist dadurch bedingt , das Flucht nicht die erste Option ist , er ist demnach durch Bedingung"Kampf" gezwungen oder gewollt , die Gefahr abzuwehren . Somit auf vorhandenen Gegebenheiten , sich entsprechenden Strategien und Methoden zu ersinnen die erfolgreiches Handeln versprechen ...Er hat nach besten Gewissen und Wissen überlegt , wie sein Vorgehen sein wird ...
aber es kommt wie es kommt , der Kollege verliert auf ganzer Linie ...seine Methode hatte kein Erfolg , was demzufolge auch keine Kultivierung dieser Methode in Aussicht stellt . Die Konsequenz der Bedingung:Stil=Kultivierung ist das der Vorgang des Kollegen auch keine Kampfkunst gewesen sein kann . Ist das so ?
@BigX
-> eine KK entsteht dadurch, dass ein stil sich verbreitet und dann diverse neue varianten daraus entstehen.
Siehe oben meine Frage zu @Wong ... Ist das Entwickeln einer Methode , trotz ihres Scheiterns beim Erstkontakt , keine KK ?
es begann damit, dass 2 sich schlugen. als einer der beiden einem dritten das beibrachte, was er selber gemacht hatte, entstand der erste stil.
also stil vor kampfkunst.
Ich glaube nicht das der Schuh passt , vom Stil aus zu schließen, das man Kampfkunst macht ... Du gehst z.b zu irgend ner Schule , die dir sämtliche Methoden bei bringt. die den Zweikampf betreffen . Dieser Stil erhebt den Anspruch "KK" zu sein aufgrund dessen , das die Mittel dem "Kampf entsprechen" . Jetzt könnte man doch meinen , das wenn der Anspruch auf KK alleine durch seine Mittel bedingt ist ,das du mit deinen erlernten "Mitteln" wunderbar auf dem "Schachtfeld" zurecht kommen müßtest .
Darum bin ich der Ansicht , ein Stil ist stets Ausdruck von KK , eine Spezialisation auf einen "bestimmten Fall".Aber niemals die Kampfkunst selbst.
Billy die Kampfkugel
07-07-2018, 16:44
Man kann nur sehr wenig trainieren. Die Kunst eines Stiles besteht darin, nur das beizubringen, was nötig ist, bringt bei mit einem begrenztem Arsenal zurecht zu kommen. In professionalisierter Form als Schule sogar noch mit eigener Lehrmethode, damit in möglichst wenigen Stunden das Gröbste vermittelt wird.
liebes schattengewächs,
Ist das Entwickeln einer Methode , trotz ihres Scheiterns beim Erstkontakt , keine KK ?
ich habe von einer lehrttradition (einer zeigt einer anderen was) gesprochen.
als menschen ihre kampferfahrungen weitergaben, unterrichteten sie ihren stil.
wie es politisch dazu kam, ob es operetten kung fu war oder knallhartes SV darstellte, ist für meine betrachtung irrelevant.
desweiteren halte ich es nicht für sinnvoll in einer diskussion, die schon auf schwammigen begriffen basiert (kampfkunst, stil), weitere undefinierte beschreibungen (methode) einzubringen.
Du gehst z.b zu irgend ner Schule , die dir sämtliche Methoden bei bringt. die den Zweikampf betreffen
ich zumindestens schreibe hier über die entstehung der stile.
wenn es schon eine schule gibt, dann ist die phase der entstehung schon abgeschlossen.
Wie, mit welchen Mitteln hauptsächlich "Kämpfen" - das ist der Stil. Wenn also die Affen andere Affen mit Kokosnüssen beworfen haben, und sonst gab es nix - dann gab es eben nur "Kämpfen". Später kamen vielleicht ein paar auf die Idee, dass man die anderen auch mit Knüppeln schlagen kann. Auch "Kämpfen", aber anderer "Stil".
Dein Beispiel zeigt, das Kämpfen immer fest mit dem Stil verbunden ist.
Jedes Tier hat seinen eigenen Stil, wenn es kämpft, automatisch, abhäning von Körperbau(Mechanik/Vorhandene Waffen) und den geistigen Fähigkeiten.
Jedes Individum lernt das Kämpfen durch zusehen, im Tierreich von den Eltern oder Mitgliedern der Gruppe?
D.h. Kämpfen ohne Stil geht gar nicht.
PS: Für dein Beispiel mit den Affen, das ist nur eine andere Waffenart im gleichen Affenstil :-)
Die Frage ist wann der Begriff Kampfkunst entstanden ist, auf jeden fall sicher erst nach dem es Kampfstile gab.
Kampf·kunst
Kámpfkunst/
Substantiv, feminin [die]
Kunst des Kämpfens mit bestimmten Techniken und nach bestimmten Regeln
Machen wirklich nur die Regeln aus Kämpfen eine Kampfkunst?
Machen wirklich nur die Regeln aus Kämpfen eine Kampfkunst?
Ich dachte, das mit den regeln sei der kampfsport.
Manchmal kommt man wirklich ganz durcheinander.
Grüsse
eigentlich macht kämpfen nach regeln kampfsport.
Eigentlich machen den Kampfsport nicht die Regeln, sondern der Wettkampf, also der Grund, warum gekämpft wird.
hmm.... was sind Iaido und Jodo? Bei Meisterschaften plötzlich Kampfsport? :-)
@Wong
Da ich mir über diese Thematik noch selber nicht so sicher bin und auch die ganze Zeit darüber hin und her überlege ... Bin ich gestern auf ein Satz im "Universalienstreit/Wiki" gestoßen der meint , das jeder Allgemeinbegriff per se die Klasse impliziert , also genau das was du sagt´s , Begriff KK impliziert Stil ... die Frage die ich mir aber dabei stelle , ist folgende ... Wenn "Stil" "Kultiviertheit" ist , dann nur aufgrund dessen , weil die Methode erfolgversprechend ist .
...
aber es kommt wie es kommt , der Kollege verliert auf ganzer Linie ...seine Methode hatte kein Erfolg , was demzufolge auch keine Kultivierung dieser Methode in Aussicht stellt . Die Konsequenz der Bedingung:Stil=Kultivierung ist das der Vorgang des Kollegen auch keine Kampfkunst gewesen sein kann . Ist das so ?
…
Darum bin ich der Ansicht , ein Stil ist stets Ausdruck von KK , eine Spezialisation auf einen "bestimmten Fall". Aber niemals die Kampfkunst selbst.
Naaahhh … ich versuch es nochmal von unten. Solange es nur eine Art des Kämpfens gibt, also z. B. nur „draufhauen“, muß man sich über „Stil“ keine Gedanken machen. Dann ist der Stil, wie du zuletzt sagst, „die KK selbst“. (Wobei man natürlich wieder überlegen muß, ob das dann "Kunst" ist) Nun kommt aber im Verlaufe der Entwicklung A zu der Erkenntnis, „Draufschlagen“ ist das richtige, B hat aber eine Faible für Ringen, z.B. weil er damit mal gewonnen hat. Ein dritter sagt – beides gut – MMA. :D
Ab da unterschiedest du „Stile“, obwohl alles KK ist. (Die Frage KK-KS mal nicht berücksichtigt.)
Das Kriterium „Wirksamkeit im Ernstfall“ (Erfolg) ist ja nur eines unter mehreren und wird ja auch nicht ständig überprüft – ist also nicht das entscheidende, um einen Stil zu definieren.
Die Frage ist wann der Begriff Kampfkunst entstanden ist, auf jeden fall sicher erst nach dem es Kampfstile gab.
Wie gesagt, m.E. entstanden die Stile im Zusammenhang mit der Beschäftigung des Menschen mit dem Phänomen "Kampf" und nicht danach. Das läßt sich m.E. nicht trennen. Und dieser Prozeß ist ja auch nicht abgeschlossen. :)
Seit wann dafür der Begriff "Kampfkunst" gebraucht wird - da müßten mal die Historiker ran.
Ich dachte, das mit den regeln sei der kampfsport.
Manchmal kommt man wirklich ganz durcheinander.
Grüsse
:biglaugh:
Wie gesagt, m.E. entstanden die Stile im Zusammenhang mit der Beschäftigung des Menschen mit dem Phänomen "Kampf" und nicht danach. Das läßt sich m.E. nicht trennen. Und dieser Prozeß ist ja auch nicht abgeschlossen. :)
Seit wann dafür der Begriff "Kampfkunst" gebraucht wird - da müßten mal die Historiker ran.
Wie gesagt, ich denke das gleiche wie du, Kampf und Stil ist untrenbar mit einander verbunden.
Kampfkunst betrifft ja eher das Marketing, d.h. die Konzentration z.b. auf einen/mehrere und die Beschäftigung mit Stilen und die Weitergabe dessen.
Eigentlich machen den Kampfsport nicht die Regeln, sondern der Wettkampf, also der Grund, warum gekämpft wird.
bei welchem wettkampf hat mensch nochmal KEINE regeln?
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