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Vollständige Version anzeigen : Trainerschein?



RAGE.
24-11-2007, 04:39
ich mach ja jetzt knapp ein halbes jahr kickboxen. letzten DI schreibt mir der trainer 1.5 stunden vor trainingsbeginn, dass ich ihn heute mal bitte vertreten müsse, weil er auf sone vereinssitzung müsse.
da war ich kurz etwas panisch, weil ich das noch nie gemacht hatte, aber naja der DI-kurs geht momentan nur eine stunde und so hab ich zugesagt.^^°

da waren dann nur 2 weibliche neulinge und ein dienstälterer junge und das training lief dann ganz gut, weil meine stärke ist, blutigen anfängerInnen sachen beizubringen, dass dies auch checken. der später hinzugekommene trainer fand mein training dann so gut, dass er mir den DI-kurs ab sofort komplett übertragen hat und den jetzt speziell für körperkläuse und bewegunslegasthenikerInnen bewerben will (wovon wir immer mal wieder einige reinkriegen). :D

(wieso bin ich um diese uhrzeit eigenltich immer so red/schreibseelig?? sorry^^°)
also meine mutter meinte jetzt jedenfalls, ich solle mich unbedingt informieren, wie das versicherungstechnisch ist (wenn da nem teilnehmer was passiert) und ob ich nicht sonen trainerschein machen sollte/muss.

was sagt ihr dazu? bringt so ein schein was? das sind ja glaub ich irgendwie so ein paar WE-seminare, wie der trainer mal meinte und der würde in dem fall auch vom verein gesponsort werden. lohnte sich das für mich, den mitzunehmen?

Budoka_Dante
24-11-2007, 09:07
ich mach ja jetzt knapp ein halbes jahr kickboxen. letzten DI schreibt mir der trainer 1.5 stunden vor trainingsbeginn, dass ich ihn heute mal bitte vertreten müsse, weil er auf sone vereinssitzung müsse.
da war ich kurz etwas panisch, weil ich das noch nie gemacht hatte, aber naja der DI-kurs geht momentan nur eine stunde und so hab ich zugesagt.^^°
Nach nem halben Jahr schon Trainer und dann auch eine eigene Gruppe?
Ich will dir jetzt nicht auf den Fuß treten, aber da müsstest du entweder das größte KS-Talent aller Zeiten sein oder 24/7 trainieren....:o

der später hinzugekommene trainer fand mein training dann so gut, dass er mir den DI-kurs ab sofort komplett übertragen hat und den jetzt speziell für körperkläuse und bewegunslegasthenikerInnen bewerben will (wovon wir immer mal wieder einige reinkriegen). :D
Auch wenn's nur Körperkläuse und Bewegungslegastheniker (oder gerade deshalb) sind, sollte noch eine qualifizierte Fachkraft anwesend sein.


also meine mutter meinte jetzt jedenfalls, ich solle mich unbedingt informieren, wie das versicherungstechnisch ist (wenn da nem teilnehmer was passiert) und ob ich nicht sonen trainerschein machen sollte/muss.
Wäre zu empfehlen. Ich weiß zwar nicht genau, wie das mit der Versicherung ohne Schein aussieht, aber damit soll man sich ziemlich Probleme machen können ;)

[QUOTE="RAGE."was sagt ihr dazu? bringt so ein schein was? das sind ja glaub ich irgendwie so ein paar WE-seminare, wie der trainer mal meinte und der würde in dem fall auch vom verein gesponsort werden. lohnte sich das für mich, den mitzunehmen?[/QUOTE]
Auf jeden!

Irongriffon
24-11-2007, 10:39
Auch wenn's nur Körperkläuse und Bewegungslegastheniker (oder gerade deshalb) sind, sollte noch eine qualifizierte Fachkraft anwesend sein.

und was ist das bitteschön? sorry, habe in meinem leben schon zuviele typen mit tausend zertifikaten und hohen graduierungen gesehen, die ich trotzdem niemals vor eine gruppe stellen würde.

lizenzen oder zertifikate sagen erstmal nur wenig aus, letztendlich sind nur deine schüler ein anhaltspunkt, ob du ein guter trainer bist oder nicht.

das hauptmerkmal eines guten trainers ist, dass er es schafft, dass sich seine schüler verbessern, jeder in seinem rahmen. auch "bewegungslegastheniker" können sich verbessern, für sie braucht man einfach nur mehr zeit und geduld. solche leute sind wegen ihrer langsamen lernfortschritte für den trainer nicht selten frustrierend, weil man ihr versagen gerne auf seine eigenen fähigkeiten zurückführt.
talentierte leute werden natürlich auch bei einem schlechten trainer immer noch besser als andere sein, aber bei einem guten trainer werden sie eben erst richtig gut.

ein weiteres wichtiges merkmal für einen guten trainer ist für mich ein flexibler geist. wenn ich jemanden sehe, der nur stur sein ding durchzieht und dabei teilweise sogar dinge falsch macht (gerade beim aufwärmen sieht man teilweise noch horrende relikte) oder sein training eher als ego-vergrößerung sieht (dojo-helden), der kommt direkt in die mülltonne; fachliches können hin oder her. der typ kann dann mehrfacher weltmeister sein und es würde mich nicht interessieren.

samabe
25-11-2007, 17:14
Der Trainerschein erfordert, wenn es ein vom Landessportbund anerkannter Schein sein soll, neben anderen Voraussetzungen (Mindestalter, jahrelange Erfahrung in der zu vermittelnden Sportart, 16-stündiger Erste-Hilfe-Kurs und normalerweise noch anderer Lizenzen) normalerweise eine 120-stündige Ausbildung, die sich in einen überfachlichen und einen fachlichen Teil unterteilt. Ist also nicht mal so eben an einem Wochenende zu machen.

Budoka_Dante
25-11-2007, 18:15
und was ist das bitteschön? sorry, habe in meinem leben schon zuviele typen mit tausend zertifikaten und hohen graduierungen gesehen, die ich trotzdem niemals vor eine gruppe stellen würde.
Qualifiziert meint auch nicht das Selbe wie "zertifiziert".
Ausserdem gehört zum Erlangen eines solchen Zertifikats noch eine Ausbildung, die einem neben Anleitungswissen auch noch vermitteln soll, was denn nun diese "horrenden Relikte" sind.
Nebenbei hat diese "qualifizierte Fachkraft", die ich meine, Erfahrung im Lehren und hat einen anderen Blick auf die Trainingsgestaltung und das Verhalten unseres Threaderstellers und kann entsprechend kritisieren, gute Ratschläge geben oder eventuell auch eingreifen.
Allerdings hatte ich auch erwartet, dass sich wegen dem kleinen Wort jemand aufhängt.

kanou65
25-11-2007, 18:38
hallo rage
eine übungsleiter-lizenz hat mehrere vorteile:
dein verein kann dich über den sportverband "abrechnen", d.h. er bekommt zuschüsse für deine tätigkeit, somit darf er auch gern die ausbildungs-u. ggf. fahrtkosten für dich übernehmen. allerdings bitten sich viele vereine dann auch aus, dass du mindestens zwei jahre für sie exclusiv tätig bist.
neben einer sinnvollen allgemeinsportlichen "grundausbildung" kannst du anschließend ruhig eine aufwandsentschädigung von ca. 10Euro/h von deinem verein erwarten.(ehrenamt).
frag mal in einem verein nach, sonst schau mal im www. bei deinem landessportverband.
bedenke: die ausbildung dauert ein halbes jahr-es wird geprüft, schriftlich, mündlich und praktisch-alles aber nur halb so schlimm. mir hat es spaß gemacht und ich hab einen vernünftigen schein, der allen was bringt.
mit freundlichen grüßen
kanou65

RAGE.
25-11-2007, 21:23
Nach nem halben Jahr schon Trainer und dann auch eine eigene Gruppe?
Ich will dir jetzt nicht auf den Fuß treten, aber da müsstest du entweder das größte KS-Talent aller Zeiten sein oder 24/7 trainieren....:o

Auch wenn's nur Körperkläuse und Bewegungslegastheniker (oder gerade deshalb) sind, sollte noch eine qualifizierte Fachkraft anwesend sein.

also mit krafsport und in dem rahmen anatomie und das ganze beschäftige ich mich schon seit über zehn jahren, damit kenn ich mich ganz gut aus, glaub ich. meine mutter ist auch langjährige yoga-lehrerin und macht permanent fortbildungen in sachen rückenschule etc., von der erfahr ich auch immer sehr viel nützliches (worauf man aufpassen muss und so).
also da halte ich mich schon für relativ 'qualifiziert' (jedenfalls mehr als so manch einE sportlehererIn, die ich früher hatte^^).
und meine stärke ist wie gesagt, das was irongriffon beschrieb, also übungen etc. flexibel auf das (nicht)können von anfängerInnen zuzuschneiden und auf sie einzugehen.

und nein, ich bin weder KS-supertalent noch trainer ich derart viel.^^
ich nehm in der woche an 3 KB- und 1 capoeira-kurs teil (und 1 hiphop ;) ).
aber da ich eine recht gute koordination und körperbehrrschung hab, bin ich laut trainer technisch mit die beste in den kursen (dafür leider nicht die schnellste ode rausdauerndste :D ). und für einen 1stündigen kurs, für leute, die (erstmal) nicht vorhaben, zum wettkampf zu fahren, sondern erstmal geregelt kriegen müssen, die hüfte beim schlagen einzudrehen usw usf und erstmal ein minimum an kondition und/oder kraft entwickeln müssen, bin ich ganz gut geeignet, denk ich.

danke schonmal für die ganzen infos!

und:
wenn ich samabe richtig versteh, gibt es verschiedene scheine?! welche denn alle?

samabe
26-11-2007, 08:58
Da gibt es Fachübungsleiterscheine und Trainerscheine.

Das staffelt sich dann vom Trainer-Assistenten über C - B - A - Lizenz bis hin zum Diplom-Trainer.

Aber all dies ist auch z.B. Wissen, das einem bei der C-Ausbildung bei der überfachlichen Ausbildung beigebracht werden sollte. Das trainerwissen bezieht sich halt nicht nur auf den eigentlichen Trainingsinhalt, sondern auch auf die Methodik, den Trainingsaufbau, Sportmedizin, Bewegungslehre, Vereinsrecht etc.

bouncer
29-11-2007, 10:31
Ich finde Du kannst noch so talentiert sein, aber nach einem halben Jahr eine Gruppe zu übernehmen ist viiiiiieeeel zu früh!! Kann da Deinen Trainer auch nicht verstehen. Besonders bei einer Anfängergruppe sollte man eine gewisse Erfahrung mitbringen, die Du nach einem halben Jahr einfach nicht haben kannst!

FLEUR
30-11-2007, 11:30
Ich finde Du kannst noch so talentiert sein, aber nach einem halben Jahr eine Gruppe zu übernehmen ist viiiiiieeeel zu früh!! Kann da Deinen Trainer auch nicht verstehen. Besonders bei einer Anfängergruppe sollte man eine gewisse Erfahrung mitbringen, die Du nach einem halben Jahr einfach nicht haben kannst!

sehe ich genauso...gerade bei Anfängern ist es wichtig einen erfahrenen Trainer zu haben...denn lernen sie Dinge von Anfang an falsch, ist es schwer diese wieder herauszubekommen ... bzw. ein erfahrener Trainer kann auch viel besser das Leistungsvermögen eines neuen Schülers abschätzen, und begeht weniger die Gefahr sie zu unter oder überfordern.

RAGE.
01-12-2007, 01:06
also das mit dem nicht überfordern hab ich definitiv besser drauf als unser cheftrainer :D

und um ner anfängerin zu sagen, dass sie beim boxen nicht die faust so komisch nach oben knicken darf oder nem anfänger zu verdeutlichen, wie er die hüfte bei ne sidekick eindrehen muss, reicht es bei mir auf jeden fall.

und wie gesagt: der kurs, den ich übernommen hab, beinhaltet weniger wettkampfawärterInnen und entsprechendes training, sondern überwiegend ausdauer, kraft und stretching. und eben ein bisschen schlag- und tritttechnik.
DI hatt ich mein zweites mal und die mädels aus dem kurs haben mich in den höchsten tönen gelobt, dass ich denen die technik wesentlich besser näher gebracht hab, als unser chef ;)

misterknifeguy
01-12-2007, 12:57
Ich finde Du kannst noch so talentiert sein, aber nach einem halben Jahr eine Gruppe zu übernehmen ist viiiiiieeeel zu früh!! Kann da Deinen Trainer auch nicht verstehen. Besonders bei einer Anfängergruppe sollte man eine gewisse Erfahrung mitbringen, die Du nach einem halben Jahr einfach nicht haben kannst!

Hat vorallem mal jemand an den Versicherungsaspekt der Schüler gedacht?
Wenn was passiert und kein Trainer ist da zahlt die Versicherung möglicherweise nichts.

RAGE.
01-12-2007, 17:00
bei mir sind die schülerInnen glaub ich weniger in gefahr, beschädigt zu werden, als beim chef :D:D

aber eben: deswegen frag ich ja unter anderem.

misterknifeguy
01-12-2007, 17:06
Wie gesagt...wenn sich jemand den Knöchel verstaucht etc...die Versicherung zahlt nicht wenns rauskommt.
Und Sparring wirst du ja wohl kaum machen mit denen oder?

RAGE.
01-12-2007, 21:07
nee eben, sowas mach ich nicht (wär bei ner stunde auch so odr so einfach zu wenig zeit für).
aber wonach geht denn die versicherung genau? ich glaub, in unserem verein hat keinr der trainerInnen nen schein?!

MatzeOne
03-12-2007, 12:01
nee eben, sowas mach ich nicht (wär bei ner stunde auch so odr so einfach zu wenig zeit für).
aber wonach geht denn die versicherung genau? ich glaub, in unserem verein hat keinr der trainerInnen nen schein?!

Das verwundert mich doch sehr.

Kimi
03-12-2007, 12:28
Ich fürchte allerdings, dass, unabhängig von der technischen Qualifikation, jemand nach einem halben Jahr Zugehörigkeit zu einem Verband dort die Voraussetzungen nicht erfüllt, eine Lizenz als Trainer, Übungsleiter oder Hilfsübungsleiter oder was immer zu erwerben.
Solche Regeln gibt es zumeist aus gutem Grund.

boxteam-selm
03-12-2007, 19:41
habe meine c - lizenz im amateurboxen gemacht. das ist jetzt 4 jahre her. die ausbildung war nicht umsonst so aufwendig, ( 3 monate) mit anschliessender prüfung im theoretischen und praktischen teil.
man sollte schon ein gewisses verständnis und fachwissen mitbringen. vor allem was den sportmedizinischen aspekt betrifft!!! wegen der versicherung geht es erst recht nicht. das kann den verein teuer zu stehen kommen.
also das nächste mal nein sagen!! ist besser.;)