Vollständige Version anzeigen : Einladung an GM Kerrnspecht (und iweitere Interessierte der EWTO) die SNT zu lernen
Meister Horst Drescher lädt über YouTube GM Kernspecht, Meisterin Nathalie und weitere Interessierte der EWTO ein die Siu Nim Tao zu lernen.
https://www.youtube.com/watch?v=Y243moUQmkY
Grund ist der Facebook Beitrag von GM Kernspecht.
https://www.facebook.com/GrandmasterKernspecht/videos/395769983623894
Ich sage nur. Fahrt hin. Geld zurück Garantie gibt er auch.
(Kriege das nicht hin das da gleich so ein Vorschau Bild von You Tube gezeigt wird.)
Sehr geil. Er schreibt das sogar auf seiner Website unter Seminare
https://wingchundao.de/seminare/
Nächster Termin für GM Kernspecht wäre der 05.10.2024
Kunoichi Girl
20-09-2024, 12:05
Zum glück ist in der ewto die zeit der hausbesuche m.W. vorbei.
Jedenfalls habe ich seit längerem davon nichts mehr gehört.
Hm, früher hätte die EWTO eine solche Einladung angenommen, hehe
Bei aller Kritik an KRK, aber von dem D. kann er sicherlich 0,0 "lernen".
Ohne eine gute Siu Nim Tao ist das von Meister Horst Drescher gefundene "Geheimnis der Acht Pforten" dann für die EWTO wirklich für immer ein Geheimnis.
https://wingchundao.de/die-acht-pforten/
Sehr schade.
Nur das "RÖHREN-MODELL", "GESTÄNGE-MODELL" (das "Kernspecht‘sche Rasiermesser") und das "4 ECKEN-MODELL oder KASTEN-MODELL".
Ob das auf Dauer ausreicht für eine "LOGICAL or FUNCTIONAL" SNT ausreichen wird. Vielleicht wenn man es stärker mit der Gesundheits-SNT verbindet?
Wie schade. Ich bin leider nicht in der EWTO..:D
...
(Kriege das nicht hin das da gleich so ein Vorschau Bild von You Tube gezeigt wird.)
Hi retep,
du warst schon dicht dran.
Du musst beim Erstellen, in der Menüleiste nicht den Weltkugel-Button auswählen,
sondern weiter rechts den Filmstreifen-Button anklicken und dort den Youtube-Link einfügen.
.
Viel Erfolg,
Nohands
.
Ohne eine gute Siu Nim Tao ist das von Meister Horst Drescher gefundene "Geheimnis der Acht Pforten" dann für die EWTO wirklich für immer ein Geheimnis.
https://wingchundao.de/die-acht-pforten/
Sehr schade.
Nur das "RÖHREN-MODELL", "GESTÄNGE-MODELL" (das "Kernspecht‘sche Rasiermesser") und das "4 ECKEN-MODELL oder KASTEN-MODELL".
Ob das auf Dauer ausreicht für eine "LOGICAL or FUNCTIONAL" SNT ausreichen wird. Vielleicht wenn man es stärker mit der Gesundheits-SNT verbindet?
Dabei wusste schon Johnny Depp, dass es neun Pforten sind :D https://de.wikipedia.org/wiki/Die_neun_Pforten
Die Acht Pforten hat er wahrscheinlich bei den Acht Toren (auch Acht Kräfte) abgekupfert, Peng, Lu, Ji, An, Cai, Lie, Zhou, Kao. Diese Kräfte können ebenfalls den Acht Trigrammen zugeordnet werden.
...
Viel Erfolg,
Nohands
.
Danke dir.
...
Die Acht Pforten hat er wahrscheinlich bei den Acht Toren (auch Acht Kräfte) abgekupfert, Peng, Lu, Ji, An, Cai, Lie, Zhou, Kao. Diese Kräfte können ebenfalls den Acht Trigrammen zugeordnet werden.
Kenne mich mit den Acht Kräften nicht aus. Kann ich nichts zu sagen.
Das Buch von Meister Drescher hatte ich nur 1x in der Hand. Zumindest gut gemacht. Inhalt kann ich nicht beurteilen. Dazu muss man seine Prinzipien der SNT und CK erlernt haben. Sein Formenverständnis kommt mMn von GM Samuel Kwok und Meister Trevor Jefferson.
Er will wohl deutlich machen dass das "Innere WingTsun" was GM Kernspecht im WingTsun sucht und entwickeln wollte, schon längst vorhanden ist.
GM Kernspecht es nur nicht gelernt hat, weil das WT einen völlig verkehrten Weg eingeschlagen hat.
Darum schreibt Meister Drescher auch auf seiner Homepage:
Wing Chun als Innere Kampfkunst!
Was andere noch "entwickeln" wollen, ist bereits fertig...
Sehr unterhaltsam das Ganze :D
valentin
23-09-2024, 15:30
Sehr unterhaltsam das Ganze :D
finde ich auch..
ich kenne den herrn drescher nicht, aber die teile der snt, die kernspecht auf facebook zeigt, sind so grottenschlecht, dass ein wenig snt unterricht ganz sicher notwendig wäre:(:D
derKünstler
23-09-2024, 16:25
Auf jeden Fall funktioniert ein respektvoller Austausch mit irgendjemand, wem auch immer, nicht auf diese Weise, wie Herr Drescher sie präferiert...
valentin
23-09-2024, 16:40
Auf jeden Fall funktioniert ein respektvoller Austausch mit irgendjemand, wem auch immer, nicht auf diese Weise, wie Herr Drescher sie präferiert...
das ist richtig
aber der herr kernspecht will jetzt - nach jahrzehnten - die snt "erforschen"
das provoziert geradezu lächerlich machen
Peter Lustig
23-09-2024, 16:56
Auf jeden Fall funktioniert ein respektvoller Austausch mit irgendjemand, wem auch immer, nicht auf diese Weise, wie Herr Drescher sie präferiert...
war auch mein erster Gedanke...
aber der herr kernspecht will jetzt - nach jahrzehnten - die snt "erforschen"
War es nicht so, dass der "closed-door-student" die letzte und höchste Wahrheit mit nach Deutschland gebracht hatte?
ich kenne den herrn drescher nicht, aber die teile der snt, die kernspecht auf facebook zeigt, sind so grottenschlecht, dass ein wenig snt unterricht ganz sicher notwendig wäre:(:D
Link?
Beschäftige mich nicht damit, hatte aber mal in nen paar Videos vom Drescher reingesehen, für mich immer ein Gradmesser, HP: Also für WT-Verhältnisse so mit das beste was ich gesehen habe, Pupper eher schlecht, daher kann man Kraft usw. nicht so gut beurteilen...
Link?
Link zu Facebook "LOGICAL or FUNCTIONAL" SNT Teilen von GM Kernspecht in den letzten Tagen.
https://www.facebook.com/GrandmasterKernspecht/videos/395769983623894
https://www.facebook.com/GrandmasterKernspecht/videos/491921643742521
https://www.facebook.com/GrandmasterKernspecht/posts/pfbid0ndheKHzc4WX6kRtHppJRsEj2JgnXSjwuwC7SiRY1GGNr iRdM2qvQHpLNHY3HHRbCl
Auf jeden Fall funktioniert ein respektvoller Austausch mit irgendjemand, wem auch immer, nicht auf diese Weise, wie Herr Drescher sie präferiert...
Funktioniert in dem Fall sowieso nicht. Meister Drescher in den letzten 10 Jahren zu viel gute und auch zu viel unnötige bissige Kritik an GM Kernspecht geleistet.
Er macht das so weil er denkt dass GM Kernspecht sich vor Jahren "versteckt" über ihn lustig gemacht hat. Außerdem kommen immer einige mit strammer EWTO Medienmeinung zu ihm gegen die er argumentieren muss.
Meister Drescher ist aber schon 25 Jahre raus aus der EWTO. Sein WT Wissen kann man in "Kernspecht Zeit" gemessen prähistorisch nennen.
Kunoichi Girl
24-09-2024, 10:35
…
Meister Drescher ist aber schon 25 Jahre raus aus der EWTO. Sein WT Wissen kann man in "Kernspecht Zeit" gemessen prähistorisch nennen.
Welchen grad hatte er denn dort erreicht?
Auf jeden Fall funktioniert ein respektvoller Austausch mit irgendjemand, wem auch immer, nicht auf diese Weise, wie Herr Drescher sie präferiert...
Im Prinzip richtig, aber auch hier gilt halt: Wie man in den Wald hinein ruft...
Link?
Beschäftige mich nicht damit, hatte aber mal in nen paar Videos vom Drescher reingesehen, für mich immer ein Gradmesser, HP: Also für WT-Verhältnisse so mit das beste was ich gesehen habe, Pupper eher schlecht, daher kann man Kraft usw. nicht so gut beurteilen...
??? Das "beste" aber "Pupper" eher schlecht?
Welchen grad hatte er denn dort erreicht?
1.Techniker Grad 1999, von 1992 - 1999 WT
Kunoichi Girl
24-09-2024, 16:28
1.Techniker Grad 1999, von 1992 - 1999 WT
:halbyeaha
und bei wem hat er dann weitertrainiert?
Im Prinzip richtig, aber auch hier gilt halt: Wie man in den Wald hinein ruft...
Meister Drescher hatte irgendwann mal einen Beitrag auf seiner Homepage
"Der Unterschied der Kampfprinzipien im WingTsun und dem Ip Man Wing Chun – unter besonderer Berücksichtigung der Konzepte und Aussagen von Herrn Keith Kernspecht"
Später hat GM Kernspecht sich in seinen Buch "Essenz" nach Ansicht von Meister Drescher über ihn lustig gemacht (anonym abqualifiziert). War anscheinend nicht wirklich anonym sonst hätte man Meister Drescher nicht direkt darauf aufmerksam gemacht.
Ähnlicher Sch..ß wie damals bei der richtig geilen wissenschaftlichen Kritik von Oliver Gross an dem Buch Vom Zweikampf.
Achtung: Bin da nicht 100% im Stoff.
Jetzt fehlt wieder Alexa91 :(
Link zu Facebook "LOGICAL or FUNCTIONAL" SNT Teilen von GM Kernspecht in den letzten Tagen.
https://www.facebook.com/GrandmasterKernspecht/videos/395769983623894
Erinnert mich an Demann.^^
??? Das "beste" aber "Pupper" eher schlecht?
Das habe ich so nicht gemeint, wobei, warte... :p :D
Also ehrlich, ich finde das nicht sonderlich gut. Aber was ich eigentlich meinte ist: die Puppe ist schlecht in Sachen Flexibilität und ich kann daher insbesondere seine Kraft nicht sehen. Aber er hat immerhin eine Idee von Jutsao bspw. (Anstatt "Affenhand") und ein paar andere Sachen waren mir auch noch positiv aufgefallen...
derKünstler
24-09-2024, 19:20
Erinnert mich an Demann.^^
Kannst du das näher beschreiben?
Also bin da auch nicht so drin, war jetzt eher oberflächlich gemeint. Der Stil und Geschwindigkeit, die übermäßige Entspannung, diese wellenartigen Rotationsbewegungen, besonders beim Schlag (eher nur im Oberkörper und Schulter), inklusive dem aufladen vorher. Eigentlich alles eher atypisch für WC...
derKünstler
24-09-2024, 20:44
Also bin da auch nicht so drin, war jetzt eher oberflächlich gemeint. Der Stil und Geschwindigkeit, die übermäßige Entspannung, diese wellenartigen Rotationsbewegungen, besonders beim Schlag (eher nur im Oberkörper und Schulter), inklusive dem aufladen vorher. Eigentlich alles eher atypisch für WC...
Ah, das hast du trotzdem gut beobachtet und v.a. noch in Erinnerung.
Es gibt tatsächlich Gemeinsamkeiten und auch starke Unterschiede zwischen dem (zumindest damaligen) D. Konzept und dem heutigen KRK Konzept.
Zu den Gemeinsamkeit würde ich die Idee zählen, sich ziemlich konträr zu allseits bekannten und bewährten wing chun Systemen zu bewegen und über den Körper zu denken.
Ebenso die Abwendung von Formalität zu formloser angepasster Funktion. Auch gemeinsam ist die Art und Weise, wie Druck erzeugt wird, aber nur grob. Daher schaut das äußerlich ähnlich aus.
Die Gemeinsamkeiten mach meines Erachtens den größeren Teil aus, wobei die Quellen völlig andere sind. Einmal penible eigene Körpererfahrung und auch Hinwendung, diese Körpererfahrung selbst zu durchleben und andererseits Lehren diverser innerer Kampfkünste, die mal mehr oder auch mal weniger populär sind.
Ebenso gemeinsam, dass sämtliche Partner-Übungen keinen Kampf darstellen/ simulieren oder gar indirekt im Sinn haben.
Interessanter sind die Unterschiede:
D. arbeitet(e) wesentlich mobiler und überhaupt nicht statisch während KRK großen Wert darauf legt, sich lange Zeit in statischen Positionen zu bewegen (bis hin zu sitzend), um keine Möglichkeit der Kompensation zu haben, um eigene Fehldrücke zu umgehen. Also direkte Konfrontation mit dem eigenen Kraftfluss und dem Umgang mit Kraftlinien in einer festgelegten Position. Bei D. galt es, bereits weg zu sein, wenn etwas im Entferntesten auf einen zukommt.
Also ist der Umgang mit Kraft bei beiden ein anderer.
Hauptunterschied bei Formen: Während bei D. die körpereigene Wahrnehmung und Selbstregulation im Vordergrund war, ist bei KRK eine stete Visualisierung von angreifenden Kräften ein wesentliches Element.
Der für mich vom Fachlichen größte Unterschied ist der, dass D. nur das späte "keilige" WT kannte und dessen Schwächen zu erkennen glaubte, spricht KRK von 2 in sich verschiedenen wing chun Systemen und bemängelt dabei aber sehr ähnliche Dinge wie es D. tat, (d.h. er bemängelt das System, das er selbst bis 2008 wider besseren Wissens betrieben hat, kennt jedoch auch dessen Stärken in der Offensive und nutzt sie weiterhin) jedoch spricht er aber von einem älteren inneren wing chun, das warum auch immer ab YM nicht mehr weiter gegeben wurde und das andere, defensivere Konzepte der Raumbeherrschung und des Druckaufbaus und der Kontrolle hat.
Bei solchen Demos muss man, glaube ich, unterscheiden, in welchem System sich KRK gerade bewegt. Ich kenne KRKs Formen jedoch explizit nicht, sondern habe nur MH kennengelernt, bei dem es aber viel um Basics geht und auch recht viel Wissen und Background vermittelt wird, so dass man viel folgern kann.
Zitat aus einer PN Diskussion die ich letztes Jahr geführt habe.
Antwort die ich erhalten habe.
Evtl interessiert es ja.
Ich weiß gerade gar nicht, ob ich darüber schon mal was geschrieben habe.
Meiner Meinung nach, ich versuche mich neutral auszudrücken, ist "das Auffinden" des (O-Ton KRK: sensationell anderen Original Konzepts des wing chun, das 4-Ecken-Modells) in "älteren" (m.E. eigentlich nur "anderen" WC/VT-Linien) der Weg KRKs von seinem "Vom Zweikampf" Chi Sau Theorien zu seinem NEUEN Chi Sau zu gelangen. Inklusive seines eigenen (O-Ton Krk) Schachtelmodells.
Den Weg dahin beschreitet KRK mindestens seit seiner Tiwald und ZXD Phase.
Das 4-Ecken-Modell war nach meinem Verständnis des Wing Tsun (Lehre nach Leung Ting) allerdings niemals aus dem Wing Tsun verschwunden.
Schon im ersten englischsprachigen Wing Tsun Kuen hat Leung Ting das "DIAGRAM OF THE TERMS OF POSITION" was auch die Indoor- und Outdoor Area darstellt.
Kannst du ja mal nachgucken. Ist auf Seite 316. KRK benutzt dieses Diagramm seit seiner ersten zweibändigen Ausgabe vom WTK zwar auch, lässt aber die von Leung Ting dazu gegebene Erklärung weg.
(Horst nennt diese Areas in seinem Artikel https://wingchundao.de/die-zentrallinientheorie/
"Gates" und der geniale Cord nennt es Außenbereich/Innenbereich https://www.youtube.com/watch?v=9oEs_ZtSWOI )
Da ich mir nicht vorstellen kann, dass KRK die Zusammenhänge nicht erkannt hat, denke ich mir das es eine Legitimierung darstellt. Weg vom alten Chi Sau hin zum neuen Chi Sau.
Das soll keine Kritik darstellen. Das Wing Tsun der beiden ist spätestens seit der Gründung der EWTO unterschiedlich. (Aber das ist dir ja bewusst.) Die "Vom Zweikampf" Phase war kommerziell sehr erfolgreich. Vielleicht hat KRK deshalb solange das "Röhrenmodell" präferiert?!
Sooooo, das war wieder nicht die kurze Antwort :)
Kurz: Ich stimme dir zu Gestänge, 4-Ecken – alles in der Lehre von Leung Ting enthalten.
Was ist denn aus dem D.-Mann eigentlich "geworden"...?
Danke fürs Teilen retep.
... und in Bezug zu den vorherigen Beitrag: ja, schade dass Alexa nicht mehr mit zu schreiben scheint
derKünstler
25-09-2024, 15:30
Zu den ganzen Zentrallinienthemen sag ich nix, da ich Anhänger von Kräftelinien und deren biomechanischen Ursprüngen bin.
Wenn da aber solch ein Hokus Pokus drum gemacht wird, wie u.a. von Horst, dann wirkt das nicht nur intern sondern auch nach außen ziemlich verstrahlt, meine Meinung.
Was ich noch ergänzen möchte:
Es wird von KRK ja von Kasten gesprochen. Und dass dies im wing chun recht unbekannt ist. Göksel Erdogan spricht hier vom Rectangle vs. Triangle und zeigt das auch in einem Video (oder ich verwechsel das mit dem Video, da ichs live erlebt habe)
KRK sagt auch, dass LT das Kastenprinzip unbekannt sei und drückt es so aus, dass Kasten (Rechteck) besser für die Defensive ist und Dreieck besser für die Offensive und man das verbinden müsse.
Auch GE spricht davon, dass das Rechteck, also der Kasten, selten unterrichtet wird und hat die Formen incl Schrittarbeit und "Wendungen" daran angepasst.
Sowohl KRK als auch GE sagen, dass das Rechteck mehr Kontrolle ermöglicht und mehr Handlungsraum ermöglicht, bzw. dem Gegner mehr Raum und Möglichkeiten nimmt.
Was mir an überhaupt keinem wing chun Stil gefällt, (so weit ich die gängisten kenne) ist die "Schrittarbeit" und damit einhergehend das Thema Gleichgewicht und Rotationsachsen. Da habe ich durch intensives langjähriges Tango Argentino Training zu viele Möglichkeiten kennengelernt, wohin sich Beine und Achsen bewegen können und versuche das seit Jahren vernünftig effizient zu verwenden und in verwertbaren Kampfkontext zu bringen.
Aber genau das ist bei der SNT ja ohnehin vordergründig nicht thematisiert.
Was aus dem D. geworden ist, muss man am besten selbst googeln. (Firmen für Schuhe, Sitzmöbel und Armbänder, weiterhin Faszientherapie und eher hintergründig immer noch Kampfkunst quasi auf Nachfrage. Fotos bezüglich Kampfkunst sind noch die gleichen wie vor 18 -20 Jahren)
LahotPeng
25-09-2024, 15:58
Hallo *Ing *Ungler,
ich hoffe es ist OK als vollkommen Stilfremder mal eine Zwischenfrage zu stellen: Hat das eigentlich irgendwann mal ein Ende mit all diesen "Taktik- / Technikbausteinen"?
Auf mich wirkt das irgendwie total überladen. Ähnlich wie das Taekwondo, wo nach her kaum noch einer weiß, was jetzt woher stammt und wofür das angewendet werden soll. Ich schreibe das nicht aus irgendeiner Arroganz heraus. Sondern aus echter Verwunderung.
Beim Boxen gibt es 8 Grundschläge, und davon maximal noch je ein bis zwei Abwandlungen. Dazu noch zwei bis höchstens drei Deckungsvarianten (je nach Trainer). Und dennoch würde mir kein Mensch einfallen, der mir je gesagt hätte, dass das Boxen nicht vollständig sei. Ähnlich geht es mir mit dem Muay Thai. Die sind noch etwas variantenreicher aber immer noch nicht "überladen".
Beste Grüße in die Runde.
Bei uns gibt's nur einen Schlag. :p
Hallo *Ing *Ungler,
ich hoffe es ist OK als vollkommen Stilfremder mal eine Zwischenfrage zu stellen: Hat das eigentlich irgendwann mal ein Ende mit all diesen "Taktik- / Technikbausteinen"?
Auf mich wirkt das irgendwie total überladen. Ähnlich wie das Taekwondo, wo nach her kaum noch einer weiß, was jetzt woher stammt und wofür das angewendet werden soll. Ich schreibe das nicht aus irgendeiner Arroganz heraus. Sondern aus echter Verwunderung.
Beim Boxen gibt es 8 Grundschläge, und davon maximal noch je ein bis zwei Abwandlungen. Dazu noch zwei bis höchstens drei Deckungsvarianten (je nach Trainer). Und dennoch würde mir kein Mensch einfallen, der mir je gesagt hätte, dass das Boxen nicht vollständig sei. Ähnlich geht es mir mit dem Muay Thai. Die sind noch etwas variantenreicher aber immer noch nicht "überladen".
Beste Grüße in die Runde.
Wäre mal interessant zu erfahren WO genau ing ung deiner Meinung nach überladen ist ? Ernstgemeinte Frage ...
Wenn du mal etwas tiefer reinschaust könntest du ev. bemerken das sich sehr viele Themen immer um einige wenige Dinge drehen , die aber aus sehr vielen Sichten und Ansichten heraus betrachtet werden und dann so auch diskutiert. Denn auch im ing ung gibt es nur ein Rund und Gerade , ein Innen und ein Aussen , Kontakt und Nichtkontakt. . Viele viele Begriffe dafür , aber trotzdem bleiben am Ende immer nur wenige Dinge übrig die man auf dem Schirm hat.
Weil du Boxen und MT ansprichst. Ich finde im Netz haufenweise an Schrittarbeit , an Kombos , an Meidbewegungen und Übungen dazu , dann noch in Kombination zu den Tritten , dagegen ist die Auswahl im ing ung sogar recht beschränkt .. das mal so als Überlegung.
Lahot Peng:
Da schliesse ich mich Cam an: Viele Systeme beruhen auf einfach Prinzipien, lassen sich aber sehr differenziert betrachten. Allerdings kenne ich keine andere "KK- Familie", wo so viel auf der Theorie rumgeritten wird wie im *ing *ung. Das kann aber für den Enthusiasten auch interessant sein; vor allem, wenn man in die Jahre gekommen ist und der Bong Sao in der Praxis Schulterschmerzen macht, lol. Für mich ist auch interessant die *ing *ung Prinzipien mit jenen anderer Systeme zu vergleichen; vieles ist universell, auch wenn es oft für das Auge anders ausgeführt wird.
Im klassichen WT (zu meiner Zeit) war es auch so: eine Technik, 4 Prinzipien. ...
amasbaal
25-09-2024, 17:56
eine Technik, 4 Prinzipien. ...
umgekehrt würde es mir einleuchten.
umgekehrt würde es mir einleuchten.
Die Nomenklatur wurde halt so gewählt, aber, verallgemeinert war natürlich gemeint dass wenige Prizipien vielen Ausformungen zu Grunde liegen.
... gerade habe ich auch mal Google bemüht und finde es nicht mehr; vielleicht hat die EWTO diese "Formulierung" / "Idee" verlassen. Gemeint war mit der "Technik" das (konsequente/aggressive) zustossen auf dem kürzesten Weg. ... ich lasse mich hier gerne von den WTlern die tiefer in der Materie drin sind verbessern, was die Formulierung angeht :) ... ist bei mir schon recht lange her und damals waren verbale Spitzfindigkeiten in unserer Gruppe belanglos.
... Gemeint war mit der "Technik" das (konsequente/aggressive) zustossen auf dem kürzesten Weg. ... ich lasse mich hier gerne von den WTlern die tiefer in der Materie drin sind verbessern, was die Formulierung angeht :) ... ist bei mir schon recht lange her und damals waren verbale Spitzfindigkeiten in unserer Gruppe belanglos.
2 Bewegungen, 4 Reaktionen und 1 Wendung. Universallösung (Vorgehen mit Hand und Fuß), Kleiben bleiben, Einsatz von Chi Sao Reflexen. Das war das theoretische Thema in Vom Zweikampf.
2 Bewegungen, nicht eine Technik?
Vielleicht sollte ich Vom Zweikampf nochmal anschauen; ich hatte eh mit dem Gedanken gespielt mir die Ausgabe mit den Annotationen zuzulegen.
Mit den 4 Prinzipien hatte ich übrigens nicht die von retep erwhähnten 4 Reaktionen gemeint (Anmerkung an die Mitleser).
Was waren/sind denn diese 2 Bewegungen?
Diese Beschränkung hat halt damals schon nicht mit der Praxis übereingestimmt.
2 Bewegungen, nicht eine Technik?
Vielleicht sollte ich Vom Zweikampf nochmal anschauen; ich hatte eh mit dem Gedanken gespielt mir die Ausgabe mit den Annotationen zuzulegen.
Mit den 4 Prinzipien hatte ich übrigens nicht die von retep erwhähnten 4 Reaktionen gemeint (Anmerkung an die Mitleser).
Was waren/sind denn diese 2 Bewegungen?
Aus den 4 Prinzipien sind bei GM Kernspecht wieder die klassischen 3 Prinzipien wie im VT/WC geworden. Meistens jedenfalls.
Die 2 Bewegungen Fauststoß und Vorwärtsschritt.
Diese Beschränkung hat halt damals schon nicht mit der Praxis übereingestimmt.
Dazu hätte man alle Ausbilder gleichzeitig ausbilden müssen. Ich bin viel in unterschiedlichen WT-Schulen (innerhalb der EWTO Deutschland) gewesen. Einen einheitlichen Stand habe ich selten gesehen.
3 Lehrer und 5 verschiedene Programme ;)
Ein Zitat zu dem Thema:
Seit gegen Mitte der 80er Jahre gab es, lt. der Familie Rothenburg/Kernspecht, ACHT (8) Entwicklungs-/Ausbildungsphasen.
Nimmt man dazu was Christoph erzählt hat, ist man seit 1975 bei 10 oder 11 Phasen.
Nicht zu vergessen die Zeit vor 1975 als KRK das bei Joseph Cheng (abgeguckte) Wing Chun unterrichtete.
(Man kann nur einen Si-Fu haben! :D :p )
Innerhalb der Wing Tsun-Phasen seit 1975 gab es im Weiteren jeweils noch kleinere und auch größere Änderungen im Programm.
Dazu kamen die Sonderthemen (Angebote) der EWTO wie Escrima, WT-Kickboxen, Bodenkampf, WT-ChiKung, Blitzfight (nicht verwechseln mit BlitzDefence) und was es jetzt noch an Neuerungen geben soll oder schon gibt.
Nicht zu vergessen die häufigen Änderungen in der Laufbahnverordnung - bis hin zu Akademischer-Bildung (wissenschaftlicher Arbeit) für die, die eines Tages die höchsten Weihen erreichen wollen.
Und dann schreibt KRK:"In der Praxis muss man viel können, aber nicht vielerlei. Multum non multa! Im Ernstfall ist weniger mehr." :rolleyes:
Michael Kurth (M.K.)
26-09-2024, 10:15
die klassischen 3 Prinzipien wie im VT/WC
Welche sind das denn? Kenne ich gar nicht. :confused:
Welche sind das denn? Kenne ich gar nicht. :confused:
Die Merksätze, Reime, Konzepte Loi Lau Hoi Sung, Lat Sau Jik Chung sind damit gemeint.
Michael Kurth (M.K.)
26-09-2024, 10:57
Lat Sau Jik Chung ist mehr 'ne Übung.
Dazu hätte man alle Ausbilder gleichzeitig ausbilden müssen. Ich bin viel in unterschiedlichen WT-Schulen (innerhalb der EWTO
Ich beziehe mich auf das offizielle Prüfungsprogramm. Auch da war schon mehr drin als in VZK stand.
Lat Sau Jik Chung ist mehr 'ne Übung.
Naja, ist schon auch ein Prinzip oder Lehrsatz. Hatte schonmal den (englischen) Artikel aus WSL-Sicht verlinkt, als Kai gefragt hatte, wo zumindest der Autor behauptet dass das für WSL unheimlich wichtig war osä. (soweit ich mich entsinne).
Ghostdog
26-09-2024, 16:17
https://youtu.be/Kzo7tx4K9-s
auf die Schnelle gefunden...Gruß ghostdog
Michael Kurth (M.K.)
26-09-2024, 16:47
Ja, eine Übung, die ein Verständnis und entsprechende Fähigkeiten entwickeln soll. Das ist schon klar. Aber ist halt in Kontext mit mehreren Sachen zu sehen.
Aber die Ober-3-Prinzipien, klassischen, kenn ich trotzdem nicht. Aber macht auch nix.
LahotPeng
26-09-2024, 20:39
Hallo @Cam67,
Wäre mal interessant zu erfahren WO genau ing ung deiner Meinung nach überladen ist ? Ernstgemeinte Frage ...
Wenn du mal etwas tiefer reinschaust könntest du ev. bemerken das sich sehr viele Themen immer um einige wenige Dinge drehen , die aber aus sehr vielen Sichten und Ansichten heraus betrachtet werden und dann so auch diskutiert. Denn auch im ing ung gibt es nur ein Rund und Gerade , ein Innen und ein Aussen , Kontakt und Nichtkontakt. . Viele viele Begriffe dafür , aber trotzdem bleiben am Ende immer nur wenige Dinge übrig die man auf dem Schirm hat.
Ja, ich habe mal WT und auch eine VC (glaube ich) trainiert. Aber nur den Anfängerkampf und bisl Diskussionen im Umkleideraum. Also bin ich über das Interesse hinaus nie beim Anfängerdasein angelangt. Das nur zur Einordnung meiner Fähigkeiten. Vielleicht darf ich mir aber Anmaßen intellektuell weiter durchgedrungen zu sein?
Das was du schreibst erinnert mich an einen alten Trainer von mir. Damals im MT. Er hat immer wieder betont: Es gibt nur zwei Arme und zwei Beine. Die Anzahl möglicher Techniken ist daher für alle (nicht eingeschränkten) gleich groß. Es gibt auch (zum Glück) nicht die Möglichkeit Bewegungen patentieren zu lassen. Wahrscheinlich rührt daher auch dieses Meisterbrimborium, um dann über vermeintliche "Qualität" bestechen zu können. Und genau hier liegt für mich der Hase im Pfeffer. Es wird überintellektualisiert (das melde ich morgen beim Duden an). Auf einmal muss das der Winkel sein, wenn nicht im Schlag, dann in der Krümung und Gewichtsverlagerung der Beine... Ich mag das nicht. Bin ich ganz ehrlich. Irgendwie kommt dann wieder jemand, hatte die große Erleuchtung, als er Katze und Ratte beim Kämpfen beobachtet hatte.
Ich erinnere da an Bruce Lee: „Anstatt dein Leben dafür hinzugeben, um ein vorgegebenes Konzept von dir zu realisieren, realisiere dich selbst.“
Weil du Boxen und MT ansprichst. Ich finde im Netz haufenweise an Schrittarbeit , an Kombos , an Meidbewegungen und Übungen dazu , dann noch in Kombination zu den Tritten , dagegen ist die Auswahl im ing ung sogar recht beschränkt .. das mal so als Überlegung.
Das ist vollkommen richtig. Aber hier liegt auch ein großer Unterschied im Verständnis. Die Schrittschule ist marginal. Das komplizierteste ist Deckung im Schlag zu entwickeln und dabei die Struktur für die Kraftübertragung beim Einschlag zu perfektionieren. Ende.
Deswegen war ich ja auch kein Freund vom Aiki im BJJ Thread von Björn Friedrich. Mag er da was entdeckt haben und aufgegriffen und verfeinert haben, bitte schön. Aber die Physik ändert es eben nicht. Es gibt kein Chi, dass irgendwie in Fluss gebracht wird, sondern eine für alle geltende Physik. Und wer sich schnell bewegen kann und im Schlagen und Treten die Schwerpunkte komplett beherrscht und dadurch einen Einschlag erzeugt, der wird immer krasse Ergebnisse erzielen. Teilweise auch mit wenig Aufwand, wenn man lernt den Körper (bzw. möglichst viel Masse beschleunigt) hinter den Schlag zu bringen. Da könnte ich mich jetzt doof Schreiben. Aber ich hoffe, dass man/Du verstehst, was ich meine.
Die Struktur der Stände der EWTO lehne ich deshalb ab. Sie sind dem klassischen Boxen unterlegen, weil der Schwerpunkt zu weit hinten liegt und wenig Rotation durch Hüfte und Schulter ermöglicht wird, weil die Schwerpunkte da auf "Trapping und Umleitung" liegen.
Im VC hat der Trainer aus der klassischen Boxhaltung heraus gearbeitet. Witziger Weise die im KM auch, und was ich sonst in anderen SV-Kursen erlebt habe. Irgendwie scheint es doch einen gewissen Konsens von Einfachheit und Stabilität zu geben.
Sorry, dass das so viel wurde.
Hallo @Quirit,
Lahot Peng:
Da schliesse ich mich Cam an: Viele Systeme beruhen auf einfach Prinzipien, lassen sich aber sehr differenziert betrachten. Allerdings kenne ich keine andere "KK- Familie", wo so viel auf der Theorie rumgeritten wird wie im *ing *ung. Das kann aber für den Enthusiasten auch interessant sein; vor allem, wenn man in die Jahre gekommen ist und der Bong Sao in der Praxis Schulterschmerzen macht, lol. Für mich ist auch interessant die *ing *ung Prinzipien mit jenen anderer Systeme zu vergleichen; vieles ist universell, auch wenn es oft für das Auge anders ausgeführt wird.
Im klassichen WT (zu meiner Zeit) war es auch so: eine Technik, 4 Prinzipien. ...
Die vier klassischen Prinzipien, die ich auch aus dem Buch WT wohl verstanden habe, sind doch "Weicht er zurück, schreite hinter her..." und so?
Diese mögen kozeptionell sinnvoll erscheinen, weil das WT da einen Weg zur vollständigen Kontrolle über den Gegner anstrebt. Aber ist das universell? Nein. Wenn der Gegner zurück weicht, könnte man auch sinnvoller Weise direkt fliehen. Das sagt jetzt natürlich nicht, dass man dieses Prinzip vernachlässigen kann, weil, wenn die Fluchtmöglichkeit nicht vorliegt, bin ich zum Kämpfen gezwungen, und da hilft dieses Systemverständnis wieder weiter.
Und natürlich ist das Trappen mit Ellenbogen, Handkanten und Kontrolle über den Gegner ne tolle Sache, aber diese lernt man auch intuitiv im MT beispielsweise. Die können auch trappen. Die Thais würden das aber nie so nennen, das sind einfach "Griffe" sind, um Ellenbogenschläge oder Angriffe zu verhindern und gleichzeitig eigene ins Ziel zu bringen.
Ich schließe hier mit Keep it simple.
P.S.: Die höchste Form zu kämpfen ist nicht stil gebunden, sondern über das Verständnis definiert, die freie Verfügbarkeit für eigene Waffen zu erlangen. Je mehr da zur Auswahl stehen, desto länger ist der Entscheidungsprozess und desto hinderlich ist das Ganze. Man muss sich seinen Stil entwickeln, also ganz ohne Schablone.
Ich hoffe ich bin niemandem zu sehr auf den Fuß getreten. Ist nur eine Meinung.
Gute Nacht.
Der Artikel war vermutlich der, den Ferdi hier schonmal gepostet hatte. Hatte vorhin noch ne Weile rumgesucht. Ich vermute es deshalb weil ein Link von mir tot war aber der Titel gleich schien. Er war lange unter dem Link zu finden, der war ebenfalls von 2009...
https://www.kampfkunst-board.info/forum/showthread.php?90555-Wing-Chun-when-the-%C2%93Wong-Way%C2%94-gets-results%21
Für die die es interessiert...
@LahotPeng, nee, ich denke das geht schon in Ordnung. Für Leute die in erster Linie Kämpfen wollen, sage ich auch immer, dei sollen lieberBoxen, ggf. KB oder MT machen. Ich persönlich habe mich an modernen Trainingsmethoden bedient und versucht die mit den traditionellen Übungen zu kombinieren, eher simple Drills, ist mir denke ich ganz gut gelungen, auch Drills als Übung u.a. auch mit Handschuhen und Mundschutz zu machen und leichtem Kontakt, einfach weil es nochmal andere Aspekte schult und man sich auch an dasTrining mit Kontakt gewöhnt und daher auch viel sinnvoller im technischen Sparring agieren kann usw. Und natürlich einfach weil es sowas gibt im GGs zu vor 80 Jahren oder was...
Aber zu den komplexeren Sachen: Es kommt halt immer drauf an wie tief man in etwas einsteigt, und sicher haben wir WCler da eher nen Hang zu, zu reden statt zu schlagen, ggf. zieht es auch solche Leute eher an usw., aber man kann halt auch immer einfache Sachen sehr tiefgehend analysieren und ich bin mir ziemlich sicher, dass das bspw. im Profibereich / UFC o.ä. auch teilweise gemacht wird um Sachen, Trainingsmethoden zu optimieren, das letztlich wissenschaftlich begleitet wird. Das braucht man sicher nicht unbedingt um gut zu werden, der Durchschnitt sicher erst recht nciht, aber man kann es immer machen udn das kann auch spannend sein...
Hallo @Cam67,
Die vier klassischen Prinzipien, die ich auch aus dem Buch WT wohl verstanden habe, sind doch "Weicht er zurück, schreite hinter her..." und so?
Diese mögen kozeptionell sinnvoll erscheinen, weil das WT da einen Weg zur vollständigen Kontrolle über den Gegner anstrebt. Aber ist das universell? Nein. Wenn der Gegner zurück weicht, könnte man auch sinnvoller Weise direkt fliehen. Das sagt jetzt natürlich nicht, dass man dieses Prinzip vernachlässigen kann, weil, wenn die Fluchtmöglichkeit nicht vorliegt, bin ich zum Kämpfen gezwungen, und da hilft dieses Systemverständnis wieder weiter.
Hallo LahotPeng.
an dem Beispiel kann man leider nicht die ganze Theorie des Kämpfens aufrollen. Vieles ähnelt sich in vielen guten Stilen.
Und natürlich ist das Trappen mit Ellenbogen, Handkanten und Kontrolle über den Gegner ne tolle Sache, aber diese lernt man auch intuitiv im MT beispielsweise. Die können auch trappen. Die Thais würden das aber nie so nennen, das sind einfach "Griffe" sind, um Ellenbogenschläge oder Angriffe zu verhindern und gleichzeitig eigene ins Ziel zu bringen.
Ich gebe Dir recht: viele Systeme können trappen; einige gut, andere weniger gut. Das *ing *ung Trapping ist nicht das Schlechteste meiner bescheidenen Meinung nach. Aber das *ing *ung hat auch noch weitere Stärken.
Ich schließe hier mit Keep it simple.
:halbyeaha bin ich bei Dir. Ich denke ein gutes *ing *ung Training, ist ja nicht das Gleiche wie eine Forendiskussion hier ;)
P.S.: Die höchste Form zu kämpfen ist nicht stil gebunden, sondern über das Verständnis definiert, die freie Verfügbarkeit für eigene Waffen zu erlangen. Je mehr da zur Auswahl stehen, desto länger ist der Entscheidungsprozess und desto hinderlich ist das Ganze. Man muss sich seinen Stil entwickeln, also ganz ohne Schablone.
JKD ist eine sehr schöne Sache; grundsätlich bin ich bei Dir. Aber, ohne Schablone wird es sehr sehr schwierig. Vor fast 3 Jahren habe ich begonnen ein neues System intensiv zu lernen. Obwohl ich zwei - drei Jahre Vorerfahrung an anderen Sachen drauf habe, und obwol das System logisch ist, ist es nicht möglich die effizienten Lösungen in überschaubarem Zeitrahmen selbst zu finden. Das ist so wie sich unvorbereitet in eine Mathematikklausur zu setzen und zu versuchen die Aufgaben alleine durch logisches Denkvermögen zu lösen. Ein Weg ist etwas, das ich inzwischen sehr schätze.
Die Struktur der Stände der EWTO lehne ich deshalb ab. Sie sind dem klassischen Boxen unterlegen, weil der Schwerpunkt zu weit hinten liegt und wenig Rotation durch Hüfte und Schulter ermöglicht wird, weil die Schwerpunkte da auf "Trapping und Umleitung" liegen.
unterlegen - überlegen; das kommt darauf an. Im Muay Thai ist der Stand den Du kritisierst nicht unbekannt.
... einfach nur meine Meinungen; ich kenne Dich ja nicht; vielleicht verstehst Du 10 x mal mehr vom Kämpfen als ich :beer:
LahotPeng
26-09-2024, 21:36
Nabend noch mal,
Im Muay Thai ist der Stand den Du kritisierst nicht unbekannt.
Das stimmt. Du meinst bestimmt diese Art mit dem vorderen Bein den Gegner auf Distanz zu halten.
... einfach nur meine Meinungen; ich kenne Dich ja nicht; vielleicht verstehst Du 10 x mal mehr vom Kämpfen als ich
Dass du so schnell so viel noch geantwortet hast und dann noch so bescheiden abschließt schätze ich sehr. Und Danke dafür.
Ich stimme mit dir wirklich überein und über das Wenige wo nicht, müsste ich extrem genau hinschauen. Das wäre aber hier auch deplaziert. Denke ich.
Aber einen muss ich noch kommentieren:
Vieles ähnelt sich in vielen guten Stilen.
Das gilt absolut und sogar auch umgkehrt. Vieles ähnelt sich in vielen schlechten Stilen. (Damit meine ich Schulen/Vereine/Clubs, die nie über den Tellerrand geschaut haben und ausschließlich Trockenübungen machen. Dass die nicht merken, dass das kein Kampfsport ist, das werde ich nie verstehen.)
Genug der Arroganz.
Gute Nacht.
@ AngHell
Manche "Redenden-Trainer" die ich im SV-Sektor kennen gelernt habe, waren sehr darauf erpicht, dass man im Straßenkampf keine "Aufwärmphase" und schönes "Dehnen" gemacht hat und dann geschmeidig zu hauen kann. Da wurde dann tatsächlich viel erklärt und immer wieder versucht "Ruhe" einzuschleifen. Fand ich eigentlich OK. Also vom Ansatz her eigentlich stimmig.
Ich bin aber eher der Meinung, man sollte sich ordentlich aufwärmen, dann lockern etwas dehnen und dann hardcore Ballern bis zur Grenze der Erschöpfung und dann Techniktraining und Partnerübungen. Das schult intuitive Fähigkeiten und Stresssituationen zu meistern.
Jetzt habe ich mich aber weit aus dem Fenster gelehnt. Ich bin jetzt wieder ruhig. Ist ja ein *ing *ung-Thread.
Aber auch dir einen schönen Abend ;)
Aber einen muss ich noch kommentieren:
Das gilt absolut und sogar auch umgkehrt. Vieles ähnelt sich in vielen schlechten Stilen. (Damit meine ich Schulen/Vereine/Clubs, die nie über den Tellerrand geschaut haben und ausschließlich Trockenübungen machen. Dass die nicht merken, dass das kein Kampfsport ist, das werde ich nie verstehen.)
Genug der Arroganz.
Gute Nacht.
Ich kommentiere das auch nochmal; bin gerade in der Stimmung und Du bist ja ein guter Gesprächspartner.
Ich bin Deiner Meinung, dass *ing *ung (ich vermute, das hast Du implizit gemeint) im eigentlichen Sinne kein Kampfsport ist!
Das bedeutet aber nicht, dass es kein sportliches *ing *ung gibt. Die Szene ist sehr heterogen und ich hatte hier ja schonmal geschrieben, dass es in den 80ern beispeilsweise eine WT - Thaibox - Gruppe von Thomas Mannes gab, die erfolgreich an Thaiboxwettkämpfen teilnahm. Ich selbst bin etwas später dazu gestossen; es wurde aber phasenweise regelmässig, ausgiebig und sportlich gesparrt (Auf eine Art, wie Du als Boxer oder Thaiboxer es auch als Sparring bezeichnen würdest) wobei mir die Ansätze von damals interessanter erscheinen als die heutigen. ... schade dass nichts grösseres draus geworden ist, aber die Zeit war vielleicht damals einfach noch nicht reif.
Vielleicht darf ich mir aber Anmaßen intellektuell weiter durchgedrungen zu sein?
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Interessant . Du argumentierst mit dem Punkt den du bei Anderen kritisierst , nämlich das Intellektualisieren . ^^ Ab wann es dann ein "über" ist , wäre noch eine gute Frage . Für meinen Teil weiss es nicht ab wann es pauschal zu viel ist . das sehe ich eher so bei , "Fall zu fall" und auch dann nur für mich persönlich .
Es wird überintellektualisiert (das melde ich morgen beim Duden an). Auf einmal muss das der Winkel sein, wenn nicht im Schlag, dann in der Krümung und Gewichtsverlagerung der Beine... Ich mag das nicht. Bin ich ganz ehrlich. Irgendwie kommt dann wieder jemand, hatte die große Erleuchtung, als er Katze und Ratte beim Kämpfen beobachtet hatte.
Die Kritik teile ich mit dir teilweise , aber eben nur teilweise. (siehe oben) , aber nochmal die Frage ,...WO ist ing ung für dich überladen ? Das was du beschreibst betrifft die Interpretierung und Betrachtung der unterschiedlichsten Leute hinsichtlich ing ung , inklusive ihrem Ego , aber es betrifft ing ung selbst als Stil , in meinen Augen ,nicht . Zumindest unterscheide ich es so für mich .
Das was du schreibst erinnert mich an einen alten Trainer von mir. Damals im MT. Er hat immer wieder betont: Es gibt nur zwei Arme und zwei Beine. Die Anzahl möglicher Techniken ist daher für alle (nicht eingeschränkten) gleich groß.
Sehe ich genauso wie dein Trainer damals . Der Grund weshalb wir einen Stock , eine faust auf bestimmte Art bewegen bzw nicht bewegen , liegt ganz einfach an unserer Anatomie. Sie bestimmt wo Totpunkte entstehen , eine Bewegung z.b. ein Wirbeln nicht weitergeführt werden kann , weil die beteiligten Gelenke nicht mehr hergeben und wir nun die Achse auf welcher wir uns bewegen verändern müssen .z.b. zur anderen Körperseite ,damit es weiterfliessen kann. Das liegt allein an unserem physischen Aufbau . Dieser Aufbau bestimmt nunmal das z.b. Wolkenhände so aussehen wie sie aussehen . ^^ und ja , deshalb sind auch Techniken und Bewegungen für alle etwas limitiert . Deshalb gibt es Hebel , deshalb gibt es Escapes .
Und deshalb ähneln sich die Lösungen in vielen kampfsportarten und Künsten so sehr . Unterscheiden tun sich meist nur die Details in den Mechaniken , was nichts anderes bedeuten , als das wir unterschiedliche Akzente in den Bewegungsabläufen setzen können und tun. Und das führt dann zu den vielen Variationen.
Und genau deshalb kann ich auch beim ing ung keine Überladung erkennen , nur andere Schwerpunkte und damit andere Details .
H
Die Struktur der Stände der EWTO lehne ich deshalb ab. Sie sind dem klassischen Boxen unterlegen, weil der Schwerpunkt zu weit hinten liegt und wenig Rotation durch Hüfte und Schulter ermöglicht wird, weil die Schwerpunkte da auf "Trapping und Umleitung" liegen.
Im VC hat der Trainer aus der klassischen Boxhaltung heraus gearbeitet. Witziger Weise die im KM auch, und was ich sonst in anderen SV-Kursen erlebt habe. Irgendwie scheint es doch einen gewissen Konsens von Einfachheit und Stabilität zu geben.
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Hehe , das ist ja mal eine interessante Sicht . Unterlegen WEIL Schwerpunkt auf Trapping und Umleiten gelegt wird ?
Genau dieses "Trapping" ist es was im Sparring (Ohne Boxhandschuhe , höchstens dir MMA-Teile ) den Boxern immer wieder Schwierigkeiten bereitet hat . Denn ein Einfallen in Ihren Angriff und dann ein Binden ihrer Ellenbogen ohne in einen klassischen Clinch zu gehen und von dort aus dann weiter zu schlagen ,dabei das Binden fortsetzen , hat viele in die Bredouille gebracht .
Aber ich geb zu , ich hab mich dabei nicht allein auf reines ing ung verlassen . jedenfalls nicht so wie du es dir vorstellst. Also runde Schläge und auch Werfen , waren kein Tabu oder so.
Wenig Rotation ...da stimme ich dir zu , weil es vor allem um eine sehr nahe Distanz geht . Die Power kommt dabei eher aus einer Art Beckenkippung aber trotzdem noch mit kleiner aber kraftvoller Rotation . Ich benötige nur soviel Rotation wie der Impakt eine Knockout-Wirkung erzeugen kann . Mehr nicht . Weil ich nicht mit der Reichweite eines Boxers arbeite . Ich renne ihm im Sparring auch nicht hinterher ^^ Wozu ? ^^ Oft genug bekam ich dann die Frage Was machst du da? " weil sie es gewohnt waren das der Andere auch im Ring rumhüpft .
Also wenn du die sogenannte Struktur und die Stände vergleichst , dann übersiehst du dabei die Distanzen für die sie gedacht sind . Kann ein Boxer mir sein Spiel aufzwingen , dann hab ich ein Problem . Ist klar . das hat aber nix mit meiner Struktur zu tun . Also gilt es für mich , sein Spiel nicht zuzulassen . Das bedeutet ..ran an den Mann und dabei nicht abgeschossen werden ...ein 100/0 Stand würde mir dabei nichts bringen .
Die Arbeit mit den Schultern wie im Boxen macht wenig Sinn , weil ich dadurch die Ellenbogenführung z.t. verliere und ich tatsächlich versuche die gegnerischen Arme permanent zu binden . Was aber nichts mit Greifen oder dran kleben bleiben zu tun hat .
Was den Schwerpunkt angeht . Will ich eine bestimmte Gleichzeitigkeit , wie z.b. Faust + Tritt üben komme ich an eine Verlagerung nach hinten nicht vorbei , sonst kann ich den vorderen Fuss nicht anheben . Aber nur dann . Nur wenn ich DAS übe . Normal im unkooperativen Partnertraining standen/stehen wir auch 50/50 . Auch da kenne ich es nicht anders . Auch ein Mannes stand nicht 100/0 am Sandsack z.b. . Nö , . ich stehe auch eher 40/60 also die Last ist leicht vorn , ich will ja in den Mann fallen . So viel zum Konsens.
Das alte Lied. Bitte unterscheiden zw. Übungen und Anwendungen . Was soll ich sagen . das ist halt das Problem , wenn man Dinge nur intellektuell betrachtet ^^
Die Frage die sich stellt, wenn man schon vergleicht, bleibt aber doch, warum das Zeug nicht erfolgreich in MMA Wettkämpfen eingesetzt werden.
kann. Liegt es an den Regeln?
Die Frage die sich stellt, wenn man schon vergleicht, bleibt aber doch, warum das Zeug nicht erfolgreich in MMA Wettkämpfen eingesetzt werden.
kann. Liegt es an den Regeln?
Ne , seh ich nicht so ,das die Regeln Schuld sind. Es ist wie bei euch im Aikido. Das trainierte Settin in den beiden Systemen ist zu eingeschränkt . Es geht schon damit los das zu oft und zu lange mit "Angriffen" aus den eigenen Systemen gearbeitet wird . natürlich benötigt man das auch , um seine eigenen Frage-Antwort-Spielchen zu üben , aber Anwendungstechnisch sollte man sich immer mit Angriffen konfrontieren denen man ausserhalb der eigenen Blase tatsächlich begegnet . Draussen greift dich halt keiner mit Shomen uchi an , aber auch so gut wie garnicht mit geraden Fausstoss und tiefen Ellenbogen , ergo sind auch die Antworten die man auf seine eigenen Aktionen tatsächlich bekommt anders geartet . Die antrainierten Muster greifen nur partiell . Man muss also lernen sie adaptieren zu können . Das geht aber nicht , wenn man sich immer nur einer unrealistischen Form von Angriffe stellt.
Dann das Problem mit der Distanz mit der man sich die meiste Zeit beschäftigt . In dieser Distanz haben viele tatsächlich ganz gute Skills ,in beiden Systemen . Aber , ... genau diese Distanz ist halt am schwersten zu halten . Entweder wird sie wieder verlassen oder unterschritten . Was bedeutet , das so gut wie alle antrainierten "Folgereaktionen" nach dem ersten Kontakt , real anders verlaufen , als man es stundenlang sich eingepleut hat . Der Gegner bleibt eben nicht in dieser Wohlfühldistanzstehen und antwortet auf den selben Linien und er fällt auch nicht in konditionierter Weise .
Nun versucht man im ing ung mit Überraschungseffekt und Vorwärtsdrang sein Spiel durchzuziehen , was auch klappen kann . V.a. draussen wo du den Start , die Überraschung , durchaus wählen kannst , wenn du den Mind dazu hast . Aber , der Knackpunkt ist IMMER dann wenn dieser Erstschlag nicht das erhoffte Ziel erreicht. der Gegner nicht geradlinig antwortet . Und nach wie vor ist es halt so , das Geradlinigkeit sehr leicht mit Rund ausgekontert werden kann , egal ob nun sich einer hinstellt und sagt "ja aber das Gerade ist doch der kürzeste weg " . Entscheidend ist immer das Timing . Und da sind wir beim alten Problem . kenne ich die Antworten des Anderen nicht , weil ich mich nie damit konfrontiert habe ,kann ich auch nicht adäquat reagieren . Und Überraschung hält halt nicht ewig.
Beschränke ich mich in den eigenen Bewegungsabläufen zu sehr und im Technikrepertoir in einem settin was weit mehr Elemente zulässt , z.b. Bodenkampf , dann starte ich schon mit selbst auferlegten Limitierungen . Hab also von Anfang an Nachteile .
Die Frage nach MMA ist eigentlich müßig , weil will ich einen konkreten Sport machen , MUSS ich auch alles konkret innerhalb dieses Sportes ausreizen an Training um mithalten zu können . Es ist nicht mehr wie früher das da tatsächlich Spezialisten aus unterschiedlichsten Kampfkünsten inklusive ihres eingeschränkten Repertoirs gegen einander antreten und sich erst im Ring mixten. Heute kommen die gemixt in den Ring. Also mit dem schon angesprochenen grösseren Repertoir
Die Grundproblematik in deiner Frage aber , die bleibt tatsächlich bestehen mit Sicht auf freie unkooperative Anwendung . Aber , das vergessen viele , das Problem hat auch ein Boxer der nicht lernt zu grappeln , ein Judoka der nicht lernt zu schlagen usw.
Solange man selbst startet und sein Zeug enthemmt durchzieht , kann vieles funktionieren für den Moment . der Knackpunkt ist immer , was nach diesen Moment passiert, was man dann noch reissen kann. Und genau hier sind wir wieder beim Training und den selbst auferlegten Limitierungen ... Die entscheiden dann , ob man sich so konditioniert hat , auch dann noch Antworten zu finden , wenn der Wohlfühlrahmen gesprengt oder erst garnicht zugelassen wird .
Im übrigen . Der Vergleich galt ursprünglich nicht dem was ist besser oder schlechter oder funktioniert besser , sondern wo ist etwas mehr "überladen" .... Und beim "Überladen" schwingt ja der Gedanke mit das etwas zu viel ist und dich dadurch behindert in der freien Anwendung , weil es Entscheidungszeit kostet . Die Entscheidungszeit innerhalb des eigenen Spektrums im ing ung , ist nicht das Problem , sondern das Spektrum selbst . Denn wenn DAS verlassen wird und real wird es fast immer verlassen , DANN erhöht sich die Entscheidungszeit für das eigene Reagieren , weil man sich ausserhalb des antrainierten Spektrums bewegen MUSS. So wie bei euch auch ^^.
Algo bot das hier an. Auch mal interessant ^^
https://www.facebook.com/watch?v=1735831480489838
Wie schade. Ich bin leider nicht in der EWTO..:D
Andernfalls könntest du nicht nur bei Meister Horst Drescher mit Geldzurückgarantie lernen, sondern jetzt auch endlich BIOMECHANIK, ENERGIE und FUNKTION jeder Bewegung der SNT wie GGM Yip Man es noch lehrte. Direkt von GM Kernspecht!
https://www.facebook.com/GrandmasterKernspecht/posts/pfbid034oP2nMStoeAdAW7YJcsB6eXfEzhD3js8SUJR2ZsRFwy NbQMctkWEhBN9vyTb59E5l
@Cam67: Sehr guter Beitrag!!!
Was das Überladen betrifft. Ich glaube das bezieht sich darauf, dass einfach ein zu großes theoretisches Brimborium gemacht wird und im Training oftmals ein roter Faden fehlt (viele Übungsformen bei denen oftmals der Übergang ins "freie" Kämpfen fehlt
Andernfalls könntest du nicht nur bei Meister Horst Drescher mit Geldzurückgarantie lernen, sondern jetzt auch endlich BIOMECHANIK, ENERGIE und FUNKTION jeder Bewegung der SNT wie GGM Yip Man es noch lehrte. Direkt von GM Kernspecht!
https://www.facebook.com/GrandmasterKernspecht/posts/pfbid034oP2nMStoeAdAW7YJcsB6eXfEzhD3js8SUJR2ZsRFwy NbQMctkWEhBN9vyTb59E5l
Tja, ich bin mit meiner SLT und den Erklärungen, die ich dazu von meinem Lehrer MK, seinem Lehrer PhB, der die ja schließlich von WSL gelernt hat, recht gut zufrieden. Und WSL hat sie ja schlielich direkt von Yip Man gelernt. Ob nun KRKs erklärungen dazu mich näher an Yip Man bringen weiß ich nicht....bzw. ob es überhaupt eine Rolle spielt. ;) Der war nun nicht näher an Yip Man..
... Der war nun nicht näher an Yip Man..
Vielleicht hat GM Kernpecht endlich eine Antwort auf seine E-Mail von 2007 bekommen und GGM Yip Man hat ihm die SNT erklärt. ;)
War meine Antwort gestern an einen Schülergrad. :)
Vielleicht hat GM Kernpecht endlich eine Antwort auf seine E-Mail von 2007 bekommen und GGM Yip Man hat ihm die SNT erklärt. ;)
War meine Antwort gestern an einen Schülergrad. :)
:megalach::megalach::megalach:
Das kann natürlich sein. Und ist mir ein paar VT Smileys wert. :D
derKünstler
28-09-2024, 17:57
Jedenfalls kann man feststellen, dass das Entdecken echter Formen, insbesondere der von Yip Man wieder mehr boomt denn je ....
Und bei der ersten Form nährt sich der Spalt in der Community, ob wing chun denn nun ein innerer Stil, ein äußerer oder beides zugleich darstellt.
Und warum das Ganze? IMHO Weil es um Verbandszugehörigkeiten geht. Weil es darum geht, nicht nur einfach Leute zu unterrichten, die gerne zu einem kommen, sondern darum, ein mehr oder weniger großes Unternehmen aufzubauen, das einen auch passiv nährt.
So als würde man Musiker oder Künstler in Verbände zwängen, welche nur eine von oben bestimmte Art der Ausübung der Kunst zulässt und darauf aus ist, weitere Gleichgesinnte zu rekrutieren, die den Verband finanziell nähren.
Was wäre denn dabei, dass man sich die Interpretationen verschiedener Lehrer anschaut und damit offen umgeht? Ohne dass man in eine Art Schande kommt, weil man als Anhänger von x auch mal einem Meister von y lernt oder sich zumindest inspirieren lässt (oder eben nicht) ...
LahotPeng
28-09-2024, 19:16
Hallo derKünstler,
Und warum das Ganze? IMHO Weil es um Verbandszugehörigkeiten geht. Weil es darum geht, nicht nur einfach Leute zu unterrichten, die gerne zu einem kommen, sondern darum, ein mehr oder weniger großes Unternehmen aufzubauen, das einen auch passiv nährt.
Totally agree. Dass man dann einen Grad der Perspektive auf die SNT ändert und meint, der Mehrwert wäre exorbitant. Das ist lächerlich. Nur so, wie du es beschreibst wird für mich ein Schuh draus.
So als würde man Musiker oder Künstler in Verbände zwängen, welche nur eine von oben bestimmte Art der Ausübung der Kunst zulässt und darauf aus ist, weitere Gleichgesinnte zu rekrutieren, die den Verband finanziell nähren.
Interessant ist dazu die Entwicklung um Kylie Minogue (https://de.wikipedia.org/wiki/Kylie_Minogue)
Minogue ist einerseits erfolgreiche Popmusikerin und Stil-Ikone, wurde andererseits aber auch für ihre Veröffentlichungen und ihren Status im Laufe ihrer Karriere stark kritisiert. So sah sie sich als erfolgreichster Act des Produzententeams Stock Aitken Watermann und Teenie-Star bereits zu Beginn ihrer Musikkarriere heftigen Anfeindungen seitens der Musikkritik und der britischen Independent-Szene ausgesetzt. Als „singender Wellensittich“ verspottet, war sie ein regelrechtes Hassobjekt, da sie mit ihren Popsongs, veröffentlicht beim unabhängigen Plattenlabel PWL, regelmäßig die Spitzenpositionen der Indie-Charts erreichte.
Was wäre denn dabei, dass man sich die Interpretationen verschiedener Lehrer anschaut und damit offen umgeht? Ohne dass man in eine Art Schande kommt, weil man als Anhänger von x auch mal einem Meister von y lernt oder sich zumindest inspirieren lässt (oder eben nicht) ...
Das entspricht aber nicht dem Yin-Yang, Oben-Unten oder sonstigem Schwarzweißgehampel. Entweder du gehörst dazu oder nicht.
Sorry, aber isso. :D
Gruß
Jedenfalls kann man feststellen, dass das Entdecken echter Formen, insbesondere der von Yip Man wieder mehr boomt denn je ....
Dazu vielleicht passend ein Zitat:
Will Kernspecht wirklich die SNT von Yip Man oder andere ältere SNT "erforschen".
Für mich sieht es aus wie immer. KRK sucht eine Legitimation für seinen "neuen" Lehrstoff den er vermitteln will.
Magic Hands (als WingTsun unterrichtet) muss, um international erfolgreich zu sein, eine Legitimation bekommen.
Irgendwas mit Yip Man und Bruce Lee ist dafür bestens geeignet und kann von seinen Schülern super nachvollzogen werden.
Während Leute wie Horst Drescher ihre SNT einfach über die Weitergabe vom Lehrer zum Schüler bis zu Yip Man zurückverfolgen können (Yip Brüder zu Samuel Kwok usw...), muss KRK auf andere Quellen zugreifen um es zu legitimieren, um diese große Veränderung vor sich selbst und seinen Anhängern zu rechtfertigen
KRK ist das Film und Bildmaterial von Yip Man seit Jahrzehnten bekannt. Darüber hinaus hat er mit Schülern von Yip Man (z.B. Wang Kiu) und ihren Schülern (z.B. Alan Lamb, Schüler von Koo Sang) trainieren können. Er, als Bundestrainer der EWTO, hätte diesen Weg wahrscheinlich auch schon früher beschritten wenn es nicht um 1982 herum die "teilweise Wiedervereinigung" (ein "Reich", zwei Systeme) mit Leung Ting gegeben hätte.
derKünstler
29-09-2024, 15:12
Dazu vielleicht passend ein Zitat:
...
Und das finde ich vom Sachverhalt her schade.
Sagen wir, KRK hat ein eigenes inneres KK-System über Jahre konstruiert/ entwickelt und folgert daraus dazu passende Übungen oder Formen. Dann kann man doch auch hergehen und beim Eigenen bleiben. Man kann doch sagen: SO hat das noch niemand mir Bekanntes vorher geübt und das geht auf mein Lebenswerk zurück. Kann man doch und da gibt es absolut nichts und gar nichts einzuwenden. Ich persönlich fände das sogar sehr interessant und anziehend.
Das ganze "Wer macht das Originalste vom Originalen YM Wing Chun" gleicht doch eher einer technischen Weiternentwicklung von Kopierern.
Für das Historische Verständlnis super interessant und wertvoll. Für die tatsächliche eigene Praxis sollte es doch sein, dass jeder (Meister) sich weiter entwickelt.
Angeblich soll ja auch erst YM die heutige HP- Form aus einem Konglomerat aller Prinzipien der anderen Formen zusammenfassend entwickelt haben.... Also vor ihm gab es das gar nicht als zusammenhängende Form.
Wenn das stimmt, war er ein echter Schöpfer. Andererseits brauchte er selbst wohl diese HP- Form nicht, um so gut zu werden, jene Form aus seinem Können heraus zu entwickeln. (?)
Man stelle sich vor, es wäre zu YM Zeiten wichtig gewesen, sich damit zu brüsten, irgendwelche originalen Formen am besten verstanden zu haben. Das gibts doch erst ab YMs Schülern ...
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