Vollständige Version anzeigen : Skrupellos ohne Grenzen?
Kusagras
30-12-2025, 13:20
In Berlin ist am 2. Weihnachtsfeiertag ein Mann das Handy gestohlen worden, der zu diesem Zeitpunkt
am Versterben war oder schon tot war. Inwieweit das dem Täter bewusst war, wird noch ermittelt werden
müssen. Bin gespannt was da rauskommt, aber die erste Variante - Person hilfebedürftig und noch am Leben
- würde mich nicht wundern.
https://berlin.t-online.de/region/berlin/id_101062550/berlin-toter-mann-im-u-bahnhof-bestohlen.html
jkdberlin
31-12-2025, 08:04
Das passiert hier öfter, nur ist das Opfer dann halt nicht tot, sondern schläft (meistens im Rausch). Wir sind hier eine Großstadt, mit offiziell 4 Mio Einwohnern (und bestimmt ein paar Tausend mehr, die nicht in der Statistik sind). 20% davon (immerhin 800,000!) gelten als "arm", 25 Prozent der Kinder und Jugendlichen (unter 18) leben in Armut.
2024 war bisher das Jahr mit den meisten Drogentoten. Ebenfalls ca 20% der Bevölkerung hat pro Jahr einmal eine illegale Droge konsumiert (Durchschnitt in Deutschland ist 10%), das ist ohne Alkohol und Tabak.
Für mich das erschreckenste ist eigentlich die Zunahme der Aggressivität in der "durchschnittlichen" Bevölkerung. Keine Ahnung wie man das erklären kann. Es ist merklich überall. Beim Einkaufen, im öffentlichen Nahverkehr, im Straßenverkehr, gefühlt überall.
Für mich das erschreckenste ist eigentlich die Zunahme der Aggressivität in der "durchschnittlichen" Bevölkerung. Keine Ahnung wie man das erklären kann. Es ist merklich überall. Beim Einkaufen, im öffentlichen Nahverkehr, im Straßenverkehr, gefühlt überall.
Diese Tendenz stelle ich ebenfalls fest - im Straßenverkehr und auch im Rewe (so profan dies klingen mag) - eine unterschwellige Aggressivität, aber du merkst, dass der Mitmensch unter Spannung ist und/oder (Situation: Kreisel - da wird dann direkt gehupt) kaum noch Geduld mehr hat...
FireFlea
31-12-2025, 09:15
Für mich das erschreckenste ist eigentlich die Zunahme der Aggressivität in der "durchschnittlichen" Bevölkerung. Keine Ahnung wie man das erklären kann. Es ist merklich überall. Beim Einkaufen, im öffentlichen Nahverkehr, im Straßenverkehr, gefühlt überall.
Man merkt das ja auch an der (politischen) Debattenkultur. Die ist für mich schon ziemlich kaputt, spätestens seit Corona. Rede hier nicht vom KKB, sondern generell.
...
Für mich das erschreckenste ist eigentlich die Zunahme der Aggressivität in der "durchschnittlichen" Bevölkerung. Keine Ahnung wie man das erklären kann. Es ist merklich überall. Beim Einkaufen, im öffentlichen Nahverkehr, im Straßenverkehr, gefühlt überall.
Tatsächlich ist das auch hier in ländlicher Gehgend genauso zu beobachten.
Einer irgendwie hilflosen Person in die Tasche zu greifen, ist für mich nicht der Gipfel der Skrupellosigkeit. Kommt auch durchaus ab und zu vor, meistens bei Betrunkenen. Ja, es ist ar***mäßig, klar, aber es passieren mMn ganz andere Dinge, über die man sich aufregen kann.
Eine allgemeine Zunahme von Gewalt oder Aggressivität in der "Normalbevölkerung" kann ich nicht feststellen. Vielleicht bin ich dafür aber auch zu selten in Berlin. Auf jeden Fall hat sich das Stadtbild in den letzten zwanzig Jahren ziemlich verändert. Es ist deutlich lauter und voller geworden, fast überall. Gleichzeitig gibt es sehr viele Baustellen, Dreck, Staus. Man ist wesentlich mehr Reizen ausgesetzt als noch vor Jahren, was vllt. das allgemeine Stresslevel hochsetzt?
Für mich das erschreckenste ist eigentlich die Zunahme der Aggressivität in der "durchschnittlichen" Bevölkerung. Keine Ahnung wie man das erklären kann. Es ist merklich überall. Beim Einkaufen, im öffentlichen Nahverkehr, im Straßenverkehr, gefühlt überall.
big cities sind total ungesund, wenn man nicht den privilegierten gesellschaftsschichten angehört.
Tatsächlich ist das auch hier in ländlicher Gehgend genauso zu beobachten.
die ländliche gesellschaftstruktur wird ja auch massiv von den städtischen eliten bekämpft und die entwicklungen in den städten wird massiv in die ländlichen gegenden getragen.
Allgemein bin ich sowieso dafür, mehr darauf zu schauen, wie man den Frust in der Bevölkerung, ausgelöst durch verschiedene negative Veränderungen, mildern kann, statt sich nur darum zu bemühen, eben diesen Frust als ungerechtfertigt, rückständig oder gar bösartig hinzustellen.
Es kann einem gefallen oder nicht, aber wir sind eben nicht alle völlig aufgeklärte Menschen (bzw. abgeklärte), mental und seelisch völlig ausgeglichen, oder völlig gelassen, egal was da kommen mag. Es gibt auch mehr als genug Leute, die eben nicht genug Geld haben, um sich "freizukaufen".
Oder Menschen - um es (Achtung!, nicht das wieder jemand anfängt zu greinen) sarkastisch auszudrücken -, die den Verlust von eigener Lebensqualität ungerührt hinnehmen, weil ja insgesamt doch alles besser wird (oder zumindest nicht schlechter oder weil andere erzählen, dass es ja gar nicht so schlimm sei) oder die das Große Ganze im Blick haben, oder Leute, die zur Beurteilung ihres eigenen Wohlergehens irgendeine Statistik heranziehen.
Im Gegenteil. Es gibt neben den auf- und abgeklärten auch viele Idioten, Dummköpfe, Charakterschweine, leicht irre Menschen aber vor allem gibt es jede Menge ganz normale Leute, die eben Sorgen, Ängste und ihre ganz eigenen Probleme haben. Da kann man nicht beliebig Druck auf den Kessel geben und erwarten, dass wir uns allesamt "optimal" verhalten.
Kusagras
31-12-2025, 12:29
Das passiert hier öfter, nur ist das Opfer dann halt nicht tot, sondern schläft (meistens im Rausch). Wir sind hier eine Großstadt, mit offiziell 4 Mio Einwohnern (und bestimmt ein paar Tausend mehr, die nicht in der Statistik sind). 20% davon (immerhin 800,000!) gelten als "arm", 25 Prozent der Kinder und Jugendlichen (unter 18) leben in Armut.
2024 war bisher das Jahr mit den meisten Drogentoten. Ebenfalls ca 20% der Bevölkerung hat pro Jahr einmal eine illegale Droge konsumiert (Durchschnitt in Deutschland ist 10%), das ist ohne Alkohol und Tabak.
Für mich das erschreckenste ist eigentlich die Zunahme der Aggressivität in der "durchschnittlichen" Bevölkerung. Keine Ahnung wie man das erklären kann. Es ist merklich überall. Beim Einkaufen, im öffentlichen Nahverkehr, im Straßenverkehr, gefühlt überall.
Was die Aggression und auch Gewalt im öffentlichen Raum angeht, meine ich früher ( Ende 80 er bis Anfang 2000er) Schlimmeres erlebt zu haben, vieleicht auch weil ich da mehr unterwegs war. Ich lebe auch in einer Stadt mit mehreren hundertausend Einwohnern, gehe nicht mehr so viel weg und meide z.B die Innenstadt. Weniger weil ich da jetzt persönlich große Befürchtung habe dort (obwohl de facto offiziell Kriminalitätshotspot) sondern weil schon tags über eher unreizvolle Atmosphäre, voll, Leute heizen mit E-Rollern oder Rädern knapp vorbei etc.. Abends und nachts muss das ganz mies sein, was die Nachrichten und Polizeistatistiken auch belegen. Ich weiss , dass es nicht immer so war, und ich gehe soweit zu sagen, dass man recht gut datieren kann wann es anfing, nämlich Ende der 80er Jahre, als die ersten Vertreter der Dealerszene aufkamen und das von bestimmtere politischer Seite geduldet und mit großer Nachsicht, ja sogar Verständnis bewertet wurde, kein Witz (Sinngemäss: "Die müssen ja auch von irgendwas leben") wurde. Ab da ging es von ein paar Wellenbewegungen - kontinuierlich bergab. Natürlich kommen dann im Laufe der Zeit mehrere Aspekte zusammen und am schlimmsten waren wohl die 90er: regelmäßig wurden Leute abgezogen, Überfälle, Gangaufteren, Schlägereien, Türsteher"kriege". Ich kennen keinen aus der Zeit, der nicht mindestens! einmal dumm angemacht, bedroht, beleidigt oder gar geschlagen wurde.
Es klingt vieleicht skuril, aber die Möglichkeiten des Handys könnte heute fast dazu teiwleise dazu beitragen, dass Leute durch digitales Dauerentertaniment zu abgelenkt sind, um mehr Stress zu machen. Abgesehen von denen, die sich darin gefallen ihre Taten zu filmen. Alle sind sehr mit sich selbst beschäftigt oder ihrem digitalen Spielzeug, die mündliche Kommunuikation nimmt ab, keiner kriegt noch groß was vom anderen mit, interessierft auch keinen.
Andereseits sind die Zündschnüre kürz: wenn es dann zu Stress kommt scheinen die Leute bereit gleich "all in" zu gehen, die häufige Nutzung des Messers ist Ausdruck dessen sage ich. Und bestimmte Beistehende nutzen die Zeit lieber alles zu filmen, statt die Polizie zu rufen oder ggf soweit möglich einzugreifen. Und insgesamt nimmt das Bildungsniveau brutal ab. Wenn man da manche Gespräche von schon Erwachsenen mitbekommt, da kann einem ganz anders werden und die Zukunft sieht düster aus und es wundert einen nichts mehr.
FireFlea
31-12-2025, 12:32
Sehe gerade das war in Neukölln - also keine Verschlimmerung, Neukölln war vor 30 Jahren schon asozial und gefährlich... :D
Alfons Heck
31-12-2025, 12:54
Sehe bei mir in FFM auch keine Zunahme der Schlägereien gegenüber den 80/90ern. Die waren ein echter Hochpunkt der regelmäßigen Gruppenauseinandersetzungen (Nazis, Skinns, Punks usw). Auch asoziales Verhalten hat mE nicht zugenommen.
Gruß
Alfons.
Kusagras
31-12-2025, 13:06
Bin gespannt wie es heute nacht zugeht. An Sylvester haben sich ja einige gern extrem ausagiert, bis zu Kriegsszenarien. Entsprechend hat die Polizei die letzten Jahre aufgerüstet und haben die Behörden Einschränkungen aussprechen müssen.
Kusagras
31-12-2025, 13:08
Bin gespannt wie es heute nacht zugeht. An Sylvester haben sich ja einige gern extrem ausagiert, bis zu Kriegsszenarien. Entsprechend hat die Polizei die letzten Jahre aufgerüstet und haben die Behörden Einschränkungen aussprechen müssen.
Geht ja schon gut los:
...In einer Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses in Bochum hat es eine Explosion gegeben. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich die Bewohnerin (48) der Wohnung und ein 46 Jahre alter Besucher in den Räumen, wie die Polizei mitteilte. Beide blieben unverletzt und wurden vorläufig festgenommen. Nach BILD-Informationen soll ein mutmaßlicher Bau von illegalen Böllern die Explosion ausgelöst haben.
Tragisch: In einer angrenzenden Wohnung musste nach dem Vorfall eine 70-jährige Frau reanimiert werden. Trotz sofort eingeleiteter medizinischer Hilfe verstarb sie später im Krankenhaus. Ob ein Zusammenhang zwischen dem medizinischen Notfall und der Explosion besteht, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen der Polizei. ...
https://www.bild.de/news/im-erdgeschoss-explosion-in-bochumer-mehrfamilienhaus-695501f650457550bdf427d8
Unfassbar:mad:
FireFlea
31-12-2025, 13:08
Bin gespannt wie es heute nacht zugeht. An Sylvester haben sich ja einige gern extrem ausagiert, bis zu Kriegsszenarien. Entsprechend hat die Polizei die letzten Jahre aufgerüstet und haben die Behörden Einschränkungen aussprechen müssen.
Wart mal ab, wie es heute in Holland zugehen wird. Da ist böllern zum letzten Mal erlaubt.
Kusagras
31-12-2025, 13:14
Wart mal ab, wie es heute in Holland zugehen wird. Da ist böllern zum letzten Mal erlaubt.
Warte erstmal nächstes Jahr ab, wenn es in DE noch erlaubt ist und "alle" Holländer hierüber kommen... .
Sehe gerade das war in Neukölln - also keine Verschlimmerung, Neukölln war vor 30 Jahren schon asozial und gefährlich... :D
augen zu und weiter so. 16 Jahre merkel prägen :D
Sehe bei mir in FFM auch keine Zunahme der Schlägereien gegenüber den 80/90ern. Die waren ein echter Hochpunkt der regelmäßigen Gruppenauseinandersetzungen (Nazis, Skinns, Punks usw). Auch asoziales Verhalten hat mE nicht zugenommen. ist ja alles belegt : subjektiv durch persönliche eindrücke von Plus 50 KKB´ler oder durch statistiken, die bestimmte dinge belegen sollen :D
ist ja alles belegt : subjektiv durch persönliche eindrücke von Plus 50 KKB´ler oder durch statistiken, die bestimmte dinge belegen sollen :D
Na zum Glück sind deine Beiträge ja völlig neutral , ergebnisoffen und bar jeglicher Subjektivität
FireFlea
31-12-2025, 14:46
augen zu und weiter so. 16 Jahre merkel prägen :D
Kennst Du das Buch Neukölln ist überall? Ist von 2012... Eine Freundin von mir ist in Neukölln aufgewachsen, die wurde schon auf offener Straße dumm angemacht und dann KO geschlagen und auch mal mit dem Messer angegriffen und verletzt. Vor den 16 Jahren Merkel...
ist ja alles belegt : subjektiv durch persönliche eindrücke von Plus 50 KKB´ler oder durch statistiken, die bestimmte dinge belegen sollen :D
Ist natürlich so, dass jemand der seit Jahrzehnten in FFM lebt keine Ahnung hat aber marq es checkt. Kann ja nicht anders sein. Mal wieder... :D
egonolsen
31-12-2025, 14:52
Kennst Du das Buch Neukölln ist überall? Ist von 2012... Eine Freundin von mir ist in Neukölln aufgewachsen, die wurde schon auf offener Straße dumm angemacht und dann KO geschlagen und auch mal mit dem Messer angegriffen und verletzt. Vor den 16 Jahren Merkel...
Ist natürlich so, dass jemand der seit Jahrzehnten in FFM lebt keine Ahnung hat aber marq es checkt. Kann ja nicht anders sein. Mal wieder... :D
Naja, man kann beide Eindrücke unter einen Hut bringen: Die Neuköllner oder Kreuzberger oder Frankfurter Hotspots sind wahrscheinlich nicht mehr ganz so schlimm wie früher in den 80ern/90ern (oder gleich geblieben), dafür gibt es eine fortschreitende Ausbreitung solcher Zustände in vormals "normale" Gegenden. Ich sehe das hier in Berlin im Prenzlauer Berg/Pankow: Fortschreitende Vermüllung auf der Straße, immer mehr Dönerbuden, Barbershops usw. über die letzten 5–10 Jahre. Letztens wurde hier auch eine Frau von einem Afghanen auf offener Straße erstochen. Ähnlich wird es in anderen Gegenden Deutschlands sein, schätze ich mal.
FireFlea
31-12-2025, 15:03
Ich hab ja auch geschrieben Neukölln war schon immer asozial und nicht es war schon immer überall asozial :D
FireFlea
31-12-2025, 15:05
Nachtrag - aus meiner Sicht ein guter und differenzierter Artikel zum Thema, falls Ihr irgendwie drauf zugreifen könnt:
https://www.zeit.de/politik/2025-12/kriminologie-migration-kriminalitaet-zuwanderung-sicherheit
egonolsen
31-12-2025, 15:06
Ich hab ja auch geschrieben Neukölln war schon immer asozial und nicht es war schon immer überall asozial :D
OK, aber marq hat doch auch explizit von einer unguten Entwicklung außerhalb der bekannten Hotspots geschrieben:
die ländliche gesellschaftstruktur wird ja auch massiv von den städtischen eliten bekämpft und die entwicklungen in den städten wird massiv in die ländlichen gegenden getragen.
Was eben kein Widerspruch zu deiner oder Alfons' Beobachtung bezogen auf die Hotspots selbst ist.
FireFlea
31-12-2025, 15:09
OK, aber marq hat doch auch explizit von einer unguten Entwicklung außerhalb der bekannten Hotspots geschrieben:
Was eben kein Widerspruch zu deiner oder Alfons' Beobachtung ist.
Ich habe geschrieben Neukölln war schon immer asozial und darauf hat marq seinen 16 Jahre Merkel Post abgesetzt und das ist der Kontext von meinem Post dazu und nicht irgendwas anderes vorher.
Kusagras
31-12-2025, 15:10
Naja, man kann beide Eindrücke unter einen Hut bringen: Die Neuköllner oder Kreuzberger oder Frankfurter Hotspots sind wahrscheinlich nicht mehr ganz so schlimm wie früher in den 80ern/90ern (oder gleich geblieben), dafür gibt es eine fortschreitende Ausbreitung solcher Zustände in vormals "normale" Gegenden. Ich sehe das hier in Berlin im Prenzlauer Berg/Pankow: Fortschreitende Vermüllung auf der Straße, immer mehr Dönerbuden, Barbershops usw. über die letzten 5–10 Jahre. Letztens wurde hier auch eine Frau von einem Afghanen auf offener Straße erstochen. Ähnlich wird es in anderen Gegenden Deutschlands sein.
Das mit der Vermüllung kann ich bestätigen. Das ist hier vor ein paar Jahren aufgetreten und reisst nicht mehr ab. Dabei brauchen die Leute nur anrufen. Aber die wollen keine Termine machen, "Ich wills sofort " ist das Motto. Kursioserweis hat das in Gegenden wo es besonder schlimm war dazu geführt, dass dort Extra-Räumlichkeiten für Sperrmüll geschaffen wurden: man bekommt einen Schlüssel, trägst es hin und lässt es dort einfach fallen. Diejenigen Korrekten (also dort wo es die RExtraräume nicht gibt), machen weiterhin Termine, warten brav und dürfen erst Tag vorher raustragen... . Und bekommen natürlich keinen Extra-Raum.:rolleyes: Anfnag der 2000er gab es bei mir auch noch keine Drogenszene. Die hat sich dann aufgebaut. Seit 2,3 Jahren ist es ruhiger, ggf hat man umstrukturiert oder es kamen mal ein paar in den Knast.
Willi von der Heide
31-12-2025, 15:13
Dann will ich auch mal meinen Senf dazugeben ...
Ich habe die 90er als eine Zeit wahrgenommen, wo es noch mehr " Miteinander " gab. Das hat sich z.T. verschoben. Es gibt heute mehr Vereinzelung, weniger " Miteinander " ... jedenfalls ist das mein persönlicher Eindruck. Die Entwicklung geht stärker in Richtung Individualisierung, jeder ist so für sich. Ich war in den letzten Jahren viel im ÖPNV unterwegs und da kann man interessante Beobachtungen machen. DIe meisten sitzen stumm nebeneinander, ich kann mich an Zeiten erinnern wo das nicht so war. Viele wirken müde und abgehetzt, ich fand es auffällig wieviele am späten Nachmittag/frühen Abend schon Alkohol konsumierten. Die sichtbare Armut hat auch zugenommen. Man kann heute den sozialen Status vieler Menschen an den Zähnen ablesen ... fast schon englishce Verhältniße. Manchen Leuten scheint es auch völlig egal zu sein, wie sie tagsüber herumlaufen. Wartet man an Haltestellen in größeren Städten dauert es nicht lange und man wird angebettelt. Das gab es immer, aber in der Häufigkeit ?
Trotzdem bin ich der Überzeugung das sich das auch umkehren läßt. Wenn es in den " gar-nicht-so(zialen)-Medien " immer mehr KI-Blödsinn gibt, könnte es ja sein daß die Leute da keinen Spaß mehr dran haben und sich davon abwenden. Dann reden wir wieder mehr miteinander und gehen vielleicht auch respektvoller miteinander um. Wertewandel hat es ja schließlich immer gegeben und vielleicht auch mal wieder in eine positivere Richtung.
Ob meine alltäglichen Kontakte mit meinen Mitmenschen irgendwie unangenehmer geworden sind, bzw. mir allgemein mehr Unfreundlichkeit bis Aggressivität entgegenschlägt, würde ich von der Frage trennen, ob die Kriminalität gestiegen ist bzw. ob mehr Irre durch die Straßen laufen.
egonolsen
31-12-2025, 15:19
Dann will ich auch mal meinen Senf dazugeben ...
Ich habe die 90er als eine Zeit wahrgenommen, wo es noch mehr " Miteinander " gab. Das hat sich z.T. verschoben. Es gibt heute mehr Vereinzelung, weniger " Miteinander " ... jedenfalls ist das mein persönlicher Eindruck. Die Entwicklung geht stärker in Richtung Individualisierung, jeder ist so für sich. Ich war in den letzten Jahren viel im ÖPNV unterwegs und da kann man interessante Beobachtungen machen. DIe meisten sitzen stumm nebeneinander, ich kann mich an Zeiten erinnern wo das nicht so war. Viele wirken müde und abgehetzt, ich fand es auffällig wieviele am späten Nachmittag/frühen Abend schon Alkohol konsumierten. Die sichtbare Armut hat auch zugenommen. Man kann heute den sozialen Status vieler Menschen an den Zähnen ablesen ... fast schon englishce Verhältniße. Manchen Leuten scheint es auch völlig egal zu sein, wie sie tagsüber herumlaufen. Wartet man an Haltestellen in größeren Städten dauert es nicht lange und man wird angebettelt. Das gab es immer, aber in der Häufigkeit ?
Trotzdem bin ich der Überzeugung das sich das auch umkehren läßt. Wenn es in den " gar-nicht-so(zialen)-Medien " immer mehr KI-Blödsinn gibt, könnte es ja sein daß die Leute da keinen Spaß mehr dran haben und sich davon abwenden. Dann reden wir wieder mehr miteinander und gehen vielleicht auch respektvoller miteinander um. Wertewandel hat es ja schließlich immer gegeben und vielleicht auch mal wieder in eine positivere Richtung.
Wie kommst du darauf, dass soziale Medien und KI die Haupttreiber der zunehmenden Verwahrlosung, Vermüllung und Verrohung von ehemals "normalen" Gegenden sein sollen?
Kusagras
31-12-2025, 15:21
Ob meine alltäglichen Kontakte mit meinen Mitmenschen irgendwie unangenehmer geworden sind, bzw. mir allgemein mehr Unfreundlichkeit bis Aggressivität entgegenschlägt, würde ich von der Frage trennen, ob die Kriminalität gestiegen ist bzw. ob mehr Irre durch die Straßen laufen.
Stimme dem voll zu und kann entsprechend gegenläufige Tendenzen fest stellen. Z.B sind Diskussionen um sensible Themen im Freundes/Bekannten- und Kollegenkreis recht schnell eskalierend und/oder mit unversöhnlichem Ende, so eine Art "Alles oder Nichts-Prinzipl"
Willi von der Heide
31-12-2025, 15:28
Wie kommst du darauf, dass soziale Medien und KI die Haupttreiber der zunehmenden Verwahrlosung, Vermüllung und Verrohung von ehemals "normalen" Gegenden sein sollen?
Haupttreiber vielleicht nicht, aber das ganze ist doch irgendwie die Krönung des ganzen. " Wichtig " ist nur noch das Smartphone und die nächste Meldung aus den " sozialen " Medien. Das führt dann zu weniger Aufmerksamkeit der eigenen Umwelt und eben auch zu einer gewissen Rücksichtslosigkeit.
Teetrinker
31-12-2025, 15:52
Ich kann nur für mich selbst sprechen. Wenn ich sehe wie sich meine Nachbarschaft zum schlechten verändert, muss ich zu den Menschen, die für diese Verschlechterung sorgen, nicht auch noch freundlich sein. Im Gegenteil, ich versuche erst gar nicht meine Verachtung zu verbergen.
Ich grüße keine Fremden mehr, lege keinerlei Wert auf Smalltalk oder den Austausch von Höflichkeitsfloskeln. Und trage somit selbst zur Verschlechterung bei. Wird dann irgendwann zum Schneeballprinzip.
Stimme dem voll zu und kann entsprechend gegenläufige Tendenzen fest stellen. Z.B sind Diskussionen um sensible Themen im Freundes/Bekannten- und Kollegenkreis recht schnell eskalierend und/oder mit unversöhnlichem Ende, so eine Art "Alles oder Nichts-Prinzipl"
Meine Aussage bezog sich darauf, dass hier im Thread anscheinend aneinander vorbei geredet wird.
Was die Unversöhnlichkeit angeht, so trägt die Medienlandschaft dazu bei, nehme ich an. Es werden Pole aufgebaut und Meinungen/Ansichten verteufelt, verunglimpft oder sich über sie lustig gemacht. Jemand, der eine bestimmte Meinung vertritt, ist wahlweise dumm, böse, krank, Nazi, Kommunist, Menschenhasser, Clown, Systemknecht oder sonstewas - was dann natürlich wichtiger wird als das, was derjenige zu sagen hat. (Die ÖRR sind dabei bei weitem nicht die schlimmsten, machen da aber gerne mit, nebenbei bemerkt.) Das färbt wahrscheinlich ab. Es könnte sein, dass man statt einfach eine andere Meinung zu hören, auf einmal ein komplettes Feindbild vor sich sieht und entsprechend reagiert.
Kusagras
31-12-2025, 16:39
...Es könnte sein, dass man statt einfach eine andere Meinung zu hören, auf einmal ein komplettes Feindbild vor sich sieht und entsprechend reagiert.
Ist mir genau so passiert, auch mit - ehemaligen - Freunden. Daran konnte ich spätestens merken, dass sich was in der Gesellschaft substantiell verändert hat Richtung extreme Rechthaberei, (moralisches) Überlegenheitsgefühl, unüberbrückbare Polarisierung und größere Bereitschaft zur endgültigen Ausgrenzung und Ächtung dort, wo man sich früher höchstens mal diskussionmäßig ordentlich gefetzt hätte und - in der Regel- nach ein paar Tagen wieder zusammengerauft hätte. Wenn es überhaupt so weit gekommen wäre, dass das nötig gewesen wäre.
Na zum Glück sind deine Beiträge ja völlig neutral , ergebnisoffen und bar jeglicher Subjektivität
:halbyeaha
NICHT JEDER MUSS IHNEN HEUTE ZUSTIMMEN; IN EINIGEN JAHREN WIRD ES JEDER MACHEN :D
Nachtrag - aus meiner Sicht ein guter und differenzierter Artikel zum Thema, falls Ihr irgendwie drauf zugreifen könnt:
https://www.zeit.de/politik/2025-12/kriminologie-migration-kriminalitaet-zuwanderung-sicherheit
ein neutraler artikel von einem ehemaligen TAZ reporter. ;)
man braucht man eigentlich nicht zu lesen, denn das ergebnis stand zu beginn der recherche schon fest :D
amasbaal
31-12-2025, 18:28
Sehe bei mir in FFM auch keine Zunahme der Schlägereien gegenüber den 80/90ern. Die waren ein echter Hochpunkt der regelmäßigen Gruppenauseinandersetzungen (Nazis, Skinns, Punks usw). Auch asoziales Verhalten hat mE nicht zugenommen.
Gruß
Alfons.
was wahrgenommen (!) wird, ist die tendenz seit dem punkt, wo es um einiges besser war oder das thema nicht so sehr im fokus war (vermute mal: frühe 2000er, bzw. vor 2015, bzw. "während Corona").
miese sache.
noch mal viel empörender finde ich aber das anzünden von obdachlosen, das immer wieder mal vorkommt. muster: wer ganz unten ist, ist nichts wert - nicht mal mitgefühl. da kann man denn mal die schwachen und abgestürzten "anzünden", ist ja ein "nichts"... :(
im straßenverkehr, in der schule, politisch, usw. usf. das gleiche: immer auf die schwachen und sich selbst dadurch erhöhen. (altbekanntes muster, aber nun m.e. stärker als seit langem.
alles, was zählt, ist "Ich" und "Wir". den rest kann man treten... oder anzünden... oder beklauen, wenn hilflos.
scheint mir übrigens nahezu "global" zu sein, kennt keine ethnischen grenzen.
amasbaal
31-12-2025, 19:23
ein neutraler artikel von einem ehemaligen TAZ reporter. ;)
man braucht man eigentlich nicht zu lesen, denn das ergebnis stand zu beginn der recherche schon fest :D
sehr neutrale aussage vom BILD zitierer.
ein besseres neues jahr für uns alle.
Willi von der Heide
31-12-2025, 19:50
miese sache.
noch mal viel empörender finde ich aber das anzünden von obdachlosen, das immer wieder mal vorkommt. muster: wer ganz unten ist, ist nichts wert - nicht mal mitgefühl. da kann man denn mal die schwachen und abgestürzten "anzünden", ist ja ein "nichts"... :(
Schrecklich ! Das ist dann die absolute Verrohung.
Aber das ist es ja, warum soetwas wie das RTL-Dschungelcamp so gut funktioniert. Es gibt eben Gruppen in der Bevölkerung die wollen Leute sehen denen es noch schlechter geht. Dabei begreifen sie nicht, wie die Gesellschaft immer weiter gespalten wird und der Keil immer tiefer hinein getrieben wird. Sie bekommen dann ihre Feindbilder geliefert. Wenn sie das begreifen würden, daß die Leute die Ihnen wirklich übel mitspielen ganz woanders sitzen ...
" Hören die Kleinen auf zu kriechen, hören die Großen auf zu herrschen. "
So ... wir müssen los ... Sylvester feiern ... Kommt gut rein !
Kusagras
31-12-2025, 21:33
ein neutraler artikel von einem ehemaligen TAZ reporter. ;)
man braucht man eigentlich nicht zu lesen, denn das ergebnis stand zu beginn der recherche schon fest :D
Da der Artikel angesprochen wird: Den Artikel kann man nur lesen, wenn man bezahlt. bzw. die kostenlose Phase nutzt, was ich grad tue. Kurz gesagt, manches wogegen die ZEIT sich gewehrt hat, wird eingestanden, dabei gleichzeitig so gut wie es geht bzw. Staistiken und Arithmetiken -vermeintlich- hergeben, relativiert bzw. abgemildert... - Kaum zwei Tage vorher gab es auf der Zeit einen Artikel mit anderer Tendenz:
https://www.zeit.de/wirtschaft/2025-12/stadtbild-debatte-sicherheit-gewalt-ursachen
Diesen Artikel von Fratzscher wiederum hat der Focus aufs Korn genommen:
https://www.focus.de/politik/deutschland/hat-fratzscher-recht-die-fakten-zur-auslaenderkriminalitaet-in-deutschland_7e819574-3c85-4d82-b284-2e392874d7da.html
Ich lass das so stehen. Gar nicht so leicht sich ein eigenes Bild zu machen. Der größte Teil der Bevölkerung dürfte damit so oder so überfordert sein und sich nach seinem persönlichen Befinden und Prägungen ausrichten. Damit wird er der Wahrheit mal näher kommen und mal nicht-
Wünsche ein friedliches Sylvester.:troete:
hennoxxx
31-12-2025, 22:10
"die ländliche gesellschaftstruktur wird ja auch massiv von den städtischen eliten bekämpft und die entwicklungen in den städten wird massiv in die ländlichen gegenden getragen." (marq)
Wie bitte? Wovon redest du denn jetzt schon wieder? Was, oder besser wer, sind denn nun schon wieder diese Eliten?
Aber schön ist doch, das du am Ende diese Jahres anscheinend die Umschalt Taste entdeckt hast,
" NICHT JEDER MUSS IHNEN HEUTE ZUSTIMMEN; IN EINIGEN JAHREN WIRD ES JEDER MACHEN " ,
auch wenn es sich jetzt wie ein "Brüllen" liest, soll das so?
Bin gespannt, was da noch kommt.
FireFlea
31-12-2025, 22:37
ein neutraler artikel von einem ehemaligen TAZ reporter. ;)
man braucht man eigentlich nicht zu lesen, denn das ergebnis stand zu beginn der recherche schon fest :D
Was ist denn das Ergebnis?
Kusagras
31-12-2025, 22:56
Ein Beispiel für die hohe Diskussionskultur, auch bei jungen Ex-Politikerinnen:
...Männer, die ihre Hand beim Böllern verlieren, müssen zumindest keinen Wehrdienst leisten“, schreibt Jette Nietzard auf dem Kurznachrichtendienst X. Brisant: erst 2025 erklärte sie in einem ähnlichen Statement: „Männer, die ihre Hand beim Böllern verlieren, können zumindest keine Frauen mehr schlagen.“ Wenig später löschte sie ihren Post mit den Worten: „Niemand sollte Silvester verletzt werden. Ich entschuldige mich für meinen Tweet. Hätte ich so nicht formulieren sollen.“
Was soll man dazu noch sagen.
https://www.bild.de/news/inland/silvester-2025-im-live-ticker-die-lage-zum-jahreswechsel-6953d5b24a45863a679f454f
amasbaal
01-01-2026, 02:19
Was, oder besser wer, sind denn nun schon wieder diese Eliten?
taz leser :confused: ... :muetze:
edit
ach so: und "-innen"
Kusagras
01-01-2026, 09:04
So, hier so ein paar Ergebnisse der Sylvesternacht, ohne Tote gings wieder nicht:
Gesamtübersicht:
https://www.zeit.de/gesellschaft/2025-12/jahreswechsel-silvesternacht-deutschland-berlin-festnahmen-feuerwerk
jedoch:
..Insgesamt habe sich die Nacht positiver und weniger problematisch entwickelt als in den vergangenen Jahren. "Wir haben keine schweren Verletzungen bei Kollegen und auch nicht bei feiernden Menschen. Und wir haben auch nicht so schwere Vorkommnisse und Sachbeschädigungen wie im letzten Jahr", heißt es in einer vorläufigen Bilanz der Polizei. ..
Holländer, letztes mal Böllern, es ging wohl heftig ab: Gewalt, Tote, Kirche abgefackelt etc , die werden wir dann das nächste mal als Böllertouristen haben:
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2026-01/niederlande-silvesternacht-amsterdam-kirche-brennt-boellerverbot
Explosion in einer Schweizer Bar im Skigebiet mehrere Tote, Ursache noch unklar:
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2026-01/schweiz-crans-montana-explosion-tote-bar-silvesternacht
Kusagras
01-01-2026, 10:36
Das Ereignis in der Schweiz ist heftig: Laut Pressekonfererenz mind. 17 Tote und hundert Verletzte, viele davon schwer.
https://www.blick.ch/schweiz/westschweiz/wallis/medienkonferenz-um-10-uhr-silvester-katastrophe-in-crans-montana-vs-fordert-mehrere-tote-id21561276.html
Ursache laut Bild ggf. Pyrotechnik bei einem Konzert:
https://www.bild.de/news/silvester-inferno-in-schweiz-mehrere-tote-bei-explosion-in-skiort-695609f1f6fc544dba9b8f91
Sehe bei mir in FFM auch keine Zunahme der Schlägereien gegenüber den 80/90ern. Die waren ein echter Hochpunkt der regelmäßigen Gruppenauseinandersetzungen (Nazis, Skinns, Punks usw). Auch asoziales Verhalten hat mE nicht zugenommen.
Gruß
Alfons.
Na dann ist ja alles gut :klatsch:
Kusagras
01-01-2026, 13:57
Nochmal Eindrücöe aus Hollannd, Artikel mit Fotogalerie. Auf dem ersten sieht man wie jd.
so Raktenbatterie in den Händen hält und sie quer zur Strasse/zum Platz abfeuert;
...In den Niederlanden ist die Silvesternacht in manchen Städten eskaliert. In Amsterdam brannte die Vondelkirche mit ihrem 50-Meter-hohen Turm, der daraufhin teilweise einstürzte. Zudem kam es in der Hauptstadt sowie in Den Haag zu massiven Zusammenstößen zwischen Randalierern und der Polizei. Dabei wurde mit Pyrotechnik auf Beamte geschossen. Die Vorsitzende der niederländischen Polizeigewerkschaft, Nine Kooiman, sprach von einem "noch nie dagewesenen Ausmaß an Gewalt gegen die Polizei und Rettungskräfte". ..
Der Turm der Kirche, wohl ein Wahrzeichen im Vondelpark, ist abgebrannt und eingestürzt.
https://www.zeit.de/gesellschaft/2026-01/niederlande-silvesternacht-feuerwerk-amsterdam-vondelkerk-fs
FireFlea
01-01-2026, 15:23
" NICHT JEDER MUSS IHNEN HEUTE ZUSTIMMEN; IN EINIGEN JAHREN WIRD ES JEDER MACHEN " ,
auch wenn es sich jetzt wie ein "Brüllen" liest, soll das so?
Bin gespannt, was da noch kommt.
Das schöne ist, dass solche Threads schon so alt sind wie das KKB und man leicht alte Aussagen von marq zu dem Thema findet.
Hier 2003 (!!)
TE:
also he,
man hört ja immer öfters, wie 16 jährige mit messern andere herunterstechen. wie 20 typen auf 4 losgehen, und diese ins krankenhaus befördern, wegen geld, oder zum spass.
war das früher auch so? oder hört man einfach heutzutage vermehrt davon, da die medien immer wichtiger bzw. grösser werden?
es bringt ja auch nichts 24 stunden mit angst herumzulaufen. ich bleib sicher nicht zu hause am abend, nur weil ich höre, dass da wieder ien paar heruntergestochen wurden. aber es würde mich einfach anscheissen, wenns passieren würde.
was denkt ihr?
Dann irgendwann marq:
Schau mal in ein deutsches Gefängnis, dort sind mindestens 70 % sogenannte Ausländer.....
Aber keine Dummheiten machen , um es zu verifizieren....
Also 2003 hatten wir 70% Ausländer in den Gefängnissen laut marq. Dann muss es ja massiv besser geworden sein, denn heute sind es je nach Auswertung bis zu 40%. Aber selbst wenn er Leute mit Migrationshintergrund gemeint haben sollte - dazu gibt es heute nur vereinzelt Auswertungen aber bspw. in Berlin sind es 70%, ist also nicht schlimmer geworden.
Aber ja, wir geben marq sicher irgendwann alle Recht... :biglaugh:
Quelle: https://www.kampfkunst-board.info/forum/showthread.php?10928-tierisch-ernst-gewalt-%29-benehmen-immer-schlechter
Kunoichi Girl
01-01-2026, 15:28
:kaffeetri
+1,
es passt imo wieder mal in eine ganz bestimmte ecke.
Kusagras
01-01-2026, 15:30
Bericht aus Sana-Klinikum Berlin:
Zitat:
..01.55 Uhr ...Eine junge Frau wird eingeliefert, jemand habe ihr mit einer Schreckschusspistole in den Rücken geschossen. Ihre Mutter schildert, wie es dazu kam: "Sie war mit Freunden draußen, und da brannte ein Feuer. Sie wollte das löschen und hat eine Gruppe gegen sich aufgebracht." Sie hätten auf einer der Tochter nicht verständlichen Sprache gesprochen, sie wohl beleidigt. Als sie sich dann umdrehte, um zu gehen, hätte einer von ihnen mit einer Schreckschusspistole geschossen. Ob direkt auf sie gezielt wurde oder die Kugel zufällig die Tochter traf, wisse sie nicht. ...
https://www.zeit.de/arbeit/2025-12/silvesternacht-notaufnahme-sana-klinikum-berlin-lichtenberg/seite-3
Das sind so die Fälle, die schaffen es ggf hat nicht in die sonstige Berichterstattung. vermutlich nicht in Ermittlungsakten.
Kunoichi Girl
01-01-2026, 15:31
…
Also 2003 hatten wir 70% Ausländer in den Gefängnissen laut marq. Dann muss es ja massiv besser geworden sein, denn heute sind es je nach Auswertung bis zu 40%. Aber selbst wenn er Leute mit Migrationshintergrund gemeint haben sollte - dazu gibt es heute nur vereinzelt Auswertungen aber bspw. in Berlin sind es 70%, ist also nicht schlimmer geworden.
…
Kann man mal bitte mit diesem herkunftsthema aufhören?
Es hat mit dem thema imo wirklich nichts zu tun.
Kunoichi Girl
01-01-2026, 15:34
…
https://www.zeit.de/arbeit/2025-12/silvesternacht-notaufnahme-sana-klinikum-berlin-lichtenberg/seite-3 …
Können mit schreckschusspistolen kugeln verschossen werden?
Kusagras
01-01-2026, 15:40
Das Ereignis in der Schweiz ist heftig: Laut Pressekonfererenz mind. 17 Tote und hundert Verletzte, viele davon schwer.
https://www.blick.ch/schweiz/westschweiz/wallis/medienkonferenz-um-10-uhr-silvester-katastrophe-in-crans-montana-vs-fordert-mehrere-tote-id21561276.html
Ursache laut Bild ggf. Pyrotechnik bei einem Konzert:
https://www.bild.de/news/silvester-inferno-in-schweiz-mehrere-tote-bei-explosion-in-skiort-695609f1f6fc544dba9b8f91
Hier aus dem Innenraum ist ein Video des beginnenden Brandes, offenbar hatte ein Gast Zeit und Muse das zu filmen, auch sonst noch anscheinend keine Panik.
Ob die Leute, die da recht ruhig durchs Bild gehen Bescheid wisssen? Mutet seltsam an.
https://www.bild.de/news/ausland/video-kursiert-im-netz-augenzeuge-filmt-feuer-ausbruch-in-todesbar-69566e0df6fc544dba9b9510
hennoxxx
01-01-2026, 16:09
@flea
Danke für die historisch archäologische Arbeit im KKB,
marq ist also schon seit 23 Jahren dabei, seine, sehr eigene, Weltsicht in das Forum zu posten!? Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier, widerwilligerweise, Respekt zollen oder doch nur Mitleid haben soll.
Mir ist aber aufgefallen , das der damalige TE, in bekannter Manier, alles "kleinschreibt" und marq damals noch die Umschalttaste bedient, mhhh?
Wie auch immer,
frohes neues Jahr....
amasbaal
01-01-2026, 16:16
das der damalige TE, in bekannter Manier, alles "kleinschreibt" und marq damals noch die Umschalttaste bedient, mhhh?
ich war's jedenfalls nicht, da noch gar nicht hier aktiv... :)
hennoxxx
01-01-2026, 17:17
ich war's jedenfalls nicht, da noch gar nicht hier aktiv... :)
Ich hatte dich auch nicht im "Verdacht".....
liebe Grüße,
Hx
egonolsen
01-01-2026, 21:04
Das schöne ist, dass solche Threads schon so alt sind wie das KKB und man leicht alte Aussagen von marq zu dem Thema findet.
[...]
Keine Ahnung, auf was marq sich da bezieht, ich glaube, er weiß es selbst gar nicht so genau :D
Aber seine grundlegende Intuition ist vollkommen korrekt, wenn man sich den Anteil der nichtdeutschen Strafgefangenen seit 2014 ansieht: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1353162/umfrage/strafgefangene-in-deutschland-nach-nationalitaet/.
Interessanterweise sind die absoluten Zahlen etwas anders, hier fällt der Anstieg weniger stark aus: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1351425/umfrage/auslaendische-strafgefangene-in-deutschland/.
Was wiederum stark darauf hindeutet (ich hatte das auch schonmal an anderer Stelle geschrieben), dass die deutsche Bevölkerung eine fortschreitende Befriedung erlebt, während der ausländische Teil in zunehmendem Maße die Kriminalität antreibt.
FireFlea
01-01-2026, 21:28
Aber seine grundlegende Intuition ist vollkommen korrekt..
Was für eine Intuition? marq behauptet seit über 20 Jahren das Gleiche. 2003 war die Anzeil der Ausländer im Strafvollzug bei 22-23% und hier wurde was von 70% erzählt. Ist so eine Art self fullfilling prophecy, wenn man immer Probleme sieht und dann irgendwann sagen kann "sehr Ihr, ich hab Recht gehabt"...
...
Was wiederum stark darauf hindeutet (ich hatte das auch schonmal an anderer Stelle geschrieben), dass die deutsche Bevölkerung eine fortschreitende Befriedung erlebt, während der ausländische Teil in zunehmendem Maße die Kriminalität antreibt.
Was übrigens teils auch in dem bösen Zeit Artikel vom ehemaligen TAZ Reporter steht, dessen Rechercheergebnisse ja schon feststehen usw.:
...Ist es 2025 gefährlicher, in Deutschland zu leben, als in den Neunzigern oder Nullerjahren? Da kommt es darauf an, worauf man schaut. Es gibt weniger Tötungen und Diebstähle, aber mehr körperliche Gewalt und Sexualdelikte. Ja, ohne die Fluchtmigration wäre Deutschland etwas sicherer. Aber in keinem Fall ist die Kriminalität im vergangenen Jahrzehnt explodiert.
Das liegt auch daran, dass in den letzten Jahrzehnten eine sehr wirkmächtige Entwicklung stattgefunden hat, die alles andere überlagert hat: Die Deutschen sind älter und sanfter geworden. Deutsche Staatsbürger begehen heute pro Kopf ein Drittel weniger schwere Körperverletzungen als 2009, eine Art friedliche Revolution, die auch die Jüngeren erfasst hat. Deutsche Teenager prügeln sich heute viel seltener als noch vor 15 Jahren. Viele Kinder wachsen heute gewaltfrei auf. Sie bekommen mehr Zuwendung von ihren Eltern. Sie machen höhere Abschlüsse.
Diesen Wertewandel haben die neuen Zuwanderer noch nicht mitgemacht. Aber die, die vor ihnen kamen, schon. Denn unter den immer sanfteren Deutschen haben viele einen Migrationshintergrund, vor allem die Jüngeren.
Das Land war schon vor 2015 ein multikulturelles Land. Es hat Arbeitsmigranten aus der Türkei aufgenommen, Flüchtlinge aus Jugoslawien, Spätaussiedler aus Russland und EU-Bürger aus Osteuropa. Viele der Neuankömmlinge hinterließen anfangs tiefe Spuren in den Kriminalstatistiken. Und viele dieser Spuren verblassten mit der Zeit.
https://www.zeit.de/politik/2025-12/kriminologie-migration-kriminalitaet-zuwanderung-sicherheit
Also 2003 hatten wir 70% Ausländer in den Gefängnissen laut marq. Dann muss es ja massiv besser geworden sein, denn heute sind es je nach Auswertung bis zu 40%. Aber selbst wenn er Leute mit Migrationshintergrund gemeint haben sollte - dazu gibt es heute nur vereinzelt Auswertungen aber bspw. in Berlin sind es 70%, ist also nicht schlimmer geworden.
rl]
Wenn die zahlen stimmen sollten , dann müsste man hier noch berücksichtigen wie hoch der Anteil aktuell an Ausländer in der Gesamtbevölkerung ist und das in Relation setzen.. Dann dürfte das ein deutlicheres Bild hinsichtlich prozentualer Kriminalitätsrate in bestimmten Bevölkerungsanteilen geben.
Ich will damit nicht sagen das Marq recht hat , aber ebenso wenig das es nicht sichtbare und spürbare Veränderungen in den letzten 20 jahren , zumindest auch hier bei uns , zu diesem Thema gegeben hat. Die letzten Berichte von der Eisenbahnstrasse ,Gewalt und Polizeiaufgebot sind garnicht so lange her ...
FireFlea
01-01-2026, 21:37
Wenn die zahlen stimmen sollten , dann müsste man hier noch berücksichtigen wie hoch der Anteil aktuell an Ausländer in der Gesamtbevölkerung ist . Dann dürfte das ein deutlicheres Bild hinsichtlich prozentualer Kriminalitätsrate in bestimmten Bevölkerungsanteilen geben.
Ich will damit nicht sagen das Marq recht hat , aber ebenso wenig das es nicht sichtbare und spürbare Veränderungen in den letzten 20 jahren , zumindest auch hier bei uns , zu diesem Thema gegeben hat. Die letzten Berichte von der Eisenbahnstrasse ,Gewalt und Polizeiaufgebot sind garnicht so lange her ...
s. letzter Beitrag (#57) - natürlich haben sich die Anteile verändert. Die Aussage 2003 war halt BS. Aber man sieht, dass halt schon immer das Gleiche behauptet wird. Meist ohne Faktenbasis. Irgendwann kann man sich dann mal auf die Schulter klopfen, weil man mal Recht hatte. Die meiste Zeit zwar nicht aber wen interessiert das dann noch... :D
s. letzter Beitrag (#57) - natürlich haben sich die Anteile verändert. ...... Aber man sieht, dass halt schon immer das Gleiche behauptet wird. :D
Wenn sich etwas verändert hat , wäre es dann nicht sinnvoll auf die tatsächlichen Veränderung zu sehen , anstatt auf Dinge die schon immer behauptet wurden ? Nur so als Idee
FireFlea
01-01-2026, 22:24
Wenn sich etwas verändert hat , wäre es dann nicht sinnvoll auf die tatsächlichen Veränderung zu sehen , anstatt auf Dinge die schon immer behauptet wurden ? Nur so als Idee
Ja wäre mal schön, wenn (generell) inhaltlich was passiert. Es geht aber mehr darum "ich hab Recht" oder "ich kenne die Realität" und die anderen nicht. Du hast es ja selbst schon angemerkt:
Na zum Glück sind deine Beiträge ja völlig neutral , ergebnisoffen und bar jeglicher Subjektivität
Es ist ja auch jenseits der jeweiligen Meinung (hier auch wieder zu sehen) so, dass auch irgendwelche Artikel oder Statistiken gar nicht mehr inhaltlich aufgenommen werden. Im Prinzip dient der Verweis auf 2003 nur dazu, mal gewisse Muster aufzuzeugen, wir müssen das nicht weiterführen.
Teetrinker
01-01-2026, 22:45
Seit einigen Jahren ist ja immer wieder von „Polen-Böllern“ zu lesen. Da drängt sich mir die Frage auf, wie Silvester in Polen verlief. Da muss es doch massenweise abgefackelte Gebäude, Tote und Schwerverletzte geben.
Hat da wer Zahlen dazu?
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/gesellschaft/id_100563864/silvester-feuerwerk-so-wenige-vorfaelle-gab-es-wegen-boellern-in-polen.html
Kunoichi Girl
02-01-2026, 02:15
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/gesellschaft/id_100563864/silvester-feuerwerk-so-wenige-vorfaelle-gab-es-wegen-boellern-in-polen.html
+1,
ein sehr sachlicher bericht, aus dem imo klar hervorgeht, dass es traditionelle gründe hat und auf die herkunft nicht ankommt.
Abgesehen davon, gab es in der brd schon immer unfälle mit feuerwerkskörpern (sylvester).
jkdberlin
02-01-2026, 08:20
ich möchte darum bitten die Diskussionen über den User "marq" und die "Ausländer" sofort einzustellen. Es wird ansonsten keine weitere Verwarnung dazu mehr geben.
FireFlea
02-01-2026, 10:51
Was die Unversöhnlichkeit angeht, so trägt die Medienlandschaft dazu bei, nehme ich an.
Nicht nur Du.
Mehr Übergriffe im Alltag
Interview mit Psychologie-Professorin: Die Gesellschaft wird aggressiver - aber warum?
Übergriffe auf Rettungssanitäter, eskalierende Streits im Straßenverkehr: Die Zündschnur bei vielen scheint kürzer zu werden. Das bestätigt Psychologin Kiesel im SWR-Interview.
...
Andrea Kiesel: Momentan erleben wir unsere Gesellschaft auf jeden Fall aggressiv. Es ist aber eine Frage der Vergleichsprozesse. Ich glaube, wir erleben unsere Gesellschaft jetzt aggressiver als vor zehn, 15 Jahren, weil neue Formen der Aggressivität dazukommen. Dass Politiker bedroht werden von Personen, die anderer Meinung sind, dass Straßenarbeiter bedroht werden von Umstehenden, die sich in ihren Alltagshandlungen behindert fühlen - das ist ein relativ neues Phänomen, das deshalb so unverständlich erscheint, weil dies Personen trifft, die altruistisch im Dienste der Gesellschaft handeln. Dass diese Personen oder Gruppen jetzt bedroht werden - teilweise auch die Familien -, das ist in unserer Gesellschaft beziehungsweise in unserem Kulturkreis neu. Insofern erleben wir das als eine starke Veränderung und eine Bedrohung. Wir erleben schon neue Formen von Aggressivität.
...
SWR Aktuell: Warum hat sich unsere Gesellschaft so verändert?
Kiesel: Ich glaube, unsere Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren vor allem in den Möglichkeiten des gesellschaftlichen Ausdrucks stark verändert. Wir erleben jetzt durch Social Media ganz andere Möglichkeiten, sich aggressiv zu verhalten, ohne direkt Feedback oder Konsequenzen zu bekommen. Stattdessen haben wir in diesen "Bubbles" gegenseitig verstärkende Maßnahmen. Und was früher ein normales soziales Korrektiv war oder eine soziale Norm, die wir im ganz normalen Präsenzalltag haben, fällt durch Social Media häufig weg. Oder wird in den einzelnen Subgruppen so kanalisiert, dass das, was früher das Korrektiv war, jetzt eher noch als positives Feedback wahrgenommen wird. Und wir wissen aus der Lerntheorie: Verhalten, das bestärkt wird, tritt häufiger auf. Verhalten, das bestraft oder ignoriert wird, wird seltener. Insofern treten hier ganz normale Lernmechanismen ein.
...
SWR Aktuell: Was können Medien Ihrer Meinung nach tun?
Kiesel: Wir dürfen das Modelllernen wirklich nicht unterschätzen. Deshalb brauchen wir gute Vorbilder, die in nicht-aggressiver Weise kommunizieren. Momentan haben wir in den Medien viele schlechte. Und vielleicht sollten wir schauen, dass Politiker, die eine gute Debattenkultur pflegen, viel mehr Präsenz in den Medien bekommen als die mit einer schlechten.
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/interview-gesellschaft-aggressiver-psychologie-professorin-andrea-kiesel-100.html
FireFlea
02-01-2026, 10:55
Das mit der Vermüllung kann ich bestätigen. Das ist hier vor ein paar Jahren aufgetreten und reisst nicht mehr ab. Dabei brauchen die Leute nur anrufen. Aber die wollen keine Termine machen, "Ich wills sofort " ist das Motto. Kursioserweis hat das in Gegenden wo es besonder schlimm war dazu geführt, dass dort Extra-Räumlichkeiten für Sperrmüll geschaffen wurden: man bekommt einen Schlüssel, trägst es hin und lässt es dort einfach fallen. Diejenigen Korrekten (also dort wo es die RExtraräume nicht gibt), machen weiterhin Termine, warten brav und dürfen erst Tag vorher raustragen... . Und bekommen natürlich keinen Extra-Raum.:rolleyes: Anfnag der 2000er gab es bei mir auch noch keine Drogenszene. Die hat sich dann aufgebaut. Seit 2,3 Jahren ist es ruhiger, ggf hat man umstrukturiert oder es kamen mal ein paar in den Knast.
Was ich kurios finde ist, dass Viele ihren Sperrmüll oder Elektroschrott zu Glas- oder Altkleider Kontainern fahren und dort abstellen. Also man hat schon noch irgendwo den "Anstand" das nicht einfach so irgednwo fallen zu lassen sondern bringt es dorthin, wo auch Sachen abgeholt werden. Nur halt andere... Und das verstehe ich nicht, denn es ist ja wohl nicht aufwändiger Sperrmüll anzumelden oder diesen in einen der von Dir erwähnten Abstell-Räume zu bringen als den Müll einzuladen und beim Glaskontainer abzuladen.
egonolsen
02-01-2026, 11:09
Nicht nur Du.
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/interview-gesellschaft-aggressiver-psychologie-professorin-andrea-kiesel-100.html
Aha, durch Frau Prof. Dr. Kiesel haben wir wieder was Neues gelernt:
"Dass Politiker bedroht werden von Personen, die anderer Meinung sind, dass Straßenarbeiter bedroht werden von Umstehenden, die sich in ihren Alltagshandlungen behindert fühlen - das ist ein relativ neues Phänomen, das deshalb so unverständlich erscheint, weil dies Personen trifft, die altruistisch im Dienste der Gesellschaft handeln."
Kusagras
02-01-2026, 12:27
Was ich kurios finde ist, dass Viele ihren Sperrmüll oder Elektroschrott zu Glas- oder Altkleider Kontainern fahren und dort abstellen. Also man hat schon noch irgendwo den "Anstand" das nicht einfach so irgednwo fallen zu lassen sondern bringt es dorthin, wo auch Sachen abgeholt werden. ....
Kann ich von hier aus leider nicht bestätigen. da wird mittlerweile eigentlich täglich irgendwas rausgestellt, ob Möbel, Kleidung, alte Farbeimer. Essensreste (bestenfalls in Tüten lose verpackt) etc. etc.. Zudem kommen Leute, die hier nicht wohnen mit Vierkantdietrich und entsorgen hier illegal (wohne auch teils illegal in Gartenhäuschen in der Nähe) ihren Müll in unsere Tonnen.
Vor in paar Monaten wurde ein Spiegel enstorgt, der dann in tausende kleinen Scherben zerlegt wurde, da liegt heute noch was von rum, obwohl man - also die von der Entsorgungswirtschaft- sich schon sichtbar Mühe gegeben hatten, das weg zu machen. Die Quartiersstruktur hat sich hier sehr verändert, nicht das es vorher besonders toll und zugwandt zuging, aber insgesamt ist es schlechter geworden. Das spiegelt sich in dem Teil der Wohnblöcke (aus 60er Jahren) l wieder, in dem ich selbst lebe. Wo es vor 20 Jahren zumindest es von jedem ein Guten Morgen/Guten Tag gab, gibts heute bei einigen nicht mal mehr einen Blick. Ja, das klint alles sehr negativ, aber so ist es.
Teetrinker
02-01-2026, 12:43
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/gesellschaft/id_100563864/silvester-feuerwerk-so-wenige-vorfaelle-gab-es-wegen-boellern-in-polen.html
Weniger Krawalle an Silvester, Weihnachtsmärkte ohne Sicherheitskonzepte die mehrere Millionen kosten. Irgendwas haben die Polen schlauer gemacht als wir.
Kusagras
02-01-2026, 12:45
Das Böllern wir in Berlin wohl Wahlkampftehme werden, der Aufwand, um Eskalationen zu verhindern ist enorm, das wird
zur wirtschaftlichen Frage, die personelle Belastung ist riesig. Alles, damit es vom hohen destruktiven Niveua nicht noch höher geht
... Die Bilanz lautet schlicht: Es war nicht ganz so schlimm wie sonst.
Doch zu welchem Preis? Kann sich Berlin damit zufrieden geben? Sicher nicht. 3200 Polizisten waren in der Nacht zusätzlich im Einsatz, um die Stadt, ihre Gäste, die Berlinerinnen und Berliner zu beschützen – vor wenigen Menschen und ihren Böllerexzessen. Am Gesamtbild ändert das nichts: Es werden Raketen auf Polizisten geschossen, spielen Gruppen junger Männer mit Böllerbatterien regelrecht Krieg, werden Schreckschusspistolen abgefeuert. Und wieder müssen Dutzende in den Kliniken behandelt werden. ...
https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-silvesterbilanz-der-staat-muss-beim-bollern-endlich-reagieren-15093584.html?bezuggrd=CHP&utm_referrer=newsletter&utm_source=cp-vollversion
FireFlea
02-01-2026, 12:59
Weniger Krawalle an Silvester, Weihnachtsmärkte ohne Sicherheitskonzepte die mehrere Millionen kosten. Irgendwas haben die Polen schlauer gemacht als wir.
Ja steht doch im Text, warum es in Polen weniger Böllerunfälle trotz stärkerer Böller gibt:
Wie kommt es, dass in Polen weniger Böllerunfälle verzeichnet wurden? Die Antwort kennt der ARD-Korrespondent Martin Adam. Ihm zufolge geben die Polen ihr Geld lieber für etwas anderes aus, sagte er dem Sender MDR. "In Polen knallen zu Silvester eher die Sektkorken", fügte Adam hinzu.
Viele Menschen in Polen würden sich das Geld für eigenes Feuerwerk sparen und sich lieber die offiziellen Shows ansehen, die von den Städten organisiert und bezahlt werden, erklärte Adam. Eine Frau aus Polen wies auf die besonders gefährlichen Inhaltsstoffe in verbotenen polnischen Böllern hin und sagte t-online: "Diesen Mist kaufen wir nicht."
Kusagras
02-01-2026, 13:07
Hier aus dem Innenraum ist ein Video des beginnenden Brandes, offenbar hatte ein Gast Zeit und Muse das zu filmen, auch sonst noch anscheinend keine Panik.
Ob die Leute, die da recht ruhig durchs Bild gehen Bescheid wisssen? Mutet seltsam an.
https://www.bild.de/news/ausland/video-kursiert-im-netz-augenzeuge-filmt-feuer-ausbruch-in-todesbar-69566e0df6fc544dba9b9510
Ein weiteres, teils irritirendes Video aus der abgebrannten Bar in der Schweiz:
https://www.bild.de/news/ausland/so-brach-die-feuer-hoelle-los-er-versucht-noch-die-flammen-zu-loeschen-69577c7a392c7b91b7cd2183
Da haben junge (waren wohl die Hauptkundschaft) Leute noch versucht mit ihren T-shirts zu "löschen", von Panik aber keine Spur. Irgendwie scheinen zu diesem Zeitpunkt viele die Situation noch als recht unbedenklich eingeschätzt zu haben, ggf auch durch Alkohol etc. unterschätzt. Vielleicht war es die Explosion - die wohl nicht sofort eintrat- erst der Auslöser, der das ganze hat draamatisch und sehr schnell eskalieren lassen. Auf diesen Aufnahmen jdedenfalls wirkt das so, als hätte man noch Zeit gehabt, die Räume zu verlassen.
Die Identifikation der Toten muss extrem schwer sein, Eltern schalten Anzeigen um ihre Kinder zu finden. Da muss man das Schlimmste befürchten.
https://www.bild.de/news/ausland/crans-montana-inferno-instagram-soll-bei-suche-nach-vermissten-helfen-69577ecef6fc544dba9b9f31
Ja steht doch im Text, warum es in Polen weniger Böllerunfälle trotz stärkerer Böller gibt:
Wie kommt es, dass in Polen weniger Böllerunfälle verzeichnet wurden? Die Antwort kennt der ARD-Korrespondent Martin Adam. Ihm zufolge geben die Polen ihr Geld lieber für etwas anderes aus, sagte er dem Sender MDR. "In Polen knallen zu Silvester eher die Sektkorken", fügte Adam hinzu.
Viele Menschen in Polen würden sich das Geld für eigenes Feuerwerk sparen und sich lieber die offiziellen Shows ansehen, die von den Städten organisiert und bezahlt werden, erklärte Adam. Eine Frau aus Polen wies auf die besonders gefährlichen Inhaltsstoffe in verbotenen polnischen Böllern hin und sagte t-online: "Diesen Mist kaufen wir nicht."
Falls du da jetzt rausliest , in Polen passiert weniger , weil weniger geknallt wird , lese ich da z.b. raus das in Polen bei den "weniger Leuten" die knallen , auch weniger Blödsinn ala Hilfskräfte angreifen ,ala staatliche Organe angreifen , ala Strassenschlachten wie bei uns im leipziger Süden zu sehen ist usw. stattfindet. Anders gesagt , ein anderer Umgang damit ....nämlich in etwa so wie es aus meiner Jugend noch kenne , wo auch geknallt wurde , auch z.t. selber gebastelt wurde , und faxen gemacht , aber NICHT in dem Ausmaß , Nicht Kugelbomben in Häuser und schon garnicht so gezielt gegen Menschen mit Knllaern die dir noch in 10 m Entfernung die Hosenbeine umschlagen lassen wegen der Druckwelle. wie es heutzutage anzutreffen ist.
Aber kann ja jeder lesen was er möchte ^^
FireFlea
02-01-2026, 13:18
Falls du da jetzt rausliest , in Polen passiert weniger , weil weniger geknallt wird , lese ich da z.b. raus das in Polen bei den "weniger Leuten" die knallen , auch weniger Blödsinn ala Hilfskräfte angreifen ,ala staatliche Organe angreifen , ala Strassenschlachten wie bei uns im leipziger Süden zu sehen ist usw. stattfindet. Anders gesagt , ein anderer Umgang damit ....nämlich in etwa so wie es aus meiner Jugend noch kenne , wo auch geknallt wurde , auch z.t. selber gebastelt wurde , und faxen gemacht , aber NICHT in dem Ausmaß , Nicht Kugelbomben in Häuser und schon garnicht so gezielt gegen Menschen mit Knllaern die dir noch in 10 m Entfernung die Hosenbeine umschlagen lassen wegen der Druckwelle. wie es heutzutage anzutreffen ist.
Aber kann ja jeder lesen was er möchte ^^
Hast schon Recht, Teetrinker schreibt von Krawallen, ich von Böllerunfällen. Ist was anderes.
Edit: Noch zu den Knallern - die Kids von meinen Freunden mit denen ich immer feiere sind deutlich zurückhaltender als wir früher. Da trauen sich die Teenies kaum, alleine mal irgendwas anzuzünden, während wir uns früher in dem Alter Böller-Schlachten geliefert haben. Aber natürlich nicht mit den großen Böllern.
Kusagras
02-01-2026, 13:23
Noch ergänzend diese Aufnahmen asu der Bar, die u.a. den Entstehungsmoment zeigen. :
https://x.com/TonyTruant01/status/2006894920640897110
Auf Sektflaschen aufgesetztes Feuerwerk zündet wohl die Dekce an, später kommt wohl noch ein "flshover" dazu.
Dabei gerät über große Hitze und Gasenstheung auf einen Schlag alles Brennbare in Flammen ohne das dieses
Gasgegemisch selbst mit Flammen in Berührung kommt. Ist dann wie eine Brandbombenexplsoison. Das erklärt einiges
https://x.com/TonyTruant01/status/2006894920640897110
www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2026-01/schweiz-brand-crans-montana-flashover-theorie-tote-verletzte-gxe#cid-79299570https://www.welt.de/vermischtes/article69573c8924b6e14cd2235f04/crans-montana-80-
https://www.welt.de/vermischtes/article69573c8924b6e14cd2235f04/crans-montana-80-menschen-kaempfen-nach-feuer-katastrophe-um-ihr-leben-foto-soll-beginn-des-infernos-zeigen.html
egonolsen
02-01-2026, 13:37
PS ich empfehle euch auch mit gefangenen sport zu machen und regelmäßig turniere zb tischtennis zu machen :D
In meiner Jugendzeit war ich tatsächlich einmal in einer Justizvollzugsanstalt Tischtennis spielen. Die dortige Mannschaft hatte zufälligerweise nur Heimspiele :D
s. letzter Beitrag (#57) - natürlich haben sich die Anteile verändert. Die Aussage 2003 war halt BS. Aber man sieht, dass halt schon immer das Gleiche behauptet wird. Meist ohne Faktenbasis. Irgendwann kann man sich dann mal auf die Schulter klopfen, weil man mal Recht hatte. Die meiste Zeit zwar nicht aber wen interessiert das dann noch... :D
Dann mach doch mal einen Faktenchek. Mussten 2003 Weihnachtmärkte so abgesichert werden wie heute?
Sind 2003 tausende durch Berlin gelaufen und haben "Tod für Israel" oder "From the River....." gerufen ?
Wie war denn 2003 das Sicherheitsgefühl für Juden, Homosexuelle oder Frauen in deutschem Großstädten?
Meinem Gefühl nach war es damals nicht so schlimm, aber das ist ja nur mein Gefühl. Vielleicht findest du ja ein paar Fakten die meinen Gefühlen wiedersprechen.
FireFlea
02-01-2026, 16:47
Dann mach doch mal einen Faktenchek. Mussten 2003 Weihnachtmärkte so abgesichert werden wie heute?
Sind 2003 tausende durch Berlin gelaufen und haben "Tod für Israel" oder "From the River....." gerufen ?
Wie war denn 2003 das Sicherheitsgefühl für Juden, Homosexuelle oder Frauen in deutschem Großstädten?
Meinem Gefühl nach war es damals nicht so schlimm, aber das ist ja nur mein Gefühl. Vielleicht findest du ja ein paar Fakten die meinen Gefühlen wiedersprechen.
Warum sollte ich einen Faktencheck zu irgendwas machen, das ich gar nicht ausgesagt habe? Ich habe mich auf eine spezifische Aussage bezogen, die nun einmal Unsinn ist; wenn nicht findest Du ja vielleicht Zahlen, die das korrigieren.
Ich hatte in anderen Threads einmal alle Zahlen der gefährlichen Körperverletzungen von 1999 bis heute für jedes Jahr einzeln aufgeführt und an anderer Stelle die Zahl der Gruppenvergewaltigungen in einem großen Bundesland von 1990 bis heute für jedes Jahr. Und in der Tat sind da Anfang/Mitte der 2000er die Zahlen bereits so hoch, dass sie erst wieder in den letzten 3-4 Jahren erreicht bzw. übertroffen werden. Das kannst Du in den jeweiligen Threads nachlesen, einer davon ist im Politikforum.
Wenn Du das weiter diskutieren willst, komm halt ins Politikforum, hier hat Frank eine Ansage gemacht, die ich einzuhalten gedenke.
Teetrinker
02-01-2026, 16:49
Dann mach doch mal einen Faktenchek. Mussten 2003 Weihnachtmärkte so abgesichert werden wie heute?
Sind 2003 tausende durch Berlin gelaufen und haben "Tod für Israel" oder "From the River....." gerufen ?
Wie war denn 2003 das Sicherheitsgefühl für Juden, Homosexuelle oder Frauen in deutschem Großstädten?
Meinem Gefühl nach war es damals nicht so schlimm, aber das ist ja nur mein Gefühl. Vielleicht findest du ja ein paar Fakten die meinen Gefühlen wiedersprechen.
Naja, 2003 lag das Kind auch schon im Brunnen. Aber es strampelte wenigstens noch.
https://www.bild.de/regional/nordrhein-westfalen/hauptbahnhof-in-duisburg-obdachloser-67-bei-streit-um-pfandgeld-erwuergt-6955a4a4a75a88580a6dce28
auch sehr traurig wie gering die gewaltschwelle mittlerweile unter obdachlosen ist.
Teetrinker
02-01-2026, 20:09
Zu viele Menschen auf zu wenig Raum.
Der Psychologe John Calhoun experimentierte bereits vor über 50 Jahren mit Ratten. Sehr lesenswert.
http://www.nulb.de/Calhoun.htm
Beim Menschen kommen meiner Meinung nach verschärft Dinge hinzu wie mangelnde Homogenität, keine gemeinsamen Werte, keine gemeinsamen Interessen, kulturelle Differenzen, Sprachbarrieren, zunehmende Bildungsferne.
bei den ging es wohl sprichwörtlich "um die Wurst". Was aber nicht unbedingt heißt das arme Menschen generell kriminell und unvernünftig sind.
FireFlea
03-01-2026, 23:55
Das habe ich heute gelesen, passt auch gut zum Ausgangs-Thema. Eine 57 Jahre alte Frau ist mit ihrem Hund zum Flughafen in Orlando, wollte nach Südamerika fliegen, das ging dann nicht, weil sie den Hund nicht mitnehmen konnte wegen unvollständigen Unterlagen oder sowas und dann ist sie auf die Toilette und hat ihren 9 Jahre alten Hund dort ertränkt und den toten Hund dort zurückgelassen, um doch noch ins Flugzeug zu kommen. WTF ist da kaputt im Kopf?
https://www.theguardian.com/us-news/2025/mar/21/alison-lawrence-drowned-dog-florida-airport
Schnubel
04-01-2026, 11:42
Da sieht man doch deutlich,dass die Gesellschaft verroht und egoistisch ist....noch mehr als zu früheren Zeiten.
Kann man so unzufrieden sein, dass man seine Aggressionen und Unmut an hilflosen Lebewesen auslässt?
Silvester hat auch wieder deutlich gezeigt, wie einige Menschen drauf sind und was für sie wichtig ist.Leider!
Katamaus
04-01-2026, 12:37
Da sieht man doch deutlich,dass die Gesellschaft verroht und egoistisch ist....noch mehr als zu früheren Zeiten.
Diese Behauptung ist vermutlich so alt wie die Menschheit.
Kusagras
04-01-2026, 12:38
Da sieht man doch deutlich,dass die Gesellschaft verroht und egoistisch ist....noch mehr als zu früheren Zeiten.
Kann man so unzufrieden sein, dass man seine Aggressionen und Unmut an hilflosen Lebewesen auslässt?
Silvester hat auch wieder deutlich gezeigt, wie einige Menschen drauf sind und was für sie wichtig ist.Leider!
Und Berlin kommt nicht zur Ruhe: Stromausfall für zehntausende Haushalte, möglicherweise angeblich im Namen des "Gemeinwohls":
https://www.tagesspiegel.de/berlin/gemeinwohlorientierte-aktion-linksextreme-vulkangruppe-bekennt-sich-zu-brandanschlag-auf-stromversorgung-in-berlin-15100260.html
:narf:
amasbaal
04-01-2026, 13:02
Diese Behauptung ist vermutlich so alt wie die Menschheit.
:halbyeaha
Katamaus
04-01-2026, 14:03
Und Berlin kommt nicht zur Ruhe: Stromausfall für zehntausende Haushalte, möglicherweise angeblich im Namen des "Gemeinwohls":
Mein Bruder ist nur wenige Straßen entfernt. Muss wohl echt gruselig sein.
Teetrinker
04-01-2026, 14:04
Und Berlin kommt nicht zur Ruhe: Stromausfall für zehntausende Haushalte, möglicherweise angeblich im Namen des "Gemeinwohls":
https://www.tagesspiegel.de/berlin/gemeinwohlorientierte-aktion-linksextreme-vulkangruppe-bekennt-sich-zu-brandanschlag-auf-stromversorgung-in-berlin-15100260.html
:narf:
Berlin ist sozusagen das Venezuela Deutschlands.
Schnubel
04-01-2026, 14:47
Diese Behauptung ist vermutlich so alt wie die Menschheit.
Hört sich sehr gleichgültig an...daher wird es ja immer schlimmer mit den Menschen.
egonolsen
04-01-2026, 14:48
Berlin ist sozusagen das Venezuela Deutschlands.
Hilfe für fremde Länder wie die Ukraine scheint halt wichtiger zu sein als das Wohl der eigenen Bürger: https://www.stromnetz.berlin/uber-uns/presse/pressemitteilungen-2024/stromnetz-berlin-spendet-erneut-transformatoren-fur-die-ukraine/.
Daraus: "Stromnetz Berlin unterstützt erneut die Wiederherstellung der Stromversorgung in der Ukraine mit einer Trafospende. Nachdem 2023 bereits 40 Transformatoren aus eigenem Bestand in das Land transportiert wurden, kommen nun 31 weitere hinzu."
Wahnsinn, dass das bis Donnerstag dauern soll. Es fehlt anscheinend an allen Ecken und Enden an Notfallmaterial.
Kunoichi Girl
04-01-2026, 15:45
Hilfe für fremde Länder wie die Ukraine scheint halt wichtiger zu sein als das Wohl der eigenen Bürger: https://www.stromnetz.berlin/uber-uns/presse/pressemitteilungen-2024/stromnetz-berlin-spendet-erneut-transformatoren-fur-die-ukraine/.
...
Sorry, aber mit der ukraine hat das imo überhaupt nichts zu tun.
Katamaus
04-01-2026, 16:43
Hört sich sehr gleichgültig an...daher wird es ja immer schlimmer mit den Menschen.
Wenn Du das so interpretieren möchtest... Ich bin dagegen der Ansicht, dass nichts besser wird, solange Menschen wie Du andere der Gleichgültigkeit zeihen, nur weil sie nicht angesichts schwieriger Umstände nicht in ihren Alarmismus einstimmen wollen. Man könnte es auch neudeutsch canceln nennen.
Katamaus
04-01-2026, 16:45
Hilfe für fremde Länder wie die Ukraine scheint halt wichtiger zu sein als das Wohl der eigenen Bürger:
Das ist ein eines Physikers unwürdiger unzulässiger Umkehrschluss und ich denke, das weisst Du auch.
Schnubel
04-01-2026, 17:08
Wenn Du das so interpretieren möchtest... Ich bin dagegen der Ansicht, dass nichts besser wird, solange Menschen wie Du andere der Gleichgültigkeit zeihen, nur weil sie nicht angesichts schwieriger Umstände nicht in ihren Alarmismus einstimmen wollen. Man könnte es auch neudeutsch canceln nennen.
Wie verstehe ich denn diesen Kauderwelsch?
egonolsen
04-01-2026, 17:18
Das ist ein eines Physikers unwürdiger unzulässiger Umkehrschluss und ich denke, das weisst Du auch.
Ich denke, ich kann mir ohne Probleme die eine oder andere polemische Aussage leisten.
In diesem Land läuft etwas ganz grundsätzlich schief durch falsche Prioritätensetzung, da ist so eine Polemik eigentlich nur logisch. Das erlebt man z.B. im Universitätsbetrieb sehr deutlich und ich denke, dass das in der allgemeinen Gesellschaft nicht anders ist.
Katamaus
04-01-2026, 17:19
Wie verstehe ich denn diesen Kauderwelsch?
Du unterstellst mir was ohne Grund, nur weil ich Deine Meinung nicht teile. Damit machst Du dich zum Teil des Problems, welches Du beschreibst. So verständlicher?
Katamaus
04-01-2026, 17:23
Ich denke, ich kann mir ohne Probleme die eine oder andere polemische Aussage leisten.
Du kannst Dir leisten, was Du magst. Ich muss es ja nicht toll finden und erlaube mir, das auch mitzuteilen. Das wiederum kann ich mir leisten, denke ich. ;)
Kunoichi Girl
04-01-2026, 18:04
...
In diesem Land läuft etwas ganz grundsätzlich schief durch falsche Prioritätensetzung, da ist so eine Polemik eigentlich nur logisch. Das erlebt man z.B. im Universitätsbetrieb sehr deutlich und ich denke, dass das in der allgemeinen Gesellschaft nicht anders ist.
Sorry, aber Deine obige behauptung hat mit dem threadthema imo nichts zu tun.
hennoxxx
04-01-2026, 19:39
olsen ist Physiker?
edit
Und Kata, du darfst dir da gerne etwas mehr leisten
Kusagras
04-01-2026, 20:07
Berlin ist sozusagen das Venezuela Deutschlands.
Das wär schlimm. aber da sind wir noch nicht. Ich hoffe das bleibt so. Andererseits, wenn man sich allein mal letzten 80 bis 120 Jahre Geschichte Deutschlands anschaut, kann schon viel passieren in vergleichsweise kurzer Zeit.
Schnubel
04-01-2026, 21:14
Du unterstellst mir was ohne Grund, nur weil ich Deine Meinung nicht teile. Damit machst Du dich zum Teil des Problems, welches Du beschreibst. So verständlicher?
Nein...ich habe nicht verstanden, was Du genau meinst. Also frage ich jetzt nach!
Ich unterstelle Dir garnichts.
olsen ist Physiker?
edit
Und Kata, du darfst dir da gerne etwas mehr leisten
amen. deine meinung zählt :D
Da sieht man doch deutlich,dass die Gesellschaft verroht und egoistisch ist....noch mehr als zu früheren Zeiten.
Kann man so unzufrieden sein, dass man seine Aggressionen und Unmut an hilflosen Lebewesen auslässt?
Silvester hat auch wieder deutlich gezeigt, wie einige Menschen drauf sind und was für sie wichtig ist.Leider!
Welche Zeiten waren das, in denen ein Tier bei Menschen einen Stellenwert hatte, der verhinderte es einfach zu töten wenn es einem einen Nutzen bringt?
Schnubel
05-01-2026, 15:05
Welche Zeiten waren das, in denen ein Tier bei Menschen einen Stellenwert hatte, der verhinderte es einfach zu töten wenn es einem einen Nutzen bringt?
Ich rede von sinnlosen Tierquälereien.
amasbaal
05-01-2026, 18:08
Ich rede von sinnlosen Tierquälereien.
und welche "frühere zeiten" waren das (und wo war es), in denen man diesbezüglich oder auch sonst weniger verroht war?
Ich rede von sinnlosen Tierquälereien.
Sie hat ihren Hund aus praktischen Gründen getötet der ihr einen Nutzen brachte(nein, ich heiße das nicht gut). Also nochmal, welche Zeiten waren das?
Schnubel
05-01-2026, 19:21
Sie hat ihren Hund aus praktischen Gründen getötet der ihr einen Nutzen brachte(nein, ich heiße das nicht gut). Also nochmal, welche Zeiten waren das?
Was soll das jetzt hier werden?
Thomas L....das Beispiel ist Mist...und das weisst Du auch
Schnubel
05-01-2026, 19:27
Habt ihr wieder jemand gefunden auf dem ihr rumhacken könnt. Ist mir eigentlich egal, was ihr von mir wollt.
amasbaal
05-01-2026, 20:28
Habt ihr wieder jemand gefunden auf dem ihr rumhacken könnt. Ist mir eigentlich egal, was ihr von mir wollt.
blödsinn. du hast eine recht gewagte aussage getroffen, und wir wollen wissen, was es damit genau auf sich hat. du sagst: in früheren zeiten wäre es in dieser sache (und letzlich allgemein) nicht so verroht gewesen. da stellt sich die frage: wann denn? wäre ja interessant. es wird gefragt und du willst nicht antworten. ich nehme an, du hast darauf keine antwort und das mit den "früheren zeiten" einfach mal so daher gesagt. stimmt's? dann würde sich auch die nachfrage erledigt haben.
Katamaus
06-01-2026, 00:24
ich nehme an, du hast darauf keine antwort und das mit den "früheren zeiten" einfach mal so daher gesagt. stimmt's?
Jepp. Und das schon zum zweiten mal. Auf meinen ironischen Einwurf zu diesem stammtischbehafteten "Früher war alles besser." wurde mir Gleichgültigkeit unterstellt und ich bzw. mein Verhalten zum Teil des Problems erklärt, wovon man dann später nichts mehr wissen wollte und sich dumm stellte. Aber dann rumjammern von wegen "auf mir wird immer rumgehackt", wenn man damit nicht durchkommt und argumentativ verhaftet wird. DAS ist viel eher so ein Phänomen der heutigen Zeit und Diskussionskultur..
Teetrinker
06-01-2026, 00:36
Na, also #111 kann man doch durchaus als Aufgabe und Rückzug verstehen.
Somit sind #112 und 113 lediglich sinnloses Nachtreten. Man scheint es auskosten zu wollen.
Katamaus
06-01-2026, 01:16
Somit sind #112 und 113 lediglich sinnloses Nachtreten. Man scheint es auskosten zu wollen.
Gut, dass Du das jetzt nochmal abschließend geklärt hast.
Würdest Deine Zeit nicht als Erklärbär sondern als Mitleser nutzen, hättest Du allerdings mitbekommen, dass meinerseits noch eine Antwort ausstand. Hatte bisher keine Zeit dafür.
Schnubel
Was soll das jetzt hier werden?
…
Habt ihr wieder jemand gefunden auf dem ihr rumhacken könnt. Ist mir eigentlich egal, was ihr von mir wollt.
Antwort
Eine ernstgemeinte Rückfrage in welchen Zeiten in unserem westlichen Kulturkreis (reicht ja) Tiere einen höheren Stellenwert hatten und mehr Führsorge und Respekt erfuhren als heutzutage.
Was das mit herumhacken zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Ist jedes kritische Hinterfragen bereits ein herumhacken?
Teetrinker
06-01-2026, 13:43
Kulturkreis
Mir hat neulich ein Mitmensch erklärt dass dieser Begriff problematisch sei.
Vielleicht kann der Ethnologe an Board etwas dazu schreiben.
amasbaal
06-01-2026, 15:08
Mir hat neulich ein Mitmensch erklärt dass dieser Begriff problematisch sei.
Vielleicht kann der Ethnologe an Board etwas dazu schreiben.
er ist ein begriff der "kulturkreistheorie" und transportiert damit deren inhalte. außerhalb der kreise ihrer heutigen anhänger (die eine isolierte minderheit in fachreisen ist) wird er wissenschaftlich nicht genutzt. die kulturkreistheorie, die in der ersten hälfte des 20. jh. recht populär war, geht davon aus, dass historischer kultureller wandel durch die überlegenheit bestimmter "kulturkreise" zustande kommt, die auf "unterlegene" wirken und deren inhalte von "oben nach unten" übernommen werden. eine eigenständige entwicklung der einzelnen "kulturkreise", die durch "höherstehende" dominiert werden, wird dabei letztlich verneint. auf die art werden dann auch so absurde aussagen aufgestellt, dass die pyramiden in Mezoamerika zb. nur aufgrund von vorlagen aus Ägypten entstanden sein können oder dass es (ein extrembeispiel der theorievereinnahmung in rechts-esoterischen schwurblerkreisen) eine hoch überlegene ursprungskultur gegeben haben müsse, die die gesamte menschheitsgeschichte kulturell dominiert hat und von der alle "höherstehenden zivilisationen" sozusagen abstammen. da tauchen dann super-"Arier", Atlantis und sonst was auf in gewissen kreisen in dem zusammenhang auf.wen wundert es dann noch, dass zb. Erich von Däniken so ein Kulturkreistheoretiker war/ist und dass die "präastronautiker", die überall aliens als quelle zivilisatorischer errungenschaften sehen diese sichtweise aus der wissenschaftlichen mottenkiste herauswühlen. hier in Deutschland hat sich der Begriff in den 30er und 40er jahren natürlich besonders stark in den köpfen verfestigt (man kann sich denken, wer dieser theorie gerne angehangen hat, zumal die zeitliche übereinstimmung mit dem höhepunkt der popularität dieser theorie vorhanden ist). durch die ständige nutzung des wortes, ohne den eigentlichen begrifflichen hintergrund zu kennen, ist es im nachkriegsdeutschland in der ALLTAGSSPRACHE zu einem synonym für Kultur (ganz allgemein) in einer bestimmten region geworden, wird also meist anders verwendet, als es eigentlich bedeutet. allerdings schwinkt dieses: von hoch zu niedrig (wie immer man die "qualität" auch messen mag) in vielen köpfen ja meist unbewußt mit.
ich hoffe der aufklärung einen guten dienst erwiesen zu haben. :)
im übrigen kannst du dir diese miese art sparen. bei dir hätte ich (und habe ich ja anscheinend auch) das angemerkt mit dem "kulturkreis", bei Thomas nicht. woran das liegen mag? vielleicht am kontext?
egonolsen
06-01-2026, 15:27
Jo, ist also nur problematisch in wissenschaftlichen Elfenbeintürmen, die dem Pöbel vorschreiben wollen, wie er zu reden hat. Kennt man alles.
P.S.: Auch wenn das, was amasbaal hier schreibt, geschichtlich nicht uninteressant ist. War mir selbst nicht klar.
Mir hat neulich ein Mitmensch erklärt dass dieser Begriff problematisch sei.
Mir wird ständig erklärt, dass ich und mein Verhalten problematisch ist. Man gewöhnt sich daran. Ich denke man kann verstehen, worum es mir geht, daher ist eine Nebendiskussion über diesen Begriff nicht zielführend.
Dem hier schließe ich mich an: "Auch wenn das, was amasbaal hier schreibt, geschichtlich nicht uninteressant ist. War mir selbst nicht klar."
Und da er den Kontext berücksichtigt hat, nehme ich diesen Hinweis auch dankend an.
egonolsen
06-01-2026, 15:46
Mir wird ständig erklärt, dass ich und mein Verhalten problematisch ist.
Kann ich nicht glauben :D
Teetrinker
06-01-2026, 15:49
im übrigen kannst du dir diese miese art sparen. bei dir hätte ich (und habe ich ja anscheinend auch) das angemerkt mit dem "kulturkreis", bei Thomas nicht. woran das liegen mag? vielleicht am kontext?
Am Kontext? Vielleicht.
Ich vermute eher dass es daran liegt dass wir die Menschen mit denen wir uns in der gleichen Blase bewegen sympathischer finden.
Oder ganz konkret gesagt: den Thomas magst Du, während Du mir gegenüber eher Antipathie empfindest. Da diese Antipathie jedoch auf Gegenseitigkeit beruht, ist dies völlig okay für mich.
er ist ein begriff der "kulturkreistheorie" und transportiert damit deren inhalte.
Wie könnte man es sonst ausdrück ohne in Verdacht zu kommen ? Kulturelles Umfeld ?
amasbaal
06-01-2026, 22:21
Wie könnte man es sonst ausdrück ohne in Verdacht zu kommen ? Kulturelles Umfeld ?
mir ist klar, dass das schwierig ist, da den im wissenschaftlichenb sinne "korrekten" bergriff zu finden, da man sich ja noch nicht mal einig ist, was denn diese ominöse "kultur" eigentlich ist (in der ethnologie ist es schlicht das weltbild, das "wissen" von der welt und wie die so funktioniert, insbesondere, wenn es ums gesellschaftliche miteinander und deren symboliken und dabei benutzten bedeutungszuschreibungen geht und um die "grenzen", da ja auch kuturablehnung (einzelner aspekte) in jeder kultur mit dazugehört (kulturelle gegenströmungen, subkulturen, sich gerade verändernden strukturen... am ehesten einig ist man sich da mit: "Kognitiv-emotive muster, die innerhalb einer eingrenzbaren menschlichen gruppe die werte/weltsicht bestimmen). da es nun einmal keinen besseren begriff für das phänomen gibt und da es über "soziologisches", "religiöses", ökonomisches usw. hinausgeht und all diese "teile" holistisch als interaktive gesamtheit der praktisch UMGESETZTEN kultur verstanden werden, ist einfach "Kultur" der soundso wohl das beste, was man dazu sagen kann (in dem wissen um die problematik dass "kultur" mit "gesellschaft" oder gar mit materiellen produkten verwechselt wird, in denen Kultur ihre spuren hinterlässt, die aber nicht "kultur" SIND (zb. bauwerke, bestimmte nahrungszubereitungen pipapo), obwohl es ja ein rein ideelles konstrukt ist - eben kognitiv-emotive muster, die menschliches verhalten/wissen steuern. als solches ist es ständigem wandel unterzogen. wobei einige bereiche beharrlicher sind und sich nur über sehr lange zeiträume ändern und andere sich ruck-zuck wandeln können. die in einer gruppe dominante kultur ist immer mehr oder weniger in ihren diversen aspekten umstritten - ein ständiges machtspiel von interessensgruppen. deshalb kann ich auch nicht gelten lassen, wenn jemand meint, dass jemand aus einer bevölkerungsgruppe, in der kultur x dominant ist, ihr hilflos ausgeliefert sei und zu allem nur ja und amen sagen muss, weil er gar nicht anders denken und fühlen könne. aus dem gleichen grund kann "kultur" und "volk" nicht identisch sein (auch, wenn jedes "volk" in einem gewissen kulturellen RAHMEN agiert- inklusive der grenzüberschreitungen und der freien bewegung innerhalb des ramens mit seinen intern umstrittenen grenzen, die nicht fest, sondern durchlässig sind.
statt kulturkreis also eher nur kultur oder, wenn man sehr genau sein will: die region x in der bei der bevölkerung y dieses oder jenes zum zeitpunkt z ein dominantes kulturelles phänomen ist :)
eben kognitiv-emotive muster, die menschliches verhalten/wissen steuern. als solchrs ist es ständigem wandel unterzogen. wobei einige bereiche beharrlicher sind und sich nur über sehr lange zeiträume ändern ..........deshalb kann ich auch nicht gelten lassen, wenn jemand meint, dass jemand aus einer bevölkerungsgruppe, in der kultur x dominant ist, ihr hilflos ausgeliefert sei und zu allem nur ja und amen sagen muss, weil er gar nicht anders denken und fühlen könne)
Du kannst also anerkennen , daß solche Muster die man mit sich schleppt und in eigenen bis dahin gelebten Kulturbereich geprägt wurden , beharrlicher sein können , trotzdem fällt es dir schwer einzugestehen das diese kognitiv-emotive-Muster auch im der Fremde noch sehr machtvoll nachwirken können . Sie ev. sogar noch verstärkt und stabilisiert werden , weil sie eine Orientierung geben in einem Umfeld , das sich sehr unterscheidet von der vertrauten bis dahin gelebten Kultur einschliesslich ihrer kognitiv-emotiven-Muster? Das wundert mich ein wenig ^^
amasbaal
06-01-2026, 23:35
Du kannst also anerkennen , daß solche Muster die man mit sich schleppt und in eigenen bis dahin gelebten Kulturbereich geprägt wurden , beharrlicher sein können , trotzdem fällt es dir schwer einzugestehen das diese kognitiv-emotive-Muster auch im der Fremde noch sehr machtvoll nachwirken können . Sie ev. sogar noch verstärkt und stabilisiert werden , weil sie eine Orientierung geben in einem Umfeld , das sich sehr unterscheidet von der vertrauten bis dahin gelebten Kultur einschliesslich ihrer kognitiv-emotiven-Muster? Das wundert mich ein wenig ^^
fällt mir nicht schwer. hab ich das gesagt? es ist, wie du sagst. mir fällt es eher schwer zu sagen, dass es im rahmen einer kultur unmöglich sei, diesen mechanismen zu entkommen. was es schwer macht, sind die erwähnten machtverhältnisse. wenn religiöse fundamentalisten die macht im kulturellen diskurs erlangen und zugleich in den politischen strukturen (evtl. durch ihren gestiegenen kulturellen einfluss) entscheidende positionen besetzen können, dann wird es schwer, etwas anderes im rahmen der entsprechenden kultur umzusetzen, als von den machtstrukturen vorgegeben. der mechanismus lässt sich sehr gut auch anhand der perfide gezielt zusammen entwickelten kulturellen und politischen macht(steigerung) der Nazis aufzeigen und deren einfluss welt- und menschenbild mit hilfe der "gleichschaltung" und ritualisierungen von alltag und politik, die die kulturellen muster zu verankern halfen. und trotzdem: jeder hätte es auch anders machen KÖNNEN (und einige haben es getan). der mensch ist ein gewohnheitstier und nicht nur, aber stark nutzenorientiert.... leider. er passt sich schnell an den kulturwandel zum negativen an, wenn er glaubt, er würde ihm nutzen undglaubt, dass das jetzt das "normale"/normgebende ist (und diesen glauben zu implementieren ist schon ein teil des gelenkten kulturwandels in diesem beispiel). die nachwehen spüren wir noch heute im alltagssprachgebrauch in unbbewußten denkmustern (von denen niemand ganz frei ist). dennoch: ein dagegen ist immer möglich und findet immer statt (wie stark von wie vielen und wie erfolgreich ist wieder eine machtfrage: wessen "erzählungen" über richtig und falsch setzt sich durch und wird zum domninanten ton/inhalt in der öffentlichkeit)
ja, es gibt einige kulturelle aspekte, die sehr beharrlich sind - v.a. wenn sie irrational verinnerlicht werden können - etwa durch rituale und anknüpfung an reine "glaubenssätze". religionen sind da so ein ding, die gewisse kulturelle aspekte sehr lange gleichbleibend ritualisiert tradieren. wenn es da "wandel" gibt, gibt es in der geschichte immer enorme und oft sehr blutige konflikte. das zu bestreiten wäre lächerlich. nur: es gibt diese (oft brutalen) wechsel von kulturellen inhalten, die über die religion transportiert werden. in der geschichte findet man solche konflikte (ich meine jetzt die internen) bei allen religionen. auch da: machtfrage. nehmen wir den Iran. kaum jemand dort, würde sich nicht als schiitischer muslim bezeichnen. die einen lehnen das tragen von kopftüchern als symbol eines erzwungenen verhaltens ab (sie lehnen sie nicht an sich ab, sondern, den zwang, sie zu tragen), in der vergangenheit gab es diesen zwang im ebenso, wie heute schiitisch geprägten Iran nicht (ich meine den Iran der 50er bis späten 70er jahre). dann ändern sich die mahctverhältnisse und die mullahs beginnen einen "kulturkampf", den sie mit brutalen mitteln erst mal gewinnen. dann regt sich widerstand, der an macht gewinnt (politisch gestärkt durch den berüchtigten todesfall und die proteste danach und deren unterstütziung durch den "westen")... umstritten also. die frauen und manche männer, die dort protestieren sind jedenfalls keine willenlose opfer der kulturellen muster, die ihre religionsfaschistischen machthaber gerne in zement gegossen hätten.
wo du auch recht hast: im exil sind viele menschen stärker "identitätspolitisch" orientiert, als zu hause. dementsprechend auch eine "gegenkultur" zu der, in der man nun "fremd" ist (oder sich auch nur so fühlt): die übersteigerte orientierung an den dominanten kulturellen mustern ihrer heimat (wie auch immer die dann gerade aufgrund der politik aussehen und vermittelt werden) - je entgegengesetzter der als dominant wahrgenommenen (und meist misverstandenen) Kultur im exil-land, desto besser.
deshalb krieg ich bei der "rechtgen" identitätspolitik ne krise. ist das gleiche in braun: festnageln auf identitäre kulturaspekte, also auf differenz nach außen und gleichförmigkeit nach innen, und dabei einen "kulturkampf" um eine "umwertung der werte" (die als "links" dominiert bezeichnet werden) zu führen, die ein welt- und menschenbilder enthalten, die mir zuwieder sind. da treffen sich dann bei mir die themen.
aber, dass ich mal gesagt hätte, dass kultur (die kognitiv-emotiven muster) an sich NICHT machtvoll wirkt, kann eigentlich nicht sein. vielleicht hab ich mich mal nicht klar genug ausgedrückt und es ist der eindruck entstanden.
beides existiert zugleich: die beharrlichkeit und die wahl, dinge anders zu machen. es bleibt immer eine verantwortung für das eigene handeln, die sich nicht mit "ist so in meiner kultur" abtun lässt. dass das leicht ist und dass das die meisten können, ist damit nicht gesagt.
ich gehe mal davon aus, dass auch der islamismus ein kulturelles (v.a. in politik und religion natürlich) phänomen ist, das durch andere abgelöst wird. nichts ist kulturell ewig. leider gibt es manches, dass allzu lange anhält (sage ich natürlich aufgrund meiner eigenen kognitiv-emotiven muster, die mir aber meist recht bewußt sind und gegenüber denen ich dann auch eine kritische meta-ebene einnehmen kann. KANN!)
da besteht aber jetzt kein widerspruch.
Kann ich nicht glauben :D
Frag mal meinen Sohn - jetzt noch vernünftig zu werden ist halt auch zu spät.
Gürteltier
07-01-2026, 20:54
Ich persönlich bin bis in die späten 1990er in Schlägereien geraten. Seitdem nicht mehr nennenswert.
Tatsächlich haben die positiven Kontakte für mich zugenommen.
Gerade auch, wenn es mal kurz vorm rappeln ist.
Aber vorletzte Woche ist eine Frau an der REWE Kasse hinter mir an 6 Leuten vorbeigezogen und hat ihren einen Artikel auch vor die meinen gelegt, der ich gerade dran war.
Den Artikel habe ich dann hinter meine gelegt. Und es gab einen kurzen Wortwechsel. Die Frau hatte dunkle Haare und war der deutschen Grammatik nicht ganz mächtig.
Und ich war wegen einer anderen Sache angefressen.
Das Einzige, das sich in den letzten 40 Jahren für mich spürbar geändert hat, ist mein eigenes Verhalten.
Ach ja : Und REWE hat Edeka ausgestochen.
Kunoichi Girl
07-01-2026, 23:10
... Die Frau hatte dunkle Haare und war der deutschen Grammatik nicht ganz mächtig. …
Sorry, aber was hat das mit dem threadthema zu tun?
egonolsen
08-01-2026, 10:15
Ich persönlich bin bis in die späten 1990er in Schlägereien geraten. Seitdem nicht mehr nennenswert.
Tatsächlich haben die positiven Kontakte für mich zugenommen.
Gerade auch, wenn es mal kurz vorm rappeln ist.
Aber vorletzte Woche ist eine Frau an der REWE Kasse hinter mir an 6 Leuten vorbeigezogen und hat ihren einen Artikel auch vor die meinen gelegt, der ich gerade dran war.
Den Artikel habe ich dann hinter meine gelegt. Und es gab einen kurzen Wortwechsel. Die Frau hatte dunkle Haare und war der deutschen Grammatik nicht ganz mächtig.
Und ich war wegen einer anderen Sache angefressen.
Das Einzige, das sich in den letzten 40 Jahren für mich spürbar geändert hat, ist mein eigenes Verhalten.
Ach ja : Und REWE hat Edeka ausgestochen.
Und die anderen sechs nach dir haben die Dreistigkeit mit sich machen lassen oder wurde ihr Artikel dann nach und nach durchgereicht?
Gürteltier
18-01-2026, 20:52
... Die Frau hatte dunkle Haare und war der deutschen Grammatik nicht ganz mächtig. …
Sorry, aber was hat das mit dem threadthema zu tun?
Dunkle Haare = noch nicht ergraut ( Rentnereile wg. Todesnähe unwahrscheinlich) - keine Glatze ( optionaler Krebs siehe vorher)
Der deutschen Grammatik nicht ganz mächtig = möglicherweise andernorten sozialisiert mit andersgeartetem Anstellverhalten.
Warum interessieren dich so solche beiläufigen Informationen ?
Behauptet auf der Rolltreppe öfter "Ich habe nicht mehr lange zu leben." wenn die Leute nicht auf der rechten Seite stehen und die Bahn bald kommt :
Das Gürteltier
Gürteltier
18-01-2026, 20:57
Und die anderen sechs nach dir haben die Dreistigkeit mit sich machen lassen oder wurde ihr Artikel dann nach und nach durchgereicht?
Die anderen haben geschwiegen und die Dame machen lassen.
Unser Dialog war auch nicht eine Glanzleistung meinerseits. Trotz stimmiger Grammatik.
War ein Duell zwischen uns.
Ich versäumte, die anderen in der Reihe um Handzeichen zu bitten, wer die Dame vorbeilassen möchte.
Das meine ich nicht ironisch.
Es wäre meine angemessene Reaktion gewesen.
Gürteltier
21-01-2026, 18:22
...
War ein Duell zwischen uns.
Ich versäumte, die anderen in der Reihe um Handzeichen zu bitten, wer die Dame vorbeilassen möchte.
Das meine ich nicht ironisch.
Es wäre meine angemessene Reaktion gewesen.
Weil ich es eben privat gefragt wurde und hier Foren-Feedbacks zufolge immer alles so undeutlich erkläre :
Mein Fehler war m.E. in der Situation, dass ich es zu meiner Privatsache machte. Weil es mir Spass machte, mich von den übrigen AnsteherInnen zu distanzieren.
Motto " Mit MIR aber nicht."
Das erbetene Handzeichen hätte alle einbezogen und zur Reaktion aufgefordert. Hätte sich nur einer ganz hinten nicht gemeldet, hätte ich das Teil ans Ende gepackt. Ohne weiteres Gelaber.
Und hätten es alle aktiv bejaht, was da lief, wäre es ja nicht meine Aufgabe gewesen, das auszudiskutieren.
Die Dame fragte mich übrigens zum Gesprächsauftakt : " Willst du schlagen? " Wies mir also eine aggressive Rolle zu. Platt, aber auch clever genug.
Mein Antwort " Wenn ich zuschlage, bist du tot. " war da nicht gerade Sympathiemagnet.
Teetrinker
21-01-2026, 20:19
…. möglicherweise andernorten sozialisiert mit andersgeartetem Anstellverhalten….
wahrscheinlich an einem Ort sozialisiert an dem es fürs Vordrängeln Backenfutter hagelt.
Gürteltier
21-01-2026, 20:40
wahrscheinlich an einem Ort sozialisiert an dem es fürs Vordrängeln Backenfutter hagelt.
Da der Mensch eher am Erfolg lernt, ist das unwahrscheinlich. Sie war zweifelsfrei am Leben.
Oder da sind alle so unterernährt, dass sie hier im Kapitalismus-Herzland aufgepäppelt ihre neu gewonnene Physis massiv überschätzte - Motto "Jetzt kann ich endlich."
Andere Theorien, wie ein Mensch ein derartiges Verhalten entwickeln mag ?
egonolsen
22-01-2026, 09:02
wahrscheinlich an einem Ort sozialisiert an dem es fürs Vordrängeln Backenfutter hagelt.
Kann gut sein, das wäre auch kein Widerspruch zu ihrem jetzigen Verhalten. Wenn man nur "Schafe" um sich herum wahrnimmt und asozial ist, nimmt man sich mehr heraus, weil man es sich eben leisten kann. Weil es von solchen Leuten eben kein Backenfutter hagelt. Sieht man ja, die allermeisten haben es mit sich machen lassen. Ob, wenn die Schlange aus Menschen ihres Schlages bestanden hätte, sie sich genauso verhalten hätte, denke ich beispielsweise nicht. Allerdings stellt sich die Frage, ob Leute ihres Schlages überhaupt in der Lage wären, Schlangen zu bilden.
FireFlea
22-01-2026, 09:38
Ich habe bisher nur in Italien im Supermarkt erlebt, dass sich jemand aktiv vordrängeln wollte. Und die Italiener sind auch nicht in der Lage, Schlangen zu bilden. :D
Alfons Heck
22-01-2026, 10:48
..asozial ist, nimmt man sich mehr heraus, weil man es sich eben leisten kann...
Da finde ich es gut sich ein Beispiel an Japan und Hongkong zu nehmen. Dort ist es jedem "Peinlich" wenn er keine Rücksicht auf den anderen nimmt und die Etikette nicht achtet.
Ganz übel ist ja das Trampeltier (ebenso wie der Russe mit dem er nicht klar kommt): https://www.kampfkunst-board.info/forum/showthread.php?195002-Trumps-siegt-bei-der-Pr%C3%A4sidentschaftswahl-2024 mit seinen Auswirkungen auf die amerikanische Sozialisierung :mad::mad::mad:
Auch in der Hinsicht https://www.kampfkunst-board.info/forum/showthread.php?187227-urban-survival sollten wir etwas rücksichtsvoller miteinander umgehen.
Gruß
Alfons.
Katamaus
23-01-2026, 09:15
Ganz übel ist ja das Trampeltier (ebenso wie der Russe mit dem er nicht klar kommt): https://www.kampfkunst-board.info/forum/showthread.php?195002-Trumps-siegt-bei-der-Pr%C3%A4sidentschaftswahl-2024 mit seinen Auswirkungen auf die amerikanische Sozialisierung :mad::mad::mad:
Da bin ich tatsächlich gespannt, ob und wie sich das in den amerikanischen Alltag überträgt. Grundsätzlich sind die untereinander ja eher rücksichtsvoller als wir hier (NY vielleicht mal ausgenommen). Mein amerikanischer Kollege macht sich immer wieder über die Drängelei in Deutschland lustig. Sein Paradebeispiel ist die Geschichte von einer alten Dame und einem jungen Mann mit Knieschiene, die sich minutenlang gestritten haben, wer zuerst an der Rolltreppe war (er wollte runter, sie rauf). Er meint, das würde es so in den USA niemals geben.
FireFlea
23-01-2026, 09:35
Da bin ich tatsächlich gespannt, ob und wie sich das in den amerikanischen Alltag überträgt. Grundsätzlich sind die untereinander ja eher rücksichtsvoller als wir hier (NY vielleicht mal ausgenommen). Mein amerikanischer Kollege macht sich immer wieder über die Drängelei in Deutschland lustig. Sein Paradebeispiel ist die Geschichte von einer alten Dame und einem jungen Mann mit Knieschiene, die sich minutenlang gestritten haben, wer zuerst an der Rolltreppe war (er wollte runter, sie rauf). Er meint, das würde es so in den USA niemals geben.
Naja, sowas wie "Karens" gibt es in den USA doch schon immer, nicht nur in der Stadt.
Mein Antwort " Wenn ich zuschlage, bist du tot. " war da nicht gerade Sympathiemagnet.
Ich hätte erst mal gefragt, wann ich ihr das "Du"angeboten habe.
Todesdrohungen wegen Vordrängelns sind doch auch nicht gerade sehr höflich.
Teetrinker
23-01-2026, 10:53
…..Trampeltier….
Bezeichnest einen Menschen als Trampeltier, schreibst aber im selben Beitrag von Rücksicht und Sozialisierung. :o
Gürteltier
23-01-2026, 12:52
Ich hätte erst mal gefragt, wann ich ihr das "Du"angeboten habe.
Todesdrohungen wegen Vordrängelns sind doch auch nicht gerade sehr höflich.
Meine Antwort war schon erstmal ziemlich schlau. Die widersprach nämlich nicht der unterstellten Bereitschaft, sondern stellte sowohl Option als auch Unverhältnismäßigkeit dar.
Motto : "Darum kann es also zwischen uns nicht gehen."
(Danach gings aber eher gut für sie weiter.) Höflichkeit war durch ihr Vorgehen kein Kriterium. Auch nicht für das Publikum.
Diese Rückzugsbastion des deutschen "Du/Sie" in der augenwischenden pseudo-Distanzierung hätte einen nur in eine andere "uncoole" Ecke gestellt.
Blitzstigmatisierungen in Klischeerollen ist halt bei solchen öffentlichen Wortduellen eines der Kernprinzipien.
Kunoichi Girl
23-01-2026, 13:11
...
Höflichkeit war durch ihr Vorgehen kein Kriterium. ...
Ich dachte, herren sollten gegenüber damen stets höflich bleiben, auch wenn letztere sich mal vordrängeln oder dies versuchen?
Kusagras
23-01-2026, 13:22
Bezeichnest einen Menschen als Trampeltier, schreibst aber im selben Beitrag von Rücksicht und Sozialisierung. :o
"Trampeltier" für jd, der es für selbstverständlich hält, sich andere Länder einverleiben will zeugt jetzt von Rücksichtslosigkeit und mangelnder Sozialisierung? Puuh, wenn ich meir vergegenwärtige was sonst so im Alltag "state of the art" ist, wie soll man DAS dann bewerten?
Meine Antwort war schon erstmal ziemlich schlau. Die widersprach nämlich nicht der unterstellten Bereitschaft, sondern stellte sowohl Option als auch Unverhältnismäßigkeit dar.
Motto : "Darum kann es also zwischen uns nicht gehen."
Na wer weiß.
Man soll nie jemanden unterschätzen, auch keine schwarzhaarigen Damen.
Vielleicht zückt sie plötzlich nen Dolch, oder spuckt giftige Nadeln.
Oder ihr Mann und seine sieben Brüder warten draußen.
Dann ist es vorbei mit dem schlau und cool sein, auch wenn man in den 90ern mal ne Schlägerei hatte.
Kunoichi Girl
23-01-2026, 14:35
... auch wenn man in den 90ern ...
Bis in die 90er!
mal ne Schlägerei hatte.
Schlägereien!
egonolsen
23-01-2026, 16:56
Da bin ich tatsächlich gespannt, ob und wie sich das in den amerikanischen Alltag überträgt. Grundsätzlich sind die untereinander ja eher rücksichtsvoller als wir hier (NY vielleicht mal ausgenommen). Mein amerikanischer Kollege macht sich immer wieder über die Drängelei in Deutschland lustig. Sein Paradebeispiel ist die Geschichte von einer alten Dame und einem jungen Mann mit Knieschiene, die sich minutenlang gestritten haben, wer zuerst an der Rolltreppe war (er wollte runter, sie rauf). Er meint, das würde es so in den USA niemals geben.
Eine bewaffnete Gesellschaft ist eine höfliche Gesellschaft.
Eine bewaffnete Gesellschaft ist eine höfliche Gesellschaft.
Jetzt kommen wir zusammen :halbyeaha:D
Gürteltier
23-01-2026, 20:37
Na wer weiß.
Man soll nie jemanden unterschätzen, auch keine schwarzhaarigen Damen.
Vielleicht zückt sie plötzlich nen Dolch, oder spuckt giftige Nadeln.
Oder ihr Mann und seine sieben Brüder warten draußen.
Dann ist es vorbei mit dem schlau und cool sein, auch wenn man in den 90ern mal ne Schlägerei hatte.
Bei manchen Menschen liegen in ihren Äußerungen die Emotionen und Projektionen deutlich lesbar vor.
Leute wie die schwarzhaarige Dame sind meines Erachtens gute Beobachter solchen Verhaltens.
Ich deute das Verhalten der Dame selber mehr als einen Pragmatismus für die Optionen, die das aktuelle soziale Umfeld eben bietet.
Eine klarer deutsche Person hätte m.E. eher Schwierigkeiten mit dem Vordrängeln riskiert.
Mir war die Frau auf Anhieb sympathischer, als der Rest der Schlange.
Gürteltier
24-01-2026, 21:18
Bis in die 90er!
Schlägereien!
Und alle verloren.
Kunoichi Girl
25-01-2026, 02:49
Und alle verloren.
+1,
Du bist wenigstens ehrlich.
Gürteltier
25-01-2026, 15:21
Na wer weiß.
Man soll nie jemanden unterschätzen, auch keine schwarzhaarigen Damen.
...
Dann ist es vorbei mit dem schlau und cool sein, auch wenn man in den 90ern mal ne Schlägerei hatte.
Der Grund, warum die dunkelhaarige Dame "Schlangenmenschen" wie dir und Kunoichi girl m.E. geistig weit voraus ist, ist, das die wusste, dass es nicht um Schlagen oder Todesdrohungen geht.
Du springst auf Reizworte wie uncool und Schlägereien an, Kuno auf das Ausländerklischee und das krampfhafte Bemühen, nicht nach AFD zu klingen.
Dabei ging es in meinen posts um was ganz anderes.
Das letzte, was die Dame zu mir sagte war übrigens : "Hast du Auto ? Dann kannst du mir nach Hause bringen."
Mal verliert man, mal gewinnt die andere :
Das Gürteltier
Teetrinker
25-01-2026, 16:37
"Hast du Auto ? Dann kannst du mir nach Hause bringen."
Wer weiß wie sich das weiterentwickelt hätte. :D
Kunoichi Girl
25-01-2026, 18:26
... , das die wusste, dass es nicht um Schlagen oder Todesdrohungen geht. ...
Das letzte, was die Dame zu mir sagte war übrigens : "Hast du Auto ? Dann kannst du mir nach Hause bringen."
...
Sie hatte zu Dir praktisch vertrauen gefasst, obwohl Du zu ihr so streng gewesen warst bzw. gerade deswegen?
Gürteltier
26-01-2026, 10:19
Sie hatte zu Dir praktisch vertrauen gefasst, obwohl Du zu ihr so streng gewesen warst bzw. gerade deswegen?
Nö. Sie hat die scheinbare Aggression in das Gegenteil verdreht, sich ironisch angebiedert und ihre Forderungshaltung überzogen.
Mir lag spontan als Antwort nur " Heute noch über die Grenze ? Das wird mir einfach zu spät." auf der Zunge.
Und irgendwie schien mir das zu naheliegend - und gemein. Obwohl die das sicher verkraftet hätte.
P.S. : Und wenn das jetzt nicht genau zum thread-Titel passt, dann weiß ich auch nicht.
Du springst auf Reizworte wie uncool und Schlägereien an, Kuno auf das Ausländerklischee und das krampfhafte Bemühen, nicht nach AFD zu klingen.
Dabei ging es in meinen posts um was ganz anderes.
Ich spring überhaupt nicht, mich amüsiert nur wie du immer versuchst besonders intelligent und erhaben über deine eigenen Unbesiegbarkeitsphantasien zu wirken.
Vielleicht solltest du mal einfach klar sagen worum es dir geht, statt komische Geschichtchen zu erzählen, die dann so nach der Salamimethode rauskommen, um das Interesse zu wecken
Kunoichi Girl
26-01-2026, 12:14
Nö. Sie hat die scheinbare Aggression in das Gegenteil verdreht, sich ironisch angebiedert und ihre Forderungshaltung überzogen.
Du meinst, die frage der frau, ob Du sie nach hause fahren könntest, war nicht ernst gemeint?
Mir lag spontan als Antwort nur " Heute noch über die Grenze ? Das wird mir einfach zu spät." auf der Zunge.
Ok und wie hast Du Dich stattdessen verhalten und wie ging es dann weiter?
P.S. : Und wenn das jetzt nicht genau zum thread-Titel passt, dann weiß ich auch nicht.
+1
Gürteltier
26-01-2026, 17:50
Ich spring überhaupt nicht, mich amüsiert nur wie du immer versuchst besonders intelligent und erhaben über deine eigenen Unbesiegbarkeitsphantasien zu wirken.
Vielleicht solltest du mal einfach klar sagen worum es dir geht, statt komische Geschichtchen zu erzählen, die dann so nach der Salamimethode rauskommen, um das Interesse zu wecken
Von Unbesiegbarkeit zeugen meine posts hier so gar nicht.
Unbesiegbarkeitsphantasien bringst du also ein.
Ich poste hier eigene Erlebnisse und Gedanken zum Thema.
Du hingegen reibst Dich bloss kommentierend an fremden Sichtweisen von Situationen, die du gar nicht selber erlebt hast.
Wenn Dir daran gelegen ist, meine Aussagen jenseits von Reizwörtern in etwa zu verstehen, lies halt umfassender.
Deine eigenen, in meinen Augen unreifen Denkklischees rund um Kampfsport erwecken bei mir nicht den Eindruck, ich wäre intelligent auf einer absoluten Skala. Nur intelligenter.
Gürteltier
26-01-2026, 17:52
Ok und wie hast Du Dich stattdessen verhalten und wie ging es dann weiter?
Ich murmelte urdeutsch bloss "Mich." Abschließend riefen wir uns beide noch fröhlich ein "Bis nächstes Mal dann !" zu.
Kunoichi Girl
26-01-2026, 18:35
... Abschließend riefen wir uns beide noch fröhlich ein "Bis nächstes Mal dann !" zu.
Klasse!
zu verstehen, lies halt umfassender..
Das Geschwüre noch umfassender lesen?
Nein, dafür habe ich keine Zeit.
Du glaubst wirklich, da ist soviel drin?
Deine eigenen, in meinen Augen unreifen Denkklischees rund um Kampfsport erwecken bei mir nicht den Eindruck, ich wäre intelligent auf einer absoluten Skala. Nur intelligenter.
Ich spiegele nur deine eigenen Klischees, die du immer erfolglos versuchst zu durchbrechen.
Gürteltier
27-01-2026, 11:20
Das Geschwüre noch umfassender lesen?
Nein, dafür habe ich keine Zeit.
Du glaubst wirklich, da ist soviel drin?
Ich spiegele nur deine eigenen Klischees, die du immer erfolglos versuchst zu durchbrechen.
Ach so.
Alfons Heck
02-02-2026, 15:32
Das hier:
Sattelauflieger blockieren Autobahn: War es Sabotage?
https://www.rnd.de/panorama/mysterioese-sattelauflieger-auf-der-a-281-ein-gefaehrliches-spiel-oder-politisches-motiv-DHAELFGEFNDE3CSYXXPD4UZYEY.html
kann man auch in diese Rubrik einordnen.
Gruß
Alfons.
Kusagras
02-02-2026, 16:45
Auch sowas ist ja mittlerweile Alltag:
https://www.bild.de/regional/bayern/bei-unfall-auf-a6-gaffer-filmt-brennendes-opfer-polizei-ermittelt-6980809efa531953d5218f06
Ebenso gernen gefilmt wird, wie jemand zusammengeschlagen wird. Teils ist das ja schon so geplant.
Gürteltier
02-02-2026, 17:06
Das hier:
Sattelauflieger blockieren Autobahn: War es Sabotage?
https://www.rnd.de/panorama/mysterioese-sattelauflieger-auf-der-a-281-ein-gefaehrliches-spiel-oder-politisches-motiv-DHAELFGEFNDE3CSYXXPD4UZYEY.html
kann man auch in diese Rubrik einordnen.
Gruß
Alfons.
Und einen drunter liest mensch von einem 25 j., der eine ihm wohl unbekannte 18 j. zum Sterben mit vor die U-Bahn gezogen hat.
Alles nicht schön. Aber ich würde da keine Zunahme von irgendetwas draus ablesen. Du wahrscheinlich auch nicht.
Für mich das erschreckenste ist eigentlich die Zunahme der Aggressivität in der "durchschnittlichen" Bevölkerung. Keine Ahnung wie man das erklären kann. Es ist merklich überall. Beim Einkaufen, im öffentlichen Nahverkehr, im Straßenverkehr, gefühlt überall.
Das Phänomen ist nicht neu. Dazu mal Desmond Morris "Der Meschen-Zoo" lesen.
Kunoichi Girl
02-02-2026, 17:39
Das Phänomen ist nicht neu. ...
+1,
das liegt imo daran, wenn sich aufgrund äußerer umstände der stress der bevölkerung der brd erhöht (klimakatastrophe, trump, bedrohung durch putin, hass und hetze, umweltverschmutzung, nachwirkungen von corona, ...).
Kusagras
02-02-2026, 20:01
Das Phänomen ist nicht neu. Dazu mal Desmond Morris "Der Meschen-Zoo" lesen.
Das Buch ist von 1969. Wieso sollt sich da nicht was verändert haben?
Kunoichi Girl
02-02-2026, 21:26
… Wieso sollt sich da nicht was verändert haben?
Was denn zb Deiner meinung nach?
Gürteltier
02-02-2026, 21:27
Das Buch ist von 1969. Wieso sollt sich da nicht was verändert haben?
Äh, weil er Verhaltensevolutionäre Theorien aufstellt, sollte sich seit 1969 nichts verändert haben. Wenn die zuträfen.
Nicht, dass ich das Zoo-Gleichnis auf Anhieb sehr treffend fände. Mensch hat ja in der Stadt schon viel mehr Auslauf und Wahl. Und kann immer raus. Massentierhaltung in der Legebatterie träfe es da vielleicht eher - Bezogen auf die vielen nahen Fremden.
Eine der Kernthesen ist ja, so weit ich mich dunkel erinnere, dass wir zwangsläufig viele als Fremde nicht wahrnehmen, weil der Stamm individuell gestaltet und abgegrenzt werden muss. Da sind wir mal wieder bei der sozial günstigen Maximal-Gruppengröße.
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