Vollständige Version anzeigen : Sinn und Zweck SV Kurse- aus Henne,EI und Gründungswahn
Nur um die Kopiersysteme gehts mir, die 1zu1 übernehmen, eine andere Fußstellung aufnehmen und dem Kind nen neuen Namen geben.
Hier zwei Beispiele wo die Kunst die Pate stand, mehr wie offensichtlich ist.
Wing Tsun
http://www.mach-ess.de/index.htm
Hi,
hast Du den Text gelesen? Dir die Videos angesehen? ;)
Ich glaube doch wohl eher nicht.
Bei e-s-s geht es nicht um irgendwelche Stile. e-s-s vermittelt keine Techniken:
Jeder Mensch hat Reflexe. Bei jedem Menschen sind sie individuell ausgeprägt und je nach Situation verschieden, dass ist die Basis von e-s-s.
Das die Bilder nach WT aussehen hat einen einfachen Grund: Mein Bruder und ich machen WT - genau wie seine Frau. Da hauptsächlich wir auf den Bildern zu sehen sind, sieht es aus wie WT. Warum sollte ich plötzlich etwas anderes machen?:rolleyes:
Wenn Du MMA trainierst, wird e-s-s bei Dir eben anders aussehen.
"Erfahrungen sammeln Sie in der Umsetzung. Im Partnertraining lernen Sie Konzepte, Sie lernen keine Techniken."
Hierbei handelt es sich auch um keine neues System - es handelt sich um ein Dummytraining. Es wäre also maximal eine neue Trainingsmethodik - die aber nicht einmal neu ist.
Wenn Du noch fragen hast - bitte. Ansonsten wäre ich Dir sehr verbunden, wenn Du meine URL aus Deinem ersten Beitrag entfernen würdest.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil;)
Krav Maga
http://israeli-street-fight.de/
Wie seht ihr das?
Ich sehe es so, dass Du nicht besonders ausgiebig ließt. Auf der genannten Seite steht doch deutlich:
"KAPAP= Martial-Arts of Israeli-Special-Forces
(with Avi Nardia)
KRAV MAGA= "Nahkampfsystem" aus Israel "
Wo ist denn in diesem Zusammenhang kopiert worden?
unter http://www.kapap.net/ findest Du den Unterschied zwischen Krav Maga und Kapap:
"Krav Maga is a combat in between fighters that fight face to face"
"Kapap (short) Krav Panim Le Panim - combat with direct contact with the
enemiy , combat with spear , guns , submechin guns ,rifles,and any other
hand weopen"
Du versaust hier den Ruf zweier Schulen ohne die geringste Recherche betrieben zu haben - mit welchem Recht?
Und zum Thema Geldabzocke - ich unterrichte e-s-s derzeit kostenlos (ehrenamtlich) in einem "Haus der Jugend". Wo engagierst Du Dich derzeit kostenlos für andere?
Aber ich stimme Dir völlig zu, das das ein großes Problem in den Kampfkünsten ist mit völlig unberechtigter Selbstüberschätzung und Ahnungslosigkeit.
Und genau darum geht es bei e-s-s. Alles gelernte wird am Vollschutzanzug getestet. Jeder weiß nach dem Kurs, was individuell für den Teilnehmer funktioniert - was nicht funktioniert wird nicht geübt.
Hier wird genau die von Leopan erwähnte "Selektion durch Tod,Verwundung usw." betrieben. Kein System wird bevorzug oder etwa unterrichtet.
Die Teilnehmer auf den Videos hatten keinerlei erfahrung mit Kampf und waren alles Freiwillige aus meinem Freundeskreis. Keiner hat jemals vorher Kampfsport oder Kampfkunst betrieben. Alle hätten mir am Ende des Kurses die Birne weichgeklopft.
Wer die Wirksamkeit überprüfen möchte ist hiermit eingeladen den Anzug anzuziehen und gegen meine Frau zu kämpfen (wenn sie es nicht will finde ich einen anderen Teilnehmer der sich bereit erklärt).
Hy Pyriander
Stimme Dir zu!
Das mit der Selektion halte ich auch für sehr wenig ausschlaggebend, wir haben doch 1. oft genug festgestellt, dass es auf den Kämpfer mehr ankommt, als auf den Stil; und 2. bei Kriegen spielen die unbewaffneten Nahkampfkünste einzelner überhaupt keine Rolle.
Wenn einer kein" Kämpfer Herz" hat, so nützt Ihm,Ihr auch kein Kampfsystem, denn in Stressituationen sind die psychischen Komponenten(Angst,Schlaghemmung usw.) oft ausschlaggebend!
Es gibt aber neukreierte Stile die für den realen Kampf oder die SV nichts taugen diese Stile werden z.b. in China als "Blumiges Wushu(Kung fu)" bezeichnet!
Gruss
leopan8
Hallo Icheben,
interessant ist das dich etwas nervt, was du offensichtlich systematisch suchst. Die beiden genannten Homepages findet man ja nicht durch Zufall, oder?
Was ich bewundernswert finde ist das du nurch durch das Lesen einer Homepage erkennen kannst was ein "Kopierstil" ist, du scheinst Hellseher zu sein oder Großmeister aller Stile :D
Also ich finde unqualifizierte Aussagen über Dinge die man nicht kennt wesentlich nerviger als wenn Leute Versuchen eine bestimmte SV oder was immer zu Unterrichten.:mad:
Letztendlich wird die Zeit zeigen ob ein Ansatz falsch oder richtig ist.
Wenn jeder deiner Meinung wäre gäbe es weder JKD noch KravMaga noch Aikido noch sonst ein System.
Irgend jemand hat immer damit angefangen und alles war einmal neu.
Also ich finde, wer mit Gegenüberstellungen und Wertungen Werbung macht, muss sich auch gefallen lassen, dass man dem kritisch gegenübersteht.
Kritisch gegenüberstehen ist ja auch in Ordnung - aber wo ist denn im ersten Beitrag Kritik? Da wird doch nur die Behauptung aufgestellt, dass ich WT einen anderen Namen gegeben hätte - und Wt hat das Ganze einfach nichts zu tun.
Wenn Du auf dieses Zitat der Seite eingehen willst:
Durch Verknüpfung von Gewaltprävention und Simple-Defence wurde ein einzigartiges leicht zu erlernendes und hochwirksames System geschaffen.
e-s-s nutzt im Gegensatz zu anderen Selbstverteidigungssystemen Ihre individuellen Abwehrreflexe als Grundlage.
Simple Defence ist einzigartig leicht - keiner macht etwas anderes als das was er in einer Notfallsituation machen würde. Wie kann es etwas leichteres geben als das was man schon kann? Ist jetzt schwer zu erklären - ist aber tatsächlich so.:o
Wenn ich von individuellen Reflexen rede, dann meine ich auch individuelle - angeborene Reflexe. Die Teilnehmer wären doch gar nicht lang genug da um Reflexe zu bilden. Wir arbeiten mit dem was kommt - nicht mit dem was wir hinzugeben.
Hochwirksam ist es auch - was Zeit-Nutzen angeht kenne ich nichts besseres und das meine ich wirklich ernst.
Aber ich nehme nicht für mich in Anspruch alles zu kennen - das gebe ich ebenfalls zu.
e-s-s nutzt im Gegensatz zu anderen Selbstverteidigungssystemen Ihre individuellen Abwehrreflexe als Grundlage.
Meinst Du das mit Gegenüberstellung? Das ist eine korrekte Gegenüberstellung - oder kennst Du ein anderes System indem man Dir sagt:"Wehr einfach ab." und wenn es klappt bleibt es dabei? Bislang wollte mir immer emand erzählen, das man es entweder so oder aber so macht - aber bestimmt nicht einfach irgendwie.
Was ich aber komisch finde ist folgendes: Warum soll ich mich rechtfertigen? Ich habe in diesem Forum noch nie über e-s-s geschrieben - geschweige denn die url angegeben. Man kann mir also bestimmt nicht vorwerfen, dass ich das Forum für Werbung missbrauchen würde.
icheben erzählt Mist ohne sich vorher ein Bild darüber zu machen - soll er sich doch rechtfertigen!
sumbrada
28-02-2006, 14:53
Es kann ja sein, dass Bli..ähm...Simple Defence einzigartig leicht ist, aber in der Art, wie es da steht, hört es sich wirklich nach WT an und die Bewegungen in dem einen Video sind auch nicht viel anders als WT. ;)
Wie gesagt, mich stört das nicht.
sumbrada
28-02-2006, 14:55
Was ich aber komisch finde ist folgendes: Warum soll ich mich rechtfertigen? Ich habe in diesem Forum noch nie über e-s-s geschrieben - geschweige denn die url angegeben. Man kann mir also bestimmt nicht vorwerfen, dass ich das Forum für Werbung missbrauchen würde.
icheben erzählt Mist ohne sich vorher ein Bild darüber zu machen - soll er sich doch rechtfertigen!
Du musst dich nicht rechtfertigen, kannst die Leute auch quatschen lassen.
Und niemand wirft dir vor, dass du das Board für irgendwas missbrauchst.;)
Solange hier ohne Beleidigungen diskutiert wird, halte ich diese Diskussion auch nicht für schlimm, sie ist trotz der Links ja auch relativ allgemein gehalten.
Durch Verknüpfung von Gewaltprävention und Simple-Defence wurde ein einzigartiges leicht zu erlernendes und hochwirksames System geschaffen.
es wurmt mich, wenn Du gerade "einzigartig" in Frage stellst;)
Einzigartig an e-s-s ist eigentlich nur die Didaktik - Techniken verkaufen wir ja eh nicht.
Wir haben übungen entwickelt um herauszufinden wie die einzelnen Teilnehmer spontan, reflexartig auf verschiedene, gängige, Angriffe reagieren - meist sehr ähnlich. (Es denn sie ahben vorher schon eine KK oder KS betrieben)
Erst am Ende dieser Reaktion setzen wir dann an - wir zeigen nur mögliche Wege, wie man nun weitermachen kann - prinzipiell.
D.H. im Simple Defence gäbe es theoretisch niemal eine unterrichtbare Abwehr - denn die kommt vom Teilnehmer selber.
Auch Angriffe kommen in letzter Instanz vom Teilnehmer - er/sie macht ja nur was für ihn/sie funktioniert und "von selber" im Kampf kommt.
Ist doch einzigartig, oder? Kennst Du ein anderes System das so an die Sache herangeht?
sumbrada
28-02-2006, 15:03
[I]
Wir haben übungen entwickelt um herauszufinden wie die einzelnen Teilnehmer spontan, reflexartig auf verschiedene, gängige, Angriffe reagieren - meist sehr ähnlich. (Es denn sie ahben vorher schon eine KK oder KS betrieben)
Erst am Ende dieser Reaktion setzen wir dann an - wir zeigen nur mögliche Wege, wie man nun weitermachen kann - prinzipiell.
D.H. im Simple Defence gäbe es theoretisch niemal eine unterrichtbare Abwehr - denn die kommt vom Teilnehmer selber.
Auch Angriffe kommen in letzter Instanz vom Teilnehmer - er/sie macht ja nur was für ihn/sie funktioniert und "von selber" im Kampf kommt.
Ist doch einzigartig, oder? Kennst Du ein anderes System das so an die Sache herangeht?
Die Reaktion der meisten ungeübten ist doch erstmal panisches Wegdrehen.
Ist es nicht besser, das wegzutrainieren als auch noch da anzusetzen?
Es kann ja sein, dass Bli..ähm...Simple Defence einzigartig leicht ist, aber in der Art, wie es da steht, hört es sich wirklich nach WT an und die Bewegungen in dem einen Video sind auch nicht viel anders als WT. ;)
Wie gesagt, mich stört das nicht.
Aber mich! Nenn mir die Stellen die nach WT klingen und ich werde sie ändern.
Der Unterschied liegt im Namen:
Blitzdefence soll den Eindruck erwecken es sei schnell zu erlernen, bzw. es würde den Gegner blitzschnell ausschalten.
a) braucht man wieder einmal Jahre um diese Techniken zu erlernen und
b) kann man keinen Gegner blitzschnell ausschalten, wenn man immer nur geübt hat den Gegner nicht zu treffen
simple-defence sagt aus, dass es leicht ist sich damit zu wehren oder leicht zu erlernen
a) ob es damit leichter ist als mit einem anderen system kann ich nicht sagen
b) es ist leicht zu erlernen, weil es nichts zu lernen gibt - die Teilnehmer machen was sie wollen, bzw. was funktioniert.
Sch... Blitzdefence - habe nicht auf die ähnlichkeit geachtet muss ich zu meinem Leidwesen gestehen.:mad:
Die Reaktion der meisten ungeübten ist doch erstmal panisches Wegdrehen.
Ist es nicht besser, das wegzutrainieren als auch noch da anzusetzen?
Klar - wenn man die Zeit hat;)
Aber Du darfst die Zielgruppe nicht außer Acht lassen - die nehmen sich nicht die Zeit.
Ich habe mich lange gewehrt Kurse zu geben, weil ich sie immer für Schwachsinn hielt - inzwischen habe ich ein System das nach 2 Tagen hervorragende Erfolge zeigt - somit sind zwei Tage dann doch nicht schwachsinn.
Aßerdem drehen sich die meisten nicht panisch weg - zumindest drehen sie sich nicht um. Sie reißen vielmehr die Arme hoch, drehen sich seitlich und haben dem Schlag zumindest die Kraft genommen. Viel schlimmer ist eigentlich das "Versteinern" vor Angst.
Das kann auch nach Jahren des Trainings in einer realen Situation passieren - beim Kurs wird aber genau dieser Bereich immer wieder trainiert - die Teilnehmer gewöhnen sich an das Adrenalin und versteinern nicht mehr.
Natürlich ist ein Kurs kein Allheilmittel - 10 Jahr Training ohne Kontakt aber bestimmt auch nicht.
sumbrada
28-02-2006, 15:31
Blitzdefence soll den Eindruck erwecken es sei schnell zu erlernen, bzw. es würde den Gegner blitzschnell ausschalten.
simple-defence sagt aus, dass es leicht ist sich damit zu wehren oder leicht zu erlernen
Ich habe mich lange gewehrt Kurse zu geben, weil ich sie immer für Schwachsinn hielt - inzwischen habe ich ein System das nach 2 Tagen hervorragende Erfolge zeigt - somit sind zwei Tage dann doch nicht schwachsinn.
Merkst du was? ;)
Im übrigen woher willst du wissen, welchen Erfolg der Kurs bringt, wenn deiner Schülerin lächelnd gegen ein Dummie schlägt.
Die Frau, die in die Stresssituation kommt und nicht von vornherein eine kleine Kampfsau ist, wird nach zwei Tagen, egal wie toll das Training ist, nichts davon anwenden.
Im Übrigen
Ist doch einzigartig, oder? Kennst Du ein anderes System das so an die Sache herangeht?
Systema, jedenfalls so, wie es hier immer geschrieben wird.
Hy
Im übrigen woher willst du wissen, welchen Erfolg der Kurs bringt, wenn deiner Schülerin lächelnd gegen ein Dummie schlägt.
Die Frau, die in die Stresssituation kommt und nicht von vornherein eine kleine Kampfsau ist, wird nach zwei Tagen, egal wie toll das Training ist, nichts davon anwenden.
Schliesse mich an!
Es gibt unzählige SV Systeme die das Gleiche(Sich in kurzer Zeit verteidigen zu können) vermitteln wollen!
Meistens scheitert dies am Zeitfaktor und dem können der Ausbilder,Kursteilnehmer und anderen Faktoren.
Natürlich ist ein Kurs kein Allheilmittel - 10 Jahr Training ohne Kontakt aber bestimmt auch nicht.
Genau! :zwinkern:
Gruss
leopan8
Merkst du was? ;)
Ja ich merke...Die Frage ist nur wer was davon einhält. Blitzdefence ist über 12 Schülergrade á 3 Monate gestreckt - ich mache zwei Tage. Die anderen Unterschiede habe ich schon geschrieben.
Im übrigen woher willst du wissen, welchen Erfolg der Kurs bringt, wenn deiner Schülerin lächelnd gegen ein Dummie schlägt.
Die Frau, die in die Stresssituation kommt und nicht von vornherein eine kleine Kampfsau ist, wird nach zwei Tagen, egal wie toll das Training ist, nichts davon anwenden.
Im Übrigen
Systema, jedenfalls so, wie es hier immer geschrieben wird.
Was das SYSTEMA angeht ist das ein wahrer Schock:D
Aber der Erfolg ist durch das zweite Gedächtnis unterstützt von dem ich schon schrieb.
Übersetzt und zitiert aus "Real Fighting":
Lernen unter Adrenalinbedingtem Stress wird im Hirn anders verarbeitet und schneller verarbeitet/verinnerlicht.
"Concider this excerpt from the New York Times concerning research done at the Center of Neurobiology of Learning at the University of California at Irvine, James McGaugh, director:
The "fight or flight" reaction has long been known to psychologists; the heart beats faster, the muscles are readied, and the body is primed in the most primitive of survival instincts. These and other distinctive reactions are triggered by the release into the bloodstream of the hormones adrenaline and noradrenaline.
The same two hormones, it now appears, also prime the Brain to take very special note in its memory banks of the circumstances that set off the flight or fight reaction.
Die Studie fährt mit folgender Beobachtung fort:
...suggests that the brain has two memory systems, one for the ordinary information and one for emotionally charged information, this emotional memory system has evolved because is had great survival value.
Dies ist der Grund, warum ein Training, das auf Szenarien basiert auch an einem Wochenend-Lehrgang so effizient ist.
MatzeOne
01-03-2006, 07:50
Wenn sich die meisten Leute, bei einer Attacke panisch umdrehen, sollte man vielleicht lieber zwei Tage (!) investieren, damit man ihnen beibringt die Beine in die Hand zu nehmen (und zwar die eigenen) :rolleyes:
Und wirklich einzigartig klingt das für mich auch nicht, 17x17. Woanders machen die Leute auch das, was sie wollen. Zum Beispiel da, wo die Lehrer/Trainer/whatever ihre "Schüler" nicht im Griff haben ;)
(Der musste sein, du mögest mir bitte verzeihen :D)
Wenn sich die meisten Leute, bei einer Attacke panisch umdrehen, sollte man vielleicht lieber zwei Tage (!) investieren, damit man ihnen beibringt die Beine in die Hand zu nehmen (und zwar die eigenen) :rolleyes:
Sie drehen sich nicht panisch um.:rolleyes:
Manchmal frage ich mich, wie der Mensch die ersten paar tausend Jahre ohne Kampfkunst überlebt hat;)
Die Natürlichen Reflexe des Menschen sind absolut ausreichend um in jeder Situation noch irgendetwas zu tun, was dem Schlag des Gegners die Kraft nimmt. Es sei den, er reagiert nicht. Aber auch ein noch so gut trainierter KK'ler fängt keinen Schlag ab, wenn er nicht reagiert.
(Soweit ich das mal gelesen habe zielen Boxer sogar auf den Hals, weil sie das Zurückzucken des Gegners mit einkalkulieren und somit den Höhenunterschied ausgleichen der dann entsteht, wenn der Gegner den Kopf zurückreißt und somit "kleiner" wird.)
Und ob der Schlag dann nach 10 Jahren Training perfekt abgewehrt und zum Gegenangriff genutzt wird ist doch wohl auch fraglich, oder?
Fakt ist folgendes: In zwei Tagen "e-s-s" bekomme ich mehr Erfahrung was eine realistische Auseinandersetzung angeht als in 10 Jahren reinen Trainings in einer KK/KS die nur Leichtkontakt und kooperatives Miteinander praktiziert. Ich werde angeschrien, muss den Zeitpunkt für den Angriff bestimmen, mich an die Gesetzeslage halten und versuchen zu fliehen.
Nehme ich dagegen ein System in dem Schläge in bestimmte Regionen verboten sind, dazu der Kontakt nur aus "aufsetzen" des Schlages besteht und man den anderen nicht laut schreiend beleidigen darf, dann habe ich auch nach 10 Jahren nicht die Erfahrung wie es ist wenn einer brüllend auf mich zugeht.
Wie dies wirkt, habe ich einmal am eigenen Leib erfahren dürfen. Ich bin mit meinem Hund im Dunkeln durch den Park gegangen. Als mir eine Gruppe halbwüchsiger entgegenkam wich ich ihnen aus. Nicht so sehr weil ich in ihnen eine Gefahr sah, sondern weil mein damaliger Hund auf die meisten Menschen nicht gut zu sprechen war. (Nein, war keine schlechte Erziehung - ich bekam ihn aus schlechter Haltung)
Als ich so ca. 15m von ihnen entfernt war, riss einer von ihnen die Arme in die Luft und brüllte plötzlich los.
Obwohl man mir äußerlich nichts ansah, bröckelte in diesem Moment (für einen Moment) mein Selbstvertrauen in ganz kleine Stücke.:o
Sie waren zum Glück so weit entfernt, dass ich mich wieder gefangen hatte, bis sie an mir drangewesen wären. Sie wollten aber auch gar nichts von mir - keine Ahnung was der Typ für ein Problem hatte.
Damals habe ich auf jeden Fall den Sinn von Kriegsschreien verstanden.:D
Was ich aber damit sagen will: hätte sich zu dieser Zeit einer vor mich gestellt und mich in dem Moment geschlagen, wäre ich versteinert gewesen und zu keiner Gegenwehr in der Lage.
Wenn es um SV geht, sollte man mit solchen Sachen konfrontiert werden - ohne gebrüll ist es einfach nicht realistisch.
Ohne Schläge mit voller Wucht ist es einfach nicht realistisch.
Ohne die Rechtslage ist es einfach nicht realistisch.
Ohne den Versuch zu flüchten ist es - mMn - nicht realistisch.
Das diese Leute kein Vale Tudo überstehen ist völlig klar - das übersteht der durchschnittliche Aikidoka, Judoka, WTler (Liste beliebig erweiterbar und ohne Wertung) aber auch nicht - aus verschiedenen Gründen - aber zumeist aufgrund des Trainings.
Und wirklich einzigartig klingt das für mich auch nicht, 17x17. Woanders machen die Leute auch das, was sie wollen. Zum Beispiel da, wo die Lehrer/Trainer/whatever ihre "Schüler" nicht im Griff haben ;)
(Der musste sein, du mögest mir bitte verzeihen :D)
Wieso? war doch witzig.:)
sumbrada
01-03-2006, 09:45
Sie drehen sich nicht panisch um.
Doch, die, für die solche Kurse eigentlich sein sollen, zeigen durchaus schlechte Reaktionen.
Und die, die schon alles richtig machen, brauchen keine Kurse.
Manchmal frage ich mich, wie der Mensch die ersten paar tausend Jahre ohne Kampfkunst überlebt hat
Hat er das?
Wie hoch war die Lebenserwartung?
Wie groß waren die Unterschiede zwischen denen, die trainierten und den anderen.
Wie viele trainierten überhaupt.
Doch, die, für die solche Kurse eigentlich sein sollen, zeigen durchaus schlechte Reaktionen.
Und die, die schon alles richtig machen, brauchen keine Kurse.
Kann ich nicht bestätigen - das mit dem umdrehen.
Sie bringen sich in eine ungünstige Situation - das ist richtig. Das machen aber leute die jahrelang (falsch) trainieren auch unter Stress.
Zudem kommt noch ein anderer Faktor hinzu:
Es handelt sich um ein Szenarien-Training. Die Verteidiger halten Abstand und zwar so lange, bis sie auch rechtlich gesehen das Recht haben präventiv zuzuschlagen. Um diese Distanz, den Abstand zu überbrücken muss der Gegner erst einmal einen Schritt zum "Opfer" machen. Dieser Schritt ist zumeist noch wertlos - sie sind ja außerhalb der Angriffsdistanz gewesen. Im Gegenzug hat sich der Angreifer mit diesem Schritt aber in die Distanz des "Opfers" bewegt - das Opfer kann also sofort angreifen. Und nach ein oder zwei Durchgängen machen das die "Opfer" auch. Dadurch kommt es gar nicht zum wegdrehen.
Wegdrehen kenne ich eigentlich nur aus meinem regulären EWTO-Training n dem das Wegdrehen Erfolgreich war, weil der Angreifer dann den Angriff gestoppt hat. Auch ein Lerneffekt;)
Der Dummy stoppt den Angriff dann aber nicht - so wird das Wegdrehen mit seinen negativen Folgen begriffen und abgestellt.
Hat er das?
Wie hoch war die Lebenserwartung?
Wie groß waren die Unterschiede zwischen denen, die trainierten und den anderen.
Wie viele trainierten überhaupt.
Sind die Leute jetzt im Waffenlosen Zweikampf gesorben oder eher an schlechten Lebensumständen?
An den Krieg zwischen den Karatekas und den Nunchacku-Kriegern kann ich mich aus dem Geschichtunterricht jetzt irgendwie nicht erinnern.:o
Mal ohne Spaß - wie hoch war den die relevanz des Waffenlosenkampfes im Krieg innerhalb der Geschichte.
Die einzige Waffenlose Kampfkunst die mir einfällt, die auch im Krieg Anwendung fand war das Ringen. Und da auch nur, wenn einer seine Waffe verlor und dem Schwert-/Axt-/Morgensternträger die Bewegungsfreiheit rauben musste um ihm die Waffe zu entringen oder ihn dann wirklich mit brachialgewalt am Boden tötete.
Wenn Du eine andere waffenlose Kampfkunst kennst die im Krieg mit Waffen verwendung fand wäre ich sehr interessiert von ihr zu erfahren - das meine ich ernst - ich kenne keine andere.
MatzeOne
01-03-2006, 11:29
Was ich aber damit sagen will: hätte sich zu dieser Zeit einer vor mich gestellt und mich in dem Moment geschlagen, wäre ich versteinert gewesen und zu keiner Gegenwehr in der Lage.
Soviel also zu den völlig ausreichenden natürlichen Reflexen ;)
Wenn es um SV geht, sollte man mit solchen Sachen konfrontiert werden - ohne gebrüll ist es einfach nicht realistisch.
Ohne Schläge mit voller Wucht ist es einfach nicht realistisch.
Ohne die Rechtslage ist es einfach nicht realistisch.
Ohne den Versuch zu flüchten ist es - mMn - nicht realistisch.
Aber ein Schutzanzug ist realistisch?
sumbrada
01-03-2006, 11:46
Kann ich nicht bestätigen - das mit dem umdrehen.
Sie bringen sich in eine ungünstige Situation - das ist richtig. Das machen aber leute die jahrelang (falsch) trainieren auch unter Stress.
Ja, aber die, die falsch trainieren sind auch nicht mein Bezugspunkt, genauso wenig, wie die hoffnungslosen Fälle.
Eine Kampfkunst soll aus jedem das rausholen, was möglich ist.
Das ist nicht möglich, indem man sie machen läßt, was sie wollen und schon gar nicht innerhalb von 2 Tagen.
Klar kann man durch ausprobieren und immer wiederkehrenden Konfrontationen mit möglichen Angriffen gute Fortschritte erhalten, aber niemals in 2 Tagen.
Und was zeigen die Videos?
Lächelnde Frauen und Männer, die stolpernd ihre Hand in den Schutzanzug schieben.
Das sieht weder nach einem wirklichen Stoß aus, noch erkennt man irgendwelchen Stress und die Handhaltung sieht mir teilweise gefährlich nach Handbruch aus.
Dazu hat der Typ überhaupt keine Deckung, was beim Szenario, das ihm auf der Strasse wahrscheinlich blüht (Schlägerei), tödlich sein kann.
Nichts gegen das Training mit Vollschutz, aber in zwei Tagen, ohne das Training von Grundtechniken und Strategien ist die Sache vollkommen zwecklos.
Soviel also zu den völlig ausreichenden natürlichen Reflexen ;)
Ich verstehe schon, dass Du mich auf die Schippe nehmen willst, aber ich antworte trotzdem:D
Das mit den Reflexen bezieht sich auf die Abwehr oder "entkräftung" eines Angriffs.
Zu dem Zeitpunkt hatte ich nicht nur natürliche Reflexe sondern 8-10 Jahre Training hinter mir;)
So etwas muss man einfach mal erlebt haben - dann reagiert man beim nächsten mal schon anders - deswegen ja Szenario-Training.
Aber ein Schutzanzug ist realistisch?
Nein - der Schutzanzug hat zwei Mängel:
1) man kann darin nicht so gut kämpfen wie ohne
2) Mann muss dafür Sorge tragen, dass die Teilnehmer Stress haben, wenn sie mit dem Dummy kämpfen. Schafft man dies nicht, wird das gelernte nicht im "2. Gedächtnis" abgespeichert und wird somit nicht zu einem Prozess der unter Adrenalin automatisch gestartet wird.
Ansonsten ist der Anzug zumindest so realistisch, das die Teilnehmer realistisch angreifen können.
Und ich muss meine Angriffe nicht mit Hinblick auf meinen Eigenschutz durchführen.
Ja, aber die, die falsch trainieren sind auch nicht mein Bezugspunkt, genauso wenig, wie die hoffnungslosen Fälle.
Wieviel Prozent der KK/KS-Anhänger hast Du mit dieser Aussage ausgeklammert?
Ca. 90% derer mit denen ich in 14 Jahren trainieren "durfte".
Eine Kampfkunst soll aus jedem das rausholen, was möglich ist.
Das ist nicht möglich, indem man sie machen läßt, was sie wollen und schon gar nicht innerhalb von 2 Tagen.
Klar kann man durch ausprobieren und immer wiederkehrenden Konfrontationen mit möglichen Angriffen gute Fortschritte erhalten, aber niemals in 2 Tagen.
e-s-s ist keine Kampfkunst!
Und noch einmal - und nur auf SV bezogen: 10 Jahre Training sind ebenfalls kein garant das beste herauszuholen.
Das beste holen wir ganz sicher nicht in 2 Tagen raus - aber immer noch mehr als Aikido oder WT oder Escrima (das sind die Systeme die ich trainiert habe) in mehren Monaten. Und was diese Systeme angeht auch weitaus preiswerter.
Und was zeigen die Videos?
Lächelnde Frauen und Männer, die stolpernd ihre Hand in den Schutzanzug schieben.
Das sieht weder nach einem wirklichen Stoß aus, noch erkennt man irgendwelchen Stress und die Handhaltung sieht mir teilweise gefährlich nach Handbruch aus.
Dazu hat der Typ überhaupt keine Deckung, was beim Szenario, das ihm auf der Strasse wahrscheinlich blüht (Schlägerei), tödlich sein kann.
Die Videos sind in vorher und nacher unterteilt - soweit ist das klar oder?
Ralf hat nicht aus freude gelächelt - gerade im Ärger "lächelt" er auch - seine Lippen ziehen sich zurück - kann man mißverstehen das stimmt.
Auch seine Deckung ist nicht gut - stimmt auch. Aber dafür hat ja auch immer wieder eine abbekommen, bzw. wurde erneut angegriffen - immer dann wenn es ging.
Wieder die Frage - wie sehen die durchschnittlichen Schüler nach einigen Monaten des Trainings aus?
Im Moment der Auseinandersetzung konnte ich nicht feststellen, das irgendjemand cool blieb - das irgendwelche Bemerkungen gemacht wurden ist klar - wir kannten uns immerhin schon ziemlich gut.
Kommen wir doch zu einer grundsätzlichen Frage, die ich schon häufiger angedeutet habe.
Es gibt Menschen, die lernen wollen sich selber zu verteidigen und das ohne Zeit zu investieren.
Das ist ihr gutes Recht. Sollen diese Leute nur die Alternative haben entweder jahrelang zu bezahlen und zu lernen oder gar nichts zu machen?
In einer kurzen Zeit kann man niemanden, mit keinem System unbesiegbar zu machen - in langer Zeit allerdings auch nicht.
Ich habe lange überlegt ob man einen solchen Kompromiß, wie ihn Kurse eben darstellen, gehen kann/soll/darf oder nicht. Bis ich die Ergebnisse aus dem Kurs sah - die Videso sind aus unserem Probekurs, wie Du vielleicht gesehen hast - die Ergebnisse übertreffen alles, was ich ansonsten kenne und 2 Tage sind ausreichend um die Sicherheit um ein sehr nenenswerten Teil zu erhöhen.
Es geht nicht darum in 2 Tagen vollendete Kämpfer zu schaffen - es geht darum Menschen die etwas (und nur etwas) für ihre Sicherheit tun wollen sicherer zu machen - das leisten wir auf jeden fall.
Der andere Aspekt ist es, Leuten die schon lange trainieren mit möglichst realistischen Szenarien zu konfrontieren die sich von ihrem normalen Training unterscheiden. Sie wissen nicht ob und wann sie angegriffen werden, sie müssen sich plötzlich an Gesetze halten und sie müssen voll zuschlagen - auch diese Teilnehmer finden sich plötzlich in Situationen wieder, die sie so nicht kennen und auf die sie zumeist nicht vorbereitet sind - demnach bekommen auch sie etwas das ihnen nützt.
Nenn mir eine andere Möglichkeit Menschen zu helfen sich besser zu schützen die in 2 Tagen auswirkungen zeigt und ich bin bereit meinen Ansatz zu ändern.
Das eine Woche - ein halbes Jahr besser wäre ist doch gar keine Frage.
Die Frage ist, ob man jemandem in zwei Tagen etwas beibringen kann - die Antwort ist eindeutig ja.
und die Handhaltung sieht mir teilweise gefährlich nach Handbruch aus.
Welche Handhaltung meinst du?:confused:
sumbrada
01-03-2006, 12:37
Welche Handhaltung meinst du?:confused:
Ich will mich da nicht festlegen, aber manchmal sah die Faust der einen Frau sehr seltsam aus.
Besonders häufig war das am Anfang so, in den Sequenzen, die ihren Trainingserfolg darstellen sollen, hat sie meistens mit der offenen Hand geschlagen und seltsam gepatscht (wo da Power herkommen soll mal ganz beiseite).
Und innerhalb von 2 Stunden kann man sich vielleicht so konzentrieren, dass man im Video weniger Fehler macht, aber ich hoffe, du versuchst hier niemandem weisszumachen, dass sie unter Stress oder einfach nur in einer normalen Trainingsituation diese ganzen Fehler, die sie hauptsächlich am Anfang macht, schon abgestellt hat. Sowas dauert bei manchen Monate bis Jahre und geht keinesfalls in 2 Stunden.
MatzeOne
01-03-2006, 12:43
Das beste holen wir ganz sicher nicht in 2 Tagen raus - aber immer noch mehr als Aikido oder WT oder Escrima (das sind die Systeme die ich trainiert habe) in mehren Monaten. Und was diese Systeme angeht auch weitaus preiswerter.
Du kannst 8,25 * Anzahl Monate € unterbieten und bist trotzdem noch besser? :ups:
Ich sag mal lieber nicht, wieviel Trainingstermine der oben genannten (und weiteren) Martial Arts und Selbstverteidigungskursen in diesen Monaten möglich sind. Demgegenüber stehen 2 Tage für 90 €... Hmmm... Wenn das noch besser ist als das, was ich bei besagtem Verein mach'... Oha... Dann Hut ab! Aber ich glaub's nicht, solang ich das mal selbst erlebt hab. Aber dann kommt wohlmöglich das Argument, dass ich "vorbelastet" bin, wenn's nicht "fruchtet" ;)
Es gibt Menschen, die lernen wollen sich selber zu verteidigen und das ohne Zeit zu investieren.
Das ist ihr gutes Recht.
Ja, klar dürfen sie. Ich darf auch an die heilige Jungfrau Maria glauben. Ich kann auch glauben, dass ich durch fünf Cheeseburger (extra) täglich abnehme! :weirdface :kaffeetri :narf:
Mal ne Frage.
Da es ja nun ein Trend gibt, dass sich "Opfer" erfolgreich wehren - nach einem 2 Tage Crash-Kurs. Wie kommt's, dass die "potentiellen Angreifer" nicht dann in so einen Kurs gehen? ;)
Ich mein... Wo ist da die Selbstverteidigung und wo der Angriff? Kannst du (stellvertretend für alle SV-Kursanbieter) es verantworten, die Waffen der Aggressoren zu schleifen?
In den Vereinen/Gyms/Dojos/... werden solche "Typen" ja relativ schnell ausgesiebt.
Und innerhalb von 2 Stunden kann man sich vielleicht so konzentrieren, dass man im Video weniger Fehler macht, aber ich hoffe, du versuchst hier niemandem weisszumachen, dass sie unter Stress oder einfach nur in einer normalen Trainingsituation diese ganzen Fehler, die sie hauptsächlich am Anfang macht, schon abgestellt hat. Sowas dauert bei manchen Monate bis Jahre und geht keinesfalls in 2 Stunden.
Das ist richtig und auch nicht abgestellt. Aber am anfang haben sie versucht mir in die Eier zu treten und ist dabei fast hingefallen. Es ist auch nicht in jedem Schlag power - auch das ist richtig. Aber in der Masse ist es so, dass jeder innerhalb der ersten Sekunden mindestens einen Schlag gelandet hat, der mir selbst mit Helm ordentlich weh tat und mich davon abhielt selber wieder vorzugehen.
Das was Du am Ende des Videos siehst ist das was nach 3h da war - nicht mehr und auch nicht weniger.
Am Ende des Kurses hätte sich z.B. schon keiner der Teilnehmer mehr mit dem ersten eigenen Angriff in Teufels Küche gebracht. Am Anfang hätten sie sich nicht, bzw. sehr sinnlos versucht zu verteidigen. Am ende haben sie alle alles gegeben - mehr kann man nicht erwarten.
Stellen wir doch eine andere Frage: Was braucht man um sich erfolgreich gegen einen Angreifer zu verteidigen der einen anprollen will und davon ausgeht ein Opfer vor sich zu haben?
sumbrada
01-03-2006, 13:18
e-s-s ist keine Kampfkunst!
Und noch einmal - und nur auf SV bezogen: 10 Jahre Training sind ebenfalls kein garant das beste herauszuholen.
Das beste holen wir ganz sicher nicht in 2 Tagen raus - aber immer noch mehr als Aikido oder WT oder Escrima (das sind die Systeme die ich trainiert habe) in mehren Monaten. Und was diese Systeme angeht auch weitaus preiswerter.
Also erstmal solltest du nicht von einer Schule auf ein ganzes System schliessen.
Ausserdem gehe ich mal stark davon aus, dass du Eskrima der Latosalinie trainiert hast, was als Referenz für das Eskrima schonmal gar nicht dienlich ist.
Das brauch dich aber nicht zu grämen. Wenn ich eine Schule hätte und wollte ein paar € zusätzlich machen, würde ich auch sagen, dass richtiges Training dich ja auch nicht unbesiegbar macht und deshalb auch nicht besser ist bzw. nicht sagen, dass 2 Tage Training deshalb nicht noch mehr zwecklos sind. Genauso würde ich auch betonen, dass man sich die Zeit sparen kann und das es natürlich auch preiswerter ist (und ich würde es dann auch mit WT vergleichen und nicht mit Training in einem Verein, damit gar nicht erst der Verdacht aufkommt, dass es auch billige Schulen gibt). Und ich würde natürlich auch sagen, dass ich in allen Systemen, die ich bis jetzt trainiert habe, noch nie in so kurzer Zeit, so viel Kampfeskraft bekommen hätte.
Dein Konzept ist sogar noch genialer als andere SV Kurse, da man den Kursteilnehmern ja noch nicht mal was beibringen muss, da die natürlichen Reflexe ja gegeben sind, man muss sie nur durch das Bearbeiten des Dummies herauskitzeln.
Grüße
Andreas
Du kannst 8,25 * Anzahl Monate € unterbieten und bist trotzdem noch besser? :ups:
bezog sich auf:Das beste holen wir ganz sicher nicht in 2 Tagen raus - aber immer noch mehr als Aikido oder WT oder Escrima (das sind die Systeme die ich trainiert habe) in mehren Monaten. Und was diese Systeme angeht auch weitaus preiswerter.
Wo machst Du eines der genannten Systeme für 10.90€ im Monat?
Ich sag mal lieber nicht, wieviel Trainingstermine der oben genannten (und weiteren) Martial Arts und Selbstverteidigungskursen in diesen Monaten möglich sind. Demgegenüber stehen 2 Tage für 90 €... Hmmm... Wenn das noch besser ist als das, was ich bei besagtem Verein mach'... Oha... Dann Hut ab! Aber ich glaub's nicht, solang ich das mal selbst erlebt hab. Aber dann kommt wohlmöglich das Argument, dass ich "vorbelastet" bin, wenn's nicht "fruchtet" ;)
Ich verstehe eigentlich nicht warum Du mir so einen Sch.. unterstellst. ???
n dieser Diskussion habe ich jeder Frage, jedem Argument Rede und Antwort gestanden und niemals behauptet besser als irgendein System zu sein.
Ich rede die ganze Zeit
a) von SV
b) von einem Kompromis zwischen Aufwand und Nutzen
c) davon, dass sich die Art und Weise der Didaktik von dem unterscheidet, was derzeit der Standard ist.
Der Erfolg ist nicht mir zuzuschreiben, sondern denjenigen, die das Dummytraining ausgetüftelt haben und neue Wege beschreiten.
Was soll also dieser Vorbelastungs-M ist?
Ja, klar dürfen sie. Ich darf auch an die heilige Jungfrau Maria glauben. Ich kann auch glauben, dass ich durch fünf Cheeseburger (extra) täglich abnehme! :weirdface :kaffeetri :narf:
Willst Du auf dieser Basis weiterdikutieren?
Mal ne Frage.
Da es ja nun ein Trend gibt, dass sich "Opfer" erfolgreich wehren - nach einem 2 Tage Crash-Kurs. Wie kommt's, dass die "potentiellen Angreifer" nicht dann in so einen Kurs gehen? ;)
Ich mein... Wo ist da die Selbstverteidigung und wo der Angriff? Kannst du (stellvertretend für alle SV-Kursanbieter) es verantworten, die Waffen der Aggressoren zu schleifen?
In den Vereinen/Gyms/Dojos/... werden solche "Typen" ja relativ schnell ausgesiebt.
Ist das so? Kein Schläger wird unterrichtet?
Wenn doch - dann kann ich nur hoffen das sie bei mir sind - man stelle sich nur vor was passierte, wenn sie in Deiner Schule 8,25 Monate trainieren - die wären dann ja brandgefährlich.:rolleyes:
Mal im Ernst:
Ich habe gerade im besagten Haus der Jugend (in dem ich meine völlig überteuerten Kurse kostenlos für Jugendliche anbiete und versuche sie vom Schlagen abzuhalten) gerade eine Gruppe jugendlicher Schläger gahabt. Die Jungs haben sich ständig geschlagen und womit? Sie schlagen einfach als erstes zu, oder rammen dem anderen das Knie in die Eier - tolle techniken.
Ein schläger würde bei e-s-s nichts lernen was er nicht schon kennt. Abstandhalten und angreifen mit dem was er hat - abstand halten sie nicht - aber sie greifen einfach rücksichtslos an.
Das ist aber genau das was ein zivilisierter Mensch nicht macht - normalerweise. Deswegen verlieren sie - nicht weil sie nicht in der Lage wären eine Faust zu ballen und einen Schlag auszuführen.
Also erstmal solltest du nicht von einer Schule auf ein ganzes System schliessen.
Ausserdem gehe ich mal stark davon aus, dass du Eskrima der Latosalinie trainiert hast, was als Referenz für das Eskrima schonmal gar nicht dienlich ist.
Ob Latosa eine Referenz ist kann ich nicht beurteilen.
Aber ich habe in einigen Schulen trainiert. Aikido und WT sind selten in einer Schule zu finden.
Das brauch dich aber nicht zu grämen. Wenn ich eine Schule hätte und wollte ein paar € zusätzlich machen, würde ich auch sagen, dass richtiges Training dich ja auch nicht unbesiegbar macht und deshalb auch nicht besser ist bzw. nicht sagen, dass 2 Tage Training deshalb nicht noch mehr zwecklos sind.
Gehen Dir die Argumente aus oder warum kommt jetzt wieder die Kohle?
Willst Du behaupten das irgendein Training dich unbesiegbar macht?
Genauso würde ich auch betonen, dass man sich die Zeit sparen kann und das es natürlich auch preiswerter ist (und ich würde es dann auch mit WT vergleichen und nicht mit Training in einem Verein, damit gar nicht erst der Verdacht aufkommt, dass es auch billige Schulen gibt). Und ich würde natürlich auch sagen, dass ich in allen Systemen, die ich bis jetzt trainiert habe, noch nie in so kurzer Zeit, so viel Kampfeskraft bekommen hätte.
Dein Konzept ist sogar noch genialer als andere SV Kurse, da man den Kursteilnehmern ja noch nicht mal was beibringen muss, da die natürlichen Reflexe ja gegeben sind, man muss sie nur durch das Bearbeiten des Dummies herauskitzeln.
Tja, da siehst Du mal wie unseriös Du bist.
Ich habe meinem einzigen WT-Schüler den ich derzeit habe (ein ganzer Verband der wahnsinnig was abwirft) empfohlen andere Schulen in der Umgebung zu besuchen um sich ein Bild zu machen.
Da ich selber in der Situation bin, jahrelang meinem Verband die Treue gehalten zu haben um mich heute ver a rscht zu fühlen, werde ich ganz bestimmt nicht sagen Wt ist das einzige und nur mit e-s-s wird Du zum ganz großen Helden.
Du kennst mich nicht - warum unterstellst Du mir so was?
Wir können gerne über den Sinn und Unsinn von 2 Tages Kursen diskutieren - damit habe ich kein Problem.
Nur denke ich, dass Du dann nicht den normalen Trainingsalltag ausklammern kannst. Wie viele Menschen die sich in den verschiedensten Kursen - entschuldigung: ich meinte Schulen - tummeln werden auf eine SV Situation vorbereitet in den 2-3 Jahren in denen der Schnitt wohl trainiert?
sumbrada
01-03-2006, 13:40
Gehen Dir die Argumente aus oder warum kommt jetzt wieder die Kohle?
Willst Du behaupten das irgendein Training dich unbesiegbar macht?
Tja, da siehst Du mal wie unseriös Du bist.
Ich habe meinem einzigen WT-Schüler den ich derzeit habe (ein ganzer Verband der wahnsinnig was abwirft) empfohlen andere Schulen in der Umgebung zu besuchen um sich ein Bild zu machen.
Da ich selber in der Situation bin, jahrelang meinem Verband die Treue gehalten zu haben und mich heute ver a rscht zu fühlen, werde ich ganz bestimmt nicht sagen Wt ist das einzige und nur mit e-s-s wird Du zum ganz großen Helden.
Du kennst mich nicht - warum unterstellst Du mir so was?
Wir können gerne über den Sinn und Unsinn von 2 Tages Kursen diskutieren - damit habe ich kein Problem.
Nur denke ich, dass Du dann nicht den normalen Trainingsalltag ausklammern kannst. Wie viele Menschen die sich in den verschiedensten Kursen tummeln werden auf eine SV Situation vorbereitet in den 2-3 Jahren in denen der Schnitt wohl trainiert?
Wieso unseriös, wieso unterstellen?
Eigentlich war alles, was ich dort schrieb, von dir zitiert.
Mit Kohle hab nicht ich angefangen
e-s-s ist keine Kampfkunst!
Und noch einmal - und nur auf SV bezogen: 10 Jahre Training sind ebenfalls kein garant das beste herauszuholen.
Das beste holen wir ganz sicher nicht in 2 Tagen raus - aber immer noch mehr als Aikido oder WT oder Escrima (das sind die Systeme die ich trainiert habe) in mehren Monaten. Und was diese Systeme angeht auch weitaus preiswerter. kam von dir.
Mir würde es zu denken geben, wenn ich mir bei meinen eigenen Zitaten verarscht vorkomme.
:confused:
Grüße
Andreas
Wieso unseriös, wieso unterstellen?
Eigentlich war alles, was ich dort schrieb, von dir zitiert.
Mit Kohle hab nicht ich angefangen
Du hast es auch nicht aus dem Zusammenhang gerissen, oder?
Und ein paar € zusätzlich verdienen kam bestimmt nicht von mir.
Mir würde es zu denken geben, wenn ich mir bei meinen eigenen Zitaten verarscht vorkomme.
:confused:
Grüße
Andreas
Ich glaube hier ist wohl ein Mißverständnis aber ich weiß noch nicht auf wessen Seite.:confused:
" e-s-s ist keine Kampfkunst!
Und noch einmal - und nur auf SV bezogen: 10 Jahre Training sind ebenfalls kein garant das beste herauszuholen.
Das beste holen wir ganz sicher nicht in 2 Tagen raus - aber immer noch mehr als Aikido oder WT oder Escrima (das sind die Systeme die ich trainiert habe) in mehren Monaten. Und was diese Systeme angeht auch weitaus preiswerter."
Als ich hier die drei Systeme aufgezählt habe, tat ich dies um nicht alles über einen Kamm zu scheren. Die drei habe ich trainiert - darüber kann ich etwas sagen.
Aber wie gesagt - spar es Dir "Zitate" in enen anderen Zusammenhang zu bringen, sondern sag mir was Du zu den 2 Tages Kursen zu sagen hast und was dagegen spricht. Dann kommt amn vielleicht auch weiter.
sumbrada
01-03-2006, 14:28
Du hast es auch nicht aus dem Zusammenhang gerissen, oder?
Und ein paar € zusätzlich verdienen kam bestimmt nicht von mir.
Aus dem Zusammenhang...? Nö.
Du hast die Kosten/Nutzen Rechnung aufgestellt und geschrieben, es ist preiswerter bei größerem Erfolg, nicht ich.
Ich schrieb nur, dass ich es ebenso durchführen würde, wenn ich ein paar € dazu verdienen möchte.
Kann gut sein, dass du auch glaubst, was du schreibst, nur am Geschriebenen läßt sich nichts nunmal nichts ändern.
Ich glaube hier ist wohl ein Mißverständnis aber ich weiß noch nicht auf wessen Seite.:confused:
" e-s-s ist keine Kampfkunst!
Und noch einmal - und nur auf SV bezogen: 10 Jahre Training sind ebenfalls kein garant das beste herauszuholen.
Das beste holen wir ganz sicher nicht in 2 Tagen raus - aber immer noch mehr als Aikido oder WT oder Escrima (das sind die Systeme die ich trainiert habe) in mehren Monaten. Und was diese Systeme angeht auch weitaus preiswerter."
Als ich hier die drei Systeme aufgezählt habe, tat ich dies um nicht alles über einen Kamm zu scheren. Die drei habe ich trainiert - darüber kann ich etwas sagen.
Aber wie gesagt - spar es Dir "Zitate" in enen anderen Zusammenhang zu bringen, sondern sag mir was Du zu den 2 Tages Kursen zu sagen hast und was dagegen spricht. Dann kommt amn vielleicht auch weiter.
Ich halte, SV Kurse für reine Geldverschwendung und Geldabzocke, wenn es darum geht, SV zu lernen. Ich halte sie für halbwegs sinnvoll, wenn es darum geht, aus der Opferrolle zu kommen und etwas Selbstbewusssein zu tanken.
Man hört die Veranstalter, die immer genau die Argumente bringen, die auch du hier bringst und man sieht, dass in der wohligen Atmosphäre des Kurses die Techniken funktionieren und die Dummies umfallen und denkt, man
kann was. Man sieht danach Videos mit den Fortschritten und ist wahrscheinlich wirklich seltener Opfer danach, nur nicht weil man Angriffe abwehren kann, sondern weil weniger geschehen.
Geschieht der Überfall dann doch mal, sieht man plötzlich, dass es in der Realität ganz anders zugeht und das man nach 2 Tagen Training nichts behalten hat oder sich selber verletzt,weil man nicht lang genug trainiert hat, um eine richtige Faust zu machen. Wenn ich z.B. sehe, mit was für einer Power, die den Dummie bearbeitet und ziellos reinhaut, wird mir Angst und Bange, wenn sie wirklich mal einem stinkenden Bauarbeiter gegenübersteht.
Was sowieso schwer genug bis fast unmöglich ist, soll sie in 2 Tagen lernen, pure Selbstverarsche.
Wie gesagt, ich würde wahrscheinlich auch welche anbieten, wenn man Glück hat, entscheiden sich danach welche für richtiges Training und man verdient sich was dazu.
Grüße
Andreas
Ich bin zwar immer noch der Meinung das hier ein Mißverständnis ist aber seis drum:o
Ich halte, SV Kurse für reine Geldverschwendung und Geldabzocke, wenn es darum geht, SV zu lernen.
Das ist Deine Meinung und die ist auch berechtigt wenn ein Kurs nicht so angelegt ist, das etwas dabei herauskommt.
Du sagst aber selber das etwas dabei herauskommt:
Ich halte sie für halbwegs sinnvoll, wenn es darum geht, aus der Opferrolle zu kommen und etwas Selbstbewusssein zu tanken.
Selbstbewusstsein ist ja das was du anzweifelst - Wenn es nicht bringt können sie ja nur Selbstvertrauen gewinnen - und daraus resultiert dann, das folgende
Man sieht danach Videos mit den Fortschritten und ist wahrscheinlich wirklich seltener Opfer danach, nur nicht weil man Angriffe abwehren kann, sondern weil weniger geschehen.
Aslo hat man doch die Sicherheit der Teilnehmer verbessert. Richtig?
Selbst wenn sie sich jetzt keinen Deut besser wehren könnten (worin ich nicht zustimme) hätte sich Ihre Sicherheit verbessert.
Man hört die Veranstalter, die immer genau die Argumente bringen, die auch du hier bringst und man sieht, dass in der wohligen Atmosphäre des Kurses die Techniken funktionieren und die Dummies umfallen und denkt, man
kann was.
Ein Schlag ist ein Schlag - er funktioniert so gut wie er trifft und so hart wie er ist.
Aber man kann doch nicht damit argumentieren, dass nur ein ultraharter Schlag Wirkung zeigt. Denn das würde doch bedeuten, das so manche Frau die SV von vorneherein sein lassen könnte. Manche bekommen auch nach langen Training keinen besonders harten Schlag hin.
Wenn sie den Dummy im Training treffen treffen sie auch einen Gegner. Ob der Gegner dann fällt ist eine andere Sache.
Man kann aber verallg. das sie meisten Angreifer Opfer suchen - keine Gegner. Entschlossene Gegenwehr zeigt hier Erfolg. Wenn es in den Kampf übergeht, der eher einem Schlagaustausch entspricht dann sieht es für einen untrainierten schlecht aus - da gebe ich Dir recht.
Aber wenn das "Opfer" präventiv angreift und immer weiter zuschlägt, das Knie benutzt sooft es geht hat es trotzdem eine gute Chance.
"man denkt man kann was"
Ich finde es wichtig den Teilnehmern auch Grenzen zu zeigen, damit dies genau nicht eintritt - dass die Teilnehmer plötzlich denken sie könnten wer weiß was. Aber im Training lernen sie eben auch, dass das Ganze weh tut und werden Kämpfe meiden wo es geht. Sie halten sich also eher aus Ärger raus, bzw. erkennen ihn auch früher.
Geschieht der Überfall dann doch mal, sieht man plötzlich, dass es in der Realität ganz anders zugeht und das man nach 2 Tagen Training nichts behalten hat oder sich selber verletzt,weil man nicht lang genug trainiert hat, um eine richtige Faust zu machen.
Was sollen die denn vergessen? Sie machen das was sie -wären sie völlig unbeleckt - auch getan hätten - nur besser.:D
Ich verstehe ja Deine Bedenken bzgl. der Qualität der Techniken aber ich muss dann trotzdem sagen, dass dies etwas ist was in einer regulären Ausbildung auch passieren kann, wenn falsch trainiert wird.
Ich schreibe extra "Kann" - und zwar für beide Arten des Trainings.
In Deiner Argumentation gehst Du ausschließlich von Anfängern aus - aber wir richten uns doch gar nicht ausschließlich an Anfänger. Wir wollen doch gerne Leute haben, die etwas können.
Wenn ich z.B. sehe, mit was für einer Power, die den Dummie bearbeitet und ziellos reinhaut, wird mir Angst und Bange, wenn sie wirklich mal einem stinkenden Bauarbeiter gegenübersteht.
Was sowieso schwer genug bis fast unmöglich ist, soll sie in 2 Tagen lernen, pure Selbstverarsche.
Warum? Weil Du und ich länger dafür gebraucht haben? Was braucht man denn um gegen den Stinkenden Bauarbeiter zu bestehen?
Etwas Glück und einen richtigen Treffer um ihn umzuhauen. Warum sollten diese Atribute nur den Kampfsportlern zustehen?
Du entwickelst doch durch Dein Training nur die Fähigkeiten weiter, die Du ohnehin schon hattest.
Deine Chance verbesserst Du auch - aber würdest Du einer Frau die nichts gelernt hat empfehlen sich nicht zu wehren?
Wie gesagt, ich würde wahrscheinlich auch welche anbieten, wenn man Glück hat, entscheiden sich danach welche für richtiges Training und man verdient sich was dazu.
Ich biete derzeit gar kein "richtiges" Training an. Wo sollen sie sich anmelden?
Auch wenn Du anderer Meinung bist - und das ist ja völlig in Ordnung, Du hast Deine Gründe, Gründe die ja weit verbreitet sind und auch ihre relevanz haben - warum denkst Du dass ich es nur des Geldes wegen mache?
Ich bin davon überzeugt, dass sich die Sicherheit der Teilnehmer durch den Kurs verbessert - um so weniger Vorkenntnisse sie hatten umso mehr.
Ich bin vom Dummytraining so überzeugt, dass ich es in ein "richtiges" Training integrieren werde, wenn ich ein solches anbieten werde.
Dann brauchen die Leute auch keine Extrakuse, sondern haben es im normalen , moderaten Beitrag enthalten.
Aber ich werde auch weiterhin Kurse anbieten für diejenigen, die kein "richtiges" Training machen wollen.
Ich will Leuten helfen sicherer durchs Leben zu gehen und denke das die Kurse helfen. Auch Du hast bislang nicht behauptet dass die Kurse gar nichts bringen - und sei es "nur" mehr Selbstvertrauen.
Ich sehe da einfach keinen Grund die Kurse zu verteufeln.
Ich sehe auch keine wirklichen Meinungsunterschiede zwischen uns - wir sind beide der Meinung das gutes, langandauerndes Training mehr bringen würde. Natürlich ist dies so - aber muss ein solches "richtiges" Training dann Jahre umfassen?
Der Einzige Punkt in dem wir nicht einer Meinung sind ist doch der - können die Teilnehmer eines Kurses danach besser kämpfen oder nicht - auf lange Sicht gesehen.
Aber wenn wir fragen ob die Teilnehmer nach einem Kurs sicherer sich, da unterscheidet sich Deine Meinung doch gar nicht mehr so sehr von meiner. Du hast ja selber geschrieben:
...weil weniger geschehen.
So ne Aufregung wegen nem Wochenendseminar mit Dummy... :rolleyes:
dem Ruf anderer in diesem Forum schaden kann
Ein Vergleich mit einem System welches abertausende trainieren, als Ruf ruinieren zu bezeichnen ist doch lächerlich.
Weder hab ich zudem jemals euer Wochendseminar noch die Ausbildenden kritisiert was den Sinn, bzw. die Kompetenz angeht.
Die Behauptung bei den Techniken und Prinzipien die auf den Bildern/Videos zu sehn sind und von dennen in den Begleittexten gesprochen wird, handelt es sich um Wt, ist legitim.
Hast Du dir die Videos angesehen? ;)
Ich glaube doch wohl eher nicht.
Was es da zu sehn gibt:
Handstellung = Beide Hände in Keilform auf Körpermitte. Die vordere Hand quer anstatt gerade, die hintere Hand manchmal als Faust, manchmal die nach vorn gerichtete Handfläche, anstatt gerade. Das mit Wt vergleichend als geringfügige Modifikation zu bezeichnen ist berechtigt.
Bei e-s-s geht es nicht um irgendwelche Stile. e-s-s vermittelt keine Techniken:
Jeder Mensch hat Reflexe. Bei jedem Menschen sind sie individuell ausgeprägt und je nach Situation verschieden, dass ist die Basis von e-s-s.
"Erfahrungen sammeln Sie in der Umsetzung. Im Partnertraining lernen Sie Konzepte, Sie lernen keine Techniken."[/I]
Soll ich dir exakt die Stelle über das reflexbasierende Prinzip des Wt aus Kernis Büchern zitieren wo genau diese Formulierung verwendet wird? :rolleyes:
Zunächst bezeichnest du e-s-s als System. Auf einmal unterrichtet ihr keine Techniken. Euer System hat keine Techniken?
Immer dieses gewollt geheimnisumwobene, schleierhafte Gequatsche um "Prinzipien", "Taktiken", "Strategien".
Prinzipien sind nichts anderes als Techniken in theoretischer Form.
Und die praktische Gestalt dieser Prinzipien auch genannt Techniken sieht man im Video. Und ich und jeder andere hier sieht da modifiziertes Wt.
Das die Bilder nach WT aussehen hat einen einfachen Grund: Mein Bruder und ich machen WT - genau wie seine Frau. Da hauptsächlich wir auf den Bildern zu sehen sind, sieht es aus wie WT. Warum sollte ich plötzlich etwas anderes machen?:rolleyes:
Es sieht aus wie WT, ihr macht Wt, vermittelt Wt-Handstellungen, Kettenfauststöße von euren Kursteilnehmern werden ausgeführt, Wt-Prinzipien alla "weicht er zurück gehe nach" sind klar erkennbar, ihr nennt es SimpleDefense in Anlehnung an Blitzdefense...aber es ist kein Wt. :ups:
Hierbei handelt es sich auch um kein neues System - es handelt sich um ein Dummytraining. Es wäre also maximal eine neue Trainingsmethodik - die aber nicht einmal neu ist.
Wozu also die ganze Aufregung? Du dementierst damit, dass E-S-S ein eigenständiges System ist. Es ist kein neues System. Es ist ein System welches bereits einen Namen hat. Dessen Prinzipien ihr vermittelt und eure Kursteilnehmer damit 2 Tage lang auf nen Dummy einprügeln lässt.
Ansonsten wäre ich Dir sehr verbunden, wenn Du meine URL aus Deinem ersten Beitrag entfernen würdest.
Wenn du folgende Formulierung auf deiner Seite verwendest nehm ich sie raus, ansonsten nicht:
"Wir vermitteln innerhalb eines Wochenendes grundlegende Basiskonzepte aus dem Wt in abgewandelter Form. Diese Konzepte können vor Ort an einem Dummy erprobt werden. Die Bezeichnung dieses Wochenendseminars ist E-s-s, wobei es sich aber nicht um ein eigenständiges, bzw neues System handelt sondern nur um die konsequente Anwendung von Wt, das entsprechend unseren persönlichen Erfahrungen modifiziert wurde, mit allen dazugehörigen Aspekten wie bsp. dem Notwehrgesetz."
Auch wenn du auf den nächsten 5 Seiten wild weiterkeifst ändert das nichts an der Tatsache, dass jedes "neue" System die abgewandelte Kopie eines alten Systems ist.
Die Frage ist: Hat sich das neue so weit von den alten entfernt, dass es ihm erlaubt ist einen neuen Namen zu tragen? Gibt es in dem zusammenhang überhaupt ein "erlauben"?
Höhlenselbstschutz, der Urstil.
Ngmag zieht nach Norden, Ugamb nach Süden. Die Selektion und Modifikation beginnt.
Bergwiderstandskampfstil - Sumpfverteidigung
Hier wären es bereits 4
Hier 8
Jetzt 16
Schon 32
Nun 64
Aufgepasst, jetzt dreistellig 128
Weiter mit 256
Vorrausgesetzt nur jeweils 2 Leute würden Systeme kopieren und geringfügig modifzieren wären es jetzt bereits 512 verschiedene Stile mit 512 verschiedenen Namen. Und das bei nur 4 Gliedmaßen..
Die Frage die ich im ersten Beitrag stellte war auf eben diese Entwicklung bezogen. Macht das Sinn? Ist es nützlich oder nur unnötig verwirrend?
Braucht ein geringfügig verändertes System einen eigenen Namen?
All das was du auf den letzten Seiten geschrieben hast, steht auch in den Wt,Vt,Wc -Büchern die bei mir zu Hause rumliegen. Na, vielleicht nicht ganz so ausgeschmückt und verschleiert. Die einzige Variable ist der Dummy und das wars.
sumbrada
01-03-2006, 15:58
Was sollen die denn vergessen? Sie machen das was sie -wären sie völlig unbeleckt - auch getan hätten - nur besser.
Ich verstehe ja Deine Bedenken bzgl. der Qualität der Techniken aber ich muss dann trotzdem sagen, dass dies etwas ist was in einer regulären Ausbildung auch passieren kann, wenn falsch trainiert wird.
Ich schreibe extra "Kann" - und zwar für beide Arten des Trainings.
Genau, wenn falsch trainiert wird.
Und das schreibe ich ja die ganze Zeit. SV Kurse sind wie falsches Training.
Bei gutem Training arbeitet man kontinuierlich, möglichst realistisch, an den Techniken und Vorgehensweisen und versucht, das beste, was in dem Trainierenden steckt herauszukitzeln. Wenn er oder sie dann trotzdem nichts auf die Reihe bekommt, ist das halt so, aber man hat as beste getan, um Fehler abzustellen.
Ein SV Kurs ist ja nicht was anderes als (gutes) Training, es ist nur etwas kürzeres und deshalb ineffektiver.
In Deiner Argumentation gehst Du ausschließlich von Anfängern aus - aber wir richten uns doch gar nicht ausschließlich an Anfänger. Wir wollen doch gerne Leute haben, die etwas können.
Genau
Aslo hat man doch die Sicherheit der Teilnehmer verbessert. Richtig?
Scheinbare, mitunter trügerische Sicherheit.
Ich verteufel sie nicht, sonst würde ich nicht schreiben, dass ich sie auch machen würde, nur ich überschätze sie nicht.
Warum? Weil Du und ich länger dafür gebraucht haben? Was braucht man denn um gegen den Stinkenden Bauarbeiter zu bestehen?
Etwas Glück und einen richtigen Treffer um ihn umzuhauen. Warum sollten diese Atribute nur den Kampfsportlern zustehen?
Du entwickelst doch durch Dein Training nur die Fähigkeiten weiter, die Du ohnehin schon hattest.
Deine Chance verbesserst Du auch - aber würdest Du einer Frau die nichts gelernt hat empfehlen sich nicht zu wehren?
Nein wehren ist gut, aber wenn ich Geld für etwas hinschmeisse, soll das nicht nur einen Placeboeffekt haben.
Es geht einfach darum, dass richtiges kontinuierliches Training (das heisst effektives), hunderttausned Mal besser ist als 2 Tage Training (Ich sage extra nicht SV Kurs, weil du anscheinend einen großen Unterschied machst zwischen einem SV Kurs und SV orientiertem Training, was so nicht der Fall ist.)
Und gerade was Techniken angeht, was kontrollierte Meidbewegungen oder Schrittarbeit angeht, hat man diese Fähigkeiten nicht, man lernt sie.
Ich gestehe sie nicht nur den Kampfsportlern zu, nur braucht jemand, der das alles kann, kaum einen SV Kurs.
Ich bin vom Dummytraining so überzeugt, dass ich es in ein "richtiges" Training integrieren werde, wenn ich ein solches anbieten werde.
Dann brauchen die Leute auch keine Extrakuse, sondern haben es im normalen , moderaten Beitrag enthalten.
Es gibt durchaus Schulen, die einen Dummie haben und ihn benutzen.
Du stellst also wieder SV Kurse dem schlechteren Kampfkunsttraining gegenüber. Wobei man nicht unbedingt Dummies braucht um gut zu trainieren.
Im übrigen wirkt ein Treffer, wenn man einen Helm aufhat, noch stärker, da das Gewicht des Helms, eine Stabilität des Kopfes verringern und wir wissen ja, dass es gerade die Kopfbewegungen sind, die zu KOs führen.
Erstmal danke, dass Du Dich noch einmal äußerst.
Auf den ganzen WT-Quatsch gehe ich jetzt nicht noch einmal ein - ich sehe ein, dass dieser Eindruck entstehen kann - begründet eben durch die Bilder und durch Formulierungen.
:o
Dadurch, dass ich auch eine EWTO-Vergangenheit habe, wird dieser Eindruck noch verstärkt - sehe ich auch ein.
Das ich den Leuten die vorher noch gar nichts gelernt haben wohl am ehesten Wt-Prinzipien vermittle sehe ich auch ein.
Aber ich bringe niemandem WT bei oder versuche ihn davon zu überzeugen - sehe es selber gar nicht als WT. Wenn einer vom Karate kommt werde ich ihn bestimmt nicht von seinen Karatetechniken abbringen wollen.
Und da ist dann der Unterschied - ich will vorhandenes verbessern - nichts neues vermitteln. Wenn es sein muss - gut, dann wird es wohl das sein was ich selber kann.
All das was du auf den letzten Seiten geschrieben hast, steht auch in den Wt,Vt,Wc -Büchern die bei mir zu Hause rumliegen. Na, vielleicht nicht ganz so ausgeschmückt und verschleiert. Die einzige Variable ist der Dummy und das wars.
Was ich schreibe ist aber auch in anderen Büchern zum Thema SV zu lesen - nicht nur beim WT.;)
Lass die URL ruhig drin - im Endeffekt ist es sowieso egal. Ich habe nicht versucht zu missionieren, ich habe versucht zu zeigen, dass e-s-s eben kein WT ist.
e-s-s ist das was der Teilnehmer mitbringt - egal was. Und es wird nicht zu Wt "umgemodelt".
Keiner muss die Kurse besuchen und keiner wird für dumm verkauft.
Ich stehe jeder Frage offen gegenüber und keiner kauft die Katze im Sack - von da her würde ich es als einen fairen Deal ansehen.
Wenn Ihr denkt es sei etwas anderes und es sollte noch etwas in die Seite mitaufgenommen werden, was unbedingt hineingehört, werde ich es mir durch den Kopf gehen lassen.
Aber seid Euch auch darüber im Klaren, dass ich keine Infoseite für SV bin, sondern ein Anbieter. Ich werde also nicht alles in könnte, würde usw. umwandeln - so weit sollte ein Konsument schon denken.
Ich mache die Kurse nach bestem Wissen und Gewissen - mehr geht nicht. Wenn ich mehr weiß oder etwas besseres werde ich es machen - solange dies aber nicht der Fall ist bleibt es dabei.
Für Heute ist Schluss - bis morgen.
sumbrada
01-03-2006, 16:25
Na, dass ist doch mal ein schönes Schlusswort.
Und es wäre ja auch schade, wenn jeder die gleichen Ansichten hätte. ;)
Amen. :beer: Und runter vom Nebenkriegsschauplatz zurück zum eigentlichen Thema.
Na, dass ist doch mal ein schönes Schlusswort.
Und es wäre ja auch schade, wenn jeder die gleichen Ansichten hätte. ;)
Amen. Und runter vom Nebenkriegsschauplatz zurück zum eigentlichen Thema.
Mein Gott - sollte ich wirklich gleich zwei Foren-Usern begegnet sein, die akzeptieren können das es nicht nur eine Sicht der Dinge gibt? Und das noch in nur einem Thread?:D
Ich werde mir Gedanken machen, wie ich die Inhalte meiner Idee auf meiner Internetseite besser darstellen kann.
Auch die Grenzen eines Kurses sollte man besser beschreiben wenn man seriös handeln will - das sehe ich ein.
Ich mache es zwar zu beginn eines Kurses - jedoch sollte dies vielleicht im Vorhinein schon klar gestellt werden.
Euch beiden ersteinmal Danke für die vielen Argumente und Anregungen - auch wenn es mir ersteinmal nicht gepasst hat, habe ich im Verlauf der Diskussion ein paar neue Sichtweisen kennengelernt.
Lars´n Roll
02-03-2006, 20:33
Weiß ja ned ob´s hier jemanden interessiert, aber ich finde das Konzept gar ned so verkehrt.
Ob so´n Kurs 100 € wert ist... naja, weiß ned. Andere Kurse sind aber auch ned billiger, dafür aber total sinnloss.
17X17, Du unterichtest doch auch WT; machst Du da auch Dummy-Sessions mit Deinen Leuten?
Weiß ja ned ob´s hier jemanden interessiert, aber ich finde das Konzept gar ned so verkehrt.
Ob so´n Kurs 100 € wert ist... naja, weiß ned. Andere Kurse sind aber auch ned billiger, dafür aber total sinnloss.
17X17, Du unterichtest doch auch WT; machst Du da auch Dummy-Sessions mit Deinen Leuten?
Lars........ Wie soll ich es sagen?.......
Du bist sehr, sehr, sehr sehr, sehr BÖSE!!!!;)
Im Verlauf dieser ganzen Diskussion habe ich mehrfach betont, dass ich derzeit nur einen einzigen Schüler für WT unterrichte. Du hast nicht aufmerksam gelesen.:D
Aber wenn es Dir darum geht, die Erfahrungen aus dem Dummy-Training bei Wt kennenzulernen - dann trainiere ich ja auch mit meinem Bruder.:)
Der Unterschied ist riesig. Die kurzen schnellen Techniken - z.B. Abwehr einer Geraden mit Pak-Sao oder Fok-Sao, die mir eine gute Ausrichtung gewährleisten um mit der Abwehrenden Hand dann auch gleich einen Angriff zu machen - können endlich durchgezogen werden.
Dinge die beim normalen Training nicht zu kontrollieren sind (zumindest für mich nicht) können jetzt einfach durchgezogen werden.
Außerdem greift der Gegner im Anzug einfach mal an und verhindert nicht jede Technik durch den Eigenschutz-Gedanken. Wenn zwei Leute aufeinandertreffen die auf genau gleichem Niveau sind, kommt man einfach selten durch - ist wie Judo bei Olympia - die scheinen auch immer nur zu "rangeln" weil sie immer sofort merken was der andere gerade versucht.
Mit dem Anzug kann man einfach mal mit Druck angreifen und der andere endlich mal mit richtig Druck reinhauen - der Unterschied ist wirklich enorm. Und macht tierisch Spaß, wenn man nicht der Dummy ist.:D
Der Unterschied ist riesig. Die kurzen schnellen Techniken - z.B. Abwehr einer Geraden mit Pak-Sao oder Fok-Sao, die mir eine gute Ausrichtung gewährleisten um mit der Abwehrenden Hand dann auch gleich einen Angriff zu machen - können endlich durchgezogen werden.
Dinge die beim normalen Training nicht zu kontrollieren sind (zumindest für mich nicht) können jetzt einfach durchgezogen werden.
Erstell doch mal ne detaillierte Pro&Contra Liste was das Wt-Training mit bzw. ohne Dummy angeht. Den größten Vorteil seh ich darin, dass man Angriffe mit voller Kraft ausführen kann. Nen Nachteil seh ich sofern du ihn bestätigen kannst in der Entwöhnung -> reales Gegenüber. Da sich der Dummy weit ungelenkiger und langsamer bewegt. Natürlich sind Reaktionen wie bsp. der reflexartige Selbstschutz die ein realer Partner hätte auch stark durch den psychologischen Effekt der Panzerung die ihn umgibt verändert.
Mit dem Anzug kann man einfach mal mit Druck angreifen und der andere endlich mal mit richtig Druck reinhauen - der Unterschied ist wirklich enorm. Und macht tierisch Spaß, wenn man nicht der Dummy ist.:D
Apropo Dummy. Den Schutzkopf find ich reichlich überdimensioniert. Verfolgt ihr damit nen bestimmten Gedanken oder wäre ne geringere Panzerung während ner 4stündigen Bearbeitung für den Kopfträger einfach nicht anderst ertragbar?
Lars´n Roll
03-03-2006, 15:23
Lars........ Wie soll ich es sagen?.......
Du bist sehr, sehr, sehr sehr, sehr BÖSE!!!!;)
Im Verlauf dieser ganzen Diskussion habe ich mehrfach betont, dass ich derzeit nur einen einzigen Schüler für WT unterrichte. Du hast nicht aufmerksam gelesen.:D
Ups... tut mir sorry. :o
Eigentlich wollte ich Dir mit meinem Posting in erster Linie bissl Schützenhilfe geben und sagen, dass ich es sinnvoll finde, Anfänger bei nem SV Kurs mit Vollschutzanzug unter Druck zu setzen und zu gucken, wie sie reagieren um dann damit zu arbeiten.
Allein schon vom Gesichtspunkt des Abbaus von Schlaghemmungen.
Das ist IMO wesentlich besser, als zu sagen "Pass auf, wenn der böse Mann so oder so kommt, dann machst Du die oder die Technik..."
Und auch für´s sonstige Training halte ich den Einbau von Dummy-Training für sinnvoll; allerdings nur als Ergänzung zum Sparring mit weniger hinderlicher Schutzausrüstung.
My 2 Cents...
Lars´n Roll
03-03-2006, 15:25
Apropo Dummy. Den Schutzkopf find ich reichlich überdimensioniert. Verfolgt ihr damit nen bestimmten Gedanken oder wäre ne geringere Panzerung während ner 4stündigen Bearbeitung für den Kopfträger einfach nicht anderst ertragbar?
Der ist schon nicht aus Spaß so groß... hab so´n Ding auch schon mal angehabt...
Irgendwann hörst Du da auch die Glocken klingeln. :p
Apropo Dummy. Den Schutzkopf find ich reichlich überdimensioniert. Verfolgt ihr damit nen bestimmten Gedanken oder wäre ne geringere Panzerung während ner 4stündigen Bearbeitung für den Kopfträger einfach nicht anderst ertragbar?
Ersteinmal die leichtere Antwort.
Der Helm ist nicht überdimensioniert in seiner Schutzfunktion - ganz ehrlich nicht:p
Wie Lars schon gesagt hat - das Ding ist in seiner Schutzfunktion gerade einmal ausreichend. Mit dem "normalen" Kwon Helm der dabei war habe ich meinen Buder direkt am ersten Tag durch einen Ellenbogen so auf den Boden "gesetzt" das er kurze Zeit irgendwie nicht wirklich normal reagiert hat - will sagen, er sank ganz langsam zu Boden und wollte dort ersteinmal bleiben - war kein K.O. - kam dem aber so nah wie es nur geht.
Mit dem Helm den wir heute benutzen sind K.O. durch den Ellenbogen nicht vorstellbar - auch Tritte gegen den Kopf des am Boden liegenden sind auszuhalten.
Weniger ginge leider nicht - ich habe sehr lange gebraucht um herauszufinden wie ich ihn dämpfen kann.
Erstell doch mal ne detaillierte Pro&Contra Liste was das Wt-Training mit bzw. ohne Dummy angeht. Den größten Vorteil seh ich darin, dass man Angriffe mit voller Kraft ausführen kann. Nen Nachteil seh ich sofern du ihn bestätigen kannst in der Entwöhnung -> reales Gegenüber. Da sich der Dummy weit ungelenkiger und langsamer bewegt. Natürlich sind Reaktionen wie bsp. der reflexartige Selbstschutz die ein realer Partner hätte auch stark durch den psychologischen Effekt der Panzerung die ihn umgibt verändert.
Hmm....Pro Contra - das ist in etwa so wie Ei und Henne.
Nehmen wir mal ein paar Aspekte die für den Anzug, bzw. Schutz sprechen:
Ersteinmal zu Safties und Schutz allg.:
Ich benutze für mein Training Schienbeischoner aus dem Fußball, bzw. Motocross (diese gehen auch über das Knie und verhindern ein überstrecken des Knies). Dieser Schutz gibt mir die Möglichkeit mein Gegenüber zu trainieren. Tritte gegen Schienbein und Knie könne mit voller Kraft durchgezogen werden. Die einfachste Trittabwehr des WT - auch wenn sie nicht den Prinzipien entspricht - ist mMn der Stampftritt auf das tretende Schienbein. Aber diese Abwehr macht man mit jedem Partner nur ein einziges Mal. Dabei ist zu bedenken, dass wir im Training Schuhe tragen und dort ein Tritt (der mit voller Kraft getreten wird) mit einem Tritt (der ebenfalls voll durchgezogen wird und noch durch Schuhe "verhärtet" wird) aufeinanderprallen. Ich habe die Abwehr nur ein einziges Mal mit voller Kraft bekommen und konnte danch nicht mehr stehen; danach habe ich einfach nicht mehr voll zugetreten. Mit den Moto-Schonern kann man es vier, fünf Mal machen bis es so langsam anfängt weh zu tun - mehr als 10 mal sind nicht drin - dann ist das Schienbein selbst unter den Schonern überall dick.
Stöcke - eine waffenlose Abwehr gegen einen Stock ist im Training relativ leicht - der andere schlägt niemals mit voller Geschwindigkeit zu (es sei denn man ist bei den Dogbrothers:D ) - dies schafft falsches Selbstvertrauen. Ich nehme manchmal - oder meistens - nur eine Rohrisolierung aus Schaumstoff. Sie ist sehr biegsam und daher ein bisschen langsamer als ein echter Stock - aber man kann damit einfach mit voller Geschwindigkeit zuschlagen. Plötzlich bleibt von einer Stockabwehr nur noch ein eingeschlagener Schädel und eine gebrochene Hand übrig - hier lernt man sehr schnell, dass man den Stock nur sehr unschön abwehren kann und dabei in 8 von 10 Fällen schon 1-2 Mal getroffen wird, bevor man den Stock unter Kontrolle bekommt.
Die Dogbrothers beweisen, dass dies einigermaßen auszuhalten ist - jedoch nur dann, wenn man weiß worauf man sich einlässt - würde man versuchen eine gängige Abwehr zu machen (zumindest in der Form in der ich sie kenne) würde man sich mMn damit auf die Nase legen - bzw. auf den Boden - und zwar schnell.
Dies sind Beispiele wie ich die Schutzausrüstung benutze - nicht um geschütztes Sparring zu machen, sondern um den anderen zu trainieren. Der mit der Schutzkleidung ist der Trainer - der andere wird trainiert.
"Natürlich sind Reaktionen wie bsp. der reflexartige Selbstschutz die ein realer Partner hätte auch stark durch den psychologischen Effekt der Panzerung die ihn umgibt verändert"
Dies ist zwar richtig, aber der reflexartige Selbstschutz sieht bei einem WT'ler halt aus wie WT - der Schutz entspricht in keinster Weise der Norm. Die Positionen der Arme im WT sind nun einmal auch dafür gemacht WT abzuwehren, andere würden sich anders verhalten. Aber wie groß ist die Wahrschinlichkeit auf einen anderen WT'ler zu treffen wenn man sich nur alle Jubeljahre mal schlägt? Die Reaktion des anderen wird eben nicht wie WT aussehen - mit dem reflexartigen Selbstschutz ist dem Übenden nicht geholfen.
Auch hier ermöglicht der Anzug einen Trainer - jemand der sch nicht um seine Sicherheit Sorgen muss, sondern meidebewegungen aus dem Boxen, Finten und ringen versuchen kann. Jemand der sich einfach mal wegdreht um den Schlägen zu entgehen oder wilde Schwinger gibt - das alles kann man ohne des Helm nicht machen ohne die Fresse voll zu bekommen (das war jetzt nicht gegen die Boxer gerichtet - die können ihre Meidebewegungen besser als ich und ringen ist mit dem Helm nicht zu machen - es reicht aber wenn man einen Ansatz findet - wir sind uns darüber klar, das ein Ringer diesen Ansatz schon nutzen würde - der Kampf ist dann verloren)
Der Anzug ist demnach nichts weiter als ein Trainer und auf Armlänge nicht wesentlich langsamer als ein Angreifer ohne Anzug. Zudem reicht der Helm oftmals schon aus. Schläge auf den Körper gewöhnen mich an Körpertreffer - ist auch gut.
Der Anzug macht einfach klar, wer hier der Trainer ist - es kommt zu keinem Zweikampf sondern zu einem Training - das ist der ganze Vorteil.
Mache Schüler könnten auch nicht wirklich verstehen, warum sie Ihren Trainer ständig treffen wenn dieser solche Lücken absichtlich ohne Anzug gäbe - ich glaube viele würden denken das der Lehrer nichts drauf hat - oder? Wie gesagt - ich unterrichte derzeit keine WT-Schüler.
AUSSERDEM: Nur mit dem Helm merkt man auch mal wieviel von den Chi-Sao-Reflexen übrig bleibt, wenn der andere mit voller Geschwindigkeit angreift und man denkt man könnte dies einfach "weich aufnehmen". Ohne die Schrittarbeit sind (bei mir!!) die Armbewegungen nichts wert!!!
Bong-Wu, stehenbleiben und warten = getroffen werden.
Man-Wu, stehenbleiben und warten = getroffen werden.
In dem Zeitraum in dem der Schlag des Gegner nur noch 50cm zu mir zurückzulegen hat (also dem Punkt an dem der Kontakt zu meinen Armen entsteht) kann ich meine Körper nicht mehr aus der Schußlinie bringen und gleichzeitig meine Arme verformen - d.h. können kann ich das schon - nur werde ich dennoch getroffen.
Ich habe durch den Helm ersteinmal wirklich erfahren können, dass es nur dann funktioniert wenn ich meine Beine bewege und angreife oder den Angriff schon visuell einschätze und angreife - aber auf einen Kontakt warten bringt nichts weiter als einen Treffer.
Durch den Anzug habe ich viele Sachen des Wt erst richtig begriffen, Dinge die ich mit regelmäßigem Sparring schon vorher begriffen hätte. Nur regelmäßiges Sparring ist in den WT-Schulen!!! (das mir jetzt nicht wieder einer kommt ich sei in der falschen Schule gewesen) in denen ich war, eine absolute Seltenheit.
Auch eine von den Sachen die ich ändern werde, sollte ich WT-Schüler unterrichten.
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