Habe im Internet 2 gültige Versionen gefunden und musste mich entscheiden ^^
So haben wir ihn auch benutzt
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Also wir sagen einfach nur Danke + Tschüß :ups:
Ich finde man(n) kanns auch übertreiben mit den verdrösselten pseudojapanischen Japanizismen :rolleyes:
Bei uns ist es auch unförmlich. Gefällt mir besser.
Gruß
KeineRegeln
Nur dass viele Japaner wohl Lachkrämpfe bekämen, wenn sie wüssten, wie ihre Sprache in vielen Vereinen vergewaltigt wird. Und dann ist es eben doch pseudo, wenn man selbst einfachste Wörter meilenweit an allem vorbei säuselt, was irgendwie in Richtung authentischer Aussprache ginge.
Mein Favorit: Aus "Shutô uke" wurde etwas, das so ungefähr wie "ßtuschin" klingt. Und der gute Mann war 3. Dan und machte sein Karate seit über 30 Jahren ;)
Ich halte mich mit Japanisch sehr zurück. Habe es ein Semester an der Uni gelernt und würde mir bei Weitem nicht anmaßen, meine paar Floskeln als halbwegs adäquate Sprache zu bezeichnen. Entsprechend sind meine Erwartungen an die meisten Vereine.
lG
L.
Das ist dann aber eine allgemeine Frage, wie viel "Japan" man noch in sein Training reinlassen will. Natürlich kann nicht jeder Japanisch lernen der Karate macht, also bleibt nur die Möglichkeit diese Floskeln entweder einfach als Teil des Karate abzustempeln und zu behalten, auch wenn man damit Halbwissen in Kauf nimmt, oder man schmeißt es raus. Aber dann müsste man konsequenter Weise auch das gesamte Karate "entjapanisieren"
Das heißt: Neuer Name, der Gi ist nur noch der Trainingsanzug, man trainiert nicht mehr um Dojo sondern nur noch in ner Halle, die Techniken werden natürlich alle Übersetzt usw usw.
Wenn man sagt, Leute die solche Grußformeln ohne tieferes Verständnis der Sprache benutzen machen sich lächerlich, dann heißt das letztendlich jeder, der Karate macht, macht sich dabei lächerlich, oder ist halt ein Heuchler, weil er mit japanischen Begriffen um sich wirft.
Ich finde, da muss man doch etwas differenzieren.
Technikbezeichnungen etwa sind schlicht und ergreifend Fachwörter innerhalb des Systems. Das hat nicht viel damit zu tun, lebendige metamenschliche Kommunikation mehr oder minder schlecht der Ursprungssprache und Stammkultur der Kampfkunst anzupassen.
Analogie:
Wenn ich eine medizinische Ausbildung mache, muss ich ja auch lateinische Begriffe lernen, einfach um zu wissen, was womit gemeint ist. Deshalb begrüße ich meine Kollegen aber noch lange nicht mit "Ave!".
lG
L.
:halbyeaha
Wenn's einer machen will und soviel japanisch wie möglich in sein Karate steckt, soll er glücklich mit werden. Meine Erfahrung ist aber, dass gerade diese Leute intoleranter in der Praxis (also Dojo) sind, als die, welche den "Ritus" nicht befolgen oder kennen.
Beispiel, wenn einer seinen Trainer sensei nennt, obwohl er keinen Wert darauf legt so genannt zu werden, ließt der Trainer ihn i.d.R. gewähren. Während ein Trainer, der sensei genannt werden möchte, i.d.R. das auch von allen verlangt und nicht sagt, nenn mich wie du willst.
Oft hört man auch von japanophilen, dass es respektlos dem Trainer/trainingspartner gegenüber sei, wenn man sich nicht an die Etikette hält. Unglaublicher Blödsinn. Zeit mir, dass diese Menschen nicht begriffen haben, dass es bei Respekt um was viel tieferes geht.
Wenn einer sein ding macht und es anderen nicht aufzwingt oder er auf andere hinabsieht, sehe ich es wie mit den Religionen: soll er es machen und mich in Ruhe lassen. ;)
Gruß
KeineRegeln
Die Sprachfetzen sind linguistisch nicht unecht im Wortsinne. Die dahinterstehende Intention bleibt für mich aber ein Musterbeispiel für "pseudo". Was gar nicht empörend gemeint ist. Wie schon geschrieben wurde: Jeder wie er mag, solange kein Missionarsgeist mit aufschwabbt.
lG
L.
Nu gut, ich komme halt aus einer KK mit nem japanischen Chef, der in Tokio sein Honbu Dojo hat. Daher ist es für mich normal mit diesen Sachen zu hantieren und ich kann zumindest sagen, daß die Grußformeln auch bei uns bzw in Tokio vorkommen. Die Intentiion ist bei uns dieselbe wie bei den Japanern. Man sollte allerdings wissen was und warum man das gerade aufsagt.