Vollständige Version anzeigen : Grenzen
johniewalkers
27-06-2005, 12:59
Ich weiß nicht ob man mir helfen kann, aber sollte ich doch den Versuch wagen.
Ich suche etwas, es wäre übertrieben und negativ wirkend, es als "Killerinstinkt" zu bezeichnen. Das suche ich gar nicht. Ich habe hier einige Themen hierzu überflogen und nicht ganz das gefunden, was ich suche:
Ich muss kurz ausholen, als ich einmal alkoholisiert (und narkotisiert) in einem Club war, ist mir etwas Interessantes passiert. Natürlich weiß ich, dass Drogen und Alkohol Aggressionen etc. fördern ( Es kommt auch nicht mehr in Frage, dies als Mittel zu nutzen, ich suche eher den meditativen Weg), aber das Gefühl war anders. Ich war ganz ruhig und saß da. Männer wurden von meinem Bewußtsein zu Objekten degradiert. Ich sah nur noch Angriffszonen und potentielle Opfer. Schläfe, Kinn, Nase, Solar Plexus, Nerven im Schulterbereich. (Übrigens wußte ich auch, dass man in diesem Zustand mehr als eine Person braucht um mich aufzuhalten, aber das relativiere ich, wegen des Konsums). Mir gehts nur um diesen Zustand. Ich hatte den nur 2 mal in meinem Leben, und muss doch sagen , dass es sehr sehr interessant war. Ich will versuchen dies per Meditation o.ä. zu erreichen.
Weiß da jemand mehr, kann jemand Erfahrungen sprechen lassen?
Gibts Ansätze in diese Richtungen? Lösungsvorschläge?
Dankeschön.
P.S.: Die Sache mit dem Alkohol- und Drogenkonsum nicht überwerten. Zeiten kommen, Zeiten gehen.
Ian Nightfall
27-06-2005, 13:29
klingt gefährlich, ging mir auch ne ganze weile so, aber ganz ohne alkohol und drogen, monatelang mal mehr mal weniger. grenzt wirklich an killerinstinkt. insbesondere wie die reflexe dann auf bestimmte reize reagieren, einmalig.
es wäre echt revolutionär wenn man den zustand durch meditation erreichen könnte. ich bin ihn jetzt zumindest wieder los, keine ahnung warum. ich hoffe nur dass der zustand zur rechten zeit wiederkommt(in ner notsituation)
is mir nämlich schonmal passiert, da wollten mich drei typen überfallen. ich hab innerlich schon fast die knochen brechen hören. dass muss man mir angesehen haben, denn die typen ham dann doch noch von mir abgelassen
Ich halte es für keinen optimalen mentalen Zustand so angriffsfixiert zu sein und überall eine potentielle Gefahr zu wittern. Das ist mir doch zu weit weg vond er Tatsache das man über das meditative Training im Kampfsport einen inneren Frieden erlangt, der sich jedweder Situation anpasst. Ich gehe schliesslich nicht im Park umher und achte auf günstige Körpertrefferpunkte bei einem nahenden Skater. Im Ernstfall allerdings sollte dieses Erkennen reflexartig abrufbar sein.
Vielleicht kann man Dir hier weiterhelfen:
http://www.psychologie.de/adp/
oder
http://www.drogenberatung.de/
Wenn Du Dich durch Medidation in einen "Killer-Zustand" bringen willst (unabhängig ob das überhaupt funktioniert oder nicht), bist Du meiner Meinung nach psychisch gestört, denn es ist meiner Meinung nach weder sozial, ethisch, moralisch oder gesetzlich vertretbar!
Nun ich kenne kein Gesetz was dies verbietet. Über den Rest kann man verschiedener Ansichten sein.
averoigne
27-06-2005, 15:27
Ich muss kurz ausholen, als ich einmal alkoholisiert (und narkotisiert) in einem Club war, ist mir etwas Interessantes passiert. Natürlich weiß ich, dass Drogen und Alkohol Aggressionen etc. fördern ( Es kommt auch nicht mehr in Frage, dies als Mittel zu nutzen, ich suche eher den meditativen Weg), aber das Gefühl war anders. Ich war ganz ruhig und saß da. Männer wurden von meinem Bewußtsein zu Objekten degradiert. Ich sah nur noch Angriffszonen und potentielle Opfer. Schläfe, Kinn, Nase, Solar Plexus, Nerven im Schulterbereich. (Übrigens wußte ich auch, dass man in diesem Zustand mehr als eine Person braucht um mich aufzuhalten, aber das relativiere ich, wegen des Konsums).
Keine Macht den Drogen! :D
Ich will Dich ja nicht persönlich angreifen, Chef, aber diese Passage hört sich leicht krank an. Vielleicht solltest Du den Dreck lieber aus der Blutbahn lassen, scheinst ja echt komisch drauf zu sein in dem Zustand.
[QUOTE=Hochura]Nun ich kenne kein Gesetz was dies verbietet. QUOTE]
OK, das ist natürlich wieder Ausleungssache und bestimmt kann man ihn zum jetzigen Zeitpunkt nicht allein deswegen verurteilen. Aber allgemeine Vorsätze zur (schweren) Körperverletzung oder sogar Mord sind nicht mit rechtsstaatlichen Prinzipien vereinbar.
Narkotisiert in einem Club? :D
Natürlich kannst du das erreichen. Dafür brauchts aber keine Meditation. Alkohol hemmt einfach die Hemmschwelle und dämpft Sinneseindrücke, es nimmt dir also deine, scheinbar vorhandene, Angst.
Du musst nur lernen mit deiner Angst umzugehen. ..Alkohol trinken, koksen etc. hilft wohl dabei, aber das is ja keine Dauerlösung :ups:
Mir sieht es nach einer Persönlichkeitsstörung oder psychotischen Episode im Frühstadium aus. Ich kenne den Zustand, und es handelt sich meistens um Gefühle die sich Bahn brechen wo es um irgendeine Form der Gefährdung geht (aus früheren Erfahrungen). Man fühlt sich tief innen gefährdet, und beantwortet es mit Bereitschaft. Ich finde es im Nachhinein nicht lustig, permanent durch die Welt zu gehen und NIE abschalten zu können. Ich habe auch immer alles vor mir, hinter mir und um mich herum beobachtet. Der Grund ist aber die reale Bedrohung als Kind gewesen, die permanent und meistens um mich herum war, nämlich zuhause. Es reicht vermutlich auch wenn man nur Wut mit sich herumträgt, und die bricht unter Alkohol oder Drogen heraus.
Ich empfehle Dir Dich entweder selbst mit den Gefühlen auseinanderzusetzen, durch LEERE Meditation (so nennt man sich in den Park setzen und Gefühle zuzulassen egal welche kommen möchten). Wenn das zu stark wird macht man das natürlich besser in der eigenen Wohnung, da darf man dann auch so sein wie man dabei ist.
Oder eben alternativ einen GUTEN Psychotherapeuten aufsuchen. Es gibt auch welche die labern das Problem weg, und das ist nicht hilfreich. Gesund ist es nur über die Aufarbeitung, der Vergangenheit, oder der Gegenwart, je nachdem was es ist. Gruppentherapie wo man auch einfach sitzen kann und nur zuhört ist auch nicht verkehrt. Manchmal kann man besser indirekt über die Probleme der Anderen über sich reden, als sofort zu sagen was man über sich selbst sagen möchte.
Das Gefühl der Bereitschaft auf irgendwas zu reagieren muß davon nicht weggehen, es kommt dann eben nur wenn man es braucht, und es ruht solange. Über den natürlichen Weg regulieren sich solche Gefühle übrigens über einen LANGEN Zeitraum, nicht über Nacht.
Ich möchte ja nicht in eine ganz andere Richtung reden als alle Anderen hier, aber sit, das was hier beschrieben wurde nicht der ganz normale Kampfzustand. Also wenn ich mcih beim Sparring ein wenig konzentriere und ins Nichts gucke sehe ich auch nurnoch Trefferflächen und keinen Menschen. :cool:
Kann natürlich auch sein, dass ich ein Übergott bin udn als einziger das erreicht habe was wohl einige andere wollen, aber das halte ich doch eher für unwarscheinlich ;)
Mag auch sein, dass ich mich irre, aber es wäre zumindest auch eine alternative Möglichkeit, dass es kein Blutrauschdrogenwahnalkoholüberdingsbums war sondern einfach nur Kampfzustand hervorgerufen in einer Ruhephase. :D
King Karl
27-06-2005, 21:36
Hmmm...
Ersten möchte ich mich meinen Vorrednern anschließen. LASS DIE DROGEN AUS DEM KOPF MEIN JUNGE!!!
Zweitens: Es ist immer ein Unterschied zwischen: Ein Ziel kennen und wissen, wo es weh tut und ein Ziel auch richtig treffen. Besonders wenn man schon das eine oder andere Gramm drin hat....
Fazit: Für mich ist das total Humbuk...
Auf was Du da gestossen bist, ist schon sehr lange bekannt. Irgend so ein altes Volk (Germanen, Hunnen, Wikinger, Barbaren - weiß nicht mehr wer) hat spezielle Pilze vor jedem Angriff gegessen und immer gewonnen. Im WK2 wurde an der Front massenhaft Schnaps ausgegeben (weiß ich von meinem Opa) und ein kleiner dicker Freund von mir hat mal in einer Disko unter LSD-Einfluß einen körperlich ihm überlegenen Türken/Albaner verprügelt.
Viele Grüße
Ich möchte ja nicht in eine ganz andere Richtung reden als alle Anderen hier, aber sit, das was hier beschrieben wurde nicht der ganz normale Kampfzustand. Also wenn ich mcih beim Sparring ein wenig konzentriere und ins Nichts gucke sehe ich auch nurnoch Trefferflächen und keinen Menschen. :cool:
Kann natürlich auch sein, dass ich ein Übergott bin udn als einziger das erreicht habe was wohl einige andere wollen, aber das halte ich doch eher für unwarscheinlich ;)
Jo. Im Training bin aber aber selten *sooo* gut "konzentriert", wie ich
mir das wünsche. ;) - Kenne ein ähnliches Phänomen eher aus einigen
(potentiellen) SV-Situationen, wo der Adrenalinstoß bei mir dafür sorgt,
daß ich 'ein bisserl' schneller denke, schneller aussortiere, und mich
schneller entscheide als gewöhnlich. - Ist ein ziemlich cooler 'Zustand'.
Das große Knieflattern kommt ja erst danach... ;)
Mag auch sein, dass ich mich irre, aber es wäre zumindest auch eine alternative Möglichkeit, dass es kein Blutrauschdrogenwahnalkoholüberdingsbums war sondern einfach nur Kampfzustand hervorgerufen in einer Ruhephase. :D
Stimmt, die Beschreibung klingt ein wenig nach "Kampfmodus". :D
Halte es aber für wahrscheinlich, daß der Rausch dafür verantwortlich ist.
-> wobei ich mir es nicht sooo angenehm vorstelle, z.B. die Freunde mit
denen ich unterwegs bin, plötzlich auf Schwachstellen abzuchecken. :(
Kung-fuWurst
28-06-2005, 12:22
:cry: :cry: Ich dachte ich wär der einzige der das kennt :D :D
Als ich noch ein leiner Junge war ist mir das andauernd passiert. Jedesmal bei Schlägereien auf dem Schulhof (meinst war ich es der angegriffen wurde), zack dieses Gefühl als ob man eine Killerbestie ist. Das Gehirn völlig ausgeschaltet und nur noch am Reagieren und Schlagen. Weggegangen ist es als ich es doch mal unterdrückt habe, da in diesem Fall die Angst noch stärker war. Danach ist es nicht wieder gekommen :(
Im nachhinein denke ich, dass es wohl ne extreme Ausschütung von Adrenalin war, da dies dem beschriebenen Gefühl wohl am nächsten kommt.
Wirkt Adrenalin eigentlich bei jedem anders?
Ian Nightfall
28-06-2005, 14:01
Wirkt Adrenalin eigentlich bei jedem anders?
eigentlich... nicht, es kommt nur darauf an wie du's nutzt, ursprünglich war es ja dafür da um vor angreifern zu fliehen
johniewalkers
03-07-2005, 11:44
Ich hab schon einen guten Psychotherapeuten, aber danke für das Angebot. ;(
Nein, mir gehts mehr um physische und psychische Kontrolle des Selbst. Da gehört auch so eine Extremform, wie oben beschrieben, hinzu. Es geht weniger um Anwendung als um die Möglichkeit der Anwendung. Ich suche die Erreichbarkeit, nicht die Anwendbarkeit.
"Offen" meditieren, tue ich auch so. Nur ist das noch recht unbefriedigend.
Ungeduld als größtes Hinderniss.
StreetFighterAlpha
15-07-2005, 15:10
Wichtig ist, zu lernen mit seiner eigenen Agression umzugehen.
Der "Killer-Instinkt", den jeder von uns in sich trägt, hat seine guten aber auch schlechten Seiten. Meditation kann eine gute Hilfe sein mit seiner Agression umzugehen und so "gezielt" einzusetzen (sprich Notwehr oder ähnliches). Sich aber den Killer-Instinkt per Meditation verstärken zu wollen (so hab ich es zumindest verstanden) halte ich für ziemlich gefährlich. Besonders wenn man auch noch unter Alkohol-Einfluss steht - eine sehr gefährliche Mischung.
@Hochura: Du...bist jetzt aber nicht der für den ich dich halte?? Das Internet ist wohl auch nur ein Dorf...das gibts doch nicht :ups:
Der "Killer-Instinkt", den jeder von uns in sich trägt, hat seine guten aber auch schlechten Seiten.
klingt gefährlich...ich bin wohl zu weich für sowas.. :(
Der gewünschte Zustand den du beschreibtst wird in der Medizin als spezielle Form der Neurose bezeichnet genannnt Paranoia. Hier werden Menschen auch nur als potentielle Gefahrenträger mit ihren jeweiligen Schwächen gesehen. Die meisten Paranoiapatienten flüchten vor diesen "Gefahren", es gibt aber auch welche, die sie bekämpfen...
Durch genug Einnahme sinneserweiternder Stoffe lässt sich - neben vielen anderen geistigen "Modifikationen" (ich wollte das unschöne Wort "Störung" nicht verwenden :D) - auch der Zustand der Paranoia wunderbar erreichen.
Ich wünsche dir viel Erfolg dabei! :blume:
Gruß,
-Cobra-
Ich weiß wovon du sprichst, weil ich dieses Gefühl kenne.
Es ist eben ein Instinkt von dir und du solltest nicht den Fehler machen und dich dafür versuchen zu schämen, weil es ja nicht normal ist. Es ist also nicht so, dass du unbedingt Hilfe brauchst, es ist ganz im Gegenteil so, dass du es als dein "Ich" akzeptieren musst.
Vergiss also diese ganze Psychologieschei*e, die dir hier empfohlen wird. Es ist normal wie du dich fühlst. Vielleicht siehst du ja alle anderen Männer als Gegner, aber das das ist dann ein anderes Problem. ;)
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