Vollständige Version anzeigen : Kyusho-Jutsu
Angeregt durch manche Posts in dem anderen Thread würd mich jetzt mal interessieren, welche Erfahrungen ihr mit Kyusho gemacht habt. Haltet ihr das für Humbug, besucht ihr selber Seminare dazu und wendet es an oder wie ist Eure Einstellung zu dem Thema?
Ich find es nämlich ganz interessant.
Schlimmbert
08-07-2009, 17:43
Ist schön und gut! Nutzt aber nur zusätzlich weh zu tun.
Wirklich was bewirken tust du damit kaum/selten.
Ich habe vor einigen Jahren damit angefangen, weil ich irgendwas im Netz gesehen habe und es irgendwie cool fand.
Das zu lernen ist wie jeder andere Kampfsport auch mit viel Training verbunden. Nur mal ein Seminar zu besuchen, bringt einem eine Idee, wie es funktioniert. Es benutzen zu können erfordert aber viel und intensives Training. Seminare sind daher nur ein Einstieg.
Wenn man die Zeit investiert, ist es alles andere als Humbug. Wenn nicht, ist es ganz net anzusehen. Wenn Du dich ernsthaft damit beschäftigen willst, seh dich nach vernünftigen Lehrern um, mit denen Du persönlich klar kommst.
Ansonsten empfehle ich unsere Website: Kyusho International® - Events 2009 (http://www.kyusho-international.de)
Ich kann mich Sam nur anschließen. Bin seit dem späten Frühjahr diesen Jahres nun auch vom Kyusho-Fieber besessen. Mir kam das alles auch ein wenig suspekt vor, bis ich mein erstes Seminar besucht habe. Manches glaubt man einfach nur sehr schwer, wenn man es nicht selbst live gesehen oder erlebt hat. Aber ja, es funktioniert. Und das sehr gut. Kyusho ist einfach nur cool.
Dieses Wochenende ist übrigens ein Seminar in Mainz! -> Kyusho International® - Events 2009 (http://www.kyusho-international.de)
Pfadfinder
09-07-2009, 09:37
Ich sehe Kyusho kritisch an...wenn es Techniken in dieser Art wirklich geben würde, warum werden sie nicht in Wettkmäpfen eingesetzt?
MMA zum Bespiel...kaum ist man aufm Boden setzt man seine Kyusho Techniken ein und der Gegner ist außer Gefecht.
Der Effekt erscheint mir übertrieben!
Habe mir diese Meinung, aber nur anhand von Videos gebildet...war auf keinem Seminar/Lehrgang oder direktem Training.
Ist nur mein persönlicher Eindruck
Ganz einfach: weil's keiner kennt. Hätte ich früher davon erfahren, wäre ich jetzt definitiv schon länger dabei. Und bis zum Boden muss man i.d.R nicht warten :-)
Weil auch das keine Supermanntechniken sind, sondern Kampfsport, mit all seinen Problemen in der Umsetzung. Um einen Punkt zu erwischen, muß man erstmal durch die Reichweite und Deckung des Gegners kommen. Und dann noch sauber treffen. Deine Behauptung ist daher das gleiche, wie wenn Du sagst, dass Aikido nicht funktioniert, weil es keiner im MMA Kampf einsetzt, oder klassisches Karate, diverseste Kicks aus dem Taekwon Do, etc.... Warum also überhaupt irgendwas trainieren?
Was man mit dem Kyusho erreicht, ist dass sich die Wahrscheinlichkeit das ein Treffer auch Wirkung zeigt erheblich verbessert. Ich habe in 3 1/2 Jahrzehnten im Kampfsport viel zu oft gesehen, wie irgendwelche Schwarzgurte in realen Kämpfen mit ihren Schlägen nichts weiter erreicht haben, als das der Gegner wirklich wütend geworden ist. Ein toller Schlag in die Luft oder am Sandsack heißt nicht automatisch, dass der auf einen menschlichen Körper viel Wirkung zeigen muß. Wirkung am Körper kann man nur am Körper trainieren. Wie das geht, lernt man im Kyusho.
Und wenn es einer im MMA einsetzt - ich habe diverse Male saubere Techniken von verschiedenen Leuten gesehen - wirst Du es nicht einmal erkennen, wenn Du es nicht selber machst. Woher nimmst Du daher deine Erkenntnis, dass es da nicht eingesetzt wird?
Als Ergänzung:
YouTube - "Kyokushin Karate"?KO?(low kick) (http://www.youtube.com/watch?v=41V4I1kJbPA)
Jeder Kyusho Ka ab einem bestimmten Level wird dir sagen können, warum die bei den Kicks umgefallen sind, bei denen sie umfallen und bei den anderen nicht. Machen die also Kyusho, oder sind das alles Zufallstreffer?
Danke für das Video! Sehr schöne Tritte und richtig schöne "Kyusho-Reaktionen" (man will/kann dann eben nicht mehr auf dem Bein stehen)! Dass man nicht jedesmal trifft, ist hier auch gut zu sehen. Aber in die Richtung zielen kann man immer, wenn man weiß, wohin. Und darauf kommt's an.
cross-over
10-07-2009, 15:53
Ich war schon auf mehreren Rick Clark Lehrgängen (AO Denkou Kai). Die Techniken funktionieren bei ca. 85% der Menschen. Das Problem ist, es muß sehr genau gearbeitet werden. Meistens sind die Punkte 1cm² groß. Mit Box- oder MMA Handschuhen nur schwer zu erreichen bzw. die Wirkung wird verringert. Es muß eben intensiv und mit vielen wechselnden Partner geübt werden und mit einer entsprechenden Disziplin. Es ist nichts neues sondern eigentlich in allen System schon seit langem enthalten (z.B. Solar Plexus).
Also, ich weiß auch, dass das definitiv funktioniert. Klar, die Punkte zu treffen ist natürlich schwer und kostet einiges an Übung aber es ist echt faszinierend, wie schnell die kräftigsten Männer in die Knie gehen, wenn man sie nur relativ leicht schlägt...
.:DIRK:.
10-07-2009, 23:19
Sicher gibt es empfindliche Stellen am menschlichen Körper (Solar, Leber, Nieren etc.) aber daraus einen eigenen Kampfstil zu machen halte ich für übertrieben und naja auch etwas Bullshido.
Jeder der schon mal gekämpft hat, sei es auf der Strasse oder im Ring, weiss wie schwer es ist mit der Faust den Kopf des Gegners zu treffen. Nun mit den Fingern einen Nervenknotenpunkt von 1 cm² grösse stimulieren zu wollen, halte ich für ausgeschlossen.
Ich glaube, dass dies theoretisch (im gewissen Rahme) durchaus funktioniert, Akkunpunktur funktioniert ja schließlich auch, denke aber dass es praktisch nicht umsetzbar ist.
Wäre aber interessiert es selber einmal spüren zu können, bzw. auch mal an nen Sparringskampf.
XxXCEMXxX
11-07-2009, 06:46
@.:Dirk:. :
Du bist gerne eingeladen mal auf ein Seminar von mir zu kommen und dich davon zu überzeugen ;-) Schaue einfach mal auf Kyusho International® - Events 2009 (http://www.Kyusho-international.de)
LG
FireFlea
11-07-2009, 11:11
Leute wie bspw. Dillman machen ja teilweise auch etwas fragwürdige Dinge wie no-touch Ko. Gibts das beim Kyusho auch?
http://www.kampfkunst-board.info/forum/f81/ki-knockout-vs-national-geographic-97740/
Nicht in unserem Stil. Das sind wie gesagt Spielereien, die im echten Leben nicht anwendbar sind. Dementsprechend ist es nichts, womit man sich lange beschäftigt.
Bevor man sich an Magie versucht, sollte man doch die greifbaren Dinge erstmal beherrschen.
ikusagei
11-07-2009, 20:31
Ich sehe Kyusho kritisch an...wenn es Techniken in dieser Art wirklich geben würde, warum werden sie nicht in Wettkmäpfen eingesetzt?
MMA zum Bespiel...kaum ist man aufm Boden setzt man seine Kyusho Techniken ein und der Gegner ist außer Gefecht.
Der Effekt erscheint mir übertrieben!
Habe mir diese Meinung, aber nur anhand von Videos gebildet...war auf keinem Seminar/Lehrgang oder direktem Training.
Ist nur mein persönlicher Eindruck
Na ja, bloß weil es im MMA nicht angewandt wird (laut deiner Meinung), so ist es aber noch kein Indiz dafür, dass die Punkte nicht im Kampf einsetzbar sind. Seit Dillman und co haben viele Kampfkünstler diese Erweiterungen in ihr eigenes System übernommen und meiner bescheidenen Meinung nach, hat es niemand bis dato bereut. Das Kyusho oder auch das Dim-Mak sind einzig und allein eine Erweiterung bzw. Ergänzung des jeweiligen Kampfstils.
Grüße aus Berlin
Energiereich
11-07-2009, 20:43
Ich war schon 2 mal auf einem Seminar mit Arturo Umana
und es war sehr beieindruckend, nicht nur dass die vitalen Punkte nach
etwas Übung zu finden und manipulieren sind , nein es sind auch die Wiederherstellungstechniken aus der chin. Heilkunst die beieindruckend sind.
Am 26. und 27 September 2009 findet mit Ihm , Toni Kauhanen und Karsten Dam ein
Lehrgang in der Nähe von Freiburg statt. Man findet die Ausschreibung wenn man Toni Kauhanen googelt und sich die Seite übersetzen läßt
Mein Mann macht ja dieses Aufbauseminar (alle paar Monate ein Wochenende irgendwo in BaWü), vielleicht ist das ja genau das.
Er ist auch ganz fasziniert davon und was er so erzählt hat, klang echt super. Sobald meine Kids größer sind und auch mal ein WE ohne mich klarkommen, will ich da unbedingt auch hin...
Schnueffler
11-07-2009, 21:34
Ich war schon 2 mal auf einem Seminar mit Arturo Umana
und es war sehr beieindruckend, nicht nur dass die vitalen Punkte nach
etwas Übung zu finden und manipulieren sind , nein es sind auch die Wiederherstellungstechniken aus der chin. Heilkunst die beieindruckend sind.
Am 26. und 27 September 2009 findet mit Ihm , Toni Kauhanen und Karsten Dam ein
Lehrgang in der Nähe von Freiburg statt. Man findet die Ausschreibung wenn man Toni Kauhanen googelt und sich die Seite übersetzen läßt
Hm, erster Post und dann gleich solch eine Lobeshymne!
Sieht mMn immer komisch aus, ohne dich persönlich jetzt anzugreifen!
Ich kann mir Kyusho gut vorstellen als Ergänzung zu einer anderen KK.
Mann lernt ja nie aus ;)
cross-over
12-07-2009, 16:28
Das Kyusho oder auch das Dim-Mak sind einzig und allein eine Erweiterung bzw. Ergänzung des jeweiligen Kampfstils.
Grüße aus Berlin
Das sehe ich genauso!
.:DIRK:.
12-07-2009, 22:18
@.:Dirk:. :
Du bist gerne eingeladen mal auf ein Seminar von mir zu kommen und dich davon zu überzeugen ;-) Schaue einfach mal auf Kyusho International® - Events 2009 (http://www.Kyusho-international.de)
LG
Sorry, aber ich zahle keine 130€ damit ich nen Sparringskampf machen darf.
XxXCEMXxX
13-07-2009, 01:58
Du kannst auch gerne mal in darmstadt beim normalen training vorbeischauen. da schnupperst du mal ganz einfach rein. kannst es dir sogar mal kostenlos anschauen. ;)
LG
Huangshan
13-07-2009, 05:47
hi
Die negative Stimulation der Punkte, die auch in der Akupressur und Akkupunktur bekannt sind, chin. Dian Xue/ kant. Dim Mak - jap. Kyusho usw. funktioniert und ist kein Hokuspokus oder Humbug.
In vielen chinesischen Systemen ist sie ein fester Bestandteil der an vertrauenswuerdige Schueler weitergegeben wird.
Wie auch in anderen Bereichen gibt es Scharlatane und serioese Lehrer!
Dianxue (http://www.kungfuwebmag.de/033ce298a20883702/033ce298a80cb3c0a.html#033ce298a80cb530d)
Das Problem in der Realitaet ist , dass der Gegener oft dicke Kleidung anhat und sich bewegt was die Anwendbarkeit erschwert!
In den Kampfsportarten verhindern dicke Handschuhe oft die Effektivitaet.
hi
Die negative Stimulation der Punkte, die auch in der Akupressur und Akkupunktur bekannt sind, chin. Dian Xue/ kant. Dim Mak - jap. Kyusho usw. funktioniert und ist kein Hokkus Pokus oder Humbug.
In vielen chinesischen Systemen ist sie ein fester Bestandteil der an vertrauenswuerdige Schueler weitergegeben wird.
Wie auch in anderen Bereichen gibt es Scharlatane und serioese Lehrer!
Das Problem in der Realitaet ist , dass der Gegener oft dicke Kleidung anhat und sich bewegt was die Anwendbarkeit erschwert!
In den Kampfsportarten verhindern dicke Handschuhe oft die Effektivitaet.
:halbyeaha
Dianxue (http://www.kungfuwebmag.de/033ce298a20883702/033ce298a80cb3c0a.html#033ce298a80cb530d)
Das Problem in der Realitaet ist , dass der Gegener oft dicke Kleidung anhat und sich bewegt was die Anwendbarkeit erschwert!
In den Kampfsportarten verhindern dicke Handschuhe oft die Effektivitaet.
Aha. Kyushu ist also weder in der Selbstverteidigung noch im Zweikampfsport praktikabel, was ich den letzten beiden Absätzen entnehme. Glaubt man der Geschichte, die Du hier verlinkt hast :D, bleibt als Anwendungsgebiet immerhin noch Meuchelmord oder vergleichbare Szenarien, wo Ahnungs- und damit Wehrlosigkeit des Opfers garantiert sind. Für wen - abgesehen von Berufskillern und Mitgliedern von Sondereinsatzkommandos - macht Kyushu denn dann Sinn?
Huangshan
13-07-2009, 10:12
Ich habe nicht geschrieben das Kyushu Jutsu in der SV,Sport ganz unpraktikabel ist.;)
In theoretischen Buechern ueber Boxen werden auch einige Punkte,Zonen z.B. erwaehnt,angewendet!(Bsp. Solar Plexus)
Verschiedene Faktoren(Distanz,Kleidung,Bewegung...) erschweren jedoch z.B.die Anwendbarkeit in der realen SV oder machen sie unmoeglich.
In Befreiungs Szenarien(Nahdistanz) z.B. ist die negative Stimulation jedoch anwendbarer .
Es läuft doch nicht jeder im gepolsterten Ski-Anzug rum ^^
Die Punkte funktionieren auch sehr gut durch Kleidung. Bei dünnerer kann man noch gut greifen und drücken, bei dickerer (Jeans) funktioniert treten und schlagen auch noch gut.
Man kann immer irgendwelche Punkte erreichen. Der Körper ist voll davon. Egal wie der Gegner steht oder sich bewegt. Wer normal gut im Ausweichen ist, wird natürlich auch nicht öfter von einem Kyushoka getroffen, als sonst von anderen Leuten. Nur WENN dieser trifft, ist das eben effektiver, als wenn ein ungezielter Schlag/Tritt trifft. Darum gehts. Und selbst bei sehr dicker Kleidung hat man i.d.R. immer noch Kopf, Hals, Hände und evtl. Füße frei. Das passt also schon :-)
Huangshan
13-07-2009, 11:01
Hi Daeel
Jaein!;)
Wie geschrieben einige Faktoren erschweren den Einsatz!
Gegen statische Gegener in der Nahdistanz funktionieren einige Pukte sehr gut!
Bei Gegener die jedoch Kampferfahrung haben und in Bewegung bleiben, gutes Abwehrverhalten ,schnelle Reflexe haben ..... ist das wieder eine andere Sache.(Realitaet contra Theorie)
Zitat Huangshan:
Bei Gegener die jedoch Kampferfahrung haben und in Bewegung bleiben, gutes Abwehrverhalten ,schnelle Reflexe haben ..... ist das wieder eine andere Sache.(Realitaet contra Theorie)
Genau das hatte ich ja auch geschrieben.
Quasi: Schwierigkeit 1: treffen, Schwierigkeit 2: genau treffen :-)
Wer normal gut im Ausweichen ist, wird natürlich auch nicht öfter von einem Kyushoka getroffen, als sonst von anderen Leuten.
Huangshan
13-07-2009, 11:23
Hi
Habe die Zeile ueberlesen!;)
Bin deiner Meinung.
Immer wieder die gleiche Diskussion.
Also: Bei einen Gegner mit Scharfschützengewehr auf 1,5 km ist es unbestreitbar sehr schwer an Druckpunkte ranzukommen. Da nützt einen aber MMA auch nix.
Bei einem Gegner mit Ritterrüstung ist das ganze auch schwerer als sonst. Besonders wenn er noch ein Breitschwert dabei hat.
Alles andere sind Gerüchte, die irgendwer mal gehört, aber selber nicht ausprobiert hat.
Zum Thema Boxhandschuhe: Größer und dicker als der den Asa für seinen Test genommen hat geht nicht. Das Kyusho funktioniert immer noch:
YouTube - energy transfer through glove (http://www.youtube.com/watch?v=5ku_iLk8hBY)
Ein Gegner der sich wehrt ist immer schwerer zu besiegen, als einer der das nicht tut. Mit Kyusho genauso wie ohne. Ein Gelbgurt im Judo hat gegen einen professionellen UFC Kämpfer vieleicht ein wenig Schwierigkeiten. Ein Anfänger im Kyusho oder jemand der die Punkte nur von Youtube kennt, hat bestimmt Schwierigkeiten diese zu benutzen, wenn ein guter Kämpfer das zu verhindern versucht. Daraus könnte man schließen, das geht nicht, oder man könnte schließen, das Kyusho wie jeder andere Kampfsport einen haufen Training braucht, bevor man es in Realität nutzen kann.
Zum Thema dicke Kleidung: Wenn sich nicht einer so in Watte einpackt, dass er erstickt, sind von den über 700 einsetzbaren Punkten immer welche erreichbar. Wenn ich aber nur 3 kenne, wahrscheinlich nicht. Ansonsten haben wir Punkte schon durch Motoradhelme, Taekwondowesten und alles mögliche andere benutzt und es geht, wenn man weiß wie.
Auch da gilt, bei veränderten Umständen folgt eine veränderte Anwendung. Das kann und sollte man trainieren, oder man kann es nicht. Aber ohne es selber trainiert und ausprobiert zu haben Gerüchte in die Welt zu setzen ist albern.
@Sam: vollständige Zustimmung! :-)
War übrigens ein sehr schönes Seminar letztes WE. Ärgere mich nur im Nachhinein immer, dass ich mir nicht mal die Hälfte irgendwie wieder rekonstruieren kann...
Ist halt wirklich in der Summe viel, was man da so macht. Aber macht bloß nicht weniger! :-) Nächstes Mal leg ich mir Block und Stift neben die Matte :-)
Nochmal danke dass ich Uke sein durfte! Hat Spaß gemacht! Immer wieder gerne!
Klar, die Punkte zu treffen ist natürlich schwer und kostet einiges an Übung aber es ist echt faszinierend, wie schnell die kräftigsten Männer in die Knie gehen, wenn man sie nur relativ leicht schlägt... Jeder darf in der Bundesrepublik glauben was er möchte; dies ist ein demokratisches Grundrecht. Aber Glaube hat etwas mit Religion zu tun, in der SV geht es um nüchternen Realismus. Die Realität zeigt das ein kräftiger Mann bei einem leichten Schlag eben nicht so leicht in die Knie geht. Das widerspricht unserer Alltagserfahrung, denn sonst würdest du/wir keine KK betreiben. "Aberglaube" ist gefährlich und kann in einer realen Notwehrsituation zu einem bösen Erwachen führen.
Kyusho-Instrukturen machen es sich einfach und schieben die Schuld für das vermeintliche Versagen in einer Notwehrsituation auch noch dem Anwender ihrer "Kunst" zu: Unter starkem Streß soll derjenige/diejenige millimetergroße Punkte anschlagen, womöglich in der richtigen Reihenfolge, im richtigen Winkel mit dem richtigen Druck. Dabei haben diese Punkte nach Auffassung der TCM ihre "energetischen" Höhepunkte zu bestimmten Uhrzeiten und ein Mensch kann gegen Angriffe obendrein "Resistenzen" entwickeln. Kampffaktoren wie Beleuchtung, Angst, Kleidung, Verletzungen, Witterungsverhältnisse, unkooperatives Verhalten, Räumlichkeiten, Kampfdistanz, Anzahl der Gegner, Waffen, etc. lassen die Anwendung aber nahezu unmöglich werden.
Selbst die Systematik der Akupunkturpunkte ist nicht einheitlich und es wird/wurde darum viel Geheimniskrämerei betrieben - der Willkür und Scharlatanerie sind dadurch Tür und Tor geöffnet. Meridiane, Akupunktur und Ki entziehen sich bis heute jeder schulmedizinischen und naturwissenschaftlichen Überprüfung.
Aber wie überall und gerade in den KK kommt es darauf an Sinn von Unsinn zu trennen: Eine gesprungene Bein-Hals-Schere (Kampfsport) sieht bei einer Gürtelprüfung/Duo niedlich aus, läßt sich aber nicht auf die Realität (SV) übertragen. So liegen die zahlreichen Akupunkturpunkte, ähnlich den Punkten auf einer Landkarte, natürlich auch auf anatomisch angreifbaren Strukturen wie Nerven & Aterien, Muskeln & Sehnen, Organen und Knochen. Die Wirkung bei einem Treffer lässt sich aber physiologisch erklären und hat nichts mit Ki zu tun.
Grüße
@Sam V
Immer wieder die gleiche Diskussion.
Ein Gegner der sich wehrt ist immer schwerer zu besiegen, als einer der das nicht tut. Mit Kyusho genauso wie ohne. Ein Gelbgurt im Judo hat gegen einen professionellen UFC Kämpfer vieleicht ein wenig Schwierigkeiten. Ein Anfänger im Kyusho oder jemand der die Punkte nur von Youtube kennt, hat bestimmt Schwierigkeiten diese zu benutzen, wenn ein guter Kämpfer das zu verhindern versucht. Daraus könnte man schließen, das geht nicht, oder man könnte schließen, das Kyusho wie jeder andere Kampfsport einen haufen Training braucht, bevor man es in Realität nutzen kann.
Niemand will Dir Deinen Glauben an "Dein System" nehmen.
Du hast recht, nur Übung macht den Meister !
Aber gestehe anderen auch zu, die ähnliche Systeme kennen, das sie auch ihre (vielleicht negativen) Erfahrungen mit Druckpunktangriffen gemacht haben ! Nicht jeder Druckpunkt bei jedem Menschen verhält sich gleich,
ich spreche da aus eigener Erfahrung !
@Rafaelo
Unter starkem Streß soll derjenige/diejenige millimetergroße Punkte anschlagen, womöglich in der richtigen Reihenfolge, im richtigen Winkel mit dem richtigen Druck. Dabei haben diese Punkte nach Auffassung der TCM ihre "energetischen" Höhepunkte zu bestimmten Uhrzeiten und ein Mensch kann gegen Angriffe obendrein "Resistenzen" entwickeln. Kampffaktoren wie Beleuchtung, Angst, Kleidung, Verletzungen, Witterungsverhältnisse, unkooperatives Verhalten, Räumlichkeiten, Kampfdistanz, Anzahl der Gegner, Waffen, etc. lassen die Anwendung aber nahezu unmöglich werden.
Selbst die Systematik der Akupunkturpunkte ist nicht einheitlich und es wird/wurde darum viel Geheimniskrämerei betrieben - der Willkür und Scharlatanerie sind dadurch Tür und Tor geöffnet. Meridiane, Akupunktur und Ki entziehen sich bis heute jeder schulmedizinischen und naturwissenschaftlichen Überprüfung.
Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen ! :)
Nicht jeder Druckpunkt bei jedem Menschen verhält sich gleich, ich spreche da aus eigener Erfahrung !)
Das hat er ja auch nicht behauptet, oder? Das wissen wir schon. Ca. 90% reagieren "normal", 9% merken weniger und 1% merkt nix.
Hatten auch schon einen Kandidaten, der statt Schmerzen einfach nur Gänsehaut bekommen hat. Das war einer der genannten 9%. Auf dem kann man fast überall rumhauen wie man will, der Effekt ist nur, dass man sich dabei selbst weh tut ;-) Gepaart mit dem Satz "Joar, noch ein bisschen fester, dann merk ich vielleicht was" ^^, wenn einem schon die Faust am abfallen ist.
Bei mir selbst funktionieren die unteren Rückenpunkte nicht so wirklich. Keine Ahnung warum, aber is so. Jeder hat gut reagierenden Punkte und weniger gut reagierende Punkte. Das muss man dann halt im Training ergründen, was geht und was nicht.
"Die Realität zeigt das ein kräftiger Mann bei einem leichten Schlag eben nicht so leicht in die Knie geht. "
Wie Du sagtest, nicht jeder verhält sich gleich. Und nicht jeder ist überall gleich empfindlich. Die Realität ist die, dass ich reichlich kräftige Männer bei Lehrgängen dabei hatte, die bei der leichtesten Berührung umgingen, der der am leichtesten fiel, ist von Beruf Polizist und nicht wirklich weich oder körperlichen Kontakt nicht gewöhnt. Ich habe aber auch schon zierliche Frauen gesehen habe, die in bestimmten Bereichen des Körpers null Reaktion hatten, in anderen sofort umfielen. Sehr viele sind in bestimmten Bereichen unepfindlich, dafür in anderen mehr. Auch führen Alkohol und Drogen zu verschiebungen der empfindlichen Gebiete. Auch das sollte einem bewußt sein.
Daher lernt man auch Körperstrukturen zu lesen, um Schwachpunkte zu erkennen. Kann jeder Physiotherapeut und ist einfach eine Sache der Erfahrung. Man greift niemand da an, wo er am stärksten ist.
Nur, wenn ich einen Schlag auf einen Kopfpunkt haue und der nicht umfällt, habe ich ihm immer noch eine ins Gesicht gesemmelt. Durch das Zielen auf den Druckpunkt erhöht sich lediglich die Wahrscheinlichkeit, dass der umfällt.
Dazu ist es ein Irrglaube, man würde im Kyusho versuchen in einem echten Kampf den Gegner gezielt mit Wattebäuschen bewerfen. Wer sagt denn, dass ich nur weil ich mich im Training zum Schutz des Uke zurückhalte, im echten Kampf da nicht mit aller Wucht reinsemmle? Sollte keiner drauf ankommen lassen. Nur weil ich auch die Punkte kenne, heißt das nicht, dass ich den Ellenbogen zur Nase vergessen habe.
Jedem der sich mit Kyusho beschäftigt wird gesagt, er soll seinen ursrünglichen Kampfsport weitermachen. Wir liefern nur das Zielsystem, um die Wirkung der eigenen Schläge zu verbessern. Und die sind erstaunlicher Weise bei vielen Kampfsportlern auch wirklich verbesserungswürdig. Wir verbieten aber keinem zu Kratzen, zu Beißen, zu Würgen oder was immer er im Kampf für hilfreich hält, um zu gewinnen. Wir empfehlen nur, wenn man schon schlägt oder greift, das mit Hirn und gezielt zu machen und sich nicht auf die Hoffnung auf einen Lucky Punch zu verlassen.
"Unter starkem Streß soll derjenige/diejenige millimetergroße Punkte anschlagen, womöglich in der richtigen Reihenfolge, im richtigen Winkel mit dem richtigen Druck. Dabei haben diese Punkte nach Auffassung der TCM ihre "energetischen" Höhepunkte zu bestimmten Uhrzeiten und ein Mensch kann gegen Angriffe obendrein "Resistenzen" entwickeln. Kampffaktoren wie Beleuchtung, Angst, Kleidung, Verletzungen, Witterungsverhältnisse, unkooperatives Verhalten, Räumlichkeiten, Kampfdistanz, Anzahl der Gegner, Waffen, etc. lassen die Anwendung aber nahezu unmöglich werden.
Selbst die Systematik der Akupunkturpunkte ist nicht einheitlich und es wird/wurde darum viel Geheimniskrämerei betrieben - der Willkür und Scharlatanerie sind dadurch Tür und Tor geöffnet. Meridiane, Akupunktur und Ki entziehen sich bis heute jeder schulmedizinischen und naturwissenschaftlichen Überprüfung."
Wer mich kennt, weiß recht genau, dass ich meistens die neurologischen Zusammenhänge und nicht irgendwelches Chi-Zeug unterrichte. Wer glaubt, er könne in der Geschwindigkeit eines Kampfes irgendwelche TCM Theorien runterrechnen, um die richtige Reihenfolge irgendwelcher Elemente unter beachtung der Tages- und Jahreszeit einzuhalten, ist nicht wirklich zurechnungsfähig. Man nimmt einfach den Punkt, der sich als nächstes anbietet. Wirkt der, ist´s gut, wirkt der nicht macht man weiter.
Wo die Punkte liegen ist einfach festzustellen, da wo´s am besten wirkt. Wo die bei verschiedenen Menschen liegen, lernt man wenn man mit verschiedenen Parntern übt. Und besonders geheim ist das auch nicht. Frag mich wenn Du zu irgendeinem Punkt was wissen willst, und ich erklärs Dir gerne.
Mit den aufgezählten Kampffaktoren kann man dann so ziemlich jede Kampfsportart leicht totreden. Also ja, wenn man völlig verängstigt im Winter bei Regen in beängenden Klamotten, verletzt gegen 250 bewaffnete Gegner in einer unbeleuchteten Telefonzelle kämpfen muß, hat man mit egal welcher Technik echte Probleme.
Und nochmal für alle zum mitschreiben: Kyusho ist weder Zauberei, noch wird man damit Supermann, es ist nicht unfehlbar, auch nicht an einem Wochenende zu lernen, wirkt auch bei manchen weniger als bei anderen, die Gegebenheiten in einem Kampf können auch mit Kusho den Kampf beeinflussen und es hat eigentlich alle Probleme die ihr in eurem Kampfsport auch habt. Also werft uns bitte nicht immer vor, dass wir nicht zaubern können, nicht fliegen, dass das manchmal und bei manchen nicht wirkt und man es tatsächlich trainieren muß, damit man es kann. Das hier ist zwar Internet, wir leben aber immer noch in der Realität und nicht im Fernsehen.
Wenn ihr in einem Kampfsport seid, in dem im Gegensatz zum Kyusho jeder Treffer von jedem bei jedem die sofortige Manstopwirkung entfaltet, dürft ihr über Kyusho lästern, da ihr dann besser seid. Wenn ihr da auch kein besseres Angebot habt, wie eine 45kg Frau einen 130kg Mann bekämpfen kann, biete ich ihr weiter meine Sachen an. Das gibt wenigstens ne Chance. Ne Garantie gibt das aber auch nicht.
Ich habe heute eine Einladung zu einem Kyusho Lehrgang bekommen.
10-17 Uhr
Mitglieder 40€
Ohne Glieder 45 €
Sportliche Preise bei nur 7 Teilnehmern wäre das ein stattlicher Stundenlohn !
@SamV: Das hast Du schön geschrieben! :halbyeaha
Als Zusatz zu einer KK find ich Kyusho wirklich interessant, aber wie soll man alleine damit mit einem Gegner fertig werden (ausser er liegt grad am Boden und macht Mittagsschlaf ;) )? (War ne rhethorische Frage...) Ist doch logisch, dass das nicht geht. Von daher fand ich den ein oder anderen Einwand hier etwas seltsam...
Ich habe heute eine Einladung zu einem Kyusho Lehrgang bekommen.
10-17 Uhr
Mitglieder 40€
Ohne Glieder 45 €
Sportliche Preise bei nur 7 Teilnehmern wäre das ein stattlicher Stundenlohn !
Bietet nicht auch der DJJV sowas an? (Verbessert mich wenn ich falsch liege!) Mein Mann zahlt glaub ich (HOFF ICH!!! ;) ) Nicht ganz so viel... Ich schau mal, ob ich das Zeug zu dem Aufbaukurs finde, da müsste das ja drin stehen...
Wenn Du mich als Anwalt nach Stunden bezahlen mußt, bekommst Du mich für das Geld von den 7 Leuten sicher nicht von 10 - 17 Uhr.
Alles ist relativ.
Also wir (KI) zahlen als Mitglieder für 2 Seminartage i.d.R. 50€ bei rechtzeitiger Anmeldung. Das finde ich durchaus ok, da gibt's andere, die damit mehr Geld scheffeln. Ausnahmen sind natürlich besondere Events (Asa Seeley, Evan Pantazi, Jim Corn).
Wenn Du mich als Anwalt nach Stunden bezahlen mußt, bekommst Du mich für das Geld von den 7 Leuten sicher nicht von 10 - 17 Uhr.
Alles ist relativ.
:D
Sicherheit kostet immer Geld !
Ich habe für Lehrgänge / Seminare und Einzeluntericht auch schon mehr gezahlt !
Nur der "Normalsterbliche" wird sich das in der heutigen Weltwirtschaftssituation
kaum noch leisten können !
Zumal wir früher immer zu viert auf solche Lehrgänge gegangen sind.
Alhamdollela (Gott sei Dank) verdienen sie jetzt ihr eigenes Geld :p
Ju_Jutsu_Lübeck
15-07-2009, 00:59
Es gibt viele nerverpunkte die du beim jujutsu verwenden kannst
oft kann man es kombinieren
sei es kipphandhebel + nerverpunkt zwischen daumen und zeigefinger
sei es kreuzfesselgriff + griff unter die nase
block + atemi in die innenseite oberarm
und bis jetzt hat das immer funktioniert
und beim nockout verlass ich mich lieber auf nen vernüftigen seitwaertshaken zur kinnspitze
und beim nockout verlass ich mich lieber auf nen vernüftigen seitwaertshaken zur kinnspitze
Womit du genau CV23 anvisierst ^^ ;-)
Ju_Jutsu_Lübeck
15-07-2009, 09:40
wir in diesem bereich auch berücksichtigt wo man am besten
mit atemis knochen brechen kann......
klingt zwar krass ..... is aber so
Mag sein, ist m.E. aber nicht wirklich der Sinn von Kyusho (Gegner kampfunfähig machen, ohne ihn wirklich zu verletzen).
Mag sein, ist m.E. aber nicht wirklich der Sinn von Kyusho (Gegner kampfunfähig machen, ohne ihn wirklich zu verletzen).
Das muß Du mir einmal näher erläutern !!!
Muß ich um einen Gegner kampfunfähig zumachen ihn unbedingt verletzten ?
Was verstehst Du unter Kampfunfähig machen ?
Nicht mehr kämpfen können oder wollen ?
Ju_Jutsu_Lübeck
15-07-2009, 10:08
auch kenn ich solche sachen vom judo
wie komm ich in eine würge wen der andere nicht will...
oder wie verhindere ich das der gegner aus einer festhalte kommt
zusätzlich.....
und sowas hab ich vor 20 jahren gelernt im normalen wettkampfjudo
auch dort wurden sachen unterrichtet die im Kampf funktionierten
das mit dem CV23
ist ja gut und schön
allerdings besteht ein großer unterschied zwischen Boxen und dem rumgeeier das ich da auf den videos gesehen habe.....
und eine interessante frage waere
wie sieht das bei nem 15jährigen mädel aus das sich gegen
nen 100kg verteidigen muss
viele chance hat sie nicht.... Anwendbar?
Das muß Du mir einmal näher erläutern !!!
Muß ich um einen Gegner kampfunfähig zumachen ihn unbedingt verletzten ?
Was verstehst Du unter Kampfunfähig machen ?
Nicht mehr kämpfen können oder wollen ?
Natürlich muss man ihn nicht unbedingt verletzen um ihn kampfunfähig zu machen. Genau darum geht es doch auch. Habe nichts anderes geschrieben. Mit gewissen Stellen geht sowas halt einfacher, als wenn man relativ ungezielt draufhaut. Und ja, es gibt auch noch andere Sachen als nur draufzuhauen. Aber alle Techniken haben eins gemeinsam: sie lassen sich wunderbar mit Punkten ergänzen. Und dadurch wird das ganze nun einmal leichter. Ich muss z.B. bei Punkteeinsatz wesentlich weniger Kraft aufwenden, egal welche Technik ich nun mache.
Kampfunfähig kann vieles sein. Je nach dem, was die Situation fordert. Wenn mich wirklich jemand angreift und mir was antun will, und ich weiß wie ich denjenigen schnell ausknipsen kann und dies auch kann vom Lernfortschritt her (und das natürlich auch wieder beheben kann), warum sollte ich es nicht einsetzen? Natürlich muss man das nicht zu seinem Standardprogramm machen. Aber die Möglichkeit besteht eben.
Ob nicht mehr kämpfen können oder wollen ist für mich zweitrangig. Das Fazit ist immer gleich: der Typ greift mich nicht weiter an. Ob ich ihm seine Punkte so volldröhne, dass er nicht mehr will vor Schmerzen, oder ob ich ihn ganz oder teilweise ausschalte (geht nicht nur bewusstseinstechnisch sondern auch mit anderen Körperfunktionen oder mit den Extremitäten), kommt für mich im Endeffekt aufs selbe raus. Ich kann da weg, wenn ICH will (nicht, wenn ER will). Für denjenigen natürlich nicht.
Man muss halt schon irgendwie abwägen, was man tut. Das ist doch aber überall so. Gesunden Menschenverstand kann man ja durchaus walten lassen (und sollte man auch).
auch kenn ich solche sachen vom judo
das mit dem CV23
ist ja gut und schön
allerdings besteht ein großer unterschied zwischen Boxen und dem rumgeeier das ich da auf den videos gesehen habe.....
und eine interessante frage waere
wie sieht das bei nem 15jährigen mädel aus das sich gegen nen 100kg verteidigen muss
viele chance hat sie nicht.... Anwendbar?
In vielen KK/KS-Arten kriegt man ab und an was gezeigt davon. Ist doch auch ok, die Sachen sind schließlich da, damit man sie nutzt. Auch wenn es meistens nur heißt: schlag dahin, da tut's mehr weh. Aber das ist doch völlig ok. Mit finde ich immer besser und einfacher als ohne. Natürlich sollte die Technik ohne auch noch funktionieren.
Jede KK unterscheidet sich von anderen. Deshalb ist es ja auch kein großer Pott, in den alles reingeschmissen wurde. Jemand, der sich auf Kyusho spezialisiert hat, greift nunmal etwas anders an, als jemand, der das nicht getan hat, selbst, wenn die KK die selbe ist. Da kann man nix machen, das ist so.
Eine 15 Jährige gegen einen 100kg Brocken. Das kannst du dir selbst beantworten. Das wird mit Kyusho nicht viel anders aussehen, als ohne. Vielleicht hat die Kleine einen Hauch Chance mehr, wenn sie wirklich weiß, was sie tun muss, aber mehr wird sich das nicht geben. Kyusho ist keine Wunderwaffe. Kyusho ist harte Arbeit, wenn man es richtig machen will. Solche großen Unterschiede sind auch damit nicht ausgleichbar. Gerade letztes Seminar hatten wir's davon, dass unsere beiden Trainer nie im Leben auf den Gedanken kommen würden, sich einem Profiboxer zu stellen. Die wären nach dem ersten, wenn auch (für Kyushoverhälltnisse) ungezielten Treffer ko. Da passt die Relation einfach nicht.
@Daeel
Dann meinen wir ja das Gleiche :)
Als einer der beiden soviel dazu: Wer der Meinung ist, in den Ring gehen zu wollen um das auszuprobieren, mag das tun. Mir persönlich wären das zuviel Schmerzen. Ein Profiboxer ist in der Regel in der Lage seine Distanzen zu halten und weiß auch, wie man Leute umhaut. Da wäre für mich nicht die Frage, schaffe ich es den umzuhauen, sondern nur, wie lange könnte ich da wohl stehen bleiben, da ich nur mit viel Glück an den rankäme. Und das ist ne Erfahrung aus viel Sparring mit Amateurboxern (Kann ich jedem Kampfsportler nur empfehlen, holt einen schnell in die Realität zurück ;) )
Zu den Videos: Das sind - so ziemlich alle - Videos, die nicht irgendwelche Kampfsituationen darstellen, sondern versuchen Techniken so zu zeigen, dass Leute die Kyusho machen sie verstehen können, um sie zu probieren. Innerhalb der Kyusho International ist es seit zig Jahren usus, dass man Techniken, die man im zentralen Forum erklärt, auch aufnimmt und postet, damit andere das üben können. Da die paar Leute, die das machen, auf der ganzen Welt verteilt sind, ist das der beste Weg des Austausches.
Es macht da keinen Sinn ganz toll seine Kampfkraft zu demonstrieren, denn dann sieht keiner mehr was. Daraus hat sich über die Jahre ein gewisser Stil für die Aufnahmen entwickelt, der vieleicht nach nicht viel aussieht, aber optimale Informationsweitergabe sicherstellt.
Das mag für den Außenstehenden nach rumgeeier aussehen, hat aber seinen Sinn.
Nur, wenn ich einen Schlag auf einen Kopfpunkt haue und der nicht umfällt, habe ich ihm immer noch eine ins Gesicht gesemmelt. Durch das Zielen auf den Druckpunkt erhöht sich lediglich die Wahrscheinlichkeit, dass der umfällt. Es wird schlimm wenn sich jemand in einer Notwehrsituation auf die Akupunkturpunkte konzentriert, einen KO wie im Training erwartet, dieser jedoch nicht erfolgt. Und zwar so einfach wie in den Videos von und mit Herrn Pantazi dargestellt. Wie oft hat man in einem realen Kampf die Möglichkeit verschiedene Punkte "auszuprobieren", wenn der Angreifer sich ebenfalls wehrt? Nicht sehr häufig ohne zumindest selbst getroffen zu werden. D.h man muss die richtigen Prioritäten setzen:
Nur weil ich auch die Punkte kenne, heißt das nicht, dass ich den Ellenbogen zur Nase vergessen habe. Aha!
Wir empfehlen nur, wenn man schon schlägt oder greift, das mit Hirn und gezielt zu machen und sich nicht auf die Hoffnung auf einen Lucky Punch zu verlassen. Das sehe ich ganz genau so.
Wer mich kennt, weiß recht genau, dass ich meistens die neurologischen Zusammenhänge und nicht irgendwelches Chi-Zeug unterrichte. Wer glaubt, er könne in der Geschwindigkeit eines Kampfes irgendwelche TCM Theorien runterrechnen, um die richtige Reihenfolge irgendwelcher Elemente unter beachtung der Tages- und Jahreszeit einzuhalten, ist nicht wirklich zurechnungsfähig. Man nimmt einfach den Punkt, der sich als nächstes anbietet. Wirkt der, ist´s gut, wirkt der nicht macht man weiter. Oh, das hört sich aber für mich ganz anders an, als das was ich bisher aus der Kyusho-Szene kenne. Denn die Kunst des "Dianxue" leitet sich doch aus der TCM ab:
Der Praktizierende des Dianxue muß den Körperbau seines Gegners unter dem Aspekt der klassischen Akupunktur genauestens kennen.
Nur warum sollte ich mir die Mühe machen die Akupunkturpunkte auswendig zu lernen, wenn ich mich auf verfügbares, nachhaltigeres Wissen der Anatomie und Physiologie stützen kann? Ich weiß z.B. wo Nerven entlang laufen und wo Nervengeflechte liegen und kenne die Folgen bei einer Einwirkung.
Wo die Punkte liegen ist einfach festzustellen, da wo´s am besten wirkt. Wo die bei verschiedenen Menschen liegen, lernt man wenn man mit verschiedenen Parntern übt. Und besonders geheim ist das auch nicht. Frag mich wenn Du zu irgendeinem Punkt was wissen willst, und ich erklärs Dir gerne. Danke, für dein Angebot!
[...]Obendrein sind sie mit Fehlern bei der Übersetzung sehr alter Begriffe behaftet. Ein mangelhaftes Verständnis oder der falsche Gebrauch fragmentarischer Kentnisse auf diesem Gebiet kann sehr leicht gefährlich werden. Dies gilt sowohl für die Art und Weise, Vitalpunkte anzugreifen als auch dafür, Schädigungen an ihnen zu beheben. Es ist sicher kein Zufall, das gewisse Zeichnungen und Kommentare des Bubishi besonders flüchtig und knapp ausgeführt wurden.
Welche sind das?
Viele Punkte müssen geheim bleiben. Das liegt in der Verantwortlichkeit eurer Budo-Meister und ist insbesondere abhängig vom Stand eurer inneren Entwicklung.
Welches sind die Punkte zur Wiederbelebung?
Die katsu? Da ist zunächst das kikai-tanden, etwa sechs bis sieben Zentimeter unter dem Nabel und zwischen zwei Akupunkturpunkten gelegen: man nimmt die Haut mit der Hand und dreht kräftig. Das wirkt bei einem Koma und auch gegen Typhus und Cholera...
Mit den aufgezählten Kampffaktoren kann man dann so ziemlich jede Kampfsportart leicht totreden. Also ja, wenn man völlig verängstigt im Winter bei Regen in beängenden Klamotten, verletzt gegen 250 bewaffnete Gegner in einer unbeleuchteten Telefonzelle kämpfen muß, hat man mit egal welcher Technik echte Probleme.
Aber ein Praktizierender des "WC" wird sich in einer solchen Situation doch wie zu Hause fühlen. ;)
In den Videos wird propagiert oder suggeriert das man mit einer leichten Berührung oder leichtem Schlag einen Gegner ausser Gefecht setzen kann: das kritisiere ich vor allem, sowie die Methode und Didaktik. SV-Hybrid-Stile (Krav Maga, etc.) machen keine unhaltbaren Versprechungen oder nähren unerfüllbare Erwartungen. Sie arbeiten nach dem Motto "keep it simpel and stupid" und versuchen die Ursache, den Gegner, wirklich ausser Gefecht zu setzen; setzen also die Prioritäten anders. (s.o.)
Die Wirkung eines Gelenkhebels oder Würgers in harten Freefights ist erwiesen. Ein Boxer schlägt mit einer Schlagkraft von etwa 450kg zu, was völlig unabhängig von irgendwelchen Punkten, die er mit Sicherheit "auch" treffen wird, zu einem "contre coup" respektive einer Gehirnerschütterung führt.
Wenn ihr da auch kein besseres Angebot habt, wie eine 45kg Frau einen 130kg Mann bekämpfen kann, biete ich ihr weiter meine Sachen an. Das gibt wenigstens ne Chance. In einem Duellkampf hätte die Frau realistisch betrachtet keine Chance und es ist nur seriös dies genau so zu vermitteln! Aber (Frauen-) SV ist viel mehr als nur Techniktraining - und ja, es gibt viel bessere Möglichkeiten für eine Frau als sich auf einen Duellkampf einzulassen.
Grüße
Literatur:
*Bubishi - An der Quelle des Karatedo, Roland Habersetzer, Palisander-Verlag, 2. Auflage 2006, ISBN 3-938305-00-2, S.190ff.
**Zen in den Kampfkünsten Japans, Taisen Deshimaru-Roshi, Werner Kristkeitz Verlag, ISBN 3-921508-04-5, S.91f.
Wie kann eine 45kg Frau einen 130kg Mann bekämpfen ?
Sie fragt ihn: Was ist braun und dreht sich ?
Achselzucken seinerseits.
Der Griff an seine Brustwarze und ein kurzer Dreh (links und rechts)
hat ihn sehr schnell eines Besseren belehrt.
(eine meiner Schülerin bei ihrem Ex-Macker)
Und was ist rot und dreht sich ? richtig :D
Aua!!! Aber klasse Idee!!! :halbyeaha
DrunkAndStupid
16-07-2009, 00:43
Nun,
Schon mal daran gedacht dieses Kyusho Jutsu vor einem Kampf zu verwenden?!
Ich meine, auch wenn es zu einem Kampf kommen sollte (Straße), wird sich keine Kampfmusik im Hintergrund anmachen und ihr beide steckt schon in der Verteidigungsstellung, wie in einem Videospiel.
Meistens kommt die (Achtung, selbst benannt):
- Feindlich-Anwesender Phase
- Drohen Phase/ verbale-Konfrontations Phase
- Außer-Kontrolle-Kampf-und-ein-Held-geht-dazwischen Phase (:rolleyes:)
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Wäre es nicht sinnvoll den Gegner mit einem Kyusho "klapp-klapp" vor dem Kampf kampfunfähig (jeder mags interpretieren wie er will) zu machen.
Nun,
Schon mal daran gedacht dieses Kyusho Jutsu vor einem Kampf zu verwenden?!
[ ... ]
Wäre es nicht sinnvoll den Gegner mit einem Kyusho "klapp-klapp" vor dem Kampf kampfunfähig (jeder mags interpretieren wie er will) zu machen.
Klar! Wenns möglich ist, immer! Ist immer besser, das ganze gar nicht erst eskalieren zu lassen. Man muss halt abwägen können, wann denn der richtige Zeitpunkt dafür ist. Zu früh ist doof (kein Grund zum Angreifen gehabt) und zu spät ist auch doof (schon eine/mehrere eingesteckt zu haben). Und ist halt doof, wenn man so trainiert, dass man automatisch jedem, der einem zu Nahe kommt oder einen anfasst, direkt eine verpasst ^^ Womit wir wieder beim gesunden Menschenverstand wären.
@ Rafaelo
Zur TCM:
Das Dian Xue oder Kyusho leitet sich geschichtlich schon aus der TCM ab, ihre Theorien passen aber nicht immer. Das Problem mit Kyusho, so wie es heute unterrichtet wird, ist das, dass es nicht wirklich aus Asien 1 zu 1 übernommen wurde. Dillman hat mit als erster Sachen veröffentlicht, die er dort gezeigt bekommen hat. Er hat jedoch nur den Einstieg gezeigt bekommen und sich den Rest mit seinen Schülern erarbeitet. Die haben lang und systematisch geforscht, wo und wie man das verbessern kann und diese Forschung läuft heute noch weiter.
In Ermangelung irgendeines theoretischen Systems oder Gerüsts wurde dann die TCM genommen, da man der Meinung war, was für die Akupunktur gilt, müßte auch für das Kyusho gelten. Auch wurden sie durch geschichtliche Quellen wie das Bubishi darin verstärkt. Leider hat sich im Rahmen der Weiterforschung rausgestellt, dass einiges auf das Kyusho nicht passt, einiges überflüssig ist oder sogar falsch ist. Anderes kann man sehr gut nehmen, um sich verschiedenes leichter zu merken als mit der westlichen Erklärung.
Daher verwirrt es eher als es nützt, sich ein Akupunkturlehrbuch zu nehmen und dann zu glauben, man verstünde Kyusho. Dazu kommt, dass die TCM in ihren Verästelungen nicht wirklich leicht zu verstehen ist. Man kann da tolle Ansprachen halten, die 90% der zuhörenden absolut nicht verstehen oder brauchen und sehr weise wirken, oder die Zeit besser zum trainieren nutzen.
In der KI halten wir das recht einfach. Bis zu einem gewissen Level wird die Methode: "Schlag da, das tut weh" genutzt, da einem die tollsten Theorien nicht das geringste nutzen, wenn man anschließend am Punkt vorbeihaut.
Was aus der TCM genutzt wird, ist die Lage und Bezeichnung der Punkte Sämtliche Akupunkturpunkte liegen an Stellen, an denen man leicht an die darunterliegenden Nerven rankommt. Warum soll man sich die Mühe machen, mittels Anatomiebüchern und Probanten lange zu forschen, um dann die gleichen Stellen zu finden? Ansonsten sagte das Bubishi das gleiche, was ich auch heute meinen Schülern sage: Wenn ihr das lernen wollt, müßt ihr euch auch mit medizinischer Wissenschaft beschäftigen.
Zur Anwendbarkeit:
Wenn jemand davon ausgeht, er könne nach einem Seminar mit Evan Pantazi oder dem Kauf eines Videos von ihm das mit der gleichen Lässigkeit machen, ist das das gleiche, wie wenn ich mir die Dartpfeile von Phil Taylor kaufe und glaube ich könnte dann ganz entspannt eine 180 nach der anderen werfen. Evan macht das wirklich so easy. Er hat aber auch knapp 30 Jahre Übung darin.
Genauso wie sich ein Grüngurt im realen Kampf eher selber schadet als dem Gegner, geht es einem Anfänger im Kyusho auch. Der darf nicht erwarten, dass alles immer funktioniert.
Und dann macht doch nicht immer alles am KO fest. Der KO ist nur eine Spielart dessen, was ich mit Kysho machen kann. Das wird relativ schnell langweilig. Ich kann die Punkte nutzen auch für Würfe, zur Verstärkung von Hebelwirkungen, für Festlegetechniken, zum Lähmen von Gliedmaßen, selbst um mit relativ wenig Kraftaufwand an verschiedenen Stellen Knochen zu brechen und alles mögliche andere nutzen. Im realen Kampf ist spätestens das gebrochene Bein manstoppend.
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