Vollständige Version anzeigen : Die Entstehung eines neuen Kampfkunst-Stils
Folgendes stammt von dieser Site... (http://www.markhosak.com/kampfkunst/kampfkunst.html) :idea:
Die Entstehung eines neuen Kampfkunst-Stils
Taguchi Ryû Bôjutsu
Alles, was Meister Taguchi in seinem Stil lehrt, den er heute Taguchi Ryû Bôjutsu nennt, hat er von keinem Menschen gelernt. Hier im Westen würde man sagen, dass er sich aus seiner Intuition heraus bewegt und diese Techniken dann lehrt. Er selbst sagt aber, dass er seine Techniken von den japanischen Spirits der Kampfkünste geschickt bekommt. Auf diese Weise empfängt er Kampfkunsttechniken aller Zeiten wie ein Medium. Das aufregende dabei ist, dass er keine neue Technik geschickt bekommt, bevor er nicht, die vorherige perfektioniert, indem er sie anwendet. Jede einzelne Bewegung scheint nur ein einziges Mal durch seinen Körper zu gehen. Wenn er diese nicht sofort übt und er sie einmal vergisst, scheint sie für immer verloren zu.
Auf diese Weise hatte ich die einmalige Chance, mit eigenen Augen zu sehen, wie ein neuer Stil entsteht. Und diesen Stil darf ich nun seit 1998 im Auftrag von Taguchi-sensei hier im Westen unterrichten.
...
Was haltet ihr von dieser "Erleuchtungtheorie"? :vogel:
Gruss
Lars´n Roll
20-04-2005, 13:43
:megalach:
Da gab´s doch mal ´ne Sendung mit Ede Zimmermann... "Nepper, Schlepper, Bauernfänger". :)
:megalach:
:hammer: Herrlich. :rotfltota Wenigstens konnte ich so einmal richtig herzhaft lachen. :D Auf jeden Fall sollte mir sein Sensei auch etwas von seinen Drogen schicken.
Sehr schön finde ich auch bei den Seminaren den Hinweis, dass man da Schwertkampftricks lernen könne, wie sie bei Last Samurai zu sehen waren. :fechtduel
Alfons Heck
20-04-2005, 14:46
Folgendes stammt von dieser Site... (http://www.markhosak.com/kampfkunst/kampfkunst.html)
Das finde ich auch gut:
"Fallschule Taihen Jutsu. Ich musste Meister Meister Taguchi immer wieder angreifen, um auf raffinierteste Weise, gehebelt, geworfen und verknotet zu werden. Diese Form des Trainings führte dazu, dass ich nach einem halben Jahr aus nahezu jeden Winkel auf die Nase fallen konnte, ohne mich zu verletzen..."
Die Nase möchte ich mal sehen ;)
Was haltet ihr von dieser "Erleuchtungtheorie"?
Nix.
Hier ist es auch nett :D
http://www.p-k-d.info/
speziell das:
http://www.p-k-d.info/inhalt/chronik/chronik.html
und das:
http://www.p-k-d.info/inhalt/waffen/waffen.html
warum klingt das nur so ähnlich :confused: :confused: :confused:
wie die Seite von Dir Mono.
Yasha Speed
20-04-2005, 15:13
naja ueshiba behauptete ja auch, er hätte seine 1337 5killz von ame no murakamo und anderen...
Hört sich irgendwie nach der Geschichte von Joseph Smith an, der das Buch "Mormon" von goldenen Platten - zu welchen ihn ein Engel in einer Prohpezeihung den Weg wies - mit seinem Seherstein übersetzte. Er legte den Stein in einen Hut steckte sein Gesicht hinein und empfing die "Überstzung".
Das beste ist der Name: Pit Kune Do frei übersetzt "Peterchens Weg der Faust!" :D
gruss
domme
Endlich, ein Pontifex Martialis. :sport146:
bis dann
Karateka_
20-04-2005, 17:10
Wie heisst es so schön.. "Den Seinen gibts der Herr im Schlaf" :D :D
Wie heisst es so schön.. "Den Seinen gibts der Herr im Schlaf" :D :D
Nicht jugendfrei :mad: :D
:ups: :confused: :rofl: :rofl: :rofl: :rofl: :rofl:
Die Kurse ersetzen keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlungen.
Den Satz find ich echt genial. Was der für Schüler haben muss...
King Karl
20-04-2005, 18:57
:narf:
So ein Müllmann
Chupacabra
20-04-2005, 19:50
Alder...was geht denn bei dem?? Und guckt euch den Hannes mal an - kein Wunder, dass der auf die Obi-Wan Kenobi-Nummer reingefallen ist... Kämpfer? Niemals!
Weise Kriegerin
20-04-2005, 23:10
Hallo Ihr großen Meister der Worte :cool:
Betreibt Ihr Kampfkunst oder Kloppkunst? :sport069:
Wenn Ihr Kampfkunst nur als plumpe und gehirnlose Prügelei betrachtet, habt Ihr sicherlich recht, daß er kein guter Kämpfer ist. :dumm:
Einigen von Euch kann man wohl auch empfehlen, daß Ihr Euch mal bei der Bild-Zeitung um Arbeit bewirbt. Dort werden nämlich auch einzelne Sätze aus dem Zusammenhang gerissen. :wuerg:
Warum habt Ihr denn mit Kampfkunst angefangen? :nini:
Was hat Euch denn begeistert?
Viele Leute fangen mit Kampfkunst an, weil sie einen Film gesehen haben. Meistens ist es aber nicht die Technik, die die Menschen begeistert, sondern die Philosophie und Atmosphäre, die dahinter steckt. :cool2:
Öffnet Euer Herz anstelle durch einen Tunnel zu laufen. :bang:
Viele Grüße,
Weise Kriegerin
Was hat Euch denn begeistert?
Wonderwoman und ihr Amazoenschwestern haben mich in der Grundschule fasziniert.
Ok, ok, ich gebs ja zu, bei mir sind eigentlich Xenia und ihre süsse Begleiterin schuld.:D
Chupacabra
20-04-2005, 23:44
"Kampfkunst" beinhaltet "kämpfen". Philosophie hin oder her - Leute, die sich in esoterisch-verklärtem Geschwaller verlieren und noch nie gekämpft haben sind für mich KEINE Kämpfer.
Weise Kriegerin
21-04-2005, 08:34
"Kampfkunst" beinhaltet "kämpfen". Philosophie hin oder her - Leute, die sich in esoterisch-verklärtem Geschwaller verlieren und noch nie gekämpft haben sind für mich KEINE Kämpfer.
Woher weißt Du denn, daß jemand noch nie gekämpft hat?
Bist Du allwissend? :troete:
Weise Kriegerin
21-04-2005, 08:42
Wonderwoman und ihr Amazoenschwestern haben mich in der Grundschule fasziniert.
Ok, ok, ich gebs ja zu, bei mir sind eigentlich Xenia und ihre süsse Begleiterin schuld.:D
Tja, wie es aussieht trägst Du die Mädels immer noch herum, weil Du nicht unterscheiden kannst zwischen einer Frau die sich im Forum meldet und dem Inhalt, den sie schreibt.
Vielleicht kehrst Du nochmal in die Grundschule zurück, um lesen zu lernen, anstelle Dich in Minderjährige zu vergucken. :megalach:
UHI wan kenobi
21-04-2005, 10:05
Hallo Leute,
ich habe vor gut 20 Jahren mit dem Kampfsport angefangen und Bücher von Nakayama und Bruce Lee ins Deutsche übersetzt. Ihr könnt davon ausgehen, dass ich von der praktischen wie auch theoretischen Seite her weiß, wovon ich spreche.
Ähnlich wie Weise Kriegerin gehe ich davon aus, dass man nicht über etwas herziehen sollte, was man nicht kennen gelernt hat. "The proof of the pudding is in the eating.", wie schon die Briten sagen.
Ich kenne Mark persönlich und bin von seiner tief in der Geschichte der Kampfkunst verwurzelten Lebens- und Lehrweise sehr beeindruckt. Und bei ihm hört die Kampfkunst nicht bei den äußeren Waffen auf. Viele von euch sind sicherlich von Techniken und den verschiedensten Waffen beeindruckt, mit denen ihr sicherlich vortrefflich umzugehen versteht. Doch wer von euch beschäftigt sich auch mit den anderen Gebieten des "Kampfes"?
Zum Kämpfen gehört z. B. auch das Heilen. Und auch die Beschäftigung mit der spirituellen Seite des Kämpferlebens. Wer sich nur mit der reinen Technik beschäftigt, wird irgendwann in der Weiterentwicklung stecken bleiben.
Denn die reine Technik hört da auf, wo der Körper aufhört. Und wer schon einmal so alte Meister wie z. B. den damals gut 83jährigen Großmeister des Aikido André Noquet bei einer Vorführung live erlebt hat und von ihm wie ein Blatt im Wind scheinbar mühelos drei Meter weit durch die Luft geworfen wurde, der weiß, dass in diesem Alter viel über den nicht so einfach "begreifbaren" geistigen Aspekt der Kampfkunst entschieden wird.
Mark hat halt einfach schon früher in seinem noch jungen Leben damit begonnen, sich mit diesen geistigen Themen auseinander zu setzen. Die Intensität seines spirituellen und kämperischen Lebens kann man in Unterhaltungen und in seinem Unterricht wahrnehmen.
Wer also wirklich meint, sich hier äußern zu können, soll sich doch einmal wirklich mit ihm beschäftigen. Meines Wissens bietet Mark jedem, der auf seine Kurse kommt, eine Garantie an: wer nach ein paar Stunden meint, bei ihm nichts lernen zu können, kann gehen und muss nichts bezahlen.
Und wer meint, dass Mark nicht gelernt hat zu kämpfen, der soll einmal wie er die über 2.000 km lange Pilgerfahrt durch die tiefen Waldgebiete Japans auf sich nehmen, auf der er - zu Fuß und nur mit einem Pilgerstock "bewaffnet" - der einen oder anderen Gefahr ausgesetzt war. Viele von uns - mich bis jetzt eingeschlossen - würden eine solche Strapaze nicht auf sich nehmen, um die geistigen Aspekte einer Kampfkunst bis in ihre tiefsten Tiefen hin kennen zu lernen.
Doch wer wirklich diesen Schritt geht und sich auch auf die inneren Aspekte des Kampfes einläßt, der wird für den "realen" Kampf und auch das "reale" Leben besser gerüstet sein. Denn - und auch das ist vielfach bewiesen worden - in einem Kampf zweier gleich guter und starker Gegner wird immer der gewinnen, der mental, also geistig, stärker und belastbarer ist.
Jemand, der wirklich an der Entwicklung seiner Kampfkunst interessiert ist, wird also diesen letzten Schritt hinein in die Abgründe seiner eigenen Seele wagen.
"In ein Herz, das frei ist von Ängsten, kann selbst der grimmigste Tiger sein Krallen nicht schlagen."
(Chinesisches Sprichwort)
In diesem Sinne,
FIAT LUX
UHI
Karateka_
21-04-2005, 10:58
"The proof of the pudding is in the eating.", wie schon die Briten sagen.
Hat die englische Küche offenbar nicht weitergebracht :D :D
Und wer meint, dass Mark nicht gelernt hat zu kämpfen, der soll einmal wie er die über 2.000 km lange Pilgerfahrt durch die tiefen Waldgebiete Japans auf sich nehmen, auf der er - zu Fuß und nur mit einem Pilgerstock "bewaffnet" - der einen oder anderen Gefahr ausgesetzt war
Schöne Konditionsleistung, aber was hat das mit Kämpfen zu tun? Da haben Nehberg und Messner schon ganz andere Sachen getrieben. Und sooo gefährlich werden die Wälder in Japan auch nicht sein. Wahrscheinlich ist das gefährlichste noch das überqueren der einen oder anderen Strasse :D :D
Aber was solls, wenns Euch spass macht.
Schöne Grüsse noch an Uriella :rolleyes:
T. Stoeppler
21-04-2005, 14:11
Ich glaube es ging nicht darum, den "Mark" zu verunglimpfen, sondern die Behauptung, der Meister bekomme seine Techniken (!) von irgendwelchen Geistern übermittelt.
Andererseits kann ich auch nur zustimmen, dass Jede intensiv trainierte Kampfkunst einen moralischen/spirituellen Gegenpart haben sollte, sonst wird man einfach nach längerer Zeit etwas irre bzw psychotisch.
Gruss, Thomas
Ich glaube es ging nicht darum, den "Mark" zu verunglimpfen, sondern die Behauptung, der Meister bekomme seine Techniken (!) von irgendwelchen Geistern übermittelt.
Nagel auf den Kopf getroffen!
Vieleicht ist der Meister tatsächlich einer der Besten Kämpfer/Techniker... die es gibt - ich fand nur die Story mit der Geisteseingebung schon sehr seltsam :rolleyes:
Gruss
Alfons Heck
21-04-2005, 14:49
Hallo UHI wan kenobi,
Deine Ausführungen sind soweit ja richtig.
Es geht hier aber um die Verbindung von Kampfkunst mit "esoterischen" Geschichten wie zB. NLP, Feng Shui, Heilsteinarbeit, Geistheilung, Systematisches Aura- /Chakralesen, Ganzheitliches Kommunikationstraining, Angewandte Kinesiologie, Spirituelle Homöopathie und Radionik.
Und da sind viele halt kritisch eingestellt. Diese Parawissenschaften haben nichts in einem KK-Training zu suchen.
Es ist jedem frei gestellt sich damit zu beschäftigen. Nur kann er nicht erwarten das solche Dinge von anderen ernst genommen werden.
In diesem Sinne :winke:
Lars´n Roll
21-04-2005, 14:57
Es geht hier aber um die Verbindung von Kampfkunst mit "esoterischen" Geschichten wie zB. NLP, Feng Shui, Heilsteinarbeit, Geistheilung, Systematisches Aura- /Chakralesen, Ganzheitliches Kommunikationstraining, Angewandte Kinesiologie, Spirituelle Homöopathie und Radionik.
Und da sind viele halt kritisch eingestellt. Diese Parawissenschaften haben nichts in einem KK-Training zu suchen.
Amen, Bruder! :D
doc faust
21-04-2005, 15:59
Und wer meint, dass Mark nicht gelernt hat zu kämpfen, der soll einmal wie er die über 2.000 km lange Pilgerfahrt durch die tiefen Waldgebiete Japans auf sich nehmen, auf der er - zu Fuß und nur mit einem Pilgerstock "bewaffnet" - der einen oder anderen Gefahr ausgesetzt war. [/I][/RIGHT]
ich sehe da die verbindung zwischen dem waldlauf und dem kämpfen nicht ganz. kampfpilze? todesbäche? oder gar ein waldschrat? kämpfen = körperliche, gewalttätige auseinandersetzung gegen einen sich wehrenden gegner, der die absicht hat, mich zumindest zu verletzen. das verstehe ich zumindest darunter. der umgang mit kälte, wetter, wilden tieren und sonstigen extremsituationen ist sicher sehr wertvoll für die persönlichkeitsbildung. aber ob man dadurch automatisch zu einem perfekten kämpfer wird, der noch mit 83 leute durch die luft segeln lässt?
UHI wan kenobi
21-04-2005, 16:09
Hallo UHI wan kenobi,
Deine Ausführungen sind soweit ja richtig.
Es geht hier aber um die Verbindung von Kampfkunst mit "esoterischen" Geschichten wie zB. NLP, Feng Shui, Heilsteinarbeit, Geistheilung, Systematisches Aura- /Chakralesen, Ganzheitliches Kommunikationstraining, Angewandte Kinesiologie, Spirituelle Homöopathie und Radionik.
Und da sind viele halt kritisch eingestellt. Diese Parawissenschaften haben nichts in einem KK-Training zu suchen.
Hallo Alfons,
ich kann die kritische Einstellung eines jeden Menschen verstehen, schließlich sagte ja auch schon der historische Buddha Skakyamuni, dass niemand dem buddhistischen Weg folgen soll, nur weil er es sagte. Jeder solle jedes seiner Worte auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfen, indem er sie auf sein Leben anwende.
Doch finde ich es beschämend, dass sich niemand heutzutage mehr die Mühe macht, bestimmte Aussagen zu prüfen, sondern sie gleich - weil es dem Mainstream dieses Boards und auch der heutigen Zeit entspricht - in Bausch und Bogen ungeprüft in den Bereich der "Hirngespinste" verbannt.
Es geht in der Kampfkunst auch um das Lenken von Energien (Ki, Chi, Prana - wie man es auch nennen möchte). Wer schon Formen von Tai Chi gemacht hat, wird das Bestätigen können. Meine Perfektion in den Karate Kata habe ich erst erreicht, als ich mich dem "Fluss" der Energie in einer Kata geöffnet hatte. Und auf einmal war es viel einfacher, die einzelnen Techniken auszuführen. Diesen "Flow" wird wohl jeder ernsthaft Trainierende schon einmal erlebt haben.
Es ist jedem frei gestellt sich damit zu beschäftigen. Nur kann er nicht erwarten das solche Dinge von anderen ernst genommen werden.
In diesem Sinne :winke:
Man sollte sich nicht ungeprüft bestimmten Möglichkeiten des Lebens verschließen, nur weil man sie selbst nicht erlebt hat. Wenn man so durchs Leben gehen würde, könnte man auch gleich sagen: "Den Mount Everest gibt es nicht. Ich habe ihn bisher noch nicht selbst gesehen. Also kann es ihn auch nicht geben."
Deshalb gehe ich so lange von der Existenz gewisser Möglichkeiten aus, bis mir einer das Gegenteil beweist. Und im Gegensatz zum Sig-File von Karateka_ empfinde ich solche Menschen, die sich für alles Mögliche offen halten, als flexibel und anpassungsfähig. Die Polemik seines Sig-Files ergibt sich halt nur aus der Wortstellung und nicht aus einer tieferen Überlegung heraus.
@ Karateka_ Der Ausspruch "FIAT LUX" hat (Bild-Zeitungsleser werden es mir nachsehen) nichts mit dem berüchtigten Orden zu tun, von dessen Machenschaften ich mich distanziere, sondern bedeutet schlicht und einfach: ES WERDE LICHT. Dies kannst du auch im übertragenen Sinne auf dich anwenden ... Die schönen Grüße wirst du also selber ausrichten müssen, wenn du diese Dame schon so gut kennst, dass du ihr Grüße ausrichten möchtest.
Beste Grüße und (im besten Sinne) FIAT LUX
UHI
T. Stoeppler
21-04-2005, 16:28
Doch finde ich es beschämend, dass sich niemand heutzutage mehr die Mühe macht, bestimmte Aussagen zu prüfen, sondern sie gleich - weil es dem Mainstream dieses Boards und auch der heutigen Zeit entspricht - in Bausch und Bogen ungeprüft in den Bereich der "Hirngespinste" verbannt.
Nicht als Hirngespinste, sondern als Werbe-Gag. Techniken kann man nun erfinden, wenn man ein bischen weiss, wie es geht. Ich habe schon so viele Techniken angewendet, die ich nie zuvor gelernt habe - die Systema Leute machen das den ganzen Tag.
Und das mit den "Eingebungen" - das gehört für Leute, die Erfahrung damit haben bestimmt nicht in eine öffentliche Diskussion!
Es geht in der Kampfkunst auch um das Lenken von Energien (Ki, Chi, Prana - wie man es auch nennen möchte). Wer schon Formen von Tai Chi gemacht hat, wird das Bestätigen können.
Hat nichts mit esoterischen Dingen zutun. Das ist etwas Biochemisches.
Gruss, Thomas
UHI wan kenobi
21-04-2005, 19:01
ich sehe da die verbindung zwischen dem waldlauf und dem kämpfen nicht ganz. kampfpilze? todesbäche? oder gar ein waldschrat? kämpfen = körperliche, gewalttätige auseinandersetzung gegen einen sich wehrenden gegner, der die absicht hat, mich zumindest zu verletzen. das verstehe ich zumindest darunter. der umgang mit kälte, wetter, wilden tieren und sonstigen extremsituationen ist sicher sehr wertvoll für die persönlichkeitsbildung. aber ob man dadurch automatisch zu einem perfekten kämpfer wird, der noch mit 83 leute durch die luft segeln lässt?
Hallo doc faust,
du hast recht, ich habe mich hier nicht klar genug ausgedrückt:
ich verstehe unter Kampf in erster Linie den Kampf gegen mich selbst. Wenn ich mich selbst und meine Ängste unter Kontrolle habe, dann erfordert es nur mehr noch Technik, damit ich meinen Gegner besiegen kann. Jeder, der es in den Kampfkünsten zu etwas gebracht hat, wird diese Aussge bestätigen. Und wenn du in den Biographien, wie z. B. von Bruce Lee oder auch Chuck Norris oder Morihei Ueshiba oder Masatoshi Nakayama, nachliest, wirst du dort meine Aussagen bestätigt finden.
Und wo kann man sich seinen Ängsten am besten stellen, wenn nicht in der Wildnis, wo mannigfaltige Gefahren lauern. Wer die Fauna und die Topologie Japans nur ein wenig kennt (und nicht wie Karateka_ scheinbar keine Ahnung hat, wenn er gleich überall in Japan Straßen vermutet :dumm: ), der weiß, dass es nur in den Küstengebieten große Siedlungen und Städte gibt. In den Bergen Japans (ziemlich gut 70 %, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Japan#Geographie) gibt es noch immer Wölfe und sogar Bären.
Du musst aber nicht gleich nach Japan. Es würde aber schon reichen, wenn du dich mal in einem deutschen Waldgebiet für eine Woche fernab jeglicher Zivilisation auf dich alleine gestellt bewegst. Ausgerüstet mit Zelt, Schlafsack und Nahrung für eine Woche (und nicht wie Mark, der nur einen Stock dabei hatte. Keinen Schlafsack. Kein Zelt. Nichts zu essen.) ganz allein in den Wald. Ich habe das vor Jahren einmal gemacht (war eine Ninjutsu-Übung) und ich kann dir sagen: wer noch Ängste in sich hat, wird sie dann sicherlich durchleben.
Doch wenn du dich diesen Ängsten dann gestellt hast, dann bist du auch ein besserer Kämpfer, denn du kennst dich besser als vorher und kannst dich und deine Fähigkeiten besser einschätzen.
Aber wie immer: probiere es aus und dann diskutiere weiter (wenn du dann wirklich noch diskutieren willst ...)
Beste Grüße und FIAT LUX
UHI
UHI wan kenobi
21-04-2005, 19:14
Nicht als Hirngespinste, sondern als Werbe-Gag. Techniken kann man nun erfinden, wenn man ein bischen weiss, wie es geht. Ich habe schon so viele Techniken angewendet, die ich nie zuvor gelernt habe - die Systema Leute machen das den ganzen Tag.
Hallo Thomas,
Werbung ja, aber nicht als Gag.
Und das mit den "Eingebungen" - das gehört für Leute, die Erfahrung damit haben bestimmt nicht in eine öffentliche Diskussion!
Hier gebe ich dir recht.
Hat nichts mit esoterischen Dingen zutun. Das ist etwas Biochemisches.
Gruss, Thomas
Hier muss ich etwas Begriffsklärung betreiben. Esoterik an sich bedeutet nur "geheimes Wissen" im Gegensatz zur Exoterik, dem "veröffentlichtem Wissen". In diesem Sinne, wird jedes "Esoterische Wissen", das veröffentlicht wird, per definitionem zu "Exoterischem Wissen" - ist also nicht mehr "esoterisch".
Wenn wir aber auf dem von dir eingeschlagenem Weg bleieben, muss ich dir auch widersprechen. Die meisten Kampfkunst-Stile, die heute bekannt sind, waren früher geheime Stile (also in der von dir verwendeten Nomenklatur "esoterisch"), die nur innerhalb von Familien weiter gegeben wurden. Erst in der Neuzeit und größtenteils durch die gewaltsame Öffnung Chinas, Koreas und Japans kam das Wissen um diese Kampfkunst-Stile in den Westen. Wie viele Stile still und heimlich mit dem Tod des letzten Überlebenden einer Familie ins Grab genommen wurden, ist unbekannt. Doch die Zahl ist sicherlich sehr hoch.
Ich komme nun aber auch auf deinen Einwand bezüglich der Biochemie. Wenn alles rein biochemisch wäre, dann dürfte jeder körperlich unversehrte Mensch wieder reanimiert werden können. Es kommt aber sehr häufig vor, dass die biochemischen Vorgänge im Menschen wieder hergestellt werden können, der Mensch bleibt aber tot - selbst wenn das Gehirn keinen Schaden genommen hat.
Was hält den Menschen am Leben? Was ist dieses Ki oder Chi, das auch als Namensbestandteil so vieler Kampfkunst-Stile Verwendung findet? Was macht den "Kampf-Geist" aus, der aus einem normalen Menschen einen Kämpfer macht? Meiner Meinung nach hat Kämpfen nur am Rande und nur bis zu einem gewissen Grade etwas mit Biochemie zu tun.
Beste Grüße und FIAT LUX
UHI
Tja, wie es aussieht trägst Du die Mädels immer noch herum
Wie ich was trage, ist nicht von Interesse für dich.
weil Du nicht unterscheiden kannst zwischen einer Frau die sich im Forum meldet und dem Inhalt, den sie schreibt.
Schwätz bla bla, ok...
Vielleicht kehrst Du nochmal in die Grundschule zurück, um lesen zu lernen
Aufstehen, die Leitung glüht schon. Ne doch nicht, wenn sonst nichts glüht.
anstelle Dich in Minderjährige zu vergucken
Deine Hobbys will keiner wissen.
Mögest du einen passenden Volljährigen Deckel finden, der deiner Weissheit, Gelassenheit hinzufügt.
Hi Leute,
wie wäre es, wenn ihr euch ein bisschen beruhigt und hier sachlich bleibt. Ansonsten sehe ich mich gezwungen diesen Thread zu schliessen.
Also immer schön locker bleiben :)
T. Stoeppler
22-04-2005, 11:24
Ich komme nun aber auch auf deinen Einwand bezüglich der Biochemie. Wenn alles rein biochemisch wäre, dann dürfte jeder körperlich unversehrte Mensch wieder reanimiert werden können. Es kommt aber sehr häufig vor, dass die biochemischen Vorgänge im Menschen wieder hergestellt werden können, der Mensch bleibt aber tot - selbst wenn das Gehirn keinen Schaden genommen hat.
Wie gesagt, das ist Biochemie und (Neurologie), erfordert aber dann doch etwas tiefere Kenntnis von der Sache.
Und bevor es mit "Chi" Mystizismus als Erklärung für XYZ und PI losgeht, es gibt ein paar ziemlich erfahrene Internalisten auf diesem Board die ziemlich genau wissen, was damit gemeint ist. (siehe "Interne Stile" Forum)
Und ich halte das Empfangen von Kampftechniken, (allein schon die Behauptung auf einer Website) für groben Unsinn. Man kann andere Dinge "empfangen" - aber das gehört nicht hier her.
Gruss, Thomas
Wie ich was trage, ist nicht von Interesse für dich.
Schwätz bla bla, ok...
Aufstehen, die Leitung glüht schon. Ne doch nicht, wenn sonst nichts glüht.
Deine Hobbys will keiner wissen.
Mögest du einen passenden Volljährigen Deckel finden, der deiner Weissheit, Gelassenheit hinzufügt.
@QQQQ: Bitte beim Thema bleiben! (Persönliche differenzen bitte per PN)
Ich komme nun aber auch auf deinen Einwand bezüglich der Biochemie. Wenn alles rein biochemisch wäre, dann dürfte jeder körperlich unversehrte Mensch wieder reanimiert werden können. Es kommt aber sehr häufig vor, dass die biochemischen Vorgänge im Menschen wieder hergestellt werden können, der Mensch bleibt aber tot - selbst wenn das Gehirn keinen Schaden genommen hat.
Zunächst mal finde ich es ja schon irgendwie interessant wie und wohin sich so eine Diskussion entwickeln kann :)
Zu obigem Statement hätte ich gerne eine nähere Erläuterung :confused:
Zunächst mal - warum sollte ein Körperlich unversehrter Mensch überhaupt reanimiert werden?
Körperliche Unversehrtheit und Reanimationsbedürftigkeit schliessen sich gegenseitig aus!?!
Bin gespannt!
Gruss
(@Mod.: Da das ganze nicht mehr ganz zu dem Ursprünglich von mir gestarteten Thema passt, evtl Thread trennen und im entsprechenden Forum Posten - Danke!)
UHI wan kenobi
22-04-2005, 15:09
Zunächst mal - warum sollte ein Körperlich unversehrter Mensch überhaupt reanimiert werden?
Körperliche Unversehrtheit und Reanimationsbedürftigkeit schliessen sich gegenseitig aus!?!
Bin gespannt!
Gruss
Hi Mono,
sorry, hier habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Natürlich geht einer Reanimation fast immer eine Einschränkung der normalen Lebensfunktionen voraus.
Als Beispiel kannst du z. B. den Tod durch Ertrinken nehmen (ich bin seit über 20 Jahren Rettungsschwimmer, deshalb kann ich hier die meisten Beispiele bringen). Es kommt bei der Reanimation öfter vor, dass ein Mensch, der nur kurze Zeit keinen Herzschlag und keine Atmung mehr zeigt, trotz intensivster Rettungsmaßnahmen (Adrenalin, Beatmung, Defibrilator etc.) nicht mehr ins Leben zurückkehrt. Die Biochemie und die rein physikalische Tätigkeit von Herz und Lunge wird hier durch die Reanimations-Maßnahmen aufrechterhalten - doch der Mensch bleibt tot.
Oder das Beispiel der künstlich am Leben erhaltenen Menschen. Auch hier wird die Biochemie und die Tätigkeit von Herz und Lunge aufrechterhalten. Doch werden diese Maßnahmen eingestellt, stirbt der Mensch einfach.
Diese Betrachtung ist sicherlich nicht zu verallgemeinern, doch sollte sie zum Nachdenken anregen, dass zum Mensch-Sein mehr als nur die Biochemie gehört ...
Beste Grüße, FIAT LUX, *EOT*
UHI
Hi Mono,
sorry, hier habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Natürlich geht einer Reanimation fast immer eine Einschränkung der normalen Lebensfunktionen voraus.
Als Beispiel kannst du z. B. den Tod durch Ertrinken nehmen (ich bin seit über 20 Jahren Rettungsschwimmer, deshalb kann ich hier die meisten Beispiele bringen). Es kommt bei der Reanimation öfter vor, dass ein Mensch, der nur kurze Zeit keinen Herzschlag und keine Atmung mehr zeigt, trotz intensivster Rettungsmaßnahmen (Adrenalin, Beatmung, Defibrilator etc.) nicht mehr ins Leben zurückkehrt. Die Biochemie und die rein physikalische Tätigkeit von Herz und Lunge wird hier durch die Reanimations-Maßnahmen aufrechterhalten - doch der Mensch bleibt tot.
Oder das Beispiel der künstlich am Leben erhaltenen Menschen. Auch hier wird die Biochemie und die Tätigkeit von Herz und Lunge aufrechterhalten. Doch werden diese Maßnahmen eingestellt, stirbt der Mensch einfach.
Diese Betrachtung ist sicherlich nicht zu verallgemeinern, doch sollte sie zum Nachdenken anregen, dass zum Mensch-Sein mehr als nur die Biochemie gehört ...
Beste Grüße, FIAT LUX, *EOT*
UHI
Du vergisst dabei aber auch, dass nicht nur Herz und Lunge "Biochemische" Prozesse zur Funktion benötigen.
Gerade das Beispiel "Ertrinken" hat mit Herz und Lunge eher weniger zu tun - die Bewustlosigkeit kommt durch Hypoxie des Gehirns (der Nervenzellen) zustande - da Nervenzellen die geringste Hypoxie-Toleranz aller Menschlichen Zellen haben, ist auch nicht verwunderlich, wenn die Biochemischen Prozesse innerhalb dieser Zellen schon nach kurzer Zeit dauerhaft geschädigt sind.
Aussagen über Biochemische Prozesse im lebenden Organismuss (oder im gerade sterbenden) kann man sowieso nicht in einer solchen Form machen - das wovon du spricht (wiederherstellung und Aufrechterhaltung von Herz und Kreislauffunktion) entspricht nur der "Physiologischen" Funktion dieser Organe - Biochemisch sagt das zunächst mal überhaupt nichts...
Gruss
Alfons Heck
22-04-2005, 16:01
Doch finde ich es beschämend, dass sich niemand heutzutage mehr die Mühe macht, bestimmte Aussagen zu prüfen, sondern sie gleich - weil es dem Mainstream dieses Boards und auch der heutigen Zeit entspricht - in Bausch und Bogen ungeprüft in den Bereich der "Hirngespinste" verbannt.
Man sollte sich nicht ungeprüft bestimmten Möglichkeiten des Lebens verschließen, nur weil man sie selbst nicht erlebt hat. Wenn man so durchs Leben gehen würde, könnte man auch gleich sagen: "Den Mount Everest gibt es nicht. Ich habe ihn bisher noch nicht selbst gesehen. Also kann es ihn auch nicht geben."
Diese Aussage:
Auf diese Weise empfängt er Kampfkunsttechniken aller Zeiten wie ein Medium. Das aufregende dabei ist, dass er keine neue Technik geschickt bekommt, bevor er nicht, die vorherige perfektioniert, indem er sie anwendet. Jede einzelne Bewegung scheint nur ein einziges Mal durch seinen Körper zu gehen. Wenn er diese nicht sofort übt und er sie einmal vergisst, scheint sie für immer verloren zu.
Da gibt es für mich nichts zu prüfen oder zu verschließen :D
Das ist "Werbe-Esoterik" pur.
Es geht in der Kampfkunst auch um das Lenken von Energien (Ki, Chi, Prana - wie man es auch nennen möchte). Wer schon Formen von Tai Chi gemacht hat, wird das Bestätigen können. Meine Perfektion in den Karate Kata habe ich erst erreicht, als ich mich dem "Fluss" der Energie in einer Kata geöffnet hatte. Und auf einmal war es viel einfacher, die einzelnen Techniken auszuführen. Diesen "Flow" wird wohl jeder ernsthaft Trainierende schon einmal erlebt haben.
Hmmm... Ist eine Frage wie man es ausdrückt.
dem "Fluss" der Energie in einer Kata geöffnet
ist für mich eine Form die etwas ganz simples (was nicht bedeutet das es ganz einfach zu erreichen ist) "esoterisch" verbrämt. Nämlich den Umstand Training, Training, Training gepaart mit voller Hingabe und Gefühl für den eigenen Körper/Bewegungen und den des "Angreifers".
Da ist nichts tolles dran außer ein (wie es so schön esoterisch heißt) "offener Geist" und sich vertiefen in die Übung.
Diese Aussage:
Auf diese Weise empfängt er Kampfkunsttechniken aller Zeiten wie ein Medium. Das aufregende dabei ist, dass er keine neue Technik geschickt bekommt, bevor er nicht, die vorherige perfektioniert, indem er sie anwendet. Jede einzelne Bewegung scheint nur ein einziges Mal durch seinen Körper zu gehen. Wenn er diese nicht sofort übt und er sie einmal vergisst, scheint sie für immer verloren zu.
Da gibt es für mich nichts zu prüfen oder zu verschließen :D
Das ist "Werbe-Esoterik" pur.
Und bringt uns wieder zurück zum Ursprünglichen Thema ;)
Danke Alfons - Schön auf den Punkt gebracht...
Gruss
Mark Hosak
23-04-2005, 13:15
Hi Leute,
da bisher scheinbar noch niemand direkt auf den Inhalt des ursprünglichen Postings, werde ich das nun nachholen:
Mono hat folgenden Text von meiner Site www.markhosak.com kopiert und zur Diskussion gestellt. Ich möchte mich im Voraus für die vielen Denkanregungen bedanken, denn ich hätte nicht gedacht, daß der Text solche Mißverständnisse hervorrufen würde:
"Die Entstehung eines neuen Kampfkunst-Stils – Taguchi Ryû Bôjutsu
Alles, was Meister Taguchi in seinem Stil lehrt, den er heute Taguchi Ryû Bôjutsu nennt, hat er von keinem Menschen gelernt. Hier im Westen würde man sagen, dass er sich aus seiner Intuition heraus bewegt und diese Techniken dann lehrt. Er selbst sagt aber, dass er seine Techniken von den japanischen Spirits der Kampfkünste geschickt bekommt. Auf diese Weise empfängt er Kampfkunsttechniken aller Zeiten wie ein Medium. Das aufregende dabei ist, dass er keine neue Technik geschickt bekommt, bevor er nicht, die vorherige perfektioniert, indem er sie anwendet. Jede einzelne Bewegung scheint nur ein einziges Mal durch seinen Körper zu gehen. Wenn er diese nicht sofort übt und er sie einmal vergisst, scheint sie für immer verloren zu."
Hier nun die genaueren Erklärungen:
Um einen eigenen oder neuen Stil zu gründen und neue Techniken zu entwickeln, gibt es mehrere Möglichkeiten der Vorgehensweise.
Bei Meister Taguchi war das so, daß er erst einmal 45 Jahre trainiert hat. In dieser Zeit hat er mehrere japanische Kampfkünste wie Ninjutsu und Kenjutsu nicht nur gemeißtert, sondern er hat es gar zum Großmeister gebracht.
Es war weder sein Ziel noch seine Absicht einen neuen Stil zu gründen. Da aber irgendwann Techniken aus ihm heraussprudelten, die ihm bis dato unbekannt waren, fragte er bei wiederholtem Vorkommen seine noch lebenden Meister (einer davon heißt Masaaki Hatsumi), was es damit auf sich habe.
Der Bujinkan Budo Taijutsu Großmeister Hatsumi hat ihm dann erklärt, daß er nun im Sinne des "Shikin hara mitsu dai ko myo" handele und er von Dainichi Nyorai und anderen japanischen Spirits Techniken bekomme.
Die Voraussetzung dafür ist langjähriges Kampfkunsttraining einerseits und spirituelle Entwicklung andererseits. Nur wer zu Inneren Frieden mit sich und der Welt kommt, Kampfkunst nicht benutzt, um anderen zu schaden, sondern damit anderen Menschen hilft, Ihren eigenen Weg zu gehen, der kann von den Spirits mehr lernen, als es von einem Menschen möglich ist.
So hat Großmeister Hatsumi seinen eigenen Schüler und Trainingsparter Taguchi, der schon Kenjutsu Großmeister war, bevor er bei Hatsumi zu trainieren begann, ihn vor eine Entscheidung gestellt: "Du hast nun zwei Möglichkeiten: Entweder vergißt Du einfach, was da geschehen ist und trainierst ganz normal weiter wie bisher. Dann wird diese Geschenk wieder verschwinden. Oder Du vergißt alles, was Du bisher gelernt hast und konzentrierst nur noch darauf, was Du von den Spirits bekommst. Dann wird ein neuer Stil entstehen."
Wie die Geschichte weiter geht ist bekannt.
Esoterik oder Kultur?
Wenn Menschen hier im Westen solche Geschichten hören, fühlen sie sich oft vor den Kopf gestoßen und tun dies als "Esoterik" ab. Nun ist es aber so, daß diese Dinge in Ostasien nicht unter der Begriff "Esoterik" (= aus vieler Leute Perspektive einfach nur Schrott) fallen, sondern daß diese Vorkommnisse ihre Kultur prägen. Im Westen wurden diese alten Kulturgüter leider alle auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Gegeben hat es hier so etwas auch.
Zum Glück ist es möglich, die ostasiatischen Kampfkünste auch entmystifiziert auf eher technischer Ebene zu trainieren. So fängt man auch in Japan an. Wer sich dann qualifiziert kommt eines Tages in den Genuß, weitere Fähigkeit von den Meistern zu lernen, wie etwa den Dim Mak oder die Fähigkeit auf Angriffe von hinten zu reagieren (wenn man es hört, ist es bereits zu spät). Das ist nur eine kleine Auswahl von Möglichkeiten. Weiter gehe ich jetzt hier nicht ein, weil die Zusammenarbeit mit Spirits für manche schon zu starker Tobak ist.
Um neben den Techniken in einer Kampfkunst andere Fähigkeiten zu erlangen, ist gleichermaßen Training notwendig. Wer davon ausgeht, daß es so etwas nicht gibt, wird nicht das Intersse verspüren es zu lernen.
Wer das lernen will, muß einen Meister finden, der das lehren kann. Und gerade das ist besonders schwer. Leider gibt es auch erheblich mehr, die behaupten so etwas zu können und noch viel mehr, die davor Angst haben, daß es so etwas geben könnte und nur sehr wenige, die es wirklich können.
Das macht aber auch nichts, denn die Kampfkunstwelt ist wie eine große Apotheke. Jeder sucht sich das heraus, was er möchte und wird damit glücklich.
Meine Welt ist die Verbindung zur Spiritualität und damit bin ich sehr glücklich. Wer dieses Glück mit mir teilen möchte, wird mich finden. Ein Grund, warum es meine Homepage gibt.
Ich wünsche Euch allen noch einen schönen Tag. Hier in Heidelberg ist ein schöner Tag. Daher gehe ich gleich in den Wald zum Training.
Herzliche Grüße
Mark Hosak
Lars´n Roll
23-04-2005, 15:45
Zum Glück ist es möglich, die ostasiatischen Kampfkünste auch entmystifiziert auf eher technischer Ebene zu trainieren.
Ja, diesem Satz stimme ich voll zu. :D
@ technische Ebene:
Auch bei Menschen wie mir, die Eingebungen von Geistern, Aura-Seh-Kurse und das "hutscheln" von Steinen für Blödsinn und Geldmacherei halten, ist beim Kämpfen durchaus Herz, Gefühl und Intuition dabei. Kein steifes, starres Technik-Runtergerassel. :cool: :)
MfG Lars
Alfons Heck
23-04-2005, 19:47
Hallo Mark,
erstmal willkommen im KKB :)
Schön das Du gleich Stellung nimmst und uns Deine Sicht erklärst.
Esoterik oder Kultur?
Wenn Menschen hier im Westen solche Geschichten hören, fühlen sie sich oft vor den Kopf gestoßen und tun dies als "Esoterik" ab.
Das hat einen einen ganz simplen Grund.
Wenn ich etwas aus einem anderen kulturellen Kontext und geistigen Weltbild einfach eins zu eins übernehme wird es eben "Esoterik". Uns fehlt da einfach der Hintergrund zum Verständnis. Es macht so keinen Sinn.
Mit physikalisch/technischer Weltanschauung den Brüdern Grimm, der Nibelungensaga und etwas römisch/griechischer Mythologie ist den über jahrtausenden gewachsenen asiatischen Gedankengebäuden nicht beizukommen.
Und noch einmal (siehe mein posting 37)
Diese Aussage:
Auf diese Weise empfängt er Kampfkunsttechniken aller Zeiten wie ein Medium. Das aufregende dabei ist, dass er keine neue Technik geschickt bekommt, bevor er nicht, die vorherige perfektioniert, indem er sie anwendet. Jede einzelne Bewegung scheint nur ein einziges Mal durch seinen Körper zu gehen. Wenn er diese nicht sofort übt und er sie einmal vergisst, scheint sie für immer verloren zu.
Das ist "Werbe-Esoterik" pur.
Schau Dir die Sätze mal an:
-Auf diese Weise empfängt er Kampfkunsttechniken aller Zeiten wie ein Medium.
Könnte bedeuten: Dank seines umfangreichen KK-Könnens kann er "fast" alles neu kombinieren.
-Das aufregende dabei ist, dass er keine neue Technik geschickt bekommt, bevor er nicht, die vorherige perfektioniert, indem er sie anwendet.
Könnte bedeuten: Er beschäftigt sich mit einer neuen Technik/Kombination bis sie ausgereift ist/richtig funktioniert.
-Jede einzelne Bewegung scheint nur ein einziges Mal durch seinen Körper zu gehen. Wenn er diese nicht sofort übt und er sie einmal vergisst, scheint sie für immer verloren zu.
Könnte bedeuten: Eine spontane Bewegung muß gleich wiederholt werden sonst ist sie für ihn weg.
Also machen wir mal einen Text daraus:
Der Meister hat ein recht hohes KK-Niveau. Er erweitert sein Repertoire ständig durch die Übung neuer Bewegungen und macht sie zu einer anwendbaren Technik.
Wenn ich diese 2Sätze mit dem Zitat oben vergleiche würde ich für mich sagen: Gleicher Inhalt; hat aber bei einem unbedarften Leser nicht den "Unterkiefer-runterklapp-Effekt"...
Mark Hosak
23-04-2005, 23:00
Hallo Alfons,
herzlichen Dank für Deine konstruktiven Hinweise. Diese rücken die Kritik an dem Inhalt meiner HP in ein neues Licht. :)
Wenn ich etwas aus einem anderen kulturellen Kontext und geistigen Weltbild einfach eins zu eins übernehme wird es eben "Esoterik". Uns fehlt da einfach der Hintergrund zum Verständnis. Es macht so keinen Sinn.
Inhaltlich hast Du hier völlig recht, auch wenn ich den Begriff "Esoterik" nicht immer als etwas Negatives darstellen würde, wie es hier bei Dir den Anschein hat. Wenn ich mich irre sag Bescheid. Auch wenn es auf meiner HP so aussieht, als sei ich der Ober-Esoteriker, so unterscheide ich mich in der Art der Anwendung der "Esoterik" erheblich von anderen. Ich gehe einfach davon aus, daß spirituelle Dinge nur dann sinnvoll sind, wenn sie mit einem praktischen Nutzen im Alltag anwendbar sind. Wenn sich im Training z.B. jemand verletzt, wende ich die Heilkunst Reiki als unterstützende Maßnahme zur ersten Hilfe an, um diesem Menschen zu helfen. Das dies ärztliche Hilfe in keinster Weise ersetzt, halte ich für selbstverständlich.
In sogenannten Esoterik Foren, wo Gefühlsduselei und Schmalspuresoterik leider oft im Vordergrund stehen, kommen Aussagen, wie der vorige Satz gar nicht gut an. Daher ist es auch kein Wunder, daß alle "Esoteriker" als Volldeppen ohne Prüfung abgestempelt werden.
Mein Motto ist in allen Bereichen des Lebens: Je mehr man es prüft, desto mehr sollte man feststellen, daß es funktioniert.
Daher erwarte ich auch von niemandem, mir etwas zu glauben. Ich freue mich besonders über die Menschen, die es durch Ausprobieren prüfen...
Und noch einmal (siehe mein posting 37)
Diese Aussage:
Auf diese Weise empfängt er Kampfkunsttechniken aller Zeiten wie ein Medium. Das aufregende dabei ist, dass er keine neue Technik geschickt bekommt, bevor er nicht, die vorherige perfektioniert, indem er sie anwendet. Jede einzelne Bewegung scheint nur ein einziges Mal durch seinen Körper zu gehen. Wenn er diese nicht sofort übt und er sie einmal vergisst, scheint sie für immer verloren zu.
Das ist "Werbe-Esoterik" pur.
Inzwischen weiß ich, was Du mit dem Begriff "Werbe-Esoterik" meinst. Aus rein westlicher Sicht magst Du recht haben. Als ich diesen Text jedoch verfaßt habe, habe ich mich bemüht, die Aussagen meines Meisters Taguchi, so exakt wie möglich wiederzugeben. Und der hat aus der Perspektive seiner Kultur den obigen Inhalt so beschrieben.
Um einerseits den den Sinn meines Meisters nicht zu verfälschen und andererseits den Menschen hier nicht vor den Kopf zu stoßen, ist ein Spagat aus beiden sicherlich sinnvoll. Das heißt: Die Aussgae von Taguchi-sensei so exakt wie möglich und so un-esoterisch wie nötig wiederzugeben.
Schau Dir die Sätze mal an:
-Auf diese Weise empfängt er Kampfkunsttechniken aller Zeiten wie ein Medium.
Könnte bedeuten: Dank seines umfangreichen KK-Könnens kann er "fast" alles neu kombinieren.
Deine Idee ist gut, stimmt aber nicht ganz, weil er nicht nur neu kombinert, sondern tatsächlich komplett neue Bewegungen in Erscheinung treten.
Korrektur: Dank seines umfangreichen KK-Könnens kann er völlig neue Bewegungen hervorbringen und "fast" alles neu kombinieren.
-Das aufregende dabei ist, dass er keine neue Technik geschickt bekommt, bevor er nicht, die vorherige perfektioniert, indem er sie anwendet.
Könnte bedeuten: Er beschäftigt sich mit einer neuen Technik/Kombination bis sie ausgereift ist/richtig funktioniert.
In dem Moment, wo er die Technik erhält, ist sie bereits tadellos vorhanden, allerdings muß er seinen Körper durch Anwenundg daran gewöhnen. Trotzdem kann Dein Vorschlag so stehen bleiben.
-Jede einzelne Bewegung scheint nur ein einziges Mal durch seinen Körper zu gehen. Wenn er diese nicht sofort übt und er sie einmal vergisst, scheint sie für immer verloren zu.
Könnte bedeuten: Eine spontane Bewegung muß gleich wiederholt werden sonst ist sie für ihn weg.
Korrekt. Allerdings wäre das nicht so schlimm, weil beim nächsten Training wieder neue Dinge auftauchen. Er braucht sie also nur zu wiederholen, wenn er seinen Stil systematisieren will.
Also machen wir mal einen Text daraus:
Der Meister hat ein recht hohes KK-Niveau. Er erweitert sein Repertoire ständig durch die Übung neuer Bewegungen und macht sie zu einer anwendbaren Technik.
Wenn ich diese 2Sätze mit dem Zitat oben vergleiche würde ich für mich sagen: Gleicher Inhalt; hat aber bei einem unbedarften Leser nicht den "Unterkiefer-runterklapp-Effekt"...
Wenn wir davon ausgehen, daß es unerheblich ist, wo er die neuen Bewegungen her hat, ist auch das korrekt. Es riecht in keinster Weise mehr nach "Esoterik", jedoch würde man dann wahrscheinlich annehmen, daß er sich die Techniken rein intellektuell ausgedacht hat, was nicht mehr dem entspricht, wie er es selbst schildert.
Nehmen wir zudem mal an, es wäre alles so, wie er sagt und man könne diese Fähigkeit vermitteln. Wäre das nicht völlig genial?
Ich werde mir in den nächsten Tagen mal Gedanken machen, wie man den oben genannten Spagat gut formulieren kann. Das heißt aber nicht, daß es dann gar nicht mehr esoterisch klingt. Die funktionierenden esoterischen Bereiche im Ninjutsu spielen für mich eine wichtige Rolle und daher möchte ich natürlich auch Menschen mit meiner HP anziehen, die daran interessiert, und das natürlich ohne sie zu verschrecken.
Herzliche Grüße,
Mark
T. Stoeppler
24-04-2005, 12:38
Nehmen wir zudem mal an, es wäre alles so, wie er sagt und man könne diese Fähigkeit vermitteln. Wäre das nicht völlig genial?
Nun, ich denke, es ist die Aufgabe eines jeden guten Kampfkunst-Meisters diese Fähigkeit in seinen / ihren Schülern zu fördern!!!
Wie gesagt, die Systema-Leute arbeiten sogar primär auf diese Weise, ohne dass irgendwer etwas von lehrenden Geistern redet.
Ich habe auch schon Techniken genutzt, die ein gewisser, 600 Jahre lang toter Meister angewendet hat - ohne meines Wissens. Zu behaupten, ER hätte es mir aus einer anderen Realitätsebene zugeflüstert, würde mir aber so gar nicht in den Sinn kommen.
Gruss, Thomas
Lars´n Roll
24-04-2005, 14:21
Ich habe auch schon Techniken genutzt, die ein gewisser, 600 Jahre lang toter Meister angewendet hat - ohne meines Wissens. Zu behaupten, ER hätte es mir aus einer anderen Realitätsebene zugeflüstert, würde mir aber so gar nicht in den Sinn kommen.
Eben... :rolleyes:
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