Vollständige Version anzeigen : Bruce Lee- for real oder über alle Maßen gehypter Martial Arts- und Selbstdarsteller?
Bruce Lee war ein Kometeneinschlag in der populären Kultur der 70er Jahre, einer, der bereits recht früh, und nicht erst seit der Entstehung des Internets polarisiert hat.
John Little, Bruce Lee- und Jeet Kune Do-Freunden bekannt für seine Publikationen auf der Grundlage von Bruce Lees hinterlassenen Notizen, Briefen und anderer Medien, und des unveröffentlichten "Game of Death"-Filmmaterials, beschreibt den Prozess und Wandel der Wahrnehmung des Bruce Lee-Phänomens, und der darauf beruhenden Debattenkultur zu Beginn seines Buches Wrath of the Dragon: The Real Fights of Bruce Lee (https://www.amazon.de/Wrath-Dragon-Real-Fights-Bruce/dp/B0CJH78FZL/).
Kennen wir bereits aus der EWTO, in der ín den 90ern Videos von Jesse Glover vorgeführt wurden, unter der Prämisse: "Das war alles, was Bruce Lee hatte - das Wissen eines 3. Schülergrades" (oder in der damaligen EWTO-Verbandszeitschrift "Wing Tsun Welt", ich glaube es war die Ausgabe Nr. 8). Irgendwann hat dieser Wind sich halt wieder gedreht.
Das ist nichts Neues, und den ersten Backlash gegenüber der Bruce Lee-/Kung Fu-Welle gab es bereits in den 70ern.
Der Autor John Little zeigt auch Verständnis für eine damals entstehende Skepsis, die zum Teil von den Kampfsportlehrern, die Lees aufgehängtes Foto in ihren Schulen anfänglich noch begrüßten, losgetreten, und von späteren Interview-Aussagen von Lees Weggefährten Bob Wall, Chuck Norris und Joe Lewis verstärkt wurde. Er bringt hier das Beispiel von Sly Stallone, der wohl mal geglaubt haben muss, er könne irgendwie boxen, und sich dann dem leichteren Roberto Duran in einem Sparring gestellt hat. Das Ergebnis kann man sich vorstellen.
Um zu ergründen, was sich jenseits von bloßen Meinungen tatsächlich und einigermaßen sicher darüber wissen lässt, ist der Autor allen Fingerzeigen nachgegangen, reiste von Pontius nach Pilatus, sprach mit jedem, der etwas darüber wusste, arbeitete sich durch das verfügbare Medienmaterial durch, und beginnt sein Werk mit dem lässigen Vorwort: "To the Fans. You were right all along"
Er rollt dabei Bruce Lees KK-Entwicklung von A bis Z auf, dokumentiert Kämpfe und Sparringmatches BLs, die aus erster Hand berichtet wurden, von der ersten Schulhofprügelei bis zum letzten Sparring mit Wong Shun Leung (insgesamt bisher 64 an der Zahl, 34 Kämpfe und 30 Sparringmatches). Leider fehlt hier u.a. ein Herausforderungskampf, von dem Steve Johnson aus seiner kurzen Zeit in Los Angeles erzählte.
Ich wäre beim Sparring allerdings etwas vorsichtiger, dort immer so klar von "Sieg" oder "Niederlage" zu sprechen. "Beobachtbare Überlegenheit" wäre hier vielleicht ein geeigneterer Begriff.
Es kommen schöne Anekdoten vor, z.B. von Larry Hartsell, der BL begleitete, als dieser ein Selbstverteidigungsbuch aus dem Jahr 1700-irgendwas ergattert hat, im hinteren Teil des Buches ein Sammelsurium sämtlicher persönlicher Meinungen diverser Kämpfer und Kampfkünstler von Rang und Namen zu Bruce Lee - dies beinhält Personen wie Muhammad Ali, Rickson Gracie, Conor McGregor, und und und (s. 198 - 204), eine tabellarische Auflistung der recherchierten Kämpfe und Sparringmatches, und ab Seite 208 (bis 295) die Fußnoten, eine Bibliographie sämtlicher beteiligter Medien, und ein alphabetisches Verzeichnis aller aufgeführten Personen.
MUST READ für den bibliophilen und geschichtsinteressierten Martial Arts-Freund, Bruce Lee-Nerds, gereiftere Bewunderer, die auch mal auf Distanz gehen und Dinge in Relation sehen können, und eine Einladung an standhafte BL-Hater, ihr Weltbild zumindest einmal infrage zu stellen.
Eine schöne Ergänzung dazu sind die Interviews mit Little zu dem Buch:
https://www.youtube.com/watch?v=l8LOo9DNUpM&t=45s&sttick=0 - Alex Richter, ein WT-Lehrer aus New York, der u.a. auf Schloss Langenzell lernte, betätigt sich bezüglich des Bruce Lee-Themas ebenfalls biographisch / historisch. Zur Ergänzung habe ich einen Kommentar unter dem Video gelassen. In seinem Interview mit Little kommen auch interessante Dinge ans Tageslicht, z.B. dass "BLACK BELT"-Herausgeber Mitoshi Uyehara die von ihm zitierten Bruce Lee-Aussagen selbst aus dem Gedächtnis, oder diesem aufgrund ihrer persönlichen Bekanntschaft (Freundschaft) in den Mund gelegt (unter dem Motto: "Ich wusste ja, wie er tickt"), und unter zwei verschiedenen Pseudonymen in Form von Interviews veröffentlicht hatte.
Das bekannte, vermeintliche originale BL-Statement: "I’d gotten into a fight in San Francisco with a Kung-Fu cat, and after a brief encounter the son-of-a-bitch started to run. I chased him and, like a fool, kept punching him behind his head and back. Soon my fists began to swell from hitting his hard head. Right then I realized Wing Chun was not too practical and began to alter my way of fighting.", - oft gedruckt und zitiert - bezeichnet Little dabei klar als "MADE UP" (ausgedacht, erfunden) bzw. gab dies wohl auch dessen Urheber Mito Uyehara ihm (John Little) gegenüber zu. Siehe hierzu, was Little im Gespräch mit Richter darüber aussagt.
Zu dem legendären Wong Jack Man-Kampf in Oakland, 1964, wird natürlich ebenfalls eine lesenswerte historische Rekonstruktion abgeliefert.
Gemeinsam mit Jessies erstem Buch (https://de.scribd.com/doc/159959779/Bruce-Lee-Between-Wing-Chun-Jeet-Kune-Do-by-Jesse-Glover) ergibt die Lektüre eine interessante und tiefere Sicht von Bruce Lee als Trainingsfanatiker, Martial Artist und Fighter seiner Zeit.
@An die JKDler: Im Buch wird zwischen einem Jeet Kune Do Version 1.0 und 2.0 unterschieden. Macht auch allen Sinn, wenn man originale Bruce Lee-Aussagen dazu unter die Lupe nimmt.
In punkto schriftlicher Veröffentlichung im BLACK BELT-Magazin hält Little lediglich die ersten zwei Profile, die in dieser erschienen sind, und BLs Artikel über Jeet Kune Do für authentische 'Bruce Lee-Worte', wie aus dem Gespräch mit Richter hervorgeht. Natürlich haben wir noch all das, was ehemalige Gesprächspartner, Freunde, Geschäfts- und Trainingspartner, sowie Schüler aus dem Gedächtnis zitieren. Hinzu kommt das eingangs erwähnte Material - Briefe, Notizen, sowie auditiv und visuell aufgenommene Interviews. Das post(h)um veröffentliche Werk "Tao of Jeet Kune Do" (Deutsch: "Bruce Lees Jeet Kune Do") ist wiederum ein eigenes Thema.
Weitere Interviews und Buchbesprechungen (mit und ohne John Little) findet man natürlich mithilfe der Suchfunktion.
Schöne nostalgische Lektüre für Mußestunden während der Feiertage...
amasbaal
30-12-2024, 20:34
:rolleyes:
mal seh'n was dazu jetzt kommt... :biglaugh:
:rolleyes:
mal seh'n was dazu jetzt kommt... :biglaugh:
Du kennst das Board und dessen aktuellen Zustand offenbar besser als ich. :)
Diese Amazon-Kundenrezension (https://www.amazon.de/gp/customer-reviews/R1S5S9PY5PQMKV/ref=cm_cr_dp_d_rvw_ttl?ie=UTF8&ASIN=B0CJH78FZL) scheint gar nicht so schlecht zu sein, gute Ergänzung dazu. Übertrieben ("fastest kicks" usw.), soweit es um alte Aufnahmen in miserabler Qualität geht...
Du kennst das Board und dessen aktuellen Zustand offenbar besser als ich. :)
Zwar bin ich auch gespannt, was kommt, aber da ich das Board lange nicht so gut kenne wie amasbaal, lass ich den Smilie noch weg.
Ich selbst bin in dem Thema nicht tief genug drin um da relevant mitschreiben zu können, allerdings interessiert es mich durchaus als Mitleser, was ich hiermit signalisieren wollte.
Gerne bin ich im Übrigen auch mal interessiert eine profunde Stellungnahme zu dem Buch Jeet Kune Do - the way of Simplicity by Joaquin Marcelo zu lesen.
amasbaal
30-12-2024, 21:35
ich mag halt gern zugucken, bei glaubenskriegen im KKB und v.a., wenn es um die ikone BL, JKD und WT/WC geht ...
und bin durchaus gespannt, was kommt - echt.
ich erwarte gute unterhaltung.
Zwar bin ich auch gespannt, was kommt, aber da ich das Board lange nicht so gut kenne wie amasbaal, lass ich den Smilie noch weg.
Ich selbst bin in dem Thema nicht tief genug drin um da relevant mitschreiben zu können, allerdings interessiert es mich durchaus als Mitleser, was ich hiermit signalisieren wollte.
Gerne bin ich im Übrigen auch mal interessiert eine profunde Stellungnahme zu dem Buch Jeet Kune Do - the way of Simplicity by Joaquin Marcelo zu lesen.
Danke für Dein Statement.
Für mich ist dies wie eine Erinnerung an ein vergangenes Leben, aber im Moment finde ich die Evolution zu dem Thema interessant, die das Internet hergibt bzw. selbst mit erzeugt. Und 'ne schöne Feiertagsbeschäftigung. Vielleicht bewegen sich manche Sachen auch immer wieder kreisförmig in gleichbleibenden Zyklen. ;)
Da BL keine Beweise mehr erbringen kann, wie er sich in einem heutigen UFC-Match, die es damals einfach noch nicht gab, gegen einen versierten MMA- oder BJJ-Exponenten oder etwa WT-Meistergrad schlagen würde, aus einer Kultur kam, in der Kung Fu offenbar schon konsequent und schlagkräftig unterrichtet und praktiziert wurde (nicht zuletzt durch Vertreter wie Yip Man und Wong Shun Leung), und die Teilnahme an den Karate-Turnieren seiner Zeit einfach nicht zu ihm passte, wird das wohl immer ein bisschen diskutiert werden.
Wie dem auch sei, kann man allerdings festhalten, dass irgendwelche YouTube-Kommentarprofessoren ganz sicher kein profunderes Wissen darüber haben als der Autor John Little.
ich mag halt gern zugucken, bei glaubenskriegen im KKB und v.a., wenn es um die ikone BL, JKD und WT/WC geht ...
und bin durchaus gespannt, was kommt - echt.
ich erwarte gute unterhaltung.
Ich finde, John Little hat soviel zu dem Thema gearbeitet, dass ich mich selbst mit einer eigenen Meinung zurückhalten, bzw. diese höchstens noch als persönliche, subjektive Sichtweise hinzufügen und begründen würde.
Ich erzähle einem Arzt, der in der Krebsforschung arbeitet, ja auch nicht irgendeinen Blödsinn "from the top pf my head", wie dieser das alles sehen muss.
Ich erzähle einem Arzt, der in der Krebsforschung arbeitet, ja auch nicht irgendeinen Blödsinn "from the top pf my head", wie dieser das alles sehen muss.
Das nicht, aber die einfachste Sichtweise eines alten Menschen hat schon manchen klugen Arzt zum Nachdenken gebracht.
Katamaus
30-12-2024, 22:13
Diese Amazon-Kundenrezension (https://www.amazon.de/gp/customer-reviews/R1S5S9PY5PQMKV/ref=cm_cr_dp_d_rvw_ttl?ie=UTF8&ASIN=B0CJH78FZL) scheint gar nicht so schlecht zu sein, .
Ich habe keine Ahnung von Bruce Lee und seiner Geschichte und bin hier eher Zaungast. Aber Statements wie dieses:
Bruce Junfan Lee war als Erwachsener (im Alter von 18-32 Jahren) zweifelsohne einer der effektivsten Straßenkämpfer bzw. Selbstverteidigungsexperten auf diesem Planeten.
führen bei mir zu sofortigem geistigen Standby-Modus. Wer so nen Quark schreibt, den lese ich nicht weiter.
Ich hol mal Popcorn. Bier ist schon offen.
Ich habe keine Ahnung von Bruce Lee und seiner Geschichte und bin hier eher Zaungast. Aber Statements wie dieses:
führen bei mir zu sofortigem geistigen Standby-Modus. Wer so nen Quark schreibt, den lese ich nicht weiter.
Finde ich vollkommen in Ordnung. Eine persönliche Begründung kannst Du gern, musst Du aber nicht nachliefern. Dieser Thread ist kein Versuch einer "Beweisführung", was BL angeblich war oder nicht war, sondern eine Buchempfehlung für an dem Thema Interessierte. Und da stecken offenbar 'ne Menge Arbeit und Recherche hinter. Und derlei Lektüre ist - für den begrenzten, vorübergehenden Zeitraum eines nostalgischen Rückblicks auf gewisse Lebensereignisse - ein schöner und unterhaltsamer Feiertags-Zeitvertreib.
Katamaus
30-12-2024, 22:31
Eine persönliche Begründung kannst Du gern, musst Du aber nicht nachliefern.
Ging ja um die Rezension und nicht das Buch. Oder behauptet das der Autor auch in der Absolutheit?
Mit kontrafaktischen Konditionalen à la "Hätte BL auf der Straße gekämpft, hätte er (fast) jeden besiegt." kann ich nichts anfangen. Das ist wie "Hätt' der Hund nicht geschissen, hätte er den Hasen gefangen."
a.m. schrieb:
Da BL keine Beweise mehr erbringen kann, wie er sich in einem heutigen UFC-Match, die es damals einfach noch nicht gab, gegen einen versierten MMA- oder BJJ-Exponenten oder etwa WT-Meistergrad schlagen würde, aus einer Kultur kam, in der Kung Fu offenbar schon konsequent und schlagkräftig unterrichtet und praktiziert wurde (nicht zuletzt durch Vertreter wie Yip Man und Wong Shun Leung), und die Teilnahme an den Karate-Turnieren seiner Zeit einfach nicht zu ihm passte, wird das wohl immer ein bisschen diskutiert werden.
BL muss nichts mehr beweisen. er hat chuck norris besiegt!!!!11!!!1!
das ist sogar auf video dokumentiert.
scnr :)
a.m. schrieb:
BL muss nichts mehr beweisen. er hat chuck norris besiegt!!!!11!!!1!
das ist sogar auf video dokumentiert.
scnr :)
Das ist eine aufwendige und kostspielige Special Effect-Produktion. Nobody beats Chuck...
Oder Du bist so klug, Dich einfach zurückzulehnen und die Unterhaltung zu genießen, wenn Glaubenseiferer aufeinander losgehen. ;-)
Aha: den Köder auslegen und dann das Schauspiel genissen ...
Du bist über 50? Dann sind wir ja schon zwei "alte Menschen"
Mit 47 bin ich ich für den durchschnittlichen Arzt quasi noch ein Fall für den Pädiater.
aber habe eine Meinung zu der ganzen Bruce Lee-Sache, die die Welt nicht groß verändern oder beeinflussen wird.
Naja, balancierte Sichtweisen treten selten eine Revolution los.
und viele verdächtigen sich ziemlich schnell oder bereits im Vorfeld, zu der einen oder anderen Gruppe zu gehören.
Ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher ob dies ein Problem des Bruce Lee- Themas ist, oder mehr mit dem Disskussionsboard- Format zu tun hat. Besonders perfide wird es, wenn man eine extreme Ässerung od Reaktion einer bestimmten Richtung wie reflektorisch mit einer ebenfalls unbalancierten Äusserung kontert und sich damit wie unfreiwillig genau in die Ecke begibt, in welcher man im Vorfeld verortet wurde. So im täglichen Leben sind mir meines Wissens nach weder "Hater" noch "Fanboys" begegnet (nichtmal in einer JKD Schule).
Hallo QuiRit,
Aha: den Köder auslegen und dann das Schauspiel genissen ...
Eher nicht, ich habe nur augenzwinkernd die Rhetorik eines anderen Posters übernommen.
Kusagras
31-12-2024, 10:52
ich mag halt gern zugucken, bei glaubenskriegen im KKB und v.a., wenn es um die ikone BL, JKD und WT/WC geht ...
und bin durchaus gespannt, was kommt - echt.
ich erwarte gute unterhaltung.
Warum reagierst du auf eine Buchrezension teils so spöttisch und sprichst sofort von Glaubenskriegen?
Scheint immerhin ein sehr aufwendig recherchiertes Buch zu sein und einige interessante Neuigkeiten zu enthalten.
Wird in dem Buch auch erwähnt, dass er ein ausgezeichneter Tänzer war?
Was ich Bruce Lee in Sachen "Kampfkompetenz" aus meiner beschränkten Perspektive unterstelle: So diese Mischung aus grundlegender, aber auch hintergründiger Aggressivität, seine sauschnellen Bewegungen und einem sehr starken Willen "etwas zu erreichen" oder aber vielleicht "etwas sein zu wollen". Das sind jetzt keine charakterspezifischen Kompetenzen, die nur auf ihn zutreffen, aber falsch bestimmt auch nicht. Wie heißt denn der Film, indem Brad Pitt im den Hintern versohlt? Once up a time in hollywood? Kamen da nicht auch Diskussionen auf, dass es mehr "show" war?
Wie auch immer - sein Denkmal steht für mich, ob nun "show" oder aber Kompetenz oder eine Mischung. Mir egal. Ich erinnere an den ersten Kontakt im ZDF "damals" mit "Way of the dragon" - irgendwann 1985+. Der Streifen bzw. er hat irgendwie ursächlich mein Interesse an Kampfsport geweckt, weit bevor ich da überhaupt differenzieren konnte, was der da eigentlich treibt und auch sehr weit, bevor ich überhaupt was von der EWTO wusste und die wurde ja schon 1976 gegründet (Quelle: google Frage).
Euch allen einen guten Rutsch!
Kunoichi Girl
31-12-2024, 14:40
Mich würde interessieren, ob gemäß dieses buches auch recherchiert wurde, wie lange bruce in Meister Yips Schule in hongkong trainiert hat.
M.W. sind die diesbezüglichen angaben je nach quelle unterschiedlich.
Gibt es neue Erkenntnisse zu seiner Todesursache, bzw. Geht er weiter auf die Hyponatriämie Hypothese ein?
Pansapiens
02-01-2025, 18:59
Tarantinos "Once upon a time" ist natürlich fiktiv, und basiert in den Elementen, die Tarantino für realhistorisch hält und uns - unter anderem auf Joe Rogans Kanal - als realhistorisch verkaufen möchte,
Tarantino hat einen realhistorischen Anspruch?
https://www.youtube.com/watch?v=yBsMTyC5hzY
Wie gesagt, "in den Elementen,..." usw.
Wir wissen alle, dass der Film und die Bruce Lee-Szene darin fiktiv waren, und eine verständliche Storyline, aber er beansprucht bezüglich bestimmter Elemente in dieser Episode (z.B. Bruce Lees Umgang mit Stuntmen), diese auf der Grundlage der Lektüre von Bruce Lee-Biographien begründen zu können. Und hat keine Ahnung. Der Muhammad Ali-Vergleich ist da etwas verwickelter....
Davon abgesehen mag ich den Film, die schauspielerischen Leistungen, und natürlich das Ende. :)
Kunoichi Girl
02-01-2025, 20:08
Kunoichi Girl,
er gibt auf, dies endgültig festnageln zu können.
Realistisch sind 3 - 4 Jahre.
Nach einer Weile wurde Bruce Lee allerdings aus Yip Mans Schule verbannt, und lernte privat von Wong Shun Leung in einer Wohnung.
Danke sehr!
Ist das training unter meister wong in den 3-4 jahren bereits enthalten bzw. ist klargestellt in welchem alter bruce mit dem wt-training angefangen hat?
Kunoichi Girl
02-01-2025, 23:44
Noch eine frage:
Hat john little auch bruces schüler mike lee (m.W. ein deutlich jüngerer und „jkd“-artig sehr fitter bruder oder halbbruder jesse glovers) interviewt?
Bzw. ergibt sich aus dem buch was aus jenem geworden ist?
Kunoichi Girl
03-01-2025, 12:24
@A.M.:
Die Firma dankt erneut.
Kunoichi Girl
03-01-2025, 12:26
I ... Aber langsam war er auch nicht. ...
Blitzschnell war er.
Katamaus
03-01-2025, 18:19
sind 4 Schläge in ca. einer halben Sekunde schon ziemlich schnell. Vielleicht nichts, was der eine oder andere nicht schon getoppt gesehen hätte
Stimmt. Lt. Rory Miller sind 6-8 Schläge pro Sekunde normal "for a decent martial artist" (finde gerade die genaue Stelle nicht, erinnere mich aber recht gut).
Leider bin ich auch nicht auf dem Laufenden, was eine normale- und was eine hohe Schlagfrequenz ist; diese "Art" von Schnelligkeit hat mich auch nicht wirklich beeindruckt - man kann das ja sehr einfach steigern indem man einfach diese Kombination übt und versucht dabei schnell zu sein (siehe WT).
Komplexeren Bewegungsabläufe, die abgestimmt sind, wie zB. der tiefe Schlag, Pak Rückhand, umgreifen Rückhand gegen Bob Wall fand ich beeindruckender. So schnell, explosiv und gleichzeitig sauber wie in der Szene habe ich das sonst nicht gesehen - wobei ich mir jetzt auch nicht 100% sicher bin, ob Kameras nicht auch zeitlich ein bischen verzerren können, selbst wenn es "Normalgeschwindigkeit" - sie "verzerren" ja auch Farben und Dynamikumfang ohne dass uns das auffällt.
Übrigens hatte ich mal gehört, dass BL strukturiert bezüglich seiner Reaktionsgeschwindigkeit getestet wurde (in welchem Rahmen ist mir nicht bekannt); der Test mit dem Licht und dem roten Knopf. Ist dazu etwas bekannt?
Katamaus
04-01-2025, 08:19
Leider bin ich auch nicht auf dem Laufenden, was eine normale- und was eine hohe Schlagfrequenz ist;
Ich auch nicht und es ist mir ehrlich gesagt auch ziemlich wurscht. Ich lese hier nur kursorisch mit, aus Langeweile, und da fiel mir das von Miller als mögliche Referenz ein. Den darauffolgenden Sermon habe ich nicht gelesen. So sehr interessiert mich BL nicht. Und wenn, dann kann ich auch gleich das Buch lesen. :D
diese "Art" von Schnelligkeit hat mich auch nicht wirklich beeindruckt - man kann das ja sehr einfach steigern indem man einfach diese Kombination übt und versucht dabei schnell zu sein (siehe WT).
Jepp. Zumal ich ja quasi Experte im In-die-Luft-schlagen-bin". Da habe ich schon sehr sehr schnelle Leute gesehen. Der Punkt ist aber, dass sich bei eigentlich allen die Motorik verändert, sobald sie treffen wollen. Wenn dann noch Gegner und eine (echter oder Wett-)Kampf dazukommen, verändert es sich noch mehr. Insofern beeindruckt mich sowas eh schon wenig und irgendwelche Vorführungen auch nur unter athletischen Gesichtspunkten.
(In unseren Kata ist das im Wettkampf schon seit ca. 20 Jahren sogar so, dass die Techniken eher "hingestellt" werden. Dadurch sieht das irre schnell und satt aus (exzellente Athletik natürlich vorausgesetzt) aber die Schlagmechanik wird eben auch verändert. Mit Wirkung ist dann meist nicht mehr viel.)
Pansapiens
04-01-2025, 10:21
Ich habe noch nie jemanden gesehen, der in 5/100 einer Sekunde eine Distanz von 2 m überbrücken kann, auch BL auf seinen Aufnahmen nicht.
eventuell hier, bei der Entwaffnung gleich zu Beginn?
https://www.youtube.com/watch?v=72giNDkKhSE&t=3s
Ich habe noch nie jemanden gesehen, der in 5/100 einer Sekunde eine Distanz von 2 m überbrücken kann, auch BL auf seinen Aufnahmen nicht.
Da scheint Bruce ja bei Liang Zi Peng aufgepasst zu haben und die Bücher gut studiert zu haben :D :
Bruce also often went with other students to Liang's house, which was on number 18, Austin Road in Jordan. Liang loved to move, and before they could make themselves comfortable, Liang would ask them to get up and move and do zhan zhuang. As soon as he touched them, he pushed them onto the sofa. Lee was intoxicated by the speed at which his hands shot out, without being able to settle he was already flying backwards and seeing stars.
Liang told Lee that he had been taught by You in the same way. First he had to give up each movement of the external styles, and begin again from zhan zhuang, converting the muscular resistance into true jin, before he could reach the next level of martial arts. Just like a glass which is full, if you pour more water into it, it will overflow. If you drink it, it is muddly and unclear. It is imperative to pour out the originally polluted water, before one can pour in the clear water. In order to understand the philosophy, one has to study the classics, of which Zhuang Zi and Lao Zi were the best.
When Liang came to Hong Kong, he brought along many martial arts books, he loved to read martial arts manuals, and would correct them using a red pen. He gave two books Ortohodox Zimen Style 《子門真宗》 and Chen Naizhou's Boxing Manual 《萇乃周拳譜》to Bruce, telling him to study them diligently. Eventually Bruce returned to the United States and never returned the books.
Zumindest würde auch vieles, was im „Tao of Jeet Kune Do“ über Relaxation und Speed zusammengeschrieben steht, zum Yiquan passen.
Hallo Kanken, in keinster Weise möchte ich Dir wiedersprechen, aber bei der Gelegenheit möchte ich darauf hinweisen dass die Themen Relaxation, Geschwindigkeit, Intention, entspannte Wachsamkeit u.a. Themen in (sehr) vielen Kampfkünsten sind. :p
Das stimmt schon, aber wie er es schreibt und wie er es beschreibt, passt halt sehr gut zu den Dingen im Yiquan
Kannst Du vielleicht ein spezifisches Beispiel geben?
Du kannst aus dem Tao of Jeet Kune Do alles nehmen was dort über „The formless form“ steht und das gesamte Kapitel über Qualities.
Er nutzt andere Begriffe als es WXZ tat, was aber einem anderen soziokulturellen Hintergrund geschuldet ist. Inhaltlich findest du sehr viel davon so im Yiquan.
JKD interessiert mich nicht die Bohne und BL ebensowenig. Da scheint mir heutzutage sehr viel Politik und Kult bei einigen dabei zu sein.
BL war mit Sicherheit eine sehr interessante Persönlichkeit und fanatisch in dem was er tat.
Das Einzige was mich fasziniert sind eben diese Passagen aus dem Tao of Jeet Kune Do da man dort die Basics des Yiquan wiederfindet. Ich hatte das Buch gelesen bevor ich von der Verbindung von Liang zu BL Vater wusste und das BL auch Liang kannte, wenn auch nur als Teenager. Als ich dann davon hörte fand ich es zumindest plausibel wie er von diesen Inhalten hören konnte auch wenn sie natürlich nicht Yiquan exklusiv sind.
Vieles davon hört man eben gerade am Anfang im Zhan Zhuang Training und im Pushen.
JKD interessiert mich nicht die Bohne und BL ebensowenig.
Schade
Das Einzige was mich fasziniert sind eben diese Passagen aus dem Tao of Jeet Kune Do da man dort die Basics des Yiquan wiederfindet. Ich hatte das Buch gelesen bevor ich von der Verbindung von Liang zu BL Vater wusste und das BL auch Liang kannte, wenn auch nur als Teenager. Als ich dann davon hörte fand ich es zumindest plausibel wie er von diesen Inhalten hören konnte
Wie bereits erwähnt, kenne ich mich mit Bruce Lees Lebensgeschichte zu wenig aus, um einschätzen zu können, was ihn wie stark beeinflusst haben könnte. Vielleicht war Liang tatsächlich ein sehr wichtiger Einfluss.
Für mich ist es ehrlich gesagt faszinierend, dass man in vielen Bereichen Parallelen entdecken kann und oft zu ähnlichen Erkenntnissen gelangt, wenn man versucht, sich dem Kern einer Sache anzunähern: indem man das Überflüssige oder Verschnörkelte abwirft und sich stattdessen an grundlegenden Prinzipien orientiert.
Besonders interessant finde ich, dass sich in meiner aktuellen Praxis – insbesondere in meiner Hauptlinie, wo jede Art von Blumigkeit quasi als falsch betrachtet wird – die empty hands aus dem Fechten/dem Schwertkampf ableiten. Und zwar so, dass es sich tatsächlich auch so anfühlt (zumindest für mich) wie mit den Händen zu fechten. Viele behaupten, dass dies bei ihnen ähnlich sei; für mich persönlich trifft das jedenfalls zu. Mein Distanzgefühl und die Positionierung haben sich dadurch grundlegend verändert - ich muss hinzufügen, dass ich das ja noch nicht so sehr lange mache.
Ob Bruce Lee mit seiner bekannten Aussage (vorausgesetzt, es handelt sich tatsächlich um ein echtes Zitat und nicht um eines, das ihm nur zugeschrieben wird) etwas Ähnliches meinte, kann ich natürlich nur vermuten. Ich erinnere mich nicht mehr genau an den Wortlaut, aber sinngemäß lautet es: "Now I am fencing with my hands."
Eine relevante (auch indirekte) Verbindung zwischen der Linie, die ich trainiere, und Bruce Lee scheint mir mehr als unwahrscheinlich. Betrachtet man den historischen Kontext, ist es schlicht logisch, dass sich die Dinge bei uns auf diese Weise entwickelt haben.
Auch diese Idee der "formless form" lässt sich bei uns wiederfinden, wenn bei uns auch nicht alles sprachlich so ausformuliert sein mag, wie im Chinesischen.
Um Missverständnissen vorzubeugen, möchte ich noch einmal betonen, dass ich keineswegs krampfhaft versuche, Ähnlichkeiten aufzuzeigen. Meiner Meinung nach handelt es sich vielmehr um natürliche, ja sogar grundlegende Gemeinsamkeiten. Sogar vermute ich stark, dass man diese Gemeinsamkeiten auch finden würde, wenn man einen guten und erfahrenen japanischen Schwertkämpfer befragen würde. Natürlich habe ich nicht mehr alle Einzelheiten aus dem Tao of Jeet Kune Do im Kopf. Es ist sicher mindestens zehn Jahre her, dass ich das letzte Mal hineingeschaut habe. (Das erste Mal dürfte so um 1990 oder kurz danach gewesen sein. Das Buch war damals ein Geschenk von meinem damaligen Lehrer Thomas Mannes – vielen Dank, Sifu, falls Du das hier liest! Das Buch, bzw. Ideen die damit verbunden sind haben mich mehrfach auf meinem KK Lebensweg mit beeinflusst).
Es wäre jedoch interessant zu sehen, ob sich in diesem Buch auch Aussagen finden, die vielleicht gut auf Yiquan zutreffen und weniger auf unsere Praxis; vielleicht finden sich sogar Wiedersprüche, wenn man danach sucht. Von daher bin ich sehr offen für für spezifische Zitate. ... Wir hatten ja mal einen anderen, interessanten Themenstrang, in welchem wir aufzeigen konnten, dass es relevante Unterschiede bezüglich des Bindens und der "Wohlfühldistanz" (eigentlich dürfte ich das Wort nicht verwenden, weil in unserer Praxis alles situationsabhängig ist und man sich eben nicht fixieren soll - aber wir wissen, was gemeint ist) in unserer beider Praxis gibt.
Sorry A.M. der Exkurs fürt jetzt etwas vom eigentlichen Thema weg; falls sich eine interessante Unterhaltung daraus ergeben sollte, machen wir einen neuen Faden auf :)
Guten Start in den Sonntag zusammen.
Vielleicht war Liang tatsächlich ein sehr wichtiger Einfluss.
Das glaube ich nicht. Er hat dort evtl. von diesen Dingen gehört, was mich auch zum Rest deiner Aussage bringt.
Ich glaube dass diese Dinge, wie ja auch das Fechten mit leeren Händen, eine alte grundlegende Gemeinsamkeit der CMA sind. Ich habe das auch so in meinem Karate gelernt und du findest es in den FMA. Es gibt halt Dinge die haben sich durchgesetzt weil sie sinnvoll und gut sind.
Ich habe schon lange aufgehört in Stilen zu denken, sondern suche nur nach Gemeinsamkeiten (so wie es ja auch Zhang Zhao Dong und WXZ getan haben).
BL hat als Teenager anscheinend diese Dinge mitbekommen, das zum Leben erwecken muss man eh selber, ein Lehrer kann einen da nur anleiten, aber man muss diese Prinzipien eben hören und gezeigt bekommen. Nur Worte erschließen einem nicht die Anwendung…
@kanken : Wenn Du wüsstest, wie egal mir das seit ca. 20 Jahren ist. ;) Es ist allerdings etwas ungünstig, durch ein Zitat eine Verbindung zwischen der eigenen Kampfkunstline und Bruce Lee herstellen zu wollen, und dann alles wieder beiseite zu wischen, sobald man dazu eingeladen oder gebeten wird, das Zitat einmal dem Check einer Recherche bzw. Quellenangabe zu unterwerfen. :)
Insgesamt aber gesunde Ansichten. Ich finde es schön, dass Du dem "Tao of JKD" etwas Gutes abgewinnen kannst. Für mich bleibt das in punkto Lehrbuch oder praktische Anleitungen ein ziemlich schlechtes Buch. Relevant sind irgendwie nur die Zeilen, die BLs Kampfkunstideale ausdrücken, insofern er es da ehrlich gemeint hat.
@QuiRit: Kein Sorry nötig. Wenn Du wüsstest, wie sehr Du der Art von Aktivität, wie BL diese betrieben hat, nachzueifern scheinst, oder dies zumindest irgendwie anstrebst - zumindest anhand Deiner Schreibe, im Konkreten kann ich das natürlich nicht beurteilen. Das gilt offenbar auch für kanken.
Weißt Du, ich schreibe hier lange genug im Forum um zu wissen dass selbst seriöse Quellen immer wieder angezweifelt werden (was nicht heißen soll dass du es tust!). Ich bin mittlerweile einfach zu faul geworden viel Zeit hier zu investieren um den Leuten mein Verständnis von KK und Kämpfen zu erklären.
Früher war das mal anders, führte aber immer wieder auf Grund von schriftlicher Misskommunikation zu Streit und Ärger.
Ich will weiß Gott keine Verbindung zwischen Yiquan (zumal diese “Linie” des Yiquan gar nix mit “meiner Linie” zu tun hat) und BL herstellen.
Mich interessieren schlicht Gemeinsamkeiten und historische Begebenheiten. Geschichte war schon immer mein Steckenpferd.
Solche Äußerungen fallen mir halt ins Auge und bei einigen habe ich dann auch meinen Lehrer und konkrete Übungssituationen vor Augen.
Dazu muss man jedoch wissen das Worte alleine gar nichts bringen. Gewisse Dinge hat mir mein Lehrer z.B. schon vor 13 Jahren gesagt und sogar gezeigt, es tut sich aber im Laufe der Zeit immer wieder eine neue Stufe des Verständnisses dahinter auf. Das macht solche “Lehrsprüche” ja so wertvoll. Sie dienen der Erforschung. Man muss sie in eigene Worte fassen, ihren Inhalte immer wieder neu erschließen.
Ein paar Sätze hören und ein paar Übungen sehen macht einen ja nicht zu einem Schüler irgendeines Lehrers. So etwas wächst über die Jahre der gemeinsamen Übung und der Freundschaft und das hatte BL mit Liang ja ganz sicher nicht.
Ob BL so etwas getan hat? Keine Ahnung. Hat er es von Liang gehört? Keine Ahnung. Kam es evtl aus dem *ing *ung? Keine Ahnung.
Waren die Leute, von denen er in China gelernt hat gut oder haben sie ihm evtl. Gar nicht wirkliche Inhalte gezeigt? Keine Ahnung.
Für mich steht nur fest das BL anscheinend ein sehr guter KK war, der Inhalte der CMA kannte, zumindest soweit ich es von dem Bisschen was ich an JKD trainiert habe, sehen konnte.
KK ist für mich nur etwas persönliches. Man entwickelt sich selbst weiter und dafür braucht man eine gute Gruppe mit einem guten Lehrer, die so funktioniert wie eine Familie. Man bringt sich gegenseitig weiter, tauscht sich aus und lernt voneinander. Jeder bringt sich ein und jeder kann jedem etwas beibringen. Ohne Gürtel, Hierarchien, Rechthaberei, Ego etc.
Ich kann auch dieses elendige Gelaber von “Krass für die Strassse effektiv” nicht mehr hören oder “Nur Wettkampf ist richtiger Kampf” oder was auch immer für “Effektivität” gehalten wird.
Jeder ernsthafte Kampf hat bestimmte Ziele (die i.d.R. Immer etwas mit Dominanz und/oder Kontrolle zu tun haben). Die Ausprägung ist jedoch sehr individuell und steht in einem bestimmten soziokulturellen Kontext.
Milizen haben andere Ziele als frühere Karawanenbegleitdienste. Armeeeinheiten andere als Leibwächter. Yamen-Runner andere als Banditen auf dem Land und die wieder andere als Leute auf den Marktplätzen die mit Show Geld verdienen. Da spielt dann auch wieder die Art der Bewaffnung mit rein und die Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe (Familienclans, Sekten, Geheimgesellschaften, Militär, politische Organisationen etc.).
Heutzutage ist es doch auch im Wettkampf nix anderes. Es gibt zig Regelwerke die jeweils andere Ziele erfordern. Bei “Kämpfen” auf der “Strasse” ist es doch auch heute, wie damals, nicht gleich. Millers Unterscheidung von Monkey Dance und Predatory Violoence systematisiert es da schon ganz gut. Dann wieder die Frage nach der Bewaffnung und dem Ziel der Gewaltausübung. Polizisten haben andere Ziele als Clanmitglieder mit Rachefantasien etc.
Dazu kommt dann immer wieder die Frage nach dem lieben Geld, was wieder andere Ziele reinbringt.
Nein, ich für meinen Teil habe mich von diesem ganzen KK-Getümmel verabschiedet und trainiere für mich und mit unserer kleinen Truppe hier in MS und den Leuten die uns besuchen kommen. Das reicht mir völlig. Ich habe mittlerweile verstanden warum mein Lehrer diesen Weg geht und auch warum sich sein Lehrer auch aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat. Es bringt nix und kostet nur Zeit, die man anders sehr viel besser investieren kann.
Die Konsequenz ist das das eigene Verständnis von KK eben kein großes Publikum erreicht, aber dann ist das eben so.
So, jetzt ist aber genug geschrieben, sonst verfalle ich wieder in alte Muster :biglaugh:
Katamaus
05-01-2025, 20:45
Die anderen lassen ihn liegen, man ist ja erwachsen geworden. Dabei interessiert sich kaum einer wirklich für den echten St. Nikolaus dahinter. ;)
Was brächte es, den zu kennen? Ernstgemeinte Frage!
Was brächte es, den zu kennen? Ernstgemeinte Frage!
Eben hatte ich mich auch gefragt, an wen die Frage eigentlich gerichtet war. Frägst Du jemand dessen Hobby so etwas ist, was es bringt seinen Interessen nachzugehen oder zielst Du auf etwas anderes ab?
Guten Start in die neue Woche
@QuiRit: Ich bin ein bisschen vorsichtig, mit Zitaten zu arbeiten, die werden auch schon mal nach dem "Stille Post"-Prinzip verändert, oder aus dem Kontext gelöst und verwendet, um irgendeine andere Aussage zu untermauern. Daher hab ich das aus dem Posting entfernt.
Im Alter wird mein Gedächtnis auch immer schlechter. Gerade bin ich Deine Posts nochmal durchgegangen, aber die betreffende Stelle springt mir nicht ins Auge, hehe.
Katamaus
06-01-2025, 10:47
Eben hatte ich mich auch gefragt, an wen die Frage eigentlich gerichtet war. Frägst Du jemand dessen Hobby so etwas ist, was es bringt seinen Interessen nachzugehen oder zielst Du auf etwas anderes ab?
Nee, das war tatsächlich die spontane Frage, die sich mir aufgedrängt hat, aber die wurde ja beantwortet:
Weltverändernde Persönlichkeiten und ihre Biographien, früheres Hobby, Interesse, heute Ablenkung und nostalgischer Rückblick auf ein paar schöne Zeiten...
D.h., das Interesse ist eher historisch, was ich gut nachvollziehen kann. Praktisch bringt das Wissen wohl eher nix (und wenn doch, dann hätte mich eben interessiert, was). Der Mann ist tot und wenn es da noch ein Geheimnis zu entdecken gab, hat er es mit ins Grab genommen. Wenn er es denn überhaupt je mitgeteilt hätte. Von daher ist es eben mehr von historischer denn praktischer Relevanz.
Im Karate frage ich mich auch bisweilen, ob manche, z.B. Kase oder Asai, etwa viel mehr wussten, als was uns so landläufig gezeigt wurde und wenn ja, was das ist. Der Punkt ist, niemand weiß es und niemand wird es je sicher wissen (bei den engeren Schülern habe ich da jedenfalls nichts Vergleichbares entdecken können). D.h., sie waren eben entweder Genies, die etwas selber entdeckt (und nicht weitergegeben) haben, so wie von A.M. für BL als eine Möglichkeit dargestellt, oder sie hatten Zugang zu Quellen/Lehrern, die anderen verwehrt sind, wie hier ja auch über BL spekuliert. Wie auch immer, praktisch hilft es eben nicht. Da muss ich selber sehen, wie ich weiterkomme. Wie es kanken schrub.
PS: Ist für mich halt ähnlich relevant, wie die Frage, ob die waffenlose Motorik von der Waffe kommt oder umgekehrt. Die Faust war halt vor dem Faustkeil da. ;) :p
Die Faust war halt vor dem Faustkeil da. ;) :p
Der Stock war aber nochmal viel früher da :p
Im Karate frage ich mich auch bisweilen, ob manche, z.B. Kase oder Asai, etwa viel mehr wussten, als was uns so landläufig gezeigt wurde und wenn ja, was das ist.
So, nachdem die Frage geklärt ist, wer den längeren Stock hat teile ich auch gerne meine Sichtweisen bezüglich Geheimnissen und Kampfkunstlehre in Asien: Geheimhaltung und Täsuchung sind - zumindest auf den Philis - auf einem Level präsent, das man sich in Europa kaum vorstellen kann. Selbst innerhalb einer Familie ist es nicht immer so ganz einfach und Jugendliche werden auch dadurch geschützt. Wenn die Japaner oder die Bewohner Okinawas ähnlich ticken, ist es quasi für mich gar nicht vorstellbar, dass einem Westler vor 50 Jahren einfach so im Vorbeigehen und ohne eine starke Verbindung oder Schuld tiefes Wissen hinterhergeworfen wurde.
PS: Ist für mich halt ähnlich relevant, wie die Frage, ob die waffenlose Motorik von der Waffe kommt oder umgekehrt
An der Stelle muss ich nochmal betonen, dass ich da in keinester Weise etwas bezüglich "überleger Linie", "überlegener Strategie" oder sonst etwas andeuten wollte! Ich selbt mache ja Schwertkampf seit nichtmals 3 Jahren und in den Empty Hands ist sowieso Hopfen und Malz verloren bei mir; ich will also nicht schon wieder mit etwas neuem um die Ecke kommen und damit Werbung machen; solche Betrachtungen sind für mich einfach interessant. Es geht ja auch nicht nur um reine Motorik, sondern um Strategie und Taktik. Die Themen Raum- vs. Manndeckung; Form vs. Sparring touchieren doch sicher auch die tägliche Karate Praxis? (Einfaches Beispiel: Raumdeckung im Boxen gegen tiefen Hacken: die Chance das ein drittes Mal zu machen bekommst Du in der gleichen Runde wahrscheinlich nicht mehr. Manndeckung gegen tiefen Messerangriff: mit etwas Glück kann man das auch überleben). Im Karate macht für mich vieles, was ich in der Form sehe mehr Sinn, wenn ich an Waffenkontext denke, aber wer bin ich, über Karate zu philosophieren; ich hoffe Du siehst mir das nach, oder berichtigst mich. Man sieht vielleicht auch das was man sehen möchte, bzw, das was einen gerade gedanklich beschäftigt; als BJJ so gehypt wurd war ja plötzlich auch überall Grappling drin codiert ;)
Naja, gerne steige ich auch auf das Thema mit Dir in einem neuen Thread ein; muss aber auch nicht sein; wie Du willst.
Katamaus
06-01-2025, 13:14
Der Stock war aber nochmal viel früher da :p
Für den Menschen aber ziemlich nutzlos ohne Hand, ihn zu halten. ;)
Wenn die Japaner oder die Bewohner Okinawas ähnlich ticken, ist es quasi für mich gar nicht vorstellbar, dass einem Westler vor 50 Jahren einfach so im Vorbeigehen und ohne eine starke Verbindung oder Schuld tiefes Wissen hinterhergeworfen wurde.
Davon kann man vermutlich ausgehen.
Es geht ja auch nicht nur um reine Motorik, sondern um Strategie und Taktik. Die Themen Raum- vs. Manndeckung; Form vs. Sparring touchieren doch sicher auch die tägliche Karate Praxis? (Einfaches Beispiel: Raumdeckung im Boxen gegen tiefen Hacken: die Chance das ein drittes Mal zu machen bekommst Du in der gleichen Runde wahrscheinlich nicht mehr. Manndeckung gegen tiefen Messerangriff: mit etwas Glück kann man das auch überleben). Im Karate macht für mich vieles, was ich in der Form sehe mehr Sinn, wenn ich an Waffenkontext denke, aber wer bin ich, über Karate zu philosophieren; ich hoffe Du siehst mir das nach, oder berichtigst mich.
Es gibt ja auch heute noch viele (vor allem, wenn man Richtung Okinawa schaut), die der Ansicht sind, man sei erst ein vollständiger Karateka, wenn man auch die alten Waffen (vulgo Kobudo) beherrsche. Sicherlich lernt man da noch mehr über Abstände, Winkel, Timing etc. Und es ist am Ende auch (fast) dieselbe Motorik mit leichten Anpassungen je nach Kontext. Ich denke, es ist nur natürlich, dass sich Prinzipien von mit und ohne Waffe gegenseitig befruchten und/oder dass aus Effizienzgründen, wenn man beides trainiert, aneinander angeglichen wird. Nur die Frage nach dem, was zuerst da war, ist so ein bisschen Henne/Ei-Diskussion und deren Lösung hätte zudem imho keinerlei praktischen Nutzen. Aber wir schweifen ab. :D
Naja, gerne steige ich auch auf das Thema mit Dir in einem neuen Thread ein; muss aber auch nicht sein; wie Du willst.
Sehr gerne! Befürchte aber, das Thema ist hier eh schon mehrfach tot diskutiert worden.
Nur kurz noch:
Man sieht vielleicht auch das was man sehen möchte, bzw, das was einen gerade gedanklich beschäftigt; als BJJ so gehypt wurd war ja plötzlich auch überall Grappling drin codiert
Das ist wohl so. In der SV sehe ich auch alle möglichen Bezüge und Prinzipien aus den Kata. Zufall? Absicht? Keine Ahnung. Auch das ist wohl nicht final klärbar, aber hey, wenn es mir hilft, Dinge zu verinnerlichen, ist doch alles prima. :D
Für den Menschen aber ziemlich nutzlos ohne Hand, ihn zu halten.
Ich fürchte wir bräuchten einen Biologen, der entscheidet wer von uns den Punkt bekommt, denn schliesslich müssen wir darüber entscheiden ob Affen eine Faust (in unserem Sinne) als Waffe einsetzen können; von der war ja initial die Rede. Da ich keinen Biologen kenne überlasse ich Dir einfach den Punkt und wir haken die Sache ab ;)
Nur die Frage nach dem, was zuerst da war, ist so ein bisschen Henne/Ei-Diskussion und deren Lösung hätte zudem imho keinerlei praktischen Nutzen. Aber wir schweifen ab.
Den haben die Diskussionen hier im KKB eh nicht; der einzige praktische Nutzen den ich hier hatte ist ein Kontakt der zustande kam und zu eienr Trainingspartnerschaft geführt hat. Aber irgend etwas an diesem Board scheint uns beide ja anzuziehen.
Aber wir schweifen ab
Du hast Recht.
Allerdings kann ich zum ursprünglichen Thmea gar nicht mehr viel schreiben. Was den "historischen" Bruce Lee angeht, davon weiss ich so wenig, dass ich da eh besser die Finger still halte. Jedenfalls habe ich Lust bekommen das Buch zu lesen, auch wenn ich keinen praktischen Nutzen aus den Betrachtungen ziehen kann. Mir scheint es auf einem adäquaten Nivea recherschiert und geschrieben. Kaum vorzustellen, wie viel Arbeit dort hineingeflossen sein muss.
@A.M.
auch wieder inhaltlich ein interessanter Punkte in der Leseprobe, welcher vielleicht weniger Beachtung findet, als er verdient: meiner Erfahrung nach ist es häufig blöd mit etwas konfrontiert zu werden, was man nicht kennt; egal wie gut man in seinem eigenen System ist; selbst wenn die Kunst mit der man es zu tun hat an sich nicht sehr stark ist. Dieses Thema greift dann wieder in das Thema "Geheimhaltung", welchers wir ja heute auch schon angeschnitten hatten.
ich habe BL nie persönlich getroffen, aber das geheimnis, dass er mit mir teilte, war:
denk gefälligst selber!
He also practiced several of the Wooden Dummy techniques with weights in his hands. Bruce told me that he hoped to extend his power, and force further from the center of his body and to decrease his reaction time through weight training.
Die "Stärkung der langen Brücken" ist ja eine Idee, die klassicherweise mit dem Holzpuppentraining verknüpft ist, wobei ja die MYJ selbst Tool zum isometrischen Training darstellt (nur um diese Aussage schonmal a priori gegen Kommentare aus der *ing *ung- Ecke zu immunisieren: es ist völlig klar, dass sich das Holzpuppentraining nicht auf diesen Aspekt reduzieren lässt!). Wie funktionell das ist, die Arme zu beschweren; dazu hat ja Eberhard Schneider einmal vernünftig Stellung bezogen; sein Buch "Kraftraining für Kung Fu und Karate" wurde kürzlich in einem anderen Thread diskutiert.
Leider lässt sich ja mit BL nicht mehr über dieses Thema diskutieren, aber die Idee finde ich nicht ganz schlüssig, was mich bei BL überrascht.
Signifikant dabei ist doch eine irgendwie elastische Spannung, die sich peitschenartig entlädt (Bob Bremer beschreibt so etwas bezüglich der Kicks). Und die Body Mechanics bei der Trapping-Kombo (Hüft-/Körperdrehung)...
Das passt ja wieder sehr gut zum ing ung (zumindest was die Trapping Kombo mit Hüft- Körperdrehung angeht, wobei ich da zwei entgegengesetzte Varianten kenne.
Manche scheinen gar nicht zu realisieren, dass solch eine Performance etwas Besonderes ist, vielleicht nicht einmal zu registrieren. Oder ich bin verblendet. :) Lässt sich erkenntnistheoretisch eigentlich nicht wirklich feststellen.
"Für das ungeübte Auge ist ein Schlag einfach ein Schlag" (frei interpretiert).
Ich hatte schon einmal geschrieben, dass ich Änliches, was BL in dieser Szene macht auf gleichem Nivea sonst nicht gesehen habe - auch nicht bei Leuten, die ich für sehr gut halte. Allerdings stellt sich mir auch die Frage ob Du nicht nur eine Qualität meinst, die nicht nur unerreicht, sondern für die Mittelschicht (so wie micht) unverstanden ist?
The man was poetry in motion. People that say he was merely an actor don't understand the time it takes to perfect these movements. The control, speed, coordination, power and obvious explosiveness.
Ganz sicher kann man ihn nicht auf den Schauspieler reduzieren und auch vor Allem seine Explosivität war beeindruckend. Was man aber auch anmerken könnte wenn man über "poetry in motion" spricht, ist dass es auch sehr sehr gute Gedichte mit ein oder zwei schwachen Strophen gibt.
Aber nochmal zurück zu dem wichtigen Punkt; bist Du der Meinung, dass BL bei dieser "Trapping Combo" etwas grundsätzlich "anders" macht, als es gängig ist?
Guten Start in den Tag zusammen
Ich frag mich allerdings, was der Schlüssel zu solchen skills ist - jetzt mal wissenschaftlich gesehen, ansonsten kann man das ja grob beantworten - dass diese auch nach 50 Jahren noch nicht erreicht oder getoppt wurden - zumindest in Deinen Augen und meinen Augen.
Wissenschaftlich ist das erst einmal eine hervorragende intra- und intermuskuläre Koordination. Im „CMA Sprech“ gute „Short Power“. Grundvoraussetzung dafür ist erst einmal Entspannung und gutes koordinatives Training gepaart mit dem Verständnis wie Bewegung entsteht und sich zusammensetzt.
Allgemeine Fitness ist natürlich auch wichtig.
Pansapiens
08-01-2025, 11:25
Ich meine nunmehr nur noch die Qualität. Ich frag mich allerdings, was der Schlüssel zu solchen skills ist - jetzt mal wissenschaftlich gesehen, ansonsten kann man das ja grob beantworten - dass diese auch nach 50 Jahren noch nicht erreicht oder getoppt wurden - zumindest in Deinen Augen und meinen Augen.
da bräuchte man objektive Augen
Bewegungsgeschwindigkeit/Beschleunigung messen und dann mit den entsprechenden Leistungen von Spitzenkönnern vergleichen.
Oder: Für die einen war CMA (vereinfacht gesagt) noch immer ein entscheidendes Fundament, für jene, die andere Bewegungsstrukturen wie Boxen und Fechten bevorzugen, Ersteres eher kontraproduktiv und überwindungsbedürftig.
Wobei Boxen und Fechten die gleichen Bewegungsstrukturen haben wie die CMA Mechanik, ich sehe da keinen Wiederspruch.
jkdberlin
09-01-2025, 08:10
Pat Strong hat auch ein paar Instructionals, u.a. über Geschwindigkeit ("Lord of Speed" :)) veröffentlicht, die ich im Keller habe. Hat mich damals nicht so überzeugt, da er zwar schnell ist aber wenig davon wirklich ins Ziel bringt, obwohl er ziemlich muskulös ist. Es ging ihm in dem Video wirklich um Schnelligkeit, nicht um Schlagkraft.
Kunoichi Girl
09-01-2025, 09:28
Ich meinte eher, was ein BL-Schüler dazu mal eingeworfen hat - ist aber umstritten. ...
Welcher bruce lee schüler war denn das?
Witzig, Frank - Hier treffen wir als zwei "alte Männer" wieder aufeinander, die sich gegenseitig erzählen, was in ihren Kellern so alles verstaubt. :p ;)
Kunoichi Girl
09-01-2025, 09:40
Eigenkorrektur letzter post:
Der schüler ist pat strong.
Hatte ich überlesen, sorry.
jkdberlin
09-01-2025, 10:17
Ohja, mein(e) Keller beinhaltet 7 oder 8 Umzugskartons gefüllt mit alten Videos, die ich hier nicht mehr abspielen kann :)
Sicher hat auch Pat Strong was zu bieten, haben sie meiner Meinung nach alle, deswegen war ich auch auf 2 Nucleus Seminaren und habe mir Leute angesehen, mit denen geredet und trainiert. Völlig okay, war keine Kritik. Das Video hat mich nur nicht überzeugt. Nicht in dieser Art der Ausführung. Aber das tun die wenigsten Instructionals, egal aus welchem Bereich (auch im BJJ nicht), von daher bevorzuge ich Videos von Seminaren oder Wettkämpfen, oder besser: gehe selber hin und suche den Austausch im realem Leben.
Den Rest mit den Genen, Talent und zu guter Letzt "Kung Fu" (harter Arbeit oder halt Training) schließe ich mich an. Eigenschaften wie Geschwindigkeit verändern sich auch mit zunehmenden Lebensalter, auch bei Leuten mit guten, athletischen Genen.
Eigenkorrektur letzter post:
Der schüler ist pat strong.
Hatte ich überlesen, sorry.
Kunoichi Girl:
Der Titel "Bruce Lee-Schüler" oder "Original Bruce Lees Schüler" ist in den Jahrzehnten nach seinem Tod (der zeitlich einherging mit einer internationalen Popularitätswelle*), in denen sein Kultstatus globale Ausmaße annahm, zu einem sehr dehnbaren geworden. :) ;)
*Ca. 6 Wochen nach seinem Tod hatte sein erster internationaler Film, "Enter the Dragon" (1973) von Warner Brothers, seine Uraufführung im TCL Chinese Theatre, dem Kino am Hollywood Boulevard in Hollywood, Los Angeles.
jkdberlin
09-01-2025, 12:18
Kunoichi Girl:
Der Titel "Bruce Lee-Schüler" oder "Original Bruce Lees Schüler" ist in den Jahrzehnten nach seinem Tod (der zeitlich einherging mit einer internationalen Popularitätswelle*), in denen sein Kultstatus globale Ausmaße annahm, zu einem sehr dehnbaren geworden. :) ;)
siehe Elke Sommer :)
jkdberlin
09-01-2025, 12:20
Ich finde Kritik echt okay, es kommt ja auch auf das "Wie" an - zumal ich kein Schüler oder PR-Agent von Pat Strong bin. Er war ziemlich großzügig, was das Teilen seines Wissens angeht.
Ein paar Seminar-Videoclips (https://www.youtube.com/watch?v=fvfErxERUlg) haben mich auch nicht so überzeugt -
Hab nur den Anfang gesehen, bei dem er sich für den schnellen Punch beklatschen lässt - gefällt mir nicht, so kam er auch in den Instructionals rüber ...
siehe Elke Sommer :)
Oder Alfred aus "Tanz der Vampire" (Polanski) :)
Hier ist es ja noch offensichtlich.
Bei den Kampfsportlern nicht immer, was sie tatsächlich von Bruce Lee gelernt haben, wie lange, wie oft, usw.
jkdberlin
10-01-2025, 06:56
Oder Alfred aus "Tanz der Vampire" (Polanski) :)
Hier ist es ja noch offensichtlich.
Bei den Kampfsportlern nicht immer, was sie tatsächlich von Bruce Lee gelernt haben, wie lange, wie oft, usw.
Ja, da stimme ich zu. Sogar sehr. Das ist halt aber auch ein großes Problem. Da gibt es den einen oder anderen, der relativ wenig trainiert hat (2 mal pro Monat über max. 1,5 Jahre), sich dann aber Sifu nennen lassen will, auch von Leuten, die gar nicht unter ihm trainieren ... wenn ich 1 - 2 mal pro Monat über 1,5 Jahre ins BJJ Training gehe bin ich wahrscheinlich immer noch Weißgurt ....
Korrigieren muss ich mich auch bei der Langhantel und Joe Lewis. Die maximale Angabe von BLs Körpergewicht, an die ich mich erinnern kann, waren 70 - 72 kg. Da Joe von 70 pound (35 kg) redet, hat BL mit komplett ausgestreckten Armen eine Langhantel gehalten, die die Hälfte seines Körpergewichtes betrug (nicht nur "fast").
Zum Zeitpunkt seines Todes dürfte er weitaus weniger gewogen haben. John Little, der sich auch sehr viel mit Krafttraining und Bodybilding beschäftigt hat, führt dies zum größten Teil auf die Luftfeuchtigkeit in Hong Kong zurück, im Vergleich zur vorherigen Lebensumgebung Los Angeles.
Bruce Lee hat sich eindeutig dehydriert (was man sowohl im Bodybuilding wie auch im Kampfsport als "cutting" bezeichnet), ob bewusst oder unbewusst. Das ist eigentlich dazu gedacht, nur wenige Stunden gehalten zu werden, und auch da schon riskant. Wenn man das für die Dauer der kompletten Dreharbeiten macht, wirds ernsthaft brenzlig. Dazu kommt noch, dass BL sich nachweislich diverse Dinge eingeworfen hat - in der Autopsie wurde ja irgendein "Super-Aspirin" erwähnt, und nach einem anderen Biographen (ein anderer Ehemann von Linda) war er zudem auf Stoff. Die Kombination ist schwerlich gesund, um nicht zu sagen, da ist Organversagen vorprogrammiert.
jkdberlin
10-01-2025, 08:25
... dazu kamen nach Aussage einiger seiner Originalschüler auch noch Drogen ...
... dazu kamen nach Aussage einiger seiner Originalschüler auch noch Drogen ...
Ich kann mich nur erinnern, von Marihuana gelesen zu haben, das laut Linda Lee in der Autopsie als unbedenklich eingestuft wurde. Aber wie immer ist die Kombination von mehreren Substanzen und Umständen eben mehr als die Summe ihrer Teile, und wenn z.B. der Drogenkonsum dazu führt, dass man bestimmte Warnsignale des Körper nicht wahrnimmt oder missachtet, dann geht das schon mal recht schnell schief.
jkdberlin
10-01-2025, 09:36
Also laut mündlicher Aussagen von mind. 2 seiner Originalschüler im Gespräch mit mir hat BL halt immer ausprobiert, alles was ihm beim Training helfen würde. Dazu gehört natürlich auch, neben Leistungssteigerung, Schmerzen und ähnliche Warnsignale zu unterdrücken, "weil es gerade nicht passt". Neben Marihuana kam da auch noch anderes dazu, etwas was wir heutzutage nicht mehr als weiche Drogen benennen würden.
Also laut mündlicher Aussagen von mind. 2 seiner Originalschüler im Gespräch mit mir hat BL halt immer ausprobiert, alles was ihm beim Training helfen würde. Dazu gehört natürlich auch, neben Leistungssteigerung, Schmerzen und ähnliche Warnsignale zu unterdrücken, "weil es gerade nicht passt". Neben Marihuana kam da auch noch anderes dazu, etwas was wir heutzutage nicht mehr als weiche Drogen benennen würden.
Ah - bei der Zeit und dem Umfeld gibts da einen recht wahrscheinlichen Kandidaten... Na ja, wie dem auch sei: so verwunderlich wie alle gern betonen ist das frühe Ableben von BL aus meiner Sicht nicht. Frühe Todesfälle sind bei Leuten mit ähnlichem Konsumverhalten ja nach wie vor nicht sooo ungewöhnlich. Sieht man auch bei aktiven Wettkämpfern bei der Abwaage nicht allzu selten, dass die am Zahnfleisch gehen - selbst wenn sie nachweislich grad nichts intus haben, was auf dem Index steht.
Bruce Lee hat sich eindeutig dehydriert (was man sowohl im Bodybuilding wie auch im Kampfsport als "cutting" bezeichnet), ob bewusst oder unbewusst. Das ist eigentlich dazu gedacht, nur wenige Stunden gehalten zu werden, und auch da schon riskant. Wenn man das für die Dauer der kompletten Dreharbeiten macht, wirds ernsthaft brenzlig. Dazu kommt noch, dass BL sich nachweislich diverse Dinge eingeworfen hat - in der Autopsie wurde ja irgendein "Super-Aspirin" erwähnt, und nach einem anderen Biographen (ein anderer Ehemann von Linda) war er zudem auf Stoff. Die Kombination ist schwerlich gesund, um nicht zu sagen, da ist Organversagen vorprogrammiert.
Die Todesursache war mit großer Wahrscheinlichkeit die Hyponatriämie, das passt gut zu dem dokumentierten Hirnödem.
Ich hatte hier den Originalartikel dazu verlinkt:
Der Originalartikel (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9664576/pdf/sfac071.pdf) dazu ist sehr gut geschrieben.
Ich hätte ja auf eine Nebenwirkung des Phenytoins getippt, hatte aber nicht all die Fakten, die die Autoren des Artikels zusammengetragen haben.
Wenn man davon ausgeht dass er Diuretikamissbrauch betrieben hat und einen NSAR Abusus hatte, dann kann man von einer bestehenden Nierenschädigung ausgehen, denn das sind Nebenwirkungen dieser beiden Substanzen. Dazu passt dass er bei seinem Kollaps ein paar Wochen vor seinem Tod einen erhöhten Harnstoff hatte. Außerdem hat er noch Steroide genommen, die auch in den Elektrolythaushalt eingreifen können, gerade in Kombi mit Diuretiuka.
Phenytoin (was er wegen eines fraglichen epileptischen Anfalls in den Wochen vor seinem Tod genommen hat) kann zu einem sog. SIADH führen was zu einem Natriumverlust führt. Das, und der Cannabismissbrauch, führt zu erhöhten Trinkverhalten (Polydipsie), ebenso der Alkoholmissbrauch, den er ja auch anscheinend betrieben hat.
Dazu kommt der massive Gewichtsverlust durch die Diät (und wahrscheinlich die Diuretika).
Wenn man dann noch die berichteten Symptome dazu nimmt, dann ist eine hypervoläme Hyponatriämie in der Tat wahrscheinlich die wahrscheinlichste Todesursache, die auch perfekt zum dem Autopsieergebnis passt.
Und noch immer reden wir nach über 50 Jahren über ihn...
Hier mal eine Zusammenfassung des Artikels auf Deutsch von ChatGPT:
Einleitung und Kontext:
Bruce Lee, geboren am 27. November 1940 in San Francisco, war ein einflussreicher Kampfkünstler, Schauspieler und Philosoph, der die westliche Welt für Kampfkünste begeisterte. Bekannt für Zitate wie „Be water, my friend“, entwickelte Lee seinen eigenen Kampfstil, Jeet Kune Do, der Elemente von Kung Fu, Boxen und Fechten kombinierte. Sein plötzlicher Tod am 20. Juli 1973 im Alter von nur 32 Jahren bleibt bis heute ein Rätsel und hat zahlreiche Spekulationen ausgelöst.
Die offizielle Todesursache wurde als Hirnödem (Schwellung des Gehirns) infolge einer Überempfindlichkeit gegenüber Equagesic, einem Schmerzmittel, angegeben. Jedoch werfen viele Details Zweifel an dieser Erklärung auf. Der Artikel entwickelt die Hypothese, dass Lees Tod durch Hyponatriämie, einen gefährlichen Natriummangel im Blut, verursacht wurde. Diese Hypothese basiert auf einer Kombination aus übermäßigem Wasserverbrauch, Nierenfunktionsstörungen und anderen Risikofaktoren.
Die Todesumstände von Bruce Lee
Am Tag seines Todes war Bruce Lee in Hongkong und verbrachte Zeit mit Raymond Chow, dem Produzenten seiner Filme, und der Schauspielerin Betty Ting Pei. Berichten zufolge konsumierte Lee Cannabis und trank viel Wasser. Später klagte er über Kopfschmerzen und nahm eine Equagesic-Tablette ein, bevor er sich ausruhte. Zwei Stunden später wurde er bewusstlos aufgefunden und starb trotz Wiederbelebungsversuchen.
Bei der Autopsie wurden keine äußeren Verletzungen festgestellt, jedoch zeigte sich eine erhebliche Schwellung des Gehirns (Hirngewicht 1575 g gegenüber dem Durchschnitt von 1400 g). Die offizielle Erklärung führte die Schwellung auf eine Überempfindlichkeit gegenüber dem Schmerzmittel zurück, das Lee zuvor genommen hatte. Diese Hypothese wurde jedoch wiederholt in Frage gestellt, da Lee das Medikament zuvor ohne Nebenwirkungen konsumiert hatte.
Vorhergehende Episoden und Gesundheitszustand
Zwei Monate vor seinem Tod, im Mai 1973, erlitt Lee während einer Synchronisationsarbeit in Hongkong eine Episode mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Desorientierung, Bewusstlosigkeit und Erbrechen. Bei einer Untersuchung wurde ein Hirnödem diagnostiziert und mit Mannitol behandelt, einem Medikament, das überschüssige Flüssigkeit aus dem Gehirn entfernt. Diese Episode deutet darauf hin, dass Lee bereits gesundheitliche Probleme hatte, die später zu seinem Tod beitragen könnten.
Darüber hinaus berichten Zeitgenossen, dass Lee in den Monaten vor seinem Tod Gewicht verloren hatte, ungewöhnlich müde wirkte und unter einem schlechten Appetit litt. Seine Ernährung bestand hauptsächlich aus Flüssigkeiten wie Karotten- und Apfelsaft, was zu einem chronischen Mangel an Nährstoffen und Elektrolyten geführt haben könnte.
Mögliche Todesursachen: Hypothesen im Vergleich
Der Artikel diskutiert verschiedene Theorien über Lees Tod:
1. Überempfindlichkeit gegenüber Equagesic:
• Diese offizielle Erklärung wird kritisch betrachtet, da Lee das Medikament zuvor ohne Probleme eingenommen hatte. Außerdem traten die Symptome bereits vor der Einnahme der Tablette auf, was darauf hinweist, dass sie nicht die primäre Ursache war.
2. Epilepsie:
• Epilepsie wurde nach der Episode im Mai 1973 in Betracht gezogen, jedoch nicht diagnostiziert. Lee nahm das Antiepileptikum Phenytoin ein, das möglicherweise Nebenwirkungen wie Natriummangel verstärkt haben könnte. Da jedoch typische Anzeichen wie Zungenbissverletzungen fehlten, erscheint diese Theorie unwahrscheinlich.
3. Hitzschlag:
• Eine 2018 vorgeschlagene Theorie argumentiert, dass Lee aufgrund der Entfernung seiner Achselschweißdrüsen an Hitzschlag starb. Allerdings war die Temperatur am Todestag in Hongkong nicht ungewöhnlich hoch, und Zeugen berichteten nicht über Symptome wie heiße oder trockene Haut. Diese Theorie wird daher ebenfalls verworfen.
4. Hyponatriämie:
• Hyponatriämie wird als die plausibelste Erklärung vorgeschlagen. Sie tritt auf, wenn der Natriumgehalt im Blut durch übermäßige Wasseraufnahme oder eine verminderte Fähigkeit der Nieren zur Wasserabfuhr gefährlich niedrig wird. Dies kann zu Hirnödemen und plötzlichem Tod führen.
Hyponatriämie und ihre Mechanismen
Der menschliche Körper reguliert den Wasserhaushalt über das Hormon ADH (antidiuretisches Hormon) und die Nieren. Bei übermäßigem Wasserverbrauch oder beeinträchtigter Nierenfunktion kann dieser Mechanismus jedoch versagen. Akute Hyponatriämie kann in wenigen Stunden tödlich sein, da das Gehirn aufgrund der osmotischen Verschiebung anschwillt.
In Lees Fall könnten mehrere Faktoren zur Hyponatriämie beigetragen haben:
• Chronisch hoher Flüssigkeitskonsum: Berichte über Lees Trinkgewohnheiten deuten darauf hin, dass er regelmäßig große Mengen Wasser konsumierte.
• Cannabis: Cannabis steigert das Durstgefühl und könnte dazu geführt haben, dass Lee noch mehr Wasser trank, obwohl sein Körper möglicherweise bereits einen Natriummangel hatte.
• Nierenschäden: Nach der Episode im Mai 1973 zeigte Lee Anzeichen einer akuten Nierenschädigung, die seine Fähigkeit zur Wasserregulation beeinträchtigt haben könnte.
• Medikamenteneinnahme: Diuretika, Antiepileptika, Schmerzmittel und möglicherweise Steroide, die Lee einnahm, sind alle mit einem erhöhten Risiko für Hyponatriämie verbunden.
• Ernährung: Lees flüssigkeitsbasierte Ernährung und sein niedriger Salz- und Nährstoffgehalt könnten zu einer verminderten Fähigkeit geführt haben, überschüssiges Wasser zu bewältigen.
Vergleich mit anderen Fällen
Der Artikel zieht Parallelen zu anderen Fällen von Hyponatriämie, z. B. einer Frau, die an einer Radio-Challenge teilnahm, bei der große Mengen Wasser konsumiert werden mussten. Innerhalb weniger Stunden starb sie an einem Hirnödem. Die Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel und Erbrechen ähneln denen, die bei Lee beobachtet wurden.
Fazit und Bedeutung der Hyponatriämie-Hypothese
Die Autoren argumentieren, dass die Kombination aus chronischem Wasserverbrauch, beeinträchtigter Nierenfunktion, medikamentösen Einflüssen und einer unausgewogenen Ernährung zur Hyponatriämie und zum Hirnödem führte, das letztlich Lee tötete. Diese Hypothese erklärt nicht nur die Symptome, sondern auch den plötzlichen Tod.
Schlussfolgerung:
• Hyponatriämie ist eine häufige, aber oft übersehene Gefahr, die selbst bei jungen, gesunden Menschen tödlich sein kann.
• Bruce Lees berühmtes Zitat „Be water, my friend“ nimmt in diesem Zusammenhang eine tragische Wendung, da übermäßiger Wasserverbrauch zu seinem Tod beigetragen haben könnte.
Wichtige Lektion:
Das Bewusstsein für die Risiken eines unausgeglichenen Wasserhaushalts sollte gestärkt werden, insbesondere für Personen mit Risikofaktoren wie Bruce Lee.
Ja, da stimme ich zu. Sogar sehr. Das ist halt aber auch ein großes Problem. Da gibt es den einen oder anderen, der relativ wenig trainiert hat (2 mal pro Monat über max. 1,5 Jahre), sich dann aber Sifu nennen lassen will, auch von Leuten, die gar nicht unter ihm trainieren ... wenn ich 1 - 2 mal pro Monat über 1,5 Jahre ins BJJ Training gehe bin ich wahrscheinlich immer noch Weißgurt ....
Frank, das Tragische ist doch, dass Leute solch einem Hype auf den Leim gehen, einen Haufen Geld blechen, und mit einem erfahrenen Trainer einer lokalen Boxbude wunderschönen und praktischen Kampfsport für ein Taschengeld hätten lernen können.
But the time is up, die meisten Bruce Lee-Schüler sind von uns gegangen.
jkdberlin
10-01-2025, 12:32
Frank, das Tragische ist doch, dass Leute solch einem Hype auf den Leim gehen, einen Haufen Geld blechen, und mit einem erfahrenen Trainer einer lokalen Boxbude wunderschönen und praktischen Kampfsport für ein Taschengeld hätten lernen können.
But the time is up, die meisten Bruce Lee-Schüler sind von uns gegangen.
Ja, leider. Die hatten sicher noch jede Menge Erfahrungen, die nun verloren sind.
Katamaus
10-01-2025, 14:56
In dieser Bewegung (https://youtu.be/51FJo0gFSBw?t=12) wirken sein Oberkörper (der sich dabei einheitlich mitdreht) und sein rechter Arm wie eine losgelassene Sprungfeder, und während ich als Kiddie noch dachte: "Oi ist ja nur ein Ellbogen-Check", sind das in der Tat eine Art Backhand mit noch geöffneter Hand, und eine Backfist, die zweite in einem größeren Bewegungsradius ausgeführt.
Wer hat da bei wem geklaut? ;) :p
https://youtube.com/shorts/jNl2_thIDjA?si=27YMDN5grAo4aEaW
Diese gegenläufige Hüftbewegung ist tatsächlich sehr schön und funktioniert sehr gut.
Die Windmühlenflügel-Schläge sind dagegen eher was für Fans von Bud Spencer. :D
Wer sagt, dass ich kein Bud Spencer-Fan bin? Der größte Haudrauf seiner Ära, und der Kindheitsheld vieler von uns. :D ;)
Katamaus
11-01-2025, 07:32
Wer sagt, dass ich kein Bud Spencer-Fan bin? Der größte Haudrauf seiner Ära, und der Kindheitsheld vieler von uns. :D ;)
Niemand sagt das. Ich fand den auch toll. Ist halt mehr so Frittenbude anstatt Sternerestaurant.
Denke auch, dass das halt auch der Show-Part von BL war. Er war nämlich definitiv ein super Showman. DAS lässt sich gesichert sagen. :D (und macht vermutlich die Analyse des "wahren" KKlers umso schwieriger. Aber hey, dann wird es nicht langweilig)
jkdberlin
11-01-2025, 08:44
Wer sagt, dass ich kein Bud Spencer-Fan bin? Der größte Haudrauf seiner Ära, und der Kindheitsheld vieler von uns. :D ;)
Und als alter Schwimmer muss ich hinzufügen: Bud Spencer war der erste Italiener, der die 100m Freistil in unter 1 Min schwamm und er gewann 10 Jahre lang in verschiedenen Disziplinen italienische Schwimmmeisterschaften.
Und als alter Schwimmer muss ich hinzufügen: Bud Spencer war der erste Italiener, der die 100m Freistil in unter 1 Min schwamm und er gewann 10 Jahre lang in verschiedenen Disziplinen italienische Schwimmmeisterschaften.
Interessant. Derlei schwimmerische Hochleistungen waren mir bisher nur von "Tarzan" Johnny Weissmüller bekannt. Und im Gegensatz zu Bruce Lee hat Bud Spencer immerhin ein stattliches Lebensalter erreicht.
48464
Pansapiens
11-01-2025, 14:53
Interessant. Derlei schwimmerische Hochleistungen waren mir bisher nur von "Tarzan" Johnny Weissmüller bekannt.
59,50s am 100m Freistil
Heute steht der italienische Rekord bei 47,45s, bei den Frauen 53.18s...
Die Leistungen im Schwimmen scheinen sich seit 1950 ziemlich weiterentwickelt zu haben, aber BL ist nach 50 Jahren immer noch unerreicht..?
Die Leistungen im Schwimmen scheinen sich seit 1950 ziemlich weiterentwickelt zu haben, aber BL ist nach 50 Jahren immer noch unerreicht..?
Das die körperlichen Fähigkeiten nicht unerreicht sind , wurde glaube schon zugestimmt. Es geht bei ihm vielmehr um das Gesamtpaket .Wie Lernfähigkeit , Lernwillen , Trainingaufwand, Experimentierfreude .... Die Ergebnisse daraus die ganze Generationen inspiriert haben und das alles mit den damals im Vergleich zu heute , geringeren Mitteln . Vor allem was Informationen angeht.
59,50s am 100m Freistil
Heute steht der italienische Rekord bei 47,45s, bei den Frauen 53.18s...
Die Leistungen im Schwimmen scheinen sich seit 1950 ziemlich weiterentwickelt zu haben, aber BL ist nach 50 Jahren immer noch unerreicht..?
Ja, nein, vielleicht, wahrscheinlich (nicht), wer weiß....
Das die körperlichen Fähigkeiten nicht unerreicht sind , wurde glaube schon zugestimmt. Es geht bei ihm vielmehr um das Gesamtpaket .Wie Lernfähigkeit , Lernwillen , Trainingaufwand, Experimentierfreude .... Die Ergebnisse daraus die ganze Generationen inspiriert haben und das alles mit den damals im Vergleich zu heute , geringeren Mitteln . Vor allem was Informationen angeht.
"Gesamtpaket" trifft das Phänomen Bruce Lee schon gut.
Kann man sich ja auch mal in Farbe geben, das Ganze....
https://www.youtube.com/watch?v=9qVdFKjzPWo
Esse quam videri
17-01-2025, 21:40
Guten Abend,
schreibe einen haiku über bruce lee's kampf gegen chuck norris:
Schlag wie Donnerhall
Tiger trifft den Drachenstern,
Stille siegt im Wind.
im stil von leung ting:
Schlag fließt wie Wasser
Kraft lenkt sich im Kreis zum Ziel,
Leere hält den Sieg.
gruss
Esse quam videri
17-01-2025, 21:43
Der Tod kam leise,
doch Chuck lachte und sprach: "Nein!"
Nun ruht selbst der Tod.
:fight:
gruss
Kunoichi Girl
17-01-2025, 22:49
Der Tod kam leise,
doch Chuck lachte und sprach: "Nein!"
Nun ruht selbst der Tod.
:fight:
gruss
Das muss kunst sein.
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