PDA

Vollständige Version anzeigen : BJJ anfangen - Verletzungsrisiko wirklich so hoch?



hansuswurstus
17-02-2026, 06:47
Hallo zusammen,

mich interessiert BJJ, ich bin aber im Hinblick auf Kampfsport ein kompletter Neuling, wenn man den grünen Gürtel im Taekwondo im Kindesalter weglässt :rolleyes:

Zu mir: Ich bin 34 Jahre alt, wohne in München und mache seit ca. 15 Jahren Kraftsport und Powerlifting (aktuell knapp 100kg auf 1,90m).

Nun habe ich mir überlegt, einfach mal ein Probetraining zu machen, z.B. bei Munich MMA. Ein zentraler Punkt, der mich jedoch beschäftigt, ist das mit BJJ einhergehende Verletzungsrisiko.

Vielleicht ist das nur mein subjektiver Eindruck, aber es scheint, als käme es im BJJ oft zu Verletzungen, die teils gravierend sind und chronisch werden können, insbesondere am Bewegungsapparat (Schultern, HWS, Gelenke im Allgemeinen). Viele berichten, dass BJJ ihren Körper regelrecht zerstört habe.

Andere wiederum wenden ein, dass Verletzungen größtenteils (aber nicht vollständig) vermieden werden können, indem man seine Trainingspartner weise auswählt und sich im Hinblick auf hartes Sparring usw. zurückhält.

Ich habe ernsthaftes Interesse an BJJ, aber ein hohes Verletzungsrisiko wäre nicht zuletzt aufgrund meines Berufes ein K.O.-Kriterium für mich. Kann jemand mit Praxiserfahrung hierzu Näheres berichten?

Danke vorab!

jkdberlin
17-02-2026, 06:52
Jedes Training und insbesondere jeder Voll-Kontakt-Sport hat ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Das ist einfach eine Güterabwegung. Es wird beim Training ganz sicher irgendwann mal zu einer Verletzung kommen, meistens sind es kleinere Dinge, manchmal je nach eigenem Verhalten und Verhalten des Partners auch was größeres. Es gibt Sportarten, die haben ein höheres Verletzungsrisiko, andere vielleicht ein kleineres.

karla.schnikov
17-02-2026, 07:14
Ein Restrisiko bleibt, aber einen guten Teil hat man auch selbst in der Hand.
- Mit welcher Intensität gehst du selbst auf die Matte? (zugegeben, als Anfänger sicher schwer zu beurteilen und zu reflektieren)
- Bist du in der Lage zu kommunizieren, wenn die Intensität deines Partners zu hoch ist?
- Lässt du die kleinen Verletzungen ordentlich abheilen, damit sie nicht zu ernsteren werden?
- Wie ist die Kultur in dem Gym insgesamt? Achten alle aufeinander?
- Lässt dein Ego zu, früh zu tappen?

Mir fallen wenig Sportarten ein, die man viele Jahre ausüben kann, ohne, dass sie irgendwelche Verletzungen verursachen können. Alle meine Freunde, die im Erwachsenenalter weiter Fußball spielen, haben komplett kaputte Knie.

Teetrinker
17-02-2026, 08:36
indem man seine Trainingspartner weise auswählt…..

Kaum denkbar dass Du dir deine Trainingspartner auswählen kannst. Gerade am Anfang wird dir der Trainer einen Partner zuteilen. Und da gibt es Trainer die weise auswählen, und solche denen es leider egal ist.

Dorschbert
17-02-2026, 09:27
Hm. Also ich betreibe zwar kein BJJ/Grappling regelmäßig, besuche aber immer mal Workshops-/Seminare.

Bisher hatte ich danach wirklich JEDES Mal irgend 'nen Shice, dessentwegen ich dann erstmal mindestens zwei Wochen von meinem regulären Training pausieren musste (Finger verstaucht, Schulter was gezerrt etc.) - und das obwohl weder Trainer noch die jeweiligen Partner da übermäßig Gas gegeben oder zu sorglos agiert hätten.

Mittlerweile kalkuliere ich das quasi fest mit ein.

Nun bin ich im Gegensatz zum TE allerdings nochmal paar Jährchen älter und wahrscheinlich auch muskulär nicht ganz so aufgestellt wie er als Kraftsportler/Powerlifter auf dem Level bzw. kann es natürlich auch sein, dass die Verletzungsquote sich durch regelmäßiges, kontinuierliches Training verringert bzw. der Körper die entsprechenden Attribute entwickelt. :confused:

VG Dorschi

marq
17-02-2026, 13:43
es liegt auch viel daran welche zusammensetzung zb. alter und anspruch deine trainingsgruppe hat. verletzungen wirst du trotzdem nicht vermeiden können, schwere verletzungen bleiben bei intensiiven training nur dann aus, wenn du glück hast oder einen extrem robusten körper hast. die ohren werden sicherlich markiert werden ;)

period
17-02-2026, 13:58
Das Verletzungsrisiko variiert extrem - sowohl je nach Verein als auch je nach Trainingspartner und den eigenen Voraussetzungen. Mit 100 kg Lebendgewicht gehörst Du wahrscheinlich zu den schwersten 10% auf der Matte, was diesbezüglich tendenziell eher ein Vorteil ist. Der Nachteil besteht ggf. darin, dass Mittel- und Halbschwergewichte ggf. den Eindruck haben, dass sie mehr Kraft und Körpergewicht gegen Dich einsetzen können bzw. müssen (ich bin Mittelgewicht, und tatsächlich habe ich bisher vor allem Schwergewichte beschädigt). Das geht übrigens in beide Richtungen: wenn ein Schwergewicht gegen Leichtere "weich" grapplet - also mit Druck mitgeht und versucht, eine technische Lösung zu finden - dann kommt in der Regel auch "weich" zurück. Wenn man dagegen versucht, nur durch Kraft oder Körpergewicht eine Position zu halten, wo man die Struktur nicht hat, dann kann es durchaus sein, dass die Energie einfach hochgefahren wird, bis es ggf. "Knack" macht. Ich komme z.B. als Angreifer im Normalbetrieb nicht auf die Idee, mit einem Single leg aufzuhören, nur weil jemand meint, das Bein wäre safe wenn er da jetzt einfach seine 100 kg draufstellt statt es in einem Sprawl wegzuziehen.
Dazu kommen die individuellen Voraussetzungen: wenn Du z.B. wenig beweglich bist und vielleicht noch schon bereits lädierte Schultern oder Knie mitbringst, steigt die Verletzungswahrscheinlichkeit erheblich.

marq
17-02-2026, 14:06
alle beiträge sind nicht sehr motivierend für mitlesende anfänger. als anfänger hat man den meisten spass, wenn man unbedarft anfängt, ohne sich über mögliche konsequenzen einen kopf zu machen....

period
17-02-2026, 15:16
alle beiträge sind nicht sehr motivierend für mitlesende anfänger. als anfänger hat man den meisten spass, wenn man unbedarft anfängt, ohne sich über mögliche konsequenzen einen kopf zu machen....

Das ist mit Beziehungen ähnlich, hab ich mir sagen lassen... Leute zu irgendwas motivieren oder Risiken kleinreden ist nicht mein Job. Ich kenne das Sport eher umgekehrt - man will nur die dahaben, die die Risiken kennen und es trotzdem machen wollen.

big X
17-02-2026, 16:42
es liegt auch viel daran welche zusammensetzung zb. alter und anspruch deine trainingsgruppe hat. verletzungen wirst du trotzdem nicht vermeiden können, schwere verletzungen bleiben bei intensiiven training nur dann aus, wenn du glück hast oder einen extrem robusten körper hast. die ohren werden sicherlich markiert werden ;)

helfen gegen ringerohren eigentlich diese ohrenschoner der ringer?
sehen ja lustig aus, aber wenns hilft :).

period
17-02-2026, 17:23
helfen gegen ringerohren eigentlich diese ohrenschoner der ringer?
sehen ja lustig aus, aber wenns hilft :).

Jein. Eigentlich sind sie dazu da, um die zu verhindern, ABER das klappt nur, wenn beide Parteien sowas tragen. Ansonsten ist das Ringerohren-Risiko für den Partner ohne Ohrenschutz erhöht, gerade weil viele Modelle Hartschalen haben. Und hierzulande fangen die Leute üblicherweise erst an, sowas aufzusetzen, wenn sie die Ohren gerade frisch punktiert haben. Ausserdem kanns schwieriger sein, mit so nem Ding aus ner Kopfklammer (inkl. Anaconda, Darce ung Guillotine) rauszukommen.

Uruk
17-02-2026, 18:01
Es gibt Schulen die sind auf ein "softeres" Publikum spezialisiert.
Siehe hier:
https://www.youtube.com/watch?v=vvaZMj-WQ54

Kunoichi Girl
17-02-2026, 18:06
Hm. Also ich betreibe zwar kein BJJ/Grappling regelmäßig, besuche aber immer mal Workshops-/Seminare.

Bisher hatte ich danach wirklich JEDES Mal irgend 'nen Shice, dessentwegen ich dann erstmal mindestens zwei Wochen von meinem regulären Training pausieren musste ...


Wenn der hansus in eine kommerzielle bjj-schule geht, wird es dort doch wahrscheinlich einen (täglichen) anfängerkurs geben, in welchem erstens die basis trainingsmäßig ordentlich aufgebaut ist und zweitens die trainer darauf achten, zahlungswillige schüler nicht gleich am anfang durch zu verletzungsträchtiges training zu verscheuchen?

concrete jungle
17-02-2026, 18:59
Hi Hans,
bei der vorhandenen Physis (Groß, stark, kann herausfordernd rüberkommen!) immer vorher sagen: ,,Kein Ego hier, will nur zusammen lernen und locker rollen" oder sowas in der Art um vorab zu entschärfen.

Vorher immer gut aufwärmen, dehnen usw. und schnell tappen.

Astralis
17-02-2026, 19:22
Zwar noch nie BJJ gemacht aber die Schule ist mir bekannt, hab vor einiger Zeit mal im pound for pound gejobbt und die haben ne Art Kooperation. Flasch machst du da Jedenfalls nichts.

Kunoichi Girl
17-02-2026, 21:22
Hi Hans,
bei der vorhandenen Physis (Groß, stark, kann herausfordernd rüberkommen!) immer vorher sagen: ,,Kein Ego hier, will nur zusammen lernen und locker rollen" oder sowas in der Art um vorab zu entschärfen.



Das würde mich als (zugeteilten) trainingspartner maximal nerven bzw. triggern.

Steapa
18-02-2026, 07:39
Also das liest sich so unglaublich negativ alles. Natürlich wäre zu sagen "Es gibt kein Risiko" mehr als fahrlässig aber mal ehrlich ... das klingt schon sehr übertrieben.

@TE:
Ich habe wesentlich später, als Du angefangen, bin, von Sachen, wie Tennisellenbogen, den man auch bei vielen anderen sportlichen Aktivitäten bekommen kann, von Verletzungen völlig verschont geblieben.

amasbaal
18-02-2026, 08:53
Das würde mich als (zugeteilten) trainingspartner maximal nerven bzw. triggern.

dann wärst du am falschen platz und im faslschen sport. (und wäre ich dir überlegen und würde das mitbekommen, würdest du keine gnade mehr erwarten dürfen,bis du selbst drum bettelst).

:teufling:

FireFlea
18-02-2026, 08:56
Das größte Risiko liegt doch im Altherren Fußball. Trotzdem machen es sehr viele. Risiko gibt es bei jeder körperlichen Tätigkeit, die positiven Aspekte überwiegen.

Smals
18-02-2026, 09:41
Das würde mich als (zugeteilten) trainingspartner maximal nerven bzw. triggern.

cool Story. Aber warum triggert dich das wenn jemand sagt: "Ich gebe dir keinen consent zu hartem Rollen." Klingt auf jeden Fall nach einem Du Problem.
Zumindest in meiner Welt würdest du halt schnell nur noch Trainingspartner bekommen wo klar ist dass die diejenigen sind die härter wollen als du. (There is always a Bigger fish wie wie mein Trainer als Anekdote hat: "Jeder hat seinen Ivan.")

Härte ist immer ein: Alles geht aber sprecht es ab und beide müssen Konsens geben. Die untere Schwelle gibt das Level vor.

Kunoichi Girl
18-02-2026, 10:01
... Aber warum triggert dich das wenn jemand sagt: "Ich gebe dir keinen consent zu hartem Rollen." ...


Wenn jemand neu in einem dojang anfängt, egal ob als anfänger oder fortgeschrittener/großes oder kleines gewicht muss er sich imo von haus aus zu benehmen wissen, d.h. es ist selbstverständlich, dass er beim rollen/sparring/freikampf aufpasst.
Das muss er nicht extra betonen, indem er "Kein Ego hier, will nur zusammen lernen und locker rollen" oder sowas von sich gibt.
Wenn er es extra betont, heißt das für mich, dass für ihn selbst ordnungsgemäßes verhalten nicht selbstverständlich ist oder/und er davon ausgeht, dass es in dem dojang, in dem er nun trainieren will, nicht selbstverständlich ist, was für mich eine respektlosigkeit darstellt.


Wenn jemand schon länger dort trainiert, weiß er ohnehin, wie´s läuft, so dass derartige sprüche bestenfalls unnütz/luftverschwendung sind.


Edit:

Erfahrungsgemäß geben typen, die vorher sagen, sie wollen locker machen, dann doch gas, von anfang an oder im verlauf des sparrings, bewusst oder unbewusst.

jkdberlin
18-02-2026, 10:05
Eine BJJ Schule ist kein Dojang :)

Kunoichi Girl
18-02-2026, 10:13
Eine BJJ Schule ist kein Dojang :)


+1,

dojo oder nur bjj-schule?

Teetrinker
18-02-2026, 12:08
Kann ein Anfänger überhaupt locker rollen? Ist es nicht eher so dass eher aufgrund seiner nicht vorhandenen technischen Kenntnisse verkrampfen wird, und sich mit Kraft einfach irgendwo festklammert?

Schon Mitte 30, Kraftsportler, also völlig andere Bewegungen, und vermutlich recht steif. Dazu würde ich gerne mal Björns Meinung lesen.

Smals
18-02-2026, 12:09
Wenn jemand neu in einem dojang anfängt, egal ob als anfänger oder fortgeschrittener/großes oder kleines gewicht muss er sich imo von haus aus zu benehmen wissen, d.h. es ist selbstverständlich, dass er beim rollen/sparring/freikampf aufpasst.
Das muss er nicht extra betonen, indem er "Kein Ego hier, will nur zusammen lernen und locker rollen" oder sowas von sich gibt.
Wenn er es extra betont, heißt das für mich, dass für ihn selbst ordnungsgemäßes verhalten nicht selbstverständlich ist oder/und er davon ausgeht, dass es in dem dojang, in dem er nun trainieren will, nicht selbstverständlich ist, was für mich eine respektlosigkeit darstellt.


Wenn jemand schon länger dort trainiert, weiß er ohnehin, wie´s läuft, so dass derartige sprüche bestenfalls unnütz/luftverschwendung sind.


Edit:

Erfahrungsgemäß geben typen, die vorher sagen, sie wollen locker machen, dann doch gas, von anfang an oder im verlauf des sparrings, bewusst oder unbewusst.

Einen Hinweis geben das es man es locker halten möchte ist jetzt respektlos? Okay wie wird denn dann ausgehandelt wo bei jemandem die Grenze liegt/wie hart er will wenn Kommunikation dazu heißt man wüsste sich nicht zu benehmen?

Kunoichi Girl
18-02-2026, 12:28
Kann ein Anfänger überhaupt locker rollen?

Wohl eher selten, ebensowenig wie er sich auch in anderen koordinativ anspruchsvolleren sportarten gut anstellen wird.
Dafür fängt er ja mit dem training an?



Dazu würde ich gerne mal Björns Meinung lesen.

Der ist weg.

Kunoichi Girl
18-02-2026, 12:34
... Okay wie wird denn dann ausgehandelt wo bei jemandem die Grenze liegt/wie hart er will ...


Da gibt es imo nichts auszuhandeln, sondern den mund zu halten, sich die gepflogenheiten des dojos anzusehen, sich dann dementsprechend ordentlich dort zu benehmen und vor allem fleißig zu trainieren.

Etwas anderes ist es natürlich, wenn das ständige aushandeln zu den geplogenheiten des dojos gehört.

Astralis
18-02-2026, 12:40
Ich nochmal :)

Wenn du wirklich zum Munich MMA willst, die haben doch alle paar Monate ein beginner Wochenende wo über zwei Tage die absoluten basics gelernt werden. Finde ich ne super Sache

Gürteltier
18-02-2026, 18:35
Zu mir: Ich bin 34 Jahre alt, wohne in München und mache seit ca. 15 Jahren Kraftsport und Powerlifting (aktuell knapp 100kg auf 1,90m).

Nun habe ich mir überlegt, einfach mal ein Probetraining zu machen, z.B. bei Munich MMA. Ein zentraler Punkt, der mich jedoch beschäftigt, ist das mit BJJ einhergehende Verletzungsrisiko.



Frag den Trainer, wie du vermeidest, andere zu verletzen.

Lass dir vom aktuellen Rollpartner was erklären - " Wie hast du das gerade gemacht ? " Kannst Du mir das nochmal in Ruhe zeigen ? Dann muss man nicht über ego reden.

Versuch, nur die Hälfte deiner Kraft zu benutzen. Lass dich bewegen, bevor es rasant und hektisch wird.

Guck viel, was passiert. Gehe vieles langsam an. Wie ist der Körper deines Partners gerade positioniert, wie deiner. Wo ist gerade "alles" von euch.
Fühlst du dich gepinnt, frag ruhig " Was müsste ich jetzt am ehesten tun ? "

Du bist die Größe, die du immer kontrollieren kannst.

Royce Gracie 2
10-04-2026, 16:29
Ob man sich beim BJJ verletzt oder nicht hängt Großteils von einem selbst ab.

1. Trainingshäufigkeit und Intensität
Sind die bei einem Anfänger zu hoch , kommt es zwangsläufig zu Verletzungen.
Das ist aber beim Fußball , Basketball oder Skifahren nicht anders.....

2. Die Art wie du rollst bestimmt maßgeblich wie Verletzungsanfällig das ganze wird.
Ich rolle immer langsam und kontrolliert , viel mit Pressure und Kontrolle und sehr top heavy. Da ist fast keine Verletzungsgefahr.
Von unten mache ich nur Half-Guard oder versuche aufzustehen :)
Ich hab mich noch nie beim BJJ verletzt....alle Meine Verletzungen waren vom MMA


Ist man dagegen ein fortgeschrittener flexibler Guard Player, der zwischen verschiedenen Guard Systemen hin und her flowed , der dazu auch noch auf Tempo, Dynamik, Momentum und Flexibilität setzt und auch beim passing auf looses flow passing mit tempovariationen, statt pressure passing, dann sind Knieverletzungen fast unvermeidlich.

Hab mal gelesen dass ca 70% der Leute die auf Dynamik und Speed setzen sich im Laufe ihrer BJJ Karriere ne schwere Knieverletzung holen.

marq
10-04-2026, 18:15
Ich hab mich noch nie beim BJJ verletzt....alle Meine Verletzungen waren vom MMA

bis zu ersten mal ....... man kann es nicht beeinflussen: eine dumme situation oder bewegung, einmal zu viel ego, einmal ein partner, der was macht mit dem man nicht rechnet......

es ist dasselbe wie mit den ohren: manche sagen sie kommen niemals welche und beim nächsten treffen :ringerohr:ringerohr:ringerohr

ThomasL
11-04-2026, 06:53
Er sagt doch "größtenteils" und natürlich kann man das eigene Verletzungsrisiko, insbesondere im Training, stark beeinflussen. Was man selbstverständlich nicht kann ist das Restrisiko auf null zu senken (aus den von Dir genannten Gründen). Das ist aber überall im Leben so und wenn man das begreift und akzeptiert kann man vieles angstfrei betreiben und ohne unnötige Ängste leben.

Royce Gracie 2
11-04-2026, 11:05
bis zu ersten mal ....... man kann es nicht beeinflussen: eine dumme situation oder bewegung, einmal zu viel ego, einmal ein partner, der was macht mit dem man nicht rechnet......

es ist dasselbe wie mit den ohren: manche sagen sie kommen niemals welche und beim nächsten treffen :ringerohr:ringerohr:ringerohr


Ringerohren ist genetisch.

Ich habe links ein leichtes Ringerohr und rechts gar nichts.
Der Grund wird auch jedem schnell klar, der mal an meine Ohren hinlangt :biglaugh:
Die sind weich... unfassbar weich und knetbar.. ich kann mein rechtes Ohr nehmen und wie ein Papier zusammenknüllen

ich hab meinen Kopf bestimmt 200x aus Guillotinen rausgezogen und dabei mein Ohr umgebogen aber es ist dem Ohr einfach egal wenn es komplett umgefaltet wird

Jeder der bisher mal an meine Ohren hingelangt hat sprach: " Aaaalter hast du weiche Ohren wtf " hihi

Dass da was bricht ist fast unmöglich (Auch hier sage ich bewusst fast !) Denn 1x ist ja tatsächlich am linken ohr ein Knorpel gebrochen.

Axelaiming
11-04-2026, 21:16
Also ich habe mit 54 angefangen mit BJJ no gi und nach 3 Monaten es wieder ad acta gelegt und bin erst einmal in Gym gedackelt. Erstmal Aufbau meiner Muskeln, anpassen der Sehnen und Bänder, ab und zu lockeres rollen auf der Matte.Da gebe ich mir aber einige Monate dafür. Bei 34 Jahren wird das wohl so nicht nötig sein. Allerdings hatte ich auch schon einen Partner, der nicht mitbekommen hat, das ich abgeklopft habe und weiter durchgezogen hatte. Nachdem ich erst kürzlich bei einem Fußhebel gesehen habe, das da auch mal was kaputt gehen kann, bin ich ganz froh erst einmal ne BJJ Pause zu machen. Ich denke aber, wenn Du einen festen Rollpartner hast zum Training, kann man ja schon absprechen, das der nicht einfach so durchzieht, damit Du erst einmal reinkommst. Du willst ja sicher nicht gleich ins Turnier starten wo es ernst wird. Mir als Wiedereinsteiger auf der Matte ist aber hier gar nichts passiert, bis auf mal Abschürfungen durch diese Mattenrillen. Fühle mich beim ringen zwar wohler, da will aber keiner mehr nen alten Sack mit durchziehen, sprich kommt man nicht mehr rein.
Aber bei 15 Jahren Kraftsport ......also da verstehe ich das Problem nicht ....