Zu den "Regeln":
Wie ich schon weiter vorne andeutete gibt es sehe ich grundsätzlich zwei Arten (incl. Mischformen) Regeln zu benutzen:
1.) Ich halte mich selbst daran, weil die mir als Wegweiser für ein gelingenderes Verhalten dienen und dadurch mein Leben vereinfacht wird.
Dann muss ich nicht jede Situation einzeln abwägen, z.B. ob es noch reicht, über die Straße zu gehen, bevor das Auto kommt, sondern ich gucke einfach ob rot ist.
2.) Ich fordere von anderen die Einhaltung der Regeln, da ich mir durch die Einschränkung der Freiheit der anderen eine Erleichterung meines Lebens erhoffe.
Beim Ampelbeispiel muss ich natürlich auch drauf vertrauen, dass die anderen bei Rot anhalten, sonst schränke ich mich nur selbst ein und die anderen haben immerhin bei Grün mit einem Fußgänger weniger zu rechnen.
Wenn ich für mich allerdings z.b. die Regel "Hara Hatchi Bu" entdecke, dann habe ich einen Nutzen, ohne die anderen zu der Einhaltung dieser Regel zu bekehren.
Besuche ich einen Kommunikationskurs oder lese ein entsprechende Buch, dann erhoffe ich mir ja Informationen, die nicht allgemein bekannt sind und auch nicht allgemein eingehalten werden.
Gerade wenn es um Beeinflussungskunst geht, ist so ein Wissensvorsprung ja vielleicht sogar erwünscht.