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Vollständige Version anzeigen : sicherer auf dem Schulweg



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26-04-2006, 12:09
Ich wüsste gerne, welche Gefahren Ihr für Kleine Kinder auf dem Schulweg seht und welche Strategien man gegen diese Gefahren einsetzen kann.

Die größte Gefahr auf dem Schulweg geht sicherlich vom Straßenverkehr aus - das kann nicht bestrittn werden.

aber es gibt ja auch noch andere unangenehme Situationen. Hier die Sachen die mir einfallen.

Ältere Kinder die schlagen, erpressen, drangsalieren

Erwachsene mit pädophilen Interessen (auch wenn die zum Glück nicht Regel sind)

Dann Sachen die im Bus/ in der Bahn passieren können - eigentlich das gleiche wie oben.

Gegen viele dieser Sachen reicht es manchmal schon in einer Gruppe unterwegs zu sein. In Bus und Bahn in der Nähe des Fahrers zu sitzen schreckt auch vor Gewaltätigkeiten ab.

Fällt euch sonst noch etwas ein?

Ich frage, weil ich gerne kostenlose Kurse in Kindergärten und Grundschulen abhalten will. Auch an die Polizei werde ich mich diesbzgl. wenden. Wenn also jemand ideen hat, was man unterrichten sollte wäre ich für Vorschläge offen.:)

bettina
26-04-2006, 12:36
In unserem Bundesland gab es die letzten Jahre vereinzelt Fälle, wo man versucht hat, Kinder in Autos zu ziehen oder wegzutragen (es bestand kein Zusammenhang zwischen den Fällen). Gottseidank strampelten und schrien die Kinder immer, sodass die Täter aufgeben mussten. Nur einmal landete ein etwa 10jähriges Mädchen bei einem Kerl im Kofferraum *schauder*, der wollte wohl über die Grenze. Auf der Strecke gab es eine ganz normale Verkehrskontrolle, und deshalb etwas Stau. Da bekam er Panik, drehte um und ließ das Mädchen vor der nächsten Ortschaft aus dem Kofferraum. Sie konnte dann ihre Eltern benachrichtigen.

Mir wird richtig schlecht wenn ich dran denke, was hätte passieren können!!

Also immer weiter entfernt von einem Auto stehenbleiben, wenn Fahrer/Beifahrer mit einem sprechen will oder sogar weggehen.

Die Welt ist schlecht :wuerg:

Franz
26-04-2006, 12:52
dazu gibt es breits Konzepte inkl Buch, Poster und Videos vom DJJV

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26-04-2006, 12:54
Ist ja wirklich heftig.:mad:
Ich gehe eigentlich aufgrund der veröffentlichen Zahlen davon aus, dass es nicht die Norm ist, dass Kinder angesprochen werden. Andererseits kenne ich aber den Fall in meiner Verwandtschft, dass eines der Kinder schon zweimal angesprochen wurde und versucht wurde sie ins Auto zu locken.

Abstand halte ist eh klar - auch wenn es gar nicht so einfach ist, dies den Kndern klar zu machen.

17x17
26-04-2006, 12:58
dazu gibt es breits Konzepte inkl Buch, Poster und Videos vom DJJV

Meinst Du den Deutschen Ju Jutsu Verband? Bzw. das Buch "nicht mit mir"?

Die DVD habe ich mir gerade bestellt - einfach aus Interesse. Aber mir geht es nicht darum einen SV-Kurs anzubieten. Ich will im Zuge dieser Kurse keine Techniken unterrichten sondern einfache Tipps geben, aufklären und die Prävention von Gewalt in de Vordergrund stellen. Verhaltensweisen finden, mit denen man der Gewalt aus dem Weg geht.

Sobald Techniken vermittelt werden, denken Kinder und Erwachsene immer sofort an die Gewalttätige Auseinandersetzung mit Gewalt. Dies will ich vermeiden. Innerhalb von ein paar Stunden kann man Kindern nicht Gewaltprävention und einfache Techniken zur Gegenwehr vermitteln - so ist zumindest meine Erfahrung. Na ja gut - es gibt begabte Kinder die in en paar Stunden einiges lernen - die Mehrheit kann dies aber nicht leisten.
Mir liegt daran Kindern einfache Hilfen zu geben, die sie sicherer machen. Eltern können dies dann unterstützen, wenn man ihnen die Informationen an die Hand gibt.

Dies ist nicht als Kritik am Konzept des DJJV zu verstehen - aber ich will eben keinen kompletten Kurs anbieten - die wäre für mich nicht tragbar, wenn es kostenlos sein soll.

Ich möchte innerhalb meiner Möglichkeiten helfen - ganze Kurse sind nicht im Bereich meiner Möglichkeiten. Aber ich denke, dass Kinder auch durch bestimmte Verhaltensweisen sicherer gemacht werden können. Dies möchte ich anbieten.

snowtear
26-04-2006, 13:26
Hi,

hier meine Erfahrungen.

Ich / wir haben mit unseren Kindern von Anfang an Verhaltensregeln festgelegt und über einen längeren Zeitraum immer wieder wiederholt bzw "gelebt". Das geht schon los, als sie anfingen alleine draussen/Straße/Spielplatz zu spielen.

=> keiner geht alleine weg
=> wir wissen immer wo der andere ist / melden uns ab
=> nur Mama/Papa holen euch ab. Alles andere stimmt nicht, auch wenn derjenige sagt er sei Polizist usw... das führte dann auch schon mal dazu, das eines unserer Kinder nicht mit einem Bekannten (der sie abholen sollte) mitgefahren ist. Sie (7 Jahre damals) hat darauf bestanden vorher mit mir zu telefonieren :-)
=> über "Mitschnacker" aufklären, kannst du mir den Weg zeigen, ich hab eine schöne Katze da hinten usw...

Dazu kommt das wir sehr früh mit den Kindern darüber gesprochen haben, was alles passieren kann. Dazu haben wir auch aktuelle Ereigniss aufgegriffen.

Franz
26-04-2006, 13:27
Es gibt ein Paket da ist ein Kursbuch, Poster und ein erklärender Film.
Zusätzlich lohnt sich dann noch die DVD die bestimmte Techniken und zum Einüben beinhaltet.
http://shop.strato.de/epages/Store2.sf/?ObjectPath=/Shops/15470176/Products/paket03

dazu
http://shop.strato.de/epages/Store2.sf/?ObjectPath=/Shops/15470176/Products/dvd-jug01

Teklan
26-04-2006, 13:34
Interessantes Thema. Naja , hab da nicht so die Efahrung, aber wenn ich daran, denke, was mir meine Eltern immer eingebläut haben (richtig geschrieben?^^).

- Abstand zu Autos und auch zu direkt der Straße zugewandten Türen halten. quasi immer schön in der Mitte gehen.

- nicht alleine durch Parks oder Wälder gehen, radfahren etc. (schon gar nicht nachts und auch nicht früh morgens)

- einen Satz, den ich oft zu hören bekam:
Sowieso "Geh nicht mit Fremden mit" ABER auch "Geh nicht mit Leuten mit (vllt gar auch Verwandte), die sagen, dass sie dich abholen, weil deine Eltern nicht können". Gute Eltern müssten dem Kind immer Bescheid sagen, dass jemand anders sie abholen kommt, wenn sie selber nicht kommen.

- ist wahrscheinlich nicht so sinnvoll bei kleineren Kids, aber wenn z:b. nachts irgendwo mal alleine rumlaufen - Achte auf deine Umgebung, sei nicht paranoid, aber halte z.B: die Augen auf, die Ohren steif etc..

- generell: vermeide unbelebte Plätze (z.B: leere Spielplätze, irgendwelche abschüssigen Gassen oder Wege)

Teklan
26-04-2006, 13:42
was mir noch so einfällt. (ist aber vllt zu viel für Kinder;-)

- wenn du mal vor jemanden weglaufen solltest (auf das, das nie passiere:( ), dann nicht in den wald oder so. Lauf dorthin, wo es Licht zu sehen gibt.

- nochmal zum weglaufen. Präge dir in deiner Umgebung Orte ein, wo du weißt, dass da immer Leute zu finden sind. Tagsüber wird das wohl kaum ein Problenm sein. Aber (wenn) nachts, dann sollte man sich z.b merken, wo sich die Kneipen befinden etc.
--> ich selber
tue das auch so

Xuésheng
26-04-2006, 13:49
Hi,

hier meine Erfahrungen.

Ich / wir haben mit unseren Kindern von Anfang an Verhaltensregeln festgelegt und über einen längeren Zeitraum immer wieder wiederholt bzw "gelebt". Das geht schon los, als sie anfingen alleine draussen/Straße/Spielplatz zu spielen.

=> keiner geht alleine weg
=> wir wissen immer wo der andere ist / melden uns ab
=> nur Mama/Papa holen euch ab. Alles andere stimmt nicht, auch wenn derjenige sagt er sei Polizist usw... das führte dann auch schon mal dazu, das eines unserer Kinder nicht mit einem Bekannten (der sie abholen sollte) mitgefahren ist. Sie (7 Jahre damals) hat darauf bestanden vorher mit mir zu telefonieren :-)
=> über "Mitschnacker" aufklären, kannst du mir den Weg zeigen, ich hab eine schöne Katze da hinten usw...

Dazu kommt das wir sehr früh mit den Kindern darüber gesprochen haben, was alles passieren kann. Dazu haben wir auch aktuelle Ereigniss aufgegriffen.

Bei mir war es genauso! Ich bin ja noch relativ jung und möchte wirklich nicht wissen, wie oft mir meine Eltern "gehe nie mit Fremden weg, auch nicht mit bekannten, selbst wenn sie dir was anbieten oder was sagen! Gehe nie mit jemandem mit, egal ob bekannt oder unbekannt. Ausnahme ist Oma und Opa, sonst niemand".
Mindestens jede woche einmal. Mir hing es echt zu Hals raus.

Wenn du über Gefahren auf dem Schulweg sprichst: Auch mit Freunden gibt es genug, wäre auch gut, darüber aufzuklären.
Meine Eltern sagten mir auch immer: "trinke dein getränk immer aus, (lasse es nie unbeaufsichtigt stehen). Nehme nie von anderen irgendwas zu essen an! Auch wenn ein Smiley oder dergleichen darauf ist!"
das gleiche haben sie mir schon im Kindergarten eingeredet. Es wirkt. ;)

Also das wäre mein Tipp: Kindern ständig was einreden, reden, reden, reden. So lange, bis es ihnen zum Hals raushängt. Aber am besten nicht mit "wenn ihr nicht dies und jenes amcht, dann passiert dies und jenes" drohen, sondern eher was anderes, weniger vorschriftsmäßiges sagen. (Beispielseiweise im Fall Zigaretten: "Wenn du gerne gesund und munter bleiben möchtest, rauchst du am besten nicht". Das gleiche kann man auch für Drogen etc verwenden.

Hope I could help ;)

17x17
26-04-2006, 16:46
Es gibt ein Paket da ist ein Kursbuch, Poster und ein erklärender Film.
Zusätzlich lohnt sich dann noch die DVD die bestimmte Techniken und zum Einüben beinhaltet.
http://shop.strato.de/epages/Store2.sf/?ObjectPath=/Shops/15470176/Products/paket03

dazu
http://shop.strato.de/epages/Store2.sf/?ObjectPath=/Shops/15470176/Products/dvd-jug01

Die DVD habe ich bestellt - mal sehen. Ersteinmal danke für den Tipp.:)

17x17
26-04-2006, 16:49
Hi,

hier meine Erfahrungen.

Ich / wir haben mit unseren Kindern von Anfang an Verhaltensregeln festgelegt und über einen längeren Zeitraum immer wieder wiederholt bzw "gelebt". Das geht schon los, als sie anfingen alleine draussen/Straße/Spielplatz zu spielen.

=> keiner geht alleine weg
=> wir wissen immer wo der andere ist / melden uns ab
=> nur Mama/Papa holen euch ab. Alles andere stimmt nicht, auch wenn derjenige sagt er sei Polizist usw... das führte dann auch schon mal dazu, das eines unserer Kinder nicht mit einem Bekannten (der sie abholen sollte) mitgefahren ist. Sie (7 Jahre damals) hat darauf bestanden vorher mit mir zu telefonieren :-)
=> über "Mitschnacker" aufklären, kannst du mir den Weg zeigen, ich hab eine schöne Katze da hinten usw...

Dazu kommt das wir sehr früh mit den Kindern darüber gesprochen haben, was alles passieren kann. Dazu haben wir auch aktuelle Ereigniss aufgegriffen.

Das sind so in etwa die Tipp die ich auch geben will.
Kennst Du das mit den Codewörtern? Anhand dieser Codewörter weiß das Kind ob er Bekannte wirklich befugt ist, das Kind abzuholen.

17x17
26-04-2006, 16:53
- generell: vermeide unbelebte Plätze (z.B: leere Spielplätze, irgendwelche abschüssigen Gassen oder Wege)

Auch die entlegeneren Enden des Schulhofes oder der Fahrradkeller in der Schule kann gefährlich sein - auch Tagsüber.

17x17
26-04-2006, 16:55
- nochmal zum weglaufen. Präge dir in deiner Umgebung Orte ein, wo du weißt, dass da immer Leute zu finden sind. Tagsüber wird das wohl kaum ein Problenm sein. Aber (wenn) nachts, dann sollte man sich z.b merken, wo sich die Kneipen befinden etc.
--> ich selber
tue das auch so

Dafür werden sogenannte Sicherheitsinseln empfohlen. Hier geht es um Läden usw. wo man den Kindern die Angestellten vorstellt, so das die Kinder die Angestellten kennen und umgekehrt - sollte mal was sein.

17x17
26-04-2006, 16:56
Also das wäre mein Tipp: Kindern ständig was einreden, reden, reden, reden. So lange, bis es ihnen zum Hals raushängt. Aber am besten nicht mit "wenn ihr nicht dies und jenes amcht, dann passiert dies und jenes" drohen, sondern eher was anderes, weniger vorschriftsmäßiges sagen. (Beispielseiweise im Fall Zigaretten: "Wenn du gerne gesund und munter bleiben möchtest, rauchst du am besten nicht". Das gleiche kann man auch für Drogen etc verwenden.

Hope I could help ;)


Zu diesem Zweck habe ich ein Märchen geschrieben, dass die Eltern Ihren Kindern begleitend immer wieder vorlesen können, ohne hierbei ständig den "schwarzen Mann" bemühen zu müssen.

snowtear
26-04-2006, 17:16
Das sind so in etwa die Tipp die ich auch geben will.
Kennst Du das mit den Codewörtern? Anhand dieser Codewörter weiß das Kind ob er Bekannte wirklich befugt ist, das Kind abzuholen.

Das ist ein guter Ansatz! In meinem Fall sind die Kid´s mittlerweile groß genug.... aber kleine Kinder kleine Sorgen, große Kinder große Sorgen ;-)

Viel Erfolg mit deinem Projekt. In Schleswig-Holstein gibt es so etwas ähnliches von verschiedenen Seiten. Die Polizei macht das direkt in der ersten u. dritten Klasse, die Lehrer behandeln das Thema im Unterricht und es gibt Projektwochen in allen Schulklassen mit den "Kampfkunstschulen S-H" ( *ing *un) die Selbstbehauptung usw abarbeiten.

Meinen Kids hat die *ing *un Geschichte damals Spaß gemacht :o
Gruß, Oliver

Drake
26-04-2006, 21:28
Folgendes ist auch sehr effektiv:

Wenn auf dem Weg zur Schule neben dem Kind ein Auto herfährt, ist es empfehlenswert, dass das Kind einfach kehrtmacht und in die andere Richtung weiterläuft; das Auto wird nicht so einfach wenden können, geschweige denn im Rückwärtsgang sehr weit kommen.

(Der Tipp ist natürlich nicht nur für Kinder geeignet. :) )

justy
26-04-2006, 21:47
Mhh, nur so ein paar Gedanken dazu:

Eventuell klären, was passieren soll, wenn keine Erwachsenen verfügbar sind (zB was man sagt, wenn man beim Notruf anruft - viele Kids haben ja gerade für solche Fälle schon recht früh ein Handy- daran anknüpfend auch "Wie gut kennst Du Deine Stadt" ein paar wichtige Straßennamen durchgehen, vielleicht als Quiz oder so ähnlich)

Außerdem erinnere ich mich, dass es eine recht große Hemmschwelle war, einfach so Erwachsene anzusprechen, also klar machen, dass man das "darf", wenn einem etwas komisch vorkommt.

Vielleicht auch darauf eingehen, wie man sich verhält, wenn man sieht, dass zB einem Mitschüler etwas passiert (ins Auto gezogen, von "Größeren" angepöbelt).

Überhaupt erklären, was "böses" Verhalten bei Erwachsenen ist (?)

liebe Grüße, Justy, die die Idee total klasse findet!! :)

itachi
26-04-2006, 23:29
Hi !

Zum Bedrängen im (Schul-)Bus: Natürlich sitzen die Kids im Sichtbereich des Fahrers sicherer, nur ist das nicht für alle möglich. Also: Sitzplatz möglichst weit vorne.

Und dazu noch: besser am Gang, statt am Fenster (wenn der Nebensitz frei beibt, man keinen Kumpel dabei hat). Neuankömmlinge durchrutschen lassen.

Ansonsten: SV im Sitzen zur Seite (eingeklemmt zischen 2 Sitzlehnen, 1 Glasscheibe und dem Bedränger - zum Üben Stuhl- oder Kastenreihen)...

itachi

ILIAS
27-04-2006, 04:27
hab mir zwar den thread net wirklich durchgelesen, aber schreib ichs halt noch ein 2tes mal wenn es schon vorgekommen is =)

hab mal wo gesehen dass es solche "Kinder" handys gibt. mit diesen handys ist es nur möglich vorgespeichtere nummern ( mami,papi, etc. und natürlich polizei,rettung usw.) rel. einfach anzuwählen. haben außerdem noch kindergerechte optik. so bunt und mit so drachen und autos und so =)

naja, finde diese handy variante sehr sinnvoll, gerade in "ghetto" gegenden toll.

bettina
27-04-2006, 09:32
Zu diesem Zweck habe ich ein Märchen geschrieben, dass die Eltern Ihren Kindern begleitend immer wieder vorlesen können, ohne hierbei ständig den "schwarzen Mann" bemühen zu müssen.

Das interessiert mich. Könntest du das ins Forum stellen??

17x17
27-04-2006, 09:40
Folgendes ist auch sehr effektiv:

Wenn auf dem Weg zur Schule neben dem Kind ein Auto herfährt, ist es empfehlenswert, dass das Kind einfach kehrtmacht und in die andere Richtung weiterläuft; das Auto wird nicht so einfach wenden können, geschweige denn im Rückwärtsgang sehr weit kommen.

(Der Tipp ist natürlich nicht nur für Kinder geeignet. :) )

Hmmm... Ich weiß ncht ob dies nicht ein bisschen schwer umzusetzen ist. Gerade auf dem Schulweg wird es in Nähe der Schule unvermeidbar sein, dass einige Autos den gleichen Weg nehmen (Kinder werden gebracht) und dabei dann auch mal langsam sind.

Tendenziell ist der Tipp aber zumindest geeignet um herauszufinden ob der Fahrer des Wagens dadurch zu einer Reaktion gezwungen wird oder nicht.

Zum Wenden - mein Auto (so wie die meisten anderen auch) verfügt über einen Rückwärtsgang. Sollte sich der Fahrer des Wagens durch meine Richtungsänderung gezwungen sehen, zu handeln, wird er im Rückwärtsgang immer noch 10x schneller sein als ich.;)

17x17
27-04-2006, 09:48
Mhh, nur so ein paar Gedanken dazu:

Eventuell klären, was passieren soll, wenn keine Erwachsenen verfügbar sind (zB was man sagt, wenn man beim Notruf anruft - viele Kids haben ja gerade für solche Fälle schon recht früh ein Handy- daran anknüpfend auch "Wie gut kennst Du Deine Stadt" ein paar wichtige Straßennamen durchgehen, vielleicht als Quiz oder so ähnlich)

Außerdem erinnere ich mich, dass es eine recht große Hemmschwelle war, einfach so Erwachsene anzusprechen, also klar machen, dass man das "darf", wenn einem etwas komisch vorkommt.

Vielleicht auch darauf eingehen, wie man sich verhält, wenn man sieht, dass zB einem Mitschüler etwas passiert (ins Auto gezogen, von "Größeren" angepöbelt).

Überhaupt erklären, was "böses" Verhalten bei Erwachsenen ist (?)

liebe Grüße, Justy, die die Idee total klasse findet!! :)


Da smit der Hemmschwelle ist ein guter Hinweis - man sollte es auf jeden Fall mal in die Überlegungen einbeziehen.

Im Unterricht lernen "meine Kinder" das sie verpflichtet sind Hilfe zu leisten und auch wie Hilfe aussehen kann - man muss ja nicht immer tätlich werden. Wie Notrufsäulen funktionieren und das man an jeder Telefonzelle die Polizei rufe kann, wissen sie ebenfalls.

"Böses" Verhalten ist natürlich auch (in gewissen Grenzen) eine subjektive Beurteilung. Mit den Kindern mache ich eine Übung um Ihnen das "Bauchgefühl" zu demonstrieren.

Ein Kind stellt sich nah HINTER mich, in etwas so wie in einer Schlange vor der Kinokasse. Dann wende ich mich dem Kind zu - so dass wir sehr nah voreinander stehen. (Wichtig ist hierbei, das man wirklich frontal voreinander steht) Von einem Moment auf den anderen will das Kind dann einen Schritt nach hinten machen - weil es ein ganz doofes Gefühl ist, das einen in diesem Moment beschleicht. So lernen sie das "Bauchgefühl" kennen. Ich gebe ihnen den Rat, dass sie diesem Gefühl bei jedem Menschen nachgeben sollen und sofort handeln müssen. Sei es durch die natürliche Reaktion - Abstand oder durch andere hefigere Reaktionen.

Ich hoffe Ihr konntet mir folgen???

17x17
27-04-2006, 09:50
Hi !

Zum Bedrängen im (Schul-)Bus: Natürlich sitzen die Kids im Sichtbereich des Fahrers sicherer, nur ist das nicht für alle möglich. Also: Sitzplatz möglichst weit vorne.

Und dazu noch: besser am Gang, statt am Fenster (wenn der Nebensitz frei beibt, man keinen Kumpel dabei hat). Neuankömmlinge durchrutschen lassen.

Ansonsten: SV im Sitzen zur Seite (eingeklemmt zischen 2 Sitzlehnen, 1 Glasscheibe und dem Bedränger - zum Üben Stuhl- oder Kastenreihen)...

itachi

Den anderen durchrutschen zu lassen ist keine schlechte Idee.

Natürlich ist nicht immer ein Platz beim Fahrer frei:rolleyes: aber soweit wird doch wohl jeder denken können - oder??:o

17x17
27-04-2006, 09:56
hab mir zwar den thread net wirklich durchgelesen, aber schreib ichs halt noch ein 2tes mal wenn es schon vorgekommen is =)

hab mal wo gesehen dass es solche "Kinder" handys gibt. mit diesen handys ist es nur möglich vorgespeichtere nummern ( mami,papi, etc. und natürlich polizei,rettung usw.) rel. einfach anzuwählen. haben außerdem noch kindergerechte optik. so bunt und mit so drachen und autos und so =)

naja, finde diese handy variante sehr sinnvoll, gerade in "ghetto" gegenden toll.

Überspitzt könnte ich mir folgende Situation vorstellen:
"Ey, Alder - gib mir dein Handy! Sonst bekommst Du eine aufs Maul."
"Aber ich brauche mein Handy gerade jetzt am dringensten - ich will Hilfe rufen. Ich kann Dir mein Handy daher nicht geben. Dafür hast du doch Verständnis?"

Ich denke nicht, dass bei einem Übergriff die Zeit bleibt ein Handy zu zücken. außerdem - wie schnell soll der Vater aus dem Büro, ins Auto, in die richtige Straße gelangen?

Meine Tipps sollen eher in die Richtung gehen, dass die Kinder gar nicht erst in Situationen kommen, die gefährlich werden - einfach dadurch, dass sie sich nicht so weit von der Herde entfernen, dass sie zu einer appetitlichen Beute werden. Auch wenn dies natürlich nicht sichergestellt werden kann.

17x17
27-04-2006, 09:59
Das interessiert mich. Könntest du das ins Forum stellen??

Ich habe zwar alle Rechte an dem Märchen, aber ich suche eigentlich noch nach einem Verlag um es zu veröffentlichen.
Deshalb möchte ich es natürlich nicht ins Internet stellen;)

Da ich aber bisher nur Absage bekommen habe (scheint in kein Verlagsprogramm zu passen) überlege ich derzeit schon, ob ich es nicht im Internet veröffentlichen soll.

Aber noch ist es nicht soweit.

ElCativo
27-04-2006, 10:58
Ich habe zwar alle Rechte an dem Märchen, aber ich suche eigentlich noch nach einem Verlag um es zu veröffentlichen.
Deshalb möchte ich es natürlich nicht ins Internet stellen;)

Da ich aber bisher nur Absage bekommen habe (scheint in kein Verlagsprogramm zu passen) überlege ich derzeit schon, ob ich es nicht im Internet veröffentlichen soll.

Aber noch ist es nicht soweit.

Wie wäre es mit einer Hompage von Dir zu dem Thema?
Gedicht schützen lassen und das Gedicht auf Deiner Homepage veröffentlichen inkl. der hier genannten Tips.
Und evtl. ne FAQ Liste.
Würde Dir beim erstellen behilflich sein.
Und bei der Pflege.

Bei Interesse PM an mich.
Greetz
ElCativo (der eine 5 Jährige Tochter hat und sich auch seine Gedanke dazu macht) :)

17x17
27-04-2006, 11:29
Habe gerade eine Leseprobe auf meiner Seite (http://www.kung-fu-beuel.de) unter "vermischtes" hinterlegt. Die ersten zwei Kapitel des Märchens.

Die anderen Kapitel handeln von

Hilferufen


Gefahren umgehen indem man andere Wege nimmt und sich Gruppen anschließt


Bullying (Mobbing unter Schülern) bzw. Aggressive Schläger


plötzlichem Angriff

Teklan
27-04-2006, 16:09
den Kindern bebringen, dass sie fremde Leute siezen sollen. "Sie sind nicht mein Vater!" - "Ich kenne sie nicht" blabla, wenn der andere "böse" ist.

itachi
27-04-2006, 18:17
Hi!

...wird er im Rückwärtsgang immer noch 10x schneller sein als ich.
Das Mannöver des Richtungswechsels dient ja auch dazu von "ich fühle mich verfolgt" zur Gewissheit "so, der ist weg - möglicherweise hat er mich gar nicht verfolgt" (Beruhigung der Lage) oder "ich werde verfolgt" zu gelangen - um dann flüchten zu können ("Taktischer Vorteil").

itachi

ILIAS
28-04-2006, 07:55
Überspitzt könnte ich mir folgende Situation vorstellen:
"Ey, Alder - gib mir dein Handy! Sonst bekommst Du eine aufs Maul."
"Aber ich brauche mein Handy gerade jetzt am dringensten - ich will Hilfe rufen. Ich kann Dir mein Handy daher nicht geben. Dafür hast du doch Verständnis?"

Ich denke nicht, dass bei einem Übergriff die Zeit bleibt ein Handy zu zücken. außerdem - wie schnell soll der Vater aus dem Büro, ins Auto, in die richtige Straße gelangen?

Meine Tipps sollen eher in die Richtung gehen, dass die Kinder gar nicht erst in Situationen kommen, die gefährlich werden - einfach dadurch, dass sie sich nicht so weit von der Herde entfernen, dass sie zu einer appetitlichen Beute werden. Auch wenn dies natürlich nicht sichergestellt werden kann.

naja meinte auch eher damit, wenn 2 kinder unterwegs sind und 1 Etwas passiert, was auch immer, ins auto gezerrt etc., könnte das 2te mit diesem handy jmd anrufen ( beispiel wohl auch etwas überspitzt )

17x17
28-04-2006, 09:43
Hi!

Das Mannöver des Richtungswechsels dient ja auch dazu von "ich fühle mich verfolgt" zur Gewissheit "so, der ist weg - möglicherweise hat er mich gar nicht verfolgt" (Beruhigung der Lage) oder "ich werde verfolgt" zu gelangen - um dann flüchten zu können ("Taktischer Vorteil").

itachi

Dann habe ich es ja richtig beurteilt - einfache aber sinnvolle Taktik.

***Nakatomi***
28-04-2006, 09:50
hab mir zwar den thread net wirklich durchgelesen, aber schreib ichs halt noch ein 2tes mal wenn es schon vorgekommen is =)

hab mal wo gesehen dass es solche "Kinder" handys gibt. mit diesen handys ist es nur möglich vorgespeichtere nummern ( mami,papi, etc. und natürlich polizei,rettung usw.) rel. einfach anzuwählen. haben außerdem noch kindergerechte optik. so bunt und mit so drachen und autos und so =)

naja, finde diese handy variante sehr sinnvoll, gerade in "ghetto" gegenden toll.
mit aufpreis gibt es die sogar mit gprs ortungs system.
da guckt man dann im INet wo das kind ist.

ich schicke meine jetzt zum jiu juitsu oder ju jutsu- was von beidem ist mir noch nicht klar.
wenn mir jemand sagen kann, wo die sv besser ist, wäre ich ihm sehr verbunden.

17x17
28-04-2006, 10:00
mit aufpreis gibt es die sogar mit gprs ortungs system.
da guckt man dann im INet wo das kind ist.

ich schicke meine jetzt zum jiu juitsu oder ju jutsu- was von beidem ist mir noch nicht klar.
wenn mir jemand sagen kann, wo die sv besser ist, wäre ich ihm sehr verbunden.

Das mit dem Ortungssystem habe ich auch schon mal ghört.
Welches Ju besser ist, kann ich nicht sagen.

Onkel_Escobar
28-04-2006, 10:05
mit aufpreis gibt es die sogar mit gprs ortungs system.
da guckt man dann im INet wo das kind ist.

ich schicke meine jetzt zum jiu juitsu oder ju jutsu- was von beidem ist mir noch nicht klar.
wenn mir jemand sagen kann, wo die sv besser ist, wäre ich ihm sehr verbunden.


Ich denke ma, das kommt auch auf den Trainer an und variiert von Schule zu Schule (Verein). Aber wichtig ist doch erst einmal, dass die Kiddies ein Gefühl für den Sport bekommen und sehen, was alles mögliche ist.
Den Körper stärken und sie sehen, dass sie keine Opfer sind.

Schaus dir doch einfach an, du kennst dich ja auch ein bisschen aus. ;)

***Nakatomi***
28-04-2006, 10:10
die püppi macht ja schon tkd- ist mir aber-jaja- in der sv zu unrealistisch.
hab da schon was im auge...die sportschule erich rahn.
da ging meine mama schon zum jiu :) beim alten herrn rahn.
der hat das quasi erfunden hier in deutschland.:rolleyes:
aber zum ju jutsu bei budokan könnte sie hinlaufen.
schwer schwer
yo wir gucken uns das mal an :)

Franz
28-04-2006, 10:14
ju jutsu ist mE für die SV besser geeignet.

***Nakatomi***
28-04-2006, 10:19
danke franz. werds im hinterkopf behalten. käme mir auch sehr entgegen:)
also da sch***** ich auf ursprünglichkeit und tradition- hauptsache sie lernt effektive sachen! hoffentlich darf ich zugucken:rolleyes: :p

17x17
28-04-2006, 16:01
Ich habe mal alle Tipps zusammengefaßt. Ich würde sie gerne als FAQS auf meine Seite packen - wenn jemand etwas dagegen hat - bitte malden - ich werde den entsprchenden Punkt dann löschen.

Was kann ich tun, damit mein Kind sicherer wird?

Legen Sie "Spielregeln" fest:

Die Kinder melden sich immer ab mit Angabe des Ziels und des Weges der benutzt wird.

Nur die Eltern dürfen das Kind abholen. Dies gilt für ALLE anderen Personen - auch wenn der andere behauptet ein Polizist zu sein.
Wem das zu unflexibel ist, kann mit den Kindern Codewörter vereinbaren. Nur eine Person mit dem AKTUELLEN Codewort darf die Kinder abholen. Das Codewort wird nach jeder Nutzung erneuert.

Klären Sie Ihre Kinder darüber auf, dass es Fremde gibt, die Kinder mit Süßigkeiten, angeblichen niedlichen Tieren und sonstigen Sachen ködern wollen. Bringen Sie Ihren Kindern bei, dass sie älteren Fremden gegenüber keine Antworten geben sollen, wenn sie angesprochen werden. Nur "Ich darf nicht mit Fremden reden" sollte erwidert werden.
Dies gilt auch für Gespräche am Telefon. Die Kinder sollten nicht erwähnen, dass sie alleine im Haus sind - besser ist es, dem Fremden zu sagen, dass Mama oder Papa gerade unter der Dusche steht und er/sie später noch einmal anrufen soll.
Bringen Sie Ihnen im Gegenzug aber auch bei, dass sie fremde Erwachsene ansprechen dürfen, wenn sie Hilfe benötigen.
Auch sollten die Kinder wissen, dass sie von Fremden nichts annehmen dürfen.

Bringen Sie Ihren Kindern bei, Abstand zu haltenden/parkenden Autos zu halten. Wenn sie angesprochen werden sollen die Kinder mit den Worten "Ich darf nicht mit Fremden reden" weitergehen - auch wenn sie die Antwort auf die Frage kennen. Wenn ein Kind die Frage beantwortet und z.B. dem Fremden den Weg weißt, wird es die anfängliche Scheu verlieren und ganz automatisch an das Auto herantreten - daher: "Ich darf nicht mit Fremden reden" und weitergehen.

Bringen Sie Ihrem Kind bei, wo Hilfe zu bekommen ist. Dies nicht nur unter dem Aspekt der Gewalt - es kann ja auch mal zu einem Unfall kommen. (Was hoffentlich nicht der Fall sein wird).
Zeigen Sie Ihrem Kind wo sog. "Rettungsinseln" auf den täglichen Wegen sind. Die können Läden, die Wohnungen von befreundeten Erwachsenen und anderes sein.
Erklären Sie Ihrem Kind, dass sie im Zweifel auch in fremden Wohnhäusern um Hilfe bitten können - sie sollten nur keine fremden Häuser/Wohnungen betreten.

Machen Sie Ihr Kind mit der Funktion von Notrufsäulen vertraut und mit damit, dass sie an öffentlichen Telefonzellen auch ohne Geld die Polizei oder den Rettungsdienst anrufen können.
Auch Mobiltelefone ohne Karte oder ohne den PIN lassen einen Anruf der 112 zu.
(Sie könnten Ihrem Kind demnach auch ein "ausrangiertes" Mobiltelefon für den absoluten Notfall mitgeben - auch ohne Karte kann der Rettungsdienst benachrichtigt werden.)

Wenn Sie Ihre Kinder nicht immer überall abholen wollen/können, sollten Sie Ihrem Kind nahe legen, sich immer in einer Gruppe anzuschließen - soweit dies möglich ist.

Wenn die Kinder ein "schlechtes Gefühl" bei einem Auto haben und nicht wissen ob es Ihnen absichtlich folgt, können sie dies herausfinden, indem sie abrupt in die Richtung gehen, aus der sie kamen. Der Fahrer des Wagens müsste dann ungewöhnlich reagieren. Dies kann die Absichten des anderen zeigen. Hält der Wagen - schnell wegrennen.

Die Kinder sollten wissen wie sie Hilfe leisten können (Telefonzellen, andere Erwachsene um Hilfe bitten, Notrufsäulen) wenn andere in Gefahr sind.


Wie erklärt man "böses Verhalten"?
"Böses" Verhalten ist natürlich auch (in gewissen Grenzen) eine subjektive Beurteilung. Mit den Kindern mache ich eine Übung um Ihnen das "Bauchgefühl" zu demonstrieren.

Ein Kind stellt sich nah HINTER mich, in etwas so wie in einer Schlange vor der Kinokasse. Dann wende ich mich dem Kind zu - so dass wir sehr nah voreinander stehen. (Wichtig ist hierbei, dass man wirklich frontal voreinander steht) Von einem Moment auf den anderen will das Kind dann einen Schritt nach hinten machen - weil es ein ganz doofes Gefühl ist, das einen in diesem Moment beschleicht. So lernen sie das "Bauchgefühl" kennen. Ich gebe ihnen den Rat, dass sie diesem Gefühl bei jedem Menschen nachgeben sollen und sofort handeln müssen. Sei es durch die natürliche Reaktion - Abstand oder durch andere heftigere Reaktionen.

In öffentlichen Verkehrsmitteln ist man am Sichersten, wenn man in der Nähe des Fahrers sitzt. Ein Platz zum Gang ist dm am Fenster vorzuziehen, wenn ein Fremder neben mir sitzt - ich kann nicht so einfach eingekeilt werden.
Will sich jemand neben mich setzen lasse ich diesen durchrutschen. (Hand-)Taschen, Rucksack am besten nicht zum Gang hin neben mir platzieren, sondern zwischen mir und dem Fenster - dann können Diebe sie nicht einfach greifen und damit wegrennen wenn sich die Türen an einer Haltestelle gleich schließen.

Icheben
28-04-2006, 17:44
Das sind alles tolle Ratschläge und Tips..aus erwachsenen Sicht. Kinder sehn das und handeln aber meistens etwas anders.


Die Kinder melden sich immer ab mit Angabe des Ziels und des Weges der benutzt wird.

Kann mir nicht vorstellen, dass ich der einzige bin der sich bereits im Kleinkindalter einen umfangreichen Katalog an "Notlügen" zusammengestellt hat mit dennen ich mir meine Freiheiten ertäuschen konnte..
"Wohin gehst du?" Ich fahr mitm Fahrrad um den Block, hab meinen Helm dabei. Helm ins Gebüsch geworfen und mitm Fahrrad im Affenzahn über die Hauptstraße in die Stadt gebrettert. Bei wem von euch war das schon anderst?
Kinder nehmen in der Regel elterliche Sorgen als übertriebenes Übel wahr und reagieren entsprechend.



Klären Sie Ihre Kinder darüber auf, dass es Fremde gibt, die Kinder mit Süßigkeiten, angeblichen niedlichen Tieren und sonstigen Sachen ködern wollen. Bringen Sie Ihren Kindern bei, dass sie älteren Fremden gegenüber keine Antworten geben sollen, wenn sie angesprochen werden. Nur "Ich darf nicht mit Fremden reden" sollte erwidert werden.

Was überwiegt im konkreten Fall? Die Mahnung der Eltern? Die Neugier? Der Drang nach süßem, teurem, niedlichem?
Die "Süßigkeitenmethode" ist übrigends doch schon lange out. Bei zwei Fällen von dennen neulich berichtet wurde waren Pokemon-karten und ein Handy die Lockmittel.



Wenn sie angesprochen werden sollen die Kinder mit den Worten "Ich darf nicht mit Fremden reden" weitergehen - auch wenn sie die Antwort auf die Frage kennen. Wenn ein Kind die Frage beantwortet und z.B. dem Fremden den Weg weißt, wird es die anfängliche Scheu verlieren und ganz automatisch an das Auto herantreten - daher: "Ich darf nicht mit Fremden reden" und weitergehen.

Was wenn der Fremde um Hilfe bittet anstatt etwas anzubieten? Was wenn er seit Tagen observiert und die Namen der Eltern, sowie deren Adresse kennt? Es gibt unzälige Möglichkeiten auf die Aussage "ich darf mit Fremden nicht reden" zu reagieren. Und die sind Kindern weder alle bekannt, noch sind sie erfahren genug um geschickte Täuschungen gezielt zu durchschauen.



Wie erklärt man "böses Verhalten"?
"Böses" Verhalten ist natürlich auch (in gewissen Grenzen) eine subjektive Beurteilung. Mit den Kindern mache ich eine Übung um Ihnen das "Bauchgefühl" zu demonstrieren.


Wie soll die Übung denn aussehen? Grimmige Grimmassen schneiden, nen schwarzen/grauen langen Mantel tragen, diebisch und verwegen unter der Hutkrempe hervorlinsen, anschreien, alkoholreicher Atem?

Kinderschänder sind krank, die Fähigkeit "Problemlösungsstrategien" zu entwickeln um ihr Ziel zu erreichen fehlt ihnen aber anscheinend nicht. Die meisten werden Tage und Wochen damit verbringen zu planen und zu phantasieren bevor sie aktiv werden. Wie verhalte ich mich falls das Kind von den Eltern aufgeklärt wurde, alla "ich darf mit Fremden nicht sprechen"?
Mir ist kein Fall bekannt wo der düster und geheimnisvoll aussehnde Fremde mit grimmigem Gesichtsausdruck, mit roher Gewalt vorging.

Die von dir zusammengefassten Tips sind das Basiswissen das jedes Kind haben sollte. Ausreichenden Schutz bieten sie nicht. Dafür haben sie zuviele Hintertürchen die freiheitsliebende und verbotehassende Kinder selber öffnen.

Als Idealmodel stell ich mir vor:
1.Umfassende Aufklärung
2.Real inszenierte Situationen um das Wissen zu testen
3.Unterricht in Selbstverteidigung
4.Ein GPS-Notfallsender

Zu viertens:
http://www.kidsprotect.de/index.html
http://www.netzwelt.de/news/70854-gpstechnik-ueberwacht-eure-kinder.html
http://www.peilsender.de/content/view/32/78

17x17
29-04-2006, 17:13
Das sind alles tolle Ratschläge und Tips..aus erwachsenen Sicht. Kinder sehn das und handeln aber meistens etwas anders.

Natürlich sehen Kinder die Dinge anders. Kinder lernen - das ist logisch. Lernen können sie aber nur dann, wenn sie auch Lehrstoff bekommen.:confused:
Würdest Du die Meinung vertreten, dass man als Eltern, bzw. Erwachsene Kinder einfach machen lassen soll? Bloß keine Ratschläge geben, weil sie diese sowieso nicht beherzigen werden?
Ist nur Rhetorisch gemeint - ich glaube nicht das dies Deine Meinung ist.;)



Kann mir nicht vorstellen, dass ich der einzige bin der sich bereits im Kleinkindalter einen umfangreichen Katalog an "Notlügen" zusammengestellt hat mit dennen ich mir meine Freiheiten ertäuschen konnte..
"Wohin gehst du?" Ich fahr mitm Fahrrad um den Block, hab meinen Helm dabei. Helm ins Gebüsch geworfen und mitm Fahrrad im Affenzahn über die Hauptstraße in die Stadt gebrettert. Bei wem von euch war das schon anderst?
Kinder nehmen in der Regel elterliche Sorgen als übertriebenes Übel wahr und reagieren entsprechend.

Natürlich ist das auch mal so. Aber der Schulweg und andere feste Wege können abgesprochen werden.
Und das Kinder sich nicht an alle Regeln halten ist auch klar - mit der Zeit lernt man jedoch sich an Regeln zu halten. Oder war das bei Dir nicht so?



Was überwiegt im konkreten Fall? Die Mahnung der Eltern? Die Neugier? Der Drang nach süßem, teurem, niedlichem?
Die "Süßigkeitenmethode" ist übrigends doch schon lange out. Bei zwei Fällen von dennen neulich berichtet wurde waren Pokemon-karten und ein Handy die Lockmittel.

"Klären Sie Ihre Kinder darüber auf, dass es Fremde gibt, die Kinder mit Süßigkeiten, angeblichen niedlichen Tieren und sonstigen Sachen ködern wollen"
Auch hier stellt sich doch die Frage, ob die Kinder eher die Finger davon lassen wenn man Ihnen davon abrät, als wenn man gar nichts sagen würde.
Ich denke es ist fahrlässig wenn man dieses Thema nicht anspricht.



Was wenn der Fremde um Hilfe bittet anstatt etwas anzubieten? Was wenn er seit Tagen observiert und die Namen der Eltern, sowie deren Adresse kennt? Es gibt unzälige Möglichkeiten auf die Aussage "ich darf mit Fremden nicht reden" zu reagieren. Und die sind Kindern weder alle bekannt, noch sind sie erfahren genug um geschickte Täuschungen gezielt zu durchschauen.

"Wenn sie angesprochen werden sollen die Kinder mit den Worten "Ich darf nicht mit Fremden reden" weitergehen - auch wenn sie die Antwort auf die Frage kennen."
Eben weil sie nicht alle Möglichkeiten durschauen sollen sie keine Varianten kennenlernen, solange sie diese nicht beurteilen können. Egal ob sie um Hilfe gebeten werden, ob Ihnen etwas angeboten wird oder sonst etwas. Sie sollen einfach sagen, dass sie nicht mit Fremden reden dürfen.
Da bleibt doch relativ wenig Spielraum für Mißverständnisse, oder?



Wie soll die Übung denn aussehen? Grimmige Grimmassen schneiden, nen schwarzen/grauen langen Mantel tragen, diebisch und verwegen unter der Hutkrempe hervorlinsen, anschreien, alkoholreicher Atem?

:rolleyes:
Wie die Übung aussieht ist beschrieben. Bitte mach sie einfach mal ohne weitere Aufklärung mit jemand anderem. In dem Moment in dem Du Dich dem anderen zuwendest wird er einen Schritt zurückmachen. Es wird umso deutlicher je schlechter der andere Dich kennt.
Du brauchst keine Grimasse oder ähnliches machen - alleine die Nähe reicht um den anderen zurückweichen zu lassen.
Wenn Du nun dem anderen sagst, er dürfe sich nicht bewegen wird er Dir beschreiben können das es ein "blödes" Gefühl ist, Dir so nah zu sein.



Kinderschänder sind krank, die Fähigkeit "Problemlösungsstrategien" zu entwickeln um ihr Ziel zu erreichen fehlt ihnen aber anscheinend nicht. Die meisten werden Tage und Wochen damit verbringen zu planen und zu phantasieren bevor sie aktiv werden. Wie verhalte ich mich falls das Kind von den Eltern aufgeklärt wurde, alla "ich darf mit Fremden nicht sprechen"?
Mir ist kein Fall bekannt wo der düster und geheimnisvoll aussehnde Fremde mit grimmigem Gesichtsausdruck, mit roher Gewalt vorging.

Die von dir zusammengefassten Tips sind das Basiswissen das jedes Kind haben sollte. Ausreichenden Schutz bieten sie nicht. Dafür haben sie zuviele Hintertürchen die freiheitsliebende und verbotehassende Kinder selber öffnen.

Als Idealmodel stell ich mir vor:
1.Umfassende Aufklärung
2.Real inszenierte Situationen um das Wissen zu testen
3.Unterricht in Selbstverteidigung
4.Ein GPS-Notfallsender

Zu viertens:
http://www.kidsprotect.de/index.html
http://www.netzwelt.de/news/70854-gpstechnik-ueberwacht-eure-kinder.html
http://www.peilsender.de/content/view/32/78

Was ist den umfassende Aufklärung? Und wo steht sie im Gegensatz zu dem was ich bisher schrieb?
Kinder in jungen Jahren kannst Du aufklären soviel du willst - sie werden es nicht verstehen. Kinder in einem Alter unter 8 Jahren können nicht einmal den Tod verstehen - sie begreifen nicht das dies ein unendlicher Zustand ist - wie willst du sie aufklären?

Real inszenierte Situationen um das Wissen zu testen welches Wissen? Das Wissen von dem Du gerade sagtest, dass es nicht ausreicht um ein Kind zu schützen?

Unterricht in Selbstverteidigung: Du gehst n Deiner Argumentation bisher die ganze Zeit von einem erwachsenen Täter aus (so habe ich es zumindest verstanden) - wie soll sich ein Kind (sagen wir mal 6 Jahre) gegen einen Erwachsenen körperlich zur Wehr setzen?

Ich will bestimmt keinen Streit mit Dir vom Zaun brechen - ich bin nur verwirrt. Ich verstehe einige Deiner Einwände nicht. Du bezeichnest die Tipps als Basiswissen - ich wusste nicht wie ene Notrufsäule funktoniert - und redest von Aufklärung die stattfinden soll - wo ist das der Widerspruch den Du anscheinend siehst? Du willst Wissen abtesten (in realen Situationen) - welches Wissen? Welches Wissen über das "Basiswissen" hinaus willst Du vermitteln? Füge doch einfach hinzu was fehlt - ich wäre dafür sehr dankbar.

Welche Form der SV willst Du unterrichten - den physischen Teil? Wie willst Du en Kind verteidigungsfähig gegen Erwachsene machen?

Wie gesagt - ich bin verwirrt. Ich sehe in Deinem Beitrag keinen Vorschlag der hier nicht schon gebracht wurde - trotzdem wirkt Dein Beitrag auf mich wie Kritik ohne Verbesserungsvorschläge.:(

Erkläre doch bitte etwas genauer was Du als sinnvoll betrachtest - und warum.