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Vollständige Version anzeigen : nachbrenneffekt



stagediver
02-05-2008, 18:42
Hallo Leute!

Also ich komm da irgendwie durcheinander - man liest hier sehr viel widersprüchliches.
Stichwort Nachbrenneffekt - wenn ich das richtig verstanden habe, tritt er auf, wenn man intensiv trainiert hat (Krafttraining) und kann zur Fettreduktion genutzt werden, wenn man nach dem Training keine Kohlenhydrate zu sich nimmt.
Trotzdem lese ich andauernd (oft im selben Artikel), dass man nach dem Training dem Körper Kohlenhydrate zuführen soll, da man seinen Muckis damit was Gutes täte...
helft mir bitte - ich will abspecken, was sollte ich also tun?
Nach dem Training futtern, oder nicht? Oder nur Proteine?

Grüße
sd

Heidi81
02-05-2008, 22:57
Naja, wenn ich es richtig verstanden habe, ist Beides irgendwie zutreffend. Allerdings findet der "Nachbrenneffekt" auch bei Kohlenhydratzufuhr statt. Um es dir genau zu erklären, gibt es hier aber Leute, die mehr Ahnung haben!

Optimaler Muskelaufbau, bei gleichzeitiger, schneller Fettreduktion ist halt echt schwierig, da du einerseits Energie brauchst, aber andererseits wenig Energie zu dir nehmen willst.

Ich bin auch gerade mal wieder dabei und mache es so:

-Morgens ordentlich Kohlenhydrate (Haferflocken, Bananen o.ä.)
- Rest des Tages: Mageres Fleisch, Gemüse, Quark, Eiweisshakes in X Varianten; Insgesamt ca. 5 kleine Mahlzeiten
- Habe ich Nachtschicht oder lange Trainingseinheiten, dann gibts nochmal ne Banane, damit das Hirn nicht streikt
- Trainingsmäßig liege ich so bei 1-2 x Krafttraining/Woche u.
1-2 x Hauen, je nach Zeit

Der Erfolg liegt so bei ca. 1 Kilo/Woche bei noch ziemlich guter Laune ;) (Jetzt 5 Wochen dabei) Alle 1-2 Wochen gibts dann noch mal nen Sündentag, wo auch 2-8 Kaltschalen drin sind...

Nach ca. 3 Monaten stelle ich dann wieder langsam um (Auch tagsüber Kohlenhydrate und mal wieder ne Pizza...), bis zur nächsten Freibadsaison ;)

MfG Heidi

Mars
03-05-2008, 06:39
Du schmeißt Fettverbrennung (das ist eine bestimmte Art der Energiegewinnung) und Körperfettreduktion durcheinander (das tuen im Übrigen die meisten, leider auch viele Artikelschreiber). Die Fettverbrennung zu trainieren ist nur für Ausdauersportler interessant. Der Körper verbrannt eigentlich rund um die Uhr Fett. Gibt man ihm keine KHs und Proteine nach einer intensiven Belastung über 90 bis 120 Minuten, kann er nur noch Fettverbrennung nutzen. Das heißt aber NICHT, dass er Körperfett abbaut (erst recht wenn man insgesamt mit den Kalorien wieder ausgeglichen oder gar positiv ist).

Bei der Körperfettreduktion kommt es auf die GESAMTbilanz an Kalorien an. Du verbrauchst mehr Kalorien im Sport, isst aber insgesamt weniger. Der Zeitpunkt ist dabei nicht entscheidend. Wenn Du nach dem Training KHs zu Dir nimmst, werden diese ins Muskelgewebe eingeschleuscht und ermöglichen Dir wieder intensives Training.

Der Nachbrenneffekt ist insofern interessant, weil er den Kalorienbedarf etwas anhebt und somit hilft, die Energiebilanz negativ zu halten.

Lesen:
http://www.dr-moosburger.at/pub/pub031.pdf

@Heidi
1 Kilo pro Woche ist etwas zu schnell. Besser 1 Kilo pro Monat anstreben.

Gruß

Wursti
03-05-2008, 11:02
Es gab mal einen Thread irgendwo, bei welchem ich etliche Argumente dargelegt habe, warum es gerade nicht nur auf die Energiebilanz ankommt. Desweiteren ist die Energiebilanz nicht das, was man isst minus das, was man verbraucht. Die Energieaufnahme ist nämlich nicht mit dem Essen abgeschlossen. Und nein, es ist auch nicht "die Basis" und der Rest nur "Kleinigkeiten".

Ok, wenn man einfach ein kleines bisschen abnehmen will und mit einem KFA von 15% von einem Waschbrettbauch träumend behaupten will, dass man eben nicht die Veranlagung hätte, dann reicht es den oberflächlichen und fehlerhaften (auch dies habe ich im anderen Thread schon begründet) Text vom Moosi zu lesen und zu beachten.

Jeder, der aber dauerhaft eitel ist und seine Bauchmuskeln für den Strand braucht oder eine Gewichtsklasse halten und ausschöpfen will, braucht aber ein bisschen mehr als den Tipp "Beweg' dich mehr, du faule Sau, und fress' weniger, du fettes Schwein."
Mehr sagt der Text nämlich nicht aus, bzw. er bahauptet es zwar, begründet es aber nicht.

Eine kleine Analogie zum Schluss:
Man vergleiche Fettabbau mit eine Fußballspiel. Die durch Körperfett verlorene Energie in Form von Substanz sind die Tore. Verlorene Energie klingt schon sogar so ähnlich wie negative Energiebilanz.
Aber würde man (Analogie) mir elf Stürmern auf den Platz gehen, weil die Tore der Schlüssel zum Sieg sind?
Geht irgendwer tatsächlich davon aus, dass 11 eigene Stürmer minus die 3 Stürmer des Gegners die 8 übrig gebliebenen den Sieg erstürmen?

Heidi81
03-05-2008, 13:10
@ MARS: 1 kg/Monat wär vielleicht besser, aber ich hab ne Wette laufen... bis Juli :D

Was ist denn mit der Geschichte, dass ich vorm Schlafen keine KH mehr essen soll, damit mein Blutzucker-Spiegel niedrig bleibt und sich der Körper mehr mit Hilfe der Fettreserven regeneriert? Das klang für mich irgendwie logisch. Gibt es da irgendwelche glaubhaften Ergebnisse?

Sorry, falls das hier ne Wiederholung ist, habe ähnliche Themen hier noch nicht so verfolgt...

Sportler
03-05-2008, 18:33
Es gab mal einen Thread irgendwo, bei welchem ich etliche Argumente dargelegt habe, warum es gerade nicht nur auf die Energiebilanz ankommt. Desweiteren ist die Energiebilanz nicht das, was man isst minus das, was man verbraucht. Die Energieaufnahme ist nämlich nicht mit dem Essen abgeschlossen. Und nein, es ist auch nicht "die Basis" und der Rest nur "Kleinigkeiten".

Ok, wenn man einfach ein kleines bisschen abnehmen will und mit einem KFA von 15% von einem Waschbrettbauch träumend behaupten will, dass man eben nicht die Veranlagung hätte, dann reicht es den oberflächlichen und fehlerhaften (auch dies habe ich im anderen Thread schon begründet) Text vom Moosi zu lesen und zu beachten.

Jeder, der aber dauerhaft eitel ist und seine Bauchmuskeln für den Strand braucht oder eine Gewichtsklasse halten und ausschöpfen will, braucht aber ein bisschen mehr als den Tipp "Beweg' dich mehr, du faule Sau, und fress' weniger, du fettes Schwein."
Mehr sagt der Text nämlich nicht aus, bzw. er bahauptet es zwar, begründet es aber nicht.

Eine kleine Analogie zum Schluss:
Man vergleiche Fettabbau mit eine Fußballspiel. Die durch Körperfett verlorene Energie in Form von Substanz sind die Tore. Verlorene Energie klingt schon sogar so ähnlich wie negative Energiebilanz.
Aber würde man (Analogie) mir elf Stürmern auf den Platz gehen, weil die Tore der Schlüssel zum Sieg sind?
Geht irgendwer tatsächlich davon aus, dass 11 eigene Stürmer minus die 3 Stürmer des Gegners die 8 übrig gebliebenen den Sieg erstürmen?

Kannst du den Fred nochmal ausgraben?

Mars
04-05-2008, 08:05
@Heidi

Was ist wichtiger? Wette oder Gesundheit?

An der Geschichte ist nichts dran.

@Sportler

Den Thread suche ich mal raus (http://www.kampfkunst-board.info/forum/f70/abnehmen-58941/index3.html ). Wursti bringt hier ein paar Details ein. Das Problem ist, dass man sich bei Betrachten von Details oft zu sehr vom Gesamtzusammenhang entfernt. Die praktische Konsequenz bleibt unter dem Strich immer noch die gleiche.

Es ging im Wesentlichen darum, dass es mit dem reinen kcal-Defizit nicht getan ist. Andere Komponenten spielen auch mit. Dabei sind im diese Dinge zu beachten:
- Defizit nicht zu hoch, damit ausreichend intensiv und effektiv trainiert werden kann und kein übermäßiges Verlangen nach Nahrung aufkommt.
- ausreichend intensives Training (Krafttraining) zum Erhalt/ Aufbau der Muskulatur
- regelmäßige Bewegung, um den Stoffwechsel "in Schwung" zu halten (denn viele verringern bei reiner Energieeinsparung zugleich ihre Alltagsbewegung, was das Defizit nicht selten weniger effektiv machen kann; außerdem werden keine Abbauprioritäten gesetzt) Hier muss jeder seinen individuellen Alltag unter die Lupe nehmen. Viel schöpfen die Möglichkeit der Bewegung noch lange nicht aus.
- Ausreichend Protein und essentielle Nährstoffe (Mineralien, Vitamine, etc.)
- Es sei noch darauf hingewiesen, dass das Bild der Energiebilanz oft falsch verstanden wird: Die Leute meinen, sie könnten das Defizit auch im "Hauruckverfahren" angehen (z.B. 7000kcal= 1 Kilo Körperfett durch "Fasten" und ähnliche Maßnahmen). Das klappt so nicht. Daher den ersten Punkt beachten.

Wursti hat recht, wenn er betont, dass Moosburgers Artikel für "Ottonormalverbraucher" sind. Doch das sind ja eh die meisten hier im Forum. Dafür reichen die Artikel eigentlich aus. Tatsächlich bemüht sich Kurt hier allzu sehr, es einfach dazustellen. Dabei fallen gewisse Dinge (siehe oben) leider oft weg.

Gruß

Sportler
04-05-2008, 11:01
@Heidi

Was ist wichtiger? Wette oder Gesundheit?

An der Geschichte ist nichts dran.

@Sportler

Den Thread suche ich mal raus (http://www.kampfkunst-board.info/forum/f70/abnehmen-58941/index3.html ). Wursti bringt hier ein paar Details ein. Das Problem ist, dass man sich bei Betrachten von Details oft zu sehr vom Gesamtzusammenhang entfernt. Die praktische Konsequenz bleibt unter dem Strich immer noch die gleiche.

Es ging im Wesentlichen darum, dass es mit dem reinen kcal-Defizit nicht getan ist. Andere Komponenten spielen auch mit. Dabei sind im diese Dinge zu beachten:
- Defizit nicht zu hoch, damit ausreichend intensiv und effektiv trainiert werden kann und kein übermäßiges Verlangen nach Nahrung aufkommt.
- ausreichend intensives Training (Krafttraining) zum Erhalt/ Aufbau der Muskulatur
- regelmäßige Bewegung, um den Stoffwechsel "in Schwung" zu halten (denn viele verringern bei reiner Energieeinsparung zugleich ihre Alltagsbewegung, was das Defizit nicht selten weniger effektiv machen kann; außerdem werden keine Abbauprioritäten gesetzt) Hier muss jeder seinen individuellen Alltag unter die Lupe nehmen. Viel schöpfen die Möglichkeit der Bewegung noch lange nicht aus.
- Ausreichend Protein und essentielle Nährstoffe (Mineralien, Vitamine, etc.)
- Es sei noch darauf hingewiesen, dass das Bild der Energiebilanz oft falsch verstanden wird: Die Leute meinen, sie könnten das Defizit auch im "Hauruckverfahren" angehen (z.B. 7000kcal= 1 Kilo Körperfett durch "Fasten" und ähnliche Maßnahmen). Das klappt so nicht. Daher den ersten Punkt beachten.

Wursti hat recht, wenn er betont, dass Moosburgers Artikel für "Ottonormalverbraucher" sind. Doch das sind ja eh die meisten hier im Forum. Dafür reichen die Artikel eigentlich aus. Tatsächlich bemüht sich Kurt hier allzu sehr, es einfach dazustellen. Dabei fallen gewisse Dinge (siehe oben) leider oft weg.

Gruß

Vielen Dank für die Mühe! Dachte schon, es wäre irgendwas neues...;)
Diese ganzen Details bringe ich immer folgendermaßen mit rein, wenn mich jemand fragt, wie er abnehmen kann:
"Du kannst genauso essen wie bisher, kein Stress. Versuch nur jeden/jeden zweiten Tag ein bisschen Sport zu machen."
Auf diese Weise muss man gar nicht viel erklären, bezüglich Null-Diät, Jojo-Effekt etc.

Wursti
04-05-2008, 15:39
Wursti bringt hier ein paar Details ein. Das Problem ist, dass man sich bei Betrachten von Details oft zu sehr vom Gesamtzusammenhang entfernt. Die praktische Konsequenz bleibt unter dem Strich immer noch die gleiche.
Erstens sind das nur Details, wenn man unter die obige Kategorie fällt, was bei den wenigstens potentiellen Strandschönheiten oder Kampfsportlern (Gewichtsklasse) gilt.
Zweitens ist die Dichotomie von Detail und Gesamtheit hier vollkommen irrelevant.
Drittens ist die praktische Konsequenz höchst verschieden. Nämlich anstelle "Beweg' dich mehr, du faule Sau, und fress' weniger, du fettes Schwein." tritt "Was du wie tust hat direkte Konsequenz und überhaupt etwas zu tun ist besser als nichts, aber deutlich schlechter als das 'Richtige'."
Das fängt von der ganzen Ausdauergeschichte, Repranges, Pausenzeiten und Trainingsregimen an und zieht sich bis zu einer vernünftigen Ernährung.


- Defizit nicht zu hoch, damit ausreichend intensiv und effektiv trainiert werden kann und kein übermäßiges Verlangen nach Nahrung aufkommt.
- ausreichend intensives Training (Krafttraining) zum Erhalt/ Aufbau der Muskulatur
- regelmäßige Bewegung, um den Stoffwechsel "in Schwung" zu halten (denn viele verringern bei reiner Energieeinsparung zugleich ihre Alltagsbewegung, was das Defizit nicht selten weniger effektiv machen kann; außerdem werden keine Abbauprioritäten gesetzt) Hier muss jeder seinen individuellen Alltag unter die Lupe nehmen. Viel schöpfen die Möglichkeit der Bewegung noch lange nicht aus.
- Ausreichend Protein und essentielle Nährstoffe (Mineralien, Vitamine, etc.)
Das hast du selber im Thread geschrieben. Ich schrieb völlig andere Dinge.


Wursti hat recht, wenn er betont, dass Moosburgers Artikel für "Ottonormalverbraucher" sind.
Das habe ich nicht geschrieben. Vielleicht schreibe ich es etwas deutlicher:
Im Artikel gibt es hauptsächlich Falschinformation, die einem suggeriert, dass der Körper "thermodynamisch" funktioniere und nicht physiologisch.
Selbst, wenn jemand wirklich nur sehr kleine Ziele hat, hilft das richtige Verhalten, diese entspannter, schneller und sicherer zu erreichen.

Und genau diese Artikel + das Motto "Hauptsache grob passt alles, dann kann man nichts falsch machen" führt eben zu solchem Verhalten:
"Du kannst genauso essen wie bisher, kein Stress. Versuch nur jeden/jeden zweiten Tag ein bisschen Sport zu machen."
Übersetzung: "Denk' bloß nicht zuviel über das, was du tust nach."
+
"Auf diese Weise muss man gar nicht viel erklären"
Übersetzung:"So muss man gar nicht viel verstehen wollen."

Passt auch wunderbar dazu:
"Dafür reichen die Artikel eigentlich aus."
Ist genauso eine aufgeklärte Logik, wie einem Kind zu erzählen, dass ein Rabe ihm seinen Schniepel abbeißt, wenn er sich in der Öffentlichkeit auszieht.
Es reicht um das Ziel zu erreichen --> der Kleine zieht sich nicht mehr auf der Straße aus, wird aber durch totale Falschinformation von weiteren Fortschritt abgehalten.

Sportler
04-05-2008, 16:00
Und genau diese Artikel + das Motto "Hauptsache grob passt alles, dann kann man nichts falsch machen" führt eben zu solchem Verhalten:
"Du kannst genauso essen wie bisher, kein Stress. Versuch nur jeden/jeden zweiten Tag ein bisschen Sport zu machen."
Übersetzung: "Denk' bloß nicht zuviel über das, was du tust nach."
+
"Auf diese Weise muss man gar nicht viel erklären"
Übersetzung:"So muss man gar nicht viel verstehen wollen."


Was du hier betreibst ist nichts weiter als eine akademische Auseinadersetzung, die völlig am Ziel vorbei geht.
Schlägst du vor, dass Otto-Normal-Bürger sich erstmal durch die komplette Fachliteratur kämpfen soll?
Diese Einstellung führt im echten Leben nunmal dazu, dass die Leute viel zu viele Ausreden finden und lieber irgendwelche Pillen schlucken.
Völlig kontraproduktiv.
Wenn ich jemandem erzähle, wie man am besten abnimmt, dann kommen die Infos häppchenweise. Erstmal sag ich: "Anfangen!". Wenn die Leute dann plötzlich mehr als 10 Liegestütze schaffen, usw, dann entwickelt sich auch ein Interesse an den Hintergründen, wie es evtl. noch besser ginge:
"Ich hab jetzt jeden Abend Übung xy gemacht, werde aber nicht mehr besser..." -> Dann erkläre ich, wie man sich das am besten einteilt.
Warum sollte man die Leute vorher abschrecken?
Wie gesagt, in meinen Augen kontraproduktiv.

Deine anderen Punkte werde ich mir bei Gelegenheit im anderen Thread nochmal durchlesen - schreibe leider morgen eine Klausur...

Jens_78
04-05-2008, 16:08
Im Artikel gibt es hauptsächlich Falschinformation, die einem suggeriert, dass der Körper "thermodynamisch" funktioniere und nicht physiologisch.


Auch die Physiologie kann sich nicht der Thermodynamik entziehen. Kommt weniger Energie rein als aus dem System wieder raus geht, geht's zwangsläufig auf die Energiereserven. Ist einfach so.

Gruß

Wursti
04-05-2008, 18:40
Was du hier betreibst ist nichts weiter als eine akademische Auseinadersetzung, die völlig am Ziel vorbei geht.
Belegen. Denn ich bin der Meinung, dass sich das, was ich schrieb, direkt auf das Thema bezieht.


Schlägst du vor, dass Otto-Normal-Bürger sich erstmal durch die komplette Fachliteratur kämpfen soll?
Niemand kann sich durch die komplette Fachliteratur durchschlagen. :)
Meine innerste Einstellung ist, dass wer nicht vernünftig sät, kein Recht auf vernünftige Ernte hat.
Kam aber schon vor, dass mich jemand gefragt hat, wie er denn abnehmen könne. Ich habe dann nicht einfach gesagt:"Friss' weniger und beweg' dich mehr."
Ich habe genaue Anweisungen gegeben, wie es klappen könnte. Einen trainiere ich zur Zeit selber, weil er ein sehr guter Kumpel ist.
Die brauchen sich also nicht durch irgendwelche Fachliteratur durchschlagen, sondern halten sich an die Regeln, die ich ihnen vorgeschlagen habe (und auch selber einhalte).
Ansonsten halte ich aber sehr wenig davon etwas zu tun, ohne sich darüber vernünftig zu informieren, aber zu erwarten, dass es schon irgendwie klappt.


Diese Einstellung führt im echten Leben nunmal dazu, dass die Leute viel zu viele Ausreden finden und lieber irgendwelche Pillen schlucken.
Völlig kontraproduktiv.
Was irgendwelche Leute machen, ist mir vollkommen egal. Diejenigen, die sich an mich gewandt haben, haben genau das gekriegt, dass sie (meiner Meinung nach) brauchten. Leider war ich immer zu pessimistisch, was die Erfolge anging. :(
Naja, ich bin eben kein Werbefachmann.


Warum sollte man die Leute vorher abschrecken?
Wenn mich jemand fragt, wie er abnehmen kann. Sage ich:"So!"
Wenn jemand einen Thread eröffnet um zu fragen warum er etwas so oder so tun soll, versuche ich eine Begründung zu liefern oder meiner Meinung nach falsche Begründungen aufzulösen.

Btw. @Stagediver:
Einfach die Mahlzeit, die du sowieso essen würdest, einfach nach dem Training einnehmen, wenn du nicht mehr als einmal am Tag trainierst.


Auch die Physiologie kann sich nicht der Thermodynamik entziehen. Kommt weniger Energie rein als aus dem System wieder raus geht, geht's zwangsläufig auf die Energiereserven. Ist einfach so.
Nur, wenn das System statisch ist und keine Feedbackmechanismen wirken. Ein physiologisches System hat eben diese Feedbackmechanismen, unterliegt zwar fundamental auch der Thermodynamik funktioniert aber durch Emergenz komplexeren Regeln. "Ist einfach so."

Jens_78
04-05-2008, 19:00
Nur, wenn das System statisch ist und keine Feedbackmechanismen wirken. Ein physiologisches System hat eben diese Feedbackmechanismen, unterliegt zwar fundamental auch der Thermodynamik funktioniert aber durch Emergenz komplexeren Regeln.

Dann mach mich mal schlauer bitte. Ich bin Chemiker und hab von biochemischen und physiologischen Abläufen nicht ganz so viel Ahnung ...
Mich würde aber einfach als Naturwissenschaftler interessieren, wie es (deiner Aussage nach) sein kann, dass ein biologisches System weniger Energie aufnimmt als es verbraucht und trotzdem nicht an seine Energiereserven muss um zu Überleben. Wohlgemerkt rede ich nicht von 2-3 Tagen sondern denke in Zeiträumen von Wochen bis Monaten.

Wenn dein "Feedback" Mechanismus allerdings "nur" das runterfahren des Stoffwechsels und des Kalorienbedarfs bei zu geringer Nahrungsaufnahme ist, dann akzeptiere ich deine Argumentation nicht, denn auch diesen Energiebedarf kann man unterbieten. (Auch wenns nicht sinnvoll ist).

Ich würde mich über eine Erklärung freuen.
Gruß

stagediver
05-05-2008, 01:53
Mann, da hab ich ja was losgetreten!:)

Nur weiter - ich folge mit Interesse!!!

Wursti
05-05-2008, 21:25
Dann mach mich mal schlauer bitte. Ich bin Chemiker und hab von biochemischen und physiologischen Abläufen nicht ganz so viel Ahnung ...
Mich würde aber einfach als Naturwissenschaftler interessieren, wie es (deiner Aussage nach) sein kann, dass ein biologisches System weniger Energie aufnimmt als es verbraucht und trotzdem nicht an seine Energiereserven muss um zu Überleben. Wohlgemerkt rede ich nicht von 2-3 Tagen sondern denke in Zeiträumen von Wochen bis Monaten.

Wenn dein "Feedback" Mechanismus allerdings "nur" das runterfahren des Stoffwechsels und des Kalorienbedarfs bei zu geringer Nahrungsaufnahme ist, dann akzeptiere ich deine Argumentation nicht, denn auch diesen Energiebedarf kann man unterbieten. (Auch wenns nicht sinnvoll ist).

Ich würde mich über eine Erklärung freuen.
Gruß
Ah, gecheckt. Ich dachte, dass du ein Argument liefern wolltest, weshalb es praktisch so aussieht, als wäre die Energiebilanz ultimativ und alles andere nur Verschleierung (So wie Physiker es mit ihrer Weltformel behaupten).

Selbstverständlich ist das Gesetz der Thermodynamik grundlegend. Das, was ich untermauern will, ist, dass man eine Systemstruktur durch Manipulation von In- und Output verändern will, wozu aber in der praktischen Umsetzung eben mehr Variablen als Energie gehört.

Insofern habe ich dir zu unrecht widersprochen. Sorry.

Jens_78
05-05-2008, 23:02
Alles klar. Ich denke dann haben wir ein wenig aneinander vorbei geredet. Dass in einem biologischen System Adaption auf veränderte Bedingungen stattfindet etc., ist natürlich nicht von der Hand zu weisen ;)
Na dann haben wir's ja.

Gruß

stagediver
06-05-2008, 16:01
Okay - nachdem jetzt alle einig zu sein scheinen - danke für die Antworten, ihr habt mir sehr geholfen...

Gruß
sd