Diesem Satz entnehme ich, dass du entweder Einblick in die Geschäftsunterlagen der WingTsun GmbH & Co. KG hast oder zu einem großen Mitanbieter gehörst.
Welches von beidem ist richtig?
Darf man Fragen, in welcher Funktion du dort tätig bist?
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Ich hätte es wissen müssen, dass das jetzt kommt. :rolleyes:
Ja, in der Hinsicht, wie Du das verstanden hast, hast Du recht. Nur habe ich das ein klein, aber entscheidendes Wenig anders gemeint. Was Du meinst, gilt in vielen Sportarten, auch im Tischtennis, im Fechten etc. (Antizipation). Wovon ich rede ist der Kontakt, der durch entsprechendes Training dazu führt, das sich aus einem Selbst und dem Gegner ein Ganzes bildet und jede Veränderung, gerade auch jene, die zu Bewegungen führen, das Selbst ebenfalls betrifft und es hierdurch zu einem "Wissen" wird, was gerade IST. Das hat wenig mit Antizipation zu tun, eher mit dem steten "im Gleichgewicht" sein, wobei der Gegner Teil dieses Ganzen ist. Da jede Bewegung IM KÖRPER einer Vorbereitung notwendig mach, um a) die Struktur und b) das Gleichgewicht aufrecht zu erhalten, verändert diese interne Vorbereitung (Muskelveränderungen, Sturkurveränderungen...) damit das von einem selbst mitbestimmte Ganze.
Individulle sehr verschieden ausgeprägt. Auch 1976 war DIESER Teil der Gruppe eine Minderheit (nicht nur im WT)....Zitat:
erscheint mir inzwischen von Jahr zu Jahr schwieriger weil sich niemand mehr schinden will - und die unvermeidlichen Blessuren fürchtet / meidet
Am besten noch, bevor er sich überhaupt bewegt.... (Nur: Ist das SV?) Eines der SV-Probleme liegt darin, kein AUGENSCHEINLICHER Angreifer sein zu "dürfen". Das verändert Vieles.Zitat:
Vereinfacht : den Gegner sofort abschießen !
Der hier geforderte Gutmensch, der ohne Eigennutz und in sozialer Selbstaufgabe alles investiert und nichts zurückerwartet, wird am Ende derjenige sein, der von dem Groß der Lernfordernden hemmungslos ausgenutzt wird.Zitat:
Es gibt aber schon immer ( !!! ) fast überall Schulen oder Interessengruppen in denen vorrangig um der KK/KS Willen und SPASS trainiert wird ... und die Kosten auf die wirklich unvermeidbaren lfd. Unterhaltskosten gegrenzt sind.
Eben! .....Zitat:
Irgendeinen Preis muss man immer zahlen.
Eben. Deswegen muss auch nicht jeder Ausbilder werden, um ein guter Kämpfer zu werden. "Das System" schreibt nicht vor, es nur über den Weg zu erreichen, ein Schulleiter zu werden. "Die Gruppe" (Verein, Verband, Interessengemeinschaft) schreibt vor, in der einen oder anderen Weise auch für sie da zu sein. So macht im Verein der Eine den Kassenwart, ein Anderer stellt seinen Keller zur Verfügung, Andere mieten Räume oder Gebäudeteile an, etc.... Und wenn aus Klein Groß wird, werden die Aufgaben nicht klein bleiben, die neben der eigentlichen KK zu erfüllen sind.Zitat:
Und nebenbei: ist es für einen "Kämpfer" das höchste Ziel Ausbilder zu werden und anstelle an der eigenen Fähigkeit weiter zu arbeiten sich mit Tante Freida und Bewegungsmutant Horst rumzuärgern - wissend das es sinnlos ist ?
Nein, als Dienstleistung. Sie kann nie Ware sein.Zitat:
KK als Ware ???
Wofür? Trainer, Massage, Mediziner, Manager, Fotograf, .... was wurde ihm gezahlt für Werbung, Fernsehen.... Profisport ist immer profitorientiert. Und immer profitierten beide Seiten, sonst wäre es ein schlechtes "Geschäft".Zitat:
Was hat wohl Mike Tyson gezahlt ?
DAS mus man eben trennen - der Sport auf der einen Seite, das Business auf der anderen Seite. Der Profisport nimmt sich die Freiheit der finanziellen Freiräume, um für den Sport optimierte Verhältnisse zu schaffen, die Spitzenleistungen ermöglichen. Da ist kein olympischer Gedanke, da ist zielorientiertes Handeln angesagt, Unabhängigkeit von "störenden" Faktoren, wie nebenher einem Beruf nachzugehen oder finanziell von "Gönnern" abhängig zu sein.Zitat:
Ich glaube ich weis es: Blut, Schweiß, Trainen,
Viele sind genau daran gescheitert, dass ihre Erwartungen an eine Selbstständigkeit im Bereich von KK und Sport nur das beliebte "Hobby" im Fokus hatte, die Notwendigkeiten professionellen Handels aber nicht kannten.
"Transparenz der Preisstruktur" bezieht sich auf SG und HG. Nicht speziell auf Meister.
Typisch deutet Ausnahmen an.
Ich meinte selbstverständlich Stunden. Nicht Tage. Und Lehrgänge allgemein. Nicht zwingend Prüfungs-Lehrgänge.
Oder müssen Prüfungs-Lehrgänge der EWTO Preisstruktur folgen?
Also kann ich davon ausgehen, dass die Lehrgangs-Zeiten und somit auch die Lehrgangs-Preise im Buch für Schulleiter nicht bindend sind.
Veranstaltet ein Lehrer einen Lehrgang von 10-16 (incl. 1 Std) Pause kann der Lehrgang deutlich mehr kosten (natürlich auch weniger) als der beschriebene 4 Std zu 50€ Lehrgang der EWTO.
Handelt es sich denn um Zeitstunden (60 Minuten)? Oder um eine alternative Stundenzeit? Zum Beispiel Schulstunde (45 Minuten).
:)
:o
Lieber Herb,
das ist auf den Punkt exakt das Wahrnehmungsprinzip von Tango Argentino.
Eigentlich immer von Disziplinen, bei denen mit zwei oder mehreren Körper als wie ein einziger agiert werden muss. Hier gebe ich zu, dass dies ein wirklich äußerst hohes Niveau an Körpergefühl benötigt, das über die Wahrnehmung des eigenen Schwerkraftfeldes auch noch die Kräfte miteinbeziehen muss, die von dem oder den anderen Körpern in das Gefüge miteinfließen. Es erfordert extrem viel Übung eben unter Körperkontakt und auch in dem Bewusstsein, wohin wessen Kraft fließen muss, um das Gefüge aufrecht zu erhalten bzw. bewusst aus dem Gleichgewicht zu bringen. Plus das Gefühl für jede Faser des eigenen Körpers und seiner Spannungen im Schwerkraftfeld.
Dennoch liegt im WT ein riesen Anteil an Antizipation vor, weil tatsächlich bereits vor einem Kontakt vorangepasst wird. Der Kontakt also vorweg genommen wird.
Es ist ja auch nicht weiter schlimm und soll ja auch nicht werten (im Gegensatz zu diversen Fachbüchern die immerzu am bewerten, was ein intelligentes System ausmacht und weshalb andere Systeme doof sind -> nur das ist der Punkt der Kritik, die Überheblichkeit)
derKünstler hat's schon gut beschrieben :)
Mal was ergänzen: in meiner "Sturm-und Drang-Zeit" liebte ich den
intensiven ( gemeinsamen ) Körperkontakt indem ich mein Gegenüber
herzhaft umarmt habe - hochgehoben - und innig geknuddelt - - - was
die meisten völlig aus der Fassung brachte - die wollten schnell raus / runter ...
und gemein wie ich nun mal war stellte ich die dann so ab dass sie das auch
nicht mochten - an die Wand gedrückt ( besser geknallt - enormen Eindruck gemacht )
oder etwas verdreht auf eine runterführende Treppe ( soweit vorhanden ) ...
wobei die Treppe die weitere Bearbeitung übernahm.
Ich bin wie bekannt absolut nicht groß gewachsen - dafür dank Training recht
kräftig - und ich weis nun mal die Umgebung mit zu nutzen - etwas, dass ich
in den allermeisten KK ( KS sowieso - die dürfen das nicht und deswegen
wird's nicht trainiert - es sei denn ein "SV"-Kenner bringts zusätzlich rein )
nicht sehe.
"Fairnis" und "sportlicher Gedanke" habe ich stets hoch geschätzt und
praktiziert - natürlich bis auf die Ausnahmen wo das Tier raus kam ( gelockt
wurde ) - aber deswegen auf die VIELEN Möglichkeiten freiwillig verzichten
die die Umgebung IMMER anbietet ?
Nochmal zu "Antizipation":
perfektes !!!! Beispiel ist IAIDO !
Einen Fehler macht man da nur ein einziges Mal !
Generell ist die Arbeit mit Waffen ZWINGEND exakter - gerade wegen der
sehr unangenehmen Folgen von Fehlern !
Hab's mehrfach im Escrima erlebt dass der Stock mit dem Kopf geblockt wurde.
Im Kreiskrankenhaus Heppenheim kannten die mich schon - als
Krankentransporter :)
Und auch ich habe mir den Fehler erlaubt einen "Block" halbherzig zu
machen in der Erwartung ( vollidiotisch - von mir ) der Trainingspartner
würde "so" einsetzen wie damals alle ( Rene-Lehrgang auf Schloß ) - und dann
haut der zu wie ein Irrer ( oder besser: so wie man es macht ! ) und haut
mir den eigenen Stock an die Birne - hat stundenlang geklingelt - - -
und ich habe was gelernt.
Mit dem Gegner "ein Ganzes zu bilden" ... erfordert einen Gegner der das
zuläßt.
Ja - mit dem kann man "spielen".
Wenn er es zuläßt.
Wieder mal: genau das was ChiSao voraussetzt - einen "passenden" Gegner.
Und der elende "SV"-Ausreden-Kram: NIEMAND MUSS ABWARTEN BIS ES
EINSCHLÄGT ! EINE ERNSTHAFTE BEDROHUNG GENÜGT ! WER LÄNGER ABWARTET
GEFÄHRDET SICH SELBST IN HÖCHSTEM MASSE !!!
Rauferei vor der Disco ist was Anderes wie Brutalitäs-Exzess in der
Bar .... es gibt sie immer noch und tatsächlich: Rausschmeißer, "Geschäftsführer".
"Nachtwirte", Zuhälter ... und schlichte kriminelle Typen die da verkehren
und nach eigenen Regeln leben - und wer da rein gerät - für den gelten
diese Regeln ausnahmslos auch !
Lösung: weg bleiben ! ... zu einfach ... aber genau das hilft !
( oder mitspielen und sich an die Regeln halten - und NICHT rumtönen
man mache WT ... :D )
Klar darfst du fragen - wie ca. 1.000 mal andere zuvor - und genau so oft
kriegst du keine Antwort !
Was recht unnötig ist - sehr sehr viele hier wissen wer und was der Herb ist :D
Was die Akzeptanz seines "Arbeiten aus dem Untergrund" nicht einfacher macht.
Kindisches Versteckspiel.
Wer ernst genommen will - muß auch dazu und zu seiner Person stehen.
Da du neu bist: keine Ahnung wie viele - sicher über 100 - wissen wer ich bin :)
Hab mich auf die Anonymität als "SPIEL" eingelassen das mir "lustige"
Profil-Bilder und Signaturen ernöglicht - kindischer Opa - ich :o
Nochmal: der Clip war ein BEISPIEL ob es sich bei dem angesprochenen
Sparring - für ALLE und AB BEGINN - um so etwas handelt - - - in der
Erwartung mehr Details zu erfahren. Also eine Anfrage - be-clip-bildert.
Vor 40 Jahren kam in JEDEM Training das Kommando "lockeres Randori"
was regelmäßig zu schweren Verletzungen führte ( Rippenbrüche,
Leberriß, Milzriß - die lächerlichen Blutergüsse und wackeligen Zähne
hat eh keinen interessiert ).
Zählt alles zu "Sparring" - deswegen ist es immer interessant WAS
individuell darunter verstanden wird.
Nein, muss er nicht zulassen oder nichtzulassen, weil es unabhängig von seinem Wollen ist, einzig von der Existenz eines Kontaktes. Eher ist es DANN so, dass ich selbst zulassen KANN, wie/wohin der Gegner sich bewegt.
... Rein eine Frage der Rechtsfolgen, wie man agieren "möchte", diese Folgen dann auch in Kauf nehmen zu wollen. IM EXTREM geht mal lieber in den Bau, als in die Urne. Nur MUSS eine gesetzeskonforme SV-Ausbildung immer berücksichtigen, das es AUGENSCHEINLICH um VERTEIDIGUNG geht, nicht um Angriff.Zitat:
Und der elende "SV"-Ausreden-Kram: NIEMAND MUSS ABWARTEN BIS ES
EINSCHLÄGT ! EINE ERNSTHAFTE BEDROHUNG GENÜGT ! WER LÄNGER ABWARTET
GEFÄHRDET SICH SELBST IN HÖCHSTEM MASSE !!!
Richtig, nicht jeden Schuh, der einem gereicht wird, muss man anziehen.Zitat:
Lösung: weg bleiben ! ... zu einfach ... aber genau das hilft !
Zu 1: ich habe vor langer Zeit einen Gracie-bjj-(An-) Griff gelernt der bei
99 % der mögliche Situationen durchkommt - ob der Gegner will ( unwahscheinlich ) oder nicht ( Regel ) - die Leute haben es extrahiert
inkl. der Risiken so zu agieren - und es bleibt 1 % Zeit für irgendwelche
störenden Aktionen !
AUCH daraus ist meine eigene Entwicklung entstanden / angepaßt.
Zu 2.: machen wir es uns einfach - wer kommt um was zu lernen mit
welcher Wahrscheinlichkeit es anzuwenden ?
Kein Ring, kaum Sparring der harten Art, keine Wettkämpfe ...
Klar kann dann das Training entsprechend aussehen :)
Zu 3.: was diese Gruppe angeht - die findet man ohnehin kaum in KS,
noch weniger in KK
Sehe ich auch nicht mehr so.
Sowohl ich als auch der Gegner sollte stets entscheiden zu können, mitzuspielen oder nicht.
Der Zustand der totalen Kontrolle ist, wenn überhaupt, ein mögliches Endziel, beispielsweise in einem Hebel zu stecken und keineswegs ein permanenter Zustand. Ich könnte doch jederzeit umdrehen und weglaufen oder mich dauernd im Ring bewegen, mich fallen lassen, rumblödeln, ohne dass das kontrolliert werden könnte.
Ganz anders beim Tanzen!!
Da möchte man ja miteinander harmonieren und BEIDE (!) müssen um das Gleichgewicht bemüht sein, sonst bricht die Bewegung vzw der Kontakt ab.
Im CS oder ähnlichen Übungsformen bekommt man natürlich die Illusion der totalen Kontrolle, aber mehr als eine Illusion ist es nicht. Erst wenn ich tatsächlich vollkommen dominant bin, habe ich diesen Zustand theoretisch.
Zumindest sollte das bewusst sein, wenn man solche Sachen übt und sich womöglich darin verliert.