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„Wissenschaftlich“ meint doch wahrscheinlich in diesem Kontext „systematisiert“.
Wong Shung Leung hat seinem Ving Tsun doch auch das Beiwort „scientific“ gegeben.
Im Sinne einer klar strukturierten, aufeinander aufbauenden und transparenten Lehrmethode.
Ist doch nur Marketing. Die Qualität des Angebotenen kann man meiner Meinung nach danach nicht beurteilen.
Ja, klar. Das ist doch der Sinn von Marketing.
-->Persil wäscht eben weißer als weiß<--
Das alleine kann ich ihm jetzt nicht vorwerfen. Über alles andere an der Person und seinem Angebot kann ich keine Aussage treffen.
Diese Selbstüberhöhung teilen auch noch andere (siehe bspw. Chenjiagou, Shaolin, etc...) und fahren damit finanziell ganz gut.
Das ist leicht:
"Chen’s big heartedness, his outstanding Taijiquan skills, and his personal characteristics make him highly respected around the world. He is truly the most outstanding (!!) Chen family Taijiquan master of his generation and a world-renowned martial artist."
(Quelle: https://chenxiaowang.com/)
Kampfkunst scheint Profilneurotiker anzuziehen ;-)
Ich sehe da durchaus Ähnlichkeiten. Wirkt doch ähnlich in seiner "Bescheidenheit". Nicht direkt artikulierter Hohheitsanspruch inklusive.
Genügend unkritische Schüler sind mir in dieser Linie auch schon unterkommen. Konstruktive Kritik ist nach meiner Erfahrung bei denen ebenfalls nicht erwünscht. Undifferenzierts Gelaber über Energetik und Chi inklusive.
Duan-Grade für Ausländer im Zusammenhang mit der staatlich verwalteten "Chinese Wu Shu Association" finde ich ebenso mehr als suspekt und lässt mich an Graduierungen bspw. im EWTO-WT denken.
Aber solange erwachsene Menschen freiwillig ihr Geld für so was hergeben und sich dabei freuen, ist doch alles fein für beide Seiten.
Was bedeutet genau "staatlich verwaltet"? Ist der Deutsche Karate Verband mit seiner Anbindung an den DOSB und damit an das Innenministierium auch "staatlich verwaltet"?
In der EWTO werd ich Mitglied und mache Prüfungen nach bestimmten Kriterien zu bestimmte kosten. Jedenfalls war das füher mal so.
Ich denke mal, die Sportinstitutionen sind hierzulande demokratisch verwaltet. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass irgendein deutscher Sportverband Prüfungen für Nicht-Deutsche zu besonderen Konditionen anbietet, wie es bei der Duan-Vergabe in China praktiziert wird.
Chinesische Kampfkunst war spätestens seit Republikgründung ein wichtiges Instrument der Politik, und heute kommen noch die monetären Interessen des kapitalistischen Chinas dazu.
Aber jetzt sind wir mitten im Off-Topic und ich bin raus...
Es geht doch nicht um Bescheidenheit. Natürlich darf jeder mit seinem Erreichten werben und gerne auch ein bisschen übertreiben - Werbung eben.
Bei der EWTO wird aber etwas versprochen, dass nicht geliefert wird (siehe die ganzen Diskussion zum Thema, müssen wir nicht wieder auffrischen).