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Vollständige Version anzeigen : Herkunft der KK/KS (WICHTIG!)



senose
09-06-2006, 15:13
Eine frage die mich zurzeit beschäftigt, ich weiss nicht ob das nur mir so geht. ist euch die nationale herkunft eines stils wichtig? achtet ihr darauf, oder gehen die techniken vor?

beispiel: ich sympathisiere mit china war auch schon 2mal dort, will die sprache lernen und die kultur kennenlernen. im gegenzug halte ich nicht sehr viel von Japan oder korea. nicht rassistisch gemeint oder so, aber china ist mir irgendwie symphatischer. ich habe so eine art raster: gutes land /schlechtes land

Habt ihr das auch? Wollt ihr auch nicht mehrere Stile aus versch. ländern mischen? ich weiss das ich das mache, ich hab es ja auch überwunden, aber irgendwie juckt es mich doch

wie reagieren z.b chinesen wenn man sagt man praktiziere auch noch z.b. aikido? eher positiv oder eher abschätzig? lässt sich das verallgemeinern?

sind diese adler stile und tigerkrallen effektiv oder sind das nur theater-system? sind ein bisschen viel fragen was? <- noch eine mehr

MatzeOne
09-06-2006, 15:15
ich habe so eine art raster: gutes land /schlechtes land

Habt ihr das auch?

Nein - und das ist auch gut so.

YiShen
09-06-2006, 15:25
Habt ihr das auch?

Jein, ich mag zB nur die wenigstens Chinesen (vom Charakter her), gebe aber neidlos zu, dass sie, was KK angeht, den Japanern überlegen sind - auch wenn ich die Japaner netter finde (=die bescheissen dich nicht so oft und geben es, wenn, dann sogar noch zu).
Also ich mag China nicht, aber die KKs aus China. Ich mag Japan, aber dort weniger die KKs.


wie reagieren z.b chinesen wenn man sagt man praktiziere auch noch z.b. aikido? eher positiv oder eher abschätzig? lässt sich das verallgemeinern?

Eher abschätzig. Eigentlich sogar ziemlich abschätzig in meiner Erfahrung. Und es lässt sich zumindest in KK-Kreisen verallgemeinen.
Liegt natürlich auch an der Generation - jüngere Chinesen finden zB Japan eher cool, ältere finden Japan ziemlich shice (Krieg etc).
Aber allgemein sind japanische KKs nicht so gut gelitten - meine Ex hat ihrer Familie zB. damals immer erzählt, dass ich Shaolin Kung Fu mache weil die nicht wissen sollten, dass ich Karateka bin.
Lustigerweise konnte sie auch nicht rumerzählen, dass ich Taiji mache, weil das Klischee vom Taiji für den Kampf Übenden ist (zumindest offenbar in Singapur): Fauler Penner, der jeden vermöbelt, der ihn beim Schlafen stört. :D


sind diese adler stile und tigerkrallen effektiv oder sind das nur theater-system? sind ein bisschen viel fragen was? <- noch eine mehr

Ich hab die noch nie gesehen, aber da das chin. Militär (oder war's in Taiwan? HK?) einen modifizierten Adlerklauenstil macht (afaik), können se nicht völlig unwirksam sein.

senose
09-06-2006, 15:42
wow danke yishen ich dachte schon ich wäre der einzige der so denkt.

gibt es denn eine chin. alternative zu jiu-jitsu/aikido? wäre das "shiau chiao" (chin. wrestling) es ist nicht so das ich gleich wechseln will, aber so zum wissen.

Zitat:
dass sie, was KK angeht, den Japanern überlegen sind

inwiefern?


hast du infos zu afaik? hab auf google nichts gefunden...

was ist mit pa gua? ist das effektiv?

Enigma25
09-06-2006, 16:06
ich bevorzuge bei Kampfkünsten japanische Kampfkünste.

weiß auch nicht warum, aber der Stil gefällt mir einfach.

Kuang
09-06-2006, 16:10
Also mir ist von den Asiatischen Ländern Japan am liebsten.
ICh habe früher auch Judo, Aikido und Zen-Bogenschießen gemacht, da ich Kultur und Hintergedanken der Japanischen KK´s sehr schön finde.
Ausserdem finde ich, dass es keine schönere Sprache als Japanisch gibt.
Nun mache ich etwas Thailändisches, da ich Muay Thai faszinierend finde, liegt weniger an Thailand und der Kultur (obwohl ich Land und Leute mag) sondern ausschließlich am KS (obwohl er ja ein Teil der Kultur ist).
Cheers Kuang

YiShen
09-06-2006, 16:16
wow danke yishen ich dachte schon ich wäre der einzige der so denkt.

Auch zu lange mit Chinesen abgehängt? Ich fühle mit dir, Mann ;)


gibt es denn eine chin. alternative zu jiu-jitsu/aikido? wäre das "shiau chiao" (chin. wrestling) es ist nicht so das ich gleich wechseln will, aber so zum wissen.

Es gibt alles möglich, Shuai Chiao ist halt eher Stand Up Wrestling, afaik, Adlerklauenstil ist weniger Wrestling als vielmehr Chin Na (greifen und abreissen, Hebel), aber ich kenn mich bei Grappling nicht so aus, weild as bei den meisten Striker-Stilen eh irgendwie drin ist...


inwiefern?

Genauso, wie die japanischen den europäischen überlegen sind - durchdachter, holistischer, unabhängiger von der Muskelkraft und dem Gewicht. Dafür aber halt auch schwerer zu lernen.


hast du infos zu afaik? hab auf google nichts gefunden...

Ich hab das in diversen Büchenr und Magazinen gelesen und mal ne Reportage vor Jahren gesehen. War Spiegel Tv glaub ich, da wurdne so Militärs gezeigt und die machten die charakteristische Adlerklaue.


was ist mit pa gua? ist das effektiv?

Ba Gua ist ein interner Stil (8-Trigramme-Boxen) - war eine Zeit lang der Favoritenstil für Leibwächter und Kopfgeldjäger in China - scheint also effektiv zu sein, ist aber auch striking (afaik sogar berühmt dafür, optisch eine miese Technik, aber Wahnsinnspower in den Armen zu haben - Alexander Dolin schreibt in seinem Buch Kempo über einen Ba Gua Boxer, der einen Sumoringer einhändig über den Kopf stemmte!).
Das ist der Stil, wo man zum Trainieren im Kreis geht, haste sicher schonmal gesehen (der "Gute" Jet Li in The One macht Ba Gua).

senose
09-06-2006, 16:38
was ist mit den anderen? inwiefern spielt herkunft für euch eine rolle bei der auswahl/ präferenz eines stiles/systems???

Joergus
09-06-2006, 16:41
mir irgendwie symphatischer. ich habe so eine art raster: gutes land /schlechtes land


Kenn ich ging mir früher genauso .. das war Japan mein ein und alles .. weil ich karate und aikido gemacht habe .... auf hapkido umzusteigen war da ideologisch schwer ..

mittlerweile bin ich der Jkd Philosophie verfallen .. absorb whats usefull...

Joergus

UlkOgan
09-06-2006, 17:00
mh, ein historischer hintergrund ist natürlich immer schöööön. ich könnte aber auch ohne noch leben. ;)

senose
09-06-2006, 17:18
@ulk : Mit welchen kampfkünsten beschäftigst du dich denn? und welcher herkunft sind die?

Darkpaperinik
09-06-2006, 17:24
mir ist das vollkommen schnuppe wo was herkommt solange es mir gefällt und zu mir passt..

Asspirin
09-06-2006, 17:42
Mich interessiert eher aus was und zu welchem Zweck eine Kampfkunst entstanden ist.

Samurai85
15-06-2006, 14:55
nein mir ist das grundsätzlich egal wo meine kampfkunst herkommt, solange sie mir spaß macht :D

Piff-Paff-Man
15-06-2006, 15:10
Also mir ist es auch egal wo mein KK herkommt, ich mag Korea auch ganz gern, würde aber nicht sagen, dass ich es so viel besser finde als China oder Japan, war auch noch nicht in Asien, kann deswegen auch net drüber urteilen.

El Loco
15-06-2006, 15:58
Mir persönlich liegt Japan von der Kultur her mehr als China, aber letztlich ist es mir egal, wo die KK herkommt. Aber ich beschäftige mich dann durchaus gern mit der Herkunft, KK-Geschichte ist mein zweites Steckenpferd :) Ich finde das alles höchstinteressant, wobei mich "Legenden" weniger interessieren, sondern eher die tatsächlichen Entwicklungen :)

ghostdog1982
15-06-2006, 19:11
Eine frage die mich zurzeit beschäftigt, ich weiss nicht ob das nur mir so geht. ist euch die nationale herkunft eines stils wichtig? achtet ihr darauf, oder gehen die techniken vor?


Nö was funktioniert ist gut. Is mir egal wer sich das ausgedacht hat.

ghostdog1982
15-06-2006, 19:16
Genauso, wie die japanischen den europäischen überlegen sind - durchdachter, holistischer, unabhängiger von der Muskelkraft und dem Gewicht. Dafür aber halt auch schwerer zu lernen.




Sind Sie das??????

El Loco
15-06-2006, 19:20
Sind Sie das??????

Denke auch nicht...

ZillioNN
15-06-2006, 20:45
also ich finde muay thai und allgm. die thail. KKs sehr schön ich weiß zwar nicht warum is halt so auch das land thailand ist für mich interessant
aber auch Burma und Lethwei reizen mich obwohl das dann doch schon ne ecke härter ist als muay thai.

warum ich von diesen ländern so begeistert bin ist dass sie wenig(naja thailand immer mehr) mit wolkenkratzern zu gebaut sind und zum anderen ist es die leichtigkeit der menschen die sie nach aussen ausstrahlen.sie begenen einem mit einem lächeln.
warum die KKs?ich denke weil da gerade der widerspruch liegt wenn man die menschen thailand oder burma so sieht glaubt man nicht dass sie Kämpfer hervorgebracht hätten die dann auch noch so extrem harte KKs ausführten.

zwar hatten sich Thailand und Burma in frühen zeiten ziemlich in den haaren aber das ist vergangenheit und mir auch egal.

Kleriker
15-06-2006, 22:48
Ich bevorzuge Japan und die Japanischen KKs, vor allem im Bereich Schwertkampf.

re:torte
15-06-2006, 23:02
mir ist vollkommen egal wo die kk herkommt.
:whogives:

MoerkB
21-06-2006, 20:58
Mir ist es auch schnuppe, woher etwas kommt, aber ich denke, dass die Herkunft sich in der Kk wiederspiegelt. Japan z.B. hat viele Kk über eine sehr lange Zeit entwickeln können und dabei floß auch viel von den Samurai mit hinein. Merkt man z.B. bei den Prinzipien und bei der Verbindung zu Zen.

Koreanische Kk, vor allem Taekwondo, ist noch nicht einmal 100 Jahre alt und die geistige Komponente sieht daher ganz anders aus. Es gibt auch Grundsätze und eine für den Ausübenden zu wahrende Geisteshaltung, aber diese ergeben sich nicht direkt aus alten Traditionen oder Religionen.

Einige Kk sind auch während einer Unterdrückung entstanden.

Weil ich den geistigen Aspekt persönlich ziemlich wichtig finde, fühle ich mich auch zu japanischen Kk hingezogen, aber ich schließe etwas anders nicht aus.


Ach ja - was soll das bitte mit der Nummer "gutes Land, schlechtes Land"? Jedes Land bzw. die Regierung, Gesellschaft, Kultur, Politik, usw. hat Aspekte, die man persönlich als schlecht bewertet. Aber jedes Lang (JEDES!!!) hat "gute Sachen". Beispiel Nordkorea: radikale, unmenschliche Regierung und natürlich auch viele Anhänger unter der Bevölkerung. Trotzdem sind viele Menschen dort unglaublich nett und habe eine wunderbare Kultur.

handpratze
21-06-2006, 21:03
Daß KM aus Israel kommt, ist für mich eher nebensächlich :kaffeetri

Hauptsache, möglichst effiziente praktisch einsetzbare Kloppe ohne viel Hokuspokus drumrum, das war das Kriterium - aber sicher nicht die Herkunft ;)