Vollständige Version anzeigen : Knieschmerzen -> Meniskus?
Moin,
ich hab schon seit einigen Wochen Probleme mit dem rechten Knie: beim Abknieen und Durchstrecken des Beines schmerzt die Kniekehle ziemlich und zieht.
Nachdem ich mich im Netz und auf dem Board schon ein wenig umgetan hab glaub ich bald es könnte der Meniskus sein. Termin beim Orthopäden ist schon gemacht, allerdings dauert das noch bis Mitte Dezember.
Deshalb nun meine Frage, ob und in wie weit Ihr schon dieses Problem hattet und was ich in der Zwischenzeit bis zum Arzttermin machen kann?
Auf das Training werd ich wohl erstmal verzichten müssen oder? Und das Knie lieber kühlen oder mit Rotlicht behandeln?
Sonst vllt noch Tipps?
Danke schon im Voraus!
Bei akkuten Problemen Eis, Ruhe und Hochlegen, bei chronischen, bzw in der Rekonvaleszenz, Wärme, leichte Bewegung und allg. durchblutungsfördernte Maßnahmen (neben Bewegung, warme Bäder, Wärmesalbe, Rotlicht, Sauna...).
Könnte Meniskus sein, könnte auch alles mögliche andere sein. Der Doc, der dir bei akkuten Problemen einen Termin im Dezember gibt, wäre sofort nicht mehr mein Doc. Er ist verpflichtet, dich bei akkuten Problemen dranzunehmen - besteh darauf! Und besteh dort dann gleich mit auf ein Kernspin, sonst sieht der liebe Doc nämlich nix vom weichen Gewebe...
Budoka_Dante
07-11-2008, 17:16
Eine Überweisung durch den Hausarzt (am Besten auch Diesen/seine Helferleins den Termin machen lassen) beschleunigt das Ganze ungemein ;)
Ob die Position für einen Meniskusschaden passt, kann ich nicht sagen, es könnte aber auch nur eine Überlastung einer Sehne sein, Prellung, oder ein eingeklemmter Nerv usw...
Ich weiß selbst nicht inwiefern mein Problem jetzt wirklich akut ist-beim Laufen hab ich ja eher weniger Probleme, während des Sports war dann auch nix mehr zu spüren (durchs Seilspringen bei der Erwärmung). Nur will ichs eben nicht übertreiben und irgendeinen irreparablen Schaden riskieren sondern das Ganze lieber mal von nem Arzt ansehen lassen.
Oder denkt ihr ich sollte lieber hingehen, vor Schmerzen gekrümmt damit ich schneller an den Termin komme? ;)
Budoka_Dante
07-11-2008, 17:48
Ich weiß selbst nicht inwiefern mein Problem jetzt wirklich akut ist-beim Laufen hab ich ja eher weniger Probleme, während des Sports war dann auch nix mehr zu spüren (durchs Seilspringen bei der Erwärmung). Nur will ichs eben nicht übertreiben und irgendeinen irreparablen Schaden riskieren sondern das Ganze lieber mal von nem Arzt ansehen lassen.
Du hast Schmerzen im Knie, vermutest den Meniskus und springst Seil? :weirdface
Dann bin ich für eine Überlastung/Schädigung/wasauchimmer der weichen Strukturen.
Oder denkt ihr ich sollte lieber hingehen, vor Schmerzen gekrümmt damit ich schneller an den Termin komme? ;)
Einen Versuch wäre es wert :D
Oder denkt ihr ich sollte lieber hingehen, vor Schmerzen gekrümmt damit ich schneller an den Termin komme? ;)
Du brauchst dich nicht verstellen, geh hin, sag dass du seit kurzem nicht unwesentliche Schmerzen hast, die du angesehen haben willst, bevor du dir in Sport und Alltag vllt was kaputt machst. Dafür brauchst du eigentlich keinen Termin, aber wenn, dann sollte der bald sein. Bekommst du keinen, wechsel den Arzt - nötigen Falles kannst du den Orthopäden, falls du ihn so stark präferierst, immernoch im Dezember mal drauf schauen lassen, aber jetzt erstmal zu einem anderen gehen.
Viele Beschwerden verschwinden, wenn man ordentlich aufgewärmt und durchblutet ist und kehren erst wieder, wenn man wieder runter kommt. Das spricht imho eher für eine Knorpel- oder Zerrungsgeschichte, weniger für einen Meniskusschaden. Aber das ist gleichgütltig, um einen baldigen Arztbesuch kommste nicht rum.
Du hast Schmerzen im Knie, vermutest den Meniskus und springst Seil? :weirdface
Dann bin ich für eine Überlastung/Schädigung/wasauchimmer der weichen Strukturen.
Hab mich mit dem Thema erst gestern etwas näher auseinander gesetzt. Wie gesagt, die Schmerzen sind nicht so extrem dass ich keinen Meter mehr vorwärts käme oder so. Und wie Luggage meint ists auch, nach dem Aufwärmen sind die Beschwerden erstmal weg, bis ich wieder kalt bin. Dachte deshalb die ganze Zeit auch an eine Überdehnung/Zerrung/Whatever, aber meine kleine Recherche hat mir dann gestern doch etwas Angst gemacht. Dank Euch auf jeden Fall, dass mit dem schnellen Termin werd ich versuchen, hoffentlich klappts.
hallo!
sagst du uns das bitte dann auch, was dabei rausgekommen ist, interessiert mich nämlich sehr! (hab selbst manchmal probleme, weiss aber wohers kommt)
lg
sonja
Stalagmit
27-11-2008, 23:47
Ho,
sofern das hier noch aktuell ist und du bisher noch nicht beim Arzt gewesen bist:
also direkt nach einem Kernspin würde ich nicht fragen. Die Euros spart man sich (zumindest erstmal) und lässt sich klinisch untersuchen.
Probier mal folgendes:
Halt mit der einen Hand dein Knie fest (in Beugestellung) und mit der anderen Hand umgreifst du den Fuß. Jetzt rotierst du den Fuß mit Hilfe der Hand sowohl nach rechts, wie auch nach links (bis es nicht mehr weitergeht).
Tut's irgendwo weh? Wo?
Und ja - sag mal bescheid, wie's gelaufen ist! :)
Alles Gute!
Danke für den Tipp mit der Kernspin ;)
Also mit "rotieren" meinst du drehen oder?
Wenn ich den Fuß dann nach links, also nach innen drehe mache spür ich nen Schmerz im Knie, nicht mörderisch aber ich spüre was. Bei der Drehung nach rechts merk ich nix.
Was sagt mir das jetzt?
Beim Doc bin ich noch nicht gewesen, zZ kann ich auch wegen ner Erkältung nicht trainieren aber bis zum 15. halt ich noch aus. Allerdings hat der Schmerz entweder schon nachgelassen oder ist aufgrund des mangelnden Trainings nicht mehr so akut.
Grüße
Stalagmit
28-11-2008, 13:14
Wenn dir bei der Innendrehung des Fußes bzw. des Unterschenkels der äußere Gelenkspalt schmerzt, dann würde das evtl. für eine Läsion des äußeren Meniskus sprechen.
Das ist aber jetzt keine fachmännische Diagnosestellung, sondern war mehr aus Interesse gefragt. :D Den Gang zum Arzt kann dir hier keiner Ersparen. Der wird dann wahrscheinlich erstmal einige von diesen Tests machen...
Manuelle Tests machen Ärzte heut nur noch wenig ! Dauern zu lange und man verdient damit kein Geld ! Er wird dir wahrscheinlich zu einer Kniespiegelung, Kontrastmitteluntersuchung oder Kernspin raten.
Gruss
Manuelle Tests machen Ärzte heut nur noch wenig !
Vielleicht auch besser so. Drei Ärzte, drei manuelle Tests, keiner konnte den Bänderriss dadurch diagnostizieren...
Stalagmit
28-11-2008, 13:42
Kenn ich anders. Bevor man mit teurer Diagnostik anfängt, gibts normalerweise erst die manuellen Tests. Geld verdinen hin oder her. Der Arzt hat auch sein Kontingent, was er nicht überschreiten sollte.
Ergänzung: @Kudos: Naja, diagnostizieren ist in dem Fall so eine Sache. Meist dienen die manuellen Tests ja vorallem dazu Hinweise zu bekommen - danach muss selbstverständlich - jenachdem wie diese Aussehen - eine weitere Diagnostik eingeleitet werden.
Hm, schonmal keine schöne Diagnose :(
Eben auf dieses Vorgehen hätt ich leider auch getippt. "Leider" weil ich mir schon denken kann dass es am Ende heißt "Tut mir leid, ich kann nix erkennen-wird wohl nur was kleines unwichtiges sein" und das wars mit weiterer Behandlung. Vielleicht hab ich bis jetzt nur zu schlechte Erfahrungen mit den Weißkitteln gemacht...mal abwarten.
Stalagmit
28-11-2008, 17:11
Nicht den Kopf in den Sand stecken, bevor du überhaupt da warst ;)
So, falls es noch jemanden interessiert:
Bin grad vom Doc wieder rein. Er meinte es wäre "nur" eine Kniescheiben-Überbelastung. Ich solle das Knie abtapen und für die nächsten Wochen das Abknien unter Last vermeiden.
Zum Glück ists also nicht der Meniskus und ich kann weiter trainieren (yes!).
Mal sehen wie sich die Sache weiter entwickelt:troete:
Stalagmit
19-12-2008, 13:47
Gratulation ;)
justizia
27-01-2009, 13:22
Nun darf ich hier mal weitermachen:o)
Mein rechtes Knie knackt ab und an beim Treppen hinuntergehen, jedoch nicht wenn ich diese steige. Schmerzen habe ich auch keine, mich stört nur dieses Geräusch. Ging daher heute zum Hausarzt, dieser untersuchte beide Knie und drückte an einer Stelle seitlich des Knies. Würde ich meinen Arzt nicht mögen, hätte ich ihm eine geschossen, solche Schmerzen waren auf einmal zugegen.
Nun vermutet er, der Meniskus ist es und am 09.02. habe ich Termin beim Orthopäden. Gleichzeitig fragte er: "Und wann operieren wir?"....Wenn es vermeidbar wäre bitte gar nicht.
Wer hatte denn schon einmal eine Meniskus OP und wie lange darf man danach nicht trainieren?
Im Oktober 2008 hatte ich eine Hysterektomie, es hieß, drei Monate keinen Sport. Ich ging jedoch nach 14 Tagen schon wieder, beteiligte mich aber nur an den wirklich für mich möglichen Einheiten. Es klappte. Der Körper gab von ganz allein Impulse, wurde es ihm zuviel.
Bloßes Knacken ist noch kein Problem. Bevor du nicht in der Röhre warst und es von mindestens 2 Fachärzten empfohlen bekommen hast, würde ich mich nicht unters Messer legen. Das meiste bekommt man mit einer angepassten Bewegungstherapie weg... Dagegen kenne ich etliche Leute, deren Leiden mit den Knie-OPs erst begonnen haben.
justizia
27-01-2009, 14:22
Bloßes Knacken ist noch kein Problem. Bevor du nicht in der Röhre warst und es von mindestens 2 Fachärzten empfohlen bekommen hast, würde ich mich nicht unters Messer legen. Das meiste bekommt man mit einer angepassten Bewegungstherapie weg... Dagegen kenne ich etliche Leute, deren Leiden mit den Knie-OPs erst begonnen haben.
Danke @Luggage, Du bist heute schon der zweite Jurist mit diesen Worten:o) Mein Kollege wies mich am Telefon vorhin ähnlich in die Schranken. Zudem meinte er dasselbe, suche dir zwei Meinungen, nicht nur eine.
Ich würde es ja verstehen, wenn es weh tut, wenn ich beim Laufen eingeschränkt wäre...aber so? Ich warte nun den 09.02. ab und berichte sodann wieder. Mag ehrlich gesagt nicht schon wieder ans Messer geliefert werden. Manchmal denke ich auch, dass dreimal die Woche Karate und So Kraftsport vielleicht zuviel ist, die Teile daher streiken:o) Evtl. Überbelastung wäre noch das angenehmste Übel und meinerseits brav zu beseitigen.
Es gibt kaum ein grundsätzliches "Zuviel", es gibt nur zuschnell zuviel! Wenn du langsam aufbaust und deinem Körper viel Zeit gibst, sich auf die Belastung einzustellen, kannst du fast alles machen. Beim Krafttraining ist besonders daraf zu achten, keinen Mist zu machen 99% der Leute, die ich so beobachte trainieren falsch.
Neben dem Karate und Krafttraining empfiehlt sich lockere Bewegung ohne besondere Leistungsspitzen bei kontinuierlicher Belastung über längere Zeiträume - eine Stunde lockeres Radfahren mit Augenmerk auf Frequenz, anstatt Widerstand zum Beispiel, aber auch schwimmen und spazieren gehen können dafür herhalten.
Beim Karate und Krafttraining wird der Knorpel und die anderen passiven Strukturen in den Knien mechanisch stark belastet, aber dabei nicht übermäßig bewegt. Lange tief stehen und explosive Abtritte, bedeuten viel mechanische Last, viel Druck, wenig Durchblutung. Ähnlich verhält es sich beim Krafttraining: Die Knie werden allenfalls die 3x12 Mal Beinpresse bewegt, dabei noch unter großer Last und sonst garnicht. Übersäuerungsprodukte im Knorpel schädigen diesen dann.
Das Bindegewebe (Knorpel, Sehnen, Bänder) hat keine eigene Durchblutung, es wird nur bei Bewegung durch Diffusion ernährt. Deswegen müssen oben beschriebene, verschleißintensive Belastungen mit viel lockerer Bewegung kompensiert werden, damit der Knorpel aufgebaut wird.
Wer das regelmäßig macht, dazu für ein ausgewogenes Training der Muskulatur sorgt (Dysbalancen sorgen für ungünstige Anpressdrücke im Knie) und genügend Stretcht, wird regelmäßig die OP vermeiden können.
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