Hallo Wizard
Taekwondo und Karate haben den gleichen Ursprung ..kommen aus Okinawa.
Beide Kampfsport-Arten habe ich geübt und stelle nicht alles was es an Unterrichtsfächer gibt infrage.
Deine Gedankenspiele kann ich verstehen.
Habe selbst jahrelang dies im Kampfsport- Unterricht gelernt: Grundschule - Formenlehre - Freikampf.
Wäre ich beim Taekwondo geblieben, würde ich Dir voll zustimmen und jede andere Ansicht sehr mißtrauisch betrachten.
Nehmen wir Taekwondo da wird schon zwischen traditionellem Taekwondo ( von 1940 ?) dem der ITF mit neuen Formen und Leichtkontakt und dem der WTF
mit Brustpanzer, Vollkontakt und wieder anderen Formen unterschieden.
Dann wirst Du mir nicht widersprechen, das Training für einen Wettkämpfer der WTF - Olympischen Spiele - unterscheidet sich gewaltig, von dem was die Breitensportler
im Verein üben.
Aber alles ist Taekwondo und im Karate ( woher das Taekwondo kommt ) wird sich angepaßt um auch olympische Sport-Art zu werden.
Der Freikampf ist daher schon sehr unterschiedlich aufgebaut.
Die Wettkämpfer der ITF - Taekwondo können daher in einigen Verbänden des Kick-Boxens mitmachen, da die Regeln sich nicht grundlegend unterscheiden.
Was bei der WTF nicht möglich ist, bei den Kwon -Schulen ohne Kontakt auch nicht.
Würde ich anders beurteilen:
Zitat:
Ähnlich verhält es sich mit Formen, die sich durch alle Kampfkünste ziehen, ob es Kung-Fu,
Ninjitsu, Iai-Do, Kendo, Karate, Judo usw. ist... Erst die Summe aller Teile ergibt ein Ganzes.
Im Judo gibt es nur Formen -Lehre mit einem Partner.
Die Karate - Formen sind für die Olympischen Spiele neu aufgestellt worden.
Gab es eine Diskussion im Karate-Teil.
Einige Karate- Richtungen kennen die Formen nur mit einem Partner.
Im Taekwondo werden die Formen im Wettkampf - nach sportlichen Gesichtspunkten beurteilt.
Bei der WAKO - Kick-Boxen gibt es Musikformen unterteilt in Hard-Style( aus Karate und Taekwondo ) und Soft-Style ( aus Kung-Fu , Capoeira)
und sogar Waffen- Formen...
Wie im Taekwondo oder Karate ... wird es selten einen Trainer geben, der erklären kann, welche Bedeutung oder Anwendung - wenn es eine gibt -
in den Formen verborgen sind.
Daher habe ich mir diese Frage, selbst gestellt !
Warum soll ich Formen lernen? Möchte ich Gymnastik machen, gibt es bessere Möglichkeiten.
Für das Sparring, übe ich besser an Hand-Pratze, Schlagpolster, mit einem Partner.
Sollten es Bewegungen sein, die das Qi anregen.. gibt es Qi Gong.
Zitat:
Traditionelles Sparring hatte auch nicht viel mit Kick-Boxen zu tun. Wir in unserer Zeit haben
immer den Anspruch, dass das, was wir tun, das ultimative ist. Wir vergessen aber gerne, dass
schon hunderte Jahre vor uns gekämpft wurde. Und das ernsthaft, teilweise auf Leben und Tod.
Somit kann man den alten Kampfkünsten, wie auch immer sie wirklich ausgesehen haben, nicht
ihre Effektivität oder ihren Nutzen absprechen.
Von welcher Richtung des Taekwondo sprichst Du?
Taekwondo - besser noch bekannt unter koreanischem Karate - wurde von Einheiten der" Südkoreanischen Armee " während des Einsatzes in Vietnam
geübt. Aber der Kampf wurde natürlich mit modernen Waffen geführt.
Könnte Dir den entsprechenden Link heraussuchen.
Wieder möchte ich einen Einwand vorbringen.
Natürlich werde ich mich mit den Techniken verteidigen, die ich in meiner Kampfsport-Art ständig geübt habe.
Nur - ist meine Sichtweise vielleicht etwas anders - ich rechne mir gegen einen Messerangriff, eine Schußwaffe - wenig Erfolg aus.
Betone Kick -Boxen ist eine Sportart. Die es mir erlaubt, mit Hand- Fuß- und Kopfschutz mit einem Partner Techniken zu üben oder Sparring zu machen.
wobei das Verletzungsgefahr gering ist.
Es gibt daher im Kick-Boxen wie im Taekwondo extra Selbstverteidigungstechniken.
Ich bin noch immer begeistert von Taekwondo.
Zitat:
Das Taekwon-Do soll eine generelle Kampfkunst und Kampfsport sein. Nicht das olympische
Taekwondo, das in meinen Augen nur Wettkampf und Kommerz ist. Aber das ist meine Einstellung.
Wie definierst Du Kampfkunst?
Das Taekwondo das im Breitensport- Verein unterrichtet wird und bis ins hohe Alter ausgeübt werden kann.
Diesen Gedanken von Dir stimme ich voll zu und bedanke mich für die freundliche Unterhaltung.
Zitat:
Wer also keine Formen machen möchte, soll sie weglassen.
Es ist schade, wenn man Trainer hat, die einem Grundlagen nicht erklären. Nicht sagen können,
was man da eigentlich gerade für Bewegungen macht. Das sollte so nicht sein und macht den Sport
und die Kunst dahinter nicht gerade attraktiv...
Ich hoffe, ich konnte mal eine andere Perspektive eröffnen !?
:yeaha: