Vollständige Version anzeigen : Politik-Wahlen-Österreich
netfighter
16-11-2002, 19:47
Also ich bin zur Zeit FROH das ich noch nicht wählen muss, weil ich wüsste echt NICHT was/wen ich wählen sollte!!!!!!!!!!!!
gestern bin ich essen gefahren und da haben mir und meinem freund solche typen schon die zetteln stappelweise in die hand gedrückt........
meine frage:
Gehts denen wirklich noch um ÖSTERREICH oder eher NUR UM MACHT!!!???
greez
kalimaniac
16-11-2002, 20:41
Ich denke mal, die Frage stellt sich nicht nur in Austria, auch in Deutschland; aber das ist mittlerweile ein weltweites Problem. Nicht nur im deutschsprachigen Raum sind seit der "Abdankung" von Helmut Schmidt nur noch austauschbare, machtgeile Boys and Girls Marke "ICH-AG" (frei nach Grönemeier) sowohl an der Macht als auch in der Opposition, für die Staatsraison gleichbedeutend mit Machterhalt ist...hauptsache, die Pension stimmt mal eines Tages, und der GEWICHTIGE (Anspielung? Nööö....) Eintrag in die Geschichtsbücher folgt.
Hausmeister
17-11-2002, 11:47
Und dabei seid ihr in Österreich noch vergleichsweise gut dran. Schau mal zu uns rüber: Für den Machterhalt wird vor der Wahl gelogen, daß sich die Balken biegen; und was dann?!?
netfighter
17-11-2002, 19:25
die ganze situation ist schlimm!!!!!!!!!!
aber WIE KÖNNEN WIR WAS ÄNDERN?????
Ändern, leider nur indem wir wählen gehen.
Das Problem ist, die zu finden, die am wenigsten lügen bzw. die sich am meisten anstrengen, Ihre Versprechen zu halten. Ich verlange nicht, das sie es buchstabengetreu machen, aber es muß ein Ansatz für einen Versuch da sein. Also ich nehm wahrscheinlich einen Würfel in die Wahlzelle mit und entscheide so für diesesmal, weil ich keinem glauben kann.
Hausmeister
19-11-2002, 17:52
Ne kleine Anekdote:
In Berlin (oder so) wollten mal die Studenten mehr Einfluß auf die Lokalpolitik. Aber wie? Ne eigene Partei gründen? Wieso denn, wenn es da schon eine gibt, mit Finanzen und Einrichtungen ausgestattet? Also sind die betreffenden geschlossen in die örtliche FDP eingetreten (der 5%-Verein), stellten die Mehrheit und haben sie dadurch quasi "feindlich übernommen".
Moral: Eine Möglichkeit ist, daß sich die große Masse politisch engagiert. Wenn alle in Parteien wären, dann könnten sie die Politik von unten diktieren.
Ein Fehler liegt aber (wahrscheinlich) beim Volk: Ich glaube, daß es ein Politiker, der ehrlich die HARTE Wahrheit sagt (gibt´s leider nicht), einen schwereren Stand hat, als einer, der frech eine schlechte Situation schönredet und nach der Wahl anders handelt(Schröder) oder als einer, der lieber garnichts sagt und einer direkten Aussage ausweicht (Stoiber).
Ich habe mich immer gefragt, ob es an dem Job dieser Leute liegt, daß sie eben so reagieren, wie Politiker es eben halt tun. (Und ich es deshalb nicht verstehe). Ich meine, ein Biochemiker hat auch seine Fachsprache und die ist für mich suaheli-rückwärts.
Andererseits ist das mit dem Formulieren eine schwierige Sache. Schaut Euch doch nur mal dieses Board an. Wieviele fühlen sich mal angeriffen durch die eine oder andere Aussage. Man kann es nie allen Recht machen, der Job eines Politikers aber ist es, dies für seine Lobby und gegenüber allen anderen zu tun. Außerdem sind nicht alle sabbelnde Idioten. Gerade in der Komunalpolitik gibt es richtig gute Leute, die hart arbeiten (schaut euch doch mal den einen oder anderen Dorfbürgermeister an).
Und letztendlich...was für ein Traumjob...ab der richtigen Ebene kann ich meinen Verdienst selber bestimmen (ist nicht nur in der Politik so). Und so lebten sie lange und glücklich bis ans Ende ihrer Tage.:D
Gruß
Tengu
Michael Kann
22-11-2002, 10:32
@Tengu
Ich habe mich immer gefragt, ob es an dem Job dieser Leute liegt, daß sie eben so reagieren, wie Politiker es eben halt tun. (Und ich es deshalb nicht verstehe). Ich meine, ein Biochemiker hat auch seine Fachsprache und die ist für mich suaheli-rückwärts.
Das ist aber, wenn man die breite Maße frägt, dass Problem ... Politiker sprechen eine andere Sprache und sie drehen sich mit dem Wind.
Man kann es nie allen Recht machen, der Job eines Politikers aber ist es, dies für seine Lobby und gegenüber allen anderen zu tun.
Lobby hab ich verstanden, aber wer sind die anderen?
Außerdem sind nicht alle sabbelnde Idioten. Gerade in der Komunalpolitik gibt es richtig gute Leute, die hart arbeiten (schaut euch doch mal den einen oder anderen Dorfbürgermeister an).
Problem ... Dorfbürgermeister und der gleichen machen aber nicht die entscheidende Politik ... sie sind in regionalen Bereichen tätig und meist nicht darüber hinaus.
Und letztendlich...was für ein Traumjob...ab der richtigen Ebene kann ich meinen Verdienst selber bestimmen (ist nicht nur in der Politik so). Und so lebten sie lange und glücklich bis ans Ende ihrer Tage.:D
Zustimmung! Um feststellen zu können, wem SIE letztlich tatsächlich "dienen", denn dem Volke so wie es sein sollte dienen sie ja faktisch (siehe Tagespresse) nicht, müsste man ihre jeweilige "Nebenberufliche" (meist einträglichere) Tätigkeit, ihre "Vereinszugehörigkeit(en)" und vieles andere beleuchten ... daraus ergibt sich dann ggf. ein Bild der Wahrheit und nicht dieses Schauspiel!
Gruß
Mike
@ Mike
Das ist aber, wenn man die breite Maße frägt, dass Problem ... Politiker sprechen eine andere Sprache und sie drehen sich mit dem Wind - Genau das ist ja das schwierige, bist Du ein Baum, wirst Du brechen. Das Schilfrohr beugt sich im Wind und richtet sich anschließend wieder auf (oder bringe ich da wieder was durcheinander):D
Lobby hab ich verstanden, aber wer sind die anderen?
Die anderen sind nicht die Lobby, was sie aber nicht dazu bringen soll ihren Gegenpart zu zerfleischen.
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Also mein absoluter Traumjob wäre Männerbeauftragter in Brüssel...mit dem Gehalt der EU-Politiker. Dann den ganzen Tag wichtig tun und anderen Leuten vorschreiben, was sie zu tun haben...cool! Und Gründe für diesen Job gibts genug...oder?
Gruß
Tengu
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