Zitat:
...Sandra Ciesek
Zum einen liegt es daran, dass der Schutz nicht 100 Prozent ist. Es gibt immer einzelne, die trotz der Impfung keine Antikörper bilden. Die haben natürlich auch weniger Schutz. Zum anderen muss man hier einmal den Begriff sterile Immunität erklären. Das heißt: Gibt es Antikörper auf der Schleimhaut, also da, wo die Übertragung stattfindet, in der Nase, im Rachen? Oder habe ich Antikörper im Blut und bin geschützt vor einer schweren Erkrankung? Oft ist es so, dass man nur sehr kurz oder nur eine kurze Zeit Antikörper hat, die vor einer Infektion schützen und man sich deshalb infizieren kann, also die Eintrittspforte, Nase, Rachen, bilden keine Antikörper, die eine Infektion verhindern, aber dann im Gewebe, in den Lymphknoten, im Blut sind Antikörper, die, wenn das Virus dann doch in den Körper gelangt, natürlich sofort reagieren und diese schweren Verläufe verhindern können. Das ist völlig normal. Das kennen wir auch von anderen Erkrankun-gen, dass man sich zwar infizieren kann, aber nicht
schwer erkrankt. Deshalb ist es wirklich so, wenn man geimpft ist, ist das Risiko, dass man sich ansteckt, natürlich verringert, dass man schwer erkrankt oder daran stirbt, noch viel, viel geringer. Studien zeigen auch, dass wenn man geimpft ist und sich infiziert, hat man eine deutlich reduzierte Viruslasten und auch scheidet das Virus kürzer aus, sodass das auch hilft, die Übertragung auf Dritte zu verringern. ...