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Vollständige Version anzeigen : Theoriewissen bei Prüfungen bzw. Danarbeit Sinnvoll?



Panther
25-07-2007, 06:53
Hallo Leute,

bei vielen Kampfsportarten wird ja zu den Prüfungen Theoriewissen verlangt. Bei einigen Kampfsportarten muss man sogar eine Danarbeit schreiben um zur Prüfung zugelassen zu werden.

Was halltet Ihr davon – macht das Sinn oder eher nicht?

Viele Grüße

Heiko

Soju
25-07-2007, 07:16
Moin,
da halt ich ueberhaupt nix von. Es zeigt naemlich nicht mal im Ansatz ob man etwas wirklich verstanden hat, sondern waere pures wiedergeben von Infromationen. Ist so aehnlich wie bei den meisten Klausuren im Studium...man kommt ganz hervorragend durch ohne es wirklich verstanden zu haben.

Fit & Fight Sports Club
25-07-2007, 08:02
Man könnte die Frage auch ausweiten und sich Gedanken machen, ob Prüfungen überhaupt Sinn machen.

Wenn ja, halte ich die Kombi aus Theorie und Praxis für sehr gut. Wenn jemand in der Praxis gut ist, weil er gute Skills hat, bewegungstalentiert ist etc. sich aber nicht mitteilen/ausdrücken kann und die Prinzipien/Funktionen seiner Bewegungen nicht erklären kann, wie soll er dann sinnvoll neue Schüler unterrichten können, die nicht seine Anlagen haben:confused:

Gruß.

Soju
25-07-2007, 08:34
Wenn jemand in der Praxis gut ist, weil er gute Skills hat, bewegungstalentiert ist etc. sich aber nicht mitteilen/ausdrücken kann und die Prinzipien/Funktionen seiner Bewegungen nicht erklären kann, wie soll er dann sinnvoll neue Schüler unterrichten können, die nicht seine Anlagen haben:confused:

DAfuer gibt es Trainerlizenzen. Nicht jeder, der hoeher graduiert ist will/soll auch unterrichten.

MatzeOne
25-07-2007, 09:15
DAfuer gibt es Trainerlizenzen. Nicht jeder, der hoeher graduiert ist will/soll auch unterrichten.

Und für eben diese Trainerlizenzen ist auch theoretisches Wissen erforderlich. ;)

Padawan Vergel
25-07-2007, 09:58
bei vielen Kampfsportarten wird ja zu den Prüfungen Theoriewissen verlangt. Bei einigen Kampfsportarten muss man sogar eine Danarbeit schreiben um zur Prüfung zugelassen zu werden.


In welchen KK/KS wird denn noch Theoriewissen bzw. ne "Danarbeit" verlangt??

MatzeOne
25-07-2007, 10:02
Na schau doch mal bei dir. ;)

Im Modern Arnis des DAV zum Beispiel.

Padawan Vergel
25-07-2007, 10:06
Na schau doch mal bei dir. ;)

Im Modern Arnis des DAV zum Beispiel.

Echt??
Och das wußte ich ja gar nicht das in den Prüfungen Theoriewissen abgefragt wird.
Zu dem Zeitpunkt war ich wohl immer ZUFÄLLIG in der Toilette. :D

Welche gibts denn noch?

KidStealth
25-07-2007, 10:19
viele *ings bums stile verlangen theoriearbeiten ab dem 1. techniker.

Soju
25-07-2007, 10:46
Und für eben diese Trainerlizenzen ist auch theoretisches Wissen erforderlich. ;)

Ja, und das bedeutet, dass ich mir die Theorie fuer die Trainerlizenz aneignen kann wenn ich den Trainer sein will, aber eben nicht bei einer ordinaeren Pruefung damit aufwarten muss.

Dubois
25-07-2007, 10:53
Salut,
ich finde es sehr sinnvoll, denn es lässt uns nicht den Rerspekt und die Ehrfurcht gegenüber unserer Stilbegründern und deren Thesen vergessen.

Bei uns sind Theorieprüfungen bereits ab der ersten Gürtelprüfung dabei. Wer als 10 Kyu etwas falsch sagt, fliegt nicht gleich durch die Prürfung, nach oben hin, wird das aber stark verschärft.

Ich kenne einen 3. Kyu Karateka, der seinen Braungurt machen wollte und dann durch die Prüfung geflogen ist, weil er nicht wusste, was Sosai Oyama immer zum 2, Kyu gesagt hatte. (Ein Zitat das wir lernen müssen)

Sowas ist dann sicherlich sehr ärgerlich, aber gerecht. Es gehört mehr dazu, als körperliche Fitness, Technik und Kampf.

Grüsse,
Adrién

Dubois
25-07-2007, 10:57
In welchen KK/KS wird denn noch Theoriewissen bzw. ne "Danarbeit" verlangt??

Verschiedene Karate Stile verlangen einen schriftlichen Aufsatz zum Dan. Kyokushin aber leider nicht. Schade eigentlich... :(

Panther
25-07-2007, 12:31
Moin,
da halt ich ueberhaupt nix von. Es zeigt naemlich nicht mal im Ansatz ob man etwas wirklich verstanden hat, sondern waere pures wiedergeben von Infromationen. Ist so aehnlich wie bei den meisten Klausuren im Studium...man kommt ganz hervorragend durch ohne es wirklich verstanden zu haben.

OK - Du hast Recht wenn es um reines auswendig lernen geht, aber z.B. eine Danarbeit die muss man selbst verfassen - z.B. beim Modern-Arnis (ja Padawan da braucht man so was ;) ) beschäftigt man sich mit einem Thema seiner Wahl (mit Abstimmung) intensiv und lernt so schon einiges dazu. Und aus einer Danarbeit kann man schon raus lesen ob derjenige so ca. verstanden hat um was es geht.

Panther
25-07-2007, 12:36
DAfuer gibt es Trainerlizenzen. Nicht jeder, der hoeher graduiert ist will/soll auch unterrichten.

Dazu auch noch - wenn jemand einen höheren Grad hat sollte er meiner Meinung nach nicht unbedingt Training geben können, aber er sollte schon wissen warum er was macht.

Nur weil er alle Bewegungen richtig macht - heißt das ja noch lange nicht das er/sie verstanden hat warum man die so oder so macht - was aber bei höheren Graden schon sein sollte - meiner Meinung nach.
Sonst ist es wieder wie auswendig lernen, man macht halt das nach was andere vorgemacht haben, ohne zu wissen warum.
Wie hast Du das so schön geschrieben "wie bei den meisten Klausuren im Studium".

blandia
25-07-2007, 12:37
Echt??
Och das wußte ich ja gar nicht das in den Prüfungen Theoriewissen abgefragt wird.
Zu dem Zeitpunkt war ich wohl immer ZUFÄLLIG in der Toilette. :D

Welche gibts denn noch?

Hä?? Es gibt doch immer bei den Gürtelprüfungen am Ende die Theorie und die ist doch oft so lustig:

Zitat aus einer Prüfung: "Jo, und dann hams dem Magellan den Kopf abgeschlagn und dann ist er nach hause gesegelt."

Es werden Hintergrundwissen zur Geschichte und den 1000 Stilen und auch Technikfragen gestellt. Ich persönlich finde das ganz sinnvoll, so beschäftigt man sich wenigstens mal damit.

DaniK
25-07-2007, 12:45
Bei uns gibt es auch schon ab der ersten Prüfung Theoriefragen.

Die Beschränken sich aber hauptsächlich auf japanische Ausdrücke und ein paar grundlegende Dinge, wie zb. unterschiedliche Arten von Würgern, Kicks usw.

War mal beim Hapkido, dort hat mir einer gesagt die hätten so eine Art Test mit Fragen über Körpermechanik u. Biologie.
Also wie die Gelenke aufgebaut sind und in welche Richtung sie sich bewegen lassen usw.

Gruß

Dani

Padawan Vergel
25-07-2007, 13:22
OK - Du hast Recht wenn es um reines auswendig lernen geht, aber z.B. eine Danarbeit die muss man selbst verfassen - z.B. beim Modern-Arnis (ja Padawan da braucht man so was ;) )

:baeehh:

KidStealth
25-07-2007, 16:01
eine schriftliche arbeit zeigt nicht an, ob derjenige besser ausbilden kann, als einer ohne arbeit.

die meisten trainer die ich kenne haben nie eine theoriearbeit verfasst um eine prüfung zu absolvieren. die können aber trotzdem gut ausbilden.

von daher halte ich eine solche arbeit für komplett sinnlos, und für mich persönlich gesehen, als zeitverschwendung.

ich wiederhole mich gerne, nur weil ich jetzt ne arbeit schreibe, unterrichte ich morgen nicht besser.

lieber sollten praktische dinger ordentlich abgefragt werden.

Padawan Vergel
25-07-2007, 16:47
eine schriftliche arbeit zeigt nicht an, ob derjenige besser ausbilden kann, als einer ohne arbeit.

die meisten trainer die ich kenne haben nie eine theoriearbeit verfasst um eine prüfung zu absolvieren. die können aber trotzdem gut ausbilden.

von daher halte ich eine solche arbeit für komplett sinnlos, und für mich persönlich gesehen, als zeitverschwendung.

ich wiederhole mich gerne, nur weil ich jetzt ne arbeit schreibe, unterrichte ich morgen nicht besser.


Wer behauptet denn bitte, dass man durch eine schriftliche "Arbeit" dann auch besser unterrichten kann?

dominik777
25-07-2007, 19:05
schriftliche prüfungen bei uns alle zwei prüfungen. technikfragen, grundlegende begriffe erklären, kenntnis über andere karate stile, reflexion über die persönliche entwicklung.

für den dan muss eine zusammenfassung über einen anfängerkurs in einer anderen schule (kann karate sein, muss aber nicht. wäre also auch mt, wt oder kendo möglich) geliefert werden, sowie buchzusammenfassungen.

ich finde eine theoretische arbeit zum dan sinnvoll. nicht, dass man damit die trainerkompetenz überprüfen könnte. ich finde es aber ein gutes instrument, um zu überprüfen, ob jemand reflexionsfähigkeit besitzt und verschiedene theorien, meinungen, dinge sinnvoll miteinander zu verknüpfen kann.

ob das mit einer buchzusammenfassung erreicht wird, wage ich zu bezweifeln.

eine schriftliche arbeit kann aber als möglicher garant einer gewissen reife gesehen werden.

Dubois
25-07-2007, 19:09
schriftliche prüfungen bei uns alle zwei prüfungen. technikfragen, grundlegende begriffe erklären, kenntnis über andere karate stile, reflexion über die persönliche entwicklung.


für den dan muss eine zusammenfassung über einen anfängerkurs in einer anderen schule (kann karate sein, muss aber nicht. wäre also auch mt, wt oder kendo möglich) geliefert werden, sowie buchzusammenfassungen.


:ups::ups::ups::ups::):):):):ups::ups::ups:

Verdammt!!! :ups::ups::ups:

Jetzt ist es amtlich:
Ich will und werde zu euch und nicht nach Basel in den Kyokushin Verein. :ups::ups::):):beer::klatsch:

noppel
25-07-2007, 19:16
ich halts für überflüssig. entweder man interessiert sich von selbst dafür und bildet sich aus interesse fort, oder eben nicht. und wenn nicht, dann sollte man es auch dabei belassen und die leute nicht nötigen, sachen kruzzeitig auswendig zu lernen, um durch KAMPFkunst-prüfungen zu kommen...

wenn man im kyokushin durch ne prüfung fällt, weil man sich der mas oyama ikonenverehrung verweigert und nicht wie ein rotgardist seine mao-gesänge irgendwelche auswürfe des großmeisters auswendig lernt, finde ich das seltsam. arbeiten zur körpermechanik scheinen da schon wesentlich sinnvoller und können einen auch in der kampfkunst weiter bringen

Dubois
25-07-2007, 19:19
wenn man im kyokushin durch ne prüfung fällt, weil man sich der mas oyama ikonenverehrung verweigert und nicht wie ein rotgardist seine mao-gesänge irgendwelche auswürfe des großmeisters auswendig lernt, finde ich das seltsam. arbeiten zur körpermechanik scheinen da schon wesentlich sinnvoller und können einen auch in der kampfkunst weiter bringen

Das sehr variabel
Es gibt im Kyokushin keine vorgeschriebene prüfungsordnung, sondern nur einen leitfaden. an diesem wird eigentlich sogut wie überall, auch verbandsübergreifend geprüft. aber jeder sensei, auch im gleichen verband, kann es anders machen.

Moskito
29-07-2007, 09:34
Ich halte nicht sehr viel davon, denn eine Dan Prüfung sollte eigentlich eine körperliche Prüfung darstellen und zeigen ob der Prüfling in der Lage ist sich körperlich der Prüfung zu stellen und sie auch zu bestehen. Durch die schriftlichen Arbeiten wird zwar versucht den Prüfling auf ein gewisses geistiges Niveau zu bringen :confused: aber durch diese Arbeit wird sich die Einstellung von jemandem nicht unbedingt ändern.

Gruß Moskito

dominik777
29-07-2007, 13:14
Durch die schriftlichen Arbeiten wird zwar versucht den Prüfling auf ein gewisses geistiges Niveau zu bringen :confused: aber durch diese Arbeit wird sich die Einstellung von jemandem nicht unbedingt ändern.

da hast du recht. aber eine arbeit hilft evtl. eine einstellung zu überprüfen...