Vollständige Version anzeigen : urban survival
Ich finde es, wenn ich drüber nachdenke, echt ganz schön krass und frage mich, ob wir in so einer großen Stadt nicht besser darauf vorbereitet sein können, weil es ist ja noch nicht mal so ein großer Anschlag."...
Dann richtet sich Connor an die Politik und sagt: "Liebe Politiker, wie helft ihr denn da jetzt? Gibt es da nichts, was man machen kann? Dass da irgendwelche Notfallaggregate greifen, die Haushalte versorgen können im Notfall?" Sie findet: "Also ich sag mal, wir sind echt ein ganz schön verwundbares Plätzchen hier in Berlin."
https://www.gmx.net/magazine/unterhaltung/stars/sarah-connor-stromausfall-berlin-deutliche-worte-41749992
Ohne jetzt die Politik aus der Verantwortung entlassen zu wollen. Dieser Beitrag zeigt doch deutlich eine immer noch weitverbreitete Mentalität, sich im Notfall auf "den Staat" zu verlassen. Obwohl schon seit langem die Wichtigkeit privater Vorsorge betont wird.
Willi von der Heide
05-01-2026, 19:51
Aufgrund der Situation in Berlin möchte ich das hier verlinken: https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Ratgeber-Checkliste/ratgeber-checkliste_node.html
Wäre toll, wenn sich das möglichst viele mal durchlesen und inspirieren lassen.
Übrigens ... hier gibt es auch einen interessanten Artikel zur Situation in Berlin: https://www.tagesspiegel.de/berlin/mysterium-vulkangruppe-eine-serie-von-anschlagen--und-ein-russlandverdacht-15105220.html
concrete jungle
05-01-2026, 22:55
Ein kleiner Benzin-Stromerzeuger für paar hundert Euro,viel Wasser, eine grosse Power Bank, eine Camping Gas Heizung, ein Boller Ofen mit Holzfeuer, Medis, haltbaren Proviant vorhalten... durchaus interessant sich mit sowas mal auseinanderzusetzen.
Für ein paar Tage / Wochen hält das locker das Ärgste ab!
Situation Berlin zeigt das man BW, Feuerwehr, THW usw. aufstocken sollte, es pressiert!
Teetrinker
05-01-2026, 23:03
Seltsam, vor nicht allzu langer Zeit galten die die sich vorbereiteten als Weltuntergangsapologeten, Aluhüte oder Verschwörungstheoretiker. :D
War wohl doch nicht so verkehrt, wa?
Schnueffler
06-01-2026, 00:18
Ist immer eine Frage der Sichtweise und vor allem der aktuellen Situation.
Ich kenne es von meinen Eltern. Beides Kriegskinder aus dem zweiten Weltkrieg. Die sind mit Mangel an allem groß geworden.
Ich habe Konserven zu Hause für die nächsten 20 Jahre.
Situation Berlin zeigt das man BW, Feuerwehr, THW usw. aufstocken sollte, es pressiert!
Vor allem sollte man keine Ausrüstung wegschicken, die man selber braucht.
Teetrinker
Seltsam, vor nicht allzu langer Zeit galten die die sich vorbereiteten als Weltuntergangsapologeten, Aluhüte oder Verschwörungstheoretiker.
War wohl doch nicht so verkehrt, wa?
So pauschal ausgedrückt ist das nicht richtig. Letztlich war und ist es immer die Frage wie man sich vorbereitet und wofür. Darüber hinaus hat sich einiges in den letzten Jahren geändert und die Notwendigkeit zur eigenen Vorsorge, auch außerhalb klassischer Risikogebiete, ist definitiv größer geworden (höhere Wahrscheinlichkeit der Unterbrechung von Versorgungswegen, etc… ).
Verkehrt war es nie, aber es gab und gibt eben auch Leute, die es übertreiben oder eher unrealistische Szenarien im Fokus haben.
Teetrinker
06-01-2026, 12:06
So pauschal ausgedrückt ist das nicht richtig. Letztlich war und ist es immer die Frage wie man sich vorbereitet und wofür. Darüber hinaus hat sich einiges in den letzten Jahren geändert und die Notwendigkeit zur eigenen Vorsorge, auch außerhalb klassischer Risikogebiete, ist definitiv größer geworden (höhere Wahrscheinlichkeit der Unterbrechung von Versorgungswegen, etc… ).
Verkehrt war es nie, aber es gab und gibt eben auch Leute, die es übertreiben oder eher unrealistische Szenarien im Fokus haben.
Wer legt fest was übertrieben ist, oder was „eher unrealistisch“ ist? Etwa Du?
Willi von der Heide
06-01-2026, 15:26
Letztlich war und ist es immer die Frage wie man sich vorbereitet und wofür. Darüber hinaus hat sich einiges in den letzten Jahren geändert und die Notwendigkeit zur eigenen Vorsorge, auch außerhalb klassischer Risikogebiete, ist definitiv größer geworden (höhere Wahrscheinlichkeit der Unterbrechung von Versorgungswegen, etc… ).
:halbyeaha
Ich bin vor vielen Jahren über das Thema " Prepper " gestolpert. Als ich dann sah, welche Auswüchse ( vor allem in den USA ) daß annehmen kann wurde ich sehr skeptisch. Ich war sogar mal in einem Forum, wo es ursprünglich um das Thema ging. Ich viel dann in Ungnade und hab mich abgemeldet. Heute mag ich den Begriff nicht mehr, aufgrund der merkwürdigen Menschen die es in dem Bereich gibt. Ich verwende eher den Begriff " realistische Krisenvorsorge ". Und das ist wesentlich entspannter und auch unproblematischer.
Verkehrt war es nie, aber es gab und gibt eben auch Leute, die es übertreiben oder eher unrealistische Szenarien im Fokus haben.
Man denke nur die Doomer ... die gibt es leider auch. Und dann die Leute, die sich an den berechtigten Ängsten der Menschen bereichern wollen ... aber das gibt es leider überall.
Wer legt fest was übertrieben ist, oder was „eher unrealistisch“ ist? Etwa Du?
Wer denn sonst?
Die Rückfrage finde ich aber durchaus sehr aufschlussreif.
:halbyeaha
Ich bin vor vielen Jahren über das Thema " Prepper " gestolpert. Als ich dann sah, welche Auswüchse ( vor allem in den USA ) daß annehmen kann wurde ich sehr skeptisch. Ich war sogar mal in einem Forum, wo es ursprünglich um das Thema ging. Ich viel dann in Ungnade und hab mich abgemeldet. Heute mag ich den Begriff nicht mehr, aufgrund der merkwürdigen Menschen die es in dem Bereich gibt. Ich verwende eher den Begriff " realistische Krisenvorsorge ". Und das ist wesentlich entspannter und auch unproblematischer.
Man denke nur die Doomer ... die gibt es leider auch. Und dann die Leute, die sich an den berechtigten Ängsten der Menschen bereichern wollen ... aber das gibt es leider überall.
Das kann ich gut nachvollziehen. Ich war auch mal in einem Survivalforum und habe da ab- und zu in das dortige Prepperunterforum geschaut. Teils gruselig. Vorbereitung ist sinnvoll aber was da teilweise abgeht war jenseits von Gut und Böse (wobei ich kein Problem damit habe, solange es innerhalb des gesetzlichen Rahmens bleibt…jeder darf sein Hobby haben und es gibt sicher weniger sinnvolle).
Welche Schlüsse habt „ihr“ aus dem Vorfall in Berlin gezogen. Überprüfung wie gut man selbst für so einen Fall vorbereitet ist und ggf. Adaption oder sagt ihr euch: Alter, das ist Berlin, so was kann bei mir nicht passieren :p
Alfons Heck
09-01-2026, 08:45
Ich kenne es von meinen Eltern. Beides Kriegskinder aus dem zweiten Weltkrieg. Die sind mit Mangel an allem groß geworden.
Ich habe Konserven zu Hause für die nächsten 20 Jahre.
Meine auch, das prägt. Nachhaltigkeit und respektvollen Umgang mit Resourcen sind für uns eine Selbstverständlichkeit.
Allerdings 20Jahre finde ich übertrieben. 2-5 Jahre kann ich nachvollziehen. Ich bin bei 1-3 Monate da ich auch immer mal das MHD checke und entsprechend durch Verzehr rückbaue.
Gruß
Alfons.
Dorschbert
09-01-2026, 10:44
Ein kleiner Benzin-Stromerzeuger für paar hundert Euro,viel Wasser, eine grosse Power Bank, eine Camping Gas Heizung, ein Boller Ofen mit Holzfeuer, Medis, haltbaren Proviant vorhalten... durchaus interessant sich mit sowas mal auseinanderzusetzen.
Für ein paar Tage / Wochen hält das locker das Ärgste ab!
Grundsätzlich sicher richtig. Problem sehe ich da - besonders im urbanen Umfeld / bei dichter Besiedelung, Mehrparteienhäuser/Wohnblöcke etc. - eher darin, dass einem, sollte sich die Lage längerfristig zuspitzen, die Wahrscheinlichkeit steigt, dass einem das Zeug dann ohnehin abgenommen bzw. man da von Marodeuren ausgeplündert wird.
Situation Berlin zeigt das man BW, Feuerwehr, THW usw. aufstocken sollte, es pressiert!
Das definitiv. Schon aus dem Grund wäre ich für eine Wiederaufnahme der Wehrpflicht bzw. optionalem Ersatzdienst.
Kusagras
09-01-2026, 11:15
I...
Ich habe Konserven zu Hause für die nächsten 20 Jahre.
uiuiui. Da muss an ber oft nachgucken was am verfallen ist.... . Oder?
Die Östereicher stellen schöne Schlafsäcke her welche bis -20 grad celsius ausgelegt sind. Zudem ein Deutscher zittert nicht vor kälte sondern wärmt sich am Kachelofen.(neuerdings am neuen KaminKachelofen mit verglasung;-)
Dorschbert wer soll das finanzieren? Umsonst würde sich dort keiner hinstellen. Ich glaube es entstehen im Endeffekt mehr kosten als Nutzen. Und ich kann nicht nachvollziehen das Schlägergruppen sinnvoll sind.
Wer soll was finanzieren?
Sorry, aber ich kann deinen Beitrag nicht so ganz verstehen.
Wer soll was finanzieren?
Sorry, aber ich kann deinen Beitrag nicht so ganz verstehen.
die Wiederaufnahme der Wehrpflicht bzw optionalen Ersatzdienst. Dorschberts Zitat von drei Post vorher.
das ist wohl zu viel Politik und gehört hier nicht wirklich rein oder? Es könnte auch sein das das Internet etwas verzehrt ist. Und du die selben Post(schriftlichen Beiträge) nicht lesen kannst. Welche bei mir zu sehen sind. So etwas kam schon öfters vor.
amasbaal
19-01-2026, 16:09
und ist es immer die Frage wie man sich vorbereitet und wofür.
:cool:
ich weiß sehr gut, wofür... und nicht erst seit gestern.
Alfons Heck
19-01-2026, 16:32
Da sind auch die "Startbedingungen" zu beachten. 30. Stock in einem Hochhaus oder Aussiedlerhof 30km von jedem 7/11 entfernt macht klare Unterschiede was und wie man Vorräte anlegt bzw alternative Wohnmöglichkeiten in betracht zieht.
Gruß
Alfons.
Katamaus
19-01-2026, 16:51
Da sind auch die "Startbedingungen" zu beachten. 30. Stock in einem Hochhaus oder Aussiedlerhof 30km von jedem 7/11 entfernt macht klare Unterschiede was und wie man Vorräte anlegt bzw alternative Wohnmöglichkeiten in betracht zieht.
Jepp. Hier in der Innenstadt müsste ich wohl vor allem Plünderer abwehren können. Zudem könnte ich selber im benachbarten Supermarkt oder bei Nachbarn plündern gehen. ;)
Schnueffler
19-01-2026, 23:32
uiuiui. Da muss an ber oft nachgucken was am verfallen ist.... . Oder?
Die 20 Jahre waren plakativ dargestellt. Ich verbrauche die Sachen nach und nach. Vieles hat ja ein MHD von 30-40 Jahren gehabt.
Da sind auch die "Startbedingungen" zu beachten. 30. Stock in einem Hochhaus oder Aussiedlerhof 30km von jedem 7/11 entfernt macht klare Unterschiede was und wie man Vorräte anlegt bzw alternative Wohnmöglichkeiten in betracht zieht.
Gruß
Alfons.
Absolut.
Jepp. Hier in der Innenstadt müsste ich wohl vor allem Plünderer abwehren können. Zudem könnte ich selber im benachbarten Supermarkt oder bei Nachbarn plündern gehen. ;)
Plünderung ist sicher ein Thema aber das würde ich bei einer Stadtwohnung auch nicht überbewerten (bei einem Haus im städtischen Umfeld schon eher).
the schmu
20-01-2026, 15:29
Jepp. Hier in der Innenstadt müsste ich wohl vor allem Plünderer abwehren können. Zudem könnte ich selber im benachbarten Supermarkt oder bei Nachbarn plündern gehen. ;)
Ich mag da ja etwas naiv sein, aber ich denke nicht, dass Plünderungen und Marodeure ein gravierendes Problem darstellen würden. Unser Denken ist hier, glaube ich, etwas stark vom Amerikanischen Individualismus und den vielen Endzeitszenarien der US-Medien geprägt.
Menschen sind aber in erster Linie sozial, und Gesellschaften helfen einander in Notsituationen. Klar, wenn sich jeder daheim einschließt, der Vorräte hat, und keiner keinem hilft, bricht alles schnell zusammen und die eigenen Vorräte helfen dir nicht lange, weil du nicht ewig gegen den Ansturm der Hungernden ankommst.
Aber Menschen sind sehr gut darin, zusammenzuarbeiten, Ressourcen zu poolen und alternative Versorgungswege zu finden und zu etablieren, wenn erstmal klar ist, dass die etablierten Systeme versagen.
Die beste Chance in solchen Situationen haben diejenigen, die friedvoll kooperieren, anstatt zu konkurieren und zu isolieren.
Aber ich mag falsch liegen, ich habe keinerlei Erste-Hand-Erfahrungen in diesen Dingen.
Das passt schon, das zeigen viele Erfahrungen aus einer Vielzahl von Ländern. Plünderungen im größeren Ausmaß sind primär ein Problem bei verlassenen Gebäuden (siehe USA).
Katamaus
20-01-2026, 16:42
Plünderung ist sicher ein Thema aber das würde ich bei einer Stadtwohnung auch nicht überbewerten (bei einem Haus im städtischen Umfeld schon eher).
Dann ist ja alles gut. Wir haben sehr gute Beziehungen zum Supermarkt um die Ecke. :D
Kusagras
20-01-2026, 20:07
Das passt schon, das zeigen viele Erfahrungen aus einer Vielzahl von Ländern. Plünderungen im größeren Ausmaß sind primär ein Problem bei verlassenen Gebäuden (siehe USA).
Supermärkte und shops sind wohl nicht gemeint. Also ich erinner da nicht nur Bilder aus USA, auch GBR. Ich glaube dass hier in DE genug Potential für Chaos und asoziales Verhalten ist, vor allem in (größeren) Städten. Wenn dann noch die richtigen Aufwiegler und Organsiatoren wirken plus soziale Medien... .
Katamaus
20-01-2026, 22:50
Supermärkte und shops sind wohl nicht gemeint. Also ich erinner da nicht nur Bilder aus USA, auch GBR. Ich glaube dass hier in DE genug Potential für Chaos und asoziales Verhalten ist, vor allem in (größeren) Städten.
Das glaube ich auch.
Supermärkte und shops sind wohl nicht gemeint. Also ich erinner da nicht nur Bilder aus USA, auch GBR. Ich glaube dass hier in DE genug Potential für Chaos und asoziales Verhalten ist, vor allem in (größeren) Städten. Wenn dann noch die richtigen Aufwiegler und Organsiatoren wirken plus soziale Medien... .
Stimmt, Supermärkte und andere Geschäfte sind nicht gemeint. Man kann spekulieren oder auf Erfahrungen aus anderen Ländern zurückgreifen. Letzteres ist die Basis meiner Annahme. Ich beziehe mich dabei auf weit verbreitete Plünderung und Überfälle auf in einer Krise weiterhin bewohnte Stadtwohnungen. Ausschließen würde ich es auch nicht, aber ich denke dieser Punkt wird gerne überbewertet.
Katamaus
21-01-2026, 08:22
Stimmt, Supermärkte und andere Geschäfte sind nicht gemeint. Man kann spekulieren oder auf Erfahrungen aus anderen Ländern zurückgreifen. Letzteres ist die Basis meiner Annahme. Ich beziehe mich dabei auf weit verbreitete Plünderung und Überfälle auf in einer Krise weiterhin bewohnte Stadtwohnungen. Ausschließen würde ich es auch nicht, aber ich denke dieser Punkt wird gerne überbewertet.
Ich gehe davon aus, dass gerade in der Stadt nicht alle vorsorgen. Dass das eine Wir-Oase entsteht, in der sich alle unterstützen halte ich für naiv. Auch wenn da sicherlich derlei kleine Oasen entstehen würden. Zunächst würde ich zudem von eienr relativ ordentlich funktionierenden Notversorgung seitens des Staates ausgehen. Wenn es die aber nicht gäbe, gäbe es sicher auch eine Menge Gruppen von Menschen, die sich organisieren und zum Überleben auf Plündern geradezu angewiesen wären*. Die Wahrscheinlichkeit, dass dabei auch Wohnung geplündert werden halte ich ebenfalls für gering aber nicht ausgeschlossen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es gerade meine trifft dementsprechend für noch geringer.
Summa summarum halte ich jedoch das Szenario von marodierenden Banden, die durch die Stadt ziehen, wenn die öffentliche Ordnung und Versorgung zusammengebrochen sind, für recht wahrscheinlich. Umgekehrt, wenn sie das nicht sind, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es , gerade in der Stadt, eine funktionierende Notversorgung geben wird, so dass man hier nicht unbedingt derart viele Vorräte horten. muss. oOmmt halt auf das Szenario an.
* Wer sich humorvoll literarisch dem Thema nähern möchte, wie Menschen in so einer Situation agieren könnten, dem empfehle ich die Lektüre von T.C. Boyles Drop City. Das hat jedenfalls nix mit Hollywood zu tun.
Mit dieser Einschätzung kann ich mitgehen und sie passt auch zu dem was ich so bisher an Erfahrungsberichten gehört habe. Viele Lehren kann man nebenbei aus Sarajevo ziehen.
Als Landei ist meine persönliche Situation natürlich etwas anders.
Glückskind
21-01-2026, 13:38
Plünderung ist sicher ein Thema aber das würde ich bei einer Stadtwohnung auch nicht überbewerten (bei einem Haus im städtischen Umfeld schon eher).
Wenn wirklich irgendein ein worst-case Szenario eintrifft wird irgendwann schlicht alles geplündert was nicht erkennbar komplett leer gefleddert wurde. Und selbst dann gehen vielleicht nochmal welche durch...
Ich z.B. würde während andere sich im Supermarkt verkloppen mich lieber in Bürogebäuden um die dortigen Süßwarenvorräte kümmern. Eine ausgewogene Ernährung braucht auch viel Vitamin K wie Kekse. :D
Glückskind
21-01-2026, 13:41
Ich mag da ja etwas naiv sein, aber ich denke nicht, dass Plünderungen und Marodeure ein gravierendes Problem darstellen würden. Unser Denken ist hier, glaube ich, etwas stark vom Amerikanischen Individualismus und den vielen Endzeitszenarien der US-Medien geprägt.
Schön, dass Du so denkst; wirklich. :blume:
Nur: in einem richtig üblen wort-case-Szenario kannst Du der Zivilisation aber im Zeitraffer beim erodieren zusehen. Ich glaube nicht, das die Filme und Bücher diesbezüglich übertrieben sind sondern würde eher damit rechnen, das es *mindestens* so schlimm kommt. :(
Schön, dass Du so denkst; wirklich. :blume:
Nur: in einem richtig üblen wort-case-Szenario kannst Du der Zivilisation aber im Zeitraffer beim erodieren zusehen. Ich glaube nicht, das die Filme und Bücher diesbezüglich übertrieben sind sondern würde eher damit rechnen, das es *mindestens* so schlimm kommt. :(
Was ist den ein solches „Worst Case“ Szenario für dich?
Diese Denke von "the schmu" wird durch Erfahrungen in diversen Ländern gestützt. Gibt es auch welche die deine These belegen? Oder denkst du auch nur?
Glückskind
21-01-2026, 17:19
Was ist den ein solches „Worst Case“ Szenario für dich?
Diese Denke von "the schmu" wird durch Erfahrungen in diversen Ländern gestützt. Gibt es auch welche die deine These belegen? Oder denkst du auch nur?
Es ist nicht so das ich viel Zeit darauf verwende, mir genaue Szenarien auszudenken, Pläne dafür zu erstellen usw. Ich treffe eher ein paar allgemeine Vorkehrungen (paar Vorräte mehr als Otto Normal, etwas Notfallsvorsorgeausrüstung und wenn ich mal dazu käme auch entsprechende Skills aneignen / schärfen). Survial & Prepping ist über ein allgemeines mich fit halten und ein paar Vorkehrungen treffen für mich nicht im Fokus. Aber ich bin ja auch nicht relevant.
Relevant war die Frage, ob in einem Worst case Szenario mit plündernden Horden zu rechnen sei. Und zwar egal ob Dorf oder Stadt; wobei ich Großstädte in dem Fall für den schlechtestmöglichen Aufenthaltsort halte. Meine Antwort ist ganz klar: ja. Nach nur wenigen Tagen wenn die Leute merken das keine Hilfe kommt geht es ab. Und das "Worst case" Szenario könnte eben auch ein totaler, langanhaltender Ausfall moderner Gesellschaft, ihrer Infrastruktur und Ordnung beinhalten. Es vertraut doch hoffentlich niemand wirklich darauf, das ausgerechnet dann der Staat als glänzend vorbereiteter Retter in der Not parat steht?
Weil Du mich nach meinem Worst Case Szenario fragst, erlaube ich mir erst mal noch ein paar Gegenfragen:
- Hättest Du vor sagen wir mal 10 Jahren gedacht, dass etliche Länder weltweit und auch in Europa eine mehrwöchige, teilweise ziemlich strikte Ausgangssperre verhängen?
- Hättest Du vor sagen wir mal 5 Jahren gedacht, dass am Rande Europas ein richtiger Krieg - oh, sorry, militärische Spezialoperation - ausbricht?
- Hättest Du vor ein paar Jahren geglaubt - sagen wir vor Trumps 1. Amtszeit ^^, dass ein US Präsident laut und leider ernstzunehmend darüber nachdenkt, Grönland zu annekt... kaufen...?
Wie, bitteschön soll man sowas vorhersehen / planen können?
Ein theoretisch mögliches Worst Case Szenario - und das ist dann eben wirklich ziemlicher worst case - wäre z.B. ein Atomschlag oder ein Angriff der mittels EMP sehr große Regionen lahmlegt.
Willi von der Heide
21-01-2026, 19:49
Versteht das bitte nicht falsch, aber genau solche Diskussionen, die ja durchaus ihre Berechtigungen haben können, haben dazu geführt, daß ich persönlich die Prepperszene sehr kritisch sehe. Realistische Krisenvorsorge = Unbedingt ! Aber der Rest ? ... Ich beschäftige mich eher nicht mit Plünderungen und habe trotzdem einen entsprechenden Einbruchsschutz. Wollte das nur kurz einwerfen.
Und gerade globale Verwerfungen sind nur schwer abzuschätzen. Bis auf den Ukraine-Krieg, denn den hat Peter Scholl-Latour schon vor vielen Jahren prognostiziert ... zumindest sah er eine " Bruchlinie ".
Teetrinker
21-01-2026, 20:15
Solidarität? Sah ich während der Pandemie, als im Supermarkt Nudeln, Reis und Dosenfraß leergekauft war. Sogar das unwichtige Schei!hauspapier war vergriffen.
Glückskind
Relevant war die Frage, ob in einem Worst case Szenario mit plündernden Horden zu rechnen sei.
Mit Plünderungen sicher, die Frage war aber inwiefern dies den Einzelnen (konkret ging es um jemand in einer Stadtwohnung) betrifft.
Glückskind
Weil Du mich nach meinem Worst Case Szenario fragst, erlaube ich mir erst mal noch ein paar Gegenfragen:
Es ist zwar unhöflich eine Rückfrage zu stellen ohne selbst auf die Frage im Detail einzugehen, aber ich bin mal nicht so.
Glückskind
- Hättest Du vor sagen wir mal 10 Jahren gedacht, dass etliche Länder weltweit und auch in Europa eine mehrwöchige, teilweise ziemlich strikte Ausgangssperre verhängen?
Dass die nächste Pandemie überfällig ist und dass dann solche Maßnahmen getroffen werden könnten war mir bewusst. Wie lange weiß ich nicht, aber größer 20 Jahre. So richtig bewusst wurde es mir, als die ersten Meldungen bzgl. Schweingrippe kamen (die maßlos übertrieben waren).
Meine eigenen Vorräte habe ich bereits Wochen vor dem ersten Lockdown nochmal aufgefüllt (nein, kein Scheißhauspapier) und damit auch nicht zu irgendwelchen leeren Regalen beigetragen. Hat sich auch sehr bewährt, so musste sich niemand um mich / uns kümmern, als wir in Quarantäne waren.
Glückskind
- Hättest Du vor sagen wir mal 5 Jahren gedacht, dass am Rande Europas ein richtiger Krieg - oh, sorry, militärische Spezialoperation - ausbricht?
Auch das halte ich schon viel länger (wieder) für möglich. Wie kann man vor 5 Jahren noch etwas anderes gedacht haben, angesichts der der vielen Kriege die auch in unserem Umfeld begonnen bzw. geführt wurden und angesichts der sich ändernden Machtverhältnisse (insbesondere auch den zunehmenden Spannung in den „Nordmeeren“, die ebenfalls schon länger bestehen). Ein Krieg am Rande Europas ist aber immer noch kein Krieg in unserem Land!
Glückskind
- Hättest Du vor ein paar Jahren geglaubt - sagen wir vor Trumps 1. Amtszeit ^^, dass ein US Präsident laut und leider ernstzunehmend darüber nachdenkt, Grönland zu annekt... kaufen...?
Nein
Alle Fragen gehen aber komplett an meiner Rückfrage vorbei. Lassen wir mal die individuellen, lokalen Vorkommnisse (die am wahrscheinlichsten sind) außen vor.
Es gibt gewissen Szenarien, die mit unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit auftreten können und (!) einen sehr großen Personenbereich und ein großes Gebiet betreffen würden:
-Pandemien
- Wirtschaftskrisen
-Naturkatastrophen
-Unterbrechung der Versorgungsketten (Wasser, Nahrung, Treibstoff, medizinische Güter etc…)
- Regionen übergreifende Ausfälle des Internets (längerfristig)
-Regionen übergreifende Ausfälle der Stromversorgung (längerfristig)
- Unruhen bis hin zu Bürgerkrieg
-Atomare Unfälle
- Kriege (Angriffe auf das eigene Heimatland)
-etc.
Manches ist wahrscheinlicher, manches weniger. Was genau davon eintritt, wann es eintritt und in welche Ausmaße, ist natürlich nicht langfristig vorhersagbar. Das Gute ist aber, die individuelle Vorbereitung dafür, die sich mit der oben genannten Vorbereitung auf eher „persönliche“ Notlagen in vielen Punkten überschneidet, ist in vielen Punkten identisch. Darüber hinaus ist schon viel erreicht, wenn man sich auf die möglichen Auswirkungen einer Krise vorbereit, und weniger auf ein konkretes Szenario mit Fokus darauf, was man zu Leben wirklich benötigt. Und hierfür gibt eben genug Fallbeispiel
Glückskind
Es vertraut doch hoffentlich niemand wirklich darauf, das ausgerechnet dann der Staat als glänzend vorbereiteter Retter in der Not parat steht?
Ich jedenfalls nicht, wie könnte er überhaupt.
Teetrinker
Solidarität? Sah ich während der Pandemie, als im Supermarkt Nudeln, Reis und Dosenfraß leergekauft war. Sogar das unwichtige Schei!hauspapier war vergriffen.
Also ich sah unter anderem: Nachbarn, Freunde und Verwandte die sich gegenseitig Nahrung / Medikamente besorgten, wenn jemand nicht aus dem Haus konnte oder wollte.
Richtig ist aber, man sollte jetzt im hier und heute dafür sorgen, dass es später Solidarität gibt (Aufbau und Stärken von Verbindungen im eigenen Umfeld).
@Willi: 1+ Geht mir genauso.
GilesTCC
23-01-2026, 15:56
... Manches ist wahrscheinlicher, manches weniger. Was genau davon eintritt, wann es eintritt und in welche Ausmaße, ist natürlich nicht langfristig vorhersagbar. Das Gute ist aber, die individuelle Vorbereitung dafür, die sich mit der oben genannten Vorbereitung auf eher „persönliche“ Notlagen in vielen Punkten überschneidet, ist in vielen Punkten identisch. Darüber hinaus ist schon viel erreicht, wenn man sich auf die möglichen Auswirkungen einer Krise vorbereit, und weniger auf ein konkretes Szenario mit Fokus darauf, was man zu Leben wirklich benötigt. Und hierfür gibt eben genug Fallbeispiel
+1
Worst-case-Szenario? Wirklich worst-case: Da kann man z.B. "The Road" von Cormac McCarthy lesen (übrigens ein hervorragendes Stück Literatur, wenn auch teilweise kaum erträglich). Auf so was kann man weder materiell noch mental vorbereitet sein (außer vielleicht ein Jahr oder so in einer privaten Festung leben, aber danach wär's auch vorbei). Persönlich möchte ich auch nicht in einer solchen Welt 'überleben'. Es gibt jede Menge sonstigen längerfristigen Katastrophenszenarien. Da sind so viele Variablen, da macht man sich nur verrückt und unglücklich, wenn man sich alle Möglichkeiten ausmalt und versucht, sich auf alles 'vorzubereiten'. Für mich (und Familie) als Großstadtbewohner in einem Mietshaus, will ich mich damit begnügen, dass wir 2 oder 3 Wochen ohne Strom, ohne Gas (für Herd), ohne Heizung und eventuell ohne fließendes Wasser und ohne Einkaufsmöglichkeiten durchkommen. Also Essens- und Wasservorräte, ein tauglicher Gaskocher mit genug Kartuschen, Barreserve. Und die Möglichkeit und Bereitschaft, die eigene Wohnung bzw. das Haus/Treppenhaus für böse Eindringlingen (aufs Erste) unattraktiv zu machen. Obwohl auch ich das als sehr unwahrscheinlich erachte.
Wenn es danach immer noch keine staatliche/regionale Versorgung gibt, zumindest bei zentralen Stützpunkten in der Stadt, weil der Staat tatsächlich kaputt ist - dann kommt es wie es kommt. Vielleicht treten dann die Amerikaner als glorreiche neue Retter und Herrscher auf, oder doch die Russen (mit ein paar AfD-Sockpuppets als Alibi-Verwalter). Wie auch immer, ich könnte auch nächstes Jahr tödlich erkranken oder morgen von einem LKW überrollt werden, also sich nicht verrückt machen.
Also ich sah unter anderem: Nachbarn, Freunde und Verwandte die sich gegenseitig Nahrung / Medikamente besorgten, wenn jemand nicht aus dem Haus konnte oder wollte.
Richtig ist aber, man sollte jetzt im hier und heute dafür sorgen, dass es später Solidarität gibt (Aufbau und Stärken von Verbindungen im eigenen Umfeld).
+2 !
Von Kooperation mit einer guten Portion Altruismus und Moral bis "Der Mensch ist des Menschen Wolf" und vieles dazwischen: Alles ist bei uns möglich, je nach Situation und wie die Würfel fallen. Kooperation und Anstand ist im Zweifel die bessere Wahl, sowohl für die eigene Seele wie auch, meistens, pragmatisch.
GilesTCC: 1+
Am Ende sterben wir alle.
Ich habe mir gerade mal ein zweite Schweizerwolldecke geleistet (diesmal die Militärvariante), nachdem ich mir letzte Nacht bald den Sa... abgefroren habe (mit normaler Sommerdecke und einer Eskimo Wolldecke), obwohl ich die Balkontür irgendwann geschlossen hatte. https://www.naturmittelversand.de/haus-und-garten/wohnaccessoires/garten-und-terrasse/schweizer-armeedecke-140x200-cm/295-P7312 (dort gibt es beide Varianten)
Aus Erfahrung: Ich kaufe sie nur noch neu, kosten zwar doppelt soviel wie gebraucht aber dafür riechen sie nicht und sind auch wirklich für den dauerhaften Gebrauch geeignet.
Generell setze ich mehr und mehr auf Wolle (teils auch auf Wollmischgewebe) und bin absolut begeistert. Ist nicht nur für Urban Survival, sondern gerade auch für den normalen Alltag (insbesondere wenn man viel draußen ist) fast überall den modernen Materialien gegenüber zu bevorzugen.
Katamaus
23-01-2026, 21:54
Generell setze ich mehr und mehr auf Wolle (teils auch auf Wollmischgewebe) und bin absolut begeistert. Ist nicht nur für Urban Survival, sondern gerade auch für den normalen Alltag (insbesondere wenn man viel draußen ist) fast überall den modernen Materialien gegenüber zu bevorzugen.
Ist zwar OT, aber im Outdoorbereich nutze ich fast nur noch Merino (bis hin zu meinen Skihandschuhen). Die funktionieren für mich hinsichtlich Wärmeleistung und Atmungsaktivität um Klassen besser als das Plastikzeugs.
@Katamaus: 1+
Ich finde es nicht OT da Wolle gerade für (Urban) Survival viele Vorteile hat (ich meine wir hatten das hier auch schon). Lässt sich selbst reparieren, hält sehr warm selbst wenn sie nass ist und vor allem brennt und schmorrt nicht so leicht wie die ganzen Plastiksachen.
concrete jungle
24-01-2026, 11:15
@Katamaus: 1+
Ich finde es nicht OT da Wolle gerade für (Urban) Survival viele Vorteile hat (ich meine wir hatten das hier auch schon). Lässt sich selbst reparieren, hält sehr warm selbst wenn sie nass ist und vor allem brennt und schmorrt nicht so leicht wie die ganzen Plastiksachen.
Cooles Ding!
In Relation zum neuesten beworbenen Plastikkram auch imho fairer Preis der Decke, finde auch nordische Wollpullover und Socken liefern immer gut im Winter!
Katamaus
24-01-2026, 15:46
Na dann... Merinosocken trage ich ganzjährig. Mit Baumwolle schwitze ich im Sommer und friere im Winter. Mit Merino nicht.
Teetrinker
24-01-2026, 16:04
Wäre ich woke, müsste ich von Merinowolle abraten.
https://www.tierschutzbund.de/tiere-themen/tierschutz-im-alltag/merinowolle/
FireFlea
24-01-2026, 16:08
Wäre ich woke, müsste ich von Merinowolle abraten.
https://www.tierschutzbund.de/tiere-themen/tierschutz-im-alltag/merinowolle/
Und warum? In dem Artikel wird nicht von Merinowolle abgeraten. Sondern von Merinowolle aus Australien.
Und was hat es mit "woke" zu tun, Tiere nicht unnötig zu verletzen?
Teetrinker
24-01-2026, 17:37
https://www.focus.de/politik/deutschland/hufeisen-der-aengste-was-das-kellerregal-ueber-unsere-politische-ueberzeugung-verraet_3f9cf145-81d3-4aa5-b7e3-b3eb71b06878.html
Wer Vorräte anlegt, gilt als rechts. Dabei stammen die Pioniere der Survival-Szene aus der grünen Bewegung. Und Hand aufs Herz: Wenn der nächste Blackout kommt, ist man froh, trotzdem ein paar Suppendosen gebunkert zu haben.
An Suppendosen gefällt mir, dass man sie auch kalt verzehren kann.
Katamaus
24-01-2026, 17:55
Wäre ich woke, müsste ich von Merinowolle abraten.
https://www.tierschutzbund.de/tiere-themen/tierschutz-im-alltag/merinowolle/
Woolpower kommt aus Schweden. Die Wolle aus Patagonien und die ist mulesing-frei.
Die Sachen von Ortovox kommen aus der Schweiz und Tirol. Die Firma hat mit diesem Trend die Schafzucht in den Alpen vor dem Aussterben gerettet.
Warum sollte man sich nicht auch bei Merinowolle erkundigen müssen, was woher kommt und wie produziert wird?
Aber ist eh egal. Bin ja nicht woke.
Teetrinker
24-01-2026, 18:31
Tirol und Schweiz könnte ich als Süddeutscher ja noch einigermaßen als regional betrachten. Patagonien natürlich nicht.
Vor 2 oder 3 Jahren, auf dem Höhepunkt des Greta Hypes, wurde einem ständig die Co zwo Bilanz vorgerechnet. Ist aber etwas aus der Mode gekommen, seit das Kind ein neues Betätigungsfeld entdeckt hat.
Alfons Heck
24-01-2026, 18:44
An Suppendosen gefällt mir, dass man sie auch kalt verzehren kann.
Mahlzeit :ups:
Na dann... Merinosocken trage ich ganzjährig. Mit Baumwolle schwitze ich im Sommer und friere im Winter. Mit Merino nicht.
Ich auch. Und das "Schlimme" ist, ich kann keine anderen Socken mehr tragen, denn wenn man sich mal daran gewöhnt hat, merkt man erst wie sehr man in "normalen" Socken schwitzt. Persönlich schwöre ich auf Stoic (und meine Freundin trägt sie auch dauernd seit ich ihr mal ein paar geschenkt hatte...inzwischen sind es ein "Paar" mehr ;-))
Stoic;
Stoic-Socken nutzen hochwertige Merinowolle, oft in Kombination mit Kunstfasern für Haltbarkeit, und werden in Italien gefertigt. Die verwendeten Materialien sind mulesing-frei, was auf eine artgerechte Haltung der Schafe hinweist.
Die Dinger muss man nicht so oft waschen und halten extrem lange. Von dem her passt das auch vom C02 Abdruck. Warum Tierschutz "woke" sein soll, muss ich aber nicht verstehen. So ein b...
Was die Suppendosen betrifft. Dosen sind bei mir nur ein Bruchteil der Nahrungsvorräte. Eigentlich nur Bohnen und die auch nur, weil ich die ab- und zu esse, wenn ich nicht viel Zeit zum kochen habe. Wenn du die sowieso regelmäßig ist und sie dadurch nicht ablaufen eine gute Wahl, ansonsten würde ich die Finger davon lassen.
In den USA sieht man eigentlich mal wieder recht gut warum private Vorsorge für einen selbst und auch für andere sinnvoll ist. Wer dort rechtzeitig vorgesorgt hat muss sich jetzt nicht in lange Schlangen stellen und sorgt dafür, dass von denen die es nicht getan haben mehr noch etwas bekommen.
Nochmal kurz zum Thema Solidarität. Mir hat heute meine Nachbarin wieder ein paar Nussecken vorbei gebracht (und erst vor kurzem, ich meine ich hatte es erwähnt, Marmelade und ebenfalls Gebäck). Ist ein kleines Dankeschön weil ich ihren Müll weggefahren habe, als sie den Abfuhrtermin verpasste (natürlich ohne dafür was zu nehmen). Sie meinte dazu "Kochen würde ich ja sicher selbst, aber Backen wohl eher nicht". :D
Für Zusammenhalt und Solidarität sorgt man in normalen Zeiten, dann gibt es sie auch in schweren Zeiten (muss gar kein Worst-Case sein) mit kleinen, alltäglichen Dingen...i.d.R. zum beidseitigen Nutzen.
Es gibt zwei Gruppen, die die Angst besonders fest im Griff hat: Menschen ganz links und ganz rechts der Mitte. Je weiter man politisch nach außen tendiert, desto größer die Untergangsangst. Ganz links ist es der Klimatod, der uns unweigerlich das Lebenslicht ausblasen wird. Ganz rechts ist es, neben dem Raketensturm auf Berlin, der messerschwingende Migrant, der einen bis in den Schlaf verfolgt.
Deshalb sind sie ganz links und ganz rechts auch so schlecht am Zahn zu haben. Wer von seinen Ängsten dominiert wird, neigt zu Hysterie. https://www.focus.de/politik/deutschland/hufeisen-der-aengste-was-das-kellerregal-ueber-unsere-politische-ueberzeugung-verraet_3f9cf145-81d3-4aa5-b7e3-b3eb71b06878.html
Der Absatz zeigt eigentlich recht gut warum persönliche Vorbereitung bei uns (und nicht nur da) oft kritisch gesehen wird. Wenn die Vorbereitung, anstelle von Vernunft und rationalen Überlegungen, auf Ängsten basiert ist das durchaus bedenklich.
FireFlea
24-01-2026, 20:33
Was die Suppendosen betrifft. Dosen sind bei mir nur ein Bruchteil der Nahrungsvorräte. Eigentlich nur Bohnen und die auch nur, weil ich die ab- und zu esse, wenn ich nicht viel Zeit zum kochen habe. Wenn du die sowieso regelmäßig ist und sie dadurch nicht ablaufen eine gute Wahl, ansonsten würde ich die Finger davon lassen.
Wäre ja auch traurig, wenn man sich nur aus Konserven ernährt. :D
Und was hat es mit "woke" zu tun, Tiere nicht unnötig zu verletzen?
Na, nur "woke people" sind immer politisch auf der korrekten Schiene!
Das Problem bei den Schafen liegt aber bereits in der Züchtung, von daher müsste man die Merino-Produktion schon generell ablehnen, da die Schafe so oder so Qualen erleiden, entweder weil sie befallen werden, oder eben durch das mulesing.
Zumindest in Australien, schon wegen der klimatischen Verhältnisse ist es schlimmer als in anderen Ländern.
Wäre ja auch traurig, wenn man sich nur aus Konserven ernährt. :D
Haferflocken sind lange Haltbar. Und werden mit Milch oder Wasser aufgegossen zum Müsli.
Meine Methode, wenn ich selbst verpflegt für mehrere Tage unterwegs bin, ist Eiweißpulver. Das mit Müsli vermischt und etwas Wasser aufgegossen, gibt ein gutes Frühstück auch ohne verfügbare Milch.
Molkepulver ist nicht so lange haltbar. Hat jemand schon mal Maronen probiert? Edit Die zubereitung braucht 25 min im Backofen und ist deshalb nicht so urban.
Eiweißpulver ist recht lange haltbar. Haltbarkeit ist letztlich aber primär ein Problem wenn man Dinge verwendet, die man normalerweise nicht verbraucht und damit sowieso regelmäßig auffrischt (oder halt wirklich in Richtung Vorrat für mehrere Jahre geht).
Auf dem Scout Lehrgang hatten wir Musli mit Wasser und Nüssen in Pfannen geröstet als tägliche Frühstück. Das fand ich auch sehr gut und sättigend. Anstelle von Nüssen (oder als Ergänzung) gehen sicher auch Bucheckern und eben Maronen. Für beides benötigt man aber natürlich mindestens ein Feuer oder eine andere Möglichkeit zum kochen/braten.
Persönlich esse ich mein Müsli so gut wie nur noch mit Obst. D.h. von Frühjahr bis weit in den Herbst geht das mit dem, was man so draußen sammeln kann oder im eigenen Garten wächst.
Birkenblätter (roh) sind auch eine option.
Danke, muss ich mal ausprobieren.
Birkenblätter (roh) sind auch eine option.
Birkenblätter sind keine für Menschen verwertbare Eiweißquelle, jedenfalls nicht als Ersatz für primäre Eiwwißquellen.
Birkenblätter sind keine für Menschen verwertbare Eiweißquelle, jedenfalls nicht als Ersatz für primäre Eiwwißquellen.
Die Dinos haben es auch nicht anders gemacht. In der Nahrung gibts noch andere Sachen wie Vitamine, Kohlenhydrate, Flavoride, Zucker. Das ist eventuell besser wie ein Mückenfänger durch die Gegend zu Laufen.
Na, nur "woke people" sind immer politisch auf der korrekten Schiene!
Das Problem bei den Schafen liegt aber bereits in der Züchtung, von daher müsste man die Merino-Produktion schon generell ablehnen, da die Schafe so oder so Qualen erleiden, entweder weil sie befallen werden, oder eben durch das mulesing.
Zumindest in Australien, schon wegen der klimatischen Verhältnisse ist es schlimmer als in anderen Ländern.
Danke für die Info!
Birkenblätter sind keine für Menschen verwertbare Eiweißquelle, jedenfalls nicht als Ersatz für primäre Eiwwißquellen.
Wer hat denn behauptet sie wären eine?
Die Dinos haben es auch nicht anders gemacht..
Stimmt, in der Kreidezeit gab es ja tatsächlich schon Birken. Und Dinos und Menschen sind ja auch fast dasselbe.
Ich stelle mir gerade nen T-Rex vor, wie er genüsslich ein Birkenblättlein knabbert.
In der Nahrung gibts noch andere Sachen wie Vitamine, Kohlenhydrate, Flavoride, Zucker. Das ist eventuell besser wie ein Mückenfänger durch die Gegend zu Laufen.
Aber oben hattest du doch geschrieben, Birkenblätter wären ein Option, da ging es um Eiweiß.
Ich denke hier liegt ein Missverstände vor. Es ging um die Zubereitung von Muesli (da es ohne kaum runter zu bekommen ist). Am Anfang stand Milch und Wasser (schmeckt nach meiner Erfahrung widerlich), ich brachte dann Eiweißpulver ins Spiel, außerdem Nüsse (mit Wasser zusammen in der Pfanne gekocht) und Obst (letzteres auch ohne nennenswert Eiweiß) und Robb Birkenblätter. Wenn die Ergänzung noch einen Nährwert und Eiweiß enthält ist das natürlich gut, zwingend ist es aber nicht.
Alles klar.
Birkenblätter gelten jedenfalls als gesundes Futter für Nager, reich an Vitamin C, Flavonoiden und Gerbstoffen.
Nur würde ich Dinos nicht zu den Nagenr zählen.
Einigermaßen lecker sind die wohl auch nur im Frühling.
Die beste Survival- Nahrung ist doch angeblich Pemmikan, hält ewig und ist hoch Energie- und Nährstoffreich.
Das mit dem Frühling bzw. jungen Blättern trifft glaube ich allgemein zu. Ich habe damit aber noch nicht experimentiert, da um diese Zeit herum auch genug leckeres und gesundes am Boden sprießt.
Heute ist hier bei uns ein Schneeschuh und Schneehöhlen Trainingstag, juhuuuu:D
Und auch eine (nicht ganz neue) Erkenntnis. Ich brauche wieder einen Schneeschieber, mit dem Besen geht das Räumen bei solchen Schneemengen nicht gescheit.
Alfons Heck
26-01-2026, 17:53
Schneehöhle vs Iglu
Übernachtung vs mehrtägiges oder wochenlanges ausharren in unwirtlicher Lage.
Wer schon mal mit dem Pickel ein Iglu gebaut hat...das ist kein Spaß und man muß wissen wie es funktioniert...also eher nein. Wie definierst bzw baust du eine Schneehöhle.
Gruß
Alfons.
@Alfons: Ist das eine Frage an uns oder einfach irgendwo rauskopiert und der Link fehlt?
Also ich habe diese Woche eine gebaut, in dem ich im Garten mit der Schneeschaufel eine großen Haufen Schnee aufgehäuft habe und diese dann aushöhlte. Meine Zeit war leider sehr begrenzt, trotzdem hätte sie als Notunterkunft für eine Nacht locker ausgereicht. Ich kann ggf. später noch Fotos schicken.
Und unbedingt über die dortigen Regeln informieren. Ich war in den rumänischen Karpaten auch maximal (ich weiß nicht mehr ob ich überhaupt eines dabei hatte) mit dem Schweizer Messer unterwegs. Allerdings auch nur Wandern.
Alfons Heck
28-01-2026, 12:12
Hallo Thomas,
ist eine Frage an dich. Ich habe mal ein Iglu auf einem Gletscher gebaut und finde das ist mE nur sinnvoll wenn man darin "wohnen" muß/will. Daher die Frage wie ihr das seht.
Gruß
Alfons.
Schneehöhle ist eigentlich die Standardvariante für Notunterkünfte im Schnee (Alpin). Ich habe heute nur wenig Zeit, ich gehe später aber auf die Frage ein.
Also, erstmal vorab: Notunterkünfte im Schnee ist ein Thema, das mich schon länger interessiert, das ich aber bisher mangels ausreichendem Schnee nie wirklich umgesetzt habe. Wenn ich im Schnee übernachtet habe dann eigentlich immer mit Zelt oder Tarp und gutem Schlafsack.
Iglu als Notunterkunft habe ich bisher nirgend empfohlen gesehen (Aufwand), Schneehöhle ist wie gesagt die Standardvariante für Notfälle. Was ich auch mal ausprobieren möchte ist ein Schneegraben, dürfte noch schneller herzustellen sein und benötigt weniger hohen Schnee (bzw. weniger Arbeit um ggf. einen Haufen aufzuschütten).
Ich habe am Montag zum aufschütten < 30min gebraucht dabei musste ich den Schnee teilweise mit der Schneeschaufel einige Meter entfernt holen...inkl. Hindernisse. Leider wurde ich dann abberufen. Dienstag morgen habe sie dann in <20min ausgehöhlt (mit einem Klappspaten). Alles ganz entspannt und gemütlich. Sie wäre groß genug gewesen um leicht eingerollt darin zu schlafen. Das war auch der Plan, aber das Wetter hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht, Dienstagabend war sie schon zu stark eingesackt und heute morgen bereits kollabiert. Mit vielleicht 10min mehr (oder kürzeren Wegen beim aufhäufen) hätte ich sie auch so groß machen können, dass sie zum ausgestreckt liegen reicht (war mir aber gar nicht so wichtig).
Bilder:4863848639
Den Eingang hätte ich noch ein bisschen verkleinert und dann mit einer Schneekugel verschlossen. Leider war ich Dienstag morgen aber auch zeitlich stark eingeschränkt
haha da wird das kind im manne wach :D
ich habe heute auch kinder beim iglu bau beobachtet....
haha da wird das kind im manne wach :D
ich habe heute auch kinder beim iglu bau beobachtet....
Nö, das Kind im Manne wurde wach als ich zum Schneemannbauen abberufen wurde:p.
Wenn man ab- und zu hochalpin unterwegs ist, sollte man solche grundlegenden Methoden zur Selbstrettung einfach mal praktisch ausprobiert haben. Dazu gehört allerdings immer auch darin wirklich zu übernachten, daher hoffe ich auf noch mehr Schnee in diesem Winter.
Anmerkung: Generell finde ich Outdoorübernachtungen sollten nicht im eigenen Garten stattfinden. Die Entscheidung diesmal im eigen Garten etwas zu bauen, war nur den Umständen geschuldet.
die hummel
30-01-2026, 07:57
Naja: Outdoorübernachtungen im eigenen Garten sind aber immerhin ein Anfang, gerade für Kinder.
Wenn das etabliert ist, man erste Erfahrungen gesammelt hat und es Spaß macht kann man es ja ausbauen.
Meine haben schon mal im Baumhaus übernachtet und jetzt plant der Große für dieses Jahr eine Wanderung mit Übernachtung...
Im Garten war es nur geplant weil auf den "Feldern" zu viel los ist (Leute mit Hunden) und im Wald hohe Schneebruchgefahr bestand. Dazu kamen Zeitgründe (kein Urlaub). Generell bin ich der Meinung so etwas muss man mindestens irgendwo in freier Natur durchführen, besser noch abseits der Zivilisation.
Ich gebe Dir aber recht, im Garten ist besser als gar nicht (war auch meine Motivation es trotz dieser Sichtweise mal im eigene Garten anzugehen).
die hummel
30-01-2026, 12:32
Der Garten als Einstiegsdroge im Outdoorgeschäft!
Tatsächlich habe ich schon oft draußen aber noch nie in meinem Garten übernachtet :D...würde mal Zeit werden
Letzten Sommer hatte ich eine art Hangematte mit Reisverschluss (Die Engländer schwören auf solche) zwischen zwei Bäumen im Garten ausprobiert. Zum Glück ist diese nicht Kaputt gerissen. Ich muß mir noch so ein perfektes Tarp für Regenabdeckung besorgen und perfekt.
@ Hummel Die kleinen auf Outdoor trimmen find ich nicht so gut. Weil Zivilisierung muß hart erarbeitet und erhalten werden. Wenn dann ein Hippi draus wird ist es wohl nicht gerade das gelbe vom Ei.
die hummel
02-02-2026, 07:50
Naja,
die Zivilisierung geht ja nicht direkt flöten, wenn man mal draußen schläft.
Und von Trimmen kann auch keine Rede sein. Es kann aber doch nicht schaden (im Gegenteil), wenn Kinder und Jugendliche Spaß daran entwickeln, sich im Freien und der Natur aufzuhalten.
Der Große macht jetzt schon ab und zu Touren über 30 - 40 km, das ist mir doch lieber als TicToc!
Ja, das kann nicht nur nicht schaden sogar im Gegenteil sehr nützlich sein.
FireFlea
08-02-2026, 17:55
Habe das eingeblendet bekommen und dachte es passt gut hier rein - alte Amish Methode zur Konservierung von Lebensmitteln:
https://www.youtube.com/watch?v=QzlC3pUQDOk
Nicht schlecht, aber auch sehr energieaufwändig
Moin!
Eure Erste-Hilfe-Kästen im KFZ sind noch up to date?
Falls nicht -> Aldi Süd hat EH-Taschen aktuell im Angebot. 5€
marasmusmeisterin
13-02-2026, 11:15
Habe das eingeblendet bekommen und dachte es passt gut hier rein - alte Amish Methode zur Konservierung von Lebensmitteln:
Stimmt,; aber wieso Amish? Das ist das gute alte Einkochen. Was sie dazu nicht zeigen - glaube ich, ich habe mir nicht jede Minute angesehen, nur durchgescrollt - ist aber wichtig: die benutzten Gläser müssen direkt vorher heiß mit Spülmittel ausgewaschen werden. Am besten über Kopf auf einem sauberen Küchenhandtuch abtropfen lassen und so schnell wie möglich befüllen, und ab in den Topf. Das hält Keime fern, aber nur in den allermeisten Fällen. Keine Garantie.
Der Trick mit der Unterlage sagt mir, daß die da anscheinend normale Gläser benutzt haben, die keine große Hitze vertragen? Falls ja - richtige Einweckgläser kann man auch ohne Unterlage in Einwecktöpfe stellen. Beides ist genau für diese "Alte Amish-Methode" gemacht.
amasbaal
13-02-2026, 11:42
für mich ist das die methoide meiner leider schon vor jahrzehnten verstorbenen bayerischen oma :)
die war natürlich keine Amish, sondern sehr katholisch.
survival... na ja. alltag im bayerischen wald, :D
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